StLA-RP | Pressemitteilungenhttp://www.statistik.rlp.deAktuelle Pressemitteilungen des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalzde_DEStatistisches Landesamt Rheinland-PfalzTYPO3 EXT:newsnews-1436Mon, 26 May 2014 04:29:00 +0200Wahlen Aktuell: Kompakter Überblick über die Ergebnisse der Europawahl 2014http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/wahlen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1436/Das Statistische Landesamt hat noch in der Wahlnacht die Publikation »Wahlen Aktuell - Europawahl am 25. Mai 2014« erstellt. »Wahlen Aktuell« gibt in ausführlichen Tabellen, Grafiken und Karten sowie in kurzen Texten einen kompakten Überblick über die Ergebnisse der Europawahl. Neben dem Landesergebnis erhalten Sie auch die Resultate für die kreisfreien Städte, Landkreise, verbandsfreien Gemeinden und Verbandsgemeinden.Die Veröffentlichung »Wahlen Aktuell« steht im Internet unter www.statistik.rlp.de/wahlen/ew/wahlen_aktuell_EW2014.pdf zum kostenfreien Download zur Verfügung.

Ab 14 Uhr wird auch die Mai-Ausgabe der Statistischen Monatshefte im Internet kostenfrei zur Verfügung stehen. Das Heft enthält unter anderem einen ausführlicheren Beitrag mit den vorläufigen amtlichen Endergebnissen zur Europawahl 2014. Zu den Statistischen Monatsheften gelangen Sie unter www.statistik.rlp.de/veroeffentlichungen/neuerscheinungen.

Zusätzlich werden im Internetangebot des Landeswahlleiters die Ergebnistabellen der 24 Landkreise und 12 kreisfreien Städte als eigene Veröffentlichung offeriert. Dieses Angebot finden Sie unter dem folgenden Link: www.wahlen.rlp.de/ew/wahlen/2014/veroeff/Europawahl_Veroeffentlichung_Internet.pdf.

Romy Siemens (Referat Veröffentlichungen)

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news-1445Thu, 05 Jun 2014 16:01:00 +0200Am Sonntag, 8. Juni 2014, finden landesweit 106 Stichwahlen statthttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/wahlen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1445/Gemeinsam mit der Europawahl und den allgemeinen Kommunalwahlen fanden am 25. Mai 2014 die Direktwahlen von zwei Landräten und 37 hauptamtlichen Bürgermeistern sowie die Direktwahlen der ehrenamtlichen Ortsbürgermeister und Ortsvorsteher statt. »Immer dann«, so Landeswahlleiter Jörg Berres, »wenn bei diesen Wahlen kein Bewerber mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erhalten hat, findet eine Stichwahl unter den zwei Bewerbern statt, die bei der ersten Wahl die höchste Stimmenzahl erhalten haben.«
Landesweit kommt es daher am Sonntag, dem 8. Juni 2014, zu insgesamt 106 Stichwahlen. Zur Wahl stehen 11 hauptamtliche Bürgermeister in den Verbands-gemeinden

Bad Sobernheim
Enkenbach-Alsenborn
Glan-Münchweiler
Kastellaun
Lambsheim-Heßheim
Lauterecken-Wolfstein
Nastätten
Thaleischweiler-Fröschen-Wallhalben
Traben-Trarbach
Waldsee
Wittlich-Land

und darüber hinaus 58 Ortsbürgermeister sowie 37 Ortsvorsteher.

Soweit bei einzelnen Direktwahlen am 25. Mai 2014 nur eine gültige Bewerbung eingereicht und der Bewerber nicht gewählt wurde, ist diese Wahl zu wiederholen. Dies ist in 28 Ortsgemeinden und 7 Ortsbezirken der Fall. Die Wiederholungswahlen sollen spätestens drei Monate nach der ersten Wahl stattfinden.

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news-1535Mon, 29 Sep 2014 11:55:00 +0200Repräsentative Wahlstatistik zur Europawahl 2014http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/wahlen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1535/Wie haben Frauen und Männer unterschiedlicher Altersgruppen gewählt? Antwort auf diese Frage gibt die Repräsentative Wahlstatistik zur Europawahl 2014, die das Statistische Landesamt für Rheinland-Pfalz jetzt vorgestellt hat. »Der Vorteil dieser Wahlstatistik ist, dass die tatsächlichen Stimmabgaben der Wählerinnen und Wähler in den ausgewählten Stimmbezirken festgestellt werden«, so der Präsident des Statistischen Landesamtes, Jörg Berres. Zu diesem Zweck wurden unter strikter Wahrung des Wahlgeheimnisses in 222 ausgewählten Stimmbezirken Stimmzettel ausgegeben, die nach Geschlecht und Altersgruppen gekennzeichnet waren. Die Ergebnisse der mehr als 96.000 ausgewerteten Stimmzettel liefern wichtige Erkenntnisse über das aktuelle Wählerverhalten sowie Veränderungen gegenüber früheren Wahlen.

