StLA-RP | Pressemitteilungenhttp://www.statistik.rlp.deAktuelle Pressemitteilungen des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalzde_DEStatistisches Landesamt Rheinland-PfalzTYPO3 EXT:newsnews-2945Wed, 27 May 2020 14:21:28 +0200Deutliche Verdienstunterschiede in den „systemrelevanten“ Wirtschaftsbereichen http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesamtwirtschaft-umwelt/verdienste-und-arbeitskosten/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2945/Der durchschnittliche Bruttojahresverdienst einschließlich Sonderzahlungen der vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich belief sich 2019 in Rheinland-Pfalz auf 50.557 Euro. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, waren das rund 2,3 Prozent mehr als 2018. Erkennbare Unterschiede gab es zwischen den Wirtschaftsbereichen: Während eine Vollzeitkraft im Produzierenden Gewerbe im Durchschnitt 54.284 Euro verdiente, lagen die Jahresverdienste im Dienstleistungsbereich bei 48.090 Euro.Verdienstniveau in den systemrelevanten Wirtschaftszweigen

Noch deutlicher fallen die Verdienstunterschiede bei der Betrachtung einzelner Wirtschaftszweige aus. Vergleichsweise hoch wurden die Tätigkeiten in den Bereichen Energieversorgung (69.609 Euro), Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (66.771 Euro) sowie Information und Kommunikation (64.619 Euro) vergütet. Diese Wirtschaftsabschnitte gehören zu der sogenannten kritischen Infrastruktur, die aufgrund der Corona-Pandemie besonders im Fokus steht. Dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zufolge sind kritische Infrastrukturen „Organisationen oder Einrichtungen mit wichtiger Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen, bei deren Ausfall oder Beeinträchtigung nachhaltig wirkende Versorgungsengpässe, erhebliche Störungen der öffentlichen Sicherheit oder andere dramatische Folgen eintreten würden“. Hierzu zählen die Sektoren Energie, Gesundheit, Informationstechnik und Telekommunikation, Transport und Verkehr, Medien und Kultur, Wasser, Finanz- und Versicherungswesen, Ernährung sowie Staat und Verwaltung.

Unterdurchschnittlich verdienten die vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Jahr 2019 in den systemrelevanten Wirtschaftsbereichen „Gesundheits- und Sozialwesen“ (49.039 Euro), „Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung“ (48.574 Euro) sowie „Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen“ (46.390 Euro). Auch in den Bereichen „Wasserversorgung; Abwasser- und Abfallentsorgung“ und „Verkehr und Lagerei“ lag der jährliche Durchschnittsverdienst mit 43.430 Euro bzw. 37.669 Euro unter dem Durchschnittsverdienst.

Auch innerhalb der einzelnen Branchen bestanden 2019 deutliche Unterschiede: Während beispielsweise vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Krankenhäusern durchschnittlich 59.149 Euro und damit über dem jährlichen Durchschnittsverdienst von 50.557 Euro im Produzierenden Gewerbe und Dienstleistungsbereich verdienten, wurden die Arbeitsnehmerinnen und Arbeitnehmer in Pflegeheimen mit 39.191 Euro im Jahr unterdurchschnittlich bezahlt.

Das individuelle Verdienstniveau wird in allen Branchen maßgeblich durch die ausgeübte Tätigkeit bestimmt. Am unteren Ende der Verdienstskala stehen die ungelernten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (Leistungsgruppe 5). Mit 30.585 Euro betrug der Bruttojahresverdienst einer Vollzeitkraft in der Leistungsgruppe 5 weniger als ein Drittel des Vergütungsniveaus der Leistungsgruppe 1 (Beschäftigte in leitenden Positionen). Hier lagen die jährlichen Bruttoverdienste bei 94.485 Euro.

Reallohnindex

Im Jahr 2019 sind die preisbereinigten Verdienste der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Prozent gestiegen (Deutschland: plus 1,2 Prozent). Der Anstieg des Reallohnindex in Rheinland-Pfalz nach den endgültigen Ergebnissen der Vierteljährlichen Verdiensterhebung lag damit um 0,1 Prozentpunkte über dem vorläufigen Wert vom 20. Februar 2020.

Der Reallohnindex wird errechnet, indem die Entwicklung der Verdienste der Preisentwicklung gegenübergestellt wird. Die nominalen Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen waren im Jahr 2019 um 2,3 Prozent höher als 2018. Damit fiel der Anstieg des Nominallohnindex niedriger aus als im Jahr zuvor (2018: plus 2,9 Prozent), lag aber nur etwas unter den deutschlandweiten Verdienstzuwächsen von plus 2,6 Prozent. Die Verbraucherpreise (Basis: 2015=100) stiegen im selben Zeitraum um 1,3 Prozent (Deutschland: plus 1,4 Prozent).

Im Rahmen der Vierteljährlichen Verdiensterhebung werden in Rheinland-Pfalz etwa 2.200 Betriebe aus dem Produzierenden Gewerbe und dem Dienstleistungsbereich (ohne öffentliche Verwaltung) zu Verdiensten und Arbeitszeiten der vollzeit- und teilzeit- sowie der geringfügig beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer befragt. Einbezogen werden auch Sonderzahlungen wie Leistungsprämien oder Weihnachtsgeld. Die Angaben für die Wirtschaftszweige "Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung" und "Erziehung und Unterricht" werden nicht erhoben, sondern aus der Personalstandstatistik und aus Tarifangaben geschätzt.
Die Beschäftigten werden nach der Art der Tätigkeit fünf Leistungsgruppen zugeordnet. Leistungsgruppe 1 umfasst Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in leitender Stellung; in Leistungsgruppe 2 werden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit sehr schwierigen bis komplexen oder vielgestaltigen Tätigkeiten eingeordnet; Leistungsgruppe 3 beinhaltet Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit schwierigen Fachtätigkeiten; Leistungsgruppe 4 umfasst angelernte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit überwiegend einfachen Tätigkeiten und Leistungsgruppe 5 ungelernte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit einfachen, schematischen Tätigkeiten.
Der Reallohnindex gibt die preisbereinigte Entwicklung der Bruttomonatsverdienste einschließlich der Sonderzahlungen wieder. Aus dem Index der Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen der Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten sowie der geringfügig Beschäftigten im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich (Nominallohnindex) wird die Veränderung der Verdienste berechnet; aus dem Verbraucherpreisindex die der Preise. Bei einer positiven Veränderungsrate des Reallohnindex sind die Verdienste stärker gestiegen als die Verbraucherpreise, bei einer negativen Veränderungsrate ist es entsprechend umgekehrt.

Autorin: Dr. Melanie Nofz (Referat Unternehmensregister, Verdienste, Preise)

Durchschnittlicher Bruttojahresverdienst (einschließlich Sonderzahlungen) vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer 2019 nach ausgewählten Wirtschaftsbereichen und Leistungsgruppen
WZInsgesamtLeistungs- gruppe 1Leistungs- gruppe 2Leistungs- gruppe 3Leistungs- gruppe 4Leistungs- gruppe 5
Produzierendes Gewerbe und Dienstleistungsbereich50.55794.48558.55543.34935.77830.585
Produzierendes Gewerbe54.284106.78564.41647.80639.74935.920
darunter      
Verarbeitendes Gewerbe56.851108.72867.65450.80440.94936.752
darunter      
Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln35.020/46.99031.09226.78129.674
Getränkeherstellung51.424(100.348)62.69943.835(41.169)(30.150)
Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen79.334112.68971.32664.31057.02241.226
Herstellung von medizinischen und zahnmedizinischen Apparaten und Materialien44.360/(50.578)(37.448)29.185(23.573)
Energieversorgung69.609(106.359)66.57148.12750.275-
Wasserversorgung; Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen43.43088.77360.43943.56836.92634.111
darunter      
Wasserversorgung(61.426)92.390(62.825)(56.785)(42.424)34.603
Abwasserentsorgung(46.850)80.83259.960/40.448.
Baugewerbe43.773(95.237)52.90038.04134.30229.013
Dienstleistungsbereich48.09087.63755.95740.31131.22526.912
darunter      
Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen46.390(106.646)55.46339.84632.94229.442
darunter      
Großhandel (ohne Handel mit Kraftfahrzeugen)51.713(116.473)61.62641.62534.054(27.959)
Einzelhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln, Getränken und Tabakwaren (in Verkaufsräumen)27.395-38.51925.199(23.876)/
Verkehr und Lagerei37.66991.114(47.253)36.50430.97930.064
darunter      
Güterbeförderung im Straßenverkehr, Umzugstransporte33.823//34.35532.91422.470
Gastgewerbe27.889/(34.971)25.93323.37221.696
Information und Kommunikation64.619(96.397)64.26048.41435.648/
darunter      
Telekommunikation(54.236)/53.635(50.194)44.061.
Erbringung von Dienstleistungen der Informationstechnologie66.293/62.52650.318(36.855)/
Finanz- und Versicherungsdienstleister66.771113.01269.21950.49537.73133.009
Grundstücks- und Wohnungswesen52.578/60.175/48.403/
Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleister60.800108.69761.80242.77633.542(26.539)
darunter      
Forschung und Entwicklung im Bereich Natur-, Ingenieur-, Agrarwissenschaften und Medizin65.68196.154(61.946)48.986(36.589)(27.826)
Sonstige Unternehmensdienstleister33.292(94.042)51.83036.39829.25923.813
Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung48.57478.15855.01241.35333.17028.709
Erziehung und Unterricht54.67266.95354.57942.32534.14727.516
Gesundheits- und Sozialwesen49.03991.93153.02640.97730.73129.234
darunter      
Krankenhäuser59.149106.97057.94644.99935.33531.739
Arzt- und Zahnarztpraxen(44.126)//30.777(28.372)-
Pflegeheime39.191(61.404)45.08638.992(28.766)27.736
Altenheime; Alten- und Behindertenwohnheime//(48.989)(36.127)25.33726.203
Kunst, Unterhaltung und Erholung41.185(65.941)51.39038.67829.92625.283
- nichts vorhanden
() Aussagewert eingeschränkt, da Zahl statistisch unsicher
/ keine Angabe, da Zahl nicht sicher genug

 

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news-2916Fri, 13 Mar 2020 09:11:14 +0100Gender Pay Gap: Verdienstunterschiede zwischen Frauen und Männern im Vergleich zum Vorjahr unverändert http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesamtwirtschaft-umwelt/verdienste-und-arbeitskosten/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2916/Der prozentuale Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern, der sogenannte Gender Pay Gap, blieb 2019 im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems anlässlich des Equal Pay Day am 17. März mitteilt, lag der geschlechtsspezifische Verdienstunterschied in Rheinland-Pfalz bei 19 Prozent. Das sind drei Prozentpunkte weniger als 2010 und ein Prozentpunkt weniger als im bundesweiten Durchschnitt (20 Prozent).Von den westdeutschen Bundesländern (ohne Berlin) kann nur Schleswig-Holstein einen geringeren Verdienstabstand zwischen den Geschlechtern vorweisen (14 Prozent). Deutlich niedriger fällt der Gender Pay Gap in den neuen Bundesländern aus. Den geringsten Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern gab es in Brandenburg und Sachsen-Anhalt mit jeweils drei Prozent. Am höchsten ist das Verdienstgefälle in Baden-Württemberg (25 Prozent).

Im Vergleich zu 2010 hat sich der Verdienstabstand zwischen den Geschlechtern leicht verringert (minus drei Prozentpunkte). Die Abnahme ist auf die Entwicklung der durchschnittlichen Bruttostundenverdienste der beiden Geschlechter zurückzuführen. Unter den Frauen sind sie seit dem Beginn des Jahrzehnts stärker gestiegen als unter den Männern: Frauen erzielten 2019 einen durchschnittlichen Bruttostundenlohn in Höhe von 17,20 Euro. Gegenüber 2010 entspricht das einem Plus von 18,1 Prozent. Das Arbeitsentgelt von Männern stieg dagegen um 13,6 Prozent und belief sich 2019 auf 21,15 Euro.

