StLA-RP | Pressemitteilungenhttp://www.statistik.rlp.deAktuelle Pressemitteilungen des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalzde-deStatistisches Landesamt Rheinland-PfalzMon, 25 Jan 2021 02:09:57 +0100Mon, 25 Jan 2021 02:09:57 +0100TYPO3 EXT:newsnews-3082Fri, 23 Oct 2020 10:42:00 +0200Knapp 3.000 Häftlinge im rheinland-pfälzischen Justizvollzug http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/justiz/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/3082/In den Justizvollzugsanstalten des Landes waren Ende März dieses Jahres insgesamt 2.952 Gefangene untergebracht – 93 Prozent davon waren Männer. Laut Statistischem Landesamt in Bad Ems sank die Anzahl der Insassen gegenüber dem Vorjahr um acht Prozent.Fast 80 Prozent der Häftlinge (2.350 Personen) verbüßten aufgrund einer rechtskräftigen Verurteilung eine Freiheits- bzw. Jugendstrafe oder befanden sich in einer anschließenden Sicherungsverwahrung. Die restlichen Personen saßen in Untersuchungshaft oder befanden sich in einer sonstigen freiheitsentziehenden Maßnahme wie Ordnungs-, Sicherungs-, Zwangs- oder Erzwingungshaft.

Rund ein Drittel der verurteilten Strafgefangenen (761 Personen) waren aufgrund eines Verbrechens inhaftiert, das sich unmittelbar gegen eine Person richtete, beispielsweise Körperverletzung, Sexual- und Tötungsdelikte. Weitere 30 Prozent (700 Personen) waren infolge eines Vermögens- oder Eigentumsdeliktes im Justizvollzug; dazu zählen unter anderem Diebstahl oder Betrug. Etwa 16 Prozent (378 Personen) befanden sich wegen einer Straftat gegen das Betäubungsmittelgesetz in Haft; weitere 12 Prozent (281 Personen) aufgrund von Raub, räuberischer Erpressung oder eines räuberischen Angriffs auf Kraftfahrerinnen bzw. -fahrer.

Gut 31 Prozent der verurteilten Strafgefangenen hatte keinerlei Vorstrafen vorzuweisen. Weitere knapp 29 Prozent waren bereits vorbestraft, ohne jedoch zuvor in einer Justizvollzugsanstalt eingesessen zu haben. Die restlichen 40 Prozent waren bereits zum wiederholten Mal in einer Justizvollzugsanstalt untergebracht. Fast jeder bzw. jede vierte der wiederholt Einsitzenden wurde bereits innerhalb eines Jahres nach der letzten Haftentlassung erneut festgenommen.

Daten über die jeweils am 31.03. eines Jahres einsitzenden Gefangenen erhält das Statistische Landesamt einmal jährlich von den Justizvollzugsanstalten auf elektronischem Meldeweg. Übermittelt werden demografische Merkmale wie beispielsweise Alter und Familienstand sowie kriminologische Merkmale wie Straftat, Art und Höhe der Strafe oder Vorstrafen. Seit dem Berichtsjahr 2019 sind im Rahmen der amtlichen Statistik zudem alle Personen in Untersuchungshaft sowie sonstigen freiheitsentziehenden Maßnahmen zu melden. In den Vorjahren wurden die Zeitreihen nachrichtlich durch Angaben aus den Bestandserhebungen der Justizverwaltung ergänzt. Die zeitliche Vergleichbarkeit ist daher eingeschränkt.

Autor: Markus Elz (Referat Soziales, Gesundheit, Rechtspflege)

Strafgefangene und Sicherungsverwahrte im rheinland-pfäzischen Justizvollzug zum Stichtag 31. März nach Straftaten
StraftatInsgesamtMännerFrauen
Anzahl%Anzahl%Anzahl%
Straftaten nach dem Strafgesetzbuch (ohne Straftaten im Straßenverkehr)1.82477,61.67977,314581,0
darunter      
Straftaten gegen den Staat, die öffentliche Ordnung und im Amt562,4532,431,7
Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung2028,61979,152,8
Andere Straftaten gegen die Person55923,852324,13620,1
darunter Mord oder Totschlag2018,61838,41810,1
Raub, räuberische Erpressung, räuberischer Angriff auf Kraftfahrer28112,026712,3147,8
Vermögens- oder Eigentumsdelikte70029,861528,38547,5
Diebstahl und Unterschlagung39917,036817,03117,3
Andere Vermögens-, Eigentums- und Urkundendelikte30112,824711,45430,2
Gemeingefährliche Straftaten außer im Straßenverkehr261,1241,121,1
Straftaten im Straßenverkehr sowie Regelungen des Straßenverkehrsgesetzes1215,11135,284,5
Straftaten nach anderen Bundes- und Landesgesetzen40517,237917,52614,5
darunter Straftaten nach dem Betäubungsmittelgesetz37816,135316,32514,0
Straftaten insgesamt2.350100,02.171100,0179100,0
Gefangene im rheinland-pfäzischen Justizvollzug zum Stichtag 31. März nach ausgewählten Merkmalen
Alter Familienstand vorauss. VollzugsdauerInsgesamtMännerFrauen
AnzahlAnteil %AnzahlAnteil %AnzahlAnteil %
Alter von ... bis unter ... Jahre
unter 211896,41846,752,4
21 - 2533211,232311,894,3
25 - 3045315,342715,62612,3
30 - 4091931,183930,68037,9
40 - 5055418,849918,25526,1
50 - 6036012,233412,22612,3
60 - 701163,91063,9104,7
70 - 80250,8250,900,0
80 und älter40,140,100,0
Familienstand
ledig1.96666,61.86668,110047,4
verheiratet50617,145116,55526,1
verwitwet441,5381,462,8
geschieden43014,638013,95023,7
sonstige und ohne Angabe60,260,200,0
Voraussichtliche Vollzugsdauer
unter 3 Monate1485,01294,7199,0
3 bis unter 6 Monate30210,22729,93014,2
6 bis einschließlich 9 Monate2618,82388,72310,9
mehr als 9 bis einschließlich 1 Jahr2378,02177,9209,5
mehr als 1 Jahr bis einschließlich 2 Jahre52417,848717,83717,5
mehr als 2 Jahr bis einschließlich 5 Jahre55418,852519,22913,7
mehr als 5 Jahr bis einschließlich 10 Jahre1505,11395,1115,2
mehr als 10 Jahr bis einschließlich 15 Jahre170,6170,600,0
lebenslang1073,6973,5104,7
unbestimmte Dauer65222,162022,63215,2
Gefangene Insgesamt2.952100,02.741100,0211100,0
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news-3040Fri, 04 Sep 2020 12:31:01 +0200Erneut leichter Anstieg der Zahl der Verurteilungenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/justiz/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/3040/Im Jahr 2019 wurden in Rheinland-Pfalz 32.994 Personen rechtskräftig verurteilt. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, waren dies 586 Verurteilungen bzw. 1,8 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Zwar ist damit die Zahl der Verurteilten das zweite Jahr in Folge leicht gestiegen; gegenüber dem letzten Höchststand im Jahr 2005 mit über 43.000 Verurteilungen bedeutet dies jedoch einen Rückgang um fast 25 Prozent. Mehr als 80 Prozent der Verurteilten waren Männer, rund 29 Prozent hatten nicht die deutsche Staatsangehörigkeit.Insgesamt 19.151 Verurteilungen – rund 58 Prozent – sind den sogenannten „klassischen Delikten“ aufgrund eines Verbrechens oder Vergehens gegen Vorschriften des Strafgesetzbuches zuzuordnen; dies entspricht nahezu dem Wert des Jahres 2018. Die zweitgrößte Gruppe (8.564 Verurteilungen bzw. 26 Prozent) bildeten die Straftaten im Straßenverkehr wie Trunkenheit, Fahren ohne Fahrerlaubnis oder das unerlaubte Entfernen vom Unfallort. Gegenüber dem Vorjahr ist hier ein Anstieg um 168 Verurteilungen bzw. 2 Prozent zu verzeichnen.

Wegen Verstößen gegen Strafvorschriften eines anderen Bundes- oder Landesgesetzes gab es 5.279 Verurteilungen, 9,2 Prozent mehr als 2018. Hierzu zählen etwa das Betäubungsmittelgesetz, das Waffengesetz und das Aufenthaltsgesetz.

Die Verurteiltenziffer, die die Zahl der Betroffenen auf 100.000 der Bevölkerung gleichen Alters bezieht, ist gegenüber dem Vorjahr um rund 1,7 Prozent auf 923 gestiegen. Bezogen auf einzelne Personengruppen kommen rechtskräftige Verurteilungen am häufigsten in der Gruppe der Heranwachsenden im Alter von 18 bis 20 Jahren vor. Hier hat sich die Kennzahl im Vergleich zum Vorjahr um 8,8 Prozent auf 1.948 erhöht und liegt damit deutlich über den Werten bei den Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren (959) bzw. den Erwachsenen ab 21 Jahren (880).

Die Ergebnisse basieren auf den monatlichen Meldungen der Staatsanwaltschaften in Rheinland-Pfalz zu den rechtskräftig abgeurteilten Personen. In der Strafverfolgungsstatistik werden alle Abgeurteilten nachgewiesen, gegen die rechtskräftige Strafbefehle erlassen wurden bzw. Strafverfahren nach Eröffnung des Hauptverfahrens durch Urteil oder Einstellungsbeschluss rechtskräftig abgeschlossen worden sind. Nicht erfasst werden Ordnungswidrigkeiten, Entscheidungen vor Eröffnung eines Hauptverfahrens sowie Entscheidungen nach Rechtskraft des Urteils.

Autor: Hans-Peter Fein (Abteilung Staat, Gesellschaft)

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news-3034Mon, 31 Aug 2020 08:52:29 +0200Inflationsrate im August weiterhin unter Vorjahresniveauhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/justiz/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/3034/Im August 2020 lag der Verbraucherpreisindex für Rheinland-Pfalz 0,2 Prozent niedriger als vor einem Jahr. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems weiter mitteilt, ist dies der zweite Monat in Folge, in dem die Verbraucherpreise unter das Vorjahresniveau sinken. Im Juli 2020 betrug die Teuerungsrate minus 0,1 Prozent. Veränderungen gegenüber August 2019

Energie war im August 2020 günstiger als im Vorjahr (minus 5,4 Prozent). Der Grund dafür sind insbesondere Preissenkungen bei Mineralölprodukten (minus 14,4 Prozent). So verringerten sich die Preise für Heizöl (einschließlich Umlage) um 25,6 Prozent und die Kraftstoffpreise um 10,3 Prozent. Für Fernwärme musste ebenfalls weniger als vor einem Jahr bezahlt werden (minus 3,2 Prozent). Merklich gestiegen sind hingegen die Preise für Strom (plus 4,5 Prozent). Gas (einschließlich Umlage) verteuerte sich um 0,6 Prozent.

Die Preise für Nahrungsmittel lagen um 1,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wobei die Entwicklung uneinheitlich verlief. Deutlich tiefer in die Tasche greifen mussten Verbraucherinnen und Verbraucher beim Kauf von Obst (plus 5,4 Prozent). Vor allem Äpfel waren wesentlich teurer als im August 2019 (plus 16,7 Prozent). Für Erdbeeren, Himbeeren und Stachelbeeren mussten ebenfalls höhere Preise bezahlt werden (plus 9,2 Prozent). Die Preise für Fleisch und Fleischwaren stiegen um 4,7 Prozent (darunter Schweinefleisch plus 7,3 Prozent). Preissenkungen waren bei Gemüse zu verzeichnen (minus 7,4 Prozent). So konnten Gurken und Kartoffeln günstiger bezogen werden (minus 26,2 bzw. minus 21,6 Prozent).

Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die auch als Kerninflationsrate bezeichnet wird, belief sich auf plus 0,4 Prozent. Im Juli 2020 betrug sie 0,5 Prozent.