Die Ergebnisse finden sich in der Veröffentlichung »Europawahl 2014  Repräsentative Wahlstatistik«, die zum Preis von 15 Euro bestellt werden kann: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Vertrieb, 56128 Bad Ems. E-Mail: vertrieb(at)statistik.rlp.de. Telefon: 02603 71-2450. Fax: 02603 71-194322. Die PDF-Datei steht als kostenfreier Download unter www.statistik.rlp.de zur Verfügung.

Die Stichprobe für die Untersuchung der Wahlbeteiligung und der Stimmabgabe der Wählerinnen und Wähler nach Geschlecht und Alter umfasste bei der Europawahl 2014 in Rheinland-Pfalz insgesamt 225 der insgesamt 5 416 Stimmbezirke. Von den ausgewählten Stimmbezirken waren 194 Urnenwahl- und 31 Briefwahlbezirke. Ausgewertet werden konnten aber nur die Ergebnisse aus 219 Bezirken. Drei Stimmbezirke mussten wegen einer zu geringen Zahl von Wahlberechtigten aufgrund des hohen Briefwahlanteils noch vor der Wahl aus der Stichprobe herausgenommen werden. Drei weitere Bezirke konnten wegen fehlerhafter Datenlieferung nicht in die Auswertung einbezogen werden. Knapp 96 300 Wählerinnen und Wähler gaben in den Stichprobenbezirken ihre Stimme ab; das waren 5,5 Prozent aller Wählerinnen und Wähler in Rheinland-Pfalz.

Das Wahlgeheimnis wird durch die Kennzeichnung der Stimmzettel und die Auswertung der Wählerverzeichnisse nicht verletzt. Für die repräsentative Stichprobe dürfen nur Stimmbezirke mit mehr als 400 Wahlberechtigten ausgewählt werden. Außerdem sind die einzelnen Geburtsjahrgänge zu Altersgruppen zusammengefasst. Ein Rückschluss auf die Wahlbeteiligung eines einzelnen Wahlberechtigten bzw. auf die Stimmabgabe einer einzelnen Wählerin oder eines einzelnen Wählers ist deshalb ausgeschlossen.

Für die Untersuchung der Wahlbeteiligung sind die einzelnen Geburtsjahrgänge wie bisher zu zehn Altersgruppen zusammengefasst. Zur Auswertung der Stimmabgabe erfolgt seit der Bundestagswahl 2013 eine Zusammenfassung der einzelnen Altersjahre zu sechs Altersgruppen; vorher wurden fünf Altersgruppen gebildet. Die bisherige Altersgruppe der 60-Jährigen und Älteren wurde durch Änderung des Wahlgesetzes unterteilt in die Gruppe der 60- bis 69-Jährigen und die Gruppe der 70-Jährigen und Älteren.

Autoren: Sofie Jedinger, Thomas Kirschey (Referat Analysen)



Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse

Wahlbeteiligung

Anteilsergebnis der Parteien nach Geschlecht und Altersgruppen

Gewinne und Verluste

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news-1880Mon, 14 Mar 2016 07:32:00 +0100Landtagswahl 2016http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/wahlen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1880/Noch in der Wahlnacht hat das Statistische Landesamt in Bad Ems das Ergebnis der Landtagswahl analysiert. Dabei wurden das Abschneiden der Parteien unter anderem regional und nach sozio-demografischen Merkmalen untersucht. Die Analyse finden Sie unter dem Link: www.statistik.rlp.de/wahlnachtanalyse-lw2016.

Wichtige Ergebnisse im Überblick:

Erstmals in der Geschichte der Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz gab es weniger Wahlberechtigte. Im Vergleich zur Landtagswahl 2011 verringerte sich ihre Zahl um gut 16 300 (–0,5 Prozent). Da am 13. März 2016 aber mehr Bürgerinnen und Bürger von ihrem Recht auf Stimmabgabe Gebrauch machten, stieg die Wahlbeteiligung im Vergleich zu 2011 um 8,6 Prozentpunkte auf 70,4 Prozent. Höher war das Wahlinteresse zuletzt bei der Landtagswahl 1996.

Im Vergleich der Wahlkreise erreichte der Wahlkreis Ingelheim die höchste Beteiligung (77,7 Prozent). Im Wahlkreis Birkenfeld stieg die Wahlbeteiligung am stärksten (+10,8 Prozentpunkte). Die niedrigste Beteiligung verzeichnete der Wahlkreis Kaiserslautern I (58,2 Prozent). In keinem Wahlkreis sank die Wahlbeteiligung.

Die SPD wurde mit 771 709 Landesstimmen stärkste Partei in Rheinland-Pfalz. Im Vergleich zur Landtagswahl 2011 steigerten die Sozialdemokraten die Zahl ihrer Landesstimmen um knapp 105 000 (+16 Prozent). Ihr Landesstimmenanteil stieg leicht auf 36,2 Prozent (+0,5 Prozentpunkte). Im neuen Landtag ist die SPD mit 39 Abgeordneten vertreten (–3 Mandate). Diese setzen sich aus 27 Direktmandaten und zwölf Listenmandaten zusammen.