Der Gender Pay Gap ist ein Strukturindikator der amtlichen Statistik, der den Unterschied der Bruttostundenverdienste zwischen Frauen und Männern misst. Er wird berechnet, indem zunächst die Differenz zwischen den durchschnittlichen Bruttostundenverdiensten männlicher und weiblicher Beschäftigter gebildet und anschließend zum durchschnittlichen Bruttostundenverdienst männlicher Beschäftigter ins Verhältnis gesetzt wird. Sonderzahlungen bleiben bei der Ermittlung der Bruttostundenverdienste unberücksichtigt.

Die Daten stammen aus der Verdienststrukturerhebung 2014 sowie der Vierteljährlichen Verdiensterhebung, mit deren Hilfe die Ergebnisse der Verdienststrukturerhebung fortgeschrieben werden. Im Rahmen der Verdienststrukturerhebung wurden in Rheinland-Pfalz rund 3.300 Betriebe aus der Land- und Forstwirtschaft, der Fischerei, dem Produzierenden Gewerbe und dem Dienstleistungsbereich befragt. Die Ergebnisse der Vierteljährlichen Verdiensterhebung stammen aus der Befragung von rund 2.200 Betrieben des Produzierenden Gewerbes und des Dienstleistungsbereichs in Rheinland-Pfalz.

Autorin: Dr. Melanie Nofz (Referat Unternehmensregister, Verdienste, Preise)

 

 

 

 

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news-2901Thu, 20 Feb 2020 13:40:05 +0100Reallöhne im Jahr 2019 um ein Prozent gestiegenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesamtwirtschaft-umwelt/verdienste-und-arbeitskosten/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2901/Die Reallöhne in Rheinland-Pfalz sind im vergangenen Jahr nicht so stark gestiegen wie im Durchschnitt der vorangegangenen Jahre. Nach vorläufigen Ergebnissen der Vierteljährlichen Verdiensterhebung erhöhten sich die preisbereinigten Bruttomonatsverdienste der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Jahr 2019 um 1 Prozent (Deutschland: plus 1,2 Prozent). Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems war die Zunahme niedriger als im Vorjahr, als sich der Reallohnzuwachs auf 1,2 Prozent belief. Im Durchschnitt der Jahre 2009 bis 2018 stiegen die Reallöhne um 1,4 Prozent.Die Entwicklung des Reallohnindex hängt von der Entwicklung der Verdienste und der Entwicklung der Verbraucherpreise ab. Der Index der Bruttomonatsverdienste der vollzeit-, teilzeit- und geringfügig beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich stieg 2019 um 2,2 Prozent. Damit fiel die Steigerung der Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen 2019 niedriger aus als in den Vorjahren; mit Ausnahme der Jahre 2009 und 2016 schwankten die Verdienststeigerungen von 2008 bis 2018 zwischen 2,4 und 3,3 Prozent. Die durchschnittliche nominale Verdienstentwicklung zwischen 2009 und 2018 betrug jährlich 2,5 Prozent. 

Die nominalen Verdienste stiegen – wie in den vergangenen Jahren – stärker als die Teuerungsrate. Die Verbraucherpreise lagen 2019 im Durchschnitt um 1,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Zwischen 2009 und 2018 legten die Verbraucherpreise um durchschnittlich 1,1 Prozent pro Jahr zu.  

Die Reallöhne entsprechen dem preisbereinigten Bruttomonatsverdienst einschließlich Sonderzahlungen (wie Leistungsprämien oder Weihnachtsgeld) der vollzeit-, teilzeit- und geringfügig beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich. Bei einer positiven Veränderungsrate des Reallohnindex sind die Verdienste stärker gestiegen als die Verbraucherpreise, bei einer negativen Veränderungsrate ist es umgekehrt.
Die statistische Grundlage bildet die Vierteljährliche Verdiensterhebung in Rheinland-Pfalz. Hierbei werden etwa 2.200 Betriebe aus dem Produzierenden Gewerbe und dem Dienstleistungsbereich zu den Verdiensten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer befragt. Das hier dargestellte Jahresergebnis basiert auf den Ergebnissen der ersten drei Quartale 2019 sowie auf den vorläufigen Ergebnissen für das vierte Quartal. Endgültige Ergebnisse in detaillierter Darstellung werden voraussichtlich im März 2020 veröffentlicht.

Autorin: Dr. Melanie Nofz (Referat Unternehmensregister, Verdienste, Preise)

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news-2684Wed, 27 Mar 2019 15:08:43 +0100Reallöhne 2018 um 1,2 Prozent gestiegenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesamtwirtschaft-umwelt/verdienste-und-arbeitskosten/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2684/Die preisbereinigten Verdienste der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Prozent gestiegen (Deutschland: plus 1,3 Prozent). Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, lag der Anstieg des Reallohnindex in Rheinland-Pfalz nach den endgültigen Ergebnissen der Vierteljährlichen Verdiensterhebung damit um 0,1 Prozentpunkte über dem vorläufigen Wert vom 19. Februar 2019.Der Reallohnindex wird errechnet, indem die Entwicklung der Verdienste der Preisentwicklung gegenübergestellt wird. Die nominalen Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen waren im Jahr 2018 um 2,9 Prozent höher als 2017. Damit fiel der Anstieg des Nominallohnindex höher aus als im Jahr zuvor (2017: plus 2,4 Prozent), lag aber etwas unter den deutschlandweiten Verdienstzuwächsen von plus 3,1 Prozent. Die Verbraucherpreise (Basis: 2015=100) stiegen im selben Zeitraum um 1,7 Prozent (Deutschland: plus 1,8 Prozent).

Verdienstniveau in den Wirtschaftszweigen

Der durchschnittliche Bruttojahresverdienst einschließlich Sonderzahlungen der Vollzeitbeschäftigten im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich belief sich 2018 auf 49.412 Euro. Vollzeitbeschäftigte Frauen verdienten 43.119 Euro, vollzeitbeschäftigte Männer 51.973 Euro. Erkennbare Unterschiede gab es zwischen den Wirtschaftsbereichen: Während eine Vollzeitkraft im Produzierenden Gewerbe im Durchschnitt 53.785 Euro verdiente, lagen die Jahresverdienste im Dienstleistungsbereich bei 46.758 Euro.

Noch deutlicher fallen die Verdienstunterschiede bei der Betrachtung einzelner Wirtschaftszweige aus. Vergleichsweise hoch wurden die Tätigkeiten in den Bereichen Information und Kommunikation (67.326 Euro), Energieversorgung (67.019 Euro) sowie Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (63.027 Euro) vergütet. Relativ niedrig ist das Verdienstniveau zum Beispiel im Gastgewerbe (27.853 Euro) und im Bereich der sonstigen Unternehmensdienstleister (32.225 Euro).

Art der Tätigkeit

Das individuelle Verdienstniveau wird in allen Branchen maßgeblich durch die ausgeübte Tätigkeit bestimmt. Am unteren Ende der Verdienstskala stehen die ungelernten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (Leistungsgruppe 5). Mit 29.060 Euro betrug der Bruttojahresverdienst einer Vollzeitkraft in der Leistungsgruppe 5 weniger als ein Drittel des Vergütungsniveaus der Leistungsgruppe 1 (Beschäftigte in leitenden Positionen). Hier lagen die jährlichen Bruttoverdienste bei 93.814 Euro.

Im Rahmen der Vierteljährlichen Verdiensterhebung werden in Rheinland-Pfalz etwa 2.200 Betriebe aus dem Produzierenden Gewerbe und dem Dienstleistungsbereich (ohne öffentliche Verwaltung) zu Verdiensten und Arbeitszeiten der vollzeit- und teilzeit- sowie der geringfügig beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer befragt. Einbezogen werden auch Sonderzahlungen wie Leistungsprämien oder Weihnachtsgeld.

Der Reallohnindex gibt die preisbereinigte Entwicklung der Bruttomonatsverdienste einschließlich der Sonderzahlungen wieder. Aus dem Index der Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen der Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten sowie der geringfügig Beschäftigten im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich (Nominallohnindex) wird die Veränderung der Verdienste berechnet; aus dem Verbraucherpreisindex die der Preise. Bei einer positiven Veränderungsrate des Reallohnindex sind die Verdienste stärker gestiegen als die Verbraucherpreise, bei einer negativen Veränderungsrate ist es entsprechend umgekehrt.

Autorin: Dr. Melanie Nofz (Referat VGR, ETR, Arbeitsmarkt, Verdienste / Preise)

 

 

 

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news-2675Fri, 15 Mar 2019 10:56:30 +0100Gender Pay Gap 2018: Verdienstunterschiede zwischen Frauen und Männern etwas geringerhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesamtwirtschaft-umwelt/verdienste-und-arbeitskosten/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2675/Der prozentuale Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern hat sich 2018 leicht verringert. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems zum Equal Pay Day am 18. März mitteilt, beläuft sich der Gender Pay Gap in Rheinland-Pfalz auf 19 Prozent. Das sind drei Prozentpunkte weniger als 2010 und zwei Prozentpunkte weniger als im bundesweiten Durchschnitt. Eine vom Statistischen Landesamt vorgelegte Veröffentlichung zeigt Faktoren auf, die den Verdienstunterschied beeinflussen.Frauen erzielten 2018 einen durchschnittlichen Bruttostundenlohn in Höhe von 16,67 Euro, das Arbeitsentgelt von Männern belief sich dagegen auf 20,58 Euro. In Rheinland-Pfalz lag der Gender Pay Gap damit bei 19 Prozent. Das sind zwei Prozentpunkte weniger als im bundesweiten Durchschnitt (21 Prozent).

Von den westdeutschen Bundesländern kann nur Schleswig-Holstein einen geringeren Verdienstabstand zwischen den Geschlechtern vorweisen (15 Prozent). Deutlich niedriger fällt er in den neuen Bundesländern aus. In Brandenburg beträgt er gerade einmal zwei Prozent. Am höchsten ist das Verdienstgefälle in Baden-Württemberg (26 Prozent).

Im Vergleich zum Beginn des Jahrzehnts hat sich der Verdienstabstand zwischen den Geschlechtern leicht verringert (minus drei Prozentpunkte gegenüber 2010). Die Abnahme ist auf die Entwicklung der durchschnittlichen Bruttostundenverdienste der beiden Geschlechter zurückzuführen. Unter den Frauen sind sie seit dem Beginn des Jahrzehnts stärker gestiegen als unter den Männern (Frauen: plus 14,5 Prozent, Männer: plus 10,5 Prozent).

Sonderveröffentlichung

Die Ergebnisse der Sonderveröffentlichung zeigen unter anderem, dass etwa drei Viertel des Verdienstgefälles auf lohnbestimmende Merkmale zurückgeführt werden können. So arbeiten Frauen häufiger als Männer in Branchen und Berufen, die ein eher niedriges Lohnniveau aufweisen. Auch sind Frauen seltener in besser entlohnten Leistungsgruppen und in Vollzeittätigkeiten zu finden, woraus sich weitere Verdienstnachteile ergeben.

Berücksichtigt man diese Einflüsse, so verringert sich der Verdienstunterschied zwischen den Geschlechtern deutlich. Der sogenannte bereinigte Gender Pay Gap, der diese Effekte mit einbezieht, liegt in Rheinland-Pfalz bei etwas mehr als fünf Prozent. Wie die Analyse weiter zeigt, sollte der Gender Pay Gap nicht pauschal als Ausmaß geschlechtsspezifischer Lohndiskriminierung interpretiert werden, da sich in ihm unterschiedliche Effekte spiegeln, die nicht zwangsläufig auf Diskriminierung beruhen müssen.

