StLA-RP | Pressemitteilungenhttp://www.statistik.rlp.deAktuelle Pressemitteilungen des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalzde_DEStatistisches Landesamt Rheinland-PfalzTYPO3 EXT:newsnews-2924Mon, 30 Mar 2020 10:34:41 +0200Analyse zur Wirtschaft in Rheinland-Pfalz 2019http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/publikationen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2924/Die rheinland-pfälzische Wirtschaft konnte 2019 die positive Entwicklung der zurückliegenden Jahre nicht fortsetzen. Das Statistische Landesamt in Bad Ems hat jetzt die Analyse zur Wirtschaft im vergangenen Jahr vorgestellt. Darin wird ausführlich die Entwicklung in den Bereichen Industrie, Baugewerbe, Landwirtschaft und Dienstleistungen beschrieben. Weitere Kapitel beleuchten den Außenhandel, den Arbeitsmarkt und die Preisentwicklung.Die wichtigsten Eckpunkte werden auf einer Sonderseite kurz beschrieben. Die Analyse steht als PDF-Datei zum Download zur Verfügung.

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news-2913Fri, 06 Mar 2020 10:27:17 +0100Zum Internationalen Frauentag am 8. März: Neues Faltblatt „Frauen in Rheinland-Pfalz“ http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/publikationen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2913/Das Statistische Landesamt in Bad Ems hat aus Anlass des Internationalen Frauentags am 8. März 2020 das Faltblatt „Frauen in Rheinland-Pfalz“ neu aufgelegt. Die Publikation enthält viele interessante Informationen zur Situation von Frauen in der Gesellschaft und zeigt kleinere und größere Unterschiede zwischen den Geschlechtern:
  • Frauen leben länger als Männer: Die durchschnittliche Lebenserwartung eines heute geborenen Mädchens ist mit 83,1 Jahren um 4,5 Jahre höher als die eines Jungen (78,6 Jahre).
  • Frauen heiraten früher als Männer: Bei ihrer ersten Eheschließung sind Frauen im Durchschnitt 31,1 Jahre alt, während Männer mit 33,8 Jahren erstmals heiraten.
  • Mehr als 82 Prozent der Alleinerziehenden sind Frauen.
  • Frauen erreichen im Durchschnitt höhere Bildungsabschlüsse als Männer: Fast 43 Prozent der jungen Frauen verlassen die allgemeinbildenden Schulen mit der allgemeinen Hochschulreife, bei den jungen Männern sind es nur 32 Prozent. Außerdem werden knapp 55 Prozent der bestandenen Abschlussprüfungen an Hochschulen von Frauen abgelegt.
  • Durchschnittlich 72 Prozent der Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen sind weiblich.
  • Bei den Professorenstellen sind Frauen mit einem Anteil von nur 23 Prozent deutlich unterrepräsentiert.
  • Frauen sind häufig teilzeitbeschäftigt: Mehr als jede zweite erwerbstätige Frau arbeitet Teilzeit (51 Prozent), bei den Männern beträgt die Teilzeitquote nur 9,4 Prozent.
  • Frauen haben seltener Führungspositionen: Weniger als 30 Prozent der abhängig Erwerbstätigen in Führungspositionen sind weiblich.
  • Frauen sind seltener in Verkehrsunfälle mit Personenschaden verwickelt: Nur 35 Prozent der Unfallbeteiligten sind weiblich.
  • Frauen begehen weniger Straftaten: Nur etwa ein Fünftel aller Verurteilungen betrifft Frauen. Bei den Strafgefangenen liegt ihr Anteil mit 7,3 Prozent noch niedriger.
  • Diese und viele weitere interessante Informationen zu verschiedenen Themenbereichen wie z. B. Bevölkerung, Erwerbstätigkeit, Bildung und Gesundheit enthält das Faltblatt „Frauen in Rheinland-Pfalz“, das zum kostenfreien Download zur Verfügung steht.

    Katharina Schröder (Referat Veröffentlichungen)

