Bildung: Glossar

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Begriff Themengebiet Erläuterung
Absolventenquote, Hochschulen Bildung

Die (Netto-)Absolventenquote gibt an, wie hoch der Anteil der Absolventen/-innen eines Erststudiums an der altersspezifischen Bevölkerung ist. Die Berechnung erfolgt, wie bei der Studienanfängerquote, nach dem Quotensummenverfahren.

Allgemeinbildende Schularten Bildung

Zurzeit existieren in Rheinland-Pfalz Grund-, Haupt-, Real- und Förderschulen, Freie Waldorfschulen, Gymnasien, Integrierte Gesamtschulen, Kollegs und Abendgymnasien sowie Realschulen plus. Die Schularten Duale Oberschulen und Regionale Schulen gibt es seit dem Schuljahr 2009/10 nicht mehr.
Je nach Ausrichtung bieten diese Schulen ein Ausbildungsspektrum, das von der Grundausbildung für den weiteren Schulbesuch, über die Vermittlung der Qualifikation „Berufsreife“, bis hin zur Studierfähigkeit an Hochschulen reicht.

Allgemeinbildende Schulen Bildung

Zu den allgemeinbildenden Schulen zählen Grundschulen, Hauptschulen, Realschulen, Realschulen plus, Gymnasien, Integrierte Gesamtschulen, Freie Waldorfschulen und Förderschulen. Eine Sonderstellung nehmen Kollegs und Abendgymnasien ein. Dies sind Einrichtungen des zweiten Bildungsweges, an denen nach dreijähriger Ausbildung die allgemeine Hochschulreife (Abitur) im Ganztags- oder Teilzeitunterricht (berufsbegleitend) erlangt werden kann. Haupt- und Realschulen gibt es infolge der 2009 begonnen Schulstrukturreform seit dem 1. August 2013, bis auf wenige Ausnahmen, nicht mehr.

Allgemeinbildender Schulabschluss Bildung

Höchster allgemeinbildender Abschluss, wobei differenziert wird nach:

Hauptschulabschluss (Berufsreife): Dieser Abschluss kann nach erfolgreichem Abschluss der Klasse 9 einer allgemeinbildenden Schule oder an berufsbildenden Schulen nach erfolgreichem Besuch des Berufsvorbereitungsjahres (BVJ) erreicht werden. Er gilt als Mindestvoraussetzung für eine berufliche Ausbildung im dualen System und Grundlage für alle höherwertigeren Abschlüsse.

Qualifizierter Sekundarabschluss I (früher: Mittlere Reife): An allgemeinbildenden Schulen kann dieser Abschluss u. a. an einer Realschule erreicht werden. Erforderlich ist der erfolgreiche Abschluss der 10. Klassenstufe. Als gleichwertig gilt das Versetzungszeugnis in die elfte Klasse eines Gymnasiums oder einer integrierten Gesamtschule. Des Weiteren kann dieser Abschluss auch an einer Berufsfachschule II erlangt werden. Die "Mittlere Reife" ermöglicht den Übergang in eine berufsbezogene Ausbildung oder in studienbezogene Bildungsgänge weiterführender Schulen.

Fachhochschulreife: Sie kann an einer beruflichen Schule (z. B. Duale Berufsoberschule, Fachoberschule oder Berufsoberschule I) erworben werden. Mit Abschluss der zwölften Klasse eines Gymnasiums oder beruflichen Gymnasiums wird der schriftliche Teil der Fachhochschulreife erlangt. Die Fachhochschulreife berechtigt zum Studium an einer Fachhochschule.

Hochschulreife: Die allgemeine Hochschulreife (Abitur) kann an allgemeinbildenden Schulen u.a. an einem Gymnasium oder einer integrierten Gesamtschule erworben werden. Im berufsbildenden Bereich führt der Besuch eines beruflichen Gymnasiums oder der Berufsoberschule II zu diesem Abschluss. Die allgemeine Hochschulreife berechtigt zu einem Studium an einer Universität und an einer Fachhochschule. Die fachgebundene Hochschulreife kann in Rheinland-Pfalz nur an einer Berufsoberschule II erreicht werden. Sie vermittelt die Zugangsvoraussetzung für bestimmte Studiengänge an einer wissenschaftlichen Hochschule.

 

Ausbildungsbereiche Bildung

In der Berufsbildungsstatistik werden die Ausbildungsbereiche Industrie und Handel (einschließlich Banken, Versicherungen, Gast- und Verkehrsgewerbe), Handwerk, Landwirtschaft, öffentlicher Dienst, Freie Berufe und Hauswirtschaft unterschieden. Die Zuordnung der Auszubildenden richtet sich entsprechend dem Berufsbildungsgesetz vielfach nach der Art des Ausbildungsberufes und nicht nach der Zugehörigkeit des Ausbildungsbetriebes zu einem bestimmten Wirtschaftsbereich. Dies führt bei den Freien Berufen im Öffentlichen Dienst dazu, dass die nachgewiesene Zahl an Auszubildenden nicht das vollständige Ausbildungsvolumen dieses Bereiches abbildet. Ein für den Beruf des Gärtners Auszubildender bei einer Stadtverwaltung wird beispielsweise dem Bereich Landwirtschaft zugeordnet, weil die Landwirtschaftskammer die für seine Ausbildung zuständige Stelle ist.

Auszubildende Bildung

Personen, die auf der Grundlage eines Berufsausbildungsvertrages in einem nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung anerkannten Lehrberuf ausgebildet werden.

Begriff Themengebiet Erläuterung
Bachelor Bildung

Der Bachelor ist der erste berufsqualifizierende Studienabschluss. Die Regelstudienzeit beträgt üblicherweise sechs Semester. Eingeführt wurde der Bachelor in Deutschland im Zuge der Bologna-Reform Ende der 90er-Jahre.

Berufliche Gymnasien Bildung

In Form einer gymnasialen Oberstufe mit den Schwerpunkten Wirtschaft, Technik bzw. Gesundheit und Soziales geführt, kann hier die allgemeine Hochschulreife (Abitur) erlangt werden. Die Bildungsgänge bauen auf dem qualifizierten Sekundarabschluss I auf.

Berufsbereiche Bildung

Die Berufsbereiche fassen als oberste Einheit der Klassifikation der Berufe 2010 (KldB 2010) jene Berufe zusammen, die sich nach den Arbeitsaufgaben und der allgemeinen Art der Tätigkeit ähneln. Die zehn Berufsbereiche können weiter untergliedert werden in 37 Berufshauptgruppen, 144 Berufsgruppen, 700 Berufsuntergruppen und 1.286 Berufsgattungen.

Berufsbildende Schulen Bildung

Diese Schulart umfasst mehrere Schulformen. An einer beruflichen Schule (Verwaltungs- /Organisationseinheit) können parallel mehrere Schulformen (bspw. Berufs-, Berufsfach-, Fachschule, berufliches Gymnasium) geführt werden.

Berufsfachschulen Bildung

Hier werden den Schülerinnen und Schülern berufliche und schulische Qualifikationen oder Teilqualifikationen in der Regel in Vollzeitform vermittelt. Ab dem Schuljahr 2004/05 werden folgende Angebote unterschieden:

 

  • Berufsfachschulen I (1-jährig)

    Die Berufsfachschule I baut auf der Qualifikation der Berufsreife auf und vermittelt eine allgemeine und berufliche Grundbildung.
  • Berufsfachschulen II (1-jährig)

    Die Berufsfachschule II baut auf dem Abschluss der Berufsfachschule I auf und führt im Rahmen eines be-rufsbezogenen Unterrichts zum qualifizierten Sekundarabschluss I.
  • Berufsfachschulen (3-jährig)

    Die Berufsfachschule mit dreijährigen Bildungsgängen baut auf der Qualifikation der Berufsreife auf und führt zu einer schulischen Berufsqualifikation, zu einer Berufsqualifikation nach dem Berufsbildungsgesetz oder zu einer Berufsqualifikation nach der Handwerksordnung. Unter bestimmten Voraussetzungen können hier auch ein qualifizierter Sekundarabschluss I und die Fachhochschulreife erlangt werden.
  • Höhere Berufsfachschulen - HBF- (2-jährig)

    Die Bildungsgänge der höheren Berufsfachschule bauen in der Regel auf einem qualifizierten Sekundarabschluss I auf und führen in der Regel zu einem berufsqualifizierenden Abschluss als Assistent/-in. Unter bestimmten Voraussetzungen kann in den Bildungsgängen der höheren Berufsfachschule auch die Fachhoch-schulreife erlangt werden.
Berufsoberschulen Bildung

Diese Einrichtungen führen als Berufsoberschule I, aufbauend auf einem qualifizierten Sekundarabschluss I und einer mindestens zweijährigen Berufsausbildung mit Abschluss der Berufsschule oder einer vergleichbaren Ersatzqualifikation in einem einjährigen Vollzeitbildungsgang zur Fachhochschulreife. Die Berufsoberschule I wird in den Fachrichtungen Technik, Gestaltung, Wirtschaft und Verwaltung sowie Gesundheit und Soziales geführt. Die Fachrichtung Technik gliedert sich in die Schwerpunkte Ingenieurwesen, Naturwissenschaft und Agrarwirtschaft.