Die SPD erreichte in den Wahlkreisen insgesamt 36 Prozent der Wahlkreisstimmen und lag damit um 1,7 Prozentpunkte unter dem Ergebnis von 2011. Die Partei erzielte den höchsten Wahlkreisstimmenanteil mit ihrer Spitzenkandidatin Malu Dreyer im Wahlkreis Trier (49,6 Prozent). Den niedrigsten Anteil musste sie mit 23,1 Prozent in Bad Neuenahr-Ahrweiler hinnehmen. In gut der Hälfte der Wahlkreise (26 von 51) konnte die SPD den Anteil der Landesstimmen gegenüber der letzten Landtagswahl steigern.

Die SPD erreichte in den kreisfreien Städten mit einem Anteil der Zweitstimmen von 36,8 Prozent einen leicht höheren Anteilswert als in den Landkreisen (36 Prozent). Die Spannweite reicht von 29,2 Prozent in Ahrweiler bis zu 42,8 Prozent im Landkreis Kusel. Seit 1971 hat die SPD ihr bestes Ergebnis immer in diesem Landkreis geholt.

Bei der kleinräumigen Betrachtung erzielt die SPD ihre höchsten Ergebnisse in den Verbandsgemeinden Kirn-Land (46,6 Prozent), Glan-Münchweiler (45,1 Prozent) und Meisenheim (44,6 Prozent).

Die SPD erreichte in Verwaltungseinheiten mit höherem Protestantenanteil einen Stimmenanteil, der ihr Durchschnittsergebnis (36,1 Prozent) um 3,6 Prozentpunkte übertrifft. Sie büßte allerdings in den protestantisch geprägten Verwaltungseinheiten im Vergleich zum letzten Landtagswahlergebnis Stimmenanteile ein (–2,4 Prozentpunkte).

Die CDU bekam 677 502 Landesstimmen. Sie gewann gegenüber 2011 gut 19 000 Stimmen hinzu (+2,9 Prozent) und kam damit auf einen Stimmenanteil von 31,8 Prozent (–3,4 Prozentpunkte). Im 17. Landtag Rheinland-Pfalz haben die Christdemokraten 35 Sitze, sechs Sitze weniger als im 16. Landtag. Von den Mandaten der CDU sind 24 Direkt- und elf Listenmandate.

Die CDU erreichte in den Wahlkreisen insgesamt 34,8 Prozent der Wahlkreisstimmen und lag damit um 2,1 Prozentpunkte unter dem Ergebnis von 2011. Sie erzielte den höchsten Wahlkreisstimmenanteil im Wahlkreis Bad Neuenahr-Ahrweiler mit 51,2 Prozent. Dort liegt sie deutlich vor der SPD, die in diesem Wahlkreis ihr schwächstes Ergebnis hatte. Den niedrigsten Anteil bekamen die Christdemokraten im Wahlkreis Kusel mit 22,6 Prozent. Bei den Landesstimmen blieb die Union in 49 von 51 Wahlkreisen hinter ihrem Ergebnis von 2011 zurück.

Die Christdemokraten erreichten in den Landkreisen (33,3 Prozent) deutlich höhere Zweitstimmenanteile als in den kreisfreien Städten (27 Prozent). Die Spanne liegt zwischen 22,5 Prozent in Ludwigshafen am Rhein bis zu 43,5 Prozent im Landkreis Cochem-Zell. Seit der Landtagswahl 1991 holte die CDU ihr bestes Ergebnis immer in Cochem-Zell.

Bei der kleinräumigen Betrachtung ergeben sich für die CDU die höchsten Landesstimmenanteile in den Verbandsgemeinden Adenau (51,1 Prozent), Kelberg (49,3 Prozent) und Ulmen (48,2 Prozent).

In Verwaltungseinheiten mit höherem Katholikenanteil erzielte die CDU einen Stimmenanteil, der um 6,3 Prozentpunkte über ihrem durchschnittlichen Stimmenanteil (32,7 Prozent) liegt. Im Vergleich zu 2011 verschlechterte sich das Ergebnis der Christdemokraten aber in den katholisch geprägten Verwaltungseinheiten (–2,6 Prozentpunkte).

Bei ihrer ersten Landtagswahl in Rheinland-Pfalz kommt die AfD auf 267 813 Landesstimmen. Sie sicherte sich damit einen Stimmenanteil von 12,6 Prozent und zieht mit 14 Abgeordneten in den Landtag ein. Damit ist die AfD in der kommenden Legislaturperiode die drittstärkste politische Kraft in Rheinland-Pfalz – vor der FDP und den GRÜNEN.

Die AfD trat erstmals mit 31 Wahlkreiskandidatinnen und -kandidaten an. Davon erreichten 19 Bewerberinnen und Bewerber Wahlkreisstimmenanteile in zweistelliger Höhe. Die Spannweite der Wahlkreisstimmenanteile reichte von 6,5 Prozent im Wahlkreis Mainz I bis 16,6 Prozent im Wahlkreis Worms. Die Landesstimmenanteile der AfD lagen in 37 von 51 Wahlkreisen im zweistelligen Bereich.

Die AfD erreicht in den kreisfreien Städten (13,1 Prozent) höhere Zweitstimmenanteile als in den Landkreisen (+12,4 Prozent). Die Spannweite liegt dabei zwischen 8,1 Prozent in Mainz bis zu 19,9 Prozent in Ludwigshafen am Rhein.