Am 18. März 2019 findet der Equal Pay Day – der internationale Aktionstag für Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern – in Deutschland zum zwölften Mal statt. Das Datum zeigt an, bis zu welchem Tag eines Jahres Frauen – legt man den durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von Männern zugrunde – unentgeltlich arbeiten, während Männer bereits ab dem 1. Januar bezahlt werden.

Die Sonderveröffentlichung zum Equal-Pay-Day steht hier zum kostenlosen Download bereit.

Der Gender Pay Gap ist ein Strukturindikator der amtlichen Statistik, der den Unterschied der Bruttostundenverdienste zwischen Frauen und Männern misst. Er wird berechnet, indem zunächst die Differenz zwischen den durchschnittlichen Bruttostundenverdiensten männlicher und weiblicher Beschäftigter gebildet und anschließend zum durchschnittlichen Bruttostundenverdienst männlicher Beschäftigter ins Verhältnis gesetzt wird. Sonderzahlungen bleiben bei der Ermittlung der Bruttostundenverdienste unberücksichtigt.

Die Daten stammen aus der Verdienststrukturerhebung 2014 sowie der Vierteljährlichen Verdiensterhebung, mit deren Hilfe die Ergebnisse der Verdienststrukturerhebung fortgeschrieben werden. Im Rahmen der Verdienststrukturerhebung wurden in Rheinland-Pfalz mehr als 3.300 Betriebe aus der Land- und Forstwirtschaft, der Fischerei, dem produzierenden Gewerbe und dem Dienstleistungsbereich befragt. Die Ergebnisse der Vierteljährlichen Verdiensterhebung stammen aus der Befragung von rund 2.200 Betrieben des produzierenden Gewerbes und des Dienstleistungsbereichs in Rheinland-Pfalz.

Autor: Sebastian Fückel (Referat Analysen Staat, Soziales)

 

 

 

 

 

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news-2658Tue, 19 Feb 2019 10:24:02 +0100Reallöhne 2018 um voraussichtlich 1,1 Prozent gestiegenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesamtwirtschaft-umwelt/verdienste-und-arbeitskosten/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2658/Im Jahr 2018 erhöhten sich die Reallöhne, d. h. die preisbereinigten Bruttomonatsverdienste der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, in Rheinland-Pfalz nach vorläufigen Ergebnissen der Vierteljährlichen Verdiensterhebung um 1,1 Prozent (Deutschland: plus 1 Prozent). Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, war die Zunahme damit höher als im Vorjahr, lag aber unter dem Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2017 (plus 1,3 Prozent).Die Entwicklung des Reallohnindex hängt von der Entwicklung der Verdienste und der Entwicklung der Verbraucherpreise ab. Der Index der Bruttomonatsverdienste der vollzeit-, teilzeit- und geringfügig beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich stieg um 3,1 Prozent. Damit fiel die Steigerung der Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen 2018 höher aus als im Jahr zuvor (2017: plus 2,4 Prozent). Mit Ausnahme des Jahres 2015 (plus 3,3 Prozent) ist das die höchste Steigerung seit 2008. Die durchschnittliche nominale Verdienstentwicklung zwischen 2008 und 2017 betrug jährlich 2,5 Prozent.   

Dass die Reallohnerhöhung trotz des deutlichen Anstiegs der nominalen Verdienste unterdurchschnittlich ausfiel, ist auf die höhere Teuerungsrate zurückzuführen. Die Verbraucherpreise lagen 2018 im Durchschnitt um 1,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Das ist der höchste Wert seit 2013. Zwischen 2008 und 2017 legten die Verbraucherpreise um durchschnittlich 1,2 Prozent pro Jahr zu.  

Die Reallöhne entsprechen dem preisbereinigten Bruttomonatsverdienst einschließlich Sonderzahlungen (wie Leistungsprämien oder Weihnachtsgeld) der vollzeit-, teilzeit- und geringfügig beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich. Eine positive Veränderungsrate des Reallohnindex zeigt einen stärkeren Anstieg der Verdienste gegenüber den Preisänderungen an. Im Fall eines negativen Ergebnisses sind die Preise im Vergleich zu den Verdiensten stärker gestiegen.

Die statistische Grundlage bildet die Vierteljährliche Verdiensterhebung in Rheinland-Pfalz. Hierbei werden etwa 2.200 Betriebe aus dem Produzierenden Gewerbe und dem Dienstleistungsbereich zu den Verdiensten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer befragt. Das hier dargestellte Jahresergebnis basiert auf den Ergebnissen der ersten drei Quartale 2018 sowie auf den vorläufigen Ergebnissen für das vierte Quartal. Endgültige Ergebnisse in detaillierter Darstellung werden voraussichtlich im März 2019 veröffentlicht.

Autorin: Dr. Melanie Nofz (Referat VGR, ETR, Arbeitsmarkt, Verdienste / Preise)

 

 

 

 

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news-2502Tue, 24 Jul 2018 09:40:52 +0200Arbeitskosten entsprechen mit 33,09 Euro dem Bundesdurchschnitthttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesamtwirtschaft-umwelt/verdienste-und-arbeitskosten/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2502/Die Nettoarbeitskosten, die Arbeitgeber in Rheinland-Pfalz durchschnittlich pro geleistete Arbeitsstunde aufwenden müssen, lagen 2016 bei 33,09 Euro. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, entsprachen die Arbeitskosten im Land damit genau dem Bundesdurchschnitt (ebenfalls 33,09 Euro). Insgesamt zeigt sich in den Daten noch immer ein ausgeprägtes Gefälle zwischen den westdeutschen Bundesländern einschließlich Berlin (34,19 Euro pro Arbeitsstunde) und den ostdeutschen Bundesländern (26,14 Euro pro Arbeitsstunde).

In Rheinland-Pfalz lagen die Arbeitskosten 2016 um 5,9 Prozent über dem Niveau der Erhebung von 2012. Damit fiel der Anstieg vergleichsweise niedrig aus; im Bundesdurchschnitt legten die Arbeitskosten um 7,8 Prozent zu.

Die Arbeitskosten je Stunde variieren zwischen den Wirtschaftsbereichen beträchtlich. Im Produzierenden Gewerbe, zu dem der Bergbau, das Verarbeitende Gewerbe, die Energieversorgung, der Bereich „Wasserversorgung; Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen“ sowie das Baugewerbe zählen, beliefen sich die Arbeitskosten pro Stunde 2016 auf 38,15 Euro. Im Dienstleistungsbereich kostete eine Arbeitsstunde mit 30,82 Euro deutlich weniger. Unter den einzelnen Branchen wies das Gastgewerbe mit 16,24 Euro die niedrigsten Arbeitskosten auf. Mehr als dreimal so hoch waren sie im Bereich Energieversorgung (52,54 Euro).

Außerdem ist ein Zusammenhang zwischen der Höhe der Arbeitskosten und der Unternehmensgröße erkennbar: Während die geleistete Arbeitsstunde in kleinen Unternehmen mit zehn bis 49 Beschäftigten durchschnittlich 24,81 Euro kostete, lag der Wert in Unternehmen mit 1.000 und mehr Beschäftigten bei 39,54 Euro.

Die Ergebnisse stammen aus der alle vier Jahre im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich stattfindenden Arbeitskostenerhebung. Die EU-weit durchgeführte Strukturerhebung stellt nach international einheitlichen Standards detaillierte Angaben über alle Bestandteile der Arbeitskosten bereit. Für die Erhebung 2016 wurden in Rheinland-Pfalz rund 1.700 Unternehmen befragt.

Autorin: Diane Dammers (Referat Auswertungen, Analysen Wirtschaft, Staat)

 

 

 

 

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news-2423Fri, 23 Mar 2018 11:19:28 +0100Reallöhne 2017 um 0,8 Prozent gestiegenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesamtwirtschaft-umwelt/verdienste-und-arbeitskosten/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2423/Die realen Verdienste der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Prozent gestiegen (Deutschland: ebenfalls plus 0,8 Prozent). Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, lag der Zuwachs des Reallohnindex nach den endgültigen Ergebnissen der Vierteljährlichen Verdiensterhebung damit um 0,1 Prozentpunkte über dem vorläufigen Wert vom 16. Februar 2018.Der Reallohnindex wird errechnet, indem die Entwicklung der Verdienste der Preisentwicklung gegenüber gestellt wird. Mit einem Plus von 2,4 Prozent fiel die Steigerung der Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen höher aus als im Jahr zuvor (2016: plus 2,1 Prozent), lag aber etwas unter den deutschlandweiten Verdienstzuwächsen von plus 2,5 Prozent. Trotz des stärkeren Anstiegs der Nominallöhne war die Reallohnsteigerung aufgrund der höheren Teuerungsrate niedriger als 2016. Die Verbraucherpreise legten 2017 mit plus 1,6 Prozent deutlich stärker zu als in den Jahren zuvor (Deutschland: plus 1,8 Prozent).

Verdienstniveau in den Wirtschaftszweigen

Der durchschnittliche Bruttojahresverdienst einschließlich Sonderzahlungen der Vollzeitbeschäftigten im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich belief sich 2017 auf 47.982 Euro. Vollzeitbeschäftigte Frauen verdienten 41.794 Euro, vollzeitbeschäftigte Männer 50.575 Euro. Erkennbare Unterschiede gab es zwischen den Wirtschaftsbereichen: Während eine Vollzeitkraft im Produzierenden Gewerbe im Durchschnitt 52.033 Euro verdiente, lagen die Jahresverdienste im Dienstleistungsbereich bei 45.599 Euro.

Noch deutlicher fallen die Verdienstunterschiede bei der Betrachtung einzelner Wirtschaftszweige aus. Vergleichsweise hoch wurden die Tätigkeiten in den Bereichen Energieversorgung (63.553 Euro), Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (63.263 Euro) sowie Information und Kommunikation (62.103 Euro) vergütet. Deutlich niedriger sind die Verdienste zum Beispiel im Bereich der sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (30.468 Euro) und im Gastgewerbe (28.401 Euro).

Art der Tätigkeit

Das individuelle Verdienstniveau wird in allen Branchen maßgeblich durch die ausgeübte Tätigkeit bestimmt. Am unteren Ende der Verdienstskala stehen die ungelernten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (Leistungsgruppe 5). Mit 27.681 Euro betrug der Bruttojahresverdienst einer Vollzeitkraft in der Leistungsgruppe 5 weniger als ein Drittel des Vergütungsniveaus der Leistungsgruppe 1 (Beschäftigte in leitenden Positionen). Hier lagen die jährlichen Bruttoverdienste bei 90.684 Euro.

Im Rahmen der Vierteljährlichen Verdiensterhebung werden in Rheinland-Pfalz etwa 2.200 Betriebe aus dem Produzierenden Gewerbe und dem Dienstleistungsbereich (ohne öffentliche Verwaltung) zu Verdiensten und Arbeitszeiten der vollzeit- und teilzeit- sowie der geringfügig beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer befragt. Einbezogen werden auch Sonderzahlungen wie Leistungsprämien oder Weihnachtsgeld.
Der Reallohnindex gibt die preisbereinigte Entwicklung der Bruttomonatsverdienste einschließlich der Sonderzahlungen wieder. Aus dem Index der Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen der Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten sowie der geringfügig Beschäftigten im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich (Nominallohnindex) wird die Veränderung der Verdienste berechnet; aus dem Verbraucherpreisindex die der Preise. Bei einer positiven Veränderungsrate des Reallohnindex sind die Verdienste stärker gestiegen als die Verbraucherpreise, bei einer negativen Veränderungsrate ist es entsprechend umgekehrt.