Bei der Hälfte der zwölf so genannten Abteilungen stiegen die Preise binnen Jahresfrist. Die größten Zuwächse gab es in dem Bereich „Alkoholische Getränke und Tabakwaren“ (plus 2,5 Prozent). An zweiter Stelle folgte die Abteilung „Andere Waren und Dienstleistungen“ (plus 2,4 Prozent), zu der u. a. Dienstleistungen sozialer Einrichtungen wie die ambulante und stationäre Pflege gehören. Niedriger als im Vorjahr waren im August vor allem die Preise in den Bereichen „Post und Telekommunikation“ (minus 2,6 Prozent), „Verkehr“ (minus 2,2 Prozent) und „Bekleidung und Schuhe“ (minus 1,9 Prozent).

Veränderungen gegenüber Juli 2020

Gegenüber dem Vormonat verringerten sich die Verbraucherpreise im August 2020 um 0,2 Prozent. In fünf der zwölf Abteilungen sank das Preisniveau. Die stärksten Preisrückgänge waren in der Abteilung „Freizeit, Unterhaltung und Kultur“ zu beobachten (minus 1,1 Prozent). Auch für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke musste weniger bezahlt werden als im Juli 2020 (minus 0,3 Prozent). Preissteigerungen wurden in den Abteilungen „Bekleidung und Schuhe“ sowie „Alkoholische Getränke und Tabakwaren“ registriert (plus 0,6 bzw. plus 0,1 Prozent). In fünf Bereichen blieben die Preise im Durchschnitt konstant, darunter die Abteilungen „Verkehr“ sowie „Gaststätten- und Beherbergungsdienstleistungen“.

Vom 1. Juli 2020 bis 31. Dezember 2020 werden der reguläre Mehrwertsteuersatz von 19 auf 16 Prozent sowie der ermäßigte Steuersatz von 7 auf 5 Prozent gesenkt. Diese Maßnahme wirkt sich unterschiedlich auf die einzelnen Gütergruppen aus. So sind mehr als zwei Drittel der im Warenkorb enthaltenen Güter mit dem regulären oder dem ermäßigten Steuersatz behaftet. Die übrigen rund 30 Prozent der Güter – wie beispielsweise Mieten – sind von der Mehrwertsteuerpflicht befreit. In welchem Umfang die niedrigeren Mehrwertsteuersätze an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben wurden, ist nur schwer nachweisbar, da die Preisentwicklung von vielen Faktoren abhängt.

Die Veränderung des Verbraucherpreisindexes (VPI) misst die durchschnittliche Preisveränderung der Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Rund um die Monatsmitte erheben in 11 rheinland-pfälzischen Berichtsgemeinden 18 Preisermittlerinnen bzw. Preisermittler im Auftrag des Statistischen Landesamtes in mehr als 2.000 Berichtsstellen (z. B. Kaufhäuser) rund 20.000 Einzelpreise. Dabei werden die Preise von 650 genau beschriebenen Waren und Dienstleistungen erfasst. Die Preisveränderungen werden gemäß der Verbrauchsbedeutung, die den Waren und Dienstleistungen bei den Ausgaben der privaten Haushalte (sogenannte Wägungsschema) zukommt, im Preisindex berücksichtigt. Die Veränderung des VPI gegenüber dem Vorjahresmonat beziehungsweise dem Vorjahr wird umgangssprachlich auch als Inflationsrate bezeichnet.
Neben dem VPI dienen Kerninflationsraten als ergänzende Kennzahlen zur Beurteilung der Geldwertentwicklung. Sie geben an, wie sich die Verbraucherpreise entwickeln, wenn bestimmte Güter des Warenkorbs nicht mit eingerechnet werden. Das sind zumeist Güter mit erfahrungsgemäß stark schwankenden Preisen. In dieser Pressemitteilung wird die Veränderung des Gesamtindexes ohne Energie und Nahrungsmittel als Kerninflationsrate bezeichnet.
Im August war es größtenteils möglich, die Vor-Ort-Erhebung durchzuführen. Nur noch in Einzelfällen kam es aufgrund der Corona-Pandemie zu Ausfällen in der Erhebungspraxis.
Die Pressemitteilung zum Berichtsmonat August 2020 enthält vorläufige Ergebnisse. Sofern bis zum 4. September 2020 keine Korrektur erscheint, sind die veröffentlichten Ergebnisse als endgültig anzusehen.

Autorin: Dr. Melanie Nofz (Referat Unternehmensregister, Verdienste, Preise)

Verbraucherpreisindex für Rheinland-Pfalz
Preisindizes
- für Gütergruppen
- für die Lebenshaltung insgesamt
Wägungs-anteil am Gesamt-index*
in %
IndexstandVeränderung gegenüber
August 2020August 2019Juli 2020
Basis
2015=100
%
Waren- und Dienstleistungsgruppen
Wohnung, Wasser, Strom, Gas u. a. Brennstoffe32,5104,40,3-0,1
Verkehr112,9104,7-2,20,0
Freizeit, Unterhaltung und Kultur11,3109,3-0,8-1,1
Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke9,7107,90,8-0,3
Andere Waren und Dienstleistungen7,4107,52,40,0
Möbel, Leuchten, Geräte u. a. Haushaltszubehör5,0101,2-1,00,0
Gaststätten- und Beherbergungsdienstleistungen4,7110,10,30,0
Gesundheit4,6105,50,4-0,1
Bekleidung und Schuhe4,596,9-1,90,6
Alkoholische Getränke und Tabakwaren3,8113,72,50,1
Post und Telekommunikation2,793,1-2,6-0,1
Bildungswesen0,9106,8-0,10,0
Gesamtlebenshaltung
Verbraucherpreisindex100,0105,4-0,2-0,2
Kerninflationsrate
Gesamtindex ohne Nahrungsmittel und Energie81,1106,20,4-0,1
* Die Preisveränderungen werden gemäß der Verbrauchsbedeutung, die den Waren und Dienstleistungen bei den Ausgaben der privaten Haushalte (sog. Wägungsschema) zukommt, im Verbraucherpreisindex berücksichtigt. Der Wägungsanteil gibt beispiels- weise an, welchen Anteil die Ausgaben für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke an den gesamten Verbrauchsausgaben der privaten Haushalte haben.
1 Die Abteilung Verkehr enthält Kraftstoffe und andere Waren sowie Dienstleistungen für Fahrzeuge, den Kauf von Fahrzeugen sowie die Beförderung von Personen und Gütern im Schienen-, Straßen-, Luft- und Schiffsverkehr.
Preisspiegel für Haushaltsenergie und Kraftstoffe
GüterartVeränderung in Prozent gegenüber
Juli 2020August 2019Jahr 2015
Energie insgesamt-0,4-5,4-3,3
Haushaltsenergie insgesamt-0,5-3,0-1,4
Heizöl, einschließlich Umlage-3,2-25,6-20,5
Strom0,04,58,9
Gas, einschließlich Umlage0,00,6-2,8
Feste Brennstoffe-1,1-4,50,0
Fernwärme u. A.0,0-3,2-4,0
Kraftstoffe insgesamt-0,4-10,3-7,2
Benzin-0,3-10,0-7,5
Dieselkraftstoff-0,5-11,7-6,2
Preisspiegel ausgewählter Nahrungs- und Genussmittel
GüterartVeränderung in Prozent gegenüber
Juli 2020August 2019Jahr 2015
Kartoffeln-17,7-21,6-5,4
Butter-1,0-0,546,4
Margarine2,93,216,4
Roggenbrot oder Mischbrot0,62,116,4
Weizenmehl-0,9-2,19,7
Reis-1,5-2,74,7
Pils, Lager, Schwarzbier o. a. untergäriges Bier1,2-5,3-0,8
Frisches Brötchen0,00,710,0
Salami, Zervelatwurst oder andere Dauerwurst0,86,715,1
Rinderroulade oder Rinderlende-1,41,37,9
Weißwein-1,2-2,7-2,7
Mineralwasser mit Kohlensäure2,0-0,91,7
Joghurt0,5-0,15,4
Hartkäse0,52,313,4
Bohnenkaffee-2,7-6,1-5,6
Pizza, Quiches oder Ähnliches1,41,6-2,6
Bananen-4,32,0-13,7
Eier-0,22,811,8
Schokoladentafel-3,65,5-0,8
Schweinebraten-1,65,15,0
Nudeln1,01,33,8
Apfelsaft oder ähnlicher Fruchtsaft-0,84,512,4
Vollmilch-1,23,727,4
Tomaten20,3-14,8-21,9
Äpfel5,316,735,0
Weintrauben-7,42,5-12,7

 

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news-3002Thu, 30 Jul 2020 09:26:44 +0200Zahl der Ehescheidungen 2019 auf Vorjahresniveauhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/justiz/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/3002/Von den rheinland-pfälzischen Familiengerichten wurden im Jahr 2019 insgesamt 8.008 Ehen geschieden. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, lag die Anzahl der Scheidungen damit nur geringfügig unter dem Vorjahreswert (minus 17 Scheidungen bzw. 0,2 Prozent). Gegenüber der Höchstzahl mit weit über 11.000 geschiedenen Paaren zu Beginn der 2000er Jahre ergibt sich allerdings ein Rückgang um rund 30 Prozent.Von den im Jahr 2019 beendeten Ehen wurden die meisten im Jahr 2014 geschlossen (442); es folgen die Eheschließungsjahrgänge 2016 (403 Scheidungen) und 2012 (401 Scheidungen). Aber auch langjährige Ehen gingen im Jahr 2019 auseinander: Insgesamt 1.205 Paare hatten zum Zeitpunkt der Scheidung bereits die silberne Hochzeit gefeiert, 18 sogar die goldene Hochzeit. Die Scheidungsquote, also der Anteil eines Heiratsjahrgangs, der bis einschließlich 2019 geschieden wurde, lag für den Jahrgang 1989 mit 45 Prozent am höchsten. Es folgen die übrigen Heiratsjahrgänge zwischen 1983 und 1994, die ebenfalls Scheidungsquoten von über 40 Prozent aufweisen.

Landesweit wurden im vergangenen Jahr rund neun von 1.000 bestehenden Ehen geschieden. Da die Scheidungszahlen auf Ebene der Verwaltungsbezirke zum Teil deutlichen jährlichen Schwankungen unterliegen, können mit Hilfe von Mehrjahresdurchschnitten verlässlichere Aussagen zum Scheidungsrisiko getroffen werden. Im Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019 lag die Scheidungsziffer in den kreisfreien Städten mit einem Wert von 8,3 unter der der Landkreise (8,8). Die höchste Scheidungsziffer verzeichnete die kreisfreie Stadt Zweibrücken mit 12,1 Scheidungen je 1.000 bestehenden Ehen, gefolgt vom Landkreis Alzey-Worms mit einem Wert von 10,8. Die niedrigste Scheidungsziffer (5,6) war im Landkreis Kusel zu beobachten. Unter den kreisfreien Städten wies Ludwigshafen mit 7,1 Scheidungen je 1.000 bestehenden Ehen den geringsten Wert auf.

Gut die Hälfte (52 Prozent) der geschiedenen Paare hatte zum Zeitpunkt der Scheidung minderjährige Kinder; rund 6.000 Kinder unter 18 Jahren waren von der Trennung ihrer Eltern betroffen.

Im Jahr 2019 wurden zudem 45 gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften durch gerichtlichen Beschluss aufgehoben. In zwei von drei Fällen betraf dies weibliche Partnerschaften.

Die Statistik der die rechtskräftigen Beschlüsse in Ehesachen wird wie auch die Statistik der rechtskräftigen Aufhebungen von Lebenspartnerschaften jährlich aus den Meldungen der Familiengerichte erstellt.
Da hier Daten des Jahres 2019 betrachtet werden, sind Aussagen über mögliche Auswirkungen der Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie nicht enthalten.