Kleinräumig erzielte die AfD besonders hohe Landesstimmenanteile in der verbandsfreien Gemeinde Germersheim (25,0 Prozent) sowie in den Verbandsgemeinden Lingenfeld (20,4 Prozent) und Rülzheim (20,1 Prozent).

Die AfD erzielte in Verwaltungseinheiten mit höherem Katholikenanteil um 2,5 Prozentpunkte geringere Stimmenanteile als im Durchschnitt der betrachteten Verwaltungseinheiten (12,7 Prozent).

Die FDP errang bei dieser Wahl 132 262 Landesstimmen; das sind fast 53 000 Stimmen mehr als 2011 (+67 Prozent). Die Liberalen steigerten ihren Stimmenanteil um zwei Prozentpunkte auf 6,2 Prozent. Damit ist die FDP nach einer Pause von einer Legislaturperiode wieder mit sieben Abgeordneten im Landtag vertreten.

Die Partei erreichte den höchsten Wahlkreisstimmenanteil im Wahlkreis Südliche Weinstraße (11,2 Prozent) und verzeichnete im Wahlkreis Trier mit 3,8 Prozent den niedrigsten Wahlkreisstimmenanteil. Ihren Landesstimmenanteil konnten die Liberalen in 50 von 51 Wahlkreisen erhöhen. Lediglich in Zweibrücken blieben sie 0,6 Prozentpunkte hinter dem Ergebnis von 2011 zurück.

Die FDP erhält sowohl in den kreisfreien Städten als auch in den Landkreisen einen Landesstimmenanteil von 6,2 Prozent. Die Spannweite reicht von 4,4 Prozent im Landkreis Kusel bis zu 7,4 Prozent in der kreisfreien Stadt Landau in der Pfalz.

Auf kleinräumiger Ebene gab es die besten Ergebnisse der FDP in der Verbandsgemeinde Freinsheim (8,7 Prozent) sowie in den verbandsfreien Gemeinden Limburgerhof (ebenfalls 8,7 Prozent) und Bad Dürkheim (8,6 Prozent).

In Verwaltungseinheiten mit höherem Selbstständigenanteil übertraf der Stimmenanteil der Liberalen ihr Durchschnittsergebnis von 6,2 Prozent um 0,7 Prozentpunkte. Im Vergleich zu ihrem Ergebnis 2011 konnte die FDP ihren Stimmenanteil in diesen Verwaltungseinheiten ausbauen (+2,3 Prozentpunkte).

Die GRÜNEN kommen auf 113 287 Landesstimmen. Sie büßten gut 175 000 Stimmen ein (–61 Prozent). Der Stimmenanteil der Partei sinkt damit auf 5,3 Prozent (–10,1 Prozentpunkte). Die GRÜNEN sind noch mit sechs Abgeordneten im neuen Landtag vertreten; das sind zwölf Mandate weniger als in der vorherigen Legislaturperiode.

Die GRÜNEN erreichten insgesamt einen Wahlkreisstimmenanteil von 6,4 Prozent und verloren damit deutlich gegenüber der Landtagswahl im Jahr 2011 (–7,8 Prozentpunkte). Der Kandidat im Wahlkreis Mainz I erzielte den höchsten Stimmenanteil (13,6 Prozent), blieb jedoch hinter dem SPD-Kandidat zurück. Im Wahlkreis Frankenthal (Pfalz) erreichte die Partei mit 4,3 Prozent den geringsten Anteil an Wahlkreisstimmen. Die Landesstimmenanteile der GRÜNEN sanken in allen Wahlkreisen. Das niedrigste Ergebnis musste die Partei im Wahlkreis Pirmasens-Land hinnehmen (3,1 Prozent). Den höchsten Verlust erlitten die GRÜNEN im Wahlkreis Mainz I mit einem Minus von 16,4 Prozentpunkten.

Die Grünen sind deutlich stärker in den kreisfreien Städten als in den Landkreisen. Ihr schlechtestes Ergebnis erhalten die GRÜNEN aus Pirmasens mit 2,6 Prozent, das beste Ergebnis gibt es mit jeweils 10,2 Prozent in den Universitätsstädten Mainz und Trier.

Der Stimmenanteil der GRÜNEN liegt in Verwaltungseinheiten mit höherem Akademikeranteil um 1,4 Prozentpunkte über ihrem durchschnittlichen Ergebnis (4,8 Prozent). Im Vergleich zur vergangenen Landtagswahl verringerte sich der Stimmenanteil der GRÜNEN in Verwaltungseinheiten mit einem höheren Anteil an Hochschulabsolventen deutlich (–11,6 Prozentpunkte).

Die sonstigen Parteien kommen zusammengenommen auf 7,9 Prozent, darunter die Partei DIE LINKE auf 2,8 Prozent (–0,2 Prozentpunkte) und DIE FREIEN WÄHLER auf 2,3 Prozent (unverändert gegenüber 2011). Alle anderen Parteien blieben unter ein Prozent.

