StLA-RP | Pressemitteilungenhttp://www.statistik.rlp.deAktuelle Pressemitteilungen des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalzde-deStatistisches Landesamt Rheinland-PfalzMon, 25 Jan 2021 02:16:21 +0100Mon, 25 Jan 2021 02:16:21 +0100TYPO3 EXT:newsnews-3138Tue, 05 Jan 2021 11:05:39 +0100Unterstützung in der Coronakrise: Höchste Absolventenzahl in den Gesundheits- und Krankenpflegeberufenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/3138/Im Jahr 2020 schlossen in Rheinland-Pfalz knapp 1.250 junge Menschen eine Pflegeausbildung an einer Schule des Gesundheitswesens ab. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, war das die höchste Absolventenzahl der vergangenen zehn Jahre. Gegenüber dem Vorjahr stieg sie um 80 Nachwuchskräfte bzw. 6,8 Prozent. Der Zuwachs ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass bei weitestgehend konstanter Prüfungsteilnehmerzahl die Zahl der nicht bestandenen Prüfungen sank. Von etwa 1.400 Prüfungen zur Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege sowie Krankenpflegehilfe waren rund 180 nicht erfolgreich. Im Vorjahr waren es noch 240 nicht bestandene Prüfungen. Damit sank die Quote von 17 auf 13 Prozent.

Langfristiger Anstieg der Pflegenachwuchskräfte

Langfristig zeigt sich ein deutlicher Anstieg der Nachwuchskräfte in den Berufen der Gesundheits- und Krankenpflege. Zwischen 2010 und 2020 nahm die Absolventenzahl um 22 Prozent zu. Dies ist im Wesentlichen auf die Gewinnung von Ausbildungsinteressierten mit ausländischer Staatsangehörigkeit zurückzuführen. Gegenüber 2010 wuchs der Ausländeranteil bei den Absolventinnen und Absolventen von vier auf 13 Prozent. Demgegenüber konnte der unterrepräsentierte Anteil der männlichen Fachkräfte nicht erhöht werden: Sowohl in 2010 als auch in 2020 lag der Männeranteil bei 15 Prozent.

Neue Pflegeausbildung trägt zum Anstieg der Schülerzahl bei

Rund 1.700 junge Menschen begannen im Schuljahr 2020/21 eine Ausbildung an einer Schule des Gesundheitswesens in dem neu eingeführten Bildungsgang „Pflegefachmann/-frau“, in dem die Bildungsgänge „Gesundheits- und Krankenpflege“, „Gesundheits- und Kinderkrankenpflege“ sowie „Altenpflege“ zu einer generalistischen Pflegeausbildung zusammengeführt wurden. Die hohe Zahl der Ausbildungsanfängerinnen und -anfänger in diesem neuen Beruf trug damit zum Anstieg der Schülerzahl in den Berufen der Gesundheits- und Krankenpflege an den Schulen des Gesundheitswesens bei (plus 7,3 Prozent gegenüber 2019/20).

Die Daten über Schülerinnen und Schüler sowie Absolventinnen und Absolventen werden jährlich zum Schuljahresbeginn im Rahmen der Statistik der Schulen des Gesundheitswesens erhoben.
Die Daten der Auszubildenden in der Altenpflege und Altenpflegehilfe werden an den Fachschulen für Altenpflege im Rahmen der Statistik der berufsbildenden Schulen erhoben und stehen voraussichtlich Anfang 2021 zur Verfügung.

Autor: Dr. Marco Schröder (Referat Bildung)

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news-3135Wed, 23 Dec 2020 09:39:09 +0100Mehr vollstationäre Behandlungen in rheinland-pfälzischen Krankenhäusernhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/3135/Im Jahr 2019 wurden in den insgesamt 87 rheinland-pfälzischen Krankenhäusern fast 945.000 Personen vollstationär versorgt. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, waren dies rund 9.300 Personen bzw. ein Prozent mehr als im Vorjahr. Durchschnittlich verweilten die Patientinnen und Patienten rund sieben Tage in der Klinik. Dies führte über das gesamte Jahr betrachtet in Summe zu knapp 6,6 Millionen Belegungstagen.Die rheinland-pfälzischen Krankenhäuser beschäftigten insgesamt 42.985 Vollkräfte. Das entspricht in etwa dem Vorjahreswert (43.067). Beim ärztlichen Personal ist eine deutliche Zunahme der Vollkräfte von fünf Prozent zu verzeichnen. Auch die Zahl der Pflegekräfte ist leicht um 145 Vollkräfte angestiegen (0,9 Prozent). Demgegenüber ist das nichtärztliche Personal insgesamt um 428 Vollkräfte bzw. 1,2 Prozent gesunken.

Hinweis zu Pressemitteilungen mit Daten vor Corona

Das Statistische Landesamt veröffentlicht jährlich mehr als 200 Pressemitteilungen, die ein umfassendes Bild der Strukturen und Entwicklungen in Staat, Gesellschaft und Wirtschaft liefern. Die Veröffentlichung der Zahlen erfolgt mit einigem zeitlichen Abstand zum Berichtszeitraum; denn das Einsammeln der Daten und ihre sorgfältige Aufbereitung nach wissenschaftlichen Grundsätzen kosten Zeit. Deshalb wird auch noch über Strukturen und Entwicklungen berichtet, die vor dem Beginn der Corona-Pandemie liegen. Diese Zahlen haben eine wichtige Funktion; sie bilden die Grundlage für die Bewertung der Auswirkungen von Corona in Staat, Gesellschaft und Wirtschaft. Deshalb veröffentlicht das Statistische Landesamt Pressemitteilungen mit Vor-Krisen-Ergebnissen.

Einmal im Jahr liefern die Krankenhäuser Eckdaten zu Versorgung und Personal an das Statistische Landesamt.

Säulendiagramm: Vollstationäre Behandlungsfälle und deren durchschnittliche Verweildauer in Krankenhäusern 2009 - 2019

Liniendiagramm: Vollzeitkräfte und Betten in rheinland-pfälzischen Krankenhäusern 2009 - 2019

 

Ausgewählte Kennzahlen der Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz 20191
Merkmal200920182019
insgesamtVeränderung gegenüber
20092018
Anzahl%
Krankenhäuser Insgesamt958687-8,41,2
davon     
Allgemeine Krankenhäuser837070-15,70,0
Psychatrische Krankenhäuser12162066,725,0
davon     
unter 100 Betten2020215,05,0
100 - 499 Betten635150-20,6-2,0
500 - 999 Betten10121330,08,3
1000 Betten und mehr23350,00,0
Bettenausstattung     
Aufgestellte Betten25.58224.61424.450-4,4-0,7
darunter     
Intensivbetten1.2001.3051.39716,47,0
Belegbetten1.871799821-56,12,8
Vollstationäre Patientenbewegungen     
Berechnungs-/Belegungstage6.802.3746.725.3426.596.713-3,0-1,9
Stationär behandelte Patienten (Fallzahl)876.827935.585944.8757,81,0
Durchschnittl. Bettenauslastung (%)72,974,973,91,4-1,3
Durchschnittl. Verweildauer in Tagen7,87,27,0-10,5-2,9
Andere Patientenbewegungen     
Teilstationär behandelte Patienten (Fallzahl)19.99620.09419.058-4,7-5,2
Vor-/Nachstationär behandelte Patienten (Fallzahl)171.656234.732225.74931,5-3,8
Personal (Vollkräfte im Jahresdurchschnitt)     
Ärztliches Personal5.8166.9797.32525,95,0
Nichtärztliches Personal32.95636.08835.6608,2-1,2
darunter: Pflegepersonal14.93615.74815.8936,40,9
1 mit Tageskliniken
Vollstationäre Versorgung und Personalkapazitäten in rheinland-pfälzischen Krankenhäusern 2005 - 2019
JahrVollstationäre BehandlungsfälleDurchschn. Verweildauer in TagenBehandlungstageAufgestellte BettenDurchschn.
Bettenauslastung
Ärztliches PersonalNicht-Ärztliches Personaldarunter:
Pflegepersonal
Anzahl%Vollkräfte
2005817.2388,36.753.97925.60472,35.35331.87914.348
2006822.9668,26.732.02125.66171,95.47731.92914.505
2007844.8408,16.805.82225.57172,95.56132.00414.556
2008863.3297,96.829.15325.58872,95.66632.39414.782
2009876.8277,86.802.37425.58272,95.81632.95614.936
2010878.5787,76.744.50725.45172,65.95833.12515.101
2011890.7297,66.752.44525.37572,96.17734.25015.543
2012908.2287,56.800.60125.37773,26.35634.57115.463
2013921.3587,46.779.21125.36073,26.53034.81615.651
2014941.7317,26.811.10725.43173,46.63934.82915.665
2015942.1877,26.760.72825.28273,36.81634.84515.643
2016966.4337,16.860.81325.24874,26.93835.18515.723
2017951.8467,16.789.07824.89774,77.05335.81415.808
2018935.5857,26.725.34224.61474,96.97936.08815.748
2019944.8757,06.596.71324.45073,97.32535.66015.893
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news-3118Wed, 09 Dec 2020 09:49:29 +0100Von 2008 bis 2018 kräftiger Beschäftigungszuwachs im Gesundheitswesenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/3118/Innerhalb einer Dekade ist der Personalbestand im rheinland-pfälzischen Gesundheitswesen kräftig gestiegen. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems auf Basis der Gesundheitspersonalrechnung (GPR) mitteilt, erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten von 2008 bis 2018 um 39.000 beziehungsweise 17 Prozent auf 263.300. Bundesweit fiel der Zuwachs mit plus 22 Prozent etwas stärker aus.Ein Großteil des rheinland-pfälzischen Gesundheitspersonals arbeitete 2018 in ambulanten (41 Prozent) sowie in stationären und teilstationären Einrichtungen (35 Prozent). Jeder zehnte Beschäftigte war in sogenannten Vorleistungseinrichtungen wie beispielsweise der pharmazeutischen Industrie tätig. Das übrige Gesundheitspersonal verteilte sich auf die Verwaltung, die Rettungsdienste, den Gesundheitsschutz und die sonstigen Einrichtungen.

Im Zeitraum von 2008 bis 2018 haben sich die Beschäftigtenzahlen der einzelnen Einrichtungsarten sehr unterschiedlich entwickelt. Die meisten zusätzlichen Arbeitsplätze entstanden in ambulanten Einrichtungen (plus 16.200). Einen großen Anteil daran hatten die Praxen sonstiger medizinischer Berufe, deren Beschäftigtenzahl sich um 7.800 erhöhte. Dazu gehören zum Beispiel physio- und ergotherapeutische Praxen sowie die Praxen von Psychotherapeutinnen und -therapeuten oder Heilpraktikerinnen und Heilpraktikern. Auch in der ambulanten Pflege wurde 2018 wesentlich mehr Personal eingesetzt als 2008 (plus 5.400). In den Apotheken arbeiteten 2018 hingegen rund 1.400 Beschäftigte weniger als 2008.

In den stationären und teilstationären Einrichtungen stieg die Zahl der Beschäftigten um insgesamt 11.000. Einem starken Zuwachs in der stationären und teilstationären Pflege (plus 6.900) sowie in den Krankenhäusern (plus 4.700) stand ein Rückgang in den Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen um 600 Beschäftigte gegenüber.

Weitere 2.900 Beschäftigungsverhältnisse kamen in den Vorleistungseinrichtungen hinzu. Der Personalbestand beim Rettungsdienst vergrößerte sich ebenfalls (plus 1.400). Gleiches gilt für die Verwaltung im Gesundheitswesen (plus 1.300), während die Beschäftigtenzahl im Gesundheitsschutz, zu dem unter anderem die Gesundheitsämter und die Lebensmittelkontrolle gehören, stagnierte. In den sonstigen Einrichtungen, die sich keiner der genannten Kategorien zuordnen lassen, entstanden weitere 6.200 Arbeitsplätze.

Charakteristisch für das Gesundheitswesen ist der hohe Frauenanteil. Bereits 2008 waren mit 76 Prozent drei Viertel des Gesundheitspersonals in Rheinland-Pfalz Frauen. Bis 2018 blieb dieser Anteil relativ stabil. Die höchsten weiblichen Beschäftigungsanteile wiesen die ambulanten Einrichtungen (83 Prozent) sowie die stationären und teilstationären Einrichtungen (80 Prozent) auf. Anteilig am wenigsten Frauen arbeiteten beim Rettungsdienst (33 Prozent) und in Vorleistungseinrichtungen (48 Prozent).

Hinweis zu Pressemitteilungen mit Daten vor Corona

Das Statistische Landesamt veröffentlicht jährlich mehr als 200 Pressemitteilungen, die ein umfassendes Bild der Strukturen und Entwicklungen in Staat, Gesellschaft und Wirtschaft liefern. Die Veröffentlichung der Zahlen erfolgt mit einigem zeitlichen Abstand zum Berichtszeitraum; denn das Einsammeln der Daten und ihre sorgfältige Aufbereitung nach wissenschaftlichen Grundsätzen kosten Zeit. Deshalb wird im Moment noch über Strukturen und Entwicklungen berichtet, die vor dem Beginn der Corona-Pandemie liegen. Das scheint in einer Situation, in der sich nahezu alle Lebensbereiche tiefgreifend verändern, befremdlich. Diese Zahlen haben jedoch eine wichtige Funktion; sie bilden die Grundlage für die Bewertung der Auswirkungen von Corona in Staat, Gesellschaft und Wirtschaft. Deshalb veröffentlicht das Statistische Landesamt Pressemitteilungen mit Vor-Krisen-Ergebnissen.

Die Ergebnisse werden von der Arbeitsgruppe „Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder“ (AG GGRdL) berechnet. Die Gesundheitspersonalrechnung (GPR) wird für die Länder seit dem Berichtsjahr 2008 nach einheitlicher Methode durchgeführt. Die GPR weist die Zahl der Beschäftigten aus, gegliedert nach den verschiedenen Einrichtungen des Gesundheitswesens. Im Rahmen der GPR werden Beschäftigte insgesamt, weibliche Beschäftigte und Vollzeitäquivalente berechnet. Unter Beschäftigten versteht die GPR Beschäftigungsverhältnisse. Somit werden Personen mit mehreren Arbeitsverhältnissen im Gesundheitswesen mehrfach gezählt. Das ist eine andere methodische Vorgehensweise als in der Erwerbstätigenrechnung. Dort werden Personen mit ihrer überwiegenden Tätigkeit nur einmal gezählt.
Das Gesundheitswesen ist gemäß SHA (System of Health Accounts) definiert. Es ist nicht identisch mit Abteilung 86 der aktuellen Wirtschaftszweigklassifikation WZ 2008.

Autor: Moritz Hohlstein (Referat Analysen Wirtschaft)

Gesundheitspersonal1 in Rheinland-Pfalz 2008 und 2018 nach Art der Einrichtung
Art der EinrichtungInsgesamtWeibliche Beschäftigte
20082018Veränderung
2018 zu 2008
20082018Veränderung
2018 zu 2008
1.000%1.000%
Insgesamt224,3263,339,017,4169,5200,731,218,4
Gesundheitsschutz1,31,30,0-0,50,91,00,15,7
Ambulante Einrichtungen91,3107,516,217,774,188,914,820,0
Arztpraxen32,233,10,92,826,327,41,14,1
Zahnarztpraxen13,916,12,216,111,313,42,119,0
Praxen sonstiger medizinischer Berufe19,427,17,840,015,622,26,642,7
Apotheken11,510,1-1,4-12,39,58,5-1,0-10,5
im Einzelhandel4,55,81,329,62,53,71,248,0
Ambulante Pflege9,915,35,454,88,913,64,753,2
Stationäre/teilstationäre Einrichtungen81,992,911,013,565,474,08,713,2
Krankenhäuser50,955,64,79,339,142,53,48,8
Vorsorge-/Rehabilitationseinrichtungen5,75,1-0,6-10,94,23,9-0,3-8,2
Stationäre/teilstationäre Pflege25,332,26,927,522,127,75,625,2
Rettungsdienste2,33,61,461,40,61,20,7118,0
in der Verwaltung9,010,31,314,65,46,51,120,4
Sonstige Einrichtungen15,121,36,241,011,416,45,144,6
Vorleistungseinrichtungen23,426,32,912,211,812,70,97,6
Quelle: Gesundheitspersonalrechnung der Länder; Stand: Dezember 2020
1 Unter Gesundheitspersonal/Beschäftigten werden hier Beschäftigungsverhältnisse verstanden, sodass Personen mit mehreren Arbeitsverhältnissen in verschiedenen Einrichtungen auch mehrfach gezählt werden.
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news-3116Mon, 07 Dec 2020 11:18:39 +0100Todesursachen 2019: Kreislauferkrankungen und Krebs am häufigstenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/3116/Im Jahr 2019 erlagen rund 17.700 Menschen aus Rheinland-Pfalz einer Erkrankung des Kreislaufsystems. Laut Statistischem Landesamt in Bad Ems entspricht dies einem Rückgang von 1,4 Prozent gegenüber dem Jahr 2018. In den vergangenen zehn Jahren sind die Fallzahlen in dieser Gruppe der Todesursachen um 4,6 Prozent gesunken, während die Gesamtzahl aller Todesfälle im Land um 8,5 Prozent zunahm. Trotz dieser positiven Entwicklung bleiben Kreislauferkrankungen nach wie vor die mit Abstand häufigste Todesursache. Insgesamt rund 37 Prozent aller Todesfälle sind hierauf zurückzuführen. Unter den zehn häufigsten Todesursachen bei Männern und Frauen finden sich unter anderem die chronisch ischämische Herzkrankheit (Verengung der Herzkranzgefäße), der akute Myokardinfarkt (Herzinfarkt), die Herzinsuffizienz sowie die hypertensive Herzkrankheit.

Jeder vierte Sterbefall in Rheinland-Pfalz (12.000) wurde durch sogenannte Neubildungen hervorgerufen. Im Vergleich zu 2018 sind die Fallzahlen um 1,9 Prozent zurückgegangen; längerfristig ist jedoch ein Anstieg zu verzeichnen (plus 4,2 Prozent zu 2009; plus 12,1 Prozent zu 1999). Zum weitaus größten Teil handelte es sich hierbei um bösartige Neubildungen (Krebs). So findet sich Lungen- und Bronchialkrebs sowohl bei Männern (6,0 Prozent aller Todesfälle) als auch bei Frauen (3,8 Prozent) unter den am häufigsten festgestellten Todesursachen. Darüber hinaus war Brustdrüsenkrebs ursächlich für vier Prozent aller Todesfälle von Frauen; jeweils rund zwei Prozent aller Männer und Frauen verstarben an Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Erkrankungen des Atmungssystems erlagen im Jahr 2019 weitere 7,2 Prozent (3.440 Personen), davon alleine 3,4 Prozent (1.639) durch die chronisch obstruktive Lungenkrankheit (COPD), die damit ebenfalls zu den zehn häufigsten Todesursachen zählt.
Psychischen und Verhaltensstörungen konnten 5,8 Prozent aller Todesfälle (2.759 Personen) zugeordnet werden; 5,1 Prozent (2.448) davon waren verschiedene Formen der Demenz. Wenngleich zuletzt ein Rückgang verzeichnet wurde (minus 8,8 Prozent zu 2018), nehmen die dieser Gruppe zugeordneten Sterbefälle langfristig zu. Die Zahl der Verstorbenen durch psychische und Verhaltensstörungen hat sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt.

Eine ähnliche Entwicklung lässt sich auch für Krankheiten des Nervensystems – insbesondere Parkinson und Alzheimer – beobachten, die 2019 knapp 4 Prozent aller Sterbefälle (1.814) verursachten (minus 4,1 Prozent zu 2018); hier sind die Fallzahlen seit 2009 um 77 Prozent gestiegen.

Insgesamt 2.000 Menschen (4,2 Prozent aller Todesfälle) sind im Jahr 2019 in Rheinland-Pfalz infolge äußerer Ursachen wie Verletzungen und Vergiftungen verstorben; das waren 3,5 Prozent mehr als 2018. Auch für diese Gruppe Todesursachen zeigt sich auf lange Sicht einen überdurchschnittlichen Anstieg von 56 Prozent seit dem Jahr 2009. Zu dieser Dynamik hat vor allem eine Zunahme von Stürzen (plus 180 Prozent) beigetragen. Hiervon waren in erster Linie Personen mit 75 und mehr Lebensjahren betroffen.

Betrachtet man verschiedene Altersgruppen, so zeigt sich, dass sich die relative Häufigkeit von Todesursachen mit fortschreitendem Lebensalter ändert: Der Tod tritt in den ersten Lebenstagen vor allem aufgrund von Komplikationen unmittelbar vor, während oder nach der Geburt auf. Darüber hinaus sterben Menschen in den ersten Wochen und Monaten ihres Lebens vermehrt an angeborenen Chromosomenanomalien und Fehlbildungen. Äußere Ursachen wie Verletzungen und Vergiftungen durch Unfälle oder Suizid sind ebenfalls vergleichsweise häufig Grund für Sterbefälle bei jüngeren Menschen. Mit fortschreitendem Alter treten diese Faktoren – zumindest relativ betrachtet – in den Hintergrund und der Anteil von Kreislauf- und Atemwegserkrankungen, Neubildungen sowie psychischen und Verhaltensstörungen an allen Todesfällen nimmt zu.

Hinweis zu Pressemitteilungen mit Daten vor Corona

Das Statistische Landesamt veröffentlicht jährlich mehr als 200 Pressemitteilungen, die ein umfassendes Bild der Strukturen und Entwicklungen in Staat, Gesellschaft und Wirtschaft liefern. Die Veröffentlichung der Zahlen erfolgt mit einigem zeitlichen Abstand zum Berichtszeitraum; denn das Einsammeln der Daten und ihre sorgfältige Aufbereitung nach wissenschaftlichen Grundsätzen kosten Zeit. Deshalb wird im Moment auch noch über Strukturen und Entwicklungen berichtet, die vor dem Beginn der Corona-Pandemie liegen. Das scheint in einer Situation, in der sich nahezu alle Lebensbereiche tiefgreifend verändern, befremdlich. Diese Zahlen haben jedoch eine wichtige Funktion; sie bilden die Grundlage für die Bewertung der Auswirkungen von Corona in Staat, Gesellschaft und Wirtschaft. Deshalb veröffentlicht das Statistische Landesamt Pressemitteilungen mit Vor-Krisen-Ergebnissen.

Grundlage der jährlichen Todesursachenstatistik sind die offiziellen Todesbescheinigungen, auf denen der zuständige Arzt im Rahmen der Leichenschau alle zum Tode führenden Ursachen vermerkt. Aus diesen Angaben ermittelt das Statistischen Landesamt nach international festgelegten Regeln das zum Tod führende Grundleiden, also diejenige Todesursache, die als ursächlich für den Tod anzunehmen ist. Es handelt sich somit um eine monokausale Darstellung der Todesursache. Die Unterscheidung nach den verschiedenen Todesursachen erfolgt auf Basis einer international einheitlichen Klassifikation (ICD-10). Die Todesursachenstatistik dient als Grundlage zur Ermittlung von Gesundheitsindikatoren wie Sterbeziffern, verlorene Lebensjahre und vermeidbare Sterbefälle. Die Statistik ermöglicht die Erforschung regionaler Besonderheiten und deren Veränderungen im Laufe der Zeit. Aus den Ergebnissen werden Handlungsempfehlungen und Strategien bspw. für die epidemiologische Forschung, den Bereich der Prävention und Gesundheitspolitik abgeleitet. Da hier das Jahr 2019 betrachtet wird, sind die Folgen der Corona-Pandemie in den Daten nicht enthalten.

Autor: Markus Elz (Referat Soziales, Gesundheit, Rechtspflege)

Todesfälle nach ausgewählten Todesursachen (Kapiteln der ICD-10-Systematik) 1999, 2009, 2018 und 2019
Todesursache2019201820091999
AnzahlAnteil an
Insgesamt
in %
Veränderung in % gegenüberAnzahl
201820091999
Todesfälle Insgesamt47.619100,0-1,48,512,048.29943.90342.524
Krankheiten des Kreislaufsystems17.71437,2-1,4-4,6-12,117.96118.56720.155
darunter        
chronisch ischämische Herzkrankheit3.8678,1-0,27,815,23.8763.5883.356
akuter Myokardinfarkt2.3875,0-4,2-26,8-30,22.4923.2613.418
Herzinsuffizienz1.7843,72,5-34,9-44,01.7402.7413.184
Hypertensive Herzkrankheit1.1452,42,486,8121,91.118613516
Vorhofflattern und -flimmern1.1302,4-5,0108,1679,31.189543145
Neubildungen12.00625,2-1,94,212,112.23411.52410.706
darunter        
bösartige Neubildungen11.52624,2-1,63,19,911.70911.17610.489
darunter        
bösartige Neubildung der Lunge und Bronchien2.3294,90,65,115,12.3162.2172.024
bösartige Neubildung der Brustdrüse9772,11,2-3,35,19651.010930
bösartige Neubildung der Gallenblase9292,04,919,358,5886779586
bösartige Neubildung der Dickdarms8181,7-1,4-16,8-23,98309831.075
bösartige Neubildung der Prostata8111,70,68,639,3806747582
Krankheiten des Atmungssystems3.4407,2-6,0-2,215,43.6613.5192.980
darunter        
chronisch obstruktive Lungenkrankheit1.6393,4-6,226,768,31.7471.294974
Pneumonie mit nicht näher bekannt. Erreger8741,8-3,7-32,9-30,99081.3031.265
Psychische und Verhaltensstörungen2.7595,8-8,8112,7259,73.0251.297767
darunter Demenz (vaskulär und nicht näher bez.)2.4485,1-7,3137,71223,22.6421.030185
Krankheiten des Verdauugssystems2.1844,66,94,528,72.0432.0891.697
darunter        
Zirrhose und Fibrose der Leber3640,86,114,8-1,9343317371
Alkoholische Leberkrankheit3380,7-3,25,010,1349322307
Verletzungen, Vergiftungen und bestimmte andere Folgen äußerer Ursachen2.0004,23,555,644,81.9331.2851.381
darunter        
Stürze17841,6-9,8180,0358,5869280171
Selbstmord14911,01,214,2-15,5485430581
Verkehrsunfälle11430,3-22,3-38,9-58,3184234343
Krankheiten des Nervensystems1.8143,8-4,177,0154,11.8911.025714
darunter        
Parkinson (prim. + sek. Syndrom)6021,3-6,281,9133,3642331258
Alzheimer-Krankheit4901,0-0,873,895,2494282251
Edokrine, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten1.7773,7-7,432,547,31.9181.3411.206
darunter        
Diabetes mellitus1.2722,7-7,818,720,81.3791.0721.053
Krankheiten des Urogenitaltraktes1.1352,42,729,987,91.105874604
Symptome und abnorme klinische und Laborbefunde die andernorts nicht klassifiziert sind1.0882,346,47,5-28,77431.0121.525
Bestimmte infektiöse und parasitäre Krankheiten8691,8-11,4-15,471,19811.027508
Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes2920,6-7,9201,0461,53179752
Krankheiten des Blutes u. der blutbildenden Organe Störungen mit Beteiligung des Immunsystems2700,620,0233,3250,62258177
Sonstige Todesursachen2710,63,464,278,3262165152
1 Gliederung nach Systematik des von Kapitel XX der ICD-10-Systematik "Äußere Ursachen von Morbidität und Mortalität"
Die zehn häufigsten Todesursachen (ICD-10-Systematik) in Rheinland-Pfalz 2019 nach Geschlecht
TodesursacheIngesamtMännerFrauen
Anzahl%Anzahl%Anzahl%
Todesfälle Insgesamt47.619100,023.358100,024.261100,0
darunter      
Chron. ischämische Herzkrankheit3.8678,12.1339,11.7347,1
akuter Myokardinfarkt2.3875,01.3565,81.0314,2
Lungen- und Bronchialkrebs2.3294,91.4096,09203,8
Nicht näher bezeichnete Demenz2.2104,67133,11.4976,2
Herzinsuffizienz1.7843,76782,91.1064,6
chronisch obstruktive Lungenkrankheit1.6393,49043,97353,0
Hypertensive Herzkrankheit1.1452,43411,58043,3
Vorhofflattern und -flimmern1.1302,44101,87203,0
Brustdrüsenkrebs9772,110,09674,0
Bauchspeicheldrüsenkrebs9292,04551,94742,0
Todesursachen (Kapitel der ICD-10-Systematik) in Rheinland-Pfalz 2019 nach Alter
TodesursacheAnzahl der Todesfälle
Insgesamtdavon im Alter von ... bis unter ... Jahren
Unter 3030 - 4040 - 5050 - 6060 - 7070 - 8080 - 9090 und
älter
Todesfälle Insgesamt47.6193553237422.8005.9929.92217.8249.661
davon         
Krankheiten des Kreislaufsystems17.71414411576251.4623.0377.4334.945
Neubildungen12.00644722261.1412.5223.3723.632997
Krankheiten des Atmungssystems3.44067151364839111.308574
Psychische Verhaltensstörungen2.7597925591093491.260941
Krankheiten des Verdauungssystems2.184102467219382444722316
Verletzungen, Vergiftungen und bestimmte andere Folgen äußerer Ursachen2.0009792128230220321595317
Krankheiten des Nervensystems1.81421171989202444767255
Edokrine, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten1.7776161576174359738393
Fehlbildungen, Chromosomenanomalien113461617271132
Perinatale Zustände 68       
Sonstige Todesursachen3.8123644842084116741.366921
Anteil der Todesfälle an allen Todesfällen der jeweiligen Altersgruppe in %
Todesfälle Insgesamt100,0100,0100,0100,0100,0100,0100,0100,0100,0
davon         
Krankheiten des Kreislaufsystems37,23,912,721,222,324,430,641,751,2
Neubildungen25,212,422,330,540,842,134,020,410,3
Krankheiten des Atmungssystems7,21,72,22,04,98,19,27,35,9
Psychische Verhaltensstörungen5,82,02,83,42,11,83,57,19,7
Krankheiten des Verdauungssystems4,62,87,49,07,86,44,54,13,3
Verletzungen, Vergiftungen und bestimmte andere Folgen äußerer Ursachen4,227,328,517,38,23,73,23,33,3
Krankheiten des Nervensystems3,85,95,32,63,23,44,54,32,6
Edokrine, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten3,71,75,02,02,72,93,64,14,1
Fehlbildungen, Chromosomenanomalien0,213,00,30,80,60,50,10,00,0
Perinatale Zustände0,019,20,00,00,00,00,00,00,0
Sonstige Todesursachen8,010,113,611,37,46,96,87,79,5
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news-3044Wed, 09 Sep 2020 08:37:14 +020014 Prozent aller Erwerbstätigen arbeiten in der Gesundheitswirtschaft http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/3044/Die Bedeutung der Gesundheitswirtschaft für den Arbeitsmarkt wächst. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, waren 2019 rund 278.300 Personen in der rheinland-pfälzischen Gesundheitswirtschaft tätig; das entspricht einem Anteil von knapp 14 Prozent an allen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Rheinland-Pfalz. Gegenüber 2018 stieg die Zahl um 2,6 Prozent.Von 2014 bis 2019 – mit weiter zurückliegenden Jahren sind die Ergebnisse wegen einer Methodikänderung nur eingeschränkt vergleichbar – wuchs die Erwerbstätigenzahl in der Gesundheitswirtschaft um zwölf Prozent. Die Gesamtzahl der Erwerbstätigen in Rheinland-Pfalz erhöhte sich in diesem Zeitraum um 4,2 Prozent. Im Länderdurchschnitt stieg die Erwerbstätigkeit in der Gesundheitswirtschaft von 2014 bis 2019 um 13 Prozent, während sie in der Gesamtwirtschaft deutschlandweit um 5,9 Prozent zulegte.