Die Berufsoberschule II, die seit dem Schuljahr 2005/06 angeboten wird, setzt die Fachhochschulreife oder einen gleichwertigen Bildungsstand voraus und führt in ebenfalls einjähriger Vollzeitform zur fachgebundenen Hochschulreife, unter bestimmten Voraussetzungen auch zur allgemeinen Hochschulreife. Die Berufsoberschule II wird in den Fachrichtungen Technik, Wirtschaft und Verwaltung sowie Gesundheit und Soziales angeboten.

Berufsschulen Bildung

Sie führen – als gleichberechtigte Partner der betrieblichen Ausbildung – in Form einer gestuften Grund- und Fachbildung zu berufsqualifizierenden Abschlüssen in anerkannten Ausbildungsberufen. Im ersten Jahr, der Grundstufe, und der sich anschließenden Fachstufe erfolgt eine berufsfeldbreite oder berufsbezogene Bildung in Teilzeit- oder Blockunterricht. Neben berufsqualifizierenden Abschlüssen können unter bestimmten Voraussetzungen auch der qualifizierte Sekundarabschluss I bzw. die Fachhochschulreife erlangt werden. Um der differenzierten Vorbildung der Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden, umfasst das Unterrichtsangebot der Berufsschule Pflicht- und Wahlpflichtunterricht. Neben dem berufsbezogenen Unterricht werden im berufsübergreifenden Bereich die Pflichtfächer Deutsch/Kommunikation, Sozialkunde und Wirtschaftslehre, Religion und Sport unterrichtet. Im Wahlpflichtunterricht werden folgende Fächer angeboten: berufsbezogenes Fach, Kommunikation/Präsentation, Fremdsprache, Politik, Kommunikation in Netzen, Sport (in den Fachstufen), Physik, Chemie oder Biologie und Mathematik. Daneben bestehen Möglichkeiten zur Erlangung spezifischer Zusatzqualifikationen und zur Inanspruchnahme von Förderunterricht.


Das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ), das ebenfalls an Berufsschulen angeboten wird, bietet Schülerinnen und Schülern, die zu Beginn der Berufsschulpflicht kein Berufsausbildungs- oder Arbeitsverhältnis nachweisen und die nicht die Berufsfachschule besuchen können, eine Berufsvorbereitung in schulischer Form. Die Zielgruppe sind hier vor allem Schülerinnen und Schüler ohne Berufsreife oder Abgängerinnen und Abgänger mit dem Förderschwerpunkt Lernen. Das BVJ ist auf ein Jahr angelegt. In diesem Jahr werden fachpraktische und fachtheoretische Grundqualifikationen vermittelt, Einblicke in verschiedene Berufsfelder (z.B. Metall, Holz, Gestalten) verschafft und Lücken in der schulischen Vorbildung aufgearbeitet. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am BVJ haben Gelegenheit, sich über ihre beruflichen Möglichkeiten zu informieren, sich zu testen, ihre individuellen Fähigkeiten und Interessen zu entdecken und zu vertiefen. Das BVJ bietet mit dem BVJ-Sprachförderung (BVJ-S) und dem BVJ-Inklusion (BVJ-I) spezielle Angebote für Schutz- und Asylsuchende bzw. für Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung. Ziel des BVJ-S ist es, Voraussetzungen zu schaffen, um Schülerinnen und Schülern ohne Deutschkenntnisse die Erlangung der Berufsreife, den Wechsel in einen Schulbildungsgang bzw. den Übergang in eine duale Ausbildung zu erleichtern. Das BVJ-I ermöglicht Schülerinnen und Schülern mit umfangreichen Förderbedürfnissen Einblicke in unterschiedliche Berufsfelder und zielt auf ganzheitlichen Kompetenzerwerb und Berufsorientierung unter Berücksichtigung persönlicher Stärken.


Durch abgestufte Anforderungen und differenzierte Förderung werden individuelle berufliche Perspektiven eröffnet und somit der Einstieg in eine Berufsausbildung oder in eine Beschäftigung erleichtert. Mit erfolgreichem Abschluss des BVJ erlangen die Absolventinnen und Absolventen die Berufsreife oder das Abschlusszeugnis der Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen als Zweitabschluss. Sofern im Anschluss an das BVJ eine Arbeit aufgenommen wird, gilt die Berufsschulpflicht als erfüllt (gilt nicht bei Aufnahme einer Berufsausbildung). Im BVJ-S entscheidet grundsätzlich die Klassenkonferenz darüber, auf welche Art und Weise Leistungen dokumentiert werden. Oftmals erhalten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des BVJ-S reine Verbalbeurteilungen zu den individuellen Lernerfolgen. Zusätzlich ist es möglich, das erreichte Sprachniveau auszuweisen. Absolventinnen und Absolventen des BVJ-I erhalten ein Abschlusszeugnis der Schule mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung, welches unter anderem die Lern- und Persönlichkeitsentwicklung sowie besondere Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schülerin oder des Schülers beschreibt.

Betreuungsrelation, Hochschulen Bildung

Diese Kennzahl beschreibt das zahlenmäßige Verhältnis der Studierenden zum wissenschaftlich/künstlerischen Personal in Vollzeitäquivalenten. Nicht berücksichtigt wird hierbei das drittmittelfinanzierte Personal. Die Berechnung erfolgt zudem ohne Verwaltungsfachhochschulen.

Bildungsabschluss, beruflicher Bildung

Höchster Abschluss einer berufsqualifizierenden Ausbildung oder einer Ausbildung an Hochschulen, wobei differenziert wird nach

Berufliches Praktikum und Anlernausbildung: Als berufliches Praktikum gilt eine mindestens einjährige praktische Ausbildung im Betrieb (z. B. technisches Praktikum).

Berufsvorbereitungsjahr: Das Berufsvorbereitungsjahr bereitet Jugendliche ohne Ausbildungsvertrag auf eine berufliche Ausbildung vor.

Berufsausbildung im dualen System (Lehre): Die Berufsausbildung setzt den Abschluss einer mindestens zwei Jahre dauernden Ausbildung voraus. Sie wird überwiegend im dualen Berufsausbildungssystem durchgeführt. Hierbei wird die Praxis im Ausbildungsbetrieb mit der Theorie in der Berufsschule verbunden. Die Prüfungen werden vor der Industrie- und Handelskammer bzw. der Handwerkskammer abgelegt.

Berufsfachschulabschluss: Mit Abschluss einer Berufsfachschule werden fachrichtungsbezogene berufliche Qualifikationen erreicht, die bis zur Staatlich geprüften Assistentin/Staatlich geprüfter Assistent für die jeweilige Fachrichtung gehen.

Meister-/Technikerausbildung oder gleichwertiger Fachschulabschluss: Ein Meisterabschluss liegt vor, wenn eine Meisterprüfung vor einer Kammer (z. B. Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer) nach der Ausbildung abgelegt wurde. In einer Fach- oder Technikerschule wird in der Regel nach einer bereits erworbenen Berufsausbildung oder praktischen Berufserfahrung, eine vertiefte berufliche Fachbildung vermittelt..

Fachhochschulabschluss: Der Fachhochschulabschluss wird durch den erfolgreichen Abschluss des das Studiums an einer Fachhochschule erworben. Diese bieten eine praxisbezogene Ausbildung und Forschung. Lehre, Studium und Forschung konzentrieren sich hier auf die angewandten Wissenschaften und Künste, Die Fachhochschulen gründeten sich aus Vorgängerinstitutionen, wie den Ingenieurschulen, den höheren Wirtschaftsfachschulen sowie den höheren Fachschulen für Sozialwesen.