Autorin: Petra Wohnus (Referat Auswertungen, Analysen Wirtschaft, Staat)

 

 

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news-2412Thu, 15 Mar 2018 08:33:50 +0100Equal Pay Day: Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern unverändert http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesamtwirtschaft-umwelt/verdienste-und-arbeitskosten/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2412/Der Gender Pay Gap, der prozentuale Unterschied der durchschnittlichen Bruttostundenverdienste von Frauen und Männern, blieb 2017 gegenüber dem Vorjahr unverändert. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems im Vorfeld des Equal Pay Day mitteilt, war der durchschnittliche Bruttostundenverdienst von Frauen in Rheinland-Pfalz 2017 um 20 Prozent niedriger als der Verdienst der Männer.Der Equal Pay Day fällt dieses Jahr auf den 18. März. Er markiert den Tag des Jahres, bis zu dem Frauen über den Jahreswechsel hinaus arbeiten müssten, um das gleiche durchschnittliche Gehalt zu erzielen wie Männer.

Mit 20 Prozent lag der Verdienstunterschied zwischen Männern und Frauen in Rheinland-Pfalz unter dem Bundesdurchschnitt (21 Prozent). Im Vergleich zu den westdeutschen Bundesländern (ohne Berlin) wies das Land zusammen mit Hamburg und Niedersachsen den zweitniedrigsten Wert auf; geringere Unterschiede in den Bruttostundenverdiensten gab es mit 15 Prozent in Schleswig-Holstein. Deutschlandweit führt Sachsen-Anhalt das Ranking mit einem Wert von zwei Prozent an.

Im Zeitverlauf erweist sich der Gender Pay Gap als relativ stabil, da die ursächlichen Faktoren nur langsamen Veränderungsprozessen unterliegen. Der Verdienstabstand rührt aus unterschiedlichen Faktoren her: So unterscheiden sich Frauen und Männer zum Beispiel in der Wahl der Berufe und der Branchen, in der sie tätig sind, sowie in der Erwerbsbiografie. Frauen sind darüber hinaus nach wie vor häufiger als Teilzeitkraft oder geringfügig beschäftigt.

Der Gender Pay Gap ist ein Strukturindikator der amtlichen Statistik, der den Unterschied der Bruttostundenverdienste von Frauen und Männer misst. Er berechnet sich aus der Differenz zwischen dem durchschnittlichen Bruttostundenverdienst (ohne Sonderzahlungen) der Männer und dem Bruttostundenverdienst der Frauen im Verhältnis zum Bruttostundenverdienst der Männer. Datenquellen sind die Verdienststrukturerhebung aus dem Jahr 2014 sowie die Vierteljährliche Verdiensterhebung. Im Rahmen der Verdienststrukturerhebung wurden in Rheinland-Pfalz mehr als 3 300 Betriebe aus der Land- und Forstwirtschaft, der Fischerei, dem Produzierenden Gewerbe sowie dem Dienstleistungsbereich befragt. Die Ergebnisse der Vierteljährlichen Verdiensterhebung stammen aus der Befragung von 2 200 Betrieben in Rheinland-Pfalz aus dem Produzierenden Gewerbe und dem Dienstleistungsbereich.

Autorin: Petra Wohnus (Referat Auswertungen, Analysen Wirtschaft, Staat)

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news-2394Fri, 16 Feb 2018 08:40:43 +0100Reallöhne stiegen im Jahr 2017 um 0,7 Prozenthttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesamtwirtschaft-umwelt/verdienste-und-arbeitskosten/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2394/Nach vorläufigen Ergebnissen sind die Reallöhne in Rheinland-Pfalz 2017 um 0,7 Prozent gestiegen (Deutschland: plus 0,8 Prozent). Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, war die Zunahme damit wesentlich geringer als im Jahr 2016 (plus 1,5 Prozent); Grund ist der stärkere Anstieg der Verbraucherpreise.Die Entwicklung des Reallohnindex hängt von der Entwicklung der Verdienste und der der Verbraucherpreise ab. Mit einem Plus von 2,3 Prozent fiel die Steigerung der Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen 2017 etwas höher aus als im Jahr zuvor (2016: plus 2,1 Prozent). In den Jahren seit 2010 lagen die Nominallohnsteigerungen mit Ausnahme des Jahres 2015 (plus 3,3 Prozent) zwischen 2,1 und 2,8 Prozent.  

Obwohl die Nominallöhne 2017 etwas stärker stiegen als im Vorjahr, fiel der Reallohnzuwachs aufgrund der höheren Teuerungsrate deutlich geringer aus als 2016. Die Verbraucherpreise sind 2017 mit plus 1,6 Prozent stärker gestiegen als in den Jahren zuvor. Zum Vergleich: In den Jahren 2014 bis 2016 lag die Teuerungsrate auf einem außergewöhnlich niedrigen Niveau; sie schwankte zwischen plus 0,2 und plus 0,9 Prozent. 

Die Reallöhne entsprechen dem preisbereinigten Bruttomonatsverdienst einschließlich Sonderzahlungen (wie Leistungsprämien oder Weihnachtsgeld) der vollzeit-, teilzeit- und geringfügig beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich. Eine positive Veränderungsrate des Reallohnindex zeigt einen stärkeren Anstieg der Verdienste gegenüber den Preisänderungen an. Im Fall eines negativen Ergebnisses sind die Preise im Vergleich zu den Verdiensten stärker gestiegen.
Die statistische Grundlage bildet die Vierteljährliche Verdiensterhebung in Rheinland-Pfalz. Hierbei werden etwa 2.200 Betriebe aus dem Produzierenden Gewerbe und dem Dienstleistungsbereich zu den Verdiensten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer befragt. Das hier dargestellte Jahresergebnis basiert auf den Ergebnissen der ersten drei Quartale 2017 sowie auf den vorläufigen Ergebnissen für das vierte Quartal. Endgültige Ergebnisse in detaillierter Darstellung werden voraussichtlich im März 2018 veröffentlicht.

Autorin: Petra Wohnus (Referat Auswertungen, Analysen A3)

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news-2183Tue, 25 Apr 2017 11:21:27 +0200Girls‘ and Boys‘ Day: Berufs- und Studienwahl junger Frauen und Männerhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesamtwirtschaft-umwelt/verdienste-und-arbeitskosten/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2183/Im Bildungswesen, in der Berufs- und Studienwahl sowie in der Berufspraxis bestehen nach wie vor stereotypische Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Das belegen Zahlen, die das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz zum Girls‘ Day bzw. Boys‘ Day am 27. April 2017 veröffentlicht. Beim Girls‘ Day bzw. Boys‘ Day, der vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird, sollen Jungen in Berufsfelder hineinblicken können, in denen häufiger Frauen tätig sind, Mädchen in Berufe, die traditionell eher von Männern ausgeübt werden. Die Jugendlichen sollen ihre Fähigkeiten und Interessen erkunden, die Vielfalt der Lebensentwürfe und Laufbahnentwicklungen erleben und differenzierte Rollenbilder diskutieren.

Schulische Bildung: Unterschiedliche Bildungsverläufe

Bereits an allgemeinbildenden Schulen zeigten sich auch noch im Jahr 2016 geschlechterspezifische Unterschiede in den Bildungsverläufen. Während junge Männer unter den Absolventinnen und Absolventen mit Berufsreife in der Mehrzahl waren (60 Prozent), lag der Frauenanteil unter den Abiturientinnen und Abiturienten elf Prozentpunkte über dem Anteil der Männer. Außerdem waren männliche Schüler häufiger unter den Nichtversetzten (60 Prozent) und den Schulabgängern ohne Berufsreife (64 Prozent) vertreten.

Bei der Wahl mathematisch-naturwissenschaftlicher Leistungskurse in der gymnasialen Oberstufe unterschieden sich die Geschlechter ebenfalls: Während 43 Prozent der jungen Männer einen Leistungskurs in den Fächern Mathematik, Physik, Chemie, Biologie oder Informatik wählten, waren es bei den jungen Frauen nur 33 Prozent.

Berufliche Ausbildung: Geschlechterunterschiede in der Berufswahl

Zu Beginn des Schuljahres 2016/17 besuchten 51.500 junge Frauen eine berufsbildende Schule und 6.000 eine Schule des Gesundheitswesens. Zu den beliebtesten berufsqualifizierenden Bildungsgängen zählten die Ausbildungen zur Erzieherin (4.600), zur Gesundheits- und Krankenpflegerin (3.000) und zur Kauffrau für Büromanagement (2.900). Die zehn von Frauen am häufigsten besuchten Ausbildungsgänge sind im Wesentlichen sozialen, pflegerischen und kaufmännischen Berufen zuzuordnen.

Unter den rund 70.000 jungen Männern an berufsbildenden Schulen wurden die berufsqualifizierenden Bildungsgänge zum Elektroniker (4.600), Kraftfahrzeugmechatroniker (3.500) und Anlagenmechaniker (2.600) am häufigsten besucht. Männer präferierten häufig technisch-handwerkliche Berufe.

Hochschulbildung: Unterschiede in der Studienfachwahl

Im Wintersemester 2016/17 studierten rund 62.200 junge Frauen und 60.000 junge Männer an einer Hochschule in Rheinland-Pfalz. Unter den zehn am häufigsten gewählten Studienfächern waren bei den Männern sechs naturwissenschaftlich-technische Fächer. Dagegen waren bei den jungen Frauen geistes-, sozial- und rechtswissenschaftliche Fächer deutlich beliebter. Mit rund 4.200 Studentinnen waren die meisten Frauen in das Fach Germanistik/Deutsch eingeschrieben, gefolgt von den Fächern Rechtswissenschaft (2.800), Psychologie (2.400), Anglistik/Englisch (2.100) und Pädagogik/Erziehungswissenschaften (1.900). Bei den jungen Männern waren hingegen Betriebswirtschaftslehre (2.600), Maschinenbau/-wesen (2.600), Wirtschaftsingenieurwesen (2.400), Rechtswissenschaft (2.300) und Informatik (2.200) die meistgewählten Fächer.

Erwerbstätigkeit: Verdienstunterschiede zwischen Männern und Frauen

Nach wie vor bestehen Unterschiede in den Verdiensten, die Männer und Frauen im Rahmen ihrer Erwerbstätigkeit erhalten. Der durchschnittliche Bruttostundenverdienst von berufstätigen Frauen lag 2016 rund 20 Prozent niedriger als der Verdienst von Männern. Eine Frau müsste durchschnittlich rund 14,5 Monate arbeiten, um die gleiche Summe zu verdienen, die ein Mann innerhalb von 12 Monaten erhält.

Faltblatt „Frauen in Rheinland-Pfalz“

Im Faltblatt „Frauen in Rheinland-Pfalz“, das jährlich vom Statistischen Landesamt neu aufgelegt wird, finden Sie weiterführende Informationen und ausgewählte statistische Daten zu geschlechterspezifischen Gemeinsamkeiten und Unterschieden. Das Faltblatt steht Ihnen als PDF-Datei zum kostenfreien Download zur Verfügung.

Die Daten stammen aus der Statistik der allgemeinbildenden Schulen (2016/17), der berufsbildenden Schulen (2016/17) und der Schulen des Gesundheitswesens (2016/17) sowie der Studierendenstatistik (2016/17) und der auf der Verdienststrukturerhebung (2014) basierenden Fortschreibung der vierteljährlichen Verdiensterhebung.

Autor: Dr. Marco Schröder (Referat „Schulen, Hochschulen und Berufsbildung“)

 

 

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news-2167Fri, 24 Mar 2017 10:44:06 +0100Reallöhne stiegen 2016 um 1,5 Prozent http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesamtwirtschaft-umwelt/verdienste-und-arbeitskosten/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2167/Die realen Verdienste der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent gestiegen (Deutschland: plus 1,8 Prozent). Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, lag der Anstieg des Reallohnindex nach den endgültigen Ergebnissen der Vierteljährlichen Verdiensterhebung damit um 0,1 Prozentpunkte unter dem vorläufigen Wert vom 6. Februar 2017.Der Reallohnindex wird errechnet, indem die Entwicklung der Verdienste der Preisentwicklung gegenüber gestellt wird. Die Zunahme der Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen belief sich 2016 auf 2,1 Prozent. Damit lag der Anstieg des Nominallohnindex etwas unter dem bundesweiten Zuwachs von 2,3 Prozent und deutlich unter den Steigerungsraten der vergangenen Jahre. Aufgrund der im Jahresdurchschnitt moderat ausgefallenen Erhöhung der Verbraucherpreise (plus 0,6 Prozent) ergibt sich gleichwohl eine leicht überdurchschnittliche Steigerung der Reallöhne (Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2015: plus 1,3 Prozent).

