Bevölkerung: Pressemitteilungen

Im Jahr 2016 ist die Bevölkerung in Rheinland-Pfalz erneut gewachsen, wenn auch in geringerem Umfang als noch 2015. Wie aus einer Schätzung des Statistischen Landesamtes hervorgeht, lebten zum Jahreswechsel rund 4.073.300 Menschen im Land. Dies waren rund 20.500 Menschen mehr, als noch ein Jahr zuvor und damit die höchste Zahl in der inzwischen 70-jährigen Landesgeschichte. Grund für den erneuten Anstieg der Bevölkerungszahl ist nach Auswertung bislang vorliegender Zahlen, dass auch im vergangenen Jahr deutlich mehr Menschen nach Rheinland-Pfalz zu- als fortzogen. Die Zahl der Gestorbenen in 2016 dürfte hingegen wie in den Vorjahren wieder deutlich über der Geborenenzahl gelegen haben. Bislang konnten zur Ermittlung der Bevölkerungsentwicklungen in 2016 nur die Bestandszahlen der rheinland-pfälzischen Meldebehörden nach Staatsangehörigkeit sowie Alter und Geschlecht ausgewertet werden, eine genauere Quantifizierung der Zu- und Fortzüge sowie der Geburten und Sterbefälle erfolgt sukzessive in den kommenden Monaten. Nach den vorläufigen Ergebnissen stieg die Anzahl der in Rheinland-Pfalz lebenden Ausländerinnen und Ausländer gegenüber dem 31. Dezember 2015 um rund 28.300 auf etwa 411.300 Personen. Ihr Anteil an der Bevölkerung lag Ende 2016 bei schätzungsweise 10,1 Prozent und damit um 0,6 Prozentpunkte höher als ein Jahr zuvor. Gegenüber dem Stichtag der Volkszählung am 9. Mai 2011 ist der Ausländeranteil um rund 3,3 Prozentpunkte angestiegen.

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Jede Rheinland-Pfälzerin bzw. jeder Rheinland-Pfälzer beansprucht rechnerisch rund 700 Quadratmeter Siedlungs- und Verkehrsfläche. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems betrug der Umfang dieser vom Menschen stark beeinflussten Flächen zum Stichtag 31. Dezember 2015 rund 2.836 Quadratkilometer, das waren 14,3 Prozent der Landesfläche. Zum Vergleich: In Deutschland betrug die Siedlungs- und Verkehrsfläche pro Kopf zum Stichtag 31. Dezember 2014 knapp 600 Quadratmeter (Zahlen für 2015 für ganz Deutschland liegen noch nicht vor).

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Am 31. Dezember 2015 lebten 4.052.803 Menschen in Rheinland-Pfalz. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems waren dies rund 41.200 Einwohnerinnen und Einwohner mehr als ein Jahr zuvor (plus 1 Prozent). Grund für den Anstieg der Bevölkerungszahl ist der höchste Zuwanderungsüberschuss seit Anfang der 90er-Jahre. 168.468 Zuzügen standen 116.339 Fortzüge gegenüber. Die Zahl der Gestorbenen (46.777) lag hingegen wie in den Vorjahren deutlich über der Geborenenzahl (34.946).

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Die Fachkräftesicherung wird vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung für die Wirtschaft und den öffentlichen Dienst zu einer großen Herausforderung. Die Zahl der Erwerbspersonen wird in den kommenden Jahren deutlich sinken, das betonte der Präsident des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz, Jörg Berres, bei der Vorstellung der Analyse „Rheinland-Pfalz 2060 – Erwerbspersonenvorausberechnung (Basisjahr 2014)“ am Freitag in Mainz. „Die Analyse zeigt, dass allein die demografische Entwicklung dazu führt, dass dem Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz 2035 etwa 330 000 Personen weniger zur Verfügung stehen als heute,“ so Berres.

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Im Jahr 2015 verlegten 168.468 Personen ihren alleinigen bzw. Hauptwohnsitz nach Rheinland-Pfalz. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems waren dies rund 24 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Gleichzeitig zogen 116.339 Personen über die Landesgrenzen fort, rund sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Mit 52.129 Personen ergibt sich der höchste positive Wanderungssaldo seit 1992. Er übersteigt den bereits hohen Zuwanderungsüberschuss des Vorjahres (27.320 Personen) um mehr als 90 Prozent.

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Im Jahr 2015 wurden in den rheinland-pfälzischen Standesämtern 20.341 Ehen geschlossen und damit rund 700 mehr als im Vorjahr (plus 3,6 Prozent). Dies ist nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems die höchste Zahl an Eheschließungen seit zehn Jahren. Ebenfalls im vergangenen Jahr wurden von rheinland-pfälzischen Familiengerichten 8.835 Ehen geschieden, das sind rund 200 weniger als im Jahr 2014 (PM 68/2016).

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Im Jahr 2015 wurden 34.946 rheinland-pfälzische Kinder geboren, 17.912 Jungen und 17.034 Mädchen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems erblickten rund 1.500 Landeskinder mehr das Licht der Welt als im Jahr zuvor. Der kontinuierliche Anstieg der Geborenenzahlen setzte sich damit im vierten Jahr in Folge fort. Diese Entwicklung kann unter anderem darauf zurückzuführen sein, dass die Kinder der Babyboomer-Generation inzwischen Nachwuchs bekommen.

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Im Jahr 2015 wurden von den rheinland-pfälzischen Familienrichtern 8.835 Ehen geschieden. Gegenüber dem Vorjahr ergibt sich ein Rückgang um zwei Prozent. Die Zahl der Scheidungen sank damit zum vierten Mal in Folge deutlich stärker als die Zahl der jeweils bestehenden Ehen. Gegenüber dem Jahr 2003, in dem mit 11.567 Scheidungen der bisherige Höhepunkt seit Landesgründung registriert wurde, ergibt sich ein Rückgang um ein Viertel (24 Prozent).

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Im Jahr 2015 erhielten 5.756 in Rheinland-Pfalz lebende Ausländerinnen und Ausländer einen deutschen Pass. Dies sind fast 200 Einbürgerungen mehr als im Vorjahr (plus 3,4 Prozent). Somit setzt sich der bereits 2014 zu beobachtende leichte Anstieg der Einbürgerungszahlen fort. Die Hälfte der 3.189 Frauen und 2.567 Männer lebten bereits 14 Jahre oder länger in Deutschland. Mehr als 80 Prozent waren 18 Jahre und älter; die Altersspanne der Eingebürgerten reichte von unter Einjährigen bis zu 89-Jährigen. Im Durchschnitt waren die Eingebürgerten 31 Jahre alt. Mehr als die Hälfte der volljährigen Eingebürgerten waren verheiratet.

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