Die Gesundheitswirtschaft hat einen erheblichen Anteil an der rheinland-pfälzischen Wirtschaftsleistung. In jeweiligen Preisen erzielte dieser Wirtschaftsbereich 2019 eine Bruttowertschöpfung von 13,1 Milliarden Euro; das sind zehn Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung, die im Land erstellt wird. Im Vergleich zum Vorjahr ist die preisbereinigte Bruttowertschöpfung der Gesundheitswirtschaft 2019 kräftig gesunken (minus 7,9 Prozent). Dieser Rückgang ist maßgeblich auf einen statistischen Basiseffekt in der Pharmaindustrie zurückzuführen, deren Umsätze 2018 ein außergewöhnlich hohes Niveau erreichten und 2019 wieder stark schrumpften.

Der Sondereffekt in der Pharmabranche wirkte sich auch auf die Produktivitätsentwicklung aus. Jede in der Gesundheitswirtschaft erwerbstätige Person erwirtschaftete 2019 im Durchschnitt knapp 47.000 Euro. Damit lag die Produktivität um rund 6.300 Euro unter dem Durchschnitt aller Bundesländer; im Ländervergleich belegte Rheinland-Pfalz den viertletzten Platz.

Die Ergebnisse beruhen auf dem Wertschöpfungs-Erwerbstätigen-Ansatz, mit dem die Arbeitsgruppe „Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder“ (AG GGRdL) vergleichbare Daten zur Wertschöpfung und Erwerbstätigkeit in der Gesundheitswirtschaft für alle Bundesländer erstellt. Die Ergebnisse sind konsistent zu den amtlichen Gesamtrechnungsergebnissen der Arbeitskreise Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder (AK VGRdL) und Erwerbstätigenrechnung (AK ETR). Dies ermöglicht den Vergleich mit der Gesamtwirtschaft bzw. mit anderen Wirtschaftsbereichen der Bundesländer.

Als Gesundheitswirtschaft wird die wirtschaftszweigbezogene Abgrenzung der AG GGRdL nach der Klassifikation der Wirtschaftszweige 2008 (WZ 2008) verstanden. Weitergehende Informationen – auch zu der Berechnungsmethode – sind der Internetseite der Arbeitsgruppe www.ggrdl.de zu entnehmen.

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)

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news-3010Wed, 05 Aug 2020 10:15:44 +0200Im Jahr 2018 wurden 19,4 Milliarden Euro für die Gesundheit ausgegebenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/3010/Im Jahr 2018 gaben die Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer 19,4 Milliarden Euro für Waren und Dienstleistungen rund um die Gesundheit aus. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems bedeutet dies einen Anstieg um 0,7 Milliarden Euro bzw. 3,9 Prozent gegenüber 2017 (Deutschland: plus vier Prozent).Mit dieser Entwicklung setzt sich der Trend der vergangenen Jahre fort: Zwischen 2008 und 2018 erhöhten sich die Gesundheitsausgaben im Land insgesamt um 44 Prozent (Deutschland: plus 46 Prozent). Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Steigerung um 3,7 Prozent (Deutschland: plus 3,9 Prozent). Die Gesundheitsausgaben nahmen in diesem Zeitraum somit wesentlich stärker zu als das Bruttoinlandsprodukt, das in jeweiligen Preisen um durchschnittlich 2,8 Prozent pro Jahr wuchs (Deutschland: ebenfalls plus 2,8 Prozent).

Die Gesundheitsausgaben pro Kopf liegen in Rheinland-Pfalz über dem Bundesdurchschnitt. Die Ausgaben je Einwohnerin und Einwohner beliefen sich 2018 auf 4.748 Euro (Deutschland: 4.712 Euro).

Die gesetzlichen Krankenversicherungen tragen mehr als die Hälfte der Gesundheitsausgaben – in Rheinland-Pfalz waren es 2018 rund 55 Prozent. Für jede Einwohnerin bzw. jeden Einwohner wendeten sie im Schnitt 2.608 Euro auf. Damit lagen der Ausgabenanteil sowie die Pro-Kopf-Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherungen unter dem Bundesdurchschnitt (57 Prozent; 2.679 Euro).

Einen überdurchschnittlichen Beitrag zu den Gesundheitsausgaben leisten die Privathaushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck, die in Rheinland-Pfalz 2018 für 14 Prozent der Ausgaben aufkamen (Deutschland: 13 Prozent). Zu den Gesundheitsausgaben, die von den privaten Haushalten unmittelbar gezahlt werden, gehören z. B. Zuzahlungen zu Leistungen der Krankenversicherungen sowie Direktkäufe von gesundheitsbezogenen Waren und Dienstleistungen. Die rheinland-pfälzischen Privathaushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck gaben 2018 pro Kopf 669 Euro für die Gesundheit aus; bundesweit waren es nur 628 Euro.

An dritter Stelle folgt die private Krankenversicherung. Ihr Ausgabenanteil war mit 9,7 Prozent ebenfalls höher als im Bundesdurchschnitt, der sich 2018 auf 8,5 Prozent belief. Je Einwohnerin und Einwohner tätigte die private Krankenversicherung im Schnitt Ausgaben in Höhe von 459 Euro (Deutschland: 401 Euro).


Die Gesundheitsausgaben der sozialen Pflegeversicherung sind in den vergangenen Jahren kräftig gestiegen. Auch 2018 war sie der Ausgabenträger mit dem stärksten Zuwachs (plus 7,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr; Deutschland: plus 6,2 Prozent). Mit einem Anteil von 9,6 Prozent bzw. Pro-Kopf-Ausgaben von 455 Euro lag die soziale Pflegeversicherung in Rheinland-Pfalz 2018 nur noch knapp hinter der privaten Krankenversicherung auf Rang vier. In Deutschland rangiert die soziale Pflegeversicherung mit 10,1 Prozent bzw. 477 Euro vor der privaten Krankenversicherung auf dem dritten Platz.

Hinweis zu Pressemitteilungen mit Daten vor Corona
Das Statistische Landesamt veröffentlicht jährlich mehr als 200 Pressemitteilungen, die ein umfassendes Bild der Strukturen und Entwicklungen in Staat, Gesellschaft und Wirtschaft liefern. Die Veröffentlichung der Zahlen erfolgt mit einigem zeitlichen Abstand zum Berichtszeitraum; denn das Einsammeln der Daten und ihre sorgfältige Aufbereitung nach wissenschaftlichen Grundsätzen kosten Zeit. Deshalb wird im Moment noch über Strukturen und Entwicklungen berichtet, die vor dem Beginn der Corona-Pandemie liegen. Das scheint in einer Situation, in der sich nahezu alle Lebensbereiche tiefgreifend verändern, befremdlich. Diese Zahlen haben jedoch eine wichtige Funktion; sie bilden die Grundlage für die Bewertung der Auswirkungen von Corona in Staat, Gesellschaft und Wirtschaft. Deshalb veröffentlicht das Statistische Landesamt Pressemitteilungen mit Vor-Krisen-Ergebnissen.

Die Ergebnisse werden von der Arbeitsgruppe „Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder“ (AG GGRdL) berechnet. Weitere Ergebnisse sowie methodische Hinweise sind der Internetseite der Arbeitsgruppe www.ggrdl.de zu entnehmen.

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)

Gesundheitsausgaben in Rheinland-Pfalz 2008 bis 2018 nach Ausgabenträgern
Ausgabenträger20082009201020112012201320142015201620172018
 
Insgesamt13.474,114.099,814.594,214.916,615.296,615.809,416.434,717.171,217.848,518.634,619.369,9
Öffentliche Haushalte648,8701,5701,2684,0692,0696,3726,5750,7829,3770,7761,4
Gesetzliche Krankenversicherung7.339,47.670,57.899,38.043,48.222,18.626,69.104,79.492,29.895,810.232,710.638,6
Soziale Pflegeversicherung858,8892,2944,5958,31.021,31.079,21.145,31.270,41.349,61.725,21.856,6
Gesetzliche Rentenversicherung203,7197,3200,9203,7209,7216,9224,9226,1234,1241,2252,0
Gesetzliche Unfallversicherung213,0222,0229,6237,7244,1249,3260,2267,8278,0285,3295,4
Private Krankenversicherung1.423,81.492,91.544,21.606,91.609,81.654,81.651,41.719,11.746,21.782,71.872,2
Arbeitgeber657,0681,0707,6730,9739,0775,7806,6846,8876,8915,2964,8
Private Haushalte und private Organisationen ohne Erwerbszweck2.129,62.242,42.366,92.451,82.558,52.510,72.515,02.598,02.638,72.681,52.728,8
 
Insgesamt100104,6108,3110,7113,5117,3122,0127,4132,5138,3143,8
Öffentliche Haushalte100108,1108,1105,4106,7107,3112,0115,7127,8118,8117,4
Gesetzliche Krankenversicherung100104,5107,6109,6112,0117,5124,1129,3134,8139,4145,0
Soziale Pflegeversicherung100103,9110,0111,6118,9125,7133,4147,9157,2200,9216,2
Gesetzliche Rentenversicherung10096,998,7100,0103,0106,5110,4111,0114,9118,5123,7
Gesetzliche Unfallversicherung100104,2107,8111,6114,6117,0122,1125,7130,5133,9138,7
Private Krankenversicherung100104,9108,5112,9113,1116,2116,0120,7122,6125,2131,5
Arbeitgeber100103,6107,7111,2112,5118,1122,8128,9133,5139,3146,8
Private Haushalte und private Organisationen ohne Erwerbszweck100105,3111,1115,1120,1117,9118,1122,0123,9125,9128,1
Datenquellen: Gesundheitsausgabenrechnung der Länder, Stand: Mai 2020
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news-2941Tue, 19 May 2020 09:53:53 +0200Nur geringe Hinweise auf Übersterblichkeit durch Corona-Pandemiehttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2941/Eine Auswertung der vorläufigen Sterbefallzahlen des Jahres 2020 liefert in Rheinland-Pfalz bisher nur geringe Hinweise auf eine Übersterblichkeit im Zuge der Corona-Pandemie. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, verstarben zwischen der 12. und der 16. Kalenderwoche 2020 – dem Zeitraum, in dem die ersten Todesfälle im Zusammenhang mit einer COVID-19-Erkrankung in Rheinland-Pfalz gemeldet wurden – 4.732 Menschen. Das waren nach vorläufigen Zahlen der amtlichen Sterbefallstatistik nur drei mehr als im gleichen Zeitraum des Jahres 2019.Eine differenziertere Betrachtung der einzelnen Kalenderwochen deutet im Vergleich der letzten fünf Jahre nur in den Kalenderwochen 14 (30. März bis 5. April) und 15 (6. bis 12. April) auf eine erhöhte Sterblichkeit gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019 hin (plus 6,1 bzw. plus 4,6 Prozent). In der 16. Kalenderwoche (13. bis 19. April), für die aufgrund des Meldeverzugs jedoch möglicherweise noch nicht alle Sterbefälle berücksichtigt werden konnten, stellen sich hingegen so gut wie keine Abweichungen gegenüber dem vierjährigen Durchschnittswert ein (minus 0,3 Prozent).

Seit Jahresbeginn sind in Rheinland-Pfalz vor allem im ersten Quartal weniger Menschen gestorben als im langjährigen Mittel. Das gilt auch dann, wenn die Veränderung der Bevölkerungszahl und der Wandel der Altersstruktur der Bevölkerung im Zeitverlauf berücksichtigt werden. Dazu dürfte unter anderem der mildere Winter und die vergleichsweise kurze Influenzasaison beigetragen haben, nachdem Rheinland-Pfalz insbesondere im Winter 2017/2018 eine der stärksten Grippewellen der letzten Jahrzehnte durchlebte. Berechnungen des Robert Koch-Instituts auf Bundesebene legen nahe, dass auch die politischen Maßnahmen, die seit Mitte März zur Eindämmung der Corona-Pandemie ergriffen wurden, – gewissermaßen als Nebeneffekt – zu einer Verkürzung der Grippesaison 2019/2020 beigetragen und damit höhere Sterbefallzahlen verhindert haben. Insbesondere die Schließung von Schulen und Kindertagesstätten ist hier zu nennen, denn Kindern fällt bei der Verbreitung der jährlichen Grippe eine maßgebliche Rolle zu.

Unter den 4.732 Verstorbenen des Zeitraums 16. März bis 19. April 2020 befinden sich 2.378 Männer (plus 70 bzw. plus 3 Prozent gegenüber 2019) und 2.353 Frauen (minus 68 bzw. minus 2,8 Prozent gegenüber 2019). Gut 58 Prozent der Verstorbenen waren zum Todeszeitpunkt bereits 80 Jahre oder älter, knapp 34 Prozent waren zwischen 60 und 79 Jahren alt. Das entspricht einem Anstieg um 1,2 bzw. 0,2 Prozent gegenüber 2019. In der Gruppe der unter 60-Jährigen nahm die Zahl der Personen, die zwischen der 12. und der 16. Kalenderwoche 2020 verstarben, gegenüber dem Vorjahr um 7,1 Prozent ab.

Die Ergebnisse dieser Pressemitteilung zu den Sterbefallzahlen 2019 und 2020 beruhen auf einer Sonderauswertung der täglichen Meldungen der Standesämter an die Statistischen Ämter der Länder. Sie sind noch nicht endgültig plausibilisiert und aufgrund des zu erwartenden Meldeverzugs seitens der Berichtsstellen möglicherweise noch nicht vollständig. Deshalb müssen die Ergebnisse als vorläufig angesehen werden. Abweichungen gegenüber den endgültigen Ergebnissen, wie sie für die Berichtsjahre bis 2018 bereits vorliegen, können sich insbesondere für kürzer zurückliegende Berichtszeiträume ergeben.
Für die Berechnungen wurden darüber hinaus die Ergebnisse der Statistik der Sterbefälle, der laufenden Bevölkerungsfortschreibung sowie Daten des Robert Koch-Instituts zu den bestätigten Todesfällen, die mit einer COVID-19-Erkrankung in Zusammenhang stehen, herangezogen. Weiterführende Informationen zur Entwicklung der Corona-Pandemie in Rheinland-Pfalz inklusive methodischer Hinweise zur Aussagekraft der verwendeten Daten sind unter www.statistik.rlp.de/de/corona/aktuelle-entwicklung/ verfügbar.

Autor: Sebastian Fückel (Referatsleiter Analysen Staat, Soziales)

Gestorbene am Wohnort1 20202 nach Ereignismonat und Verwaltungseinheit (Stand: 15. Mai)
VerwaltungseinheitGestorbeneRelative Differenz gegenüber Ø 2011–20193Gestorbene je 100 000 Einwohner/-innen4
1. Q.Jan.Feb.Mrz.1. Q.Jan.Feb.Mrz.1. Q.Jan.Feb.Mrz.
Anzahl%Anzahl
Kreisfreie Städte
Frankenthal (Pfalz)155495353-0,9-8,79,4-2,3317100109108
Kaiserslautern306101104101-5,3-1,2-1,3-12,7306101104101
Koblenz358121104133-4,11,0-14,81,331410691116
Landau in der Pfalz1374348467,58,14,99,82929110298
Ludwigshafen am Rhein457153155149-5,7-6,8-2,7-7,5265899086
Mainz488169167152-2,96,40,6-14,6222777669
Neustadt an der Weinstraße1856065608,48,218,4-0,6347113122113
Pirmasens151525049-22,4-16,1-20,9-29,4375129124122
Speyer147514551-16,0-17,4-22,9-7,129110189101
Trier29510187107-5,0-1,0-15,41,2265917896
Worms227887465-10,17,0-11,9-24,72711058878
Zweibrücken1244636427,624,7-7,76,8362134105123
Landkreise
Ahrweiler4581471381732,67,0-2,43,1352113106133
Altenkirchen (Ww.)4481571321592,66,1-4,96,1348122102123
Alzey-Worms32898110120-9,4-21,3-1,4-4,8253768592
Bad Dürkheim449137145167-0,8-7,9-1,56,7338103109126
Bad Kreuznach516194165157-0,210,9-0,2-11,232612210499
Bernkastel-Wittlich345103111131-4,6-12,2-3,81,73069199116
Birkenfeld320120891110,415,0-15,51,8395148110137
Cochem-Zell212726278-6,13,5-17,8-3,6345117101127
Donnersbergkreis2527495830,4-12,716,0-1,733598126110
Eifelkreis Bitburg-Prüm2681027393-12,53,1-24,5-16,02701037494
Germersheim3581331121135,216,75,0-5,52771038787
Kaiserslautern31796115106-7,0-12,13,9-12,529991109100
Kusel244927379-3,19,5-12,2-6,8347131104113
Mainz-Bingen530178183169-0,9-0,46,3-8,0250848680
Mayen-Koblenz7072432172477,213,70,37,7330113101115
Neuwied6272051772453,72,3-9,317,134311297134
Rhein-Hunsrück-Kreis3401101081221,31,61,50,9330107105118
Rhein-Lahn-Kreis397127137133-4,10,4-1,5-10,3325104112109
Rhein-Pfalz-Kreis4691721361615,416,9-7,77,030311188104
Südliche Weinstraße328103104121-2,1-4,3-9,07,12969394109
Südwestpfalz3291111101080,91,56,2-4,7347117116114
Trier-Saarburg4591701311587,921,0-3,15,630711488106
Vulkaneifel2267477753,62,68,50,0373122127124
Westerwaldkreis588218166204-8,44,7-22,5-7,029110882101
Rheinland-Pfalz12.5454.2703.9544.321-1,52,5-4,6-2,430610497105
Kreisfreie Städte3.0301.0349881.008-4,9-0,5-5,8-8,2282969294
Minimum124433642-22,4-17,4-22,9-29,4222777669
Maximum4881691671528,424,718,49,8375134124123
Landkreise9.5153.2362.9663.313-0,43,4-4,2-0,531510798110
Minimum212726275-12,5-21,3-24,5-16,0250767480
Maximum7072432172477,921,016,017,1395148127137
Quelle: Statistik der Sterbefälle, Auszählung von Sterbefällen auf Basis von täglichen Meldungen der Standesämter an die Statistischen Ämter der Länder.
1 Ist der Wohnort unbekannt, erfolgt die regionale Zuordnung nach der räumlichen Zugehörigkeit des meldenden Standesamtes. – 2 Vorläufige Ergebnisse. – 3 2019: Vorläufige Ergebnisse. – 4 Bezogen auf die Durchschnittsbevölkerung des jeweiligen Zeitraums, die auf Basis der Ergebnisse der laufenden Bevölkerungsfortschreibung geschätzt wurde.
Gestorbene am Wohnort1 und COVID-19-Todesfälle vom 16. März bis 19. April 20202 nach Alter, Geschlecht und Verwaltungseinheit (Stand: 15. Mai)
VerwaltungseinheitGestorbeneBestätigte COVID-19-Todesfälle3
Ins-gesamt4darunter:darunter:Ins-gesamt4darunter:darunter:
männlichweiblichunter 60 Jahre60 - 79 Jahre80 Jahre und ältermännlichweiblichunter 60 Jahre60 - 79 Jahre80 Jahre und älter
Anzahl
Kreisfreie Städte
Frankenthal (Pfalz)53282561532211011
Kaiserslautern123606394866440022
Koblenz1295871114474181081611
Landau in der Pfalz41281331325101001
Ludwigshafen am Rhein161818096092220020
Mainz17991881660103191090514
Neustadt an der Weinstraße74433152643220002
Pirmasens60332751738000000
Speyer70274342541000000
Trier1266363134469110100
Worms106515534063761034
Zweibrücken44271742020110100
Landkreise
Ahrweiler1638677116191101010
Altenkirchen (Ww.)157728511509611471010
Alzey-Worms1356075104085532014
Bad Dürkheim176859115581031174029
Bad Kreuznach1718982136791330003
Bernkastel-Wittlich1346668134477211002
Birkenfeld1095356113563110010
Cochem-Zell85444162851110010
Donnersbergkreis86523463644321021
Eifelkreis Bitburg-Prüm1045153123161321012
Germersheim130715983785422022
Kaiserslautern126685895067000000
Kusel1085850123066000000
Mainz-Bingen212108104275812715691311
Mayen-Koblenz263137125219514713121157
Neuwied2291141151792120422013
Rhein-Hunsrück-Kreis1246955133180422013
Rhein-Lahn-Kreis175779887097651051
Rhein-Pfalz-Kreis1689573135798422112
Südliche Weinstraße123586553781330030
Südwestpfalz1136647123566330111
Trier-Saarburg16875931949100550041
Vulkaneifel80423833146211011
Westerwaldkreis227921351763147204160416
Rheinland-Pfalz4.7322.3782.3533801.5972.75518110873859114
Kreisfreie Städte1.1665905768841266657372031935
Minimum41271331320000000
Maximum17991881660103191091614
Landkreise3.5661.7881.7772921.1852.089124715354079
Minimum80423432844000000
Maximum26313713527951472012161516
Quelle: Auszählung von Sterbefällen auf Basis von täglichen Meldungen der Standesämter an die Statistischen Ämter der Länder, Robert Koch-Institut.
1 Ist der Wohnort unbekannt, erfolgt die regionale Zuordnung nach der räumlichen Zugehörigkeit des meldenden Standesamtes. – 2 Vorläufige Ergebnisse. – 3 Bestätigte Todesfälle in Zusammenhang mit (nicht notwendigerweise an) einer COVID-19-Erkrankung nach Meldedatum des jeweiligen Falls. – 4 Einschließlich der Personen, deren Alter und bzw. oder Geschlecht unbekannt ist.
Gestorbene am Wohnort1 vom 16. März bis 19. April 20202 nach Alter und Geschlecht (Stand: 15. Mai)
Alter von ... bis unter ... JahreGestorbeneVeränderung gegenüber 20192
Insgesamt3darunterInsgesamt3darunterInsgesamt3darunter
männlichweiblichmännlichweiblichmännlichweiblich
Anzahl%
unter 5 Jahre1358-1-21-7,1-28,614,3
5 – 10000-1-10-100,0-100,0-
10 – 15211101100,00,0-
15 – 202110-110,0-50,0-
20 – 25321-2-1-1-40,0-33,3-50,0
25 – 30651-20-2-25,00,0-66,7
30 – 351064-8-2-6-44,4-25,0-60,0
35 – 4016790-440,0-36,480,0
40 – 4520137-3-52-13,0-27,840,0
45 – 50563422-10-1-1,80,0-4,3
50 – 55795128-12-6-6-13,2-10,5-17,6
55 – 60173110630-220,0-1,83,3
60 – 65270190803135-413,022,6-4,8
65 – 70361230131152134,30,911,0
70 – 753802461342313106,45,68,1
75 – 80586342244-66-18-48-10,1-5,0-16,4
80 Jahre und älter2.7551.1351.6193463-301,25,9-1,8
Insgesamt34.7322.3782.353370-680,13,0-2,8
Quelle: Auszählung von Sterbefällen auf Basis von täglichen Meldungen der Standesämter an die Statistischen Ämter der Länder.
1 Ist der Wohnort unbekannt, erfolgt die regionale Zuordnung nach der räumlichen Zugehörigkeit des meldenden Standesamtes. – 2 Vorläufige Ergebnisse. – 3 Einschließlich der Personen, deren Alter und bzw. oder Geschlecht unbekannt ist.
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news-2776Wed, 07 Aug 2019 10:00:00 +0200Gesundheitsausgaben 2017 weiter gestiegenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2776/Die Gesundheitsausgaben sind 2017 erneut gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems wurden in Rheinland-Pfalz knapp 19 Milliarden Euro für Waren und Dienstleistungen rund um die Gesundheit ausgegeben. Das waren 0,9 Milliarden Euro bzw. 4,8 Prozent mehr als 2016 (Deutschland: plus 4,7 Prozent).Mit dieser Entwicklung setzt sich der Trend der vergangenen Jahre fort: Zwischen 2008 und 2017 erhöhten sich die Gesundheitsausgaben im Land insgesamt um 41,0 Prozent (Deutschland: ebenfalls plus 41,0 Prozent). Dies entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Zuwachs um 3,9 Prozent (Deutschland: ebenfalls plus 3,9 Prozent). Die Gesundheitsausgaben stiegen in diesem Zeitraum somit wesentlich stärker als das Bruttoinlandsprodukt, das in jeweiligen Preisen um durchschnittlich 2,9 Prozent pro Jahr zulegte (Deutschland: plus 2,8 Prozent).

Auf jede Rheinland-Pfälzerin bzw. jeden Rheinland-Pfälzer entfielen 2017 rechnerisch Gesundheitsausgaben in Höhe von 4.658 Euro. Die Ausgaben pro Person lagen über dem Bundesdurchschnitt, der sich auf 4.544 Euro belief.

Mehr als die Hälfte der Gesundheitsausgaben wird von den gesetzlichen Krankenversicherungen getragen. Ihr Ausgabenanteil lag in Rheinland-Pfalz 2017 bei 54,0 Prozent und war damit deutlich niedriger als im Bundesdurchschnitt (57,0 Prozent). Für jede Einwohnerin bzw. jeden Einwohner wendeten die gesetzlichen Krankenversicherungen im Schnitt 2.514 Euro auf (Deutschland: 2.591 Euro).

An zweiter Stelle folgen die Privathaushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck, deren Anteil an den Gesundheitsausgaben in Rheinland-Pfalz überdurchschnittlich ist. Zu den Gesundheitsausgaben, die von den privaten Haushalten unmittelbar gezahlt werden, gehören z. B. Zuzahlungen zu Leistungen der Krankenversicherungen sowie Direktkäufe von gesundheitsbezogenen Waren und Dienstleistungen. Im Jahr 2017 trugen die Privathaushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck 15,9 Prozent der Gesundheitsausgaben (Deutschland: 13,5 Prozent). Dies entspricht Pro-Kopf-Ausgaben von 739 Euro (Deutschland: 615 Euro).