Verdienstniveau in den Wirtschaftszweigen

Der durchschnittliche Bruttojahresverdienst einschließlich Sonderzahlungen der Vollzeitbeschäftigten im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich lag 2016 bei 47.955 Euro. Vollzeitbeschäftigte Frauen verdienten 41.632 Euro, vollzeitbeschäftigte Männer 50.484 Euro. Deutliche Unterschiede gab es zwischen den Wirtschaftsbereichen: Während eine Vollzeitkraft im Produzierenden Gewerbe im Durchschnitt 51.605 Euro verdiente, lagen die Bruttomonatsverdienste im Dienstleistungsbereich bei 45.579 Euro.

Deutlich stärker fallen die Verdienstunterschiede bei der Betrachtung einzelner Wirtschaftszweige aus. Vergleichsweise hoch werden die Tätigkeiten in den Bereichen Information und Kommunikation (63.307 Euro), Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (63.025 Euro), sowie freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen (62.069 Euro) bezahlt. Relativ niedrig ist das Verdienstniveau zum Beispiel im Gastgewerbe (27.330 Euro) und im Bereich der sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (29.784 Euro).

Art der Tätigkeit

Das individuelle Verdienstniveau wird in allen Branchen maßgeblich durch die ausgeübte Tätigkeit bestimmt. Am unteren Ende der Verdienstskala stehen die ungelernten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (Leistungsgruppe 5). Mit 27.325 Euro betrug der Bruttojahresverdienst einer Vollzeitkraft in der Leistungsgruppe 5 weniger als ein Drittel des Vergütungsniveaus der Leistungsgruppe 1 (Beschäftigte in leitenden Positionen). Hier lagen die jährlichen Bruttoverdienste bei 89.801 Euro. Allerdings ist die Zunahme des Nominallohnindex in der Leistungsgruppe 5 mit 2,5 Prozent relativ hoch ausgefallen. Nur in Leistungsgruppe 2 lag der prozentuale Zuwachs darüber (plus 2,7 Prozent). Der geringste prozentuale Vergütungsanstieg war bei den Beschäftigten in der Leistungsgruppe 1 zu verzeichnen (plus 1,4 Prozent).    

Im Rahmen der Vierteljährlichen Verdiensterhebung werden in Rheinland-Pfalz etwa 2.200 Betriebe aus dem Produzierenden Gewerbe und dem Dienstleistungsbereich (ohne öffentliche Verwaltung) zu Verdiensten und Arbeitszeiten der vollzeit- und teilzeit- sowie der geringfügig beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer befragt. Einbezogen werden auch Sonderzahlungen wie Leistungsprämien oder Weihnachtsgeld.

Die Beschäftigten werden nach der Art der Tätigkeit fünf Leistungsgruppen zugeordnet. Leistungsgruppe 1 umfasst Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in leitender Stellung; in Leistungsgruppe 2 werden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit sehr schwierigen bis komplexen oder vielgestaltigen Tätigkeiten eingeordnet; Leistungsgruppe 3 beinhaltet Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit schwierigen Fachtätigkeiten; Leistungsgruppe 4 umfasst angelernte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit überwiegend einfachen Tätigkeiten und Leistungsgruppe 5 ungelernte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit einfachen, schematischen Tätigkeiten.

Der Reallohnindex gibt die preisbereinigte Entwicklung der Monatsverdienste einschließlich der Sonderzahlungen wieder. Aus dem Index der Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen der Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten sowie der geringfügig Beschäftigten im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich (Nominallohnindex) wird die Veränderung der Verdienste berechnet, aus dem Verbraucherpreisindex die der Preise. Bei einer positiven Veränderungsrate des Reallohnindex sind die Verdienste stärker gestiegen als die Verbraucherpreise, bei einer negativen Veränderungsrate ist es entsprechend umgekehrt.

Autorin: Petra Wohnus (Referat Auswertungen, Analysen Wirtschaft, Staat)

 

 

 

 

 

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news-2154Tue, 14 Mar 2017 07:35:11 +0100Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern sank leichthttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesamtwirtschaft-umwelt/verdienste-und-arbeitskosten/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2154/Der Verdienstabstand zwischen Frauen und Männern hat sich in Rheinland-Pfalz im Jahr 2016 leicht reduziert. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes lag der durchschnittliche Bruttostundenverdienst von Frauen um 20 Prozent niedriger als der Verdienst der Männer. In den beiden Vorjahren betrug der so genannte Gender Pay Gap noch 21 Prozent. Der Equal Pay Day fällt in diesem Jahr auf den 18. März. Er markiert den Tag des Jahres, bis zu dem Frauen über den Jahreswechsel hinaus arbeiten müssten, um das gleiche durchschnittliche Vorjahresgehalt zu erzielen wie Männer.

Mit 20 Prozent liegt der Verdienstunterschied von Frauen und Männern in Rheinland-Pfalz unter dem Bundesdurchschnitt von 21 Prozent (2015: 22 Prozent). Im Vergleich mit den westdeutschen Bundesländern (ohne Berlin) weist das Land zusammen mit Hamburg und Niedersachsen den zweitniedrigsten Wert auf. Geringere geschlechtsspezifische Verdienstunterschiede sind in Westdeutschland mit 17 Prozent lediglich in Schleswig-Holstein zu beobachten. Deutlich niedriger ist der Gender Pay Gap in den ostdeutschen Bundesländern; am geringsten war er mit zwei Prozent in Sachsen-Anhalt.

Trotz des erneuten Rückgangs erweist sich der Gender Pay Gap im Zeitverlauf als relativ stabil, da die ursächlichen Faktoren nur langsamen Veränderungsprozessen unterliegen. So lag der Wert in Rheinland-Pfalz in den Jahren 2007 bis 2013 konstant bei 22 Prozent. Für den Verdienstabstand spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. So unterscheiden sich Frauen und Männer zum Beispiel in der Wahl der Berufe und der Branchen, in denen sie tätig sind, sowie in der Erwerbsbiografie. Frauen sind darüber hinaus nach wie vor häufiger als Teilzeitkraft oder geringfügig beschäftigt.

Der Gender Pay Gap ist ein Strukturindikator der amtlichen Statistik, der den Unterschied der Bruttostundenverdienste von Frauen und Männer misst. Datenquellen sind die Verdienststrukturerhebung aus dem Jahr 2014 sowie die Vierteljährliche Verdiensterhebung. Im Rahmen der Verdienststrukturerhebung wurden in Rheinland-Pfalz mehr als 3 300 Betriebe aus der Land- und Forstwirtschaft, der Fischerei, dem Produzierenden Gewerbe sowie dem Dienstleistungsbereich befragt. Die Ergebnisse der Vierteljährlichen Verdiensterhebung stammen aus der Befragung von 2 200 Betrieben in Rheinland-Pfalz aus dem Produzierenden Gewerbe und dem Dienstleistungsbereich.

Autorin: Petra Wohnus (Referat Auswertungen, Analysen Wirtschaft, Staat)

 

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news-2131Mon, 06 Feb 2017 09:34:00 +0100Reallöhne 2016 um 1,6 Prozent gestiegenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesamtwirtschaft-umwelt/verdienste-und-arbeitskosten/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2131/Nach vorläufigen Ergebnissen sind im Jahr 2016 in Rheinland-Pfalz die Reallöhne um 1,6 Prozent gestiegen (Deutschland: plus 1,8 Prozent). Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, war die Zunahme zwar wesentlich geringer als im Vorjahr, lag aber über dem Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2015 (plus 1,3 Prozent). Die Entwicklung des Reallohnindex hängt von der Entwicklung der Verdienste und der Ent-wicklung der Verbraucherpreise ab. Mit einem Plus von 2,2 Prozent fiel die Steigerung der Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen 2016 niedriger aus als in den Vor-jahren. Seit 2010 hatten die Zuwächse mit Ausnahme des Jahres 2015 (plus 3,3 Prozent) zwischen 2,6 und 2,8 Prozent gelegen.

Dass die Reallohnerhöhung trotz des etwas geringeren Anstiegs der nominalen Verdienste überdurchschnittlich ausfiel, ist auf die moderate Preisentwicklung zurückzuführen. Die Ver-braucherpreise lagen 2016 im Durchschnitt um 0,6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Damit war die Teuerung zwar höher als 2015, aber im längerfristigen Vergleich weiterhin niedrig.

Die Reallöhne entsprechen dem preisbereinigten Bruttomonatsverdienst einschließlich Sonderzahlungen (wie Leistungsprämien oder Weihnachtsgeld) der vollzeit-, teilzeit- und geringfügig beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich. Eine positive Veränderungsrate des Reallohnindex zeigt einen stärkeren Anstieg der Verdienste gegenüber den Preisänderungen an. Im Fall eines negativen Ergebnisses sind die Preise im Vergleich zu den Verdiensten stärker gestiegen.

Die statistische Grundlage bildet die Vierteljährliche Verdiensterhebung in Rheinland-Pfalz. Hierbei werden etwa 2.200 Betriebe aus dem Produzierenden Gewerbe und dem Dienstleistungsbereich zu den Verdiensten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer befragt. Das hier dargestellte Jahresergebnis basiert auf den Ergebnissen der ersten drei Quartale 2016 sowie auf den vorläufigen Ergebnissen für das vierte Quartal. Endgültige Ergebnisse in detaillierter Darstellung werden voraussichtlich im März 2017 veröffentlicht.

Autorin: Diane Dammers (Referat Auswertungen, Analysen A3)

 

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news-2024Wed, 14 Sep 2016 08:16:00 +0200Lohnspreizung zwischen Gering- und Besserverdienern hat sich von 2010 bis 2014 etwas verringerthttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesamtwirtschaft-umwelt/verdienste-und-arbeitskosten/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2024/Der Trend einer zunehmenden Lohnspreizung zwischen niedrigen und hohen Verdiensten hat sich von 2010 bis 2014 nicht weiter fortgesetzt. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems aufgrund von Ergebnissen der Verdienststrukturerhebung mitteilt, hat sich der Verdienstabstand zwischen Gering- und Besserverdienern in Rheinland-Pfalz zwischen 2010 und 2014 etwas verringert.

Die Lohnspreizung zwischen Gering- und Besserverdienern wird anhand des sogenannten Dezilverhältnisses berechnet. Das Dezil teilt eine Menge in zehn gleiche Teile. Zu den Besserverdienern wird dabei das Zehntel aller Beschäftigten gezählt, das die höchsten Bruttostundenverdienste aufweist. Zu dieser Personengruppe gehören in Rheinland-Pfalz alle diejenigen, die 2014 pro Stunde 29,73 Euro oder mehr verdienten. Umgekehrt zählt zu den Geringverdienern das Zehntel aller Beschäftigten mit den niedrigsten Bruttostundenverdiensten. Diese Personengruppe verdiente 2014 maximal 9,20 Euro pro Stunde. Setzt man diese beiden Stundenverdienste ins Verhältnis zueinander, errechnet sich ein Dezilverhältnis von 3,23 (Deutschland: 3,41). Je niedriger dieser Wert ist, desto geringer ist die Lohnspreizung. Im Jahr 2010 hatte der Wert im Land noch bei 3,31 gelegen (Deutschland: 3,45).

Der mittlere Bruttostundenverdienst, der von gleich vielen Beschäftigten über- wie unterschritten wird, belief sich 2014 auf 16,64 Euro (Deutschland: 16,65 Euro). Der Abstand der Besserverdiener zur Mitte der Lohnskala hat sich von 2010 bis 2014 leicht erhöht. Er lag in Rheinland-Pfalz 2014 bei 1,79 nach 1,77 im Jahr 2010. Andererseits konnten die Geringverdiener etwas zur Mitte aufschließen. Das Verhältnis des mittleren Verdienstes zum Schwellenwert der Geringverdiener sank von 1,87 auf 1,81.