Autor: Hans-Peter Fein (Abteilung Staat, Gesellschaft)

Ehescheidungen 2019 nach Verwaltungsbezirken
Kreisfreie Stadt (St.)
Landkreis
Geschiedene EhenGesamtzahl der Kinder
Anzahlje 1.000 bestehende Ehen im Durchschnitt der Jahre
2015 – 2019
mit ... Kind(ern)1
0123 und mehr
Anteil in %
kreisfreie Städte
Frankenthal (Pfalz)857,951,825,922,4-60
Kaiserslautern1628,952,528,416,03,1114
Koblenz1657,658,220,615,85,5117
Landau i. d. Pfalz708,154,314,327,14,357
Ludwigshafen a. Rh.2457,149,028,218,84,1192
Mainz2987,555,722,816,45,0216
Neustadt a. d. Weinstr.1008,439,036,022,03,090
Pirmasens739,058,919,216,45,552
Speyer11410,753,527,213,26,183
Trier1629,455,623,516,74,3113
Worms1407,961,422,113,62,985
Zweibrücken8712,155,220,719,54,664
Landkreise
Ahrweiler2989,754,027,215,13,7207
Altenkirchen (Ww.)2658,747,230,218,54,2213
Alzey-Worms33610,852,724,418,24,8255
Bad Dürkheim2888,954,922,617,05,6215
Bad Kreuznach3218,855,124,317,82,8221
Bernkastel-Wittlich1766,854,023,918,24,0128
Birkenfeld1387,653,624,619,62,298
Cochem-Zell1147,755,327,216,70,972
Donnersbergkreis1236,962,618,717,11,671
Eifelkreis Bitburg-Prüm2209,946,825,520,07,7197
Germersheim2468,149,229,717,14,1189
Kaiserslautern2479,955,124,715,44,9175
Kusel965,654,227,114,64,267
Mainz-Bingen4258,654,124,217,64,0309
Mayen-Koblenz4669,458,422,514,84,3305
Neuwied3849,149,224,521,15,2317
Rhein-Hunsrück-Kreis2118,552,127,018,02,8152
Rhein-Lahn-Kreis2639,251,323,621,73,4203
Rhein-Pfalz-Kreis38010,147,131,318,43,2297
Südliche Weinstraße2308,648,327,020,93,9185
Südwestpfalz2008,453,526,516,53,5141
Trier-Saarburg3259,452,026,516,05,5247
Vulkaneifel1037,149,522,320,47,893
Westerwaldkreis4529,346,031,219,03,8369
Rheinland-Pfalz8.0088,752,425,617,84,25.969
kreisfreie Städte1.7018,353,924,517,54,21.243
Landkreise6.3078,852,026,017,94,24.726
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news-2831Mon, 28 Oct 2019 15:02:09 +0100Rund 3.200 Häftlinge im rheinland-pfälzischen Justizvollzug http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/justiz/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2831/Ende März 2019 waren insgesamt 3.210 Personen in den 10 Justizvollzugsanstalten des Landes untergebracht. Knapp ein Fünftel der Insassen (621 Personen) befanden sich nach Angaben des Statistischen Landesamtes zu diesem Zeitpunkt in Untersuchungshaft oder einer sonstigen freiheitsentziehenden Maßnahme (z.B. Zivilhaft). Mehr als 80 Prozent (2.589 Personen) verbüßten aufgrund einer rechtskräftigen Verurteilung eine Freiheits- oder Jugendstrafe oder befanden sich in anschließender Sicherungsverwahrung.Rund ein Drittel der verurteilten Männer und Frauen (848 Personen) war infolge eines Vermögens- oder Eigentumsdeliktes in Haft; darunter zählen unter anderem Diebstahl oder Betrug. Weitere 30 Prozent (780 Personen) der Strafgefangenen waren aufgrund eines Verbrechens, das sich unmittelbar gegen eine Person richtete - beispielsweise Sexual- und Tötungsdelikte oder Körperverletzung - inhaftiert. Knapp 15 Prozent (388 Personen) saßen wegen einer Straftat gegen das Betäubungsmittelgesetz im Justizvollzug; weitere 12 Prozent (312 Personen) aufgrund Raubs, räuberischer Erpressung oder eines räuberischen Angriffs auf Kraftfahrer.

Nur knapp ein Viertel der Strafgefangenen hatte keinerlei Vorstrafen vorzuweisen. Ein weiteres Drittel war bereits vorbestraft, ohne jedoch zuvor in einer Justizvollzugsanstalt eingesessen zu haben. Rund 43 Prozent der Strafgefangenen waren zum wiederholten Mal in einer Justizvollzugsanstalt untergebracht. Etwa jeder Fünfte dieser Rückfalltäter wurde bereits innerhalb eines Jahres nach der letzten Entlassung wegen einer erneuten Straftat festgenommen.

Daten über die jeweils am 31.03. eines Jahres einsitzenden Strafgefangenen und Sicherungsverwahrten erhält das Statistische Landesamt einmal jährlich von den Justizvollzugsanstalten. Übermittelt werden auch demografische Merkmale, wie Alter und Familienstand, sowie kriminologische Merkmale wie Straftat, Art und Höhe der Strafe oder Vorstrafen.

Seit dem Berichtsjahr 2019 sind im Rahmen der amtlichen Statistik zudem alle Personen in Untersuchungshaft sowie sonstigen freiheitsentziehenden Maßnahmen zu melden. In den Vorjahren wurden die Zeitreihen nachrichtlich durch Angaben aus den Bestandserhebungen der Justizverwaltung ergänzt. Die zeitliche Vergleichbarkeit ist eingeschränkt.

Autor: Markus Elz (Referat Soziales, Gesundheit, Rechtspflege)

 

Strafgefangene und Sicherungsverwahrte 20191nach Straftat
StraftatInsgesamtDarunter FrauenAngeordnete Strafart
Freiheits-
strafe
Jugend-
strafe
Sicherungs-
verwahrung
AnzahlAnteil an Insgesamt in %2
Straftaten nach dem Strafgesetzbuch (ohne Straftaten im Straßenverkehr)2.0337,77,711,52,4
darunter
Straftaten gegen den Staat, die öffentliche Ordnung und im Amt 779,194,85,2-
Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung2201,880,06,813,2
Andere Straftaten gegen die Person5605,286,812,01,3
darunter Mord oder Totschlag1937,395,32,63,6
Raub, räuberische Erpressung, räuberischer Angriff auf Kraftfahrer 3123,871,824,43,8
Vermögens- oder Eigentumsdelikte84812,091,68,4-
Diebstahl und Unterschlagung4677,388,012,0-
Andere Vermögens-, Eigentums- und Urkundendelikte 3812,196,13,9-
Gemeingefährliche Straftaten außer im Straßenverkehr1612,593,86,3-
Straftaten im Straßenverkehr sowie Regelungen des Straßenverkehrsgesetzes1455,597,22,8-
Straftaten nach anderen Bundes- und Landesgesetzen4116,195,64,4-
darunter Straftaten nach dem Betäubungsmittelgesetz3886,495,44,6-
Straftaten insgesamt2.5897,388,30,71,9
1 Am 31.3. 2 Differenzen zu 100 Prozent aufgrund von Rundungen

 

 

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news-2797Mon, 02 Sep 2019 11:18:34 +0200Zahl der Verurteilungen leicht gestiegenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/justiz/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2797/Im Jahr 2018 wurden in Rheinland-Pfalz 32.408 Personen rechtskräftig verurteilt. Laut Statistischem Landesamt war das gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg um 443 Verurteilungen bzw. 1,4 Prozent, nachdem der Wert seit dem Jahr 2005 kontinuierlich gesunken war. Acht von zehn Verurteilungen richteten sich gegen Männer; in 9.174 Fällen (28 Prozent) hatten die Personen keine deutsche Staatsbürgerschaft.Insgesamt 19.179 Verurteilungen – dies entspricht einem Anteil von 59 Prozent –  konnten im Jahr 2018 den sogenannten „klassischen Delikten“ aufgrund eines Verbrechens oder Vergehens gegen Vorschriften des Strafgesetzbuches zugeordnet werden; das war ein Rückgang um 2,2 Prozent gegenüber 2017.

Die zweitgrößte Gruppe (8.396 Verurteilungen bzw. 26 Prozent) bildeten die Straftaten im Straßenverkehr wie Trunkenheit im Verkehr, Fahren ohne Fahrerlaubnis oder das unerlaubte Entfernen vom Unfallort. Nachdem die Verurteilungen in diesem Bereich in den vergangenen Jahren rückläufig waren, ist gegenüber dem Jahr 2017 ein deutlicher Anstieg um 7,5 Prozent zu verzeichnen.

Darüber hinaus kam es 2018 zu 4.833 Verurteilungen (2017: 4.550) im Rahmen von Verstößen, die auf den Strafvorschriften eines anderen Bundes- oder Landesgesetzes basieren; ein Anstieg um 6,2 Prozent. Hierunter fallen alleine 3.136 Verurteilungen aufgrund von Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz (2017: 2.945).

Die Verurteiltenziffer, die die Zahl der Betroffenen auf 100.000 der Bevölkerung gleichen Alters bezieht, ist gegenüber dem Vorjahr um rund 1,3 Prozent auf 907 gestiegen. Bezogen auf einzelne Personengruppen kommen rechtskräftige Verurteilungen am häufigsten in der Gruppe der Heranwachsenden im Alter von 18 bis 20 Jahren vor. Hier ist die Kennzahl im Vergleich zum Vorjahr zwar rückläufig, allerdings liegt der Wert (1.790) deutlich höher als bei den Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren (937) bzw. den Erwachsenen ab 21 Jahren (870).

Die Ergebnisse basieren auf den monatlichen Meldungen der Staatsanwaltschaften in Rheinland-Pfalz zu den rechtskräftig abgeurteilten Personen.

In der Strafverfolgungsstatistik werden alle Abgeurteilten nachgewiesen, gegen die rechtskräftig Strafbefehle erlassen wurden bzw. Strafverfahren nach Eröffnung des Hauptverfahrens durch Urteil oder Einstellungsbeschluss rechtskräftig abgeschlossen worden sind. Nicht erfasst werden Ordnungswidrigkeiten, Entscheidungen vor Eröffnung eines Hauptverfahrens sowie Entscheidungen nach Rechtskraft des Urteils.

Autor: Markus Elz (Referat Soziales, Gesundheit, Rechtspflege)

 

 

 

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news-2724Thu, 06 Jun 2019 13:29:42 +0200Scheidungszahlen weiter rückläufighttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/justiz/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2724/Im Jahr 2018 wurden von den rheinland-pfälzischen Familienrichtern 8.025 Ehen geschieden; das war gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang um vier Prozent. Damit setzt sich der Trend rückläufiger Scheidungszahlen weiter fort. Zu Beginn der 2000er Jahre wurden noch mehr als 10.000 Scheidungen registriert. Gegenüber dem Jahr 2003, in dem mit 11.567 Scheidungen der bisherige Höhepunkt seit Landesgründung registriert wurde, ergibt sich ein Rückgang um 30 Prozent.Trotz insgesamt sinkender Scheidungszahlen ist die Trennungsbereitschaft nach relativ kurzer Ehedauer weiterhin groß. Von den im Jahr 2018 beendeten Ehen sind die meisten (438 bzw. 439) erst in den Jahren 2012 und 2011 geschlossen worden. Aber auch „alte Liebe rostet“. Insgesamt 1.349 Paare hatten zum Zeitpunkt der Scheidung bereits die silberne Hochzeit gefeiert. Bis Ende 2018 wurden von den in den 1980er und 1990er Jahren geschlossenen Ehen mehr als jede dritte geschieden. Die höchste Gesamtscheidungsquote weist dabei der Heiratsjahrgang 1989 auf. Rund 45 Prozent der Paare, die in diesem Jahr heirateten, gehen wieder getrennte Wege.