Der Anteil der privaten Krankenversicherung an den Gesundheitsausgaben liegt in Rheinland-Pfalz ebenfalls über dem Bundesdurchschnitt. Im Jahr 2017 steuerten die privaten Krankenkassen 9,4 Prozent zu den gesamten Ausgaben rund um die Gesundheit bei (Deutschland: 8,4 Prozent). Je Einwohnerin bzw. Einwohner wendete die private Krankenversicherung im Schnitt 437 Euro auf (Deutschland: 382 Euro).

Der Anteil der sozialen Pflegeversicherung an den Gesundheitsausgaben hat sich deutlich erhöht. Er lag 2017 bei 9,1 Prozent nach 7,5 Prozent im Vorjahr (Deutschland: 9,9 Prozent, 2016: 8,2 Prozent). Diese Entwicklung dürfte mit dem dritten Pflegestärkungsgesetz zusammenhängen, das 2017 in Kraft getreten ist. Je Einwohnerin bzw. Einwohner beliefen sich die Gesundheitsausgaben der sozialen Pflegeversicherung auf 424 Euro (Deutschland: 450 Euro).

Die Ergebnisse werden von der Arbeitsgruppe „Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder“ (AG GGRdL) berechnet. Weitere Ergebnisse sowie methodische Hinweise sind der Internetseite der Arbeitsgruppe www.ggrdl.de zu entnehmen.

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)

 

 

 

Gesundheitsausgaben in Rheinland-Pfalz 2008 bis 2017 nach Ausgabenträgern
Ausgabenträger2008200920102011201220132014201520162017
Mill. Euro
Insgesamt13.449,3 14.080,2 14.585,9 14.905,3 15.283,7 15.825,3 16.511,0 17.335,0 18.082,8 18.957,3
Öffentliche Haushalte663,0 717,3 719,6 692,2 699,1 702,6 732,5 753,0 828,8 771,0
Gesetzliche Krankenversicherung7.339,4 7.670,5 7.899,3 8.043,4 8.222,1 8.626,6 9.104,7 9.492,2 9.895,8 10.232,7
Soziale Pflegeversicherung858,8 892,3 944,6 958,4 1.021,3 1.079,3 1.145,3 1.270,4 1.349,6 1.725,2
Gesetzliche Rentenversicherung203,8 197,3 201,0 203,8 210,1 217,0 225,0 226,2 234,1 241,2
Gesetzliche Unfallversicherung213,2 222,3 229,7 236,8 243,1 247,7 257,6 264,8 274,9 282,7
Private Krankenversicherung1.423,8 1.492,9 1.544,2 1.606,9 1.609,8 1.654,8 1.651,4 1.719,2 1.746,3 1.779,4
Arbeitgeber656,7 680,6 707,2 730,5 738,5 775,5 806,7 847,4 877,8 916,5
Private Haushalte und private Organisationen ohne Erwerbszweck2.090,7 2.207,1 2.340,3 2.433,5 2.539,7 2.521,9 2.587,8 2.761,8 2.875,6 3.008,5
Messzahl: 2008=100
Insgesamt100 104,7 108,5 110,8 113,6 117,7 122,8 128,9 134,5 141,0
Öffentliche Haushalte100 108,2 108,5 104,4 105,4 106,0 110,5 113,6 125,0 116,3
Gesetzliche Krankenversicherung100 104,5 107,6 109,6 112,0 117,5 124,1 129,3 134,8 139,4
Soziale Pflegeversicherung100 103,9 110,0 111,6 118,9 125,7 133,4 147,9 157,2 200,9
Gesetzliche Rentenversicherung100 96,8 98,7 100,0 103,1 106,5 110,4 111,0 114,9 118,4
Gesetzliche Unfallversicherung100 104,3 107,8 111,1 114,0 116,2 120,8 124,2 128,9 132,6
Private Krankenversicherung100 104,9 108,5 112,9 113,1 116,2 116,0 120,7 122,7 125,0
Arbeitgeber100 103,6 107,7 111,2 112,5 118,1 122,9 129,1 133,7 139,6
Private Haushalte und private Organisationen ohne Erwerbszweck100 105,6 111,9 116,4 121,5 120,6 123,8 132,1 137,5 143,9
Datenquellen: Gesundheitsausgabenrechnung der Länder, Stand: März 2019
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news-2727Fri, 07 Jun 2019 08:55:16 +0200Wertschöpfung der Gesundheitswirtschaft 2018 gestiegenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2727/Die Gesundheitswirtschaft wächst mit hoher Dynamik. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, erhöhte sich die Bruttowertschöpfung der rheinland-pfälzischen Gesundheitswirtschaft 2018 preisbereinigt um 4,2 Prozent. In jeweiligen Preisen erzielte dieser Wirtschaftsbereich eine Bruttowertschöpfung von 15,4 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anteil von elf Prozent an der gesamten Bruttowertschöpfung, die im Land erstellt wird. Auch längerfristig ist die Gesundheitswirtschaft überdurchschnittlich gewachsen. Zwischen 2008 und 2018 stieg ihre Wertschöpfung nach derzeitigem Berechnungsstand preisbereinigt um 29 Prozent, während die gesamtwirtschaftliche Bruttowertschöpfung in diesem Zeitraum lediglich um 13 Prozent zulegte. Mit dieser Wachstumsdynamik lag Rheinland-Pfalz im Vergleich der Länder an dritter Stelle hinter Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.

Erwerbstätigenanteil bei 15 Prozent

Die Gesundheitswirtschaft ist sehr personalintensiv. Daher ist ihre Bedeutung für den Arbeitsmarkt noch größer als ihr Wertschöpfungsanteil. Im Jahr 2018 waren 301.600 Personen in der rheinland-pfälzischen Gesundheitswirtschaft tätig, was einem Anteil von 15 Prozent an allen Erwerbstätigen entspricht.

Gegenüber 2017 ist die Zahl der Erwerbstätigen in der Gesundheitswirtschaft um 1,8 Prozent gewachsen. Zugleich lag die Erwerbstätigenzahl um 22 Prozent über dem Niveau von 2008. Dieser Anstieg bedeutet Rang acht unter den Bundesländern. Die Gesamtzahl der Erwerbstätigen erhöhte sich in diesem Zeitraum in Rheinland-Pfalz nur um 6,9 Prozent.

Die Bruttowertschöpfung je Erwerbstätigen gibt Auskunft über die Produktivität der Gesundheitswirtschaft. Im Jahr 2018 erwirtschaftete jede erwerbstätige Person in der rheinland-pfälzischen Gesundheitswirtschaft im Durchschnitt eine Bruttowertschöpfung von knapp 51.100 Euro. Damit liegt die Produktivität um rund 2.000 Euro über dem Durchschnitt aller Bundesländer; im Ländervergleich belegt Rheinland-Pfalz den sechsten Platz. Aufgrund der hohen Personalintensität ist die Produktivität in der Gesundheitswirtschaft allerdings wesentlich niedriger als in der Gesamtwirtschaft (2018: 65.900 Euro).

Die Ergebnisse beruhen auf dem Wertschöpfungs-Erwerbstätigen-Ansatz, mit dem die Arbeitsgruppe „Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder“ (AG GGRdL) vergleichbare Daten zur Wertschöpfung und Erwerbstätigkeit in der Gesundheitswirtschaft für alle Bundesländer erstellt. Die Ergebnisse sind konsistent zu den amtlichen Gesamtrechnungsergebnissen der Arbeitskreise Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder (AK VGRdL) und Erwerbstätigenrechnung (AK ETR). Dies ermöglicht den Vergleich mit der Gesamtwirtschaft bzw. mit anderen Wirtschaftsbereichen der Bundesländer.

Als Gesundheitswirtschaft wird die wirtschaftszweigbezogene Abgrenzung der AG GGRdL nach der Klassifikation der Wirtschaftszweige 2008 (WZ 2008) verstanden. Weitergehende Informationen – auch zu der Berechnungsmethode – sind der Internetseite der Arbeitsgruppe www.ggrdl.de zu entnehmen.

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)

 

Bruttowertschöpfungder Gesundheitswirtschaft in Rheinland-Pfalz 2008 bis 2018
JahrGesundheitswirtschaft
in jeweiligen
Preisen
preisbereinigt, verkettetin jeweiligen
Preisen
KettenindexVeränderung gegenüber
dem Vorjahr
Anteil der Gesundheits- wirtschaft an der Gesamtwirtschaft
Mill. €2010 = 100%
20089.800,791,6x9,8
200910.387,194,02,610,7
201011.077,1100,06,410,8
201111.508,1104,34,310,7
201212.486,5110,25,711,3
201312.479,5108,2-1,811,1
201412.677,8105,8-2,310,8
201513.987,9113,07,711,3
201614.330,7114,00,111,4
201714.465,5117,7-0,711,2
201815.397,5117,74,211,4
Datenquellen: AG GGRdL, Wertschöpfungs-Erwerbstätigen-Ansatz, Berechnungsstand: Juni 2019; AK VGRdL, Berechnungsstand: August 2018/Februar 2019 (VGR des Bundes).
Erwerbstätige in der Gesundheitswirtschaft in Rheinland-Pfalz 2008 bis 2018
JahrGesundheitswirtschaft
ErwerbstätigeMesszahlVeränderung gegenüber
dem Vorjahr
Anteil der Gesundheits- wirtschaft an der Gesamtwirtschaft
1.000 Personen2010 = 100%
2008246,895,4x12,9
2009253,497,92,713,3
2010258,8100,02,113,6
2011261,3101,01,013,5
2012265,4102,61,613,6
2013269,5104,11,513,8
2014276,7106,92,714,1
2015285,8110,43,314,4
2016292,5113,02,314,6
2017296,3114,51,314,7
2018301,6116,61,814,8
Datenquellen: AG GGRdL, Wertschöpfungs-Erwerbstätigen-Ansatz, Berechnungsstand: Juni 2019; AK ETR, Berechnungsstand: August 2018/Februar 2019 (VGR des Bundes).

 

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news-2700Mon, 29 Apr 2019 09:33:27 +0200Wie lange brauche ich bis zum nächsten Krankenhaus? Krankenhaus-Atlas geht onlinehttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2700/Knapp 94 Prozent der in städtischen Regionen lebenden Bevölkerung in Rheinland-Pfalz erreichen innerhalb von 15 Minuten das nächste Krankenhaus mit einer Basisversorgung. Deutschlandweit sind es knapp 90 Prozent. In ländlichen Regionen schaffen dies in Rheinland-Pfalz wie in Deutschland rund 64 Prozent der Bevölkerung. Diese Erreichbarkeiten ergeben sich aus dem neuen Krankenhaus-Atlas der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Das interaktive Kartenangebot zeigt erstmals die Erreichbarkeit von allen möglichen Standorten in Deutschland zum nächsten Krankenhaus. Die Nutzerinnen und Nutzer können dabei nicht nur nach Krankenhäusern mit Basisversorgung und allgemeinen Fachabteilungen suchen, sondern auch nach speziellen medizinischen Leistungen filtern. So wird für Rheinland-Pfalz etwa sichtbar, dass in städtischen Regionen Kliniken mit Frauenheilkunde und/oder Geburtshilfe für 90 Prozent der Bevölkerung binnen 15 Minuten erreichbar sind, in ländlichen Gegenden sind es 58 Prozent (Deutschland: 83 bzw. 55 Prozent).

Die Erreichbarkeiten werden in Minuten angegeben und beziehen sich auf die Fahrtzeit in einem Pkw bei ungestörter Verkehrslage. Grundlage der Berechnung ist der Straßendatenbestand des offenen Gemeinschaftsprojektes OpenStreetMap (OSM).

Erreichbarkeitsdiagramme ermöglichen Regional- und Ländervergleich

Für den regionalen Vergleich sind die Erreichbarkeiten in Anlehnung an die siedlungsstrukturellen Regionstypen „Städtische Region“, „Region mit Verstädterungsansätzen“ und „Ländliche Region“ in Erreichbarkeitsdiagrammen dargestellt. So können die Erreichbarkeiten nach Regionstypen für jedes Bundesland nachvollzogen werden. Für GIS-Anwenderinnen und Anwender werden WMS-Kartendienste bereitgestellt.

Basis der Informationen für den Krankenhaus-Atlas sind Ergebnisse der Daten von Krankenhäusern, die im Rahmen der fallpauschalenbezogenen Krankenhaus-Statistik (DRG-Statistik) im Jahre 2016 Leistungen abgerechnet haben. Diese Informationen wurden um eigene Recherchen der statistischen Ämter angereichert.

Der Krankenhausatlas sowie weitere Informationen sind über folgenden Link zugänglich: krankenhausatlas.statistikportal.de

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news-2694Fri, 05 Apr 2019 12:29:55 +0200Beschäftigungszuwachs im Gesundheitswesen setzt sich forthttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2694/Im Jahr 2017 setzte sich der Beschäftigungszuwachs im rheinland-pfälzischen Gesundheitswesen weiter fort. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems anlässlich des Weltgesundheitstages am 7. April mitteilt, arbeiteten in diesem Wirtschaftsbereich 2017 rund 264.800 Beschäftigte. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich ihre Zahl um 2.800 bzw. 1,1 Prozent (Deutschland: plus 1,7 Prozent). Rund 40 Prozent der im Gesundheitswesen Beschäftigten sind in ambulanten Einrichtungen tätig. Dazu zählen unter anderem Arztpraxen, Apotheken und Einrichtungen der ambulanten Pflege. In den ambulanten Einrichtungen entstanden die meisten neuen Arbeitsplätze: Die Beschäftigtenzahl stieg 2017 um 1.800 bzw. um 1,8 Prozent. Im zweitgrößten Bereich, den stationären und teilstationären Einrichtungen, nahm die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse ebenfalls deutlich zu (um 1.200 bzw. 1,2 Prozent). Zu dieser Einrichtungsart gehören Krankenhäuser, Vorsorge- und Rehabilitationskliniken sowie stationäre und teilstationäre Pflegeeinrichtungen. In nur zwei der sieben Einrichtungsarten des Gesundheitswesens war die Beschäftigung rückläufig. In den Vorleistungseinrichtungen, in denen etwa jede bzw. jeder zehnte Beschäftigte des Gesundheitswesens arbeitet, sank die Beschäftigtenzahl um 1.000 bzw. 3,8 Prozent. Zu diesem Bereich zählen zum Beispiel die pharmazeutische Industrie sowie medizinische und zahnmedizinische Laboratorien. Im Gesundheitsschutz war ebenfalls weniger Personal tätig als 2016.

Die Zahl der Beschäftigten in Gesundheitseinrichtungen hat seit 2008 kontinuierlich zugenommen. Bis 2017 sind im rheinland-pfälzischen Gesundheitswesen 40.300 neue Arbeitsplätze entstanden. Dies entspricht einem Anstieg um knapp 18 Prozent (Deutschland: plus 21 Prozent). In den ambulanten Einrichtungen waren 2017 rund 14.700 Beschäftigte mehr tätig als 2008 (plus 16 Prozent). Rund 14.000 Beschäftigungsverhältnisse kamen in den stationären und teilstationären Einrichtungen hinzu (plus 17 Prozent). Schwächer fiel der prozentuale Zuwachs in den Vorleistungseinrichtungen mit plus zwölf Prozent aus, was eine Erhöhung der Beschäftigtenzahl um 2.800 bedeutet.

Charakteristisch für das Gesundheitswesen ist der hohe Anteil weiblichen Personals. Mehr als drei Viertel – 2017 waren es 76 Prozent – aller Beschäftigten im Gesundheitswesen sind Frauen (Deutschland: ebenfalls 76 Prozent). Besonders hoch fiel der weibliche Beschäftigungsanteil in den ambulanten Einrichtungen mit 83 Prozent und in den stationären bzw. teilstationären Einrichtungen mit 80 Prozent aus. Seit 2008 haben sich die Frauenanteile kaum verändert. Der Anteil weiblichen Personals an allen Beschäftigten des Gesundheitswesens erhöhte sich leicht um 0,8 Prozentpunkte. Während der Frauenanteil in den ambulanten Einrichtungen um 1,3 Prozentpunkte zulegte, blieb er in den stationären und teilstationären Einrichtungen unverändert. Unter den sieben Einrichtungsarten verzeichneten lediglich die Vorleistungseinrichtungen einen leichten Rückgang des Frauenanteils. Er verringerte sich um einen Prozentpunkt auf 49 Prozent.

Die Ergebnisse werden von der Arbeitsgruppe „Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder“ (AG GGRdL) berechnet. Die Gesundheitspersonalrechnung (GPR) wird für die Länder ab dem Berichtsjahr 2008 nach einheitlicher Methode durchgeführt.

Unter Gesundheitspersonal/Beschäftigten werden hier Beschäftigungsverhältnisse verstanden, sodass Personen mit mehreren Arbeitsverhältnissen in verschiedenen Einrichtungen auch mehrfach gezählt werden.

Das Gesundheitswesen ist gemäß SHA (System of Health Accounts) definiert. Es ist nicht identisch mit Abteilung 86 der aktuellen Wirtschaftszweigklassifikation WZ 2008.

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)

 

 

Gesundheitspersonal1 in Rheinland-Pfalz 2016 und 2017 nach Art der Einrichtung
Art der EinrichtungInsgesamtWeibliche Beschäftigte
20162017Veränderung
2017 zu 2016
20162017Veränderung
2017 zu 2016
1.000%1.000%
Insgesamt261,9 264,8 1,1 199,5 201,9 1,2
Gesundheitsschutz1,3 1,2 -4,6 1,0 1,0 -3,0
Ambulante Einrichtungen104,3 106,1 1,8 86,2 87,5 1,5
Arztpraxen32,7 32,9 0,7 27,0 27,2 0,7
Zahnarztpraxen15,7 15,9 1,6 13,0 13,2 1,8
Praxen sonstiger medizinischer Berufe26,2 26,9 2,7 21,5 21,8 1,3
Apotheken10,1 10,2 0,4 8,5 8,6 1,3
im Einzelhandel5,4 5,5 2,8 3,4 3,6 4,1
Ambulante Pflege14,2 14,6 3,1 12,7 13,0 2,5
Stationäre/teilstationäre Einrichtungen94,7 95,8 1,2 75,7 76,5 1,0
Krankenhäuser57,8 58,3 0,9 44,4 44,8 1,0
Vorsorge-/Rehabilitationseinrichtungen5,6 5,5 -1,6 4,2 4,1 -2,1
Stationäre/teilstationäre Pflege31,3 32,1 2,3 27,1 27,6 1,5
Rettungsdienste3,1 3,3 6,8 1,0 1,1 9,7
in der Verwaltung10,6 10,7 0,6 6,7 6,7 0,8
Sonstige Einrichtungen20,7 21,4 3,2 15,7 16,2 3,3
Vorleistungseinrichtungen27,3 26,2 -3,8 13,2 12,9 -2,1
Quelle: Gesundheitspersonalrechnung der Länder; Stand: Dezember 2018
1 Unter Gesundheitspersonal/Beschäftigten werden hier Beschäftigungsverhältnisse verstanden, sodass Personen mit mehreren Arbeitsverhältnissen in verschiedenen Einrichtungen auch mehrfach gezählt werden.

 

 

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news-2626Fri, 21 Dec 2018 07:30:55 +0100Zahl stationärer Krankenhausbehandlungen nahm 2017 leicht abhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2626/Im Jahr 2017 wurden mehr als eine Millionen Personen mit Wohnort in Rheinland-Pfalz stationär in Krankenhäusern behandelt. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes sind die Fallzahlen gegenüber 2016 geringfügig um knapp ein Prozent oder 6.300 zurückgegangen. Im Zehnjahresvergleich hat sich die Zahl der Patientinnen und Patienten allerdings um rund 13 Prozent erhöht.Frauen sind mit einem Anteil von rund 52 Prozent – wie schon in den Vorjahren – leicht überrepräsentiert. In den vergangenen zehn Jahren hat die Zahl stationärer Behandlungsfälle bei Männern (plus 15 Prozent) stärker zugenommen als bei Frauen (plus 12 Prozent).

Häufigster Anlass für eine stationäre Behandlung war die Herzinsuffizienz (23.230 Fälle). Von dieser Erkrankung, bei der das Herz den Körper aufgrund mangelnder Leistungsfähigkeit nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgen kann, ist insbesondere die wachsende Gruppe älterer Menschen betroffen. Gleiches gilt für das Vorhofflattern und -flimmern als zweithäufigster Grund für einen stationären Krankenhausaufenthalt (16.156 Fälle).

Auf Rang drei folgen 14.640 Krankenhausaufenthalte infolge psychischer Störungen durch Alkoholkonsum. Männer (10.638 Fälle) waren von dieser Diagnose sehr viel häufiger betroffen als Frauen (4.002 Fälle). Insgesamt 13.422 Rheinland-Pfälzer und Rheinland-Pfälzerinnen wurden wegen Kopfverletzungen (intrakranielle Verletzungen) stationär behandelt. Unter Rückenschmerzen, deren Ursachen einen Krankenhausaufenthalt nach sich zogen, litten deutlich mehr Frauen als Männer (7.800 bzw. 5.100 Personen).

Daten über stationär versorgte Patientinnen und Patienten erhält das Statistische Landesamt einmal jährlich von den Krankenhäusern. Die Angaben stammen aus der Krankenhausdiagnosestatistik und beziehen sich auf Personen, die bundesweit in einem Krankenhaus vollstationär behandelt wurden und ihren Wohnort in Rheinland-Pfalz haben. Behandelte Personen, die wiederholt auch mit der gleichen Diagnose stationär aufgenommen wurden, werden in der Statistik mehrfach gezählt.
Die Diagnosen werden nach der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten (ICD-10) gestellt. Jeder Krankenhausfall geht nur mit der Hauptdiagnose in die Statistik ein. Die Diagnosen werden in einer Differenzierung nach einer dreistelligen Systematik statistisch nachgewiesen. Bei den hier kommentierten Ergebnissen wurden die im Krankenhaus gesunden Neugeborenen nicht berücksichtigt.

Autor: Markus Elz (Referat Soziales, Gesundheit, Rechtspflege)

 

 

Die häufigsten Diagnosen1 der in Krankenhäusern vollstationär behandelten Patientinnen und Patienten mit Wohnort in Rheinland-Pfalz 2017 nach Geschlecht und Rangziffer
ICDDiagnoseBehandlungsfälle 2017Behandlungsfälle 2016
insgesamtmännlichweiblichinsgesamtVeränderung zu 2016
AnzahlRang1AnzahlRang12AnzahlRang12Anzahl%
Behandlungsfälle1.032.669-492.939-539.730-1.038.986-0,6
I50Herzinsuffizienz23.230 1 11.245 1 11.985 1 23.460-1,0
I48Vorhofflattern und Vorhofflimmern16.156 2 8.617 3 7.539 5 15.4114,8
F10Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol14.640 3 10.638 2 4.002 29 14.6460,0
S06Intrakranielle Verletzung13.422 4 7.127 9 6.295 8 13.584-1,2
M54Rückenschmerzen12.828 5 5.075 17 7.753 3 13.899-7,7
I63Hirninfarkt12.786 6 6.788 10 5.998 10 12.820-0,3
J18Pneumonie, Erreger nicht näher bezeichnet12.754 7 7.174 8 5.580 13 12.806-0,4
I10Essentielle (primäre) Hypertonie12.689 8 4.147 22 8.542 2 13.331-4,8
J44Sonstige chronische obstruktive Lungenkrankheit12.585 9 6.682 11 5.903 12 12.1973,2
I20Angina pectoris12.231 10 7.989 5 4.242 25 12.668-3,4
K80Cholelithiasis11.927 11 4.368 20 7.559 4 12.306-3,1
G47Schlafstörungen11.525 12 8.437 4 3.088 44 11.957-3,6
I21Akuter Myokardinfarkt11.514 13 7.618 7 3.896 30 11.570-0,5
R07Hals- und Brustschmerzen9.975 14 5.354 15 4.621 21 9.9520,2
M17Gonarthrose (Arthrose des Kniegelenkes)9.835 15 3.875 25 5.960 11 9.6182,3
R55Synkope und Kollaps9.683 16 4.504 19 5.179 19 9.855-1,7
A09Diarrhoe u. Gastroenteritis infekt. Ursprungs9.480 17 3.925 24 5.555 14 9.954-4,8
I70Atherosklerose9.365 18 5.865 13 3.500 37 9.0383,6
M16Koxarthrose (Arthrose des Hüftgelenkes)9.277 19 3.808 27 5.469 15 9.2440,4
C34Bösartige Neubildung der Bronchien und der Lunge9.110 20 5.532 14 3.578 35 9.224-1,2
1 Rangfolge gemessen an den Patienten insgesamt ohne Berücksichtigung der Lebendgeborenen (ICD: Z38) als Einzeldiagnose.
2 Geschlechtsspezifische Rangfolge.
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news-2577Wed, 24 Oct 2018 11:43:56 +0200Krankenhauskosten in Rheinland-Pfalz 2017 weiter gestiegenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2577/Die Gesamtkosten der rheinland-pfälzischen Krankenhäuser beliefen sich im Jahr 2017 auf rund 4,8 Milliarden Euro. Laut Statistischem Landesamt entspricht dies einer Zunahme um 178 Millionen Euro bzw. 3,8 Prozent gegenüber 2016. Größter Ausgabenposten waren – mit einem Anteil von 64 Prozent an den Gesamtkosten –die Aufwendungen für Personal. Sie beliefen sich 2017 auf knapp 3,1 Milliarden Euro; dies entspricht einer Steigerung um 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hier spiegelt sich unter anderem der deutliche Aufbau von Krankenhauspersonal in den vergangenen Jahren wider.

Ein weiteres Drittel der Ausgaben entfiel auf Sachkosten – darunter fallen unter anderem Ausgaben für Energie, Lebensmittel, medizinische Bedarfe sowie Instandhaltungskosten im stationären Bereich. Die rheinland-pfälzischen Krankenhäuser wendeten hierfür knapp 1,6 Milliarden Euro auf; ein Plus von 2,5 Prozent gegenüber 2016.

In den Gesamtkosten waren Ausgaben für nichtstationäre Leistungen – wie Ambulanzen, wissenschaftliche Forschung und Lehre – in Höhe von rund 514 Millionen Euro enthalten. Die Kosten der rein stationären Krankenhausversorgung beliefen sich somit auf rund 4,3 Milliarden Euro. Bezogen auf diese sogenannten bereinigten Krankenhauskosten verteuerte sich ein vollstationärer Behandlungstag um 29 Euro auf 635 Euro; ein Anstieg um 4,8 Prozent. Die Kosten je Behandlungsfall beliefen sich auf 4.528 Euro und somit 227 Euro bzw. 5,3 Prozent mehr als 2016.

Mit Blick auf die vergangenen zehn Jahre fällt die Kostensteigerung je Behandlungstag jedoch deutlich stärker aus als der Anstieg je Behandlungsfall (50,6 Prozent gegenüber 33,4 Prozent). Dies kann unter anderem durch die Tatsache erklärt werden, dass in rheinland-pfälzischen Krankenhäusern immer mehr Patienten stationär behandelten wurden, deren durchschnittliche Verweildauer gleichzeitig jedoch abnahm.

Die Ergebnisse basieren auf der jährlich erhobenen Statistik über den Kostennachweis der Krankenhäuser.
Regionalisierte Daten stehen nicht zur Verfügung.

Autor: Markus Elz (Referat Soziales, Gesundheit, Rechtspflege)

 

 

 

Entwicklung der Krankenhauskosten 2007–2017
Kosten200720162017Veränderung 2017 zu
20072016
Mill. Euro%
Personalkosten insgesamt2.010,92.961,53.084,453,44,1
darunter:
ärztlicher Dienst541,5905,7953,076,05,2
Pflegedienst687,6915,5955,739,04,4
medizinisch-technischer Dienst243,3409,9427,475,74,3
Funktiondienst190,5297,3312,864,25,2
Verwaltungsdienst131,2184,1193,947,75,3
Sachkosten insgesamt1.097,61.546,71.585,744,52,5
darunter:
Lebensmittel60,285,883,338,4-3,0
medizinische Bedarfe530,3763,2776,446,41,7
Energie80,994,693,315,3-1,4
Wirtschaftsbedarf88,2137,0140,659,32,6
pflegesatzfähige Instandhaltungskosten145,9171,5172,118,00,4
Zinsen und ähnliche Aufwendungen, Steuern19,121,325,231,517,9
Kosten der Ausbildungsstätten21,536,039,483,09,5
Aufwendungen für den Ausbildungsfonds59,080,989,551,710,6
Gesamtkosten3.208,14.646,54.824,250,43,8
Abzüge für nichtstationäre Leistungen339,4489,5513,851,45,0
Bereinigte Kosten1 insgesamt2.868,84.157,04.310,450,33,7
je vollstat. Behandlungstag42260663550,64,8
je vollstat. Behandlungsfall 3.3964.3014.52833,45,3
1 Gesamtkosten bereinigt um Abzüge für nichtstationäre Leistungen.