Universitätsabschluss/Promotion: Als Universitätsabschlüsse gelten Staatsexamen, Diplom (U) und entsprechende Abschlussprüfungen (z.B. Magister, Bachelor, Master) an Universitäten, Gesamthochschulen, Fernuniversitäten, technischen, pädagogischen, theologischen, Kunst- und Musikhochschulen. Diese Hochschulen dienen vor allem der Förderung der Wissenschaften und Künste in Forschung, Lehre und Studium. Die Promotion oder Doktorprüfung setzt in der Regel eine andere erste akademische Abschlussprüfung voraus, kann aber auch in einigen Fällen der erste Abschluss sein.

 

Bildungsausländer/-innen, Bildungsinländer/-innen Bildung

Bildungsausländer/-innen sind ausländische Studierende, die ihre Hochschulzugangsberechtigung im  Ausland oder an einem Studienkolleg erlangt haben. Als Bildungsinländer/-innen werden ausländische Studierende bezeichnet, die ihre Hochschulzugangsberechtigung in Deutschland, aber nicht an einem Studienkolleg erworben haben.

Bologna-Reform Bildung

In der sogenannten Bologna-Erklärung aus dem Jahr 1999 brachten 29 europäische Staaten ihren Willen zum Ausdruck, bis zum Jahr 2010 einen einheitlichen europäischen Hochschulraum zu schaffen. Zu den Zielen gehörte die Etablierung eines einheitlichen Systems gestufter Studiengänge, dessen erste Stufe der berufsqualifizierende Bachelor ist, an den sich ein Masterstudium anschließen kann. Die Reform sollte zu einer Steigerung der innereuropäischen Mobilität der Studierenden und zur besseren Vergleichbarkeit der Hochschulabschlüsse beitragen. Zudem soll die internationale Attraktivität europäischer Hochschulen erhöht werden.

Begriff Themengebiet Erläuterung
Drittmittel Bildung

Drittmittel sind Mittel, die von den Hochschulen zusätzlich zum regulären Hochschulhaushalt (Grundausstattung) bei öffentlichen oder privaten Stellen eingeworben werden. Sie können der Förderung von Forschung, Entwicklung und Lehre sowie der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses dienen.

Duale Berufsoberschulen Bildung

Diese Schulform führt in Teilzeitform berufsbegleitend zur Fachhochschulreife. Die Dauer der Ausbildung richtet sich hier nach der Vorqualifikation. Voraussetzungen für den Besuch der dualen Berufsoberschule sind ein qualifizierter Sekundarabschluss I und Abschluss der höheren Berufsfachschule oder alternativ einer zweijährigen Fachschule bzw. einer zweijährigen Berufsausbildung sowie Berufsschulabschluss.

Begriff Themengebiet Erläuterung
Einschulungen Bildung

Einschulungen können »vorzeitig«, »fristgemäß« oder »verspätet« erfolgen. Des Weiteren gibt es Neuaufnahmen nach Zurückstellungen im Laufe des vorigen Schuljahres. Als »fristgemäß eingeschult« gelten Kinder, die zwischen dem 1. September des Vorjahres und dem 30. August des betreffenden Jahres das sechste Lebensjahr vollendet haben.

EU-Anpassungslehrgang Bildung

Die Anerkennung von Lehrerbildungsabschlüssen aus EU-Mitgliedsstaaten erfordert die Teilnahme an einer sog. Ausgleichsmaßnahme. Dieser EU-Anpassungslehrgang findet an Studienseminaren statt. Er schließt mit einem Bericht und einer Note ab. Die Kandidatin bzw. der Kandidat erhält die Lehrbefähigung für das Lehramt in zwei Fächern.

Begriff Themengebiet Erläuterung
Fach- und Gesamtstudiendauer Bildung

Die Fachstudiendauer gibt die Zahl der Ausbildungssemester an, die in einem bestimmten Studiengang bis zum Abschluss verbracht werden. Die Gesamtstudiendauer bezieht sich auf die Zahl der Semester, die
insgesamt im Hochschulsystem belegt werden.

Fächergruppen Bildung

Ein Studienfach ist die in Prüfungsordnungen festgelegte Bezeichnung für eine wissenschaftliche oder künstlerische Disziplin, in der ein Studienabschluss möglich ist. Mehrere verwandte Fächer werden zu Studienbereichen und diese wiederum zu Fächergruppen zusammengefasst.

Fachoberschulen Bildung

Diese Schulform wurde in alter Form bis zum Schuljahr 2004/05 angeboten. Aufbauend auf einem qualifizierten Sekundarabschluss I oder einem gleichwertigen Bildungsstand führten diese Einrichtungen zur Fachhochschulreife. Sie konnten in Vollzeitform nach und in Teilzeitform neben einem bestehenden Berufsausbildungsverhältnis besucht werden.


In Folge der Schulstrukturreform besteht seit dem Schuljahr 2011/12 die Möglichkeit, an Realschulen plus organisatorisch verbundene Fachoberschulen einzurichten. Diese Fachoberschule in neuer Form führt in einem zweijährigen Vollzeit-Bildungsgang und mit der Absolvierung eines betrieblichen Praktikums zur Fachhochschulreife. Die Schülerinnen und Schüler dieser beruflichen Schulform absolvieren, je nach gewählter Fachrichtung, in der elften Klasse jeweils an drei Tagen der Woche ein Praktikum in einem Unternehmen oder in der Verwaltung. Die restlichen Stunden und das gesamte 12. Schuljahr besuchen sie den Unterricht in der Schule.


Mit dem erfolgreichen Abschluss der 12. Klasse eröffnen sich weitere Perspektiven. Die Schülerinnen und Schüler können mit der Fachhochschulreife ein Studium an der Fachhochschule beginnen oder eine qualifizierte Berufsausbildung aufnehmen. Zudem haben sie die Möglichkeit, auf die Berufsoberschule zu wechseln und dort in einem weiteren Schuljahr die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife zu erlangen. In 13 Jahren gelangen sie so zum Abitur, das dem des Gymnasiums gleichwertig ist.

Fachschulen Bildung

Diese Schulform führt in Teilzeitform berufsbegleitend zur Fachhochschulreife. Die Dauer der Ausbildung richtet sich hier nach der Vorqualifikation. Voraussetzungen für den Besuch der dualen Berufsoberschule sind ein qualifizierter Sekundarabschluss I und Abschluss der höheren Berufsfachschule oder alternativ einer zweijährigen Fachschule bzw. einer zweijährigen Berufsausbildung sowie Berufsschulabschluss.

Fachsemester Bildung

Fachsemester sind erbrachte Studienzeiten im Hinblick auf die angestrebte Abschlussprüfung in dem  betreffenden Studienfach; dazu können auch Semester aus einem früheren Studium oder im Ausland  verbrachte Studienzeiten gehören, sofern sie angerechnet werden.

Fachstudienanfänger/-innen Bildung

Fachstudienanfänger/-innen sind Studierende im ersten Semester eines bestimmten Studiengangs. Hierzu zählen auch jene Studierenden, die vor Aufnahme dieses Studiums bereits in einem anderen Studiengang
eingeschrieben waren. Die Zahl der Fachstudienanfänger/-innen eines Studienjahres ergibt sich aus den Studienanfänger/-innen eines Sommersemesters und des darauffolgenden Wintersemesters.

Förderschulen Bildung

Diese Einrichtungen bieten körperlich, geistig bzw. seelisch beeinträchtigten Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf ein auf die individuellen Möglichkeiten zugeschnittenes Bildungsangebot. An den rheinland-pfälzischen Förderschulen können verschiedene Schulabschlüsse bis hin zum qualifizierten Sekundarabschluss I erlangt werden. Je nach Ausrichtung wird zwischen Schulen mit den Förderschwerpunkten Lernen, ganzheitliche Entwicklung, motorische Entwicklung, sozial-emotionale Entwicklung, Sprache sowie Schulen für Blinde, Sehbehinderte, Gehörlose und Schwerhörige unterschieden.