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    news-2871Mon, 23 Dec 2019 10:45:52 +0100Landkreise und kreisfreie Städte – Datenüberblick zum Vergleichhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/publikationen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2871/In der neu aufgelegten Publikation „Kreisfreie Städte und Landkreise in Rheinland-Pfalz“ des Statistischen Landesamtes in Bad Ems sind für die zwölf kreisfreien Städte und 24 Landkreise aktuelle Ergebnisse in Tabellen zusammengestellt. Karten und Grafiken veranschaulichen ausgewählte Merkmale. Der Datenquerschnitt in dieser Veröffentlichung gibt einen Einblick in unterschiedliche Strukturen und Entwicklungen in den kreisfreien Städten bzw. Landkreisen. Die Tabellen zur Bevölkerung zeigen, dass vier der zwölf kreisfreien Städte jeweils weniger als 50.000 Einwohnerinnen und Einwohner haben. Zusammengenommen leben in diesen Städten weniger Menschen als in Ludwigshafen oder Mainz. Mainz ist mit rund 217.100 Einwohnerinnen und Einwohner die mit Abstand größte Stadt im Land. Auch der größte Landkreis Mayen-Koblenz (214.300) erreicht nicht die Bevölkerungszahl von Mainz. Der kleinste Landkreis ist die Vulkaneifel mit rund 60.600 Menschen. Die kleinsten kreisfreien Städte sind Zweibrücken und Pirmasens (34.200 bzw. 40.400 Einwohnerinnen und Einwohner). Gegenüber dem Vorjahr ist die Bevölkerung in vier kreisfreien Städten und in acht Landkreisen zurückgegangen. Die relativ stärkste Abnahme verzeichnete bei den Städten Speyer (minus 1,1 Prozent) und bei den Landkreisen der Kreis Südwestpfalz (minus 0,4 Prozent). Die höchste Zunahme gab es im Vergleich der Städte in Ludwigshafen mit 1,5 Prozent und im Vergleich der Landkreise in den Kreisen Ahrweiler und Alzey-Worms mit jeweils 0,6 Prozent.

    Das Verhältnis zwischen der erwerbsfähigen Bevölkerung und der älteren Bevölkerung (65-Jährige und Ältere bezogen auf die Altersgruppe der 20- bis unter 65-Jährigen) ist mit gut 44 Senioren je 100 Erwerbsfähige in Pirmasens am ungünstigsten. Die Stadt liegt inmitten des Landkreises Südwestpfalz, der bei dieser Kennzahl eine ähnlich ungünstige Relation hat (43 zu 100).

    Die Zahl der zugelassenen Pkw hat in den kreisfreien Städten um 1,5 Prozent und in den Landkreisen um 1,7 Prozent zugenommen. In den kreisfreien Städten ist die Pkw-Dichte um 0,8 Prozent auf 516 Pkw je 1.000 Einwohner gestiegen und in den Landkreisen um 1,4 Prozent auf 655.

    Die Steuereinnahmen je Einwohnerin und Einwohner sind im Durchschnitt der kreisfreien Städte deutlich höher als bei den Landkreisen (1.448 bzw. 1.096 Euro). Die höchsten Steuereinnahmen pro Kopf der Bevölkerung wurden 2018 allerdings im Landkreis Mainz-Bingen mit rund 2.500 Euro erzielt. Die durchschnittliche Pro-Kopf-Verschuldung beträgt bei den kreisfreien Städten das 2,5-fache der Landkreise. Für die Stadt Pirmasens wiesen Kernhaushalt und Extrahaushalte des öffentlichen Gesamthaushaltes 2018 mit rund 9.800 Euro je Einwohnerin und Einwohner die höchste Verschuldung aus.

    Die Veröffentlichung »Rheinland-Pfalz regional: Kreisfreie Städte und Landkreise in Rheinland-Pfalz – Ein Vergleich in Zahlen«, Ausgabe 2019, umfasst 146 Seiten. In der gedruckten Fassung – DIN A4-Format steht die Broschüre Ende Januar 2020 zum Preis von 11,50 Euro zur Verfügung.

    Bestellung: vertrieb(at)statistik.rlp.de

    Der kostenfreie Download ist ab sofort verfügbar.

    Kreisfreie Städte und Landkreise, Ausgabe 2019

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    news-2864Wed, 18 Dec 2019 11:33:28 +0100Rheinland-Pfalz in Zahlen: Statistisches Landesamt veröffentlicht Jahrbuch 2019http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/publikationen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2864/Das Statistische Landesamt hat jetzt das Statistische Jahrbuch 2019 veröffentlicht. Es liefert Informationen zu allen gesellschaftlich, politisch und wirtschaftlich relevanten Bereichen unseres Lebens. „Die umfassende Darstellung der amtlichen Daten konkretisiert unsere Vorstellungen des gesellschaftlichen Wandels, die uns Medien und Alltagsbeobachtungen vermitteln“, erklärt der Präsident des Statistischen Landesamtes Marcel Hürter. Das Jahrbuch bietet einen thematisch strukturierten Zugang zu den wichtigsten Daten der amtlichen Statistik. Im Teilbereich Gesellschaft und Staat ist beispielsweise nachzulesen, dass immer mehr rheinland-pfälzische Schülerinnen und Schüler nach der vierten Klasse auf das Gymnasium wechseln. Der Anteil lag im Schuljahr 2018/19 bei 42 Prozent. Zehn Jahre zuvor waren es erst 38 Prozent. Außerdem gibt es diesem Kapitel Zahlen zur Entwicklung der Bevölkerung, zu Gesundheit, zum Bereich Soziales und zu den öffentlichen Finanzen.

    Der Bereich Gesamtwirtschaft und Umwelt stellt Ergebnisse zur wirtschaftlichen Entwicklung, zu Erwerbstätigkeit sowie zu Umwelt und Energie bereit. So erreichte zum Beispiel die Zahl der Erwerbstätigen in Rheinland-Pfalz 2018 mit mehr als zwei Millionen einen neuen Höchststand. Immer mehr ältere Menschen gehen einer Erwerbstätigkeit nach. Im Jahr 2018 waren knapp 71 Prozent der Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer zwischen 55 und 65 Jahren erwerbstätig, 2008 waren es nur 56 Prozent.