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news-1990Wed, 03 Aug 2016 13:37:00 +0200Repräsentative Wahlstatistik zur Landtagswahl 2016 vorgelegthttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/wahlen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1990/Wie stark haben sich Frauen und Männer verschiedener Altersgruppen an der Landtagswahl 2016 beteiligt? Welche Parteien haben sie gewählt? Antworten auf diese Fragen gibt die Repräsentative Wahlstatistik des Statistischen Landesamtes in Bad Ems. „Der Vorteil der Repräsentativen Wahlstatistik ist, dass die tatsächliche Stimmabgabe der Wählerinnen und Wähler in den ausgewählten Stimmbezirken festgestellt wird“, so der Präsident des Statistischen Landesamtes, Jörg Berres. Zu diesem Zweck wurden – natürlich auf gesetzlicher Grundlage und unter strikter Wahrung des Wahlgeheimnisses – in 188 ausgewählten Stimmbezirken Wahlzettel ausgegeben, die mit einer Kennzeichnung für Geschlecht und Altersgruppen versehen waren. Ausgewertet wurden mehr als 120.000 Stimmzettel; die Ergebnisse der Auswertung liefern wichtige Erkenntnisse über das aktuelle Wählerverhalten und über Veränderungen im Wählerverhalten.

Bei der Durchführung der Repräsentativen Wahlstatistik haben viele mitgeholfen: In den ausgewählten Stimmbezirken sorgten engagierte Wahlhelferinnen und Wahlhelfer dafür, dass die markierten Stimmzettel richtig an die Wählerinnen und Wähler ausgegeben wurden. In den beteiligten Kommunen haben viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ebenso engagiert die vor- und nachbereitenden Arbeiten für di e Repräsentative Wahlstatistik übernommen, so dass dem Statistischen Landesamt für die Auswertungen eine zuverlässige Stichprobe zur Verfügung stand.

Die Ergebnisse finden sich in der Veröffentlichung „Landtagswahl 2016 – Teil 2: Repräsentative Wahlstatistik“, die zum Preis von 15 Euro bestellt werden kann: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Vertrieb, 56128 Bad Ems. E-Mail: vertrieb(at)statistik.rlp.de. Telefon: 02603 71-2450. Fax: 02603 71-194322.

Kostenfreier Download der PDF-Datei

Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse

Anteilsergebnis der Parteien nach Geschlecht und Altersgruppen

Gewinne und Verluste

Nutzung des Stimmensplittings

Wahlbeteiligung

Die Stichprobe für die Untersuchung der Wahlbeteiligung und der Stimmabgabe der Wählerinnen und Wähler nach Geschlecht und Alter umfasste bei der Landtagswahl 2016 in Rheinland-Pfalz insgesamt 188 der 4.824 Stimmbezirke. In den Stimmbezirken der Stichprobe gaben knapp 121.000 Wählerinnen und Wähler ihre Stimme ab. Damit umfasste die Stichprobe insgesamt 5,6 Prozent der Wählerinnen und Wähler.



Das Wahlgeheimnis wird durch die Kennzeichnung der Stimmzettel und die Auswertung der Wählerverzeichnisse nicht verletzt. Für die repräsentative Stichprobe dürfen nur Stimmbezirke mit mehr als 400 Wahlberechtigten ausgewählt werden. Außerdem sind die einzelnen Geburtsjahrgänge zu Altersgruppen zusammengefasst. Für die Untersuchung der Wahlbeteiligung sind die einzelnen Geburtsjahrgänge zu zehn Altersgruppen und für die Untersuchung des Wählerverhaltens zu fünf Altersgruppen zusammengefasst. Ein Rückschluss auf die Wahlbeteiligung eines einzelnen Wahlberechtigten bzw. auf die Stimmabgabe einer einzelnen Wählerin oder eines einzelnen Wählers ist deshalb ausgeschlossen.

Autor: Dr. Ludwig Böckmann (Referat Analysen)

 

  

 



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news-2293Mon, 25 Sep 2017 07:28:05 +0200Bundestagswahl 2017: Erste Analyse des vorläufigen rheinland-pfälzischen Endergebnisseshttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/wahlen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2293/Noch in der Wahlnacht hat das Statistische Landesamt in Bad Ems das Ergebnis der Bundestagswahl analysiert. Dabei wurden das Abschneiden der Parteien unter anderem nach regionalen und sozio-demografischen Merkmalen untersucht. Die vollständige Analyse sowie eine Kurzzusammenfassung finden Sie in unserem Internetangebot.