Förderschwerpunkt Bildung

Unter dem Begriff »Förderschwerpunkt« wird der durch die Schulbehörde festgestellte sonderpädagogische Förderbedarf eines Schülers nachgewiesen. Es werden sieben Förderschwerpunkte unterschieden:

  • Blinde und Sehbehinderte
  • Ganzheitliche Entwicklung
  • Gehörlose und Schwerhörige
  • Motorische Entwicklung
  • Lernen
  • Sprache
  • Sozial-emotionale Entwicklung
    Seit dem Schuljahr 2018/2019 ist auch für Schüler/-innen an allgemeinbildenden Schulen ohne gutachterlich festgestellten sonderpädagogischen Förderbedarf anzugeben, ob diese sonderpädagogische Fördermaßnahmen erhalten. Hierzu wurden folgende Ausprägungen neu aufgenommen:
    - sonderpädagogische Förderung gem. Worms-Dauner-Modell (Stufe III),
    - integrierte Förderung bei Sehschädigung,
    - integrierte Förderung bei Hörschädigung,
    - integrierte Förderung bei Körperbehinderung.
Freie Waldorfschulen Bildung

Diese auf der Erziehungslehre des Anthroposophen Rudolf Steiner aufbauenden Privatschulen bieten ein Ausbildungsspektrum, das von der Primarstufe bis zur Sekundarstufe II reicht. An Freien Waldorfschulen können die Qualifikation der Berufsreife (Hauptschulabschluss), der qualifizierte Sekundarabschluss I und die allgemeine Hochschulreife (Abitur) erreicht werden.

Begriff Themengebiet Erläuterung
Ganztagsschulangebote Bildung

Zurzeit gibt es in Rheinland-Pfalz fünf verschiedene Formen der Ganztagsschule: die Angebotsform, die verpflichtende Form, die offene Form, die Betreuende Grundschule mit einem Betreuungsumfang von mindestens drei Tagen à sieben Stunden pro Woche sowie den Hort als sonstige Form  der Ganztagsbetreuung, welcher in Kooperation mit der Schulleitung außerschulische Betreuungsangebote der Kinder- und Jugendhilfe bietet. Betreuungsmöglichkeiten in Kindertageseinrichtungen und in Form der öffentlich geförderten Kindertagespflege für Schulkinder bleiben aufgrund der Vermeidung von Doppelzählungen in der Schulstatistik unberücksichtigt, da sie in der Kinder- und Jugendhilfestatistik erfasst werden.

Gasthörer Bildung

Im Gegensatz zu den ordentlichen Studierenden (Haupt- und Nebenhörer/-innen) sind Gasthörer nicht voll immatrikuliert. Sie können zu Maßnahmen und Veranstaltungen der Weiterbildung oder jeweils für die Dauer eines Semesters zu einzelnen Lehrveranstaltungen zugelassen werden. Für das „Gasthörerstudium“ ist eine Hochschulzugangsberechtigung nicht erforderlich; ein Fachstudium mit Abschlussprüfung nicht möglich. Sie erhalten lediglich eine Teilnahmebescheinigung über die besuchten Veranstaltungen (Gasthörerschein).

Gasthörerstudium Bildung

Das Gasthörerstudium wird von vielen Hochschulen angeboten. Es ermöglicht interessierten Personen – auch ohne Hochschulzugangsberechtigung – den Besuch einzelner Lehrveranstaltungen und Kurse. Gasthörer haben jedoch keinen Studierendenstatus und können keine Prüfungen ablegen. Seit dem Wintersemester 2004/05 können Hochschulen in Rheinland-Pfalz für die Teilnahme an einem Gaststudium bis 250 Euro Gebühren verlangen. Die an den Hochschulen immatrikulierten Gasthörer/-innen werden jährlich im Rahmen der Gasthörerstatistik erfasst.

Grundschulen Bildung

Hier werden Kinder in das schulische Lernen eingeführt und damit die Grundlagen für die weitere schulische Bildung gelegt. Die schulische Grundausbildung erstreckt sich auf die Klassenstufen 1 bis 4, den Primarbereich. Grundschulen werden eigenständig sowie organisatorisch verbunden mit Hauptschulen sowie mit Realschulen plus geführt.

Gymnasien Bildung

Hier werden in den Klassenstufen 5 bis 10 der Sekundarstufe I Kenntnisse vermittelt, die zum qualifizierten Sekundarabschluss I führen. In den Jahrgangsstufen 11 bis 13, der Sekundarstufe II, kann die allgemeine Hochschulreife (Abitur) erlangt werden, die den Zugang zur Hochschule eröffnet.
Zum Schuljahr 2008/09 wurden in Rheinland-Pfalz erstmals sogenannte G8-Gymnasien eingerichtet. Diese Ganztagsgymnasien bieten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, das Abitur bereits nach 12 Schuljahren bzw. nach 8 Jahren am Gymnasium zu erlangen. Die verkürzte gymnasiale Schulzeit wird schrittweise an Standorten eingeführt, an denen dies von den Eltern, der Schule und dem Schulträger gewünscht wird.

Begriff Themengebiet Erläuterung
Hauptschulen Bildung

Sie führen in einem 5-jährigen Bildungsgang zur Berufsreife und sind der Sekundarstufe I zugeordnet. In den Klassenstufen 5 bis 9 werden Fertigkeiten vermittelt, die vor allem zu einer qualifizierten Berufsausbildung befähigen. Darüber hinaus kann vielerorts nach dem Besuch eines freiwilligen 10. Schuljahres der qualifizierte Sekundarabschluss I (früher: mittlere Reife) erreicht werden. Im Zuge der Schulstrukturreform wurden die Hauptschulen ab dem Schuljahr 2009/10 schrittweise in die neuen Realschulen plus überführt. Seit dem Schuljahr 2013/14 gibt es keine eigenständigen öffentlichen Hauptschulen mehr.

Hochschulabschlüsse Bildung

Abschlusspüfungen werden in folgende Kategorien unterteilt:

  • Universitärer Abschluss,
  • Fachhochschulabschluss,
  • Lehramtsabschluss,
  • Bachelor,
  • Master,
  • Promotion und
  • sonstige Abschlussprüfungen.

Der universitäre Abschluss beinhaltet Magister, Lizentiat, Kirchliche Prüfungen, 1. Staatsexamen (ohne Lehramtsprüfungen), Diplom an Universitäten (einschließlich Dipl.-Lehrkräfte, Dipl.-Dolmetscher/-innen und Dipl.-Übersetzer/-innen, jedoch ohne Dipl.-Handelslehrer/-innen), akademisch geprüfte Übersetzer/-innen und Abschlussprüfungen ohne akademischen Grad.

Fachhochschulabschlussprüfungen sind das Diplom (FH) und sonstiger FH-Abschlüsse. Zu den Lehramtsabschlüssen gehören auch Dipl.-Handelslehrer/-innen, Lehramt Bachelor (ohne Diff.) sowie Bachelor (U) und Master (U) in Wirtschaftspädagogik und Lehramt Master.

Bachelor und Masterabschlüsse verstehen sich ohne Lehramt Bachelor, Bachelor/Master in Wirtschaftspädagogik (Lehram) und Lehramt Master.

Unter "sonstigen Abschlussprüfungen" werden Privatmusiklehrerprüfung, Kirchenmusikprüfung A + B, Abschlusszeugnisse und Zertifikate zusammengefasst.

Hochschulabsolventenquote Bildung

Die Hochschulabsolventenquote gibt den Anteil der Absolventinnen und Absolventen eines Erststudiums an der altersspezifischen Bevölkerung an. Die Berechnung erfolgt nach dem so genannten Quotensummenverfahren.

Hochschulart Bildung

Hochschularten dienen der Zusammenfassung gleichartiger Hochschulen. In Rheinland-Pfalz werden unterschieden: Universitäten, Theologische Hochschulen, Fachhochschulen und Verwaltungsfachhochschulen.


Universitäten dienen der Weiterentwicklung der Wissenschaften und der Vermittlung der wissenschaftlichen Ausbildung. Sie bilden den wissenschaftlichen und künstlerischen Nachwuchs heran.


Theologische Hochschulen sind kirchliche bzw. philosophisch-theologische Hochschulen ohne die theologischen Fachbereiche der Universitäten.


Fachhochschulen bieten eine stärker anwendungsbezogene Ausbildung in Studiengängen für Ingenieure und für Berufe in den Bereichen Wirtschaft, Sozialwesen, Gestaltung und Informatik.


Verwaltungsfachhochschulen sind diejenigen verwaltungsinternen Einrichtungen, an denen Nachwuchskräfte für den gehobenen nichttechnischen Dienst des Bundes und der Länder ausgebildet werden. Personen an Verwaltungsfachhochschulen werden nach dem StipG nicht gefördert.