 

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news-2572Wed, 10 Oct 2018 08:59:15 +0200Höhere Gesundheitsausgaben im Jahr 2016http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2572/Die Gesundheitsausgaben in Rheinland-Pfalz sind im Jahr 2016 erneut gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems wurden hierzulande knapp 18 Milliarden Euro für Waren und Dienstleistungen rund um die Gesundheit ausgegeben. Das waren 0,7 Milliarden Euro bzw. 3,9 Prozent mehr als 2015 (Deutschland: plus 3,8 Prozent).Mit dieser Entwicklung setzte sich der Trend der vergangenen Jahre fort: Zwischen 2008 und 2016 erhöhten sich die Gesundheitsausgaben im Land insgesamt um 33,6 Prozent (Deutschland: plus 33,9 Prozent). Dies entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Zuwachs um 3,7 Prozent (Deutschland: ebenfalls 3,7 Prozent). Die Gesundheitsausgaben stiegen in diesem Zeitraum somit stärker als das Bruttoinlandsprodukt, das in jeweiligen Preisen um durchschnittlich 2,8 Prozent pro Jahr zulegte (Deutschland: 2,6 Prozent).

Auf jede Rheinland-Pfälzerin bzw. jeden Rheinland-Pfälzer entfielen 2016 rechnerisch Gesundheitsausgaben in Höhe von 4.423 Euro. Die Ausgaben pro Person überstiegen den Bundesdurchschnitt, der sich auf 4.330 Euro belief.

Den größten Teil der Gesundheitsausgaben trugen die gesetzlichen Krankenversicherungen. Ihr Anteil lag 2016 bei 55,1 Prozent (Deutschland: 58,1 Prozent). Für jede Einwohnerin bzw. jeden Einwohner wendeten die gesetzlichen Krankenversicherungen in Rheinland-Pfalz im Schnitt 2.438 Euro auf (Deutschland: 2.516 Euro).

An zweiter Stelle folgen die Privathaushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck. Zu den Gesundheitsausgaben, die von den privaten Haushalten unmittelbar gezahlt werden, zählen z. B. Zuzahlungen zu Leistungen der Krankenversicherungen sowie Direktkäufe von gesundheitsbezogenen Waren und Dienstleistungen. In Rheinland-Pfalz erreichten die Gesundheitsausgaben der Privathaushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck 2016 einen Anteil von 15,5 Prozent (Deutschland: 13,3 Prozent). Sie lagen mit 685 Euro pro Kopf deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 575 Euro.

Die privaten Krankenversicherungen steuerten 9,7 Prozent zu den Gesundheitsausgaben bei. Damit hat dieser Ausgabenträger in Rheinland-Pfalz einen überdurchschnittlichen Stellenwert; in Deutschland lag der Anteil bei 8,7 Prozent. Pro Kopf wendeten die privaten Krankenkassen im Schnitt 430 Euro auf (Deutschland: 377 Euro).

Die soziale Pflegeversicherung trug 7,5 Prozent der Gesundheitsausgaben (Deutschland: 8,3 Prozent). Pro Kopf beliefen sich die Ausgaben auf 333 Euro (Deutschland: 358 Euro).

Die Ergebnisse werden von der Arbeitsgruppe „Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder“ (AG GGRdL) berechnet. Weitere Ergebnisse sowie methodische Hinweise sind der Internetseite der Arbeitsgruppe www.ggrdl.de zu entnehmen.

Autorin: Dr. Melanie Nofz (Referat Analysen Wirtschaft)

 

Gesundheitsausgaben in Rheinland-Pfalz 2008 bis 2016 nach Ausgabenträgern
Ausgabenträger200820092010201120122013201420152016
 
Insgesamt13.443,7 14.074,2 14.580,8 14.894,3 15.266,3 15.796,9 16.464,0 17.280,2 17.956,5
Öffentliche Haushalte660,5 714,6 716,6 689,6 696,9 700,4 730,2 750,5 794,4
Gesetzliche Krankenversicherung7.339,8 7.670,5 7.899,3 8.043,4 8.222,1 8.626,6 9.104,7 9.492,2 9.896,7
Soziale Pflegeversicherung858,8 892,3 944,5 958,3 1.021,3 1.079,2 1.145,2 1.270,4 1.350,3
Gesetzliche Rentenversicherung203,8 197,3 201,0 203,8 210,1 216,9 225,0 226,1 234,2
Gesetzliche Unfallversicherung213,2 222,3 229,8 236,8 243,1 247,8 257,7 264,9 274,9
Private Krankenversicherung1.423,8 1.492,9 1.544,2 1.606,9 1.609,8 1.654,8 1.651,4 1.719,2 1.746,2
Arbeitgeber656,5 680,5 707,1 730,4 738,5 775,6 806,8 847,6 878,0
Private Haushalte und private Organisationen ohne Erwerbszweck2.087,3 2.203,9 2.338,3 2.425,1 2.524,5 2.495,8 2.543,0 2.709,5 2.781,7
 
Insgesamt100 104,7 108,5 110,8 113,6 117,5 122,5 128,5 133,6
Öffentliche Haushalte100 108,2 108,5 104,4 105,5 106,0 110,6 113,6 120,3
Gesetzliche Krankenversicherung100 104,5 107,6 109,6 112,0 117,5 124,0 129,3 134,8
Soziale Pflegeversicherung100 103,9 110,0 111,6 118,9 125,7 133,4 147,9 157,2
Gesetzliche Rentenversicherung100 96,8 98,7 100,0 103,1 106,5 110,4 111,0 114,9
Gesetzliche Unfallversicherung100 104,3 107,8 111,1 114,0 116,2 120,9 124,2 129,0
Private Krankenversicherung100 104,9 108,5 112,9 113,1 116,2 116,0 120,7 122,6
Arbeitgeber100 103,6 107,7 111,3 112,5 118,1 122,9 129,1 133,7
Private Haushalte und private Organisationen ohne Erwerbszweck100 105,6 112,0 116,2 120,9 119,6 121,8 129,8 133,3
Datenquellen: Gesundheitsausgabenrechnung der Länder, Stand: Februar 2018

 

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news-2566Thu, 04 Oct 2018 07:54:10 +0200Drei Viertel der Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer sind Nichtraucherhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2566/Mehr als drei Viertel (78 Prozent) der rheinland-pfälzischen Bevölkerung über 15 Jahren zählte sich im Jahr 2017 zu den Nichtrauchern. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems lag der Anteil der Nichtraucher damit nahe am Bundesdurchschnitt (ebenfalls 78 Prozent). Gegenüber der letzten Erhebung im Jahr 2013 stieg der Nichtraucheranteil um knapp drei Prozentpunkte, gegenüber dem Jahr 2009 sogar um knapp vier Prozentpunkte. Lediglich in fünf Bundesländern lebten 2017 anteilig mehr Nichtraucher.Im Rahmen der freiwilligen Zusatzerhebung des Mikrozensus 2017 machten 78 Prozent der Befragten Angaben zu ihren Rauchgewohnheiten. Von den Personen mit Angaben zum Rauchverhalten sagten 56 Prozent aus, noch nie geraucht zu haben, gut 22 Prozent waren ehemalige Raucher. Das durchschnittliche Alter bei Rauchbeginn lag bei 17,7 Jahren.

Unter den Frauen lag der Nichtraucheranteil mit 81 Prozent höher als bei den Männern (75 Prozent). Den niedrigsten Nichtraucheranteil wiesen Männer in den jüngeren Altersjahrgängen auf: Von den 25- bis 30-Jährigen waren nur 65 Prozent Nichtraucher. Frauen hatten in der Altersgruppe von 50 bis 55 Jahren mit 73 Prozent den niedrigsten Nichtraucheranteil. Mit zunehmendem Alter geben immer mehr Menschen das Rauchen auf. Bei den über 65-Jährigen verzichteten 92 Prozent der Frauen und 89 Prozent der Männer auf Tabakkonsum.

Von allen Personen, die Angaben zu ihrem Rauchverhalten machten, bezeichneten sich knapp 18 Prozent als regelmäßige Raucher (2013: 20 Prozent, 2009: 21 Prozent). Von ihnen gaben wiederum sieben Prozent an, durchschnittlich weniger als fünf Zigaretten am Tag zu konsumieren. Bei 78 Prozent der regelmäßigen Raucher belief sich der Konsum auf fünf bis 20 und bei 15 Prozent auf mehr als 20 Zigaretten täglich. Das Zigarettenrauchen war unter den Raucherinnen und Rauchern mit Abstand am weitesten verbreitet (96 Prozent). Nur eine Minderheit (vier Prozent) bevorzugte Zigarren, Zigarillos, Pfeifentabak oder Shisha (Wasserpfeife).

Die Daten stammen aus der Zusatzbefragung des Mikrozensus der Jahre 2009, 2013 und 2017. Alle vier Jahre werden ein Prozent aller rheinland-pfälzischen Haushalte nicht nur zu ihrer wirtschaftlichen und sozialen Situation, sondern auch zu gesundheitsbezogenen Themen befragt. Die Stichprobe des Mikrozensus umfasst ca. 20.000 Haushalte.

Autor: Sebastian Fückel (Referat Analysen Staat, Soziales)

 

 

 

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news-2565Tue, 02 Oct 2018 13:57:36 +0200Mehr als die Hälfte der rheinland-pfälzischen Bevölkerung hat Übergewichthttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2565/Im Jahr 2017 waren knapp 55 Prozent aller Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer ab 18 Jahren übergewichtig. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems weisen fünf Bundesländer noch höhere Werte auf. Zwischen Männern und Frauen gibt es deutliche Unterschiede. So hatten in Rheinland-Pfalz 65 Prozent der erwachsenen Männer und 44 Prozent der erwachsenen Frauen Übergewicht. Bundesweit lag der Anteil der übergewichtigen Männer bei 62 Prozent, der Anteil der übergewichtigen Frauen bei 43. Dies zeigen die Ergebnisse der freiwilligen Zusatzbefragung des Mikrozensus 2017, bei der ein Prozent der Bevölkerung zu gesundheitsbezogenen Themen um Auskunft gebeten wurde. Gut 67 Prozent der Befragten machten in diesem Zusammenhang Angaben zu ihrer Körpergröße und ihrem Körpergewicht.

Übergewicht ist bereits bei jungen Erwachsenen weit verbreitet, wobei der Anteil der Übergewichtigen mit zunehmendem Alter noch steigt. Bei den Männern weist in beinahe jeder Altersgruppe mehr als die Hälfte der Bevölkerung einen Body-Mass-Index von über 25 auf, der als definierter Wert für Übergewicht dient. Lediglich in der Gruppe der 18- bis unter 25-Jährigen liegt der Anteilswert darunter (32 Prozent). Frauen sind dagegen in jeder Altersgruppe seltener übergewichtig als Männer. In den Altersgruppen zwischen 25 und 55 Jahren schwankte der Anteilswert zwischen 30 und 42 Prozent, in den Altersgruppen ab 55 Jahren zwischen 50 und 58 Prozent.

Untergewicht, das heißt ein Body-Mass-Index von weniger als 18,5, kommt in Rheinland-Pfalz weitaus seltener vor. Frauen waren dabei mit 3,1 Prozent relativ häufiger von Untergewicht betroffen als Männer (0,7 Prozent).

Die Daten stammen aus der Zusatzbefragung des Mikrozensus 2017. Alle vier Jahre werden ein Prozent aller rheinland-pfälzischen Haushalte nicht nur zu ihrer wirtschaftlichen und sozialen Situation, sondern auch zu gesundheitsbezogenen Themen befragt. Die Stichprobe des Mikrozensus umfasst ca. 20.000 Haushalte.

Autor: Sebastian Fückel (Referat Analysen Staat, Soziales)

 

 

 

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news-2534Tue, 28 Aug 2018 08:59:29 +0200Vollstationäre Behandlungen erstmals seit 2004 leicht rückläufig http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2534/Im Jahr 2017 wurden in den rheinland-pfälzischen Kliniken 951.846 Patientinnen und Patienten vollstationär versorgt. Nachdem die Patientenzahlen zuvor 13 Jahre kontinuierlich gestiegen waren, ist die Zahl der Behandlungsfälle nach Angaben des Statistischen Landesamtes gegenüber dem Vorjahr erstmals leicht gesunken (minus 1,5 Prozent). Die durchschnittliche Verweildauer der vollstationär Versorgten lag wie im Vorjahr bei 7,1 Tagen. Wegen der rückläufigen Patientenzahlen sank die Gesamtzahl der stationären Behandlungstage im Vorjahresvergleich ebenfalls leicht (minus 1,0 Prozent). Im Zehnjahresvergleich ist ein deutliches Plus der Fallzahlen von 12,7 Prozent zu verzeichnen. Dies ergibt sich insbesondere aufgrund der zunehmenden Alterung der Bevölkerung und des sich daraus ergebenden höheren Risikos der Erkrankung.

Ungeachtet dieser Entwicklung im „klassischen“ vollstationären Bereich gewinnen Behandlungsformen mit Aufenthaltszeiten von weniger als 24 Stunden zunehmend an Bedeutung: So ist die Anzahl der in den Krankenhäusern durchgeführten ambulanten Operationen gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Prozent, die Zahl teilstationärer Klinikaufenthalte gegenüber dem Jahr 2016 sogar um 13,9 gestiegen. Auch mit Blick auf die vergangenen zehn Jahre sind die Patientenzahlen in diesen Bereichen mit 40,5 Prozent bzw. 33,7 Prozent deutlich stärker gewachsen als die vollstationären Behandlungsfälle.

Behandlungen in Fachkliniken für Psychiatrie und Neurologie weiter steigend

Aus den Zahlen ist zu erkennen, dass psychische Erkrankungen in den zurückliegenden Jahren vermehrt auftreten oder zunehmend als solche diagnostiziert und behandelt werden. Gegenüber dem Vorjahr ist ein Plus von 0,5 Prozent bei den vollstationären Behandlungen in ausschließlich psychiatrischen Einrichtungen zu vermelden. Seit 2007 haben sich die jährlichen Fallzahlen merklich um 35 Prozent auf rund 9.800 erhöht.

Vergleichsweise langsamer Zuwachs bei Pflegekräften

In den rheinland-pfälzischen Krankenhäusern wurde in den zurückliegenden Jahren vor allem Personal im medizinischen Bereich aufgebaut: Gemessen in Vollkräften sind im Vergleich zu 2016 1,7 Prozent mehr Ärzte (115 Vollkräfte) beschäftigt worden. Auch im medizinisch-technischen Dienst (plus 4,6 Prozent bzw. 299 Vollkräfte) und den Funktionsdiensten (plus 4,2 Prozent bzw. 206 Vollkräfte) wurde deutlich mehr Personal eingesetzt als 2016. Vergleichsweise verhalten vollzog sich die Entwicklung bei der Zahl der Pflegekräfte: Im Vorjahresvergleich ergab sich hier lediglich eine Steigerung um 0,5 Prozent bzw. 85 Vollkräfte. Wie aus den jährlichen Meldungen der Krankenhäuser hervorgeht, werden nicht-medizinische Aufgaben seit einigen Jahren vermehrt an externe Dienstleister vergeben. Dementsprechend sind die Personalzahlen beim klinischen Hauspersonal (beispielsweise Reinigungskräfte) und im Wirtschafts- und Versorgungsdienst (beispielsweise Handwerker oder Küchenpersonal) weiterhin stark rückläufig.

Die Zahlen stammen aus der Krankenhausstatistik. Einmal im Jahr liefern die Krankenhäuser Eckdaten zur Versorgung und Personal an das Statistische Landesamt.

Autor: Markus Elz (Referat Soziales, Gesundheit, Rechtspflege)

 

 

 

 

Eckdaten Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz 2017
Merkmal200720162017Veränderung 2017 zu
20072016
Anzahl%
Einrichtungen958384-11,61,2
Betten25.57125.24824.897-2,6-1,4
davon: allgemeine Krankenhäuser23.72923.07322.734-4,2-1,5
psychatrische Krankenhäuser1.8422.1752.16317,4-0,6
Durchschnittliche Bettenauslastung in %72,974,274,72,50,7
davon: allgemeine Krankenhäuser71,672,472,71,50,4
psychatrische Krankenhäuser90,294,096,36,82,4
Vollstationär behandelte Patienten844.840966.434951.84612,7-1,5
davon: allgemeine Krankenhäuser816.949928.962914.18311,9-1,6
psychatrische Krankenhäuser27.89137.47237.66335,00,5
Durchschnittliche Verweildauer in Tagen8,17,17,1-12,30,0
davon: allgemeine Krankenhäuser7,66,66,6-13,20,0
psychatrische Krankenhäuser21,720,020,2-6,91,0
Behandlungstage6.805.8226.860.8136.789.078-0,2-1,0
davon: allgemeine Krankenhäuser6.199.5086.112.6936.028.964-2,8-1,4
psychatrische Krankenhäuser606.314748.120760.11425,41,6
Ambulante Operationen60.81984.14285.45540,51,6
Teilstationäre Behandlungsfälle18.69921.94524.99533,713,9
Vorstationäre Behandlungsfälle118.385186.106183.68555,2-1,3
Nachstationäre Behandlungsfälle17.79833.04931.15975,1-5,7
Ärztliches Personal15.5616.9387.05326,81,7
Nichtärztliches Personal132.00435.18535.81411,91,8
darunter:
Pflegedienst14.55615.72315.8088,60,5
medizinisch-technischer Dienst5.2976.4766.77527,94,6
Funktionsdienst3.9404.9295.13530,34,2
klinisches Hauspersonal895660633-29,3-4,1
Wirtschafts-/Versorgungsdienst2.6752.3332.301-14,0-1,4
technischer Dienst8258428310,7-1,3
Verwaltungsdienst2.6803.0453.13116,82,8
Sonderdienste2462522522,40,0
1 Vollkräfte im Jahresdurchschnitt
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news-2493Wed, 11 Jul 2018 09:27:04 +0200Beschäftigungszuwachs im Gesundheitswesen setzt sich forthttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2493/Im Jahr 2016 ist die Zahl der im rheinland-pfälzischen Gesundheitswesen Beschäftigten erneut gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems waren 2016 rund 262.400 Personen und somit 1,6 Prozent mehr als im Vorjahr im Gesundheitswesen tätig (Deutschland: plus 2,1 Prozent). Die meisten neuen Arbeitsplätze entstanden in stationären und teilstationären Einrichtungen.Die Zahl der Beschäftigten in Gesundheitseinrichtungen hat seit Beginn der Zeitreihe 2008 kontinuierlich zugenommen. Bis 2016 erhöhte sie sich insgesamt um 16,8 Prozent (Deutschland: plus 18,6 Prozent). Die meisten neuen Arbeitsplätze im Vergleich zum Vorjahr entstanden mit rund 1.900 Beschäftigten im Bereich der stationären und teilstationären Einrichtungen (plus 2 Prozent). Zu dieser Einrichtungsart zählen Krankenhäuser, Vorsorge- und Rehabilitationskliniken sowie stationäre und teilstationäre Pflegeeinrichtungen. Besonders stark nahm die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse in den Krankenhäusern zu. Der zweithöchste Anstieg im Gesundheitswesen erfolgte in den ambulanten Einrichtungen, zu denen u. a. Arztpraxen, Apotheken und ambulante Pflegeeinrichtungen gehören. Im Jahr 2016 erhöhte sich die Beschäftigtenzahl dieser Einrichtungen um knapp 1.500 auf 104.700. Besonders viele neue Arbeitsplätze entstanden im Teilbereich ambulante Pflege (plus 1.000 bzw. plus 7,1 Prozent).

Charakteristisch für das Gesundheitswesen ist der hohe Anteil weiblichen Personals. Im Jahr 2016 waren mehr als drei Viertel aller Beschäftigten im Gesundheitswesen Frauen (Deutschland: ebenfalls 76 Prozent). Besonders hoch fiel der weibliche Beschäftigungsanteil in den ambulanten (83 Prozent) und den stationären bzw. teilstationären Einrichtungen (80 Prozent) aus. Dabei gab es den höchsten Frauenanteil in der ambulanten sowie stationären und teilstationären Pflege.

Die Ergebnisse werden von der Arbeitsgruppe „Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder“ (AG GGRdL) berechnet. Die Gesundheitspersonalrechnung (GPR) wird für die Länder ab dem Berichtsjahr 2008 nach einheitlicher Methode durchgeführt.

Unter Gesundheitspersonal/Beschäftigten werden hier Beschäftigungsverhältnisse verstanden, sodass Personen mit mehreren Arbeitsverhältnissen in verschiedenen Einrichtungen auch mehrfach gezählt werden.

Das Gesundheitswesen ist gemäß SHA (System of Health Accounts) definiert. Es ist nicht identisch mit Abteilung 86 der aktuellen Wirtschaftszweigklassifikation WZ 2008.

Autorin: Dr. Melanie Nofz (Referat Analysen, Auftragsarbeiten, FDZ)

 

 

Gesundheitspersonal1 in Rheinland-Pfalz 2008 bis 2016 nach Art der Einrichtung
Art der EinrichtungInsgesamtWeibliche Beschäftigte
20152016Veränderung
2016 zu 2015
20152016Veränderung
2016 zu 2015
1.000%1.000%
Insgesamt258,3 262,4 1,6 196,3 199,7 1,7
Gesundheitsschutz1,4 1,4 -0,7 1,0 1,0 -1,1
Ambulante Einrichtungen103,3 104,7 1,4 84,9 86,5 1,9
Arztpraxen32,7 32,8 0,4 26,9 27,0 0,7
Zahnarztpraxen15,5 15,7 1,3 12,8 13,0 1,6
Praxen sonstiger medizinischer Berufe25,7 26,2 1,9 21,0 21,5 2,6
Apotheken10,5 10,1 -3,7 8,8 8,5 -3,2
im Einzelhandel5,3 5,4 1,0 3,4 3,4 1,8
Ambulante Pflege13,5 14,5 7,1 12,1 12,9 7,2
Stationäre/teilstationäre Einrichtungen92,9 94,8 2,0 74,5 75,8 1,7
Krankenhäuser56,8 57,8 1,7 43,7 44,4 1,5
Vorsorge-/Rehabilitationseinrichtungen5,5 5,6 1,7 4,2 4,2 1,4
Stationäre/teilstationäre Pflege30,6 31,4 2,6 26,6 27,2 2,2
Rettungsdienste3,0 3,1 2,7 0,9 1,0 4,0
in der Verwaltung10,6 10,6 0,2 6,5 6,6 1,1
Sonstige Einrichtungen20,1 20,6 2,6 15,3 15,6 2,2
Vorleistungseinrichtungen27,1 27,3 0,6 13,1 13,2 0,8
Quelle: Gesundheitspersonalrechnung der Länder; Stand: Januar 2018
1 Unter Gesundheitspersonal/Beschäftigten werden hier Beschäftigungsverhältnisse verstanden, sodass Personen mit mehreren Arbeitsverhältnissen in verschiedenen Einrichtungen auch mehrfach gezählt werden.

 

 

 

 

 

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news-2463Wed, 30 May 2018 08:12:58 +0200Wertschöpfung der Gesundheitswirtschaft 2017 erneut gestiegenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2463/In der rheinland-pfälzischen Gesundheitswirtschaft ist die Bruttowertschöpfung 2017 deutlich stärker gestiegen als im Vorjahr. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, betrug die Bruttowertschöpfung in jeweiligen Preisen 2017 gut 15 Milliarden Euro. Das waren 11,6 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung, die im Land erstellt wird. Preisbereinigt erhöhte sie sich gegenüber 2016 um 3,2 Prozent und lag damit um 2,3 Prozentpunkte über dem Zuwachs des Vorjahres.Zwischen 2008 und 2017 stieg die Wertschöpfung der Gesundheitswirtschaft nach derzeitigem Berechnungsstand preisbereinigt um 28 Prozent, während die gesamtwirtschaftliche Bruttowertschöpfung in diesem Zeitraum lediglich um zwölf Prozent zunahm. Mit dieser Wachstumsdynamik lag Rheinland-Pfalz im Vergleich der Länder an zweiter Stelle hinter Mecklenburg-Vorpommern.

Die Gesundheitswirtschaft hat eine große Bedeutung für den Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz. Im Jahr 2017 waren knapp 298.500 Personen in der rheinland-pfälzischen Gesundheitswirtschaft tätig. Da Teile der Branche sehr personalintensiv sind, lag der Anteil der Gesundheitswirtschaft an der Gesamtzahl der Erwerbstätigen 2017 mit 14,8 Prozent deutlich über dem Wertschöpfungsanteil. Von 2008 bis 2017 ist die Zahl der Erwerbstätigen in der Branche in Rheinland-Pfalz um 21 Prozent gestiegen (Erwerbstätigkeit insgesamt: plus 6 Prozent). Mit diesem Zuwachs lag das Land gemeinsam mit Hamburg auf Rang sieben unter den Bundesländern.

Anhand der Bruttowertschöpfung je Erwerbstätigen lassen sich Aussagen über die Produktivität der Branche treffen. Im Jahr 2017 entfiel in der rheinland-pfälzischen Gesundheitswirtschaft auf eine erwerbstätige Person eine Bruttowertschöpfung von rund 50.400 Euro. Folglich liegt die Produktivität in Rheinland-Pfalz um rund 2.000 Euro über dem Durchschnitt aller Bundesländer, aber deutlich unter der Bruttowertschöpfung der Gesamtwirtschaft (64.300 Euro). Die Produktivität der rheinland-pfälzischen Gesundheitswirtschaft ist von 2008 bis 2017 um 6,2 Prozent gestiegen. Im Durchschnitt der Länder nahm die Produktivitätsentwicklung um 1,8 Prozent ab.

Die Ergebnisse beruhen auf dem Wertschöpfungs-Erwerbstätigen-Ansatz, mit dem die Arbeitsgruppe „Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder“ (AG GGRdL) vergleichbare Daten zur Wertschöpfung und Erwerbstätigkeit für alle Bundesländer erstellt. Die hier von der AG GGRdL vorgelegten Ergebnisse sind konsistent zu den amtlichen Gesamtrechnungsergebnissen der AK VGRdL und ETR. Dies ermöglicht den Vergleich mit der Gesamtwirtschaft bzw. mit anderen Wirtschaftsbereichen der Bundesländer.

Als Gesundheitswirtschaft wird die wirtschaftszweigbezogene Abgrenzung der AG GGRdL nach der Klassifikation der Wirtschaftszweige 2008 (WZ 2008) verstanden. Weitergehende Informationen – auch zu der Berechnungsmethode – sind der Internetseite der Arbeitsgruppe www.ggrdl.de zu entnehmen.

Autorin: Dr. Melanie Nofz (Referat Analysen, Auftragsarbeiten, FDZ)

 

Bruttowertschöpfungder Gesundheitswirtschaft in Rheinland-Pfalz 2008 bis 2017
JahrGesundheitswirtschaft
in jeweiligen
Preisen
preisbereinigt, verkettetin jeweiligen
Preisen
KettenindexVeränderung gegenüber
dem Vorjahr
Anteil der Gesundheits- wirtschaft an der Gesamtwirtschaft
Mill. Euro2010 = 100%
20089.800,791,6x9,8
200910.387,194,02,610,7
201011.077,1100,06,410,8
201111.508,1104,34,310,7
201212.486,5110,25,711,3
201312.479,5108,2-1,811,1
201412.704,8105,8-2,210,9
201513.928,5113,06,811,4
201614.357,9114,00,911,5
201715.042,9117,73,211,6
Datenquellen: AG GGRdL, Wertschöpfungs-Erwerbstätigen-Ansatz, Berechnungsstand: Mai 2018; AK VGRdL, Berechnungsstand: August 2017/Februar 2018 (VGR des Bundes); Angaben ab 2013 vorläufig.

 

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news-2416Mon, 19 Mar 2018 14:12:20 +0100Gesundheitsberichterstattung um Indikatoren zur Beschäftigung und zu Ausgaben erweiterthttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2416/Im rheinland-pfälzischen Gesundheitswesen arbeiteten 2015 rund 256.000 Menschen. Für ärztliche Leistungen wurden 4,7 Milliarden Euro ausgegeben. Diese und weitere Informationen hält die Gesundheitsberichterstattung für Rheinland-Pfalz bereit, die vom Statistischen Landesamt in Bad Ems nun um Indikatoren zu der Beschäftigung und den Ausgaben im Gesundheitswesen erweitert wurde.Das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz stellt im Auftrag des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit, und Demografie ausgewählte statistische Basisdaten aus der Gesundheitsberichterstattung des Landes zur Verfügung.

Gesundheitswesen gewinnt als Arbeitgeber an Bedeutung

Zwischen 2008 und 2015 nahm die Zahl der Beschäftigten im rheinland-pfälzischen Gesundheitswesen um gut 33.000 Personen bzw. 15 Prozent zu. Den größten Zuwachs verzeichneten die ambulanten und stationären wie auch teilstationären Einrichtungen (plus 11.700 bzw. plus 11.000 Beschäftigte).