Im vergangenen Jahr wurden landesweit neun von 1.000 bestehenden Ehen geschieden. Innerhalb des Landes zeigen sich deutliche regionale Unterschiede. Da die Scheidungszahlen auf Kreisebene zum Teil deutlichen jährlichen Schwankungen unterliegen, können Mehrjahresdurchschnitte verlässlichere Aussagen zum Scheidungsrisiko liefern. Im Fünfjahresdurchschnitt lag die Scheidungsziffer in den kreisfreien Städten mit 8,7 unter der der Landkreise (9,4). Die höchsten Scheidungsziffern ergeben sich für die Städte Zweibrücken (11,6) und Kaiserslautern (11,0) sowie den Landkreis Kaiserslautern (11,3). Im Landkreis Kusel scheinen dagegen die besten Voraussetzungen für eine lebenslange Ehedauer gegeben zu sein. Im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre lassen sich dort landesweit die wenigsten Paare scheiden (6,3).

Im Jahr 2018 wurden zudem 70 gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften durch gerichtlichen Beschluss aufgehoben. In der Mehrzahl der Fälle waren weibliche Partnerschaften betroffen (60 Prozent).

Die Statistik der die rechtskräftigen Beschlüsse in Ehesachen wird wie auch die Statistik der rechtskräftigen Aufhebungen von Lebenspartnerschaften jährlich aus den Meldungen der Familiengerichte erstellt.

Autorin: Charlotte Schmidt (Referat Soziales, Gesundheit, Rechtspflege)

 

Ehescheidungen 2018 nach Verwaltungsbezirken
Kreisfreie Stadt (St.)
Landkreis
Geschiedene EhenGesamtzahl der Kinder
Anzahlje 1 000 bestehende Ehen im Durchschnitt der Jahre
2014 – 2018
mit ... Kind(ern)1
0123 und mehr
Anteil in %
kreisfreie Städte
Frankenthal (Pfalz) 82 8,0 54,9 28,0 12,2 4,9 56
Kaiserslautern 201 11,0 51,2 21,9 20,9 6,0 164
Koblenz 184 8,3 52,2 27,7 13,6 6,5 142
Landau i. d. Pfalz 62 8,9 51,6 17,7 22,6 8,1 54
Ludwigshafen a. Rh. 213 8,2 55,9 22,5 17,8 3,8 152
Mainz 291 7,3 55,0 26,1 16,5 2,4 194
Neustadt a. d. Weinstr. 87 8,2 60,9 21,8 13,8 3,4 52
Pirmasens 79 9,0 53,2 21,5 15,2 10,1 66
Speyer 89 9,4 47,2 23,6 20,2 9,0 82
Trier 154 9,7 55,2 24,7 18,2 1,9 106
Worms 143 9,2 55,9 23,8 16,8 3,5 100
Zweibrücken 86 11,6 54,7 32,6 11,6 1,2 51
Landkreise
Ahrweiler 260 9,1 51,9 21,9 23,5 2,7 203
Altenkirchen (Ww.) 300 9,7 50,3 24,3 21,0 4,3 245
Alzey-Worms 284 9,7 54,9 27,5 13,7 3,9 191
Bad Dürkheim 230 8,8 52,2 24,3 15,7 7,8 188
Bad Kreuznach 301 8,8 48,5 28,9 20,3 2,3 233
Bernkastel-Wittlich 224 8,7 51,3 25,0 19,6 4,0 172
Birkenfeld 152 10,1 56,6 24,3 15,8 3,3 102
Cochem-Zell 98 7,6 48,0 28,6 15,3 8,2 83
Donnersbergkreis 184 10,4 70,1 15,2 10,3 4,3 97
Eifelkreis Bitburg-Prüm 220 9,3 54,5 24,5 15,0 5,9 163
Germersheim 247 8,1 51,0 27,9 16,6 4,5 185
Kaiserslautern 251 11,3 48,2 30,7 17,1 4,0 196
Kusel 91 6,3 49,5 30,8 17,6 2,2 68
Mainz-Bingen 491 10,8 51,3 26,3 18,3 4,1 380
Mayen-Koblenz 448 10,1 60,5 24,3 11,2 4,0 267
Neuwied 380 9,7 53,2 27,4 15,0 4,5 275
Rhein-Hunsrück-Kreis 215 10,1 52,6 26,5 19,1 1,9 151
Rhein-Lahn-Kreis 227 8,7 55,9 26,4 14,1 3,5 149
Rhein-Pfalz-Kreis 394 10,8 54,3 28,4 14,7 2,5 259
Südliche Weinstraße 255 8,7 49,0 27,5 20,4 3,1 199
Südwestpfalz 224 8,7 55,8 26,8 15,2 2,2 145
Trier-Saarburg 363 10,1 52,9 24,0 19,8 3,3 275
Vulkaneifel 91 7,3 47,3 20,9 20,9 11,0 88
Westerwaldkreis 424 9,3 50,7 26,7 17,7 5,0 331
Rheinland-Pfalz8 025 9,3 53,3 25,6 16,9 4,1 5 864
kreisfreie Städte1 671 8,7 54,1 24,5 16,8 4,5 1 219
Landkreise6 354 9,4 53,1 25,9 16,9 4,0 4 645

 

 

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news-2610Mon, 10 Dec 2018 08:39:12 +0100Zahl der Strafgefangenen in Rheinland-Pfalz rückläufighttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/justiz/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2610/In den rheinland-pfälzischen Justizvollzugsanstalten befanden sich Ende März 2018 insgesamt 2604 Personen im Strafvollzug, 2.414 Männer und 190 Frauen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes ist die Zahl der Strafgefangenen gegenüber dem Vorjahr um rund 2,7 Prozent gesunken. Damit setzt sich der rückläufige Trend bei den Fallzahlen fort; gegenüber dem Stichtag im Jahr 2008 war ein Rückgang um rund 630 Personen bzw. 19 Prozent zu verzeichnen.782 Strafgefangenen (30 Prozent) waren aufgrund eines Verbrechens, das sich unmittelbar gegen eine Person richtete, wie beispielsweise Sexual- und Tötungsdelikte oder Körperverletzung, inhaftiert. Aufgrund eines Vermögens- oder Eigentumsdeliktes wie Diebstahl oder Betrug verbüßten 918 Strafgefangene (35 Prozent) eine Freiheits- oder Jugendstrafe, 357 Personen (14 Prozent) saßen wegen eines Drogendeliktes ein. Wegen Raub, räuberische Erpressung oder räuberischen Angriffen auf Kraftfahrer musste 314 Personen (12 Prozent) in Haft.

Nur knapp ein Viertel der Strafgefangenen hatte keinerlei Vorstrafen vorzuweisen. Ein weiteres Drittel war bereits vorbestraft, ohne jedoch zuvor in einer Justizvollzugsanstalt eingesessen zu haben. Knapp 45 Prozent der Strafgefangenen waren zum wiederholten Mal in einer Justizvollzugsanstalt untergebracht. Mehr als jeder Fünfte dieser Rückfalltäter wurde bereits innerhalb eines Jahres nach der letzten Entlassung wegen einer erneuten Straftat festgenommen.

Daten über die jeweils am 31.03. eines Jahres einsitzenden Strafgefangenen und Sicherungsverwahrten erhält das Statistische Landesamt einmal jährlich von den Justizvollzugsanstalten. Übermittelt werden auch demografische Merkmale, wie Alter und Familienstand, sowie kriminologische Merkmale wie Straftat, Art und Höhe der Strafe oder Vorstrafen.

Autor: Markus Elz (Referat Soziales, Gesundheit, Rechtspflege)

 

 

 

Strafgefangene und Sicherungsverwahrte in rheinland-pfäzischen Justizvollzug zum 31. März 2018 nach Straftat
StraftatInsgesamtDarunter
Frauen
Angeordnete Strafart
Freiheits-
strafe
Jugend-
strafe
Sicherungs-
verwahrung
AnzahlAnteil an Insgesamt in %1
Straftaten nach dem Strafgesetzbuch (ohne Straftaten im Straßenverkehr)2.0987,586,011,92,0
darunter
Straftaten gegen den Staat, die öffentliche Ordnung und im Amt 606,788,311,7-
Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung1951,577,48,713,8
Andere Straftaten gegen die Person5875,586,412,61,0
darunter Mord oder Totschlag1987,694,93,51,5
Raub, räuberische Erpressung, räuberischer Angriff auf Kraftfahrer 3143,875,521,33,2
Vermögens- oder Eigentumsdelikte91811,491,28,8-
darunter Diebstahl und Unterschlagung5509,188,012,0-
darunter andere Vermögens-, Eigentums- und Urkundendelikte 36814,995,94,1-
Gemeingefährliche Straftaten außer im Straßenverkehr244,283,316,7-
Straftaten im Straßenverkehr sowie Regelungen des Straßenverkehrsgesetzes1233,398,41,6-
Straftaten nach anderen Bundes- und Landesgesetzen3837,694,85,2-
darunter Straftaten nach dem Betäubungsmittelgesetz3577,694,45,6-
Straftaten insgesamt2.6047,387,910,41,7
1 Differenzen zu 100 Prozent aufgrund von Rundungen
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news-2585Tue, 06 Nov 2018 11:00:36 +0100Zahl der Verurteilungen weiter rückläufighttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/justiz/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2585/Im Jahr 2017 wurden in Rheinland-Pfalz 31.965 Personen rechtskräftig verurteilt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um 1.470 Verurteilungen bzw. 4,4 Prozent. Seit dem Jahr 2005 ist die Zahl der Verurteilten laut Statistischem Landesamt somit kontinuierlich um rund 27 Prozent bzw. 11.600 Personen gesunken. Insgesamt 19.602 bzw. 61 Prozent der Verurteilungen konnten im Jahr 2017 den sogenannten „klassischen Delikten“ aufgrund eines Verbrechens oder Vergehens gegen Vorschriften des Strafgesetzbuches zugeordnet werden. Die Gesamtzahl der Verurteilungen nach diesen Tatbeständen ist gegenüber dem Vorjahr merklich um 7,4 Prozent geschrumpft. Unter anderem gehören der Betrug (4.694 Verurteilungen) sowie der einfache Diebstahl (3.341 Verurteilungen) zu dieser Deliktgruppe. Diese beiden Straftaten waren – wie schon in den Vorjahren – die häufigsten Gründe für Verurteilungen in Rheinland-Pfalz.

Die zweitgrößte Gruppe (7.813 Verurteilungen bzw. 24 Prozent) bildeten die Straftaten im Straßenverkehr (z.B. Trunkenheit im Verkehr, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort). In den vergangenen Jahren haben Straßenverkehrsdelikte deutlich abgenommen; gegenüber 2016 blieb die Zahl der Verurteilungen jedoch nahezu konstant.

Darüber hinaus kam es 2017 zu 4.550 (2016: 4.450) Verurteilungen im Rahmen von Verstößen, die auf den Strafvorschriften eines anderen Bundes- oder Landesgesetzes basieren. Hierunter fallen unter anderem auch Verurteilungen aufgrund von Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Die Anzahl von Verurteilungen im Kontext einer solchen Straftat ist gegenüber dem Vorjahr leicht um 2,7 Prozent auf 2.945 Fälle gestiegen und blieb somit dritthäufigster Tatbestand für eine rechtskräftige Verurteilung in Rheinland-Pfalz.

Die Verurteiltenziffer, die die Betroffenen auf 100.000 der Bevölkerung gleichen Alters bezieht, ist gegenüber dem Vorjahr von 938 auf 895 gesunken. Bezogen auf einzelne Personengruppen kommen rechtskräftige Verurteilungen am häufigsten in der Gruppe der Heranwachsenden im Alter von 18 bis 20 Jahren vor. Hier lag die Kennzahl mit einem Wert von 1.832 mehr als doppelt so hoch wie bei den Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren (913) bzw. den Erwachsenen ab 21 Jahren (855).