Hochschularten Bildung

Als Hochschulen werden alle nach Landesrecht anerkannten Hochschulen bezeichnet. Die Hochschularten dienen der Zusammenfassung gleichartiger Hochschulen. In Rheinland-Pfalz gibt es:

  • Universitäten,
  • Theologische Hochschulen,
  • sonstige wissenschaftliche Hochschulen,
  • Fachhochschulen und
  • Verwaltungsfachhochschulen.
Hochschule Bildung

Hochschulen sind alle nach Landesrecht anerkannten Hochschulen, unabhängig von der Trägerschaft. Sie dienen der Pflege und der Entwicklung der Wissenschaften und der Künste durch Forschung, Lehre und Studium und bereiten auf berufliche Tätigkeiten vor, die die Auswertung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden oder die Fähigkeit zu künstlerischer Gestaltung erfordern.

Hochschulsemester Bildung

Hochschulsemester sind Semester, die insgesamt an Hochschulen in der Bundesrepublik Deutschland verbracht worden sind, sie müssen sich nicht auf das Studienfach im Erhebungssemester beziehen. Zu den Hochschulsemestern zählen auch Urlaubssemester.

Hochschulzugangsberechtigung Bildung

Die Zulassung zum Studium setzt in der Regel eine Studien- oder Hochschulzugangsberechtigung voraus. Die Voraussetzungen sind je nach Hochschulart unterschiedlich. Für ein Studium an wissenschaftlichen Hochschulen ist die allgemeine oder die fachgebundene Hochschulreife erforderlich. Ein Studium an Fachhochschulen setzt die Fachhochschulreife voraus.
In Rheinland-Pfalz können qualifizierte Berufstätige ohne Abitur bzw. Fachhochschulreife bereits seit 1996 unter bestimmten Voraussetzungen an den Hochschulen des Landes studieren. Mit dem am 01.09.2010 in Kraft getretenen neuen Hochschulgesetzes wurden die Zugangsmöglichkeiten für beruflich qualifizierte Personen zum Hochschulstudium deutlich vereinfacht und erweitert.

Hörerstatus Bildung

Haupthörer/-innen sind nur an einer Hochschule eingeschrieben oder – bei Mehrfacheinschreibung – derjenigen Hochschule als Haupthörer zugeordnet, an der sie schwerpunktmäßig studieren.
Nebenhörer/-innen sind als Haupthörer an einer anderen Hochschule und zusätzlich an der meldenden Hochschule eingeschrieben.

Begriff Themengebiet Erläuterung
Integrierte Ausbildungsberichterstattung Bildung

Mit der „Integrierten Ausbildungsberichterstattung“ haben die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder eine länderübergreifende Systematik zur Darstellung des Ausbildungsgeschehens nach der Sekundarstufe I entwickelt. Hierfür wurden die einzelnen Bildungsgänge entsprechend ihres Bildungsziels und ihrer Zugangsvoraussetzungen zu verschiedenen Sektoren und Konten
zusammengefasst. Bezogen auf den Kernbereich der Systematik werden drei Sektoren unterschieden:

I. Berufsausbildung:   
In diesem Sektor werden alle vollqualifizierenden Bildungsgänge nachgewiesen, die zu einem anerkannten Berufsabschluss führen, unabhängig davon, ob es sich um eine betriebliche Ausbildung im Dualen System oder um eine vollschulische Ausbildung handelt.

II. Übergangsbereich:                   
Dem „Übergangsbereich“ sind jene Bildungsgänge zugeordnet, die Jugendliche auf die Aufnahme einer schulischen oder beruflichen Ausbildung vorbereiten, aber nicht zu einem anerkannten Berufsabschluss führen. Hierzu zählen das Berufsvorbereitungsjahr, die
ein- und zweijährigen Bildungsgänge der Berufsfachschulen sowie die berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen der Bundesagentur für Arbeit.

III. Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung:              
Dieser Sektor beinhaltet die gymnasiale Oberstufe der allgemeinbildenden Schulen und der beruflichen Gymnasien sowie die Fachoberschulen. Nicht enthalten sind die Bildungsgänge der Berufsoberschulen, die dem Sektor Weiterbildung zugeordnet sind.

Integrierte Gesamtschulen Bildung

In den Klassenstufen 5 bis 10, der Sekundarstufe I, werden schulartübergreifend sowohl berufs- als auch studienbezogene Lerninhalte vermittelt. Der Unterricht im Klassenverband wird ergänzt durch Unterricht in Kursgruppen, die nach Leistungsniveau und Neigung der Schülerinnen und Schüler zusammengesetzt sind. Nach erfolgreichem Besuch der 9. bzw. 10. Klassenstufe werden Abschlüsse verliehen, die denen an Hauptschulen bzw. Realschulen gleichwertig sind. In den Jahrgangsstufen 11 bis 13, der Sekundarstufe II, können analog zur gymnasialen Oberstufe Kenntnisse vermittelt werden, die die Erlangung der allgemeinen Hochschulreife (Abitur) ermöglichen.

ISCED-Klassifikation Bildung

Die ISCED-Klassifikation (International Standard Classification of Education) ist eine internationale Klassifikation des Bildungswesens, die ursprünglich von der UNESCO entwickelt wurde. Die ISCED-
Bildungsstufen gelten als Standard für internationale Vergleiche von Bildungssystemen und -abschlüssen. Nach ISCED-1997 lässt sich differenzieren zwischen:

Niedrig:
ISCED 1: ohne allgemeinen oder beruflichen Abschluss oder Abschluss nach höchstens sieben Jahren Schulbesuch

ISCED 2: Haupt-/Realschulabschluss ohne beruflichen Abschluss oder Haupt-/Realschulabschluss mit Anlernausbildung, beruflichem Praktikum oder Berufsvorbereitungsjahr oder ohne allgemeinen Schulabschluss, aber mit Anlernausbildung, beruflichem Praktikum oder Berufsvorbereitungsjahr

Mittel:
ISCED 3a:  Hoch-/Fachhochschulreife

ISCED 3b: Abschluss einer Lehrausbildung oder berufsqualifizierender Abschluss an einer Berufsfachschule, Kollegschule oder einjährigen Schule des Gesundheitswesens

ISCED 3c: Abschluss des Vorbereitungsdienst für den mittleren Dienst in der öffentlichen Verwaltung

ISCED 4a/b: Hoch-/Fachhochschulreife und Abschluss einer Lehrausbildung/berufsqualifizierender Abschluss an einer Berufsfachschule, Kollegschule oder einjährigen Schule des Gesundheitswesens

Hoch:
ISCED 5a
Fachhochschul-/Hochschulabschluss

ISCED 5b Meister-/Techniker- oder gleichwertiger Fachschulabschluss, Abschluss einer zwei- oder dreijährigen Schule des Gesundheitswesens, Abschluss einer Fach- oder Berufsakademie
oder Abschluss der Fachschule der ehemaligen DDR oder Abschluss einer Verwaltungsfachhochschule

ISCED 6:  Promotion

Begriff Themengebiet Erläuterung
Juniorprofessur Bildung

Die Juniorprofessur wurde im Jahr 2002 mit der Novelle des Hochschulrahmengesetzes eingeführt. Sie ermöglicht jungen Wissenschaftlern mit hervorragender Promotion einen direkten Einstieg in Forschung und Lehre, um sich auf diesem Wege ohne die bisher übliche Habilitation für die Berufung auf eine Lebenszeitprofessur zu qualifizieren.

Begriff Themengebiet Erläuterung
Kollegs und Abendgynmasien Bildung

Dies sind Einrichtungen des zweiten Bildungsweges, an denen nach dreijähriger Ausbildung die allgemeine Hochschulreife (Abitur) im Ganztags- oder Teilzeitunterricht (berufsbegleitend) erlangt werden kann. Kollegs und Abendgymnasien sind der Sekundarstufe II zugeordnet.

Begriff Themengebiet Erläuterung
Landwirtschaftsreferendariat Bildung

Ziel des Landwirtschaftsreferendariats ist die Qualifizierung von Fach- und Nachwuchsführungskräften für eine Tätigkeit im Lehramt an landwirtschaftlichen berufsbildenden Schulen und im höheren Dienst der Agrarverwaltung des Landes Rheinland-Pfalz.


Landwirtschaftsreferendare können das Zweite Staatsexamen ablegen.

Laufende Ausgaben für ein Studium Bildung

Bei dieser Kennzahl werden die laufenden Ausgaben (Grundmittel), welche die Hochschulträger für Forschung und Lehre je Student/-in pro Semester bereitstellen, entsprechend der durchschnittlichen Fachstudiendauer summiert. Die laufenden Ausgaben für Zentrale Einrichtungen sind anteilig enthalten.