Gesundheitsausgaben seit 2008 um mehr als ein Viertel gestiegen

Im Jahr 2015 beliefen sich die Ausgaben für Waren und Dienstleistungen rund um die Gesundheit in Rheinland-Pfalz auf 17,3 Milliarden Euro. Das sind 28 Prozent bzw. 3,8 Milliarden Euro mehr als 2008. Die meisten Ausgaben entfielen auf Waren wie z. B. Arzneimittel (4,8 Milliarden Euro), auf ärztliche Leistungen (4,7 Milliarden Euro) sowie auf pflegerische und therapeutische Leistungen (4,5 Milliarden Euro). Die gesetzlichen Krankenversicherungen übernahmen insgesamt gut 55 Prozent der Gesundheitsausgaben. Außer bei den Leistungsarten „Investitionen“ und „Unterkunft/Verpflegung“ waren sie bei allen anderen Leistungsarten der größte Ausgabenträger. Mit 284 Millionen Euro bzw. 99 Prozent investierten die öffentlichen Haushalte am meisten in das Gesundheitswesen. Zu den Investitionen zählen beispielsweise Zuschüsse für Krankenhäuser. Als „Unterkunft/Verpflegung“ werden Hotelleistungen in stationären und teilstationären Einrichtungen bezeichnet. Größter Ausgabenträger dieser Leistungsart sind die privaten Haushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck.

Die Ausgaben für Güter und Dienstleistungen im ambulanten Bereich machten 2015 die Hälfte der Gesundheitsausgaben aus. Zum ambulanten Bereich zählen Arztpraxen und Apotheken. An zweiter Stelle folgen stationäre und teilstationäre Einrichtungen wie Krankenhäuser sowie Vorsorge- und Rehabilitationskliniken (37 Prozent).

Zur Gesundheitsberichterstattung

Die Ergebnisse basieren auf den Berechnungen der Arbeitsgruppe Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder (AG GGRdL).

Autorin: Dr. Melanie Nofz (Referat Analysen, Auftragsarbeiten, FDZ)

 

Gesundheitsausgaben in Rheinland-Pfalz 2015 nach Leistungsarten und Ausgabenträgern
Art der LeistungAusgabenträger
ins-
gesamt
öffent-liche
Haus-halte
gesetz- liche
Kranken-ver-siche-rung
soziale
Pflege-ver-siche-rung
gesetz-
liche
Renten-
versich-
erung
gesetzliche
Unfallver-sicherung
private
Kranken-
versich-
erung
Arbeit-
geber
private Haus-
halte u.
private
Organi-
sationen
o.
Erwerbs-
zweck
Mill. EUR
Insgesamt17.304 738 9.546 1.279 226 265 1.719 847 2.684
Investitionen288 284 0 -4 ----
laufende Gesundheitsausgaben17.016 454 9.546 1.279 222 265 1.719 847 2.684
Prävention/Gesundheitsschutz559 102 266 17 11 62 10 58 32
Ärztliche Leistungen4.676 39 3.118 -41 57 752 367 301
Pflegerische/therapeutische Leistungen4.450 215 1.948 1.184 76 49 243 156 578
Unterkunft/Verpflegung1.426 66 500 -65 12 78 59 646
Waren4.774 29 2.949 35 9 35 403 197 1.117
Transporte332 4 272 -6 13 19 8 10
Verwaltungsleistungen799 -492 43 15 36 213 --
Anmerkung: Differenzen bei der Summenbildung sind auf Rundungen in unterschiedlichen Berechnungsstufen zurückzuführen.
Datenquellen: Gesundheitsausgabenrechnung des Bundes (www.gbe-bund.de) und Gesundheitsausgabenrechnung der Länder (www.ggrdl.de); Berechnungsstand: Februar 2017.

 

 

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news-2399Thu, 22 Feb 2018 11:38:24 +0100Länderergebnisse zum Gesundheitswesen auf einen Blickhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2399/Die Arbeitsgruppe „Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder“, der das Statistische Landesamt in Bad Ems angehört, gibt in ihrer aktuellen Veröffentlichung erstmals einen Überblick über das Gesundheitswesen aller Bundesländer. Die Broschüre informiert unter anderem darüber, dass die rheinland-pfälzische Gesundheitswirtschaft im Vergleich der Bundesländer eine überdurchschnittliche Bedeutung hat. Überdurchschnittliche Wertschöpfung in der Gesundheitswirtschaft

In Rheinland-Pfalz wurde in der Gesundheitswirtschaft 2016 eine Bruttowertschöpfung in jeweiligen Preisen von rund 14,2 Milliarden Euro erzielt. Mit einem Anteil von gut 11 Prozent an der gesamten Wertschöpfung liegt Rheinland-Pfalz an achter Stelle und gut einen Prozentpunkt über dem Durchschnitt der Bundesländer.

15 Prozent der Erwerbstätigen arbeiten im Gesundheitswesen

Von den rund zwei Millionen rheinland-pfälzischen Erwerbstätigen waren 2016 etwa 15 Prozent bzw. 291.000 in der Gesundheitswirtschaft tätig. Damit lag das Land gut einen Prozentpunkt hinter Schleswig-Holstein, das den höchsten Anteil an Arbeitsplätzen in der Gesundheitswirtschaft aufwies.

Gesetzliche Krankenversicherung in allen Ländern wichtigster Ausgabenträger

Auf jede Rheinland-Pfälzerin bzw. jeden Rheinland-Pfälzer entfielen 2015 rechnerisch Gesundheitsausgaben in Höhe von 4.292 Euro. Dieser Wert liegt etwas über dem bundesdeutschen Durchschnitt (4.213 Euro pro Kopf). Der überwiegende Teil der Gesundheitsausgaben wird wie in den anderen Ländern durch die gesetzlichen Krankenversicherungen getragen. Im Jahr 2015 kamen sie in Rheinland-Pfalz für gut 55 Prozent der Ausgaben auf (Deutschland: 58 Prozent).

Download der Broschüre (PDF-Datei)

Ausführlichere Informationen zu den Gesundheitsökonomischen Gesamtrechnungen wie Definitionen und Berechnungsmethoden bietet die Internetseite der Arbeitsgruppe unter www.ggrdl.de.

Autorin: Melanie Nofz (Referat Analysen, Auftragsarbeiten, FDZ)

 

 

 

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news-2346Tue, 05 Dec 2017 08:22:48 +0100Folgen des Alkoholmissbrauchs zweithäufigste Ursache für Krankenhausbehandlungenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2346/Im Jahr 2016 wurden mehr als eine Millionen Patientinnen und Patienten mit Wohnort in Rheinland-Pfalz stationär in Krankenhäusern behandelt. Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes zwei Prozent mehr als im Jahr zuvor. Im Durchschnitt verbrachten sie gut sieben Tage im Krankenhaus.Häufigster Anlass für eine stationäre Behandlung war die Herzinsuffizienz (23.460 Fälle) mit einer durchschnittlichen Behandlungsdauer von zehn Tagen. Hierbei handelt sich um eine Erkrankung des Herzens, das aufgrund mangelnder Leistungsfähigkeit den Körper nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgen kann. Naturgemäß sind von dieser Krankheit eher ältere Menschen betroffen. Die Patientinnen und Patienten mit dieser Diagnose waren durchschnittlich 79 Jahre alt.

Alkoholmissbrauch und damit einhergehende Folgekrankheiten (z. B. alkoholische Leberzirrhose oder Pankreatitis) waren der zweithäufigste Grund für einen stationären Krankenhausaufenthalt (17.056 Fälle; durchschnittliche Behandlungsdauer: sieben Tage). Hiervon waren überwiegend Männer betroffen (73 Prozent). Häufigste Einzeldiagnose in diesem Bereich war die psychische Störung durch Alkoholmissbrauch mit 14.646 Fällen. Im Mittel waren die wegen Alkoholmissbrauchs und damit einhergehenden Folgeerkrankungen behandelten Patientinnen und Patienten 46 Jahre alt und damit jünger als der Durchschnitt aller Behandlungsfälle (56 Jahre). 1.507 behandelte Alkoholpatientinnen und -patienten waren Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren. In der Mehrzahl war bei den Jugendlichen eine akute Alkoholintoxikation der Anlass für die stationäre Aufnahme (1.425 Fälle). Verglichen mit dem Vorjahr ist bei den Kindern und Jugendlichen ein Anstieg der Behandlungsfälle um 3,5 Prozent zu verzeichnen.

Wegen Vorflimmerns mussten sich 15.411 Patientinnen und Patienten behandeln lassen. Hierbei handelt es sich um eine vorübergehende oder dauerhafte Herzrhythmusstörung, verbunden mit einem erhöhten Risiko für Schlaganfälle und Herzinsuffizienz. Die Patientinnen und Patienten waren im Durchschnitt 70 Jahre alt und verbrachten knapp fünf Tage im Krankenhaus. Männer (10.600) waren von dieser Diagnose sehr viel häufiger betroffen als Frauen (4.100).

Unter Rückenschmerzen, deren Ursachen einen Krankenhausaufenthalt nach sich zogen, leiden deutlich mehr Frauen als Männer. Mehr als 8.500 Patientinnen wurden im Jahr 2016 stationär behandelt (Männer: 5.400). Im Durchschnitt waren sie 63 Jahre alt.

Daten über stationär versorgte Patientinnen und Patienten erhält das Statistische Landesamt einmal jährlich von den Krankenhäusern. Die Angaben stammen aus der Krankenhausdiagnosestatistik und beziehen sich auf Personen, die bundesweit in einem Krankenhaus vollstationär behandelt wurden und ihren Wohnort in Rheinland-Pfalz haben. Behandelte Personen, die wiederholt auch mit der gleichen Diagnose stationär aufgenommen wurden, werden in der Statistik mehrfach gezählt.
Die Diagnosen werden nach der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten (ICD-10) gestellt. Jeder Krankenhausfall geht nur mit der Hauptdiagnose in die Statistik ein. Die Diagnosen werden in einer Differenzierung nach einer dreistelligen Systematik statistisch nachgewiesen. Bei den hier kommentierten Ergebnissen wurden die im Krankenhaus gesunden Neugeborenen nicht berücksichtigt.

Autorin: Charlotte Schmidt (Referat Soziale Leistungen, Gesundheit, Rechtspflege)

 

Stationäre Behandlungsfälle 2016 nach den am häufigsten vorkommenden Einzeldiagnosen1
DiagnoseInsgesamtDavonDurch-schnittliche VerweildauerDurch-schnittliches Alter
FrauenMänner
AnzahlAnzahlRang2AnzahlRang2TageJahre
I50 Herzinsuffizienz23.46012.045111.415 110,278,6
I48 Vorhofflimmern, Vorhofflattern15.4117.21868.193 54,770,0
F10 Psychische Störung durch Alkoholmissbrauch14.6464.0652910.581 26,543,7
M54 Rückenschmerzen13.8998.51235.387 167,860,9
S06 Intrakranielle Verletzung (Schädel-Hirn-Trauma)13.5846.41587.169 93,744,3
I10 Essentielle (primäre) Hypertonie13.3319.03424.297 214,468,7
I63 Hirninfarkt12.8205.97696.844 1011,673,0
J18 Pneumonie, Erreger nicht näher bezeichnet12.8065.561157.245 89,065,0
I20 Angina pectoris12.6684.438248.230 44,167,6
K80 Cholelithiasis (Gallensteine)12.3067.76744.539 196,458,8
J44 Sonstige chronische obstruktive Lungenkrankheit (COPD)12.1975.673146.524 118,870,2
G47 Schlafstörungen11.9573.178428.779 31,857,8
I21 Akuter Myokardinfarkt11.5703.814317.756 67,669,3
A09 Diarrhoe u. Gastroenteritis infekt. Ursprungs9.9545.788114.166 233,539,3
R07 Hals- und Brustschmerzen9.9524.558215.394 152,254,9
R55 Synkope und Kollaps9.8555.322174.533 204,361,0
M51 Sonstige Bandscheibenschäden9.7414.659205.082 177,955,1
M16 Koxarthrose (Arthrose des Hüftgelenkes)9.6185.744123.874 2610,667,6
M17 Gonarthrose (Arthrose des Kniegelenkes)9.2445.354163.890 2511,268,0
C34 Bösartige Neubildung der Bronchien und der Lunge9.2243.651345.573 148,066,8
1 Rangfolge gemessen an den Patienten insgesamt ohne Berücksichtigung der gesunden Lebendgeborenen (ICD: Z38) als Einzeldiagnose.
2 Geschlechtsspezifische Rangfolge.

 

 

 

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news-2333Mon, 20 Nov 2017 11:36:46 +0100Krankenhauskosten auf Rekordniveauhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2333/In den rheinland-pfälzischen Krankenhäusern fielen im Jahr 2016 Gesamtkosten in Höhe von rund 4,6 Milliarden Euro an. Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes vier Prozent mehr als im Vorjahr. Mit rund drei Milliarden Euro entfielen 64 Prozent auf Personalkosten. Diese stiegen im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent. Die Sachkosten für die stationäre Versorgung erhöhten sich gegenüber dem Jahr 2015 ebenfalls um gut vier Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Darin enthalten sind pflegesatzfähige Instandhaltungskosten von nahezu 172 Millionen Euro (plus 7 Prozent). Hierbei handelt es sich um Investitionskosten für die Instandhaltung im stationären Bereich, z. B. die Erneuerung von Fenstern oder Bodenbelägen. 138 Millionen Euro entfielen auf Steuern, Zinsen und ähnliche Aufwendungen sowie auf Kosten der Ausbildungsstätten und Aufwendungen für den Ausbildungsfonds. In den Gesamtkosten waren Ausgaben in Höhe von 489 Millionen Euro für nichtstationäre Leistungen enthalten, etwa für ambulante, vor- und nachstationäre Leistungen sowie für wissenschaftliche Forschung und Lehre. Demnach beliefen sich 2016 die bereinigten Kosten der stationären Krankenhausversorgung auf 4,2 Milliarden Euro.

Behandlungskosten pro Fall bei durchschnittlich 4.301 Euro

Im Jahr 2016 wurden 966.400 Patientinnen und Patienten vollstationär behandelt. Das waren fast drei Prozent mehr als im vorangegangenen Jahr. Die stationären Krankenhauskosten je Fall lagen bei durchschnittlich 4.301 Euro und damit um 1,7 Prozent höher als im Jahr zuvor (4.228 Euro).

Das Statistische Bundesamt errechnet – nach Vorgaben des Krankenhausentgeltgesetzes – den sogenannten Orientierungswert für Krankenhäuser. Dieser Wert gibt die durchschnittliche jährliche prozentuale Veränderung der Krankenhauskosten wieder, die ausschließlich auf Preis- oder Verdienständerungen zurückzuführen ist. Für den Zeitraum des zweiten Halbjahres 2016 und des ersten Halbjahres 2017 beträgt der Orientierungswert im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum 2,11 Prozent. Informationen zu Methodik und Berechnungsgrundlagen

Die Ergebnisse basieren auf den jährlichen Meldungen der Krankenhäuser.

Autorin: Charlotte Schmidt (Referat Auswertungen, Analysen Abteilung 1)

 

Entwicklung der Kosten nach ausgewählten Kostenarten 2006–2016
Kosten200620152016Veränderung 2016 zu
20062015
Mill. Euro%
Personalkosten insgesamt1.979,92.851,72.961,549,63,9
darunter:
ärztlicher Dienst515,8865,6905,775,64,6
Pflegedienst686,6896,3915,533,32,1
medizinisch-technischer Dienst242,9393,6409,968,74,1
Sachkosten insgesamt1.038,51.484,21.546,748,94,2
darunter:
Lebensmittel56,584,785,851,81,3
medizinische Bedarfe500,7727,4763,252,44,9
Energie76,298,794,624,0-4,2
pflegesatzfähige Instandhaltungskosten142,1159,8171,520,77,3
Zinsen und ähnliche Aufwendungen, Steuern16,322,521,330,6-5,0
Kosten der Ausbildungsstätten20,933,336,071,77,8
Aufwendungen für den Ausbildungsfonds-72,380,9-11,9
Gesamtkosten3.055,74.464,04.646,552,14,1
Abzüge für nichtstationäre Leistungen323,0480,8489,551,51,8
Bereinigte Kosten1 insgesamt2.732,73.983,24.157,052,14,4
1 Gesamtkosten bereinigt um Abzüge für nichtstationäre Leistungen.

 

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news-2306Tue, 10 Oct 2017 09:58:00 +0200Gesundheitsausgaben 2015 erneut gestiegenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2306/Die Gesundheitsausgaben sind im Jahr 2015 erneut gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems wurden in Rheinland-Pfalz 17,3 Milliarden Euro für Waren und Dienstleistungen rund um die Gesundheit ausgegeben. Das waren 0,8 Milliarden Euro bzw. 4,6 Prozent mehr als 2014 (Deutschland: plus 4,5 Prozent).Zwischen 2008 und 2015 haben sich die Gesundheitsausgaben im Land insgesamt um 28,5 Prozent erhöht (Deutschland: plus 29 Prozent). Mit einem durchschnittlichen jährlichen Zuwachs von 3,6 Prozent sind die Gesundheitsausgaben in diesem Zeitraum stärker gestiegen als das Bruttoinlandsprodukt, das in jeweiligen Preisen um durchschnittlich 2,8 Prozent pro Jahr zulegte.

Auf jede Rheinland-Pfälzerin bzw. jeden Rheinland-Pfälzer entfielen 2015 rechnerisch Gesundheitsausgaben in Höhe von 4.292 Euro. Die Ausgaben pro Person lagen etwas über dem Bundesdurchschnitt, der sich auf 4.213 Euro belief. Ein großer Teil der Gesundheitsausgaben wird durch die Gesetzliche und Private Krankenversicherung getragen. Im Jahr 2015 kamen sie zusammen für knapp zwei Drittel der Ausgaben auf (Rheinland-Pfalz: 65 Prozent; Deutschland: 67 Prozent). Der Anteil der gesetzlichen Krankenkassen an den Gesundheitsausgaben des Landes belief sich auf 55 Prozent, während die privaten Krankenversicherungen gut zehn Prozent beisteuerten. Damit hat die Private Krankenversicherung in Rheinland-Pfalz einen überdurchschnittlichen Stellenwert; in Deutschland lag ihr Anteil bei 8,9 Prozent. Für jede Einwohnerin bzw. jeden Einwohner wendeten beide Ausgabenträger in Rheinland-Pfalz im Schnitt 2.793 Euro auf.

Ein Teil der Gesundheitsausgaben wird von den privaten Haushalten unmittelbar gezahlt. Dazu zählen z. B. Zuzahlungen zu Leistungen der Krankenversicherungen sowie Direktkäufe von gesundheitsbezogenen Waren und Dienstleistungen. In Rheinland-Pfalz erreichten die Gesundheitsausgaben der Privathaushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck 2015 einen Anteil von 15,5 Prozent (Deutschland: 13,4 Prozent) und lagen mit 666 Euro pro Kopf deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 564 Euro. Die Soziale Pflegeversicherung trug in dem Berichtsjahr 7,4 Prozent der Gesundheitsausgaben (Deutschland: 8,1 Prozent). In Rheinland-Pfalz fielen beim Träger Soziale Pflegeversicherung Gesundheitsausgaben von 317 Euro je Einwohnerin bzw. Einwohner an (Deutschland: 343 Euro).

Die Ergebnisse werden von der Arbeitsgruppe „Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder“ (AG GGRdL) berechnet. Erstmalig können für alle Bundesländer vergleichbare Ergebnisse zu den Gesundheitsausgaben nach Ausgabenträgern für die Jahre 2008 bis 2015 bereitgestellt werden.
Weitergehende Informationen – auch zu der Berechnungsmethode – sind der Internetseite der Arbeitsgruppe www.ggrdl.de zu entnehmen.

Autorin: Melanie Nofz (Referat Analysen, Auftragsarbeiten, FDZ)

 

 

Ausgabenträger20082009201020112012201320142015
Mill. Euro
Insgesamt13.471,2 14.104,2 14.613,6 14.930,8 15.311,5 15.865,8 16.547,2 17.304,4
Öffentliche Haushalte649,5 703,7 706,0 678,8 686,4 689,6 719,9 738,0
Gesetzliche Krankenversicherung7.370,3 7.702,5 7.932,6 8.078,2 8.260,2 8.668,3 9.153,4 9.545,8
Soziale Pflegeversicherung863,0 896,7 949,3 963,6 1.026,9 1.085,5 1.152,6 1.279,0
Gesetzliche Rentenversicherung203,8 197,3 201,0 203,8 210,1 216,9 224,9 226,0
Gesetzliche Unfallversicherung213,2 222,3 229,8 236,8 243,1 247,8 257,7 264,9
Private Krankenversicherung1.423,8 1.492,9 1.544,2 1.606,9 1.609,8 1.654,8 1.651,4 1.719,2
Arbeitgeber656,5 680,5 707,1 730,4 738,5 775,6 806,6 847,0
Private Haushalte und private Organisationen ohne Erwerbszweck2.091,2 2.208,3 2.343,5 2.432,3 2.536,5 2.527,4 2.580,7 2.684,4
Messzahl: 2008=100
Insgesamt100 104,7 108,5 110,8 113,7 117,8 122,8 128,5
Öffentliche Haushalte100 108,3 108,7 104,5 105,7 106,2 110,8 113,6
Gesetzliche Krankenversicherung100 104,5 107,6 109,6 112,1 117,6 124,2 129,5
Soziale Pflegeversicherung100 103,9 110,0 111,7 119,0 125,8 133,6 148,2
Gesetzliche Rentenversicherung100 96,8 98,7 100,0 103,1 106,5 110,4 110,9
Gesetzliche Unfallversicherung100 104,3 107,8 111,1 114,0 116,2 120,9 124,2
Private Krankenversicherung100 104,9 108,5 112,9 113,1 116,2 116,0 120,7
Arbeitgeber100 103,6 107,7 111,3 112,5 118,1 122,9 129,0
Private Haushalte und private Organisationen ohne Erwerbszweck100 105,6 112,1 116,3 121,3 120,9 123,4 128,4
Datenquellen: Gesundheitsausgabenrechnung der Länder, Stand: Februar 2017
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news-2267Fri, 18 Aug 2017 10:00:00 +0200Drei Prozent mehr Krankenhauspatienten im Jahr 2016http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2267/In den 69 rheinland-pfälzischen allgemeinen Krankenhäusern wurden im Jahr 2016 fast 929.000 Patientinnen und Patienten vollstationär versorgt. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, hat die Zahl der Behandlungsfälle im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent zugenommen.Die Zahl der für die vollstationäre Versorgung erbrachten Behandlungstage blieb mit 6,1 Millionen gegenüber 2015 annähernd gleich (2015: 6,0 Millionen). Durchschnittlich verbrachte jede Patientin oder jeder Patient 6,6 Tage im Krankenhaus (2015: 6,7 Tage). Der Auslastungsgrad der Einrichtungen lag bei 72 Prozent, das ist der höchste Wert seit 2003.

Fachkliniken für Psychiatrie und Neurologie
Neben den allgemeinen Krankenhäusern mit einem breiten Spektrum an Fachabteilungen gab es noch 14 Fachkliniken für Psychiatrie und Neurologie. Im Jahr 2016 wurden nahezu 37.500 Patientinnen und Patienten in diesen Krankenhäusern behandelt; gegenüber 2015 verringerte sich die Zahl leicht (2015: 38.500). Im Zehnjahresvergleich haben sich die Patientenzahlen jedoch deutlich erhöht (2006: 26.900). Die Patienten verbrachten im Jahr 2016 durchschnittlich 20 Tage in der Einrichtung, dies ist nur unmerklich mehr als im  Jahr 2015 (19,2 Tage). Die psychiatrischen Krankenhäuser mit ihren 2.175 Betten weisen eine Auslastung von 94 Prozent aus.

Ambulante, vor-, nach- und teilstationäre Behandlungen
Neben der klassischen vollstationären Unterbringung werden in den Krankenhäusern (allgemeine und psychiatrische Krankenhäuser sowie Tageskliniken) seit Jahren verstärkt ambulante und teilstationäre Leistungen sowie vor- und nachstationäre Behandlungen erbracht. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 84.100 Patientinnen und Patienten ambulant operiert. Das waren zwei Prozent mehr als 2015. Annähernd 22.000 Patientinnen und Patienten wurden teilstationär – also maximal 24 Stunden – behandelt. In mehr als 186.100 Fällen erfolgte eine vorstationäre Behandlung, in der eine vollstationäre Behandlung abgeklärt oder vorbereitet wird. Nachstationäre Behandlungen, die den Behandlungserfolg eines vorangegangenen stationären Aufenthaltes sichern sollen, wurden in mehr als 33.000 Fällen erbracht.

Die Zahlen stammen aus der Krankenhausstatistik. Einmal im Jahr liefern die Krankenhäuser Eckdaten zur Krankenhausversorgung an das Statistische Landesamt.

Autorin: Charlotte Schmidt (Referat Auswertungen, Analysen Abteilung 1)

 

Ausgewählte Kennzahlen der vollstationären Versorgung in Krankenhäusern 2006, 2015 und 2016
Merkmal200620152016Veränderung 2016 zu
20062015
Anzahl%
Einrichtungen959086-9,5-4,4
Betten25.66125.28225.248-1,6-0,1
Belegbetten2.0341.239989-51,4-20,2
Vollstationär behandelte Patienten822.966942.187966.43317,42,6
Behandlungstage6.732.0216.760.7286.860.8131,91,5
Durchschnittliche Bettenauslastung in %71,973,374,23,21,2
Durchschnittliche Verweildauer in Tagen8,27,27,1-13,4-1,4
davon: in allgemeinen Krankenhäusern
Einrichtungen857369-18,8-5,5
Betten23.84623.14023.073-3,2-0,3
Belegbetten2.0341.239989-51,4-20,2
Vollstationär behandelte Patienten796.098903.680928.96216,72,8
Behandlungstage6.131.0376.021.2926.112.693-0,31,5
Durchschnittliche Bettenauslastung in %70,471,372,42,81,5
Durchschnittliche Verweildauer in Tagen7,76,76,6-14,3-1,5
davon: in psychiatrischen Krankenhäusern
Einrichtungen10141440,00,0
Betten1.8152.1422.17519,81,5
Vollstationär behandelte Patienten26.86838.50737.47239,5-2,7
Behandlungstage600.984739.436748.12024,51,2
Durchschnittliche Bettenauslastung in %90,794,694,23,9-0,4
Durchschnittliche Verweildauer in Tagen22,419,220,0-10,94,0
Ambulante Operationen sowie teil-, vor- und nachstationäre Behandlungsfälle in Krankenhäusern 2006, 2015 und 2016
Merkmal200620152016Veränderung 2016 zu
20062015
Anzahl%
Ambulante Operationen55.92882.45184.14250,42,1
Teilstationäre Behandlungsfälle16.57523.25221.94532,4-5,6
Vorstationäre Behandlungsfälle99.205191.213186.10687,6-2,7
Nachstationäre Behandlungsfälle19.96832.89633.04965,50,5
davon: in allgemeinen Krankenhäusern
Ambulante Operationen55.92882.45184.14250,42,1
Teilstationäre Behandlungsfälle14.13317.17116.49816,7-3,9
Vorstationäre Behandlungsfälle97.791186.891181.70085,8-2,8
Nachstationäre Behandlungsfälle19.89030.88930.64154,1-0,8
davon: in psychiatrischen Krankenhäusern
Teilstationäre Behandlungsfälle1.9205.3234.709145,3-11,5
Vorstationäre Behandlungsfälle1.4144.3224.406211,61,9
Nachstationäre Behandlungsfälle782.0072.4082987,220,0
davon: in Tageskliniken
Teilstationäre Behandlungsfälle52275873841,4-2,6
Vorstationäre Behandlungsfälle-----
Nachstationäre Behandlungsfälle-----

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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news-2246Wed, 26 Jul 2017 09:33:25 +0200Überdurchschnittlich hohe Bedeutung der Gesundheitswirtschafthttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2246/Die Gesundheitswirtschaft erbringt einen bedeutenden Beitrag zur Wirtschaftsleistung in Rheinland-Pfalz. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes lag ihre Bruttowertschöpfung 2016 bei 14,2 Milliarden Euro. Das waren 11,3 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung, die im Land erstellt wird (Länderdurchschnitt: 10,1 Prozent).Die Gesundheitswirtschaft wächst sehr dynamisch. Zwischen 2008 und 2016 ist ihre Wertschöpfung in Rheinland-Pfalz preisbereinigt um 23 Prozent gestiegen, während die gesamtwirtschaftliche Bruttowertschöpfung in diesem Zeitraum lediglich um zehn Prozent zunahm. Mit dieser Wachstumsdynamik lag Rheinland-Pfalz im Vergleich der Länder an fünfter Stelle. Zu dieser Entwicklung trug wesentlich der zentrale Bereich „Gesundheits- und Sozialwesen“ bei, zu dem u. a. die ambulante und stationäre Gesundheitsversorgung in Arztpraxen und Krankenhäusern zählt. So belief sich der Anteil des Gesundheits- und Sozialwesens an der Wertschöpfung der rheinland-pfälzischen Gesundheitswirtschaft im Jahr 2014 – aktuellere Zahlen liegen noch nicht vor – auf 61 Prozent (Länderdurchschnitt: 68,3 Prozent).