Die Ergebnisse basieren auf den monatlichen Meldungen der Staatsanwaltschaften in Rheinland-Pfalz zu den rechtskräftig abgeurteilten Personen.

Autor: Markus Elz (Referat Soziales, Gesundheit, Rechtspflege)

 

 

 

Verurteilungen nach den am häufigsten vorkommenden Straftaten 1990 - 2017
Straftat1990Rang-ziffer1995Rang-ziffer2000Rang-ziffer2005Rang-ziffer2010Rang-ziffer2015Rang-ziffer2016Rang-ziffer2017Rang-ziffer
Veruteilungen insgesamt39.847x41.033x38.834x43.528x40.008x34.877x33.435x31.965x
darunter:
Betrug § 2633.740 33.974 34.458 36.056 15.958 15.089 15.084 14.694 1
Einfacher Diebstahl § 2426.114 16.104 15.268 15.182 24.267 24.026 23.901 23.341 2
Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz1.925 51.469 62.606 43.250 43.235 43.139 32.868 32.945 3
Trunkenheit im Verkehr ohne Personenschaden § 3165.454 25.906 24.970 24.847 34.028 33.106 42.796 42.709 4
Fahren ohne Fahrerlaubnis § 21 Abs. 1 Nr. 1 StVG1.673 62.363 52.083 52.590 52.083 71.902 61.865 61.886 5
Erschleichen von Leistungen § 265 a330 10668 10684 101.027 92.301 52.354 51.939 51.777 6
Körperverletzung § 2231.054 71.312 71.489 72.142 62.279 61.740 71.757 71.675 7
Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort § 1422.771 42.380 41.894 62.105 71.774 81.649 81.599 81.578 8
Beleidigung § 185769 8715 9816 9944 10986 101.108 91.206 91.190 9
Gefährliche Körperverletzung § 224743 9872 81.156 81.473 81.427 9924 10875 1093510
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news-2434Thu, 05 Apr 2018 15:26:33 +0200Deutlicher Rückgang bei den Ehescheidungen; 6.033 Kinder wurden zu Scheidungswaisenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/justiz/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2434/Die rheinland-pfälzischen Familiengerichte sprachen im Jahr 2017 für 8 362 Ehen die Scheidung aus. Mit einem Rückgang um 6 Prozent ist die Zahl gegenüber dem Vorjahr (8 897) deutlich gesunken. Damit setzt sich der Trend rückläufiger Scheidungszahlen weiter fort. Zu Beginn der 2000er Jahre wurden noch mehr als 11 000 Scheidungen registriert.Von den im Jahr 2017 beendeten Ehen scheiterten die meisten (461 bzw. 6 Prozent) im „verflixten siebenten Jahr“. Allerdings hält der Trend, auch nach langjähriger Ehe getrennte Wege zu gehen, weiterhin an. Im Jahr 2017 ließen sich 1 417 Paare (17 Prozent), die bereits die silberne Hochzeit gefeiert hatten, scheiden (1970: 4 Prozent). Der Anteil der Ehen, die zum Zeitpunkt der Scheidung noch keine fünf Jahre bestanden hatten, lag in den 1970er Jahren bei fast 30 Prozent (2017: 12 Prozent).

Bei Betrachtung regionalisierter Scheidungszahlen zeigen sich deutliche Unterschiede. Allerdings wird die Zahl der geschiedenen Ehen auch beeinflusst von den bei den Familiengerichten erledigten Verfahren. Innerhalb einzelner Jahre können Überhänge zu einem Mehr- bzw. Minderaufkommen führen. Um solche Unterschiede auszugleichen, ist bei Bewertung des Scheidungsaufkommens die Zusammenfassung mehrerer Jahre zu einem Berichtszeitraum sinnvoll. Im Durchschnitt der Jahre 2013 bis 2017 wurden landesweit knapp 10 von 1.000 bestehenden Ehen geschieden. Der Landkreis Kusel weist dabei die niedrigste Scheidungsquote auf (6,6). Die höchsten Werte verzeichnen die Stadt und der Kreis Kaiserslautern sowie der Kreis Mainz-Bingen (11,0, 11,7 und 11,2).
Im vergangenen Jahr wurden durch die Trennung ihrer Eltern 6 033 minderjährige Kinder zu Scheidungswaisen.

In 16 Prozent der Scheidungen war mindestens ein ausländischer Ehepartner beteiligt. In 804 Fällen besaßen beide Geschiedenen eine ausländische Staatsangehörigkeit. Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen war die türkische Staatsangehörigkeit am häufigsten vertreten.

Im Jahr 2017 wurden zudem 52 gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften durch gerichtlichen Beschluss aufgehoben. Gegenüber dem Vorjahr mit 59 Aufhebungen ist dies ein Rückgang um 12 Prozent.

Die Statistik über die  rechtskräftigen Beschlüsse in Ehesachen wird wie auch die Statistik der rechtskräftigen Aufhebungen von Lebenspartnerschaften jährlich aus den Meldungen der Familiengerichte erstellt.

Autorin: Charlotte Schmidt, Referat Auswertungen und Analysen A1

 

Ehescheidungen 1970 bis 2017 nach Ehedauer
Jahr der ScheidungIns-gesamt Mit einer Ehedauer von JahrenDurch-schnittliche Ehedauer in Jahren
unter 55 – 9 10 – 1415 – 1920 – 2425 – 2930 und mehr
AnzahlAnteil in %
19703 989 29,5 30,6 17,5 11,0 7,1 2,5 1,8 .
19756 357 28,9 29,2 17,5 12,2 6,5 3,7 2,0 .
19805 579 24,0 31,2 17,2 12,5 8,3 3,7 3,0 .
19857 215 20,4 29,6 19,5 13,3 9,7 4,8 2,8 .
19907 329 20,5 29,9 18,2 12,7 9,2 5,9 3,6 .
19959 040 21,6 29,8 17,7 12,2 8,9 5,2 4,6 11,7
200010 416 17,7 29,6 20,8 13,2 8,7 5,6 4,4 12,1
200510 653 16,7 26,7 19,5 15,6 10,4 6,0 5,3 12,9
201010 483 16,8 25,2 18,4 14,8 11,2 7,0 6,6 13,5
201111 041 15,2 24,6 18,6 15,4 12,6 6,9 6,7 13,9
20129 724 15,9 23,9 17,9 15,2 12,6 7,5 7,1 14,0
20139 377 15,5 23,9 18,4 15,2 12,0 7,4 7,6 14,1
20149 022 15,1 24,9 18,1 14,5 12,3 8,2 6,9 14,1
20158 835 12,7 24,6 19,0 14,9 11,7 8,4 8,7 14,2
20168 897 11,8 25,1 18,5 15,9 12,0 8,2 8,5 14,3
20178 362 12,7 23,8 19,4 15,0 12,2 8,4 8,5 14,3
Ehescheidungen 2017 nach Verwaltungsbezirken
Kreisfreie Stadt (St.)
Landkreis
Geschiedene EhenGesamtzahl der Kinder
Anzahlje 1 000 bestehende Ehen im Durchschnitt der Jahre
2013 – 2017
mit ... Kind(ern)1
0123 und mehr
Anteil in %
Kreisfreie Städte
Frankenthal (Pfalz), St. 108 8,3 53,7 24,1 16,7 5,6 80
Kaiserslautern, St. 194 11,0 52,6 23,7 18,0 5,7 149
Koblenz, St. 185 8,6 53,0 23,8 17,3 5,9 145
Landau i. d. Pfalz, St. 80 9,6 55,0 22,5 18,8 3,8 58
Ludwigshafen a. Rh., St. 251 8,9 55,4 25,1 17,1 2,4 168
Mainz, St. 357 7,6 55,2 21,8 18,8 4,2 259
Neustadt a. d. Weinstr., St. 90 8,5 46,7 26,7 23,3 3,3 76
Pirmasens, St. 64 9,3 60,9 20,3 12,5 6,3 44
Speyer, St. 97 9,7 44,3 35,1 14,4 6,2 80
Trier, St. 200 10,1 57,0 23,5 17,5 2,0 131
Worms, St. 169 9,8 54,4 23,7 14,8 7,1 128
Zweibrücken, St. 77 10,8 50,6 32,5 15,6 1,3 52
Landkreise
Ahrweiler 270 9,4 57,4 23,3 16,7 2,6 175
Altenkirchen (Ww.) 298 9,6 48,7 29,2 18,1 4,0 234
Alzey-Worms 313 9,8 61,7 22,0 13,7 2,6 179
Bad Dürkheim 270 9,6 50,0 28,1 17,0 4,8 208
Bad Kreuznach 308 8,9 55,2 26,0 15,9 2,9 206
Bernkastel-Wittlich 205 8,8 54,1 23,9 18,5 3,4 147
Birkenfeld 189 10,6 49,2 30,2 15,9 4,8 147
Cochem-Zell 127 7,7 46,5 24,4 21,3 7,9 122
Donnersbergkreis 185 10,7 80,5 6,5 11,4 1,6 63
Eifelkreis Bitburg-Prüm 212 8,9 43,9 25,9 25,5 4,7 193
Germersheim 235 8,7 52,8 26,8 17,0 3,4 167
Kaiserslautern 285 11,7 47,4 30,5 17,5 4,6 227
Kusel 125 6,6 53,6 32,0 10,4 4,0 81
Mainz-Bingen 437 11,2 47,6 30,2 18,3 3,9 345
Mayen-Koblenz 455 10,3 60,9 23,7 10,8 4,6 270
Neuwied 392 10,0 48,5 30,4 17,1 4,1 302
Rhein-Hunsrück-Kreis 253 10,3 49,0 24,5 22,5 4,0 207
Rhein-Lahn-Kreis 239 9,1 59,4 22,6 14,2 3,8 152
Rhein-Pfalz-Kreis 411 10,9 55,2 25,5 16,1 3,2 282
Südliche Weinstraße 209 8,5 49,3 33,5 15,8 1,4 146
Südwestpfalz 199 8,5 56,3 32,2 10,6 1,0 113
Trier-Saarburg 336 10,1 50,6 26,5 19,0 3,9 258
Vulkaneifel 98 7,4 42,9 32,7 20,4 4,1 84
Westerwaldkreis 439 9,5 46,9 29,6 19,8 3,6 355
Rheinland-Pfalz8 362 9,5 53,1 26,2 16,9 3,8 6 033
kreisfreie Städte1 872 9,1 53,8 24,5 17,4 4,4 1 370
Landkreise6 490 9,6 52,9 26,7 16,8 3,7 4 663

 

 

 

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news-2343Fri, 01 Dec 2017 11:44:31 +0100Zahl der Strafgefangenen leicht gestiegenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/justiz/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2343/Ende März 2017 saßen nach Angaben des Statistischen Landesamtes in den zehn rheinland-pfälzischen Justizvollzugsanstalten 2.502 Männer und 174 Frauen im Strafvollzug ein. Im Vergleich zum Vorjahr waren das 1,5 Prozent mehr. In Untersuchungshaft befanden sich insgesamt 513 Personen. Der Auslastungsgrad der Justizvollzugsanstalten lag bei 94 Prozent.Eine zeitlich befristete Freiheits- oder Jugendstrafe verbüßten 2.522 Strafgefangene. Sie waren durchschnittlich 36 Jahre alt. Sieben Frauen und 100 Männer saßen lebenslänglich ein; ihr Alter lag im Schnitt bei 50 Jahren. Insgesamt 47 Männer mit einem Durchschnittsalter von 56 Jahren befanden sich in Sicherungsverwahrung mit unbestimmter Vollzugsdauer. Sicherungsverwahrung wird gerichtlich angeordnet, wenn ein Straftäter nach Verbüßen seiner Freiheitsstrafe zum Schutz der Allgemeinheit vor möglichen künftigen Taten nicht aus dem Strafvollzug entlassen werden kann.