Die Ergebnisse stammen aus der Verdienststrukturerhebung 2014. Im vierjährigen Rhythmus werden  Daten aus nahezu allen Wirtschaftsbereichen zu Verdiensten, Arbeitszeiten, Tarifbindungen und einer Vielzahl verdienstbestimmender Merkmale erhoben. Auswirkungen des zum 1. Januar 2015 eingeführten gesetzlichen Mindestlohns können aus den Ergebnissen der Erhebung nicht abgelesen werden.



In Rheinland-Pfalz wurden im Rahmen einer Stichprobenerhebung rund 3.300 Betriebe im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich befragt. Um einen Vergleich mit den vorherigen Erhebungen zu ermöglichen, wurden in die Auswertung ausschließlich Betriebe des Produzierenden Gewerbes und des Dienstleistungsbereichs mit zehn oder mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigten einbezogen. Die Daten beziehen sich auf die Bruttostundenverdienste von Voll- und Teilzeitbeschäftigten ohne Auszubildende.

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen/Auswertungen)

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news-1936Thu, 02 Jun 2016 08:35:00 +0200Betroffenheit vom Mindestlohn etwas über Bundesdurchschnitt http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesamtwirtschaft-umwelt/verdienste-und-arbeitskosten/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1936/Zum 1. Januar 2015 wurde in Deutschland ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro eingeführt. Bei einer Vollzeitbeschäftigung von 40 Wochenarbeitsstunden ergibt sich daraus ein Monatsverdienst von 1.473 Euro. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems entsprach der Mindestlohn damit im April 2014 rund 44 Prozent des durchschnittlichen Bruttomonatsverdienstes eines Vollzeitbeschäftigten in Rheinland-Pfalz, der sich auf 3.380 Euro belief. Dieser Prozentwert, der auch als „Kaitz-Index“ bezeichnet wird, liegt nur etwas über dem Durchschnitt aller Bundesländer (43 Prozent). Im Durchschnitt der westdeutschen Bundesländer ergibt sich ein Wert von 41 Prozent, in den ostdeutschen Ländern liegt er bei 55 Prozent.

Der „Kaitz-Index“ ist das Verhältnis zwischen Mindestlohn und Durchschnittslohn und gilt als eine Kennzahl für die möglichen Folgen des Mindestlohns. Je höher der Indexwert, desto geringer ist der Abstand zwischen Mindestlohn und Durchschnittslohn und damit steigt grundsätzlich die Möglichkeit, dass Arbeitsplätze wegfallen bzw. der Zugang zum Arbeitsmarkt erschwert wird.  

Unterschiede zwischen den Arbeitsmarktregionen

Nicht nur zwischen den Bundesländern, sondern auch innerhalb von Rheinland-Pfalz zeigen sich deutliche regionale Unterschiede: Der Index nimmt von Nordwesten nach Südosten tendenziell ab. Am niedrigsten ist der Kaitz-Index in der Arbeitsmarktregion Mainz mit 38 Prozent, gefolgt von den Arbeitsmarktregionen Ludwigshafen (39 Prozent) und Germersheim (41 Prozent). In drei der 20 Arbeitsmarktregionen liegt der Kaitz-Index über 50 Prozent. Einen Überblick über alle Arbeitsmarktregionen in Deutschland bietet die interaktive Karte.

Zahl der vom Mindestlohn betroffenen Arbeitsverhältnisse

Die zweite Kennzahl, die bei der Beurteilung möglicher Folgen des Mindestlohns eine Rolle spielt, ist die Zahl der vom Mindestlohn Betroffenen bzw. deren Anteil an der Gesamtzahl der abhängig Beschäftigten. Hierzu hat das Statistische Landesamt vor kurzem anhand erster Ergebnisse der Verdienststrukturerhebung 2014 berichtet (siehe PM 66/2016). Demnach gab es in Rheinland-Pfalz im April 2014 rund 180.000 Arbeitsverhältnisse, bei denen ein Stundenlohn von unter 8,50 Euro gezahlt wurde und denen damit ab dem 1. Januar 2015 einer höherer Verdienst zustand; das sind 10,8 Prozent aller abhängig Beschäftigten. Dieser Anteilswert liegt im bundesdeutschen Durchschnitt (Deutschland: 10,7 Prozent), aber deutlich über dem Wert für Westdeutschland (8,9 Prozent).

Die Berechnungen zum Kaitz-Index sowie die weiteren Ergebnisse basieren auf der Verdienststrukturerhebung 2014. Bei dieser Erhebung werden im vierjährigen Rhythmus Daten aus nahezu allen Wirtschaftsbereichen zu Verdiensten, Arbeitszeiten, Tarifbindungen und einer Vielzahl verdienstbestimmender Merkmale erhoben.

In Rheinland-Pfalz wurden im Rahmen einer Stichprobenerhebung rund 3.300 Betriebe im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich befragt.

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen)

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news-1905Wed, 06 Apr 2016 08:51:00 +0200Rund jeder zehnte Beschäftigte von Mindestlohngesetz betroffenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesamtwirtschaft-umwelt/verdienste-und-arbeitskosten/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1905/Im April 2014, also ein gutes halbes Jahr vor der Einführung des Mindestlohns zum 1. Januar 2015, gab es in Rheinland-Pfalz rund 250.000 Arbeitsverhältnisse, bei denen ein Stundenlohn von unter 8,50 Euro gezahlt wurde. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems auf der Basis erster Ergebnisse der Verdienststrukturerhebung 2014 mitteilt, fallen davon rund 180.000 Arbeitsverhältnisse in den Geltungsbereich des Mindestlohngesetzes, was einem Anteil von 10,8 Prozent an allen abhängigen Beschäftigungsverhältnissen entspricht (Deutschland: 10,7 Prozent). Für die übrigen rund 70.000 Arbeitsverhältnisse mit einem Stundenlohn von weniger als 8,50 Euro sieht das Gesetz Ausnahmen vor (v. a. Auszubildende, Praktikanten, Personen unter 18 Jahren).Für die 180.000 gering bezahlten Arbeitsverhältnisse, die ab 2015 von der Mindestlohngesetzgebung erfasst werden, errechnete sich 2014 ein durchschnittlicher Bruttostundenverdienst von 7,12 Euro. Eine Erhöhung der Entgelte auf das Niveau des Mindestlohns von 8,50 Euro führt zu einem Anstieg des durchschnittlichen Bruttostundenverdienstes um gut 19 Prozent. Zwei von drei dieser Arbeitsverhältnisse (65 Prozent) wurden von Frauen ausgeübt. Ihr Stundenlohn lag 2014 im Durchschnitt bei 7,16 Euro brutto; ihre männlichen Kollegen erhielten durchschnittlich 7,05 Euro. Zwei Drittel dieser gering bezahlten Arbeitsverhältnisse waren so genannte Minijobs, das übrige Drittel setzte sich zu gleichen Teilen aus Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigungsverhältnissen zusammen.

Die Ergebnisse stammen aus der Verdienststrukturerhebung 2014. Im vierjährigen Rhythmus werden Daten aus nahezu allen Wirtschaftsbereichen zu Verdiensten, Arbeitszeiten, Tarifbindungen und einer Vielzahl verdienstbestimmender Merkmale erhoben.

In Rheinland-Pfalz werden rund 3.300 Betriebe befragt.

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen)

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news-1897Thu, 24 Mar 2016 09:08:00 +0100Kräftiger Reallohnzuwachs dank deutlicher Verdiensterhöhungen bei niedriger Inflationsrate http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesamtwirtschaft-umwelt/verdienste-und-arbeitskosten/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1897/Die Reallöhne – d. h. die preisbereinigten Bruttomonatsverdienste der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – sind 2015 kräftig gestiegen. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, war der Reallohnindex in Rheinland-Pfalz nach endgültigen Ergebnissen der Vierteljährlichen Verdiensterhebung um 3,2 Prozent höher als 2014. Damit wird das vorläufige Ergebnis vom 15. Februar 2016 um 0,1 Prozentpunkte nach unten korrigiert. Der Reallohnindex wird errechnet, indem die Entwicklung der Verdienste der Preisentwicklung gegenüber gestellt wird. Der Index der nominalen Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen lag 2015 um 3,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Da der Verbraucherpreisindex im vergangenen Jahr nur um 0,2 Prozent zulegte, stand der Zunahme der Nominallöhne ein Anstieg der Reallöhne in fast gleicher Höhe gegenüber. In den Vorjahren fiel die Reallohnsteigerung aufgrund niedrigerer Verdienstzuwächse und höherer Inflationsraten deutlich schwächer aus.Wirtschaftszweige

Im Produzierenden Gewerbe erhöhten sich die nominalen Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen 2015 um 3,3 Prozent; im Dienstleistungsbereich belief sich der Zuwachs auf 3,2 Prozent. Allerdings bestehen deutliche Unterschiede zwischen den Wirtschaftsbereichen hinsichtlich der Höhe der Verdienste. Vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich erhielten 2015 im Durchschnitt 46.886 Euro brutto pro Jahr (einschließlich Sonderzahlungen). Während eine Vollzeitkraft im Produzierenden Gewerbe im Schnitt 51.386 Euro bekam, lag der Bruttojahresverdienst im Dienstleistungsbereich nur bei 44.051 Euro. Noch erheblich  größer sind die Unterschiede zwischen den Wirtschaftszweigen. Hohe Verdienste wurden beispielsweise in den Bereichen Information und Kommunikation (62.506 Euro), Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (62.210 Euro) sowie Energieversorgung (62.021 Euro) erzielt, niedrige im Gastgewerbe (26.632 Euro).

Art der Tätigkeit

In allen Branchen wird das individuelle Verdienstniveau maßgeblich von der Art der ausgeübten Tätigkeit bestimmt. Am unteren Ende der Verdienstskala stehen ungelernte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (Leistungsgruppe 5). Ihr Bruttojahresverdienst einschließlich Sonderzahlungen lag für Vollzeitbeschäftigte im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich 2015 durchschnittlich bei 25.333 Euro. Beschäftigte in leitender Position (Leistungsgruppe 1) erhielten im Durchschnitt 89.211 Euro. Allerdings sind die Nominallöhne in den niedrigeren Leistungsgruppen 2015 stärker gestiegen als in den höheren Leistungsgruppen. So stieg der Bruttomonatsverdienst einschließlich Sonderzahlungen bei ungelernten Arbeitskräften der Leistungsgruppe 5 um 5,5 Prozent. Auch in der Leistungsgruppe 4, der angelernte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit überwiegend einfachen Tätigkeiten zugeordnet werden, nahmen die Verdienste ebenfalls überdurchschnittlich zu (plus 4,3 Prozent). In der Leistungsgruppe 1 lagen die Bruttomonatsverdienste um 3,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Diese Unterschiede zwischen den Leistungsgruppen könnten mit der Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes in Zusammenhang stehen, dessen Einfluss sich anhand der vorliegenden Daten jedoch nicht quantifizieren lässt.

Im Rahmen der Vierteljährlichen Verdiensterhebung werden in Rheinland-Pfalz etwa 2.200 Betriebe aus dem Produzierenden Gewerbe und dem Dienstleistungsbereich (ohne öffentliche Verwaltung) zu Verdiensten und Arbeitszeiten der vollzeit- und teilzeit- sowie der geringfügig beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer befragt. Einbezogen werden auch Sonderzahlungen wie Leistungsprämien oder Weihnachtsgeld.