Die Gesundheitswirtschaft hat eine große Bedeutung für den Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz. Da Teile der Branche sehr personalintensiv sind, lag der Anteil dieses Querschnittsbereichs an der Gesamtzahl der Erwerbstätigen im Jahr 2016 mit 14,5 Prozent über dem Wertschöpfungsanteil. Im Durchschnitt der Länder belief sich der Anteil der Gesundheitswirtschaft an den Erwerbstätigen auf 13,5 Prozent. Von 2008 bis 2016 ist die Zahl der Erwerbstätigen in der Branche in Rheinland-Pfalz um 17,8 Prozent gestiegen (Erwerbstätigkeit insgesamt: plus 4,9 Prozent). Damit lag das Land im Vergleich der Bundesländer gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen auf Rang fünf.

Die Ergebnisse beruhen auf dem Wertschöpfungs-Erwerbstätigen-Ansatz, mit dem die Arbeitsgruppe „Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder“ (AG GGRdL) vergleichbare Daten zur Wertschöpfung und Erwerbstätigkeit für alle Bundesländer erstellt.

Als Gesundheitswirtschaft wird die wirtschaftszweigbezogene Abgrenzung der AG GGRdL nach der Klassifikation der Wirtschaftszweige 2008 (WZ 2008) verstanden. Weitergehende Informationen – auch zu der Berechnungsmethode – sind der Internetseite der Arbeitsgruppe www.ggrdl.de zu entnehmen.

Autorin: Melanie Nofz (Referat Analysen, Auftragsarbeiten, FDZ)

 

Bruttowertschöpfungder Gesundheitswirtschaft in Rheinland-Pfalz 2008 bis 2016
JahrGesundheitswirtschaft
in jeweiligen
Preisen
preisbereinigt, verkettetin jeweiligen
Preisen
KettenindexVeränderung gegenüber
dem Vorjahr
Anteil der Gesundheits- wirtschaft an der Gesamtwirtschaft
Mill. €2010 = 100%
20089.800,791,6x9,8
200910.387,194,02,610,7
201011.077,1100,06,410,8
201111.508,2104,34,310,7
201212.486,6110,25,711,3
201312.536,9108,7-1,411,1
201412.741,5106,1-2,411,0
201513.878,8112,76,211,4
201614.185,1112,70,011,3
Datenquellen: Wertschöpfungs-Erwerbstätigen-Ansatz der Länder; Berechnungsstand: Juli 2017
Erwerbstätige in der Gesundheitswirtschaft in Rheinland-Pfalz 2008 bis 2016
JahrGesundheitswirtschaft
ErwerbstätigeMesszahlVeränderung gegenüber
dem Vorjahr
Anteil der Gesundheits- wirtschaft an der Gesamtwirtschaft
1.000 Personen2010 = 100%
2008246,895,4x12,9
2009253,497,92,713,3
2010258,8100,02,113,6
2011261,3101,01,013,5
2012265,5102,61,613,6
2013269,5104,11,513,8
2014276,7106,92,714,1
2015284,1109,82,614,3
2016290,7112,32,314,5
Datenquellen: Wertschöpfungs-Erwerbstätigen-Ansatz der Länder; Berechnungsstand: Juli 2017

 

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news-2196Thu, 18 May 2017 09:05:50 +0200Beschäftigung im Gesundheitswesen 2015 erneut gestiegenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2196/Im rheinland-pfälzischen Gesundheitswesen waren im Jahr 2015 rund 256.000 Beschäftigte tätig. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems entspricht dies einem Anstieg von 3.800 Beschäftigten bzw. 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr (Deutschland: plus 2,1 Prozent). Die meisten neuen Arbeitsplätze entstanden in stationären und teilstationären Pflegeeinrichtungen.Das Gesundheitswesen gewinnt als Arbeitgeber weiter an Bedeutung. Die Zahl der Beschäftigten in Gesundheitseinrichtungen hat seit Beginn der Zeitreihe 2008 kontinuierlich zugenommen. Bis 2015 erhöhte sie sich insgesamt um 14,9 Prozent (Deutschland: plus 16,1 Prozent). Mit rund 1.800 Beschäftigten mehr als im Jahr 2014 entstanden die meisten neuen Arbeitsplätze im Bereich der stationären und teilstationären Einrichtungen. Zu diesen Arbeitgebern zählen Krankenhäuser, Vorsorge- und Rehabilitationskliniken sowie stationäre und teilstationäre Pflegeeinrichtungen. Ein besonders starkes Plus verzeichneten die Einrichtungen der stationären und teilstationären Pflege (plus 1.300). Der zweithöchste Anstieg erfolgte in den ambulanten Einrichtungen, zu denen u. a. Arztpraxen und Apotheken gehören. Im Jahr 2015 erhöhte sich die Beschäftigtenzahl dieser Einrichtungen um knapp 900 auf 103.000. Den stärksten Zuwachs gab es dabei im Bereich der ambulanten Pflege (plus 800 Beschäftigte). Zurückzuführen sind die gestiegenen Beschäftigtenzahlen in den Pflegeeinrichtungen auf das zu Beginn des Jahres 2015 in Kraft getretene Pflegestärkungsgesetz, das u. a. eine bessere Betreuung in stationären Pflegeeinrichtungen vorsieht.

Das Gesundheitswesen zeichnet sich durch einen hohen Anteil weiblichen Personals aus. Im Jahr 2015 lag der Anteil der Frauen an allen Beschäftigten in Gesundheitseinrichtungen bei 76 Prozent (Deutschland: ebenfalls 76 Prozent), was einer Anzahl von 194.600 weiblichen Beschäftigten entspricht. Am höchsten waren die Frauenanteile in den ambulanten (82 Prozent) und den stationären bzw. teilstationären Einrichtungen (80 Prozent).

Die Ergebnisse werden von der Arbeitsgruppe „Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder“ (AG GGRdL) berechnet. In diesem Jahr konnten erstmals Ergebnisse zum Gesundheitspersonal für alle 16 Bundesländer bereitgestellt werden.

Unter Gesundheitspersonal bzw. Beschäftigten werden Beschäftigungsverhältnisse verstanden, sodass Personen mit mehreren Arbeitsverhältnissen in verschiedenen Einrichtungen mehrfach gezählt werden.

Das Gesundheitswesen ist gemäß SHA (System of Health Accounts) definiert. Es ist nicht identisch mit Abteilung 86 der aktuellen Wirtschaftszweigklassifikation.

Autorin: Melanie Nofz (Referat Analysen, Auftragsarbeiten, FDZ)

 

Gesundheitspersonal1 in Rheinland-Pfalz 2008 bis 2015 nach Art der Einrichtung
Art der EinrichtungAnzahlVeränderung
2015 zu 2014
20082009201020112012201320142015
1.000%
Insgesamt222,8 230,0 235,2 240,8 242,4 247,1 252,1 256,0 1,5
Gesundheitsschutz1,2 1,2 1,2 1,3 1,4 1,3 1,3 1,3 0,9
Ambulante Einrichtungen91,3 93,5 95,1 96,2 97,5 99,3 102,1 103,0 0,9
Arztpraxen32,2 32,1 32,0 32,1 32,1 32,2 32,6 32,7 0,2
Zahnarztpraxen13,9 14,1 14,4 14,6 14,8 15,1 15,3 15,5 1,0
Praxen sonstiger medizinischer Berufe19,4 20,6 21,6 22,4 23,3 24,3 25,6 25,5 -0,6
Apotheken11,5 11,4 11,4 10,9 10,7 10,7 10,6 10,5 -1,0
im Einzelhandel4,5 4,7 4,8 4,9 5,1 5,1 5,3 5,4 1,3
Ambulante Pflege9,9 10,5 10,9 11,3 11,5 11,9 12,7 13,5 6,6
Stationäre/teilstationäre Einrichtungen81,9 84,3 86,3 89,1 89,7 90,4 91,1 92,9 2,0
Krankenhäuser50,9 52,2 53,0 54,9 55,5 56,0 56,3 56,8 0,9
Vorsorge-/Rehabilitationseinrichtungen5,7 5,7 5,9 5,8 5,7 5,5 5,5 5,5 -0,7
Stationäre/teilstationäre Pflege25,3 26,4 27,4 28,4 28,4 28,8 29,4 30,6 4,4
Rettungsdienste2,3 2,3 2,3 2,4 2,4 2,5 2,7 2,9 8,8
in der Verwaltung9,0 9,4 9,9 9,7 10,1 10,3 10,5 10,6 1,3
Sonstige Einrichtungen13,5 14,9 15,4 15,7 16,5 17,0 17,5 18,2 4,1
Vorleistungseinrichtungen23,6 24,4 24,9 26,3 24,9 26,3 27,0 27,1 0,3
Quelle: Gesundheitspersonalrechnung der Länder; Stand: Januar 2017
1 Unter Gesundheitspersonal/Beschäftigten werden hier Beschäftigungsverhältnisse verstanden, sodass Personen mit mehreren Arbeitsverhältnissen in verschiedenen Einrichtungen auch mehrfach gezählt werden.

 

 

 

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news-2138Wed, 15 Feb 2017 12:41:00 +0100Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder Arbeitsgruppe publiziert Gemeinschaftsveröffentlichunghttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2138/Gut 250.000 Beschäftigte in Rheinland-Pfalz, eine Wertschöpfung von knapp 14 Milliarden Euro und Ausgaben von mehr als 4.000 Euro pro Kopf: Das sind Kennzahlen des Gesundheitssektors, den die Arbeitsgruppe „Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder“ jetzt in einer gut 30-seitige Veröffentlichung porträtiert. „Aufgrund des wachsenden Gesundheitsbewusstseins des Menschen und der zunehmenden Alterung der Gesellschaft steigt die Bedeutung der Gesundheitswirtschaft stetig. Die Broschüre gibt einen fundierten Überblick über die Bedeutung der Gesundheitswirtschaft in Rheinland-Pfalz und den anderen Bundesländern“, so der Präsident des Statistischen Landesamtes Jörg Berres.Gesundheitswesen gewinnt als Arbeitgeber an Bedeutung

Im rheinland-pfälzischen Gesundheitswesen waren 2014 rund 252.100 Personen beschäftigt. Das waren 13 Prozent bzw. 29.500 mehr als 2008 (Deutschland: plus 14 Prozent). Auf 1.000 Einwohnerinnen oder Einwohner kommen knapp 63 Beschäftigte im Gesundheitswesen. Damit liegt Rheinland-Pfalz im Vergleich der Länder, für die eine Gesundheitspersonalrechnung durchgeführt wird, auf Rang sieben.

Die bedeutendsten Arbeitgeber im Gesundheitswesen sind die ambulanten Einrichtungen, zu denen u. a. Arzt- und Zahnarztpraxen sowie Apotheken gehören. Hier arbeiteten 2014 101.800 Menschen, das waren 40 Prozent aller Beschäftigten im rheinland-pfälzischen Gesundheitswesen. Die stationären und teilstationären Einrichtungen wie Krankenhäuser und stationäre Pflegeeinrichtungen sind der zweitgrößte Arbeitgeber. In dieser Einrichtungsart arbeiteten 91.100 Beschäftigte (36 Prozent der im Gesundheitswesen Beschäftigten).

Das Gesundheitswesen zeichnet sich durch einen hohen Anteil weiblichen Personals aus. Im Jahr 2014 waren in Rheinland-Pfalz in diesem Wirtschaftsbereich 192.000 Frauen tätig, was einem Anteil von 76 Prozent entspricht (Deutschland: ebenfalls 76 Prozent).

Pro-Kopf-Ausgaben für die Gesundheit überdurchschnittlich

Auf jede Rheinland-Pfälzerin bzw. jeden Rheinland-Pfälzer entfielen 2014 rechnerisch Gesundheitsausgaben in Höhe von 4.081 Euro. Damit lag Rheinland-Pfalz etwas über dem bundesdeutschen Durchschnitt (4.050 Euro pro Kopf). Der Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt erhöhte sich seit 2008 um 0,9 Prozentpunkte und betrug 2014 knapp 13 Prozent.

Den überwiegenden Teil der Gesundheitsausgaben tragen die Gesetzlichen Krankenversicherungen, die im Jahr 2014 in Rheinland-Pfalz für 56 Prozent der Ausgaben aufkamen (Deutschland: 58 Prozent).

Die Gesundheitswirtschaft erbringt einen wesentlichen Beitrag zur Wirtschaftsleistung

In Rheinland-Pfalz wurde in der Gesundheitswirtschaft 2015 eine Bruttowertschöpfung in jeweiligen Preisen von gut 14 Milliarden Euro erzielt. Mit einem Anteil von knapp 12 Prozent an der gesamten Wertschöpfung ist das Rang sieben unter den Bundesländern.

Von den rheinland-pfälzischen Erwerbstätigen (knapp zwei Millionen) waren 2015 etwa 14 Prozent bzw. 279.000 in der Gesundheitswirtschaft tätig. Damit lag Rheinland-Pfalz auf Rang fünf und gut einen Prozentpunkt hinter Schleswig-Holstein, das den höchsten Anteil an Arbeitsplätzen in der Gesundheitswirtschaft aufwies.

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Der Arbeitsgruppe „Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder“ (AG GGRdL) gehören derzeit elf Bundesländer an (Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen).

Die Gesundheitsausgabenrechnung (GAR) und die Gesundheitspersonalrechnung (GPR) werden für diese elf Länder für die Berichtsjahre 2008 bis 2014 nach einheitlicher Methode durchgeführt. Das Gesundheitswesen wird nach dem System of Health Accounts (SHA) abgegrenzt, das nicht mit Abteilung 86 der aktuellen Wirtschaftszweigklassifikation identisch ist. Der Wertschöpfungs-Erwerbstätigen-Ansatz wird für alle 16 Bundesländer für die Jahre 2008 bis 2015 berechnet und beruht auf der wirtschaftszweigbezogenen Abgrenzung der Gesundheitswirtschaft.

Weitergehende Informationen zur Berechnungsmethode sind der Internetseite der Arbeitsgruppe www.ggrdl.de zu entnehmen.

Autorin: Melanie Nofz (Referat Analysen/Auftragsarbeiten/FDZ)

 

 

 

 

 

 

 

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news-2072Fri, 18 Nov 2016 08:31:00 +0100Mehr als 6.500 Fälle von Alkoholvergiftung stationär behandelthttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2072/Im Jahr 2015 wurden insgesamt 6.589 Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer wegen eines akuten Alkoholrauschs stationär in Krankenhäusern behandelt. Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes 538 Personen bzw. 7,5 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Fast 70 Prozent der behandelten Personen waren männlich (4.575 Patienten), aber auch rund 2.000 Mädchen und Frauen landeten aufgrund übermäßigen Konsums von Alkohol im Krankenhaus.

Gut ein Fünftel der stationär behandelten Alkoholpatientinnen und -patienten waren Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren (1.375 Behandlungsfälle bzw. 21 Prozent), der Großteil von ihnen war zwischen 15 und 19 Jahre alt (1.233 Behandlungsfälle). Bezogen auf 1.000 Gleichaltrige mussten sich 4,7 weibliche und 6,7 männliche 15- bis 19-Jährige wegen exzessiven Alkoholkonsums einem stationären Krankenhausaufenthalt unterziehen, bei den unter 15-Jährigen waren es 1,1 Mädchen bzw. 0,8 Jungen. Verglichen mit dem Vorjahr ist bei den Kindern und Jugendlichen lediglich für die Gruppe der männlichen 15- bis 19-Jährigen ein Rückgang der Behandlungsquote zu verzeichnen (minus 1,3 Fälle je 1.000 Einwohner dieser Altersgruppe). Zunahmen gab es dagegen bei den Jungen unter 15 Jahren (plus 0,3 Fälle je 1.000) und den weiblichen 15- bis 19-Jährigen (plus 0,2 Fälle je 1.000).

Regional betrachtet ergeben sich große Unterschiede beim Alkoholmissbrauch. Für die jungen Menschen im Alter von 15 bis 19 Jahren zeigt sich eine besondere Gefährdung für die Einwohnerinnen und Einwohner der kreisfreien Stadt Pirmasens mit 15,7 Betroffenen je 1.000 Gleichaltriger. Mit großem Abstand folgen die Landkreise Südwestpfalz (9,6) und Birkenfeld (9,5). Die relativ geringste Zahl an stationär behandelten Alkoholpatientinnen und -patienten errechnet sich für die 15- bis 19-Jährigen der kreisfreien Stadt Trier (3,4). Landesweit betrug die Behandlungsquote aufgrund akuter Alkoholintoxikation in der Altersgruppe 15 bis 19 Jahre 5,7 Behandlungsfälle je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Daten über stationär versorgte Patientinnen und Patienten erhält das Statistische Landesamt einmal jährlich von den Krankenhäusern. Die Angaben stammen aus der Krankenhausdiagnosestatistik und beziehen sich auf Personen, die bundesweit in einem Krankenhaus vollstationär behandelt wurden und ihren Wohnort in Rheinland-Pfalz haben. Behandelte Personen, die wiederholt stationär aufgenommen wurden, werden in der Statistik mehrfach gezählt.

Die Diagnosen werden nach der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten (ICD-10) gestellt. Jeder Krankenhausfall geht nur mit einer Diagnose, der Hauptdiagnose, in die Statistik ein. Die Diagnosen werden in einer Differenzierung nach einer dreistelligen Systematik statistisch nachgewiesen. Den hier kommentierten Fällen liegt die Diagnose F10.0 – Akute Intoxikation (akuter Rausch) durch Alkoholkonsum - zugrunde.

Autorin: Dr. Julia Stoffel (Referat Soziale Leistungen, Gesundheit, Rechtspflege)

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news-2057Wed, 26 Oct 2016 15:01:00 +0200Krankenhauskosten stiegen 2015 auf 4,5 Milliarden Eurohttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2057/In den rheinland-pfälzischen Krankenhäusern fielen im Jahr 2015 Kosten in Höhe von rund 4,5 Milliarden Euro an. Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes 3,7 Prozent mehr als im Vorjahr.

Mit rund 2,9 Milliarden Euro entfielen annähernd zwei Drittel des Gesamtbetrages auf Personalkosten. Diese stiegen gegenüber dem Vorjahr um über vier Prozent. Die Kostensteigerungen sind unter anderem auf die Ausweitung des Personalbestandes zurückzuführen. Gegenüber dem Jahr 2005 nahm die Zahl der in rheinland-pfälzischen Krankenhäusern beschäftigten Ärztinnen und Ärzte um 32 Prozent zu, die Kosten für das ärztliche Personal stiegen im gleichen Zeitraum um 74 Prozent. Die Steigerungsraten im Pflegedienst mit einem Plus von zwölf Prozent bei den Beschäftigtenzahlen und einer Kostenzunahme um 32 Prozent fielen dabei deutlich moderater aus. Die unterschiedliche Entwicklung wird nicht zuletzt durch das veränderte Behandlungsspektrum der Krankenhäuser beeinflusst. Neben der traditionellen „Pflege am Bett“ rechnen die  Krankenhäuser zunehmend ambulante sowie vor- und nachstationäre Leistungen ab. Diese werden vor allem von den Ärztinnen und Ärzten sowie vom medizinisch-technischen Dienst und dem Funktionsdienst erbracht. Ende 2015 waren in diesen beiden Berufsgruppen deutlich mehr Personen beschäftigt als zehn Jahre zuvor (plus 23 bzw. plus 27 Prozent). Die entsprechenden Personalkosten stiegen im Vergleichszeitraum um 66 bzw. 58 Prozent.

Die Sachkosten für die stationäre Versorgung erhöhten sich gegenüber dem Jahr 2014 um gut drei Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Deutlich weniger mussten die Krankenhäuser im Jahr 2015 hingegen für Zinsen und ähnliche Aufwendungen aufbringen.

Die Krankenhäuser melden die Kostendaten einmal jährlich an das Statistische Landesamt.

Autor: Torsten Hees (Sachgebiet Gesundheit, Rechtspflege)

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news-2042Thu, 29 Sep 2016 12:21:00 +0200Gesundheitsausgaben 2014 erneut gestiegenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2042/Die Gesundheitsausgaben sind 2014 erneut gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems wurden in Rheinland-Pfalz 16,3 Milliarden Euro für Waren und Dienstleistungen rund um die Gesundheit ausgegeben, das waren 4,4 Prozent mehr als 2013 (Deutschland: plus 4,2 Prozent). Damit setzte sich der Trend der vergangenen Jahre fort: Zwischen 2008 und 2014 haben sich die Gesundheitsausgaben im Land insgesamt um 23 Prozent erhöht (Deutschland: ebenfalls plus 23 Prozent). Mit einem durchschnittlichen jährlichen Zuwachs von 3,5 Prozent in diesem Zeitraum sind die Gesundheitsausgaben stärker gestiegen als das Bruttoinlandsprodukt, das in jeweiligen Preisen um durchschnittlich 2,3 Prozent pro Jahr zulegte.

Auf jede Rheinland-Pfälzerin bzw. jeden Rheinland-Pfälzer entfielen 2014 rechnerisch Gesundheitsausgaben in Höhe von 4.081 Euro. Die Ausgaben pro Person lagen etwas über dem Bundesdurchschnitt, der sich auf 4.050 Euro belief. Ein großer Teil der Gesundheitsausgaben, zu denen alle Käufe von Waren und Dienstleistungen zum Zweck der Prävention, Behandlung, Rehabilitation und Pflege sowie die Investitionen der Einrichtungen des Gesundheitswesens zählen, wird durch die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen getragen. Im Jahr 2014 kamen sie zusammen für rund zwei Drittel der Ausgaben auf (Rheinland-Pfalz: 66 Prozent; Deutschland: 67 Prozent). Der Anteil der gesetzlichen Krankenkassen an den Gesundheitsausgaben des Landes belief sich auf 56 Prozent, während die privaten Krankenversicherungen gut zehn Prozent beisteuerten. Damit hat die private Krankenversicherung in Rheinland-Pfalz einen überdurchschnittlichen Stellenwert; in Deutschland lag ihr Anteil bei 8,9 Prozent. Für jede Einwohnerin bzw. jeden Einwohner wendeten die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen in Rheinland-Pfalz im Schnitt 2.694 Euro auf (Deutschland: 2.729 Euro).

Ein Teil der Gesundheitsausgaben wird von den privaten Haushalten unmittelbar gezahlt. Dazu zählen z. B. Zuzahlungen zu Leistungen der Krankenversicherungen oder anderer Sozialversicherungsträger sowie Direktkäufe von gesundheitsbezogenen Waren und Dienstleistungen. In Rheinland-Pfalz erreichten die Gesundheitsausgaben der Privathaushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck 2014 einen Anteil von 15 Prozent (Deutschland: 13 Prozent) und lagen mit 627 Euro pro Kopf deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 533 Euro. Die Soziale Pflegeversicherung trug 2014 sieben Prozent der Gesundheitsausgaben (Deutschland: 7,8 Prozent). In Rheinland-Pfalz fielen beim Träger Soziale Pflegeversicherung Gesundheitsausgaben von 286 Euro je Einwohnerin bzw. Einwohner an (Deutschland: 314 Euro).

Die Ergebnisse entstammen den Gesundheitsökonomischen Gesamtrechnungen der Länder, die von der Arbeitsgruppe „Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder“ (AG GGRdL) derzeit für die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen erstellt werden. Die Gesundheitsausgabenrechnung (GAR) wird für diese Länder vom Berichtsjahr 2008 an nach einheitlicher Methode durchgeführt. Die Berechnungen sind eng an die Gesundheitsausgabenrechnung des Bundes angelehnt, die wiederum auf dem internationalen System of Health Accounts (SHA) beruhen. Die Gesundheitsökonomischen Gesamtrechnungen der Länder bestehen aus der Gesundheitspersonalrechnung, der Gesundheitsausgabenrechnung und dem Wertschöpfungs-Erwerbstätigen-Ansatz.



Gesundheitsausgaben beinhalten alle Käufe von Waren und Dienstleistungen, die zum Zweck der Prävention, Behandlung, Rehabilitation und Pflege getätigt werden sowie die Investitionen der Einrichtungen des Gesundheitswesens. Zu den Gesundheitsausgaben zählen nur Transaktionen für die letzte Verwendung, ein direkter Patientenbezug muss daher im Regelfall gegeben sein. Transaktionen zwischen Leistungserbringern, z. B. zwischen Großhändlern und Apothekern, gehören nicht dazu. Räumlich bezieht sich die Berechnung auf die Gesundheitsausgaben für die jeweilige inländische Bevölkerung (Wohnortprinzip).

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen/Auswertungen)

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news-2005Mon, 15 Aug 2016 13:06:00 +0200Mehr als 942.000 Krankenhauspatientinnen und -patientenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2005/In den 90 rheinland-pfälzischen Krankenhäusern wurden im Jahr 2015 mehr als 942.000 Patientinnen und Patienten vollstationär versorgt. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, ist die Anzahl der Behandlungsfälle im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant geblieben. Hingegen reduzierten sich die erbrachten Behandlungstage bei vollstationärer Versorgung gegenüber 2014 leicht auf knapp 6,8 Millionen (minus 0,7 Prozent).

Die Patientinnen und Patienten verblieben durchschnittlich 7,2 Tage im Krankenhaus. Vor zehn Jahren hatte die durchschnittliche Verweildauer noch mehr als 8 Tage betragen. Ursachen für die zunehmende Verkürzung der Behandlungsdauer sind – neben den Reformen im Gesundheitswesen, die auf mehr Effizienz zielen – auch medizinische Fortschritte, die sich in neuen oder verbesserten Behandlungsmethoden und -formen mit verkürzter Behandlungsdauer niedergeschlagen haben.

Ambulante, vor-, nach- und teilstationäre Behandlungen

Neben der klassischen vollstationären Unterbringung werden in den Krankenhäusern seit Jahren verstärkt ambulante und teilstationäre Leistungen sowie vor- und nachstationäre Behandlungen erbracht. Im vergangenen Jahr wurden fast 82.500 Patientinnen und Patienten ambulant operiert. Das waren 1,5 Prozent mehr als 2014. Annähernd 23.300 Patientinnen und Patienten wurden teilstationär behandelt. Diese Form der Behandlung wird nicht über 24 Stunden hinausgehend im Krankenhaus durchgeführt; die betroffenen Personen verbringen nur einen Teil des Tages in der Einrichtung. Gegenüber 2014 stieg die Zahl der teilstationären Behandlungen um 4,6 Prozent. In mehr als 191.200 Fällen erfolgte eine vorstationäre Behandlung. Diese Behandlungsart kommt vornehmlich dann in Frage, wenn die Notwendigkeit einer vollstationären Behandlung abzuklären oder vorzubereiten ist. Nachstationäre Behandlungen, die den Behandlungserfolg eines vorangegangenen stationären Aufenthaltes sichern sollen, wurden in fast 33.000 Fällen erbracht.

Personal

Auf Vollzeitkräfte umgerechnet wurden im vergangenen Jahr 6.816 Ärztinnen und Ärzte (+2,7%) für die Behandlung der Patientinnen und Patienten eingesetzt. Im Pflegedienst entspricht die Zahl von 15.643 Vollzeitäquivalenten dem Vorjahresniveau. Gegenüber dem Jahr 2005 erhöhte sich das ärztliche Personal um 27 Prozent, die Zahl der Pflegekräfte nahm im Vergleichszeitraum um neun Prozent zu.

Die Zahlen stammen aus der Krankenhausstatistik. Einmal im Jahr liefern die Krankenhäuser Eckdaten zur Krankenhausversorgung an das Statistische Landesamt. Das ärztliche und nichtärztliche Personal wird hier in Vollkräften ausgewiesen. Vollkräfte geben die Anzahl der auf die volle tarifliche Arbeitszeit umgerechneten Beschäftigten an.

Autor: Torsten Hees (Sachgebiet Gesundheit, Rechtspflege)

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news-1988Wed, 03 Aug 2016 09:36:00 +0200Krebserkrankungen Grund für jeden vierten Todesfallhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1988/Im Jahr 2015 starben insgesamt 46.777 Menschen aus Rheinland-Pfalz, fast 6 Prozent mehr als im Jahr zuvor (44.307). Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, ist dies die bisher höchste registrierte Zahl an Sterbefällen. Das durchschnittliche Sterbealter betrug 78 Jahre (Frauen: 81; Männer: 75 Jahre).