 45 Prozent der Strafgefangenen saßen zum wiederholten Mal in einer Justizvollzugsanstalt ein. Mehr als jeder Fünfte dieser Rückfalltäter wurde bereits innerhalb eines Jahres nach der letzten Entlassung wegen einer erneuten Straftat festgenommen (siehe Grafik).

29 Prozent der Einsitzenden (775 Personen) waren aufgrund eines Verbrechens, das sich unmittelbar gegen eine Person richtete (z. B. Sexual- und Tötungsdelikte oder Körperverletzung) inhaftiert. Aufgrund eines Vermögens- oder Eigentumsdeliktes (z. B. Diebstahl oder Betrug) verbüßten 947 Strafgefangene (35 Prozent) eine Freiheits- oder Jugendstrafe, 379 Personen (14 Prozent) saßen wegen eines Drogendeliktes ein.

Daten über die jeweils am 31.03. eines Jahres einsitzenden Strafgefangenen und Sicherungsverwahrten erhält das Statistische Landesamt einmal jährlich von den Justizvollzugsanstalten. Übermittelt werden auch demografische Merkmale, wie Alter und Familienstand, sowie kriminologische Merkmale wie Straftat, Art und Höhe der Strafe oder Vorstrafen.

Autorin: Charlotte Schmidt (Referat Auswertungen, Analysen Abteilung 1)

 

In Justizvollzugsanstalten einsitzende Strafgefangene und Sicherheitsverwahrte Ende März 2017 nach Straftat
StraftatInsgesamtDarunter
Frauen
Angeordnete Strafart
Freiheits-
strafe
Jugend-
strafe
Sicherungs-
verwahrung
AnzahlAnteil an Insgesamt in %
Straftaten nach dem Strafgesetzbuch (ohne Straftaten im Straßenverkehr)2.1476,586,411,42,2
Straftaten gegen den Staat, die öffentliche Ordnung und im Amt 565,494,65,4-
Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung2121,481,65,712,7
andere Straftaten gegen die Person5635,087,011,91,1
darunter Mord oder Totschlag1846,096,22,21,6
Raub, räuberische Erpressung, räuberischer Angriff auf Kraftfahrer 3443,573,323,03,8
Vermögens- oder Eigentumsdelikte9479,991,38,60,1
Diebstahl und Unterschlagung5628,489,910,00,2
andere Vermögens-, Eigentums- und Urkundendelikte 38512,293,56,5-
gemeingefährliche Straftaten außer im Straßenverkehr25-88,012,0-
Straftaten im Straßenverkehr sowie Regelungen des Straßenverkehrsgesetzes1192,599,20,8-
Straftaten nach anderen Bundes- und Landesgesetzen4107,695,14,9-
darunter Straftaten nach dem Betäubungsmittelgesetz3797,995,34,7-
Straftaten insgesamt2.6766,588,39,91,8

 

 

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news-2310Thu, 19 Oct 2017 09:28:20 +0200Zahl der Verurteilungen erneut gesunkenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/justiz/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2310/Im Jahr 2016 wurden in Rheinland-Pfalz 33.435 Personen rechtskräftig verurteilt. Gegenüber dem Vorjahr war dies ein Rückgang um vier Prozent. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, lag die Zahl der Verurteilten damit auf dem niedrigsten Stand seit Mitte der 1950er Jahren. Im Jahr 1983 – dem bisherigen Höchststand – waren 46.849 Personen verurteilt worden, 40 Prozent mehr als 2016.Die Verurteiltenziffer, die die Betroffenen auf je 100.000 der Bevölkerung gleichen Alters bezieht, sank insgesamt auf einen Wert von 938 und damit gegenüber 2015 um fünf Prozent. Bei den Heranwachsenden im Alter von 18 bis 20 Jahren lag die Verurteiltenziffer mit einem Wert von 1.903 zwar mehr als doppelt so hoch wie die der Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren (963) bzw. der Erwachsenen ab 21 Jahren (896). Mit einem Minus von zwölf Prozent fiel der Rückgang gegenüber dem Vorjahr bei den jungen Straftätern allerdings am deutlichsten aus (Jugendliche: minus vier Prozent, Erwachsene: minus fünf Prozent).

Die meisten Verurteilungen erfolgten im Jahr 2016 – wie auch in den vergangenen Jahren – wegen eines Betrugsdeliktes (5.084), einfachen Diebstahls (3.901) oder Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz (2.868). Wegen Beleidigung wurden 1.206 Personen verurteilt (Rang neun der am häufigsten vorkommenden Straftaten). Dies entspricht einer Zunahme von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Straftat „Beleidigung“ zählt zu den so genannten Ehrverletzungsdelikten, die sich bemerkbar gegen die Ehre einer Person richtet und nur auf Strafantrag des Beleidigten gerichtlich verfolgt wird.

Verurteilungen wegen Verbreitung von Propagandamitteln und Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen (§§ 86, 86 a StGB) sowie Volksverhetzung (§ 130 StGB) sind zahlenmäßig zwar relativ gering (91 bzw. 42 Verurteilungen), im Vergleich zum Vorjahr jedoch deutlich gestiegen (plus 70 bzw. plus 14 Verurteilungen).

Die Ergebnisse basieren auf den monatlichen Meldungen der Staatsanwaltschaften in Rheinland-Pfalz zu den rechtskräftig abgeurteilten Personen.

Autorin: Charlotte Schmidt (Referat Auswertungen, Analysen Abteilung 1)

 

Verurteilungen nach den am häufigsten vorkommenden Straftaten 1990 - 2016
Straftat
(§ des StGB)
1990Rang-ziffer2000Rang-ziffer2010Rang-ziffer2015Rang-ziffer2016Rang-ziffer
Veruteilungen insgesamt39.847x38.834x40.008x34.877x33.435x
darunter:
Betrug § 2633.740 34.458 35.958 15.089 15.084 1
Einfacher Diebstahl § 2426.114 15.268 14.267 24.026 23.901 2
Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz1.925 52.606 43.235 43.139 32.868 3
Trunkenheit im Verkehr ohne Personenschaden § 3165.454 24.970 24.028 33.106 42.796 4
Erschleichen von Leistungen § 265 a330 10684 102.301 52.354 51.939 5
Fahren ohne Fahrerlaubnis § 21 Abs. 1 Nr. 1 StVG1.673 62.083 52.083 71.902 61.865 6
Körperverletzung § 2231.054 71.489 72.279 61.740 71.757 7
Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort § 1422.771 41.894 61.774 81.649 81.599 8
Beleidigung § 185769 8816 9986 101.108 91.206 9
Gefährliche Körperverletzung § 224743 91.156 81.427 9924 10875 10

 

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news-2177Fri, 07 Apr 2017 11:25:42 +0200Zahl der Scheidungen nahm 2016 wieder leicht zuhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/justiz/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2177/Von den rheinland-pfälzischen Familiengerichten wurden 2016 insgesamt 8.897 Ehen geschieden. Im Vergleich zum Vorjahr (8.835 Scheidungen) ist damit erstmals seit 2011 wieder eine Zunahme (plus 0,7 Prozent) zu verzeichnen. Seit Landesgründung wurde der bisherige Höhepunkt mit 11.567 Scheidungen im Jahr 2003 registriert.Von den im Jahr 2016 beendeten Ehen scheiterten die meisten (495 bzw. 6 Prozent) im „verflixten siebenten Jahr“. Allerdings hält der Trend, sich auch nach langjähriger Ehe zu trennen, weiterhin an. Der Anteil der Ehen, die zum Zeitpunkt der Scheidung noch keine fünf Jahre bestanden hatten, lag in den 1970er Jahren bei fast 30 Prozent (2016: 12 Prozent). Gleichzeitig erhöhte sich der Anteil der geschiedenen Ehen, die vorher mehrere Jahrzehnte Bestand hatten. Im Jahr 2016 trennten sich 1.484 Paare (17 Prozent), die bereits die silberne Hochzeit gefeiert hatten (1970: 4 Prozent).

Im vergangenen Jahr wurden durch die Trennung ihrer Eltern 6.365 minderjährige Kinder zu Scheidungswaisen. Die Entwicklung der Sorgerechtentscheidungen bei rechtskräftigen Ehescheidungen zeigt eine deutliche Zunahme der Bereitschaft, auch nach der Trennung weiterhin gemeinsam für die Kinder Sorge zu tragen. 2016 wurde im Rahmen eines Scheidungsverfahrens lediglich in 59 Fällen (3 Prozent) die Übertragung des Sorgerechts auf einen Elternteil durch den Familienrichter angeordnet. Im Jahr 2006 erstritten sich in 310 Fällen (8 Prozent) die Mutter oder der Vater nach der Trennung das alleinige Sorgerecht.

Im Jahr 2016 wurden zudem 59 gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften durch gerichtlichen Beschluss aufgehoben; im Vorjahr waren es 47.

Die Statistik über die  rechtskräftigen Beschlüsse in Ehesachen wird wie auch die Statistik der rechtskräftigen Aufhebungen von Lebenspartnerschaften jährlich aus den Meldungen der Familiengerichte erstellt.

Autorin: Charlotte Schmidt, Referat Auswertungen und Analysen A1

 

Ehescheidungen 2016 nach Zahl der Kinder und Verwaltungsbezirken
Kreisfreie Stadt (St.)
Landkreis
Geschiedene EhenGesamtzahl der Kinder
Anzahlje 1.000 bestehende Ehenmit ... Kind(ern)1
01234 und mehr
kreisfreie Städte
Frankenthal (Pfalz) 90 8,1 43 26 16 4 1 74
Kaiserslautern 211 11,1 95 58 45 11 2 189
Koblenz 205 9,1 111 50 36 6 2 149
Landau i. d. Pfalz 80 9,1 42 21 13 2 2 61
Ludwigshafen a. Rh. 307 8,7 147 93 55 10 2 242
Mainz 234 5,9 127 54 43 7 3 177
Neustadt a. d. Weinstr. 100 8,4 51 30 15 4- 72
Pirmasens 73 8,6 40 22 9 2- 46
Speyer 103 9,4 55 35 10 1 2 67
Trier 183 10,3 98 47 33 4 1 129
Worms 165 9,2 108 35 19 3 82
Zweibrücken 92 12,3 54 19 17 2 59
Landkreise
Ahrweiler 302 9,8 169 67 47 18 1 219
Altenkirchen (Ww.) 311 10,0 155 83 54 14 5 254
Alzey-Worms 323 10,4 189 73 49 10 2 209
Bad Dürkheim 308 9,4 167 87 42 11 1 209
Bad Kreuznach 342 9,2 173 89 69 10 1 261
Bernkastel-Wittlich 243 9,2 148 54 31 7 3 149
Birkenfeld 212 11,2 107 59 36 7 3 165
Cochem-Zell 94 6,2 50 22 19 2 1 70
Donnersbergkreis 186 10,3 130 22 26 6 2 100
Eifelkreis Bitburg-Prüm 230 10,3 106 60 57 7 195
Germersheim 257 8,4 150 52 46 7 2 174
Kaiserslautern 278 11,1 153 73 40 12 189
Kusel 123 6,9 66 32 22 1 2 90
Mainz-Bingen 609 12,4 322 171 98 15 3 424
Mayen-Koblenz 546 10,9 353 102 77 7 7 306
Neuwied 426 9,9 218 113 85 7 3 316
Rhein-Hunsrück-Kreis 244 9,8 120 66 46 11 1 195
Rhein-Lahn-Kreis 259 8,9 131 71 49 7 1 195
Rhein-Pfalz-Kreis 459 12,1 261 114 68 13 3 308
Südliche Weinstraße 251 9,3 122 70 50 8 1 198
Südwestpfalz 187 7,7 102 49 30 4 2 131
Trier-Saarburg 323 9,4 173 71 65 12 2 247
Vulkaneifel 95 6,4 44 23 23 5 84
Westerwaldkreis 446 9,2 235 111 85 12 3 330
Rheinland-Pfalz8.897104.8152.2241.525269646.365
kreisfreie Städte1.843997149031156151.347
Landkreise7.054103.8441.7341.214213495.018
1 Minderjährige Kinder zum Zeitpunkt der Verkündung des Scheidungsbeschlusses.