Die Beschäftigten werden nach der Art der Tätigkeit fünf Leistungsgruppen zugeordnet. Leistungsgruppe 1 umfasst Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in leitender Stellung; in Leistungsgruppe 2 werden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit sehr schwierigen bis komplexen oder vielgestaltigen Tätigkeiten eingeordnet; Leistungsgruppe 3 beinhaltet Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit schwierigen Fachtätigkeiten; Leistungsgruppe 4 umfasst angelernte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit überwiegend einfachen Tätigkeiten und Leistungsgruppe 5 ungelernte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit einfachen, schematischen Tätigkeiten.

Der Reallohnindex gibt die preisbereinigte Entwicklung der Verdienste einschließlich der Sonderzahlungen wieder. Aus dem Index der Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen der Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten sowie der geringfügig Beschäftigten im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich wird die Veränderung der Verdienste berechnet, aus dem Verbraucherpreisindex die der Preise. Bei einer positiven Veränderungsrate des Reallohnindex sind die Verdienste stärker gestiegen als die Verbraucherpreise, bei einer negativen Veränderungsrate ist es entsprechend umgekehrt.

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen)

 

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news-1882Wed, 16 Mar 2016 09:47:00 +0100Equal Pay Day: Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern geringfügig gesunkenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesamtwirtschaft-umwelt/verdienste-und-arbeitskosten/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1882/Der Gender Pay Gap – der prozentuale Unterschied im durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von Frauen und Männern – ist 2015 geringfügig gesunken. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems anlässlich des Equal Pay Day am 19. März mitteilt, lag der geschlechtsspezifische Verdienstunterschied 2015 bei gut 21 Prozent (2014: 22 Prozent). Der Equal Pay Day markiert den Tag des Jahres, bis zu dem Frauen über den Jahreswechsel hinaus arbeiten müssten, um das gleiche durchschnittliche Gehalt zu erzielen, das männlichen Arbeitnehmern im Vorjahr gezahlt wurde. Mit 21 Prozent entsprach der Gender Pay Gap in Rheinland-Pfalz exakt dem Bundesdurchschnitt. Im Vergleich der alten Bundesländer (ohne Berlin) verzeichnete Rheinland-Pfalz – gemeinsam mit Niedersachsen – den zweitniedrigsten Wert. Aus dieser Ländergruppe hatte lediglich Schleswig-Holstein einen geringeren Gender Pay Gap (15 Prozent). Wesentlich anders stellt sich die Situation in den neuen Bundesländern dar, die alle niedrigere geschlechtsspezifische Verdienstunterschiede aufwiesen als die alten Länder. Am geringsten fiel der Gender Pay Gap in Mecklenburg-Vorpommern mit vier Prozent aus. Den höchsten Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern gab es in Baden-Württemberg (26 Prozent).

Im Zeitverlauf erweist sich der Gender Pay Gap als relativ stabil, da die ursächlichen Faktoren nur langsamen Veränderungsprozessen unterliegen. Dies gilt zum Beispiel für geschlechtsspezifische Unterschiede in der Wahl der Berufe und in der Erwerbsbiografie. In Rheinland-Pfalz war der prozentuale Verdienstabstand zwischen Frauen und Männern 2006 mit 21 Prozent genauso hoch wie 2015.

Der Gender Pay Gap ist ein Strukturindikator der amtlichen Statistik, der den Unterschied der Bruttostundenverdienste von Frauen und Männern misst. Datenquelle ist die Verdienststrukturerhebung 2010. Für das Jahr 2015 wurde der Gender Pay Gap mit den Ergebnissen der Vierteljährlichen Verdiensterhebung fortgeschätzt. Im Rahmen der Verdienststrukturerhebung 2010 wurden in Rheinland-Pfalz mehr als 1.700 Betriebe aus dem produzierenden Gewerbe und dem Dienstleistungsbereich mit jeweils mindestens zehn Beschäftigten befragt. Im Rahmen der Vierteljährlichen Verdiensterhebung werden in Rheinland-Pfalz gut 2.200 Betriebe aus dem Produzierenden Gewerbe und dem Dienstleistungsbereich zu Verdiensten und Arbeitszeiten der vollzeit- und teilzeitbeschäftigten sowie geringfügig beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer befragt.

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen)

 

 

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news-1861Mon, 15 Feb 2016 10:23:00 +0100Reallöhne 2015 um 3,3 Prozent gestiegenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesamtwirtschaft-umwelt/verdienste-und-arbeitskosten/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1861/Nach vorläufigen Ergebnissen sind im Jahr 2015 in Rheinland-Pfalz die Reallöhne, d. h. die preisbereinigten Bruttomonatsverdienste der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, um 3,3 Prozent gestiegen (Deutschland: plus 2,5 Prozent). Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, ist dies die mit Abstand größte Reallohnsteigerung seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2008. Im Vorjahr belief sich der Reallohnzuwachs noch auf 1,8 Prozent; im Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2014 stiegen die Reallöhne um rund ein Prozent pro Jahr. Die Entwicklung des Reallohnindex hängt von der Entwicklung der Verdienste und von der Entwicklung der Verbraucherpreise ab. Der Index der Bruttomonatsverdienste der vollzeit-, teilzeit- und geringfügig beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich stieg 2015 um 3,4 Prozent. Damit fiel der prozentuale Zuwachs etwas höher aus als in den Vorjahren; mit Ausnahme des Jahres 2009 schwankten die Verdienststeigerungen von 2008 bis 2014 stets zwischen 2,7 und 2,8 Prozent.

Die Verbraucherpreise blieben 2015 dagegen fast unverändert. Der Verbraucherpreisindex erhöhte sich lediglich um 0,2 Prozent. Dies ist der zweitniedrigste Jahreswert seit Beginn der Berechnung eines rheinland-pfälzischen Verbraucherpreisindex im Jahr 1995 (PM 1/2016). Das stabile Preisniveau führte dazu, dass der Reallohnzuwachs und damit die Zunahme der Kaufkraft der Verdienste 2015 fast genauso hoch ausfiel wie die Steigerung der Bruttomonatsverdienste.

Im Rahmen der Vierteljährlichen Verdiensterhebung werden in Rheinland-Pfalz etwa 2.200 Betriebe aus dem Produzierenden Gewerbe und dem Dienstleistungsbereich zu den Verdiensten der vollzeit-, teilzeit- und geringfügig beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer befragt. Einbezogen werden auch Sonderzahlungen, wie Leistungsprämien oder Weihnachtsgeld.

Der Reallohnindex gibt die preisbereinigte Entwicklung der Verdienste wieder. Aus dem Index der Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen der Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten sowie der geringfügig Beschäftigten im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich wird die Veränderung der Verdienste berechnet, aus dem Verbraucherpreisindex die der Preise. Bei einer positiven Veränderungsrate des Reallohnindex sind die Verdienste stärker gestiegen als die Verbraucherpreise, bei einer negativen Veränderungsrate ist es entsprechend umgekehrt.

Das hier dargestellte Jahresergebnis basiert auf den Ergebnissen der ersten drei Quartale 2015 sowie auf den vorläufigen Ergebnissen für das vierte Quartal. Endgültige Ergebnisse in detaillierter Darstellung werden voraussichtlich im März 2016 veröffentlicht.

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen)

 

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news-1646Thu, 26 Mar 2015 09:22:00 +0100Reallöhne stiegen im Jahr 2014 um 1,8 Prozenthttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesamtwirtschaft-umwelt/verdienste-und-arbeitskosten/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1646/In Rheinland-Pfalz stiegen die Reallöhne, d. h. die preisbereinigten Bruttomonatsverdienste der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, im Jahr 2014 um 1,8 Prozent. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, ist dies der stärkste Anstieg seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2008. Bundesweit lag der Wert für das Jahr 2014 bei 1,7 Prozent.

Der Reallohnindex wird errechnet, indem die Entwicklung der Verdienste der Preisentwicklung gegenüber gestellt wird. Die nominalen Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen erhöhten sich 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Prozent. Da der Anstieg des Verbraucherpreisindex im vergangenen Jahr nur noch bei 0,9 Prozent lag, verblieb den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ein reales Lohnplus von 1,8 Prozent. In den Vorjahren fiel der Reallohnzuwachs aufgrund der höheren Inflationsrate deutlich geringer aus.

In den Wirtschaftsbereichen gab es unterschiedliche Entwicklungen. Im produzierenden Gewerbe lag der nominale Bruttomonatsverdienst im Jahr 2014 durchschnittlich 4,8 Prozent höher als im Jahr 2013, im Dienstleistungsbereich erhöhte er sich im Vergleichszeitraum lediglich um 1,5 Prozent.

Im Rahmen der Vierteljährlichen Verdiensterhebung werden in Rheinland-Pfalz etwa 2.200 Betriebe aus dem produzierenden Gewerbe und dem Dienstleistungsbereich (ohne öffentliche Verwaltung) zu Verdiensten und Arbeitszeiten der vollzeit- und teilzeit- sowie der geringfügig beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer befragt. Einbezogen werden auch Sonderzahlungen wie Leistungsprämien oder Weihnachtsgeld.



Der Reallohnindex gibt die preisbereinigte Entwicklung der Verdienste einschließlich der Sonderzahlungen wieder. Aus dem Index der Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen der Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten sowie der geringfügig Beschäftigten im produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich wird die Veränderung der Verdienste berechnet, aus dem Verbraucherpreisindex die der Preise. Bei einer positiven Veränderungsrate des Reallohnindex sind die Verdienste stärker gestiegen als die Verbraucherpreise, bei einer negativen Veränderungsrate ist es entsprechend umgekehrt.

Autor: Hans-Peter Fein (Abteilung Bevölkerung, Gesellschaft)

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news-1636Mon, 16 Mar 2015 12:00:00 +0100Equal Pay Day: Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern unverändert bei 22 Prozenthttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesamtwirtschaft-umwelt/verdienste-und-arbeitskosten/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1636/Der prozentuale Unterschied im durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von Frauen und Männern - der so genannte Gender Pay Gap - lag im Jahr 2014 in Rheinland-Pfalz bei rund 22 Prozent. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems anlässlich des Equal Pay Day am 20. März mitteilt, hat sich der Wert gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Der Equal Pay Day markiert den Tag des Jahres, bis zu dem Frauen über den Jahreswechsel hinaus arbeiten müssten, um das gleiche durchschnittliche Vorjahresgehalt zu erzielen wie Männer. Mit einem Gender Pay Gap von 22 Prozent liegt Rheinland-Pfalz im Bundesdurchschnitt. Im Vergleich der alten Bundesländer hat Rheinland-Pfalz zusammen mit Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen den zweitniedrigsten Wert. Einen geringeren geschlechtsspezifischen Verdienstunterschied weist in den westdeutschen Ländern nur Schleswig-Holstein mit 16 Prozent auf. Deutlich geringer ist der Gender Pay Gap in den neuen Bundesländern, wobei die niedrigsten Werte mit 5 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen zu verzeichnen sind.

Im Zeitverlauf erweist sich der Gender Pay Gap als relativ stabil, da die ursächlichen Faktoren nur langsamen Veränderungsprozessen unterliegen. So bewegte sich der Wert zwischen 2006 und 2014 auf nahezu konstantem Niveau. Für den Verdienstabstand spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. So unterscheiden sich Männer und Frauen zum Beispiel in der Wahl ihrer Berufe, der Branchen, in denen sie tätig sind und in der Erwerbsbiographie. Frauen sind darüber hinaus nach wie vor häufiger als Teilzeitkraft oder geringfügig beschäftigt.

Der Gender Pay Gap ist ein Strukturindikator der amtlichen Statistik, der den Unterschied der Bruttostundenverdienste von Frauen und Männern misst. Datenquelle ist die Verdienststrukturerhebung 2010. Für das Jahr 2014 wurde der Gender Pay Gap mit den Ergebnissen der Vierteljährlichen Verdiensterhebung fortgeschätzt. Im Rahmen der Verdienststrukturerhebung 2010 wurden in Rheinland-Pfalz mehr als 1.700 Betriebe aus dem produzierenden Gewerbe und dem Dienstleistungsbereich mit jeweils mindestens zehn Beschäftigten befragt. Im Rahmen der Vierteljährlichen Verdiensterhebung werden in Rheinland-Pfalz gut 2.200 Betriebe aus dem produzierenden Gewerbe und dem Dienstleistungsbereich zu Verdiensten und Arbeitszeiten der vollzeit- und teilzeitbeschäftigten sowie geringfügig beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer befragt.