  • Die CDU erzielt vor allem im nördlichen Rheinland-Pfalz überdurchschnittliche Ergebnisse. In katholisch geprägten Regionen erzielt die CDU einen Stimmenanteil, der um 6,1 Prozentpunkte über ihrem durchschnittlichen Stimmenanteil (36,9 Prozent) liegt. Im Vergleich zu 2013 verschlechtert sich das Ergebnis der Union in Regionen mit hohem Katholikenanteil (–7,8 Prozentpunkte).
  • Regionale Schwerpunkte der SPD liegen im westlichen Teil der Region Rheinhessen-Nahe sowie in der nördlichen Westpfalz. Die Sozialdemokraten erreichen in Regionen mit hohem Protestantenanteil einen Stimmenanteil, der ihr Durchschnittsergebnis (24,4 Prozent) um 4,1 Prozentpunkte übertrifft. Dennoch büßt sie in den protestantisch geprägten Regionen im Vergleich zur letzten Bundestagswahl Stimmenanteile ein (–4 Prozentpunkte).
  • Von den 49 Schwerpunktgebieten der AfD liegen alleine 40 in der Pfalz. Die Partei erzielt in Regionen mit hohem Katholikenanteil einen um 2,5 Prozentpunkte geringeren Stimmenanteil, als es ihr im Durchschnitt der betrachteten Regionen gelingt (11,4 Prozent). In katholisch geprägten Regionen liegt der Stimmenanteil der AfD über ihrem Ergebnis von 2013 (+4,6 Prozentpunkte).
  • Schwerpunkte der FDP befinden sich vor allem im Landkreis Ahrweiler und im Landkreis Bad Dürkheim. In Regionen mit hohem Selbstständigenanteil übertrifft der Stimmenanteil der FDP ihr Durchschnittsergebnis von 10,4 Prozent um 1,4 Prozentpunkte. Im Vergleich zu ihrem Ergebnis 2013 kann die FDP ihren Stimmenanteil in diesen Regionen ausbauen (+5,5 Prozentpunkte).
  • Die GRÜNEN sind in den kreisfreien Städten (10,4 Prozent) deutlich stärker als in den Landkreisen (6,7 Prozent). Zu den Schwerpunktgebieten der GRÜNEN zählen traditionell neben der Landeshauptstadt Mainz und Umgebung auch die Universitätsstädte Landau, Koblenz und Trier. Der Stimmenanteil der GRÜNEN liegt in Regionen mit hohem Akademikeranteil um 2,2 Prozentpunkte über ihrem durchschnittlichen Ergebnis (6,9 Prozent). Im Vergleich zur vergangenen Bundestagswahl erhöht sich der Stimmenanteil der GRÜNEN in Regionen mit hohem Bevölkerungsanteil mit Hochschulabschluss leicht (+0,3 Prozentpunkte).
  • Die Partei DIE LINKE erzielt bei dieser Bundestagswahl ihre besten Ergebnisse in städtischen Gebieten. DIE LINKE bekommt in Regionen mit hoher SGB II-Quote einen Stimmenanteil, der um 0,9 Prozentpunkte über ihrem Durchschnittsergebnis (6,4 Prozent) liegt. In Regionen mit hoher SGB II-Quote verbessert DIE LINKE ihr Ergebnis von 2013 (+1,3 Prozentpunkte).

Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag am 24. September 2017 in Rheinland-Pfalz entfallen auf die CDU 35,9 Prozent der gültigen Stimmen, auf die SPD 24,2 Prozent, auf die GRÜNEN 7,6 Prozent, auf die FDP 10,4 Prozent, auf die AfD 11,2 Prozent und auf die Partei DIE LINKE 6,8 Prozent; die sonstigen Parteien kommen zusammen auf 3,9 Prozent.

Nach der vorläufigen Sitzverteilung können insgesamt 37 Abgeordnete aus Rheinland-Pfalz in den Deutschen Bundestag einziehen, davon 15 Bewerberinnen und Bewerber über ein Direktmandat und 22 über die Landeslisten. Das sind sechs rheinland-pfälzische Sitze mehr als bei der Bundestagswahl im Jahr 2013.

Die Wahlbeteiligung ist in Rheinland-Pfalz um 4,8 Prozentpunkte auf 77,6 Prozent gestiegen. Die rheinland-pfälzische Wahlbeteiligung ist traditionell höher als die bundesdurchschnittliche (76,2 Prozent); bei dieser Wahl liegt sie 1,4 Prozentpunkte über dem Bundeswert. Im Vergleich der Bundesländer nimmt Rheinland-Pfalz beim Wahlinteresse der Bürgerinnen und Bürger den dritten Rang ein.

Der Anteil der Briefwählerinnen und -wähler ist weiter gestiegen. Er liegt in Rheinland-Pfalz bei 35,8 Prozent und damit um 7,8 Prozentpunkte höher als 2013.

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news-2382Thu, 25 Jan 2018 07:43:36 +0100Repräsentative Wahlstatistik zur Bundestagswahl 2017 http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/wahlen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2382/Wie haben Frauen und Männer unterschiedlicher Altersgruppen gewählt? Antwort auf diese Frage gibt die Repräsentative Wahlstatistik zur Bundestagswahl 2017, die das Statistische Landesamt für Rheinland-Pfalz jetzt vorgestellt hat. „Der Vorteil dieser Wahlstatistik ist, dass die tatsächlichen Stimmabgaben der Wählerinnen und Wähler in den ausgewählten Stimmbezirken festgestellt werden“, so der Präsident des Statistischen Landesamtes, Marcel Hürter. Zu diesem Zweck wurden unter strikter Wahrung des Wahlgeheimnisses in 168 ausgewählten Stimmbezirken mit Geschlecht und Altersgruppen gekennzeichnete Stimmzettel ausgegeben. Die Ergebnisse der rund 97.000 ausgewerteten Stimmzettel liefern wichtige Erkenntnisse über das aktuelle Wählerverhalten sowie Veränderungen gegenüber früheren Wahlen. Die Repräsentative Wahlstatistik gibt es seit 1953.