 

 

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news-2079Fri, 25 Nov 2016 11:37:00 +0100Weniger Strafgefangene als in den Vorjahrenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/justiz/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2079/Ende März 2016 saßen in den zehn rheinland-pfälzischen Justizvollzugsanstalten 2.637 Strafgefangene und Sicherungsverwahrte ein. Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes 97 Personen bzw. 3,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Zahl der einsitzenden Strafgefangenen ist in den vergangenen Jahren nahezu kontinuierlich zurückgegangen. Vor zehn Jahren verbüßten noch 3.446 Personen eine freiheitsentziehende Strafe, im aktuellen Jahr sind es gut 23 Prozent weniger.

Von den Inhaftierten verbüßten 2.330 Männer und 154 Frauen eine zeitlich befristete Jugend- oder Freiheitsstrafe, die voraussichtliche Vollzugsdauer belief sich im Mittel auf 21 Monate. Das Durchschnittsalter dieser Verurteilten lag bei 35 Jahren. Weitere 99 Männer und acht Frauen saßen lebenslänglich ein; sie waren im Schnitt 49 Jahre alt. Unter einer lebenslangen Freiheitsstrafe versteht man in Deutschland einen Freiheitsentzug von mindestens 15 Jahren. Danach kann der Strafarrest zur Bewährung ausgesetzt werden. Insgesamt 46 Männer befanden sich in Sicherungsverwahrung mit unbestimmter Vollzugsdauer; ihr Durchschnittsalter lag bei 54 Jahren. Eine Sicherungsverwahrung wird gerichtlich angeordnet, wenn ein Straftäter nach Verbüßen seiner Freiheitsstrafe zum Schutz der Allgemeinheit vor möglichen künftigen Taten nicht aus dem Strafvollzug entlassen werden kann.

Die Rückfallquote der Strafgefangenen ist sehr hoch. 46 Prozent saßen zum wiederholten Mal in einer Justizvollzugsanstalt ein. Jeder Vierte dieser Rückfalltäter wurde bereits innerhalb eines Jahres nach der letzten Entlassung wegen einer erneuten Straftat festgenommen.

Nahezu ein Drittel der Einsitzenden (801 Personen) war aufgrund eines Gewaltverbrechens inhaftiert. Hierbei handelt es sich um Verbrechen, die unter Anwendung von körperlicher Gewalt an einer Person begangen werden. Aufgrund eines Vermögens- oder Eigentumsdeliktes (z. B. Diebstahl oder Betrug) verbüßten 875 Strafgefangene (33 Prozent) eine Freiheitsstrafe, 380 Personen (14 Prozent) saßen wegen einer Straftat gegen das Betäubungsmittelgesetz ein.

Daten über die jeweils am 31.03. eines Jahres einsitzenden Strafgefangenen und Sicherungsverwahrten erhält das Statistische Landesamt einmal jährlich von den Justizvollzugsanstalten. Übermittelt werden unter anderem demografische Merkmale, wie Alter und Familienstand, sowie kriminologische Merkmale wie Straftat, Art und Höhe der Strafe oder Vorstrafen.

Autorin: Charlotte Schmidt (Abteilung Bevölkerung, Gesellschaft)

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news-2021Mon, 12 Sep 2016 09:04:00 +0200Erfreuliche Entwicklung: Zahl der rechtskräftig verurteilten Personen auf niedrigstem Stand seit 50 Jahren. http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/justiz/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2021/Im Jahr 2015 wurden in Rheinland-Pfalz 34 877 Personen rechtskräftig verurteilt. Gegenüber dem Vorjahr war dies ein Rückgang um 4 Prozent. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, lag die Zahl der Verurteilten damit auf dem niedrigsten Stand seit 50 Jahren. Im Jahr 1983 – dem bisherigen Höchststand – waren noch 46 849 Personen, das heißt, 34 Prozent mehr als 2015, verurteilt worden.

Besonders bei den Verurteilungen jugendlicher Straftäter im Alter von 14 bis 17 Jahren setzte sich der langfristig zu beobachtende rückläufige Trend auch im vergangenen Jahr fort. Die Verurteiltenziffer, in der die Betroffenen auf je 100.000 der Bevölkerung gleichen Alters bezogen werden, sank auf einen Wert von 998 und damit gegenüber 2014 um 14 Prozent; sie erreichte damit nahezu den Tiefstand der 1950er Jahre. Mit acht Prozent fiel der Rückgang bei den verurteilten Heranwachsenden im Alter von 18 bis 20 Jahren ebenfalls deutlich aus. Ihre Verurteilungsziffer lag mit einem Wert von 2 156 allerdings mehr als doppelt so hoch wie die der Jugendlichen. Je 100.000 der Erwachsenen (Personen ab 21 Jahre und älter) wurden im vergangenen Jahr 939 Personen verurteilt. Die Verurteiltenziffer in dieser Altersgruppe sank damit um 3 Prozent.

Die meisten Verurteilungen (5 089) erfolgten wegen Betrugs oder wegen einfachen Diebstahls (4 026). Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Zahl dieser beiden Straftaten allerdings um 5,6 bzw. 4,4 Prozent reduziert. Im Bereich der Betäubungsmittelkriminalität, der dritthäufigsten Straftat, ist die Zahl der Verurteilungen mit insgesamt 3 139 gegenüber dem Vorjahr annähernd konstant geblieben. Die Zahl der – ohne einen Personenschaden herbeigeführt zu haben – wegen Trunkenheit im Verkehr Verurteilten sank demgegenüber auch im Vorjahresvergleich wieder deutlich. Aufgrund dieser, nach § 316 Strafgesetzbuch geahndeten Straftat, ergingen im vergangenen Jahr 3.106 und damit 4,1 Prozent weniger Verurteilungen als noch im Jahr zuvor.

Die Ergebnisse basieren auf den monatlichen Meldungen der Staatsanwaltschaften in Rheinland-Pfalz zu den rechtskräftig abgeurteilten Personen.

Autorin: Charlotte Schmidt (Sachgebiet Gesundheit, Rechtspflege)

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news-1907Fri, 08 Apr 2016 09:11:00 +0200Scheidungszahlen zum vierten Mal in Folge rückläufighttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/justiz/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1907/Im Jahr 2015 wurden von den rheinland-pfälzischen Familienrichtern 8.835 Ehen geschieden. Gegenüber dem Vorjahr ergibt sich ein Rückgang um zwei Prozent. Die Zahl der Scheidungen sank damit zum vierten Mal in Folge deutlich stärker als die Zahl der jeweils bestehenden Ehen. Gegenüber dem Jahr 2003, in dem mit 11.567 Scheidungen der bisherige Höhepunkt seit Landesgründung registriert wurde, ergibt sich ein Rückgang um ein Viertel (24 Prozent). 

Trotz insgesamt rückläufiger Scheidungszahlen ist die Trennungsbereitschaft – insbesondere nach relativ kurzer Ehedauer – weiterhin groß. Von den im Jahr 2015 beendeten Ehen sind die meisten (456) erst im Jahr 2010 geschlossen worden. Aber auch „alte Liebe rostet“. Insgesamt 1.514 Paare hatten zum Zeitpunkt der gerichtlichen Trennung ihrer Beziehung bereits die silberne Hochzeit gefeiert. Bei Paaren, die in der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre vermeintlich den „Bund fürs Leben“ eingegangen waren, liegt die Scheidungsquote durchgängig bei inzwischen schon über 40 Prozent.

Im vergangenen Jahr wurden landesweit knapp ein Prozent der bestehenden Ehen (9,4 von 1.000) aufgelöst. Die Scheidungsziffer in den kreisfreien Städten lag mit 8,8 unter der der Landkreise (9,6). Innerhalb des Landes zeigen sich deutliche regionale Unterschiede. Das höchste Scheidungsrisiko wiesen im Jahr 2015 die Stadt Zweibrücken sowie die Landkreise Mainz-Bingen und Trier-Saarburg auf, das niedrigste die Stadt Frankenthal. Da die Scheidungszahlen auf Kreisebene zum Teil deutlichen jährlichen Schwankungen unterliegen, können Mehrjahresdurchschnitte verlässlichere Aussagen zum Scheidungsrisiko liefern. Wird ein Dreijahresdurchschnitt zugrunde gelegt, so ergeben sich die höchsten Scheidungsziffern für die Stadt und den Landkreis Kaiserslautern (11,2 bzw. 12,0) sowie den Landkreis Mainz-Bingen (11,6). Im Landkreis Kusel scheinen dagegen die besten Voraussetzungen für eine lebenslange Ehedauer gegeben zu sein. Im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre ließen sich dort landesweit die wenigsten Paare scheiden (6,3).

Aufhebung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften

Im Jahr 2015 wurden zudem 47 gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften durch gerichtlichen Beschluss aufgehoben. In der Mehrzahl (60 Prozent) der Fälle waren weibliche Partnerschaften betroffen.

 

Die Statistik über die rechtskräftigen Beschlüsse in Ehesachen wird wie auch die Statistik der rechtskräftigen Aufhebungen von Lebenspartnerschaften jährlich aus den Meldungen der Familiengerichte erstellt.

 

Autorin: Charlotte Schmidt, Sachgebietsleiterin Gesundheit und Rechtspflege

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news-1820Mon, 07 Dec 2015 13:16:00 +0100Weniger Strafgefangene als in Vorjahrenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/justiz/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1820/Ende März 2015 saßen in den zehn rheinland-pfälzischen Justizvollzugsanstalten 2.734 Strafgefangene und Sicherungsverwahrte ein. Dies waren nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes ein Prozent weniger als im Vorjahr und fünf Prozent weniger als noch 2013.

Bei 15 Einsitzenden handelte es sich um noch nicht volljährige Jugendliche, bei weiteren 141 um Heranwachsende im Alter zwischen 18 und 20 Jahren, die eine Jugend- oder Freiheitsstrafe verbüßten. Insgesamt 2.578 Inhaftierte hatten bereits das 21 Lebensjahr vollendet.

Die voraussichtliche Vollzugsdauer der zu einer zeitigen Jugend- bzw. Freiheitsstrafe verurteilten 2.406 Männer und 180 Frauen lag bei durchschnittlich 23 bzw. 14 Monaten. 99 Männer und sieben Frauen saßen lebenslänglich ein. Unter einer lebenslangen Freiheitsstrafe versteht man in Deutschland einen Freiheitsentzug von mindestens 15 Jahren. Danach kann der Strafrest zur Bewährung ausgesetzt werden. Weitere 42 Männer befanden sich in Sicherungsverwahrung mit unbestimmter Vollzugsdauer. Eine Sicherungsverwahrung wird gerichtlich angeordnet, wenn ein Straftäter nach Verbüßen seiner Freiheitsstrafe zum Schutz der Allgemeinheit vor möglichen künftigen Taten nicht aus dem Strafvollzug entlassen werden kann.

Die Rückfallquote der Strafgefangenen ist sehr hoch. Nahezu jeder zweite Strafgefangene saß zum wiederholten mal in einer Justizvollzugsanstalt ein. Von diesen waren 41 Prozent bereits innerhalb von zwei Jahren nach ihrer letzten Entlassung erneut straffällig geworden.

Die mit 2.262 Personen überwiegende Mehrzahl der Inhaftierten (83 Prozent) saß wegen eines Verbrechens ein, das auf Grundlage des Strafgesetzbuches geahndet wurde. 472 (17 Prozent) der Einsitzenden waren nach anderen Bundes- bzw. Landesgesetzen belangt worden, davon 390 wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz.