Autorin: Bettina Link (Referat Bildung, Verdienste, Preise)

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news-1476Tue, 22 Jul 2014 08:57:00 +0200Arbeitskosten bei 31,26 Euro je geleistete Arbeitsstunde http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesamtwirtschaft-umwelt/verdienste-und-arbeitskosten/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1476/Arbeitgeber mussten in Rheinland-Pfalz im Jahr 2012 durchschnittlich 31,26 Euro pro geleistete Arbeitsstunde aufwenden. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, waren das 1,8 Prozent mehr als im Bundesdurchschnitt (30,70 Euro). Sechs Bundesländer wiesen höhere Arbeitskosten als Rheinland-Pfalz auf. Insgesamt zeigt sich in den Daten ein noch immer sehr ausgeprägtes Gefälle zwischen den westdeutschen (31,94 Euro pro Arbeitsstunde) und den ostdeutschen Bundesländern (23,45 Euro pro Arbeitsstunde). Am geringsten waren die Kosten mit 22,57 Euro je geleistete Arbeitsstunde in Mecklenburg-Vorpommern, am höchsten in Hessen (34,68 Euro) und in Hamburg (34,65 Euro). Im Vergleich zur Erhebung im Jahr 2008 stiegen die Arbeitskosten in Rheinland-Pfalz um 12,5 Prozent und damit deutlich stärker als im Bundesdurchschnitt (plus 9,3 Prozent). Lediglich Sachsen verzeichnete einen noch größeren Zuwachs (plus 12,8 Prozent).

Die Arbeitskosten je Stunde variierten zwischen den Wirtschaftszweigen beträchtlich. In Rheinland-Pfalz waren sie mit 15,17 Euro im Gastgewerbe am geringsten. Mehr als dreimal so hoch lagen sie im Bereich Information und Kommunikation (49,02 Euro). Auch die Unternehmensgröße hat Einfluss auf die Arbeitskosten. Während die geleistete Arbeitsstunde in kleinen Unternehmen (zehn bis 49 Beschäftigte) durchschnittlich 22,87 Euro kostete, lag der Wert in Unternehmen mit 1.000 und mehr Beschäftigten bei 37,69 Euro.

Weitere Ergebnisse zur Arbeitskostenerhebung unter: www.statistikportal.de.

Die Ergebnisse stammen aus der alle vier Jahre im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich stattfindenden Arbeitskostenerhebung. Die EU-weit durchgeführte Strukturerhebung stellt nach international einheitlichen Standards detaillierte Angaben über alle Bestandteile der Arbeitskosten bereit. Für die Erhebung 2012 wurden in Rheinland-Pfalz rund 1.600 Unternehmen befragt.

Autorin: Bettina Link (Referat Bildung, Verdienste, Preise)

 

 

 

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news-1401Thu, 27 Mar 2014 09:45:00 +0100Vollzeitkräfte verdienten 2013 durchschnittlich rund 45.500 Eurohttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesamtwirtschaft-umwelt/verdienste-und-arbeitskosten/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1401/Vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich verdienten nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Rheinland-Pfalz im Jahr 2013 durchschnittlich 45.476 Euro brutto (einschließlich Sonderzahlungen). Das waren 3,1 Prozent mehr als im Jahr 2012. Im Produzierenden Gewerbe erhielten vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer durchschnittlich 48.932 Euro, im Dienstleistungsbereich lag der Bruttojahresverdienst bei 43.156 Euro.

Im Jahr 2013 stiegen die Reallöhne, d. h. die preisbereinigten Bruttomonatsverdienste der vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, in Rheinland-Pfalz um 1,1 Prozent. Der Reallohnindex wird errechnet, indem die Entwicklung der Verdienste der Preisentwicklung gegenüber gestellt wird.

Art der Tätigkeit

Das individuelle Verdienstniveau wird in allen Branchen maßgeblich von der Art der ausgeübten Tätigkeit bestimmt. Am unteren Ende der Verdienstskala stehen bei den Vollzeitbeschäftigten - über alle erhobenen Wirtschaftsbereiche hinweg - ungelernte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (Leistungsgruppe 5) mit einem durchschnittlichen Bruttojahresverdienst von 24.568 Euro. Beschäftigte in leitender Position (Leistungsgruppe 1) erzielten dagegen mit 83.100 Euro eine mehr als dreimal so hohe Vergütung.

Geschlecht

Die Bruttojahresverdienste (einschließlich Sonderzahlungen) vollzeitbeschäftigter Frauen betrugen 2013 durchschnittlich 39.219 Euro und erreichten somit knapp 82 Prozent des Verdienstniveaus der männlichen Kollegen, das bei 48.038 Euro lag.

Wirtschaftszweige

Zwischen den einzelnen Wirtschaftszweigen zeigen sich deutliche Verdienstunterschiede. Hohe durchschnittliche Verdienste erzielten beispielsweise die Beschäftigten in den Bereichen Energieversorgung (59.457 Euro), Versicherungsdienstleistungen (58.880 Euro) sowie Information und Kommunikation (58.437 Euro). Niedrige Bruttojahresverdienste waren unter anderem beim Gastgewerbe (24.317 Euro) zu verzeichnen.

Stundenverdienste Teilzeitbeschäftigter niedriger

Merkliche Unterschiede gab es auch bei den Bruttostundenverdiensten der vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und ihren teilzeitbeschäftigten Kolleginnen und Kollegen. Betrugen die Stundenverdienste (ohne Sonderzahlungen) der Vollzeitbeschäftigten im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich 20,43 Euro, so lagen sie für die Gruppe der Teilzeitbeschäftigten lediglich bei 16,63 Euro. Dies kann insbesondere darauf zurückgeführt werden, dass Teilzeitbeschäftigte seltener für höher qualifizierte und damit höher bezahlte Arbeiten eingesetzt werden. Zudem sind Teilzeitbeschäftigte verstärkt in Branchen mit tendenziell niedrigeren Verdiensten tätig.

Im Rahmen der Vierteljährlichen Verdiensterhebung werden in Rheinland-Pfalz etwa 2.200 Betriebe aus dem produzierenden Gewerbe und dem Dienstleistungsbereich (ohne öffentliche Verwaltung) zu Verdiensten und Arbeitszeiten der vollzeit- und teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer befragt. Einbezogen werden auch Sonderzahlungen wie Leistungsprämien oder Weihnachtsgeld.Leistungsgruppe 1 umfasst Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in leitender Stellung; in Leistungsgruppe 2 werden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit sehr schwierigen bis komplexen oder vielgestaltigen Tätigkeiten eingeordnet; Leistungsgruppe 3 beinhaltet Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit schwierigen Fachtätigkeiten; Leistungsgruppe 4 umfasst angelernte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit überwiegend einfachen Tätigkeiten und Leistungsgruppe 5 ungelernte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit einfachen, schematischen Tätigkeiten.Der Reallohnindex gibt die preisbereinigte Entwicklung der Verdienste einschließlich der Sonderzahlungen wieder. Aus dem Index der Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen der vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich wird die Veränderung der Verdienste berechnet, aus dem Verbraucherpreisindex die der Preise. Bei einer positiven Veränderungsrate des Reallohnindex sind die Verdienste stärker gestiegen als die Verbraucherpreise, bei einer negativen Veränderungsrate ist es entsprechend umgekehrt.

Autorin: Bettina Link (Referat Preise, Verdienste, Bildung)

 

  

 

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news-1397Fri, 21 Mar 2014 09:02:00 +0100Gender Pay Gap 2013: Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern bei 22 Prozenthttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesamtwirtschaft-umwelt/verdienste-und-arbeitskosten/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1397/Der Gender Pay Gap, d. h. der prozentuale Unterschied im durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von Frauen und Männern, lag im Jahr 2013 in Rheinland-Pfalz bei rund 22 Prozent. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems anlässlich des Equal Pay Day am 21. März mitteilt, liegt der Wert damit geringfügig unter dem des Jahres 2012 (23 Prozent). Der Equal Pay Day markiert den Tag des Jahres, bis zu dem Frauen über den Jahreswechsel hinaus arbeiten müssten, um das gleiche durchschnittliche Gehalt zu erzielen wie Männer.

Mit einem Gender Pay Gap von 22 Prozent liegt Rheinland-Pfalz exakt im Bundesdurchschnitt. Im Vergleich der westdeutschen Bundesländer hat Rheinland-Pfalz - gemeinsam mit Hessen und Nordrhein-Westfalen - den drittniedrigsten Wert. Geringere geschlechtsspezifische Verdienstunterschiede weisen in den westdeutschen Ländern nur Niedersachsen mit 20 Prozent sowie Schleswig-Holstein mit 17 Prozent auf. Deutlich geringer ist der Gender Pay Gap in den neuen Bundesländern, wobei der niedrigste Wert mit vier Prozent in Mecklenburg-Vorpommern zu verzeichnen ist.

Im Zeitverlauf erweist sich der Gender Pay Gap als stabil, da die ursächlichen Faktoren nur langsamen Veränderungsprozessen unterliegen. So bewegte sich der Wert zwischen 2006 und 2013 auf relativ konstantem Niveau. Für differenzierte Aussagen kann auf die Verdienststrukturerhebung 2010 als originäre Datenquelle zurückgegriffen werden. Es zeigen sich folgende Ergebnisse:

Beschäftigungsumfang: Teilzeit- und geringfügig Beschäftigte weisen einen deutlich niedrigeren Gender Pay Gap auf als Vollzeitbeschäftigte.

Lebensalter: Mit steigendem Lebensalter erhöht sich der Verdienstunterschied.

Bildungsniveau: Der Gender Pay Gap für Geringqualifizierte liegt deutlich unter dem Wert für Hochqualifizierte.

Art der Tätigkeit: Die Gruppe der Beschäftigten mit Leitungsaufgaben (Leistungsgruppe 1) weist einen erhöhten, die Gruppe der ungelernten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (Leistungsgruppe 5) einen relativ geringen Gender Pay Gap auf.

Einfluss der öffentlichen Hand: Im Durchschnitt lag der Verdienstunterschied in der Privatwirtschaft deutlich höher als in Unternehmen, die unter dem Einfluss der öffentlichen Hand standen.

Für den Verdienstabstand spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. So unterscheiden sich Männer und Frauen zum Beispiel in der Wahl ihrer Berufe, Branchen und in der Erwerbsbiographie. Frauen sind darüber hinaus nach wie vor häufiger als Teilzeitkraft oder geringfügig beschäftigt.

Der Gender Pay Gap ist ein Strukturindikator der amtlichen Statistik, der den Unterschied der Bruttostundenverdienste von Frauen und Männern misst. Datenquelle ist die Verdienststrukturerhebung 2010. Für das Jahr 2013 wurde der Gender Pay Gap mit den Ergebnissen der Vierteljährlichen Verdiensterhebung fortgeschätzt.

Im Rahmen der Verdienststrukturerhebung 2010 wurden in Rheinland-Pfalz mehr als 1.700 Betriebe aus dem produzierenden Gewerbe und dem Dienstleistungsbereich mit jeweils mindestens zehn Beschäftigten befragt. Im Rahmen der Vierteljährlichen Verdiensterhebung werden in Rheinland-Pfalz gut 2.200 Betriebe aus dem produzierenden Gewerbe und dem Dienstleistungsbereich zu Verdiensten und Arbeitszeiten der vollzeit- und teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer befragt.

Autor: Hans-Peter Fein (Abteilung Bevölkerung und Gesellschaft)

 

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