Lehrkräfte an Schulen Bildung

Als hauptamtliche beziehungsweise hauptberufliche Lehrkräfte werden beamtete und nicht beamtete Personen in Voll- oder Teilzeitbeschäftigung (einschließlich gemäß § 87 a LBG unterhälftig Teilzeitbeschäftigten) nur an ihrer Stammschule gezählt. Zu den nebenamtlichen beziehungsweise nebenberuflichen Kräften zählen neben den „reinen“ nebenamtlich oder -beruflich Tätigen auch Lehrkräfte, die außerhalb ihrer Stammschule unterrichten, beispielsweise als abgeordnete oder teilabgeordnete Lehrkräfte. Da diese bereits an ihrer Stammschule als hauptamtliche Lehrkräfte gezählt werden, zählen sie beim Einsatz an weiteren Schulen dort zur Gruppe „nebenamtliche/nebenberufliche/sonstige Kräfte“.

Lehrpersonen an Studienseminaren Bildung

Die Studienseminare haben eigenes Lehrpersonal, das hauptberuflich dort tätig ist (i. d. R. Seminarleiterinnen/ Seminarleiter, stellvertretende Seminarleiterinnen/Seminarleiter, Fachleiterinnen/Fachleiter). Darüber hinaus können Lehrerinnen/Lehrer rheinland-pfälzischer Schulen als Lehrbeauftragte stundenweise beschäftigt werden.

Begriff Themengebiet Erläuterung
Mainzer Studienstufe Bildung

Einer Vereinbarung der Kultusministerkonferenz vom 7. Juli 1972 entsprechend wurde Mitte der 70er-Jahre in allen Bundesländern die gymnasiale Oberstufe reformiert. Mit Beginn des Schuljahres 1975/76 führte auch Rheinland-Pfalz ein reformiertes Oberstufenmodell für die Klassenstufen 11 bis 13 bindend an allen Gymnasien ein. Dieses Modell ist auch für den Oberstufenunterricht an Integrierten Gesamtschulen verbindlich.


Der Unterricht wird ausschließlich in einem Kurssystem erteilt, das den Schülerinnen und Schülern innerhalb eines vorgegebenen Rahmens Wahlfreiheit bei der Bestimmung von drei Hauptfächern (Leistungskursen) und von Grundfächern (Grundkursen) zugesteht.


Im Rahmen der strukturellen und inhaltlichen Weiterentwicklung müssen seit dem Schuljahr 2011/12 zwei Fächer aus dem gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld von den Jugendlichen belegt werden. Wer z.B. Erdkunde als Leistungsfach wählt, muss das Grundfach Geschichte belegen. Wird kein Leistungsfach aus dem gesellschaftswissenschaftlichen Bereich gewählt, müssen die Grundfächer Geschichte und Sozialkunde/Erdkunde belegt werden.


Der Besuch der Mainzer Studienstufe dauert in der Regel drei Jahre, höchstens jedoch vier Jahre. Das letzte Jahr endet im neunjährigen Bildungsgang jeweils am 31. März, im achtjährigen Bildungsgang jeweils am 31. Juli.

Master Bildung

Der Master ist ein akademischer Abschluss, der nach einem zwei- bis viersemestrigen Studium erreicht werden kann. Masterstudiengänge setzen in der Regel einen ersten Hochschulabschluss voraus und dienen der beruflichen und akademischen Weiterqualifizierung.

Zu unterscheiden sind:

  •  konsekutive (weiterführende) Masterstudiengänge, die auf einem speziellen Bachelorstudiengang aufbauen,
  • nicht-konsekutive Masterstudiengänge, die inhaltlich nicht auf ein vorangegangenes Bachelorstudium aufbauen und
  • weiterbildende Masterstudiengänge, die neben einem Hochschulabschluss eine qualifizierte berufspraktische Tätigkeit von nicht unter einem Jahr voraussetzen.

Eingeführt wurde der Master in Deutschland im Zuge der Bologna-Reform Ende der 1990er Jahre. Der Master ist den ”klassischen” Hochschulabschlüssen wie Diplom und Magister gleichgestellt und berechtigt zur Promotion.

Migrationshintergrund (Bildung) Bildung

Nach der Definition der Kultusministerkonferenz (KMK) liegt ein Migrationshintergrund bei folgenden Schülergruppen vor:

  1. Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Staatsangehörigkeit.

  2. Deutsche Schülerinnen und Schüler, die nicht in Deutschland geboren sind.

  3. Deutsche Schülerinnen und Schüler, die in Deutschland geboren sind, in deren Familie bzw. häuslichem Umfeld die überwiegend gesprochene Sprache nicht Deutsch ist (auch wenn der Schüler/die Schülerin die deutsche Sprache beherrscht).
MINT-Fächer Bildung

MINT ist eine Abkürzung für die Fachgebiete Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. In der Studierendenstatistik entsprechen die MINT-Fächer den Fächergruppen Ingenieurwissenschaften sowie Mathematik/Naturwissenschaften (einschließlich Informatik).

Begriff Themengebiet Erläuterung
Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge Bildung

Als neu abgeschlossene Ausbildungsverträge werden solche Verträge gezählt, die im Berichtsjahr geschlossen und bis zum 31. Dezember nicht vorzeitig gelöst wurden. Es werden demnach die Fälle (neu abgeschlossene Ausbildungsverträge) und nicht die Personen gezählt. Dies hat zur Folge, dass die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverhältnisse keine Teilmenge der Zahl der Auszubildenden am 31. Dezember des Berichtsjahres ist. In der Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge sind auch Anschlussverträge enthalten. Diese Anschlussverträge beziehen sich auf Personen, die bereits eine zweijährige Berufsausbildung abgeschlossen hatten und die Berufsausbildung in einem drei- bzw. dreieinhalbjährigen Ausbildungsberuf fortführen, also keine „Ausbildungsanfänger/-innen “ sind.

Nichtversetzte, Nichtversetztenquote Bildung

Nichtversetzte sind die Schüler/-innen, die zum Ende des Schuljahres das Klassenziel nicht erreicht haben. Die Nichtversetztenquote gibt den Anteil der Nichtversetzten an allen Schüler/-innen an. Zu unterscheiden sind Nichtversetzte von den sogenannten Wiederholern. Als Wiederholer gelten Schüler/-innen, die eine Klassenstufe wegen Nichtversetzung oder freiwillig zum wiederholten Mal durchlaufen.

Begriff Themengebiet Erläuterung
Öffentliche Schulen Bildung

sind Schulen, die vom Land oder einer kommunalen Gebietskörperschaft errichtet werden. Alle anderen Schulen sind Einrichtungen in freier Trägerschaft.

Begriff Themengebiet Erläuterung
Pädagogische Fachkräfte Bildung

Zur Unterstützung der Erziehungs- und Unterrichtsarbeit der Lehrkräfte können pädagogische Fachkräfte beschäftigt werden. Dies ist in der Regel an Förderschulen der Fall.

PISA Bildung

PISA steht für "Programme for International Student Assessment" und ist Teil des Indikatorenprogramms Ines ("Indicators of Eduational Systems") der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung). Die PISA-Studien sind internationale Schulleistungsuntersuchungen, die seit dem Jahr 2000 in dreijährigem Turnus durchgeführt werden und die zum Ziel haben, alltags- und berufsrelevante Kenntnisse und Fähigkeiten in der Regel 15-jähriger Schüler zu messen.

Private Schulen Bildung

sind Schulen in nicht öffentlicher Trägerschaft. Der Begriff beinhaltet keine Aussage über die Form des Zugangs, da auch Privatschulen grundsätzlich Allen offen stehen.

Prüfungsjahr Bildung

Hochschulabsolventen/-innen werden in der amtlichen Statistik üblicherweise nach Prüfungsjahren ausgewiesen. Ein Prüfungsjahr setzt sich aus einem Wintersemester und dem folgenden Sommersemester zusammen.

Begriff Themengebiet Erläuterung
Quereinstieg Bildung

Seit dem Jahr 2003 besteht für Bewerberinnen/Bewerber mit Hochschulabschluss (Universität) ohne Lehramtsausbildung auch die Möglichkeit, für ein entsprechendes Lehramt für bestimmte Fächer bzw. Fachkombinationen als Quereinsteigerin/Quereinsteiger eingestellt zu werden. Während des Vorbereitungsdienstes werden sie als Beamte auf Widerruf eingestellt. Der Vorbereitungsdienst dauert bis zu 24 Monaten. Am Ende des Vorbereitungsdienstes legen die Quereinsteigerinnen/Quereinsteiger das Zweite Staatsexamen für das jeweilige Lehramt ab. In den nachfolgenden Ergebnistabellen werden sie zusammen mit den „regulären Lehramtsanwärtern“ unter Personen bzw. Abschlussprüfungen von Personen im „Vorbereitungsdienst“ ausgewiesen.