Herz-Kreislauf-Erkrankungen (18.690) waren mit einem Anteil von 40 Prozent die mit Abstand häufigste Todesursache. Das liegt im Wesentlichen darin begründet, dass zu dieser Gruppe eine Vielzahl von Todesursachen gehört, die bei alten Menschen gehäuft auftreten (z. B. Herzinsuffizienz oder Arteriosklerose). Das mittlere Sterbealter dieser Verstorbenen lag bei 82 Jahren.

Rund ein Viertel aller Sterbefälle (11.172) ist auf eine bösartige Neubildung (Krebs) zurückzuführen. Im Gegensatz zu der Gesamtentwicklung ist hier allerdings gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang um 3,5 Prozent zu verzeichnen. Das durchschnittliche Sterbealter der an einem Krebsleiden Verstorbenen betrug 73 Jahre und liegt damit deutlich unter dem durchschnittlichen Sterbealter. An Krankheiten des Atmungssystems starben 3.298 Menschen (7 Prozent). Krankheiten des Verdauungssystems führten bei 1.978 Menschen zum Tod (4 Prozent).

Im Jahr 2015 starben 1.907 Personen an einer Verletzung oder Vergiftung. Hierzu zählten 533 Menschen, die aus eigenem Entschluss ihrem Leben ein Ende setzten. 207 Personen wurden Opfer eines Unfalls, der in unmittelbarem Zusammenhang mit einem Transportmittel stand. In der überwiegenden Zahl handelt es sich hierbei um Unfälle im Straßenverkehr. Die weitaus meisten unfallbedingten Todesfälle waren allerdings auf einen Sturz zurückzuführen (712). Hiervon waren in erster Linie ältere Menschen betroffen: 70 Prozent der Sturzopfer waren Hochbetagte mit einem Alter von 80 und mehr Jahren. Opfer einer Gewalttat wurden 26 Menschen.

Die häufigste zum Tode führende Krankheit war die chronische ischämische Herzkrankheit. Es handelt sich hierbei um eine chronische Durchblutungsstörung der Herzkranzgefäße. Fast 4.300 Personen verstarben an dieser Krankheit. Ein Herzinfarkt war in mehr als 2.500 Fällen die Todesursache. An dritter Stelle der am häufigsten zum Tode führenden Krankheiten stand der Lungenkrebs (2.241). Das mittlere Sterbealter der an ischämischer Herzkrankheit Verstorbenen lag bei 83 Jahren, bei Herzinfarkt waren es 76 Jahre und bei Lungenkrebs 70 Jahre.

Ausführliche gesundheitsbezogene Informationen veröffentlicht das Statistische Landesamt im Internetangebot zur Gesundheitsberichterstattung: www.statistik.rlp.de/staat-und-gesellschaft/gesundheit/gesundheitsberichterstattung/&;

Die Zahlen stammen aus der Todesursachenstatistik. Grundlage dieser Statistik sind die offiziellen Todesbescheinigungen, auf denen die den Tod feststellenden Ärzte alle zum Tode führenden Ursachen vermerken. Aus diesen Angaben wird dann im Statistischen Landesamt nach international festgelegten Regeln das zum Tod führende Grundleiden ermittelt. Die Ergebnisse der Todesursachenstatistik werden jährlich aufbereitet. Die Unterscheidung nach den verschiedenen Todesursachen folgt einer internationalen Klassifikation.

Autor: Charlotte Schmidt (Sachgebiet Gesundheit, Rechtspflege)

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news-1963Thu, 07 Jul 2016 10:08:00 +0200Bedeutung der Gesundheitswirtschaft in Rheinland-Pfalz überdurchschnittlich hochhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1963/Die Gesundheitswirtschaft erbringt einen wesentlichen Beitrag zur Wirtschaftsleistung in Rheinland-Pfalz. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes lag ihre Bruttowertschöpfung 2015 bei 14,1 Milliarden Euro. Das waren 11,8 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung, die im Land erstellt wird. „Die Gesundheitswirtschaft hat in Rheinland-Pfalz eine überdurchschnittliche Bedeutung“, so Präsident Jörg Berres unter Berufung auf die erstmals vorgelegten Berechnungen der Arbeitsgruppe „Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder“. Im Durchschnitt aller Bundesländer lag der Wertschöpfungsanteil der Gesundheitswirtschaft 2015 nur bei zehn Prozent.

Die Gesundheitswirtschaft ist eine sehr dynamische Wachstumsbranche. Zwischen 2008 und 2015 ist ihre Wertschöpfung in Rheinland-Pfalz preisbereinigt um 25,5 Prozent gestiegen, während die gesamtwirtschaftliche Bruttowertschöpfung in diesem Zeitraum lediglich um 5,7 Prozent zunahm. Im Ländervergleich lag Rheinland-Pfalz damit an dritter Stelle. Zu dieser Entwicklung trug nicht nur der zentrale Bereich „Gesundheits- und Sozialwesen“ bei, zu dem u. a. die ambulante und stationäre Gesundheitsversorgung in Arztpraxen und Krankenhäusern zählt. „Auch andere Wirtschaftsbereiche – so zum Beispiel die Pharmaindustrie – leisten in Rheinland-Pfalz einen erheblichen Beitrag zur Wertschöpfung in der Gesundheitswirtschaft“, so Jörg Berres. Die Bedeutung dieser anderen Bereiche wird dadurch belegt, dass 2013 – aktuellere Zahlen liegen hierzu noch nicht vor – der Anteil des Gesundheits- und Sozialwesens an der Wertschöpfung der rheinland-pfälzischen Gesundheitswirtschaft bei knapp 61 Prozent lag, niedriger als im Durchschnitt aller Länder (67 Prozent).

Erwerbstätige

Die Gesundheitswirtschaft hat eine große Bedeutung für den Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz. Da Teile der Branche sehr personalintensiv sind, lag der Anteil der Gesundheitswirtschaft an der Gesamtzahl der Erwerbstätigen 2015 mit 14,1 Prozent noch über dem Wertschöpfungsanteil. Im Durchschnitt der Länder belief sich der Anteil der Gesundheitswirtschaft an den Erwerbstätigen auf 13,1 Prozent. Von 2008 bis 2015 ist die Zahl der Erwerbstätigen in der Branche in Rheinland-Pfalz um 13,1 Prozent gestiegen (Erwerbstätigkeit insgesamt: plus 4,0 Prozent). Damit lag das Land an dritter Stelle unter den Bundesländern.

Produktivität

Anhand der Bruttowertschöpfung je Erwerbstätigen lassen sich Aussagen über die Produktivität der Branche treffen. Im Jahr 2015 entfiel in der rheinland-pfälzischen Gesundheitswirtschaft auf eine erwerbstätige Person eine Bruttowertschöpfung von rund 50.400 Euro. Damit lag Rheinland-Pfalz um rund 2.000 Euro über dem Durchschnitt aller Bundesländer. „Die Branche konnte ihre Produktivität in den vergangenen Jahren deutlich erhöhen“, so Berres. Sie stieg von 2008 bis 2015 um 11,1 Prozent; im Durchschnitt der Länder fiel der Zuwachs mit plus 2,1 Prozent wesentlich schwächer aus.

Die Ergebnisse beruhen auf dem Wertschöpfungs-Erwerbstätigen-Ansatz, mit dem die Arbeitsgruppe „Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder“ (AG GGRdL) vergleichbare Daten zur Wertschöpfung und Erwerbstätigkeit für alle Bundesländer erstellt. Weitergehende Informationen zur Berechnungsmethode sind der Internetseite der Arbeitsgruppe www.ggrdl.de zu entnehmen. Der Begriff Gesundheitswirtschaft beinhaltet hier nur die „Gesundheitswirtschaft im engeren Sinne“, die die gesundheitsrelevanten Teile des Wirtschaftsabschnitts Q „Gesundheits- und Sozialwesen“ der Klassifikation der Wirtschaftszweige 2008 (WZ 2008) sowie einzelne Wirtschaftszweige aus den Abschnitten C, G, H, K, M, O, P und S umfasst.



Zur Bedeutung der Gesundheitswirtschaft in Rheinland-Pfalz: siehe Hintergrund.

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen)

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news-1958Mon, 27 Jun 2016 09:21:00 +0200Schwangerschaftsabbrüche im Jahr 2015 um vier Prozent gestiegenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1958/Im Jahr 2015 ließen 3.984 rheinland-pfälzische Frauen einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen. Wie das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz mitteilt, sind dies vier Prozent mehr als im Vorjahr. Deutschlandweit sank im Vergleichszeitraum die Zahl der Abtreibungen hingegen um 0,5 Prozent. Bezogen auf die Zahl der Geburten wurden in Rheinland-Pfalz im Durchschnitt der zurückliegenden fünf Jahre rund zwölf Abbrüche je 100 Geborene registriert. Damit weist Rheinland-Pfalz trotz gestiegener Fallzahlen nach wie vor eine Abbruchquote auf, die deutlich unter dem Bundesdurchschnitt liegt. Bundesweit kamen auf 100 Geburten 15 Abbrüche, in Rheinland-Pfalz 12. Rheinland-Pfalz gehört damit neben Bayern (11) und Baden-Württemberg (12) zu den drei Ländern mit den niedrigsten Abbruchquoten. Der höchste Wert errechnet sich für den Stadtstaat Bremen (27).

Rund 73 Prozent der rheinland-pfälzischen Frauen ließen den Eingriff in einer hiesigen Arztpraxis oder einem hiesigen Krankenhaus durchführen. Gut jede vierte Frau wandte sich dagegen an Ärztinnen oder Ärzte in anderen Bundesländern. In allen anderen Bundesländern fielen die Anteile derjenigen, die den Abbruch vor Ort vornehmen ließen, deutlich höher aus. Die weitaus meisten Schwangerschaftsabbrüche erfolgten ambulant, und zwar 83 Prozent in einer gynäkologischen Praxis und 14 Prozent in einem Krankenhaus. In lediglich drei Prozent der Fälle wurde die Schwangerschaft im Zuge eines stationären Krankenhausaufenthaltes beendet.

97 Prozent der gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche wurden nach der Beratungsregelung vorgenommen. Diese ermöglicht Frauen auf ihren Wunsch hin innerhalb von zwölf Wochen nach der Empfängnis eine Beendigung der Schwangerschaft, sofern sie nachweisen können, dass sie an einer Schwangerschaftskonfliktberatung teilgenommen und sich beraten lassen haben. Medizinische oder kriminologische Indikationen waren in drei Prozent der Fälle maßgeblich für den Abbruch. Die Mehrzahl der Frauen (62 Prozent), die sich für einen Abbruch entschieden, betreute bereits mindestens ein Kind.

Die Zahlen stammen aus der Bundesstatistik der Schwangerschaftsabbrüche. Hierbei handelt es sich um eine Total-Erhebung, die einen Überblick über Größenordnung, Struktur und Entwicklung der Schwangerschaftsabbrüche gibt. Die Daten zu dieser Statistik liefern Arztpraxen und Krankenhäuser, in denen Schwangerschaftsabbrüche vorgenommen werden.

Autor: Torsten Hees (Sachgebiet Gesundheit, Rechtspflege)







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news-1904Tue, 05 Apr 2016 12:00:00 +0200Beschäftigung im Gesundheitswesen nimmt weiter zuhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1904/Das Gesundheitswesen gewinnt als Arbeitgeber weiter an Bedeutung. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems waren in Rheinland-Pfalz 2014 rund 252.100 Beschäftigte im Gesundheitswesen tätig. Dies bedeutet einen Anstieg um 4.900 Beschäftigte bzw. zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr (Deutschland: ebenfalls plus zwei Prozent). Damit setzt sich der Trend der vergangenen Jahre weiter fort – seit Beginn der Zeitreihe 2008 hat die Zahl der Beschäftigten im Gesundheitswesen kontinuierlich zugenommen. Von 2008 bis 2014 erhöhte sie sich insgesamt um 13,3 Prozent (Deutschland: plus 13,6 Prozent). Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 2,1 Prozent (Deutschland: 2,2 Prozent).

Die meisten neuen Arbeitsplätze entstanden 2014 im Bereich der ambulanten Einrichtungen. Die ambulanten Einrichtungen, zu denen u. a. Arzt- und Zahnarztpraxen, Praxen sonstiger medizinischer Berufe und Apotheken gehören, sind die bedeutendsten Arbeitgeber im Gesundheitswesen. Dort arbeiteten 2014 rund 101.800 Beschäftigte, das waren 2.500 mehr als im Jahr zuvor. Ein besonders starkes Plus verzeichneten die Praxen der sonstigen medizinischen Berufe; in den Apotheken war die Beschäftigung leicht rückläufig. Der zweitgrößte Arbeitgeber sind die stationären und teilstationären Einrichtungen, zu denen Krankenhäuser, Vorsorge- und Rehabilitationskliniken sowie stationäre Pflegeeinrichtungen zählen. Im Jahr 2014 erhöhte sich die Beschäftigtenzahl dieser Einrichtungen um knapp 800 auf 91.100; dabei gab es den stärksten Zuwachs im Bereich der stationären Pflege (plus 600 Beschäftigte). Die Vorleistungseinrichtungen, die mit 27.000 Beschäftigten der drittgrößte Arbeitgeber sind, steigerten ihre Beschäftigtenzahl 2014 um 700. Dazu gehören die pharmazeutische, medizintechnische und augenoptische Industrie, der Großhandel mit Medizinprodukten und medizinische Laboratorien.

Das Gesundheitswesen zeichnet sich durch einen hohen Anteil weiblichen Personals aus. Im Jahr 2014 waren in diesem Wirtschaftsbereich 192.000 Frauen tätig, was einem Beschäftigtenanteil von 76 Prozent entspricht (Deutschland: ebenfalls 76 Prozent). Am höchsten waren die Frauenanteile in den ambulanten Einrichtungen (82 Prozent) und in den stationären bzw. teilstationären Einrichtungen (81 Prozent). In den Teilbereichen ambulante und stationäre Pflege waren sogar neun von zehn Beschäftigten Frauen.

Teilzeitarbeit ist im Gesundheitswesen weit verbreitet, was im Unterschied von Vollzeitäquivalenten zu Beschäftigtenzahlen zum Ausdruck kommt. Vollzeitäquivalente geben die Zahl der auf die volle tarifliche Arbeitszeit umgerechneten Beschäftigten an. In Rheinland-Pfalz kamen im Gesundheitswesen auf 100 Beschäftigte rechnerisch 71,4 Vollzeitäquivalente. Damit hat Teilzeitbeschäftigung im Land eine überdurchschnittliche Bedeutung – in Deutschland lag das Verhältnis bei 72,6 Vollzeitäquivalenten je 100 Beschäftigte.

Weitere Informationen zu den Gesundheitsökonomischen Gesamtrechnungen: Kurzpräsentation (PDF-Datei)

Die Ergebnisse werden von der Arbeitsgruppe „Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder“ (AG GGRdL) berechnet. Dieser Arbeitsgruppe gehören derzeit elf Bundesländer an (Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen). Ergebnisse für die übrigen Bundesländer liegen nicht vor. Die Berechnungen erfolgen in Abstimmung mit den Gesundheitsökonomischen Gesamtrechnungen des Bundes, die wiederum auf dem internationalen System of Health Accounts (SHA) beruhen.

Die Gesundheitspersonalrechnung (GPR) wird für die Länder ab dem Berichtsjahr 2008 nach einheitlicher Methode durchgeführt. Unter Beschäftigten werden Beschäftigungsverhältnisse verstanden, sodass Personen mit mehreren Arbeitsverhältnissen in verschiedenen Einrichtungen mehrfach gezählt werden. Zu den Beschäftigten zählen Selbstständige, ohne Entgelt mithelfende Familienangehörige sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind u. a. Arbeiterinnen und Arbeiter, Angestellte, Beamtinnen und Beamte, Richterinnen und Richter, Wehr- oder Zivil- bzw. Bundesfreiwilligendienstleistende und geringfügig Beschäftigte. Auszubildende sind in den Beschäftigtenzahlen der GPR nicht enthalten. Räumlich bezieht sich die GPR auf die Beschäftigten mit Arbeitsort im jeweiligen Bundesland (Arbeitsortprinzip).

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen)

 

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news-1807Thu, 19 Nov 2015 08:30:00 +0100Krankenhauskosten stiegen 2014 auf 4,3 Milliarden Eurohttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1807/In den rheinland-pfälzischen Krankenhäusern fielen im Jahr 2014 Kosten in Höhe von 4,3 Milliarden Euro an. Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

Mit 2,7 Milliarden Euro entfielen annähernd zwei Drittel des Gesamtbetrages auf Personalkosten. Diese stiegen gegenüber dem Vorjahr um 3,9 Prozent (bundesweit plus 4,3 Prozent). Wie bereits in den Vorjahren verursachte der Pflegedienst mit 863 Millionen Euro (plus 2,8 Prozent gegenüber 2013) den größten Kostenblock, 819 Millionen Euro (plus 5,4 Prozent gegenüber 2013) entfielen auf das ärztliche Personal. Die Kostensteigerungen im ärztlichen Dienst sind unter anderem auf die Ausweitung des Personalbestandes zurückzuführen. Ende 2014 arbeiteten 7.580 Ärztinnen und Ärzte in den rheinland-pfälzischen Krankenhäusern, das waren 225 Personen mehr als im Jahr zuvor. Im Zehn-Jahres-Vergleich zeigt sich, dass die Steigerung der Kosten im Pflegedienst mit einem Plus von 27 Prozent deutlich moderater ausfällt als in anderen Berufsgruppen. Auch dies ist eine Folge der Personalentwicklung. Die Zahl der auf Vollzeitbeschäftigte umgerechneten Pflegekräfte erhöhte sich gegenüber 2004 um 7 Prozent, bei den Ärztinnen und Ärzten stieg die Beschäftigtenzahl hingegen um ein Drittel.

Die Sachkosten für die stationäre Versorgung erhöhten sich gegenüber dem Jahr 2013 um 2,8 Prozent (bundesweit plus 3,7 Prozent) auf über 1,4 Milliarden Euro. Mit ursächlich für diese Entwicklung sind – neben den erneut gestiegenen Patientenzahlen und den damit verbundenen Mehraufwendungen für Lebensmittel und medizinische Bedarfe – die stark gestiegenen Kosten für den Wirtschaftsbedarf (bspw. Reinigungs- und Desinfektionsmittel, Wäschereinigung und -pflege, Gartenpflege, Reinigung durch fremde Betriebe).

Die Gesamtkosten der Krankenhäuser lassen sich um Aufwendungen bereinigen, die nicht unmittelbar im Zusammenhang mit stationären Leistungen stehen (z. B. Kosten der Ambulanz, Aufwand für Forschung und wissenschaftliche Lehre). Nach Abzug dieser nicht für die stationäre Versorgung verursachten Aufwendungen ergeben sich die sogenannten pflegesatzfähigen Kosten (bereinigte Kosten). Diese lagen im Jahr 2014 bei 3,8 Milliarden Euro. Je Behandlungstag wurden 2004 durchschnittlich 380 Euro aufgewendet, 2014 lag dieser Wert bei 563 Euro (plus 48 Prozent). Bei einer durchschnittlichen Verweildauer von 7,2 Tagen der vollstationär behandelten Patientinnen und Patienten errechnen sich pro Behandlungsfall Kosten von 4.069 Euro (bundesweit 4.239 Euro).



Die Krankenhäuser melden die Kostendaten einmal jährlich an das Statistische Landesamt.

Autor: Torsten Hees

 

 

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news-1802Thu, 12 Nov 2015 08:19:00 +0100Mehr als 7.000 Krankenhausaufenthalte wegen Alkoholvergiftunghttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1802/Im vergangenen Jahr mussten insgesamt 7.127 Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer wegen eines akuten Alkoholrauschs vollstationär in Krankenhäusern versorgt werden. Dies sind rund 4 Prozent mehr als im Vorjahr. Etwa sieben von zehn Betroffenen waren Männer (5.043 Patienten), es wurden allerdings auch annähernd 2.100 Frauen wegen missbräuchlichen Alkoholkonsums behandelt.

Vergleichsweise häufig handelte es sich bei den Patientinnen und Patienten um Jugendliche und junge Erwachsene (insgesamt 1.340 Behandlungsfälle). Je 1.000 der jeweiligen Bevölkerung mussten sich annähernd acht männliche und 4,5 weibliche 15 bis 19-Jährige wegen exzessiven Alkoholgenusses einem stationären Krankenhausaufenthalt unterziehen. Dies ist gegenüber dem Vorjahr eine deutliche Steigerung. In 2013 waren je 1.000 der jeweiligen Bevölkerung in dieser Altersgruppe noch 6,9 junge Männer und annähernd vier junge Frauen wegen akuter Alkoholvergiftung stationär behandelt worden.

Regional betrachtet ergibt sich für Jugendliche und junge Erwachsene offensichtlich eine besondere Gefährdung für Bewohner der kreisfreien Stadt Pirmasens mit 13,9 Betroffenen je 1.000 der Bevölkerung. Es folgen der Landkreis Birkenfeld (9,0), der Landkreis Südwestpfalz (8,9) und die kreisfreie Stadt Koblenz (8,8) sowie die kreisfreie Stadt Speyer (8,6). Die relativ geringste Zahl an Behandlungsfällen errechnet sich für Jugendliche und junge Erwachsene der kreisfreien Stadt Zweibrücken (3,4). Landesweit lag die Behandlungsquote der 15 bis 19-Jährigen aufgrund akuter Alkoholintoxikation bei annähernd 6,3 je 1.000 der Bevölkerung.

Daten über stationär versorgte Patientinnen und Patienten erhält das Statistische Landesamt einmal jährlich von den Krankenhäusern. Die Angaben stammen aus der Krankenhausdiagnosestatistik und beziehen sich auf Personen, die bundesweit in einem Krankenhaus vollstationär behandelt wurden und ihren Wohnort in Rheinland-Pfalz haben. Behandelte Personen, die wiederholt stationär aufgenommen wurden, werden in der Statistik mehrfach gezählt.

Die Diagnosen werden nach der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten (ICD-10) gestellt. Jeder Krankenhausfall geht nur mit einer Diagnose, der Hauptdiagnose, in die Statistik ein. Die Diagnosen werden in einer Differenzierung nach einer dreistelligen Systematik statistisch nachgewiesen. Den hier kommentierten Fällen liegt die Diagnose F10.0 – Akute Intoxikation (akuter Rausch) durch Alkoholkonsum - zugrunde.

Autor: Gerd Reh (Abteilung Bevölkerung, Gesellschaft)

 

 

 

 

 

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news-1774Fri, 25 Sep 2015 08:12:00 +0200Vier von zehn Verstorbenen erlagen 2014 einer Krankheit des Herz-Kreislaufsystemshttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1774/Im vergangenen Jahr starben in Rheinland-Pfalz 7.803 Männer und 9.945 Frauen an Krankheiten des Herz-Kreislaufsystems.

Wie das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz aus Anlass des alljährlich am 29. September stattfindenden und von der World Heart Federation (WHF) initiierten Weltherztages mitteilt, waren Herz-Kreislaufkrankheiten bei mehr als einem Drittel der Männer (36 Prozent) und bei mehr als vier von zehn Frauen (44 Prozent) Ursache für den Tod. Nach wie vor waren – wenn auch mit rückläufiger Tendenz – Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems mit 40 Prozent vor den Neubildungen mit 27 Prozent die am häufigsten zum Tode führende Krankheitsart unter allen 44.307 Sterbefällen des Jahres 2014.

Unter den zehn häufigsten Todesursachen gehörte im vergangenen Jahr die Hälfte zu den Krankheiten des Herz-Kreislaufsystems. Mit 3.978 bzw. 2.545 Verstorbenen (9,0 Prozent bzw. 5,7 Prozent aller Verstorbenen) waren chronisch ischämische, d. h. koronare Herzkrankheiten und der akute Myokardinfarkt (Herzinfarkt) die Todesursachen Nummer 1 und 2. Insgesamt 1.806 Menschen (4,1 Prozent der Verstorbenen) erlagen einer Herzinsuffizienz (Herzschwäche), die nach dem Lungenkrebs die landesweit vierthäufigste Todesursache war. Weitere 1.106 bzw. 998 Menschen (2,5 bzw. 2,3 Prozent der Verstorbenen) starben an hypertensiven Herzkrankheiten (bluthochdruckbedingten Herzmuskelveränderungen) bzw. Vorhofflattern (Herzrhythmusstörungen), die in der Rangfolge der häufigsten Todesursachen die Ränge 7 und 8 belegten.

Ausführliche gesundheitsbezogene Informationen veröffentlicht das Statistische Landesamt im Internetangebot zur Gesundheitsberichterstattung: www.statistik.rlp.de/staat-und-gesellschaft/gesundheit/gesundheitsberichterstattung/&;

Die Zahlen stammen aus der Todesursachenstatistik. Grundlage dieser Statistik sind die offiziellen Todesbescheinigungen, auf denen die den Tod feststellenden Ärzte alle zum Tode führenden Ursachen vermerken. Aus diesen Angaben wird dann im Statistischen Landesamt nach international festgelegten Regeln das zum Tod führende Grundleiden ermittelt. Die Ergebnisse der Todesursachenstatistik werden jährlich aufbereitet. Die Unterscheidung nach den verschiedenen Todesursachen folgt einer internationalen Klassifikation.

Autor: Gerd Reh (Abteilung Bevölkerung, Gesellschaft)

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news-1769Mon, 21 Sep 2015 12:00:00 +0200Gesundheitsausgaben 2013 erneut gestiegenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1769/Im Jahr 2013 sind die Ausgaben im rheinland-pfälzischen Gesundheitswesen erneut gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems wurden 15,4 Milliarden Euro für Waren und Dienstleistungen rund um die Gesundheit ausgegeben, das waren 3,1 Prozent mehr als 2012 (Deutschland: plus vier Prozent). Damit setzte sich der Trend der vergangenen Jahre fort: Zwischen 2008 und 2013 haben sich die Gesundheitsausgaben im Land insgesamt um 19 Prozent erhöht (Deutschland: plus 18 Prozent). Daraus ergibt sich für diesen Zeitraum ein durchschnittlicher Zuwachs von 3,6 Prozent pro Jahr (Deutschland: 3,4 Prozent). Damit sind die Gesundheitsausgaben in den vergangenen Jahren im Durchschnitt stärker gestiegen als die Wirtschaftsleistung.

Auf jede Rheinland-Pfälzerin bzw. jeden Rheinland-Pfälzer entfielen 2013 rechnerisch Gesundheitsausgaben in Höhe von 3.863 Euro. Die Ausgaben pro Person waren etwas niedriger als im Bundesdurchschnitt, der bei rund 3.910 Euro lag. Ein großer Teil der Gesundheitsausgaben, zu denen alle Käufe von Waren und Dienstleistungen zum Zweck der Prävention, Behandlung, Rehabilitation und Pflege sowie die Investitionen der Einrichtungen des Gesundheitswesens zählen, wird durch die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen getragen. Im Jahr 2013 kamen sie zusammen für gut zwei Drittel der Ausgaben auf (Rheinland-Pfalz: 68 Prozent; Deutschland: 67 Prozent). Für jede Einwohnerin bzw. jeden Einwohner wendeten die Krankenkassen im Schnitt einen Betrag von 2.622 Euro auf. Der Anteil der gesetzlichen Krankenkassen an den Gesundheitsausgaben des Landes belief sich auf 57 Prozent, während die privaten Krankenversicherungen 11 Prozent beisteuerten. Damit hat die private Krankenversicherung in Rheinland-Pfalz einen überdurchschnittlichen Stellenwert; in Deutschland lag ihr Anteil bei 9,2 Prozent.

Ein Teil der Gesundheitsausgaben wird von den privaten Haushalten unmittelbar getragen. Dazu zählen z. B. Zuzahlungen zu Leistungen der Krankenversicherungen oder anderer Sozialversicherungsträger sowie Direktkäufe von gesundheitsbezogenen Waren und Dienstleistungen. Privathaushalte und private Organisationen ohne Erwerbszweck kamen 2013 zusammen für 13 Prozent der Ausgaben auf (Deutschland: 14 Prozent). In Rheinland-Pfalz entsprach dies einem Betrag von 507 Euro je Einwohnerin bzw. Einwohner. Die Soziale Pflegeversicherung hatte einen Anteil von 7,4 Prozent an den Gesundheitsausgaben (Deutschland: 7,7 Prozent). In Rheinland-Pfalz fielen beim Träger Soziale Pflegeversicherung Gesundheitsausgaben von 287 Euro je Einwohnerin bzw. Einwohner an.

Auf die übrigen Ausgabenträger – öffentliche Haushalte, gesetzliche Rentenversicherung, gesetzliche Unfallversicherung und Arbeitgeber – entfielen knapp zwölf Prozent der Gesundheitsausgaben.