Die Ergebnisse finden sich in der Veröffentlichung „Bundestagswahl 2017 – Teil 2: Repräsentative Wahlstatistik“, die zum Preis von 15 Euro bestellt werden kann: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Vertrieb, 56128 Bad Ems. E-Mail: vertrieb(at)statistik.rlp.de. Telefon: 02603 71-2450. Fax: 02603 71-194322. Die PDF-Datei steht als kostenfreier Download unter www.statistik.rlp.de zur Verfügung.

Die Stichprobe für die Untersuchung der Wahlbeteiligung und der Stimmabgabe der Wählerinnen und Wähler nach Geschlecht und Alter umfasste bei der Bundestagswahl am 24. September 2017 in Rheinland-Pfalz insgesamt 168 der 5.103 Stimmbezirke. Von den 168 Stichprobenstimmbezirken waren 139 Urnen- und 29 Briefwahlbezirke. In den Stimmbezirken der Stichprobe gaben gut 97.300 Wählerinnen und Wähler ihre Stimme ab. Damit umfasste die Stichprobe 4,1 Prozent der Wählerinnen und Wähler. In den Urnenwahlbezirken wählten rund 65.100 Bürgerinnen und Bürger, in den Briefwahlbezirken waren es knapp 32.300. Für die Untersuchung der Wahlbeteiligung wurden in den 139 Urnenwahlstimmbezirken die Wählerverzeichnisse nach Geschlecht und zehn Altersgruppen ausgewertet. In die Auswertung dieser Verzeichnisse waren rund 133.000 Wahlberechtigte einbezogen.
Das Wahlgeheimnis wird durch die Kennzeichnung der Stimmzettel und die Auswertung der Wählerverzeichnisse nicht verletzt. Für die repräsentative Stichprobe dürfen nur Stimmbezirke mit mehr als 400 Wahlberechtigten ausgewählt werden. Außerdem sind die einzelnen Geburtsjahrgänge zu Altersgruppen zusammengefasst. Ein Rückschluss auf die Wahlbeteiligung eines einzelnen Wahlberechtigten bzw. auf die Stimmabgabe einer einzelnen Wählerin oder eines einzelnen Wählers ist deshalb ausgeschlossen. Bei den Wählerinnen und Wählern erfolgt eine Zusammenfassung zu sechs Altersgruppen. Für die Untersuchung der Wahlbeteiligung sind die einzelnen Geburtsjahrgänge zu zehn Altersgruppen zusammengefasst.

Autor: Thomas Kirschey (Referat Analysen)

Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse

Analyse (PDF-Datei)

Ergebnisse der Repräsentativen Wahlstatistik zur Bundestagswahl am 24. September 2017 in Rheinland-Pfalz
Geschlecht
Alter in Jahren
Wahl-
beteiligung
Zweitstimmenanteile der Parteien
CDUSPDAfDFDPGRÜNEDIE
LINKE
Prozent
Geschlecht
weiblich77,138,924,08,19,49,56,4
männlich77,630,924,314,511,86,97,7
Alter
18 - 2470,626,020,87,013,714,99,9
25 - 3469,729,119,411,312,011,39,3
35 - 4475,933,018,714,311,79,57,5
45 - 5980,232,123,413,510,19,77,5
60 - 6982,535,828,011,49,95,77,3
70 und älter78,347,629,97,28,92,62,9
Alter und Geschlecht
weiblich
18 - 2472,128,821,25,210,018,49,8
25 - 3471,333,419,48,39,314,08,8
35 - 4476,936,419,510,410,110,97,6
45 - 5980,435,223,010,09,511,17,1
60 - 6981,940,327,48,59,66,16,2
70 und älter74,951,429,44,78,33,02,2
männlich
18 - 2469,023,220,58,817,511,410,0
25 - 3468,124,819,414,514,68,69,8
35 - 4474,829,317,818,513,38,07,5
45 - 5979,929,023,817,010,68,38,0
60 - 6983,231,228,714,410,25,38,5
70 und älter83,042,930,610,19,72,23,8
Insgesamt177,335,024,111,210,68,37,0
1 Wahlbeteiligung und Zweitstimmenanteile der Parteien in der Stichprobe können geringfügig vom amtlichen Endergebnis abweichen.
Geschlecht
Alter in Jahren
Wahl-
beteiligung
Veränderung gegenüber 2013
CDUSPDAfDFDPGRÜNEDIE
LINKE
Prozentpunkte
Geschlecht
weiblich3,8-7,4-2,44,44,60,51,7
männlich3,9-9,1-4,08,55,40,41,9
Alter
18 - 247,8-6,8-3,31,07,42,64,6
25 - 345,9-10,2-2,75,17,02,22,7
35 - 444,9-9,1-4,08,36,7-0,92,1
45 - 594,0-7,1-5,08,15,0-0,31,0
60 - 691,7-9,6-2,96,94,00,62,0
70 und älter1,5-6,5-0,14,82,70,00,2
Alter und Geschlecht
weiblich
18 - 248,8-7,3-1,20,94,92,44,2
25 - 346,7-8,6-2,53,55,02,92,4
35 - 445,3-7,9-2,75,75,9-1,52,5
45 - 593,7-6,1-4,05,65,1-0,51,0
60 - 691,3-8,8-2,65,04,40,92,1
70 und älter1,2-5,90,43,12,90,20,1
männlich
18 - 246,7-6,5-5,31,310,12,65,0
25 - 345,0-11,7-2,96,88,91,53,1
35 - 444,5-10,6-5,411,27,4-0,21,8
45 - 594,3-8,0-6,010,64,80,01,1
60 - 692,2-10,3-3,18,93,50,42,0
70 und älter1,8-7,1-0,76,82,5-0,20,4
Insgesamt13,8-8,2-3,26,45,10,51,7
1 Wahlbeteiligung und Zweitstimmenanteile der Parteien in der Stichprobe können geringfügig vom amtlichen Endergebnis abweichen.
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news-2717Mon, 27 May 2019 06:55:36 +0200Europawahl 2019 – Statistisches Landesamt analysiert Ergebnisse in der Wahlnachthttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/gesellschaft-staat/wahlen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2717/Das Statistische Landesamt in Bad Ems hat die Ergebnisse der Europawahl noch in der Wahlnacht analysiert. Die Statistische Analyse identifiziert unter anderem regionale Schwerpunktgebiete der Parteien und betrachtet Zusammenhänge zwischen Wahlergebnissen und demografischen, ökonomischen sowie sozialen Einflussgrößen.Bei der neunten Wahl zum Europäischen Parlament musste die CDU ihr bisher schlechtestes Ergebnis bei einer Landtags-, Bundestags- oder Europawahl in Rheinland-Pfalz hinnehmen. Dennoch wird sie mit 31,3 Prozent deutlich stärkste Partei. Überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt sie vor allem im nördlichen Rheinland-Pfalz. Die Christdemokraten erobern acht Kreise bzw. kreisfreie Städte von der SPD zurück, verlieren aber die Universitätsstädte Landau, Mainz und Trier an die GRÜNEN.