Quotensummenverfahren Bildung

Die Studienanfängerquote wird wie die Studienberechtigtenquote und die Absolventenquote im Quotensummenverfahren errechnet. Hierfür wird zunächst für jeden einzelnen Altersjahrgang der Bevölkerung der Anteil der Studienanfänger/-innen berechnet. Diese Anteile werden anschließend addiert und ergeben so die Studienanfängerquote für die Gesamtbevölkerung.

Begriff Themengebiet Erläuterung
Realschulen Bildung

Sie vermitteln in den Klassenstufen 5 bis 10 Kenntnisse, die sowohl den Übergang in eine berufsbezogene Ausbildung als auch, nach besonders erfolgreichem Besuch dieser Schulart, den Übergang in studienbezogene Bildungs-gänge weiterführender Schulen ermöglichen. Realschulen führen zum qualifizierten Sekundarabschluss I. Im Zuge der Schulstrukturreform wurden die Realschulen seit dem Schuljahr 2009/10 schrittweise in die neuen Realschulen plus überführt. Seit dem Schuljahr 2013/14 gibt es keine eigenständigen öffentlichen Realschulen mehr.

Realschulen plus Bildung

Die Realschulen plus wurden zum Schuljahr 2009/10 eingeführt. Sie führten die Bildungsgänge der Haupt- und der Realschulen zusammen und umfassen die Klassenstufen 5 bis 10. Die Realschulen plus gibt es in der kooperativen und in der integrativen Form. In der kooperativen Form werden die Schülerinnen und Schüler nach der gemeinsamen Orientierungsstufe in abschlussbezogene Klassen zur Erlangung der Berufsreife bzw. des qualifizierten Sekundarabschluss I eingeteilt. Je nach Leistungsentwicklung und Lernverhalten kann ein Wechsel zwischen den Bildungsgängen erfolgen. In der integrativen Form bleiben die Schülerinnen und Schüler auch nach der Orientierungsstufe zusammen im Klassenverband. Lediglich in einzelnen Fächern wird entsprechend der Leistungsfähigkeit und Neigung differenziert. An beiden Formen der Realschulen plus kann nach Abschluss der 9. Klassenstufe die Berufsreife und nach Abschluss der 10. Klassenstufe der qualifizierte Sekundarabschluss I erlangt werden. Die Realschulen plus können organisatorisch mit Fachoberschulen verbunden werden. Diese führen in einem zweijährigen Vollzeitunterricht unter Einschluss eines Praktikums zur Fachhochschulreife.

Regelstudienzeit Bildung

Die Regelstudienzeit ist die Semesterzahl, die nötig ist, um einen Studiengang bei zügigem und intensivem Studium zu absolvieren.

Begriff Themengebiet Erläuterung
Schul- und Förderschulkindergärten Bildung

Diese Einrichtungen der Elementarstufe werden an Grund- oder Förderschulen geführt. Die Fördermaßnahmen beschränken sich vorzugsweise auf Kinder, die vom Schulbesuch zurückgestellt wurden. Seit dem Schuljahr 2009/10 erfolgt die Förderung schulpflichtiger aber noch nicht schulreifer Kinder verstärkt in der Eingangsstufe der Grundschule.

Schulen des Gesundheitswesens Bildung

Sie vermitteln eine Ausbildung für nichtakademische Gesundheitsberufe. Die Schulen des Gesundheitswesens nehmen eine Sonderstellung zwischen der bundeseinheitlich geregelten betrieblichen Ausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz bzw. der Handwerksordnung und dem rein länderrechtlich geregelten schulischen Ausbildungsteil des dualen Ausbildungssystems ein. Sie können als staatlich anerkannte Privatschulen organisiert, aber auch an ein Krankenhaus angegliedert und über dessen Pflegesätze finanziert werden. Die Abschlüsse sind staatlich anerkannt. Die Gesundheitsdienstberufe werden fast vollständig an diesen Schulen ausgebildet. Bis zum Schuljahr 2008/09 wurde die Erhebung auf freiwilliger Basis durchgeführt. Seit dem Schuljahr 2009/10 besteht eine gesetzliche Auskunftspflicht.Sie vermitteln eine Ausbildung für nichtakademische Gesundheitsberufe. Die Schulen des Gesundheitswesens nehmen eine Sonderstellung zwischen der bundeseinheitlich geregelten betrieblichen Ausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz bzw. der Handwerksordnung und dem rein länderrechtlich geregelten schulischen Ausbildungsteil des dualen Ausbildungssystems ein. Sie können als staatlich anerkannte Privatschulen organisiert, aber auch an ein Krankenhaus angegliedert und über dessen Pflegesätze finanziert werden. Die Abschlüsse sind staatlich anerkannt. Die Gesundheitsdienstberufe werden fast vollständig an diesen Schulen ausgebildet. Bis zum Schuljahr 2008/09 wurde die Erhebung auf freiwilliger Basis durchgeführt. Seit dem Schuljahr 2009/10 besteht eine gesetzliche Auskunftspflicht.

Schullaufbahnempfehlung Bildung

In Rheinland-Pfalz erhalten Grundschüler/-innen zum Ende des vierten Schuljahres eine Empfehlung zur weiteren Schullaufbahn. Die Empfehlung der Grundschule ist in Rheinland-Pfalz nicht bindend.

Schulstrukturreform Bildung

Am 22. Dezember 2008 verabschiedete der rheinland-pfälzische Landtag mit Artikel 7 des „Landesgesetzes zur Änderung der Schulstruktur“ das „Landesgesetz zur Einführung der neuen Schulstruktur im Bereich der Sekundarstufe I“ (Schulstruktur-EinfG). Dieses Gesetz regelt u. a. das Errichtungsverfahren für Realschulen plus sowie die Überführung der Haupt- und Realschulen, der Regionalen Schulen und der Dualen Oberschulen in diese Schulart. Durch die Schulstrukturreform wurden zum 1. August 2009 alle bis dahin noch bestehenden Regionalen Schulen und Dualen Oberschulen in Realschulen plus überführt. Für die Haupt- und Realschulen wurde eine schrittweise Überführung in die Realschulen plus zum 31. Juli 2013 angestrebt.

Schulstufen Bildung

Durch Schulstufen wird das allgemeinbildende Schulwesen in Bildungsabschnitte gegliedert. Nach dieser Einteilung werden Vorklassen und Schulkindergärten zum Elementarbereich gezählt. Die Klassenstufen 1 bis 4 sind dem Primarbereich (Grundstufe), die Klassenstufen 5 bis 10 in der Regel dem Sekundarbereich I und die Jahrgangsstufen 11 bis 13 grundsätzlich dem Sekundarbereich II zugeordnet. Schüler/-innen der Jahrgangsstufe 10 an achtjährigen Gymnasien werden, anders als bei den übrigen Schularten, nicht zum Sekundarbereich I gezählt, sondern der Sekundarstufe II zugeordnet. Klassen mit Schülerinnen und Schülern mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung werden den Kategorien "Grundstufe”, ”Mittelstufe”, ”Oberstufe” und ”Werkstufe” zugeordnet.

Seiteneinstieg Bildung

Ab dem Schuljahr 2001/02 können Bewerberinnen und Bewerber mit Hochschulabschluss (Universität) ohne Lehramtsausbildung oder mit Erster Staatsprüfung für ein entsprechendes Lehramt für bestimmte Fächer bzw. Fachkombinationen als Seiteneinsteigerin/Seiteneinsteiger eingestellt werden. Sie werden zunächst für die Dauer von zwei bzw. drei Jahren im Angestelltenverhältnis als Lehrerin/Lehrer eingestellt und zu einem Viertel vom Unterricht freigestellt, um eine begleitende pädagogische Ausbildung an einem Studienseminar zu absolvieren. Nach dieser Ausbildung legen sie eine Prüfung zur Erlangung der Lehrbefähigung ab. Anschließend erfolgt bei Bestehen der Prüfung – sofern die übrigen beamtenrechtlichen Voraussetzungen vorliegen – eine unbefristete Übernahme in das Beamtenverhältnis. In den nachstehend veröffentlichten Ergebnissen werden die Seiteneinsteigerinnen/Seiteneinsteiger in der Regel gesondert nachgewiesen.