1.181 (43 Prozent) Einsitzende waren aufgrund von Straftaten inhaftiert, die sich direkt gegen Personen richteten (bspw. Mord, Totschlag, Körperverletzung) oder saßen wegen Raubs bzw. Erpressung ein. In zwei Drittel dieser Fälle handelte es sich um so genannte Gewaltverbrechen, die unter Anwendung von körperlichem Zwang begangen worden waren. Aufgrund von Vermögens- oder Eigentumsdelikten (z. B. Diebstahl oder Betrug) verbüßten 926 Strafgefangene (34 Prozent) eine Freiheitsstrafe. Wegen begangener Straßenverkehrsdelikte (z. B. Trunkenheit im Verkehr oder Fahren ohne Fahrerlaubnis) saßen 110 Strafgefangene (4 Prozent) ein.

Daten über die jeweils am 31. März eines Jahres einsitzenden Strafgefangenen und Sicherungsverwahrten erhält das Statistische Landesamt einmal jährlich von den Justizvollzugsanstalten. Übermittelt werden unter anderem demografische Merkmale, wie Alter und Familienstand, sowie kriminologische Merkmale wie Straftat, Art und Höhe der Strafe oder Vorstrafen.

Autor: Gerd Reh (Abteilung Bevölkerung, Gesellschaft)

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news-1758Wed, 09 Sep 2015 14:30:00 +0200Im vergangenen Jahr rund 36.000 Personen verurteilthttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/justiz/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1758/Im Jahr 2014 wurden in Rheinland-Pfalz 36.313 Personen rechtskräftig verurteilt. Gegenüber dem Vorjahr war dies ein Anstieg um drei Prozent. Im Zehnjahresvergleich ist die Zahl der Verurteilungen allerdings tendenziell rückläufig. Im Jahr 2005 waren noch 43.528 Personen verurteilt worden.

Auf jeweils 100.000 Personen ab 14 Jahre entfielen im vergangenen Jahr 1.033 Verurteilte.  Im Jahr 2005 hatte diese sogenannte Verurteiltenziffer, noch bei 1.246 gelegen; sie ist damit in der vergangenen Dekade um mehr als 17 Prozent gesunken.

Auf vier verurteilte Straftäter kam im vergangenen Jahr lediglich eine Straftäterin. Die Verurteiltenziffer männlicher Straftäter ging seit 2005 um knapp 20 Prozent zurück (minus 423 Verurteilte je 100.000 strafmündige Männer), die der Frauen sank im gleichen Zeitraum bei deutlich geringerem Ausgangsniveau um lediglich knapp vier Prozent (minus 16 Verurteilte je 100.000 strafmündige Frauen).

Die meisten Straftaten, die im vergangenen Jahr mit einer Verurteilung geahndet wurden, waren Verbrechen oder Vergehen, bei denen die Delinquenten gegen Vorschriften des Strafgesetzbuchs verstoßen hatten. Hierbei wird üblicherweise zwischen den so genannten klassischen Delikten (z. B. Körperverletzung oder Diebstahl) und den Straftaten im Straßenverkehr unterschieden. Verurteilungen wegen Straßenverkehrsdelikten haben in den vergangenen zehn Jahren deutlich abgenommen. 2005 lag ihr Anteil bei 28 Prozent, im aktuellen Jahr zählten nur knapp 24 Prozent geahndete Straftaten zu dieser Gruppe. In etwa gleichem Umfang haben die Verurteilungen aufgrund eines klassischen Deliktes zugenommen. 2005 wurde rund 59 Prozent der Verurteilten eine klassische Straftat zur Last gelegt, 2014 lag der Anteil vier Prozentpunkte höher.

Mit fast 5.400 Fällen waren im vergangenen Jahr Betrugsdelikte die am häufigsten durch Verurteilung geahndete Straftat, gefolgt vom einfachen Diebstahl (rund 4.200), Trunkenheit im Verkehr ohne Personenschaden (rund 3.200) und Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz (rund 3.100).

Die Ergebnisse basieren auf den monatlichen Meldungen der Staatsanwaltschaften in Rheinland-Pfalz zu den rechtskräftig abgeurteilten Personen.

Autorin: Charlotte Schmidt (Sachgebiet Gesundheit, Rechtspflege)

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news-1669Fri, 08 May 2015 07:21:00 +0200Scheidungszahlen weiter rückläufighttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/justiz/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1669/Im Jahr 2014 wurden von den rheinland-pfälzischen Familienrichtern 9.022 Ehen geschieden. Gegenüber dem Vorjahr ergibt sich ein Rückgang um 3,8 Prozent. Die Zahl der Scheidungen ist damit zum dritten Mal in Folge deutlich stärker gesunken als die Zahl der bestehenden Ehen. Gegenüber dem Jahr 2003, in dem mit 11.567 Scheidungen der bisherige Höhepunkt erreicht wurde, reduzierte sich die Zahl um mehr als ein Fünftel (22 Prozent).

Trotz insgesamt rückläufiger Scheidungszahlen ist die Trennungsbereitschaft - insbesondere nach relativ kurzer Ehedauer - weiterhin groß. Von den im Jahr 2014 beendeten Ehen sind die meisten (493) erst im Jahr 2008 geschlossen worden; sie wurden damit im oft zitierten „verflixten siebten Jahr“ aufgelöst. Aber auch „alte Liebe rostet“. Insgesamt 1.476 Paare hatten bereits die silberne Hochzeit gefeiert. Bei Paaren, die in der zweiten Hälfte der 1980er-Jahren vermeintlich den „Bund fürs Leben“ eingegangen waren, liegt die Scheidungsquote zum Teil bei inzwischen schon über 40 Prozent.

Im Jahr 2014 wurden landesweit knapp ein Prozent der bestehenden Ehen (9,6 von 1.000) aufgelöst. Erstmals lag die Scheidungsziffer in den kreisfreien Städten mit 9,1 unter der der Landkreise (9,8). Innerhalb des Landes zeigen sich dabei deutliche regionale Unterschiede. Die höchsten Scheidungsraten weisen die Stadt und der Landkreis Kaiserslautern sowie der Rhein-Hunsrück-Kreis auf. Im Landkreis Kusel scheinen dagegen die besten Voraussetzungen für eine lebenslange Ehedauer gegeben zu sein. Seit drei Jahren lassen sich dort landesweit die wenigsten Paare scheiden.

Die Statistik über die rechtskräftigen Urteile in Ehesachen wird jährlich aus den Meldungen der Familiengerichte erstellt. Sie gibt Auskunft über die Zahl der Ehescheidungen und Aufhebungen.

Autorin: Charlotte Schmidt, Sachgebietsleiterin Gesundheit und Rechtspflege

 

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news-1457Wed, 18 Jun 2014 10:45:00 +0200Weiter abnehmende Scheidungszahlenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/justiz/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1457/Im Jahr 2013 wurden 9.377 Ehen vor einem rheinland-pfälzischen Familiengericht beendet. Die Zahl der Scheidungen lag damit nach Angaben des Statistischen Landesamtes etwas unter dem Wert des Vorjahres (9.724). Im Jahr 2011 wurden noch mehr als 11.000 Ehen geschieden.

Die Trennungsbereitschaft ist dennoch weiterhin groß. Von den im Jahr 2013 beendeten Ehen wurden die meisten (492) erst im Jahr 2008 geschlossen und damit im fünften Ehejahr beendet. Ähnlich hoch war die Zahl der beendeten Ehen aus dem Jahr 2007 (488). Im oft zitierten »verflixten siebten Jahr« fanden dagegen etwas weniger Ehen ihr Ende (460). Fünf Paare ließen sich noch im Jahr ihrer Trauung scheiden, 70 im Jahr nach dem »Ja-Wort«.  Die silberne Hochzeit hatten 1.516 Paare bereits hinter sich, und immerhin 14 Paare konnten vor ihrer Scheidung goldene Hochzeit (50 Ehejahre) feiern.

Bis Ende 2013 wurde von den vor zehn Jahren geschlossenen Ehen nahezu jede vierte schon wieder endgültig getrennt. Paare, die in den 80er-Jahren den »Bund fürs Leben« eingingen, haben sich zu rund 40 Prozent wieder getrennt. Die höchste Gesamtscheidungsquote hat der Heiratsjahrgang 1989 aufzuweisen: 42 Prozent der in jenem Jahr geschlossenen Ehen wurden bisher beendet.

Das Scheidungsverhalten weist auch regionale Unterschiede auf. Während landesweit im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre 11 von 1.000 bestehenden Ehen geschieden wurden, erstreckt sich die Bandbreite auf Kreisebene auf Werte zwischen 7 im Landkreis Kusel und 14 in Landau in der Pfalz und im Landkreis Kaiserslautern.

Die Statistik über die rechtskräftigen Urteile in Ehesachen wird jährlich aus den Meldungen der Familiengerichte erstellt. Sie gibt Auskunft über die Zahl der Ehescheidungen und Aufhebungen. In regionaler Untergliederung werden die Scheidungszahlen stärker durch zufällige Einflüsse mitbestimmt. Die Betrachtung des Durchschnitts in der Zusammenfassung dreier Kalenderjahre ermöglicht hier eine Glättung.



Autor: Günter Ickler (Referat Soziale Leistungen, Gesundheit, Rechtspflege)

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news-1465Wed, 18 Jun 2014 10:45:00 +0200Weiter abnehmende Scheidungszahlenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/justiz/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1465/Im Jahr 2013 wurden 9.377 Ehen vor einem rheinland-pfälzischen Familiengericht beendet. Die Zahl der Scheidungen lag damit nach Angaben des Statistischen Landesamtes etwas unter dem Wert des Vorjahres (9.724). Im Jahr 2011 wurden noch mehr als 11.000 Ehen geschieden.

Die Trennungsbereitschaft ist dennoch weiterhin groß. Von den im Jahr 2013 beendeten Ehen wurden die meisten (492) erst im Jahr 2008 geschlossen und damit im fünften Ehejahr beendet. Ähnlich hoch war die Zahl der beendeten Ehen aus dem Jahr 2007 (488). Im oft zitierten »verflixten siebten Jahr« fanden dagegen etwas weniger Ehen ihr Ende (460). Fünf Paare ließen sich noch im Jahr ihrer Trauung scheiden, 70 im Jahr nach dem »Ja-Wort«.  Die silberne Hochzeit hatten 1.516 Paare bereits hinter sich, und immerhin 14 Paare konnten vor ihrer Scheidung goldene Hochzeit (50 Ehejahre) feiern.

Bis Ende 2013 wurde von den vor zehn Jahren geschlossenen Ehen nahezu jede vierte schon wieder endgültig getrennt. Paare, die in den 80er-Jahren den »Bund fürs Leben« eingingen, haben sich zu rund 40 Prozent wieder getrennt. Die höchste Gesamtscheidungsquote hat der Heiratsjahrgang 1989 aufzuweisen: 42 Prozent der in jenem Jahr geschlossenen Ehen wurden bisher beendet.

Das Scheidungsverhalten weist auch regionale Unterschiede auf. Während landesweit im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre 11 von 1.000 bestehenden Ehen geschieden wurden, erstreckt sich die Bandbreite auf Kreisebene auf Werte zwischen 7 im Landkreis Kusel und 14 in Landau in der Pfalz und im Landkreis Kaiserslautern.

Die Statistik über die rechtskräftigen Urteile in Ehesachen wird jährlich aus den Meldungen der Familiengerichte erstellt. Sie gibt Auskunft über die Zahl der Ehescheidungen und Aufhebungen. In regionaler Untergliederung werden die Scheidungszahlen stärker durch zufällige Einflüsse mitbestimmt. Die Betrachtung des Durchschnitts in der Zusammenfassung dreier Kalenderjahre ermöglicht hier eine Glättung.



Autor: Günter Ickler (Referat Soziale Leistungen, Gesundheit, Rechtspflege)

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