Die SPD verzeichnet noch größere Stimmenverluste als die CDU. Sie kann nur noch 21,3 Prozent der Stimmen für sich verbuchen, das sind 9,4 Prozentpunkte weniger als bei der Europawahl 2014. Der Stimmenanteil der SPD erreicht damit – ebenso wie der Anteil der CDU – einen historischen Tiefstand in Rheinland-Pfalz. Regionale Schwerpunkte der SPD liegen im westlichen Teil der Region Rheinhessen-Nahe, in der nördlichen Westpfalz sowie rund um Trier.

Die GRÜNEN verbuchen die größten Zugewinne. Ihr Stimmenanteil hat sich gegenüber der vorherigen Europawahl mehr als verdoppelt und steigt von 8,1 Prozent auf 16,7 Prozent. Damit erzielt die Partei bei dieser Wahl ihr bisher bestes Ergebnis in Rheinland-Pfalz. Zu den Schwerpunktgebieten der GRÜNEN zählen traditionell neben der Landeshauptstadt Mainz und Umgebung auch die Universitätsstädte Trier und Landau. In allen drei Städten ist sie bei dieser Wahl erstmals stärkste Kraft.

Auch die AfD verbucht ein deutliches Plus und erreicht einen Stimmenanteil von 9,8 Prozent. Die Partei bewarb sich zum zweiten Mal um Mandate des Europaparlaments. Im Jahr 2014 erzielte sie einen Stimmenanteil von 6,7 Prozent. Von den 52 Schwerpunktgebieten der AfD liegen alleine 42 in der Pfalz.

Die FDP verzeichnete ebenfalls Gewinne: Ihr Stimmenanteil liegt bei 5,8 Prozent, das sind 2,1 Prozentpunkte mehr als bei der letzten Europawahl. Fünf Jahre zuvor musste die Partei starke Verluste hinnehmen. Die Liberalen gewinnen flächendeckend Stimmenanteile hinzu, in den Landkreisen stärker als in den kreisfreien Städten.

Auf die Partei DIE LINKE entfallen 3,1 Prozent der gültigen Stimmen, das sind etwas weniger als fünf Jahre zuvor (–0,6 Prozentpunkte). DIE LINKE liegt damit nur knapp vor den FREIEN WÄHLERN, die 2,9 Prozent der gültigen Stimmen erreichen. Die Partei DIE LINKE erzielt ihre besten Ergebnisse in städtischen Gebieten.

Die Wahlbeteiligung ist mit einem Plus von 7,9 Prozentpunkten kräftig gestiegen. Jedoch wird die hohe Wahlbeteiligung der 80er-Jahre nicht erreicht. Auch bei der Europawahl hat die Bedeutung der Briefwahl zugenommen; 44,2 Prozent der Wählerinnen und Wähler nutzen diesen Weg für die Stimmabgabe.

Die Statistische Analyse steht unter www.statistik.rlp.de/ew2019 zum Download bereit.

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