Sonderpädagogischer Förderbedarf Bildung

Ein sonderpädagogischer Förderbedarf wird von der Schulbehörde festgestellt, wenn Kinder und Jugendliche in ihren Entwicklungs- und Lernmöglichkeiten soweit beeinträchtigt sind, dass sie sonderpädagogischer Förderung für einen erfolgreichen Schulabschluss bedürfen. Nachgewiesen wird hier der im Fördergutachten festgestellte individuelle sonderpädagogische Förderschwerpunkt der Schülerin beziehungsweise des Schülers. In Rheinland-Pfalz werden sieben Förderschwerpunkte unterschieden und zwar in Bezug auf:

  • Sozial-emotionale Entwicklung,
  • ganzheitliche Entwicklung,
  • Gehörlose und Schwerhörige,
  • motorische Entwicklung,
  • Lernen,
  • Blinde und Sehbehinderte sowie
  • Sprache.


Die Förderquote entspricht dem prozentualen Anteil der Schüler/-innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf an den Schüler/-innen mit Vollzeitschulpflicht (1. bis 10. Jahrgangsstufe und Förderschulen).

Studienanfänger/-innen Bildung

Studienanfänger/-innen sind Studierende im ersten Hochschulsemester, die erstmalig an einer Hochschule in der Bundesrepublik Deutschland eingeschrieben sind (Erstimmatrikulierte), oder Studierende im ersten Fachsemester eines bestimmten Studienganges.

Studienanfängerquote Bildung

Die Studienanfängerquote gibt den Anteil der Studienanfängerinnen und -anfänger an der altersspezifischen Bevölkerung an. Die Berechnung erfolgt nach dem so genannten Quotensummenverfahren.

Studienberechtigtenquote Bildung

Die Studienberechtigtenquote gibt den Anteil der Abgänger/-innen allgemeinbildender und berufsbildender Schulen mit Hochschulreife an der Bevölkerung im entsprechenden Alter an. Bis zum Berichtsjahr 2005 wurde dieser Wert mit Bezug auf die 18- bis unter 21-Jährigen ermittelt. Ab dem Berichtsjahr 2006 erfolgt die Berechnung – wie auch bei der Studienanfänger- und der Absolventenquote – nach dem Quotensummenverfahren. Seit dem Jahr 2013 wird der ausschließlich schulische Teil der Fachhochschulreife nicht mehr als Hochschulzugangsberechtigung gezählt.

Studienfach, Studienbereich, Fächergruppe Bildung

Ein Studienfach ist die in Prüfungsordnungen festgelegte Bezeichnung für eine wissenschaftliche oder künstlerische Disziplin, in der ein Studienabschluss möglich ist. Mehrere verwandte Fächer werden zu Studienbereichen und diese wiederum zu Fächergruppen zusammengefasst.

Studiengang Bildung

Als Studiengang wird eine abgeschlossene, in Studien- und Prüfungsordnungen vorgesehene berufsqualifizierende oder berufsbezogene Hochschulausbildung bezeichnet. Für die Statistik wird der Studiengang als Kombination der angestrebten Abschlussprüfung mit einem oder dem ersten Studienfach erfasst.

Studienjahr Bildung

Studienanfänger/-innen werden in der amtlichen Statistik üblicherweise nach Studienjahren ausgewiesen. Ein Studienjahr setzt sich aus einem Sommer- und dem darauffolgenden Wintersemester zusammen.

Studienkollegs Bildung

An Studienkollegs lernen Studienbewerberinnen und -bewerber, deren ausländische Hochschulzugangsberechtigung nicht als gleichwertig mit einer deutschen Studienberechtigung anerkannt ist. In einem zweisemestrigen Vorstudium werden ihnen die sprachlichen und fachlichen Voraussetzungen vermittelt, die für den erfolgreichen Besuch einer deutschen Hochschule notwendig sind. Am Ende der Ausbildung ist eine Feststellungsprüfung abzulegen, durch die bei entsprechendem Leistungsstand die Zugangsberechtigung zur Aufnahme eines Fachstudiums an einer deutschen Hochschule erlangt wird.

Studierende Bildung

Studierende sind in einem Fachstudium immatrikulierte Personen (ohne Beurlaubte, Gasthörer/-innen und Studienkollegiaten/-innen).

Begriff Themengebiet Erläuterung
Unterrichtsstunden je Schüler/-in Bildung

Die Relation der wöchentlich erteilten Unterrichtsstunden (ohne Anrechnungen und Ermäßigungen) je Schüler/-in bietet einen Hinweis auf die Unterrichtsversorgung. Sie drückt aus, wie viele Stunden jede/-r Schüler/-in wöchentlich erteilt bekommen könnte, wenn ausschließlich Einzelunterricht gegeben würde.

Bei der Interpretation der Kennzahl ist zu beachten, dass für die individuelle Unterrichtsversorgung auch die Klassengröße eine Rolle spielt. So kann eine gegebene Zahl von Unterrichtsstunden je Schüler/-in in großen Klassen erteilt werden, sodass jede Klasse jeweils viele Stunden empfängt, oder es werden kleine Klassen gebildet, die jeweils weniger Unterrichtsstunden erhalten.

Begriff Themengebiet Erläuterung
Vertragslösungsquote Bildung

Die Vertragslösungsquote ist nach dem sogenannten „Schichtenmodell“ berechnet. Hierfür werden die Vertragslösungen eines Kalenderjahres exakt den zugehörigen Neuabschlussjahren zugeordnet.

Vollzeitäquivalente, Vollzeitlehrereinheiten Bildung

Vollzeitäquivalente sind standardisierte Vergleichsgrößen, auf deren Grundlage Personalkapazitäten beurteilt werden können. Bei der Berechnung der Vollzeitäquivalente an Hochschulen wird das vollzeitbeschäftigte hauptberufliche Personal mit dem Faktor 1, das teilzeitbeschäftigte mit 0,5 und das nebenberufliche Personal mit 0,2 gewichtet. Für den Schulbereich werden sogenannte „Vollzeitlehrereinheiten“ errechnet. Hierzu werden die Wochenstunden der hauptamtlichen/hauptberuflichen Teilzeitkräfte und der nebenamtlichen/nebenberuflichen Lehrkräfte in sogenannte Vollzeitlehrerfälle umgerechnet und zu den tatsächlich vorhandenen Vollzeitlehrkräften hinzu addiert.

Vollzeitlehrereinheiten Bildung

werden errechnet, um in der Relation Schüler je Lehrkraft entsprechend die gesamte unterrichtliche Versorgung darstellen zu können. Die Vollzeitlehrereinheiten setzen sich zusammen aus der Zahl der tatsächlich vorhandenen Vollzeitlehrkräfte; außerdem werden die Wochenstunden der hauptamtlichen/ hauptberuflichen Teilzeitlehrkräfte sowie die Wochenstunden der nicht hauptberuflichen Lehrkräfte in Vollzeitlehrer-Fälle umgerechnet.


Im Schuljahr 1999/2000 wurde das Rechenverfahren nach einer bundeseinheitlichen Vereinbarung der Kultusministerkonferenz (KMK) angepasst. Dieses modifizierte Rechenmodell stellt auf die Abbildung der besetzten Stellenanteile ab. Vergleiche mit Vorjahreswerten sind daher nur eingeschränkt möglich.

Begriff Themengebiet Erläuterung
Wanderungssaldo nach der Studierendenstatistik Bildung

Der Wanderungssaldo errechnet sich aus dem Verhältnis der ab- und zuwandernden Studierenden. Er gibt an, in welchem Ausmaß die Länder Bildungsleistungen für Studierende erbringen, die ihre Hochschulreife in einem anderen Bundesland erworben haben. Ein positiver Wanderungssaldo bedeutet, dass ein Land mehr Studierende anderer Bundesländer aufnimmt, als es „exportiert“.

Wiederholer Bildung

Als Wiederholer gelten Schülerinnen und Schüler, die eine Klassenstufe zum wiederholten Mal durchlaufen (wegen Nichtversetzung oder freiwilligem Rücktritt), unabhängig davon, ob sie die Schulart gewechselt haben. Maßgeblich für die Feststellung des Wiederholens ist die besuchte Klassenstufe zum Erhebungsstichtag des Vorjahres.