Zeitreihe Gesundheitsausgaben nach Ausgabenträger

Kurzpräsentation Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen

Die Ergebnisse entstammen den Gesundheitsökonomischen Gesamtrechnungen der Länder, die die Arbeitsgruppe „Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder“ (AG GGRdL) derzeit für die Länder Baden-Württemberg, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen erstellt. Die Gesundheitsausgabenrechnung (GAR) wird für diese Länder vom Berichtsjahr 2008 an nach einheitlicher Methode durchgeführt. Die Berechnungen erfolgen in Abstimmung mit den Gesundheitsökonomischen Gesamtrechnungen des Bundes, die wiederum auf dem internationalen System of Health Accounts (SHA) beruhen. Die Gesundheitsökonomischen Gesamtrechnungen der Länder bestehen zur Zeit aus der Gesundheitspersonalrechnung und der Gesundheitsausgabenrechnung; eine Berechnung der Bruttowertschöpfung für die Gesundheitswirtschaft ist geplant.

Gesundheitsausgaben beinhalten alle Käufe von Waren und Dienstleistungen, die zum Zweck der Prävention, Behandlung, Rehabilitation und Pflege getätigt werden sowie die Investitionen der Einrichtungen des Gesundheitswesens. Zu den Gesundheitsausgaben zählen nur Transaktionen für die letzte Verwendung, ein direkter Patientenbezug muss daher im Regelfall gegeben sein. Transaktionen zwischen Leistungserbringern, z. B. zwischen Großhändlern und Apothekern, gehören nicht dazu. Räumlich bezieht sich die Berechnung auf die Gesundheitsausgaben für die jeweilige inländische Bevölkerung (Wohnortprinzip).

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen)

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news-1765Thu, 17 Sep 2015 08:11:00 +0200Beschäftigung im Gesundheitswesen nimmt weiter zuhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1765/Das Gesundheitswesen gewinnt als Arbeitgeber weiter an Bedeutung. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems nahm die Beschäftigung in diesem Wirtschaftsbereich von 2008 bis 2013 um insgesamt 11,2 Prozent zu (Deutschland: plus 11,7 Prozent). Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 2,1 Prozent (Deutschland: 2,2 Prozent). Im Jahr 2013 bot das Gesundheitswesen 247.900 Beschäftigten einen Arbeitsplatz; rechnerisch waren 62 Beschäftigte je 1.000 Einwohner in diesem Wirtschaftsbereich tätig (Deutschland: 63 Beschäftigte je 1.000 Einwohner).

Ein großer zusätzlicher Personalbedarf bestand im Pflegebereich. Zusammengenommen erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten in der ambulanten sowie in der stationären/teilstationären Pflege zwischen 2008 und 2013 um 5.500. Zwar entstanden mehr neue Arbeitsplätze in der stationären/teilstationären Pflege (plus 3.200) als im ambulanten Bereich (plus 2.300), jedoch fiel der prozentuale Zuwachs in der ambulanten Pflege mit plus 23 Prozent stärker aus als in der stationären/teilstationären Pflege (plus 12,3 Prozent). Im Krankenhausbereich stieg die Beschäftigtenzahl ebenfalls deutlich. Im Jahr 2013 arbeiteten in den rheinland-pfälzischen Krankenhäusern 5.200 Beschäftigte mehr als 2008 (plus 10,1 Prozent). Auch in den „Praxen sonstiger medizinischer Berufe“, zu denen u. a. physio-, sprach-, ergo- sowie kunst- und musiktherapeutische Praxen, Massagepraxen sowie Praxen von psychologischen Psychotherapeuten, Kinder- und Jugendpsychotherapeuten und Hebammen zählen, wurde mehr Personal eingestellt. In diesem Bereich nahm die Beschäftigtenzahl um knapp 5.000 zu; der prozentuale Anstieg fiel mit plus 25,8 Prozent besonders kräftig aus.

Das Gesundheitswesen zeichnet sich durch einen hohen Anteil weiblichen Personals aus. Im Jahr 2013 waren in diesem Wirtschaftsbereich 189.500 Frauen tätig, was einem Beschäftigtenanteil von 76,4 Prozent entspricht (Deutschland: 75,8 Prozent). Teilzeitarbeit ist im Gesundheitswesen weit verbreitet, was im Unterschied von Vollzeitäquivalenten zu Beschäftigtenzahlen zum Ausdruck kommt. Vollzeitäquivalente geben die Zahl der auf die volle tarifliche Arbeitszeit umgerechneten Beschäftigten an. In Rheinland-Pfalz kamen im Gesundheitswesen auf 100 Beschäftigte rechnerisch 71,5 Vollzeitäquivalente. Damit hat Teilzeitbeschäftigung im Land eine überdurchschnittliche Bedeutung – in Deutschland lag das Verhältnis bei 72,8 Vollzeitäquivalenten je 100 Beschäftigte.

Weitere Informationen:

Kurzpräsentation zu den Gesundheitsökonomischen Gesamtrechnungen

Die Ergebnisse entstammen den Gesundheitsökonomischen Gesamtrechnungen der Länder, die die Arbeitsgruppe „Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder“ (AG GGRdL) derzeit für die Länder Baden-Württemberg, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen erstellt. Ergebnisse für die übrigen Bundesländer liegen noch nicht vor. Die Berechnungen erfolgen in Abstimmung mit den Gesundheitsökonomischen Gesamtrechnungen des Bundes, die wiederum auf dem internationalen System of Health Accounts (SHA) beruhen. Die Gesundheitsökonomischen Gesamtrechnungen bestehen zur Zeit aus der Gesundheitspersonalrechnung und der Gesundheitsausgabenrechnung; eine Berechnung der Bruttowertschöpfung für die Gesundheitswirtschaft liegt noch nicht vor.



Die Gesundheitspersonalrechnung (GPR) wird für die Länder ab dem Berichtsjahr 2008 nach einheitlicher Methode durchgeführt. Im Zuge der aktuellen Berechnungen wurden die Ergebnisse von 2008 bis 2012 gemäß der Revision der GPR des Bundes überarbeitet. Unter Beschäftigten werden Beschäftigungsverhältnisse verstanden, sodass Personen mit mehreren Arbeitsverhältnissen in verschiedenen Einrichtungen mehrfach gezählt werden. Zu den Beschäftigten zählen Selbstständige, ohne Entgelt mithelfende Familienangehörige sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind u. a. Arbeiterinnen und Arbeiter, Angestellte, Beamtinnen und Beamte, Richterinnen und Richter, Wehr- oder Zivil- bzw. Bundesfreiwilligendienstleistende und geringfügig Beschäftigte. Auszubildende sind in den Beschäftigtenzahlen der GPR nicht enthalten. Räumlich bezieht sich die Gesundheitspersonalrechnung auf die Beschäftigten mit Arbeitsort im jeweiligen Bundesland (Arbeitsortprinzip).

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen)



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news-1751Mon, 31 Aug 2015 10:10:00 +0200Mehr als 940.000 Krankenhauspatientenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1751/In den rheinland-pfälzischen Krankenhäusern wurden im vergangenen Jahr rund 940.000 Patientinnen und Patienten vollstationär versorgt. Das waren 16 Prozent mehr als vor zehn Jahren und rund zwei Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Zahl dieser Behandlungsfälle ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen und erreichte im Jahr 2014 einen neuen Höchststand. Die Zahl der für die vollstationäre Versorgung erbrachten Behandlungstage erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr leicht auf rund 6,8 Millionen (plus 0,5 Prozent).

Im Durchschnitt verblieben die Patientinnen und Patienten 7,2 Tage im Krankenhaus, das ist der niedrigste Wert seit der erstmaligen Erhebung der Krankenhausstatistik 1990. Im Jahr 2005 hatte die durchschnittliche Verweildauer noch 8,3 Tage betragen. Ursachen für die zunehmende Verkürzung der Behandlungsdauer sind – neben den Reformen im Gesundheitswesen, die auf mehr Effizienz zielen – auch medizinische Fortschritte, die sich in neuen oder verbesserten Behandlungsformen mit verkürzter Behandlungsdauer niedergeschlagen haben.

Ambulante und teilstationäre Behandlungen

Neben der klassischen vollstationären Unterbringung werden in den Krankenhäusern auch verstärkt ambulante und teilstationäre Leistungen angeboten. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 81.000 Patientinnen und Patienten in den Krankenhäusern ambulant operiert. Das waren gut fünf Prozent mehr als im Jahr zuvor. 22.236 Patientinnen und Patienten wurden teilstationär behandelt. Diese Form der Behandlung wird nicht über 24 Stunden im Krankenhaus durchgeführt; die Patienten verbringen nur einen Teil des Tages in der Einrichtung. Gegenüber 2013 stieg die Zahl der teilstationären Behandlungen um drei Prozent.

Personal

Auf Vollzeitkräfte umgerechnet wurden im vergangenen Jahr 6.639 Ärztinnen und Ärzte für die Behandlung der Patientinnen und Patienten eingesetzt. Das waren fast zwei Prozent mehr als 2013. Im Pflegedienst entspricht die Zahl von 15.665 Vollzeitäquivalenten dem Vorjahresniveau. Gegenüber dem Jahr 2004 erhöhte sich das ärztliche Personal um gut 30 Prozent, die Zahl der Pflegekräfte nahm um knapp sieben Prozent zu.

Die Zahlen stammen aus der Krankenhausstatistik. Einmal im Jahr liefern die Krankenhäuser unter anderem diese Eckdaten an das Statistische Landesamt. Das ärztliche und nichtärztliche Personal wird hier in Vollkräften ausgewiesen. Vollkräfte geben die Anzahl der auf die volle tarifliche Arbeitszeit umgerechneten Beschäftigten an.

Autor: Torsten Hees (Sachgebiet Gesundheit, Rechtspflege)

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news-1580Fri, 12 Dec 2014 08:19:00 +0100Krankenhauskosten stiegen 2013 um 4,4 Prozenthttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1580/In den rheinland-pfälzischen Krankenhäusern fielen im Jahr 2013 Gesamtkosten in Höhe von 4,2 Milliarden Euro an. Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes 4,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Bundesweit lag der Kostenanstieg mit 3,2 Prozent niedriger.

Mit 2,6 Milliarden Euro entfielen zwei Drittel der Gesamtausgaben auf die Personalkosten. Das waren 4,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor und mehr als 40 Prozent im Vergleich zu den Aufwendungen im Jahr 2003. Der Pflegedienst stellt mit 840 Millionen Euro (plus 3,6 Prozent) den größten Anteil, gefolgt vom ärztlichen Personal mit 777 Millionen Euro (plus 6,7 Prozent). Die Kostensteigerungen im ärztlichen Dienst sind zumindest teilweise auf die Ausweitung des Personalbestandes zurückzuführen. Ende 2013 arbeiteten 7.355 Ärztinnen und Ärzte in den rheinland-pfälzischen Krankenhäusern, das waren 242 Personen mehr als im Jahr zuvor. Im Zehn-Jahres-Vergleich zeigt sich, dass die Steigerung der Kosten im Pflegedienst mit einem Plus von 22 Prozent deutlich moderater ausfiel als in anderen Berufsgruppen. Auch dies ist eine Folge der Personalentwicklung. Die Zahl der vollbeschäftigten Ärztinnen und Ärzte hat sich gegenüber 2003 um ein Drittel erhöht, im Pflegedienst stieg die Beschäftigtenzahl um fünf Prozent.

Die Sachkosten erhöhten sich gegenüber dem Jahr 2012 um 3,9 Prozent auf nunmehr 1,4 Milliarden Euro. Mit ursächlich für diese Entwicklung waren, neben den kontinuierlich steigenden Patientenzahlen und den damit verbundenen Mehraufwendungen für Lebensmittel und medizinische Bedarfe, die stark gestiegenen Kosten für Wasser, Energie und Brennstoffe. Im Vergleich zum Jahr 2003 mussten die Krankenhäuser 70 Prozent mehr für den energetischen Betrieb aufbringen.

Die Gesamtkosten werden um Aufwendungen bereinigt, die nicht unmittelbar im Zusammenhang mit stationären Leistungen stehen (z. B. Kosten der Ambulanz, Aufwand für Forschung und wissenschaftliche Lehre). Daraus ergeben sich die sogenannten pflegesatzfähigen Kosten. Diese lagen im Jahr 2013 bei 3,7 Milliarden Euro. Je Behandlungstag wurden 2003 durchschnittlich 365 Euro aufgewendet, 2013 lag dieser Wert bei 545 Euro (plus 50 Prozent). Bei einer durchschnittlichen Verweildauer von 7,4 Tagen bei den vollstationär behandelten Patientinnen und Patienten errechnen sich pro Behandlungsfall Kosten von 4.011 Euro. Dieser Wert liegt unter dem Bundesdurchschnitt (4.152 Euro).

Die Krankenhäuser melden die Kostendaten einmal jährlich an das Statistische Landesamt.

Autor: Torsten Hees (Sachgebiet Gesundheit und Rechtspflege)

 

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news-1569Wed, 26 Nov 2014 08:09:00 +0100Alkoholmissbrauch führt häufig ins Krankenhaushttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1569/Extremer Alkohol-Konsum ist häufig der Grund für einen akuten stationären Krankenhausaufenthalt. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes gab es im vergangenen Jahr 14.761 Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer, die mit der Diagnose »psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol« vollstationär behandelt wurden. Männer (10.685) betraf dies wesentlich häufiger als Frauen (4.076). Auch eine Betrachtung nach dem Alter zeigt Auffälligkeiten: So ist mehr als die Hälfte der Personen mit einer solchen Diagnose zwischen 40 und 60 Jahre alt. Besonders Männer in einem Alter von etwa Mitte 40 bis Mitte 50 finden sich oft wegen Alkoholexzessen im Krankenhaus wieder.

Aber auch viele junge Menschen müssen wegen akutem Alkoholmissbrauch ins Krankenhaus eingeliefert werden, wenngleich hier nach Jahren des tendenziellen Anstiegs ein recht deutlicher Rückgang zu verzeichnen war. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 1.425 Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 19 Jahren aus diesem Grund stationär behandelt, das waren 18 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die Zahl der behandelten 12-Jährigen war mit neun Fällen noch vergleichsweise gering, mit zunehmendem Alter nimmt die Zahl aber deutlich zu. Mit 333 Fällen sind die 16-Jährigen traurige Spitzenreiter, auch 17-Jährige sind mit 269 Fällen stark vertreten. Dabei ist übermäßiger Alkoholkonsum kein rein männliches Problem: 38 Prozent der Fälle betrifft Mädchen.

Regionale Unterschiede

Regional zeigen sich - betrachtet nach dem Wohnsitz der Patienten - deutliche Unterschiede. Zum Ausgleich von Schwankungen im Zeitverlauf wird der Durchschnitt der zurückliegenden  drei Jahre betrachtet. Die Zahl der Behandlungsfälle liegt in der Altersgruppe der 40- bis 59-Jährigen je 1.000 Einwohner bei 6,1. In den kreisfreien Städten (9,2) fällt der Wert deutlich höher aus als in den Landkreisen (5,2). Das gilt auch für die Jugendlichen (kreisfreie Städte: 5,3; Landkreise: 4,7).

Bei den 40 bis 59-Jährigen gab es die relativ meisten Fälle in Koblenz (12,7 je 1.000 Einwohner), die wenigsten im Landkreis Kaiserslautern (2,8). Bei den Jugendlichen war Pirmasens trauriger Spitzenreiter (10,5 Fälle je 1.000 Einwohner), die relativ geringste Zahl an Behandlungsfällen gab es auch in dieser Altersgruppe im Landkreis Kaiserslautern (3,4).

Daten über stationär versorgte Patientinnen und Patienten erhält das Statistische Landesamt einmal jährlich von den Krankenhäusern. Die Angaben stammen aus der Krankenhausdiagnosestatistik und beziehen sich auf Personen, die in einem Krankenhaus vollstationär behandelt wurden und ihren Wohnort in Rheinland-Pfalz haben. Behandelte Personen, die wiederholt stationär aufgenommen wurden, werden in der Statistik mehrfach gezählt.

Die Diagnosen werden nach der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten (ICD-10) gestellt. Jeder Krankenhausfall geht nur mit einer Diagnose, der Hauptdiagnose, in die Statistik ein. Die Diagnosen werden in einer Differenzierung nach einer dreistelligen Systematik statistisch nachgewiesen. Die Alkoholmissbrauchsfälle liegen der Diagnose F10 - Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol - zugrunde.

Autor: Günter Ickler (Referat Soziale Leistungen, Gesundheit, Rechtspflege)

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news-1545Thu, 16 Oct 2014 08:46:00 +0200Die meisten Menschen sterben an Herz-Kreislauf-Erkrankunghttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1545/Im Jahr 2013 starben insgesamt 45.532 Menschen aus Rheinland-Pfalz, 23.582 Frauen und 21.950 Männer. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems waren Herz-Kreislauf-Erkrankungen die mit Abstand häufigste Todesursache (40,7 Prozent), wobei 88 Prozent der daran Verstorbenen 70 Jahre oder älter waren. Wegen des deutlich höheren Frauenanteils unter der älteren Bevölkerung war auch die Zahl der an Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestorbenen Frauen mit 10.359 deutlich größer als die der Männer (8.152). Zweithäufigste Todesursache waren mit gut 26 Prozent die sogenannten Neubildungen. Bei 11.914 Menschen führten die verschiedenen Formen dieser Krankheit zum Tode. Zu den Neubildungen zählen in erster Linie (96 Prozent) die bösartigen Neubildungen (Krebs). An Neubildungen starben mehr Männer (6.464) als Frauen (5.450). Der Anteil der über 70-Jährigen lag bei dieser Todesursache mit 67 Prozent deutlich unter deren Anteil an allen Gestorbenen (79 Prozent). Jeder zweite Krebssterbefall ging auf eine bösartige Neubildung der Verdauungsorgane (3.487) oder der Atmungsorgane (2.494) zurück.

Die weiteren Todesursachen traten deutlich seltener auf. An Krankheiten des Atmungssystems starben 2.971 Menschen (6,5 Prozent). Männer (1.613) waren hier häufiger betroffen als Frauen (1.358). Krankheiten des Verdauungssystems führten bei 2.050 Menschen zum Tod (4,5 Prozent). Hieran starben Frauen und Männer etwa gleich häufig (1.015 gegenüber 1.035). Stoffwechselerkrankungen waren bei 1.818 Menschen die für den Tod maßgebliche Krankheit. Dabei handelt es sich zum weitaus größten Teil um die im Volksmund als Zuckerkrankheit bezeichnete Diabetes mellitus. An einer Verletzung oder Vergiftung starben 1.652 Personen, 1.016 Männer und 636 Frauen. Darunter waren 520 Menschen (370 Männer und 150 Frauen), die aus eigenem Entschluss ihrem Leben ein Ende setzten.

Ausführliche gesundheitsbezogene Informationen veröffentlicht das Statistische Landesamt im Internetangebot zur Gesundheitsberichterstattung: http://www.statistik.rlp.de/staat-und-gesellschaft/gesundheit/gesundheitsberichterstattung/

Die Zahlen stammen aus der Todesursachenstatistik. Grundlage dieser Statistik sind die offiziellen Todesbescheinigungen, auf denen die den Tod feststellenden Ärzte alle zum Tode führenden Ursachen vermerken. Aus diesen Angaben wird dann im Statistischen Landesamt nach international festgelegten Regeln das zum Tod führende Grundleiden ermittelt. Die Ergebnisse der Todesursachenstatistik werden jährlich bereitgestellt. Die Unterscheidung nach den verschiedenen Todesursachen folgt einer internationalen Klassifikation.


Autor: Günter Ickler (Referat Soziale Leistungen, Gesundheit, Rechtspflege)

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news-1525Mon, 15 Sep 2014 09:04:00 +0200Gesundheitsausgaben steigen stärker als die Wirtschaftsleistunghttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1525/Die Gesundheitsausgaben sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. In Rheinland-Pfalz beliefen sie sich 2012 nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf 15,2 Milliarden Euro, das waren 15,5 Prozent mehr als 2008 (Deutschland: plus 13,5 Prozent). »Damit sind in Rheinland-Pfalz die Ausgaben im Gesundheitsbereich stärker gewachsen als die Gesamtwirtschaft« , so Jörg Berres, Präsident des Landesamtes. Das Bruttoinlandsprodukt (in jeweiligen Preisen) erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 10,4 Prozent (Deutschland: plus 7,8 Prozent). Fielen 2008 im rheinland-pfälzischen Gesundheitswesen Ausgaben in Höhe von 3.250 Euro je Einwohner an, waren es 2012 bereits 3.800 Euro pro Person. Die Pro-Kopf-Ausgaben lagen um 60 Euro über dem Bundesdurchschnitt von 3.740 Euro. Dies ist ein Ergebnis der Gesundheitsausgabenrechnung der Länder, die erstmals von den Statistischen Ämtern der Länder für die Jahre 2008 bis 2012 nach einem einheitlichen methodischen Ansatz für mehrere Bundesländer durchgeführt wurde.

Ein großer Teil der Gesundheitsausgaben, zu denen alle Käufe von Waren und Dienstleistungen zum Zweck der Prävention, Behandlung, Rehabilitation und Pflege sowie die Investitionen der Einrichtungen des Gesundheitswesens zählen, wird durch die gesetzliche Krankenversicherung getragen. Im Jahr 2012 entfielen auf diesen Ausgabenträger 56,3 Prozent aller rheinland-pfälzischen Gesundheitsausgaben, im Bundesdurchschnitt waren es 57,4 Prozent. Es folgten die privaten Haushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck mit einem Ausgabenanteil von 12,6 Prozent (Deutschland: 13,5 Prozent). Eine überdurchschnittliche Bedeutung hat in Rheinland-Pfalz die private Krankenversicherung, die 10,3 Prozent der Ausgaben übernahm (Deutschland: 9,3 Prozent).

Von 2008 bis 2012 verzeichneten alle Ausgabenträger steigende Gesundheitsausgaben. Am stärksten erhöhten sie sich bei der sozialen Pflegeversicherung (plus 22,3 Prozent, Ausgabenanteil 2012: 9,3 Prozent), gefolgt von der privaten Krankenversicherung (plus 18,1 Prozent). Bei den öffentlichen Haushalten, zu denen die Haushalte von Land und Kommunen zählen und die 2012 einen Ausgabenanteil von 4,6 Prozent hatten, fiel die Zunahme mit plus 7,2 Prozent am schwächsten aus.

Beschäftigung

Die Bedeutung des Gesundheitssektors als Arbeitgeber nimmt stetig zu. Im Jahr 2012 wurden im rheinland-pfälzischen Gesundheitswesen 251.100 Beschäftigte gezählt, das waren 20.100 bzw. 8,7 Prozent mehr als 2008 (Deutschland: plus 9 Prozent). Die Erwerbstätigenzahlen erhöhten sich im gleichen Zeitraum um 2,2 Prozent. Rechnerisch waren 2012 im Land 62,9 Beschäftigte je 1.000 Einwohner im Gesundheitswesen tätig (Deutschland: 64 Beschäftigte je 1.000 Einwohner).

Die größten Arbeitgeber waren die ambulanten Einrichtungen, zu denen u. a. die Praxen von Ärzten und sonstigen medizinischen Berufen, Apotheken, der gesundheitsbezogene Einzelhandel und ambulante Pflegedienste gehören. Ihr Beschäftigtenanteil belief sich 2012 auf 41,3 Prozent (Deutschland: 42,4 Prozent). In stationären Einrichtungen - Krankenhäusern, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sowie stationären und teilstationären Pflegeeinrichtungen - waren 39 Prozent des Personals tätig (Deutschland: 37,7 Prozent). An dritter Stelle folgten die Vorleistungseinrichtungen mit einem Anteil von 10,5 Prozent (Deutschland: 10,4 Prozent). Dazu zählen die pharmazeutische, medizintechnische und augenoptische Industrie, der Großhandel und die Handelsvermittlung sowie medizinische und zahnmedizinische Laboratorien.

Das Gesundheitswesen zeichnet sich durch einen hohen Anteil weiblichen Personals aus. Im Jahr 2012 waren dort 191.700 Frauen tätig, was einem Beschäftigtenanteil von 76,3 Prozent entspricht (Deutschland: 75,8 Prozent). Bei ambulanten sowie den stationären und teilstationären Einrichtungen waren die Frauenanteile mit über 80 Prozent am höchsten. Am niedrigsten war der Anteil im Rettungsdienst mit 26,2 Prozent.

Weitere Informationen: www.statistik.rlp.de

Kurzpräsentation (Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen in Grafiken)

Zeitreihe Gesundheitsausgaben in Rheinland-Pfalz

Zeitreihe Personal im Gesundheitswesen in Rheinland-Pfalz

Arbeitsgruppe Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder

Die Ergebnisse entstammen den Gesundheitsökonomischen Gesamtrechnungen der Länder, die die Arbeitsgruppe »Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder« (AG GGRdL) der Statistischen Landesämter Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Thüringen und des Statistischen Bundesamtes erstellt. Ergebnisse für die übrigen Bundesländer liegen derzeit nicht vor. Die Berechnungen erfolgen in Abstimmung mit den Gesundheitsökonomischen Gesamtrechnungen des Bundes, die wiederum auf dem internationalen System of Health Accounts (SHA) beruhen.

Die Gesundheitsausgabenrechnung (GAR) wird für die Länder ab dem Berichtsjahr 2008 nach einheitlicher Methode durchgeführt. Räumlich bezieht sich die Berechnung auf die Gesundheitsausgaben für die jeweilige inländische Bevölkerung (Wohnortprinzip).

Die Gesundheitspersonalrechnung (GPR) wird für die Länder ab dem Berichtsjahr 2008 nach einheitlicher Methode durchgeführt. Im Zuge der aktuellen Berechnungen wurden die Ergebnisse von 2008 bis 2011 gemäß der Revision der GPR des Bundes überarbeitet. Unter Beschäftigten werden Beschäftigungsverhältnisse verstanden, sodass Personen mit mehreren Arbeitsverhältnissen in verschiedenen Einrichtungen mehrfach gezählt werden. Zu den Beschäftigten zählen Selbstständige, ohne Entgelt mithelfende Familienangehörige und Arbeitnehmer. Arbeitnehmer sind u. a. Arbeiter, Angestellte, Beamte, Auszubildende, Wehr- oder Zivildienstleistende und geringfügig Beschäftigte. Räumlich bezieht sich die Gesundheitspersonalrechnung auf die Beschäftigten mit Arbeitsort im jeweiligen Bundesland (Arbeitsortprinzip).

Eine Berechnung der Bruttowertschöpfung für die Gesundheitswirtschaft liegt derzeit noch nicht vor.

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen)

 

 

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news-1399Mon, 24 Mar 2014 13:37:00 +0100Zahl der Schwangerschaftsabbrüche im Jahr 2013 leicht gestiegenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/bildung/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1399/Im Jahr 2013 entschieden sich 4.011 rheinland-pfälzische Frauen zu einem Schwangerschaftsabbruch. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Abbrüche um rund zwei Prozent angestiegen. In der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen haben sich rund elf Prozent mehr Frauen für einen Abbruch entschieden als im Jahr zuvor. Bei den unter 18-Jährigen sind es rund 20 Prozent weniger. Deutschlandweit ging die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche um 3,8 Prozent zurück. Rund 76 Prozent der Frauen ließen den Eingriff in einer Arztpraxis oder einem Krankenhaus in Rheinland-Pfalz durchführen. Etwa jede vierte Frau wandte sich an Ärztinnen oder Ärzte in anderen Bundesländern. Rheinland-Pfalz hat damit deutschlandweit den höchsten Anteil an Frauen, die den Abbruch in einem anderen Bundesland vornehmen lassen, gefolgt von Niedersachsen (17 Prozent) und Brandenburg (13 Prozent).

Von den Frauen, die sich für einen Abbruch entschieden, betreuten 2.294 bereits mindestens ein Kind. Jede Zehnte lebt dabei mit drei und mehr Kindern in einer Familie zusammen. Rund 43 Prozent der Frauen hatten vor dem Schwangerschaftsabbruch noch keine Lebendgeburt.

97 Prozent der gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche wurden nach der Beratungsregelung vorgenommen. Diese besagt, dass die Schwangerschaft innerhalb von zwölf Wochen nach der Empfängnis durch einen Arzt abgebrochen wird, die schwangere Frau den Abbruch verlangt und sie dem Arzt durch die Bescheinigung einer anerkannten Beratungsstelle eine mindestens drei Tage zurückliegende Schwangerschaftskonfliktberatung nachgewiesen hat. Medizinische oder kriminologische Indikationen waren in drei Prozent der Fälle die Begründung für den Abbruch.

Die Zahlen stammen aus der Bundesstatistik der Schwangerschaftsabbrüche. Hierbei handelt es sich um eine Total-Erhebung, die einen Überblick über Größenordnung, Struktur und Entwicklung der Schwangerschaftsabbrüche gibt. Die Daten zu dieser Statistik liefern Arztpraxen und Krankenhäuser, in denen Schwangerschaftsabbrüche vorgenommen werden.

Autor: Torsten Hees (Sachgebiet Gesundheit, Rechtspflege)

 

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