    Der Teil Wirtschaftsbereiche enthält unter anderem Daten zur Branchenentwicklung und
    -struktur, zu den rheinland-pfälzischen Unternehmen und zum Verkehr. In Rheinland-Pfalz waren Anfang 2019 mehr als 2,5 Millionen Pkw zugelassen, darunter 40.300 mit alternativen Antrieben. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl Straßenverkehrsunfälle von 145.900 auf 144.300 gesunken.

    Das Statistische Jahrbuch ist Teil eines umfassenden Systems von Veröffentlichungen des Statistischen Landesamtes, mit dem die Nutzerinnen und Nutzer die Informationen je nach Bedarf vertiefen können.

    Kostenloser PDF-Download: www.statistik.rlp.de/de/publikationen/statistisches-jahrbuch.

    Gedruckte Fassung (18 Euro inkl. Versandkosten): Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Vertrieb, 56128 Bad Ems, Telefon: 02603 71-2450, E-Mail: vertrieb(at)statistik.rlp.de .

    Autorin: Jeanette Vogel (Referat Veröffentlichungen)

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    news-2700Mon, 29 Apr 2019 09:33:27 +0200Wie lange brauche ich bis zum nächsten Krankenhaus? Krankenhaus-Atlas geht onlinehttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/publikationen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2700/Knapp 94 Prozent der in städtischen Regionen lebenden Bevölkerung in Rheinland-Pfalz erreichen innerhalb von 15 Minuten das nächste Krankenhaus mit einer Basisversorgung. Deutschlandweit sind es knapp 90 Prozent. In ländlichen Regionen schaffen dies in Rheinland-Pfalz wie in Deutschland rund 64 Prozent der Bevölkerung. Diese Erreichbarkeiten ergeben sich aus dem neuen Krankenhaus-Atlas der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Das interaktive Kartenangebot zeigt erstmals die Erreichbarkeit von allen möglichen Standorten in Deutschland zum nächsten Krankenhaus. Die Nutzerinnen und Nutzer können dabei nicht nur nach Krankenhäusern mit Basisversorgung und allgemeinen Fachabteilungen suchen, sondern auch nach speziellen medizinischen Leistungen filtern. So wird für Rheinland-Pfalz etwa sichtbar, dass in städtischen Regionen Kliniken mit Frauenheilkunde und/oder Geburtshilfe für 90 Prozent der Bevölkerung binnen 15 Minuten erreichbar sind, in ländlichen Gegenden sind es 58 Prozent (Deutschland: 83 bzw. 55 Prozent).

    Die Erreichbarkeiten werden in Minuten angegeben und beziehen sich auf die Fahrtzeit in einem Pkw bei ungestörter Verkehrslage. Grundlage der Berechnung ist der Straßendatenbestand des offenen Gemeinschaftsprojektes OpenStreetMap (OSM).

    Erreichbarkeitsdiagramme ermöglichen Regional- und Ländervergleich

    Für den regionalen Vergleich sind die Erreichbarkeiten in Anlehnung an die siedlungsstrukturellen Regionstypen „Städtische Region“, „Region mit Verstädterungsansätzen“ und „Ländliche Region“ in Erreichbarkeitsdiagrammen dargestellt. So können die Erreichbarkeiten nach Regionstypen für jedes Bundesland nachvollzogen werden. Für GIS-Anwenderinnen und Anwender werden WMS-Kartendienste bereitgestellt.

    Basis der Informationen für den Krankenhaus-Atlas sind Ergebnisse der Daten von Krankenhäusern, die im Rahmen der fallpauschalenbezogenen Krankenhaus-Statistik (DRG-Statistik) im Jahre 2016 Leistungen abgerechnet haben. Diese Informationen wurden um eigene Recherchen der statistischen Ämter angereichert.

    Der Krankenhausatlas sowie weitere Informationen sind über folgenden Link zugänglich: krankenhausatlas.statistikportal.de

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    news-2669Wed, 06 Mar 2019 10:51:47 +0100Zum Internationalen Frauentag am 8. März: Faltblatt „Frauen in Rheinland-Pfalz“ neu aufgelegthttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/publikationen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2669/Das Statistische Landesamt in Bad Ems hat aus Anlass des Internationalen Frauentags am 8. März 2019 das Faltblatt „Frauen in Rheinland-Pfalz“ neu aufgelegt.Die Publikation enthält viele interessante Informationen zur Situation von Frauen in der Gesellschaft und zeigt dabei kleinere und größere Unterschiede zwischen den beiden Geschlechtern:

    • Frauen leben länger als Männer: Die durchschnittliche Lebenserwartung eines heute geborenen Mädchens ist mit 83,0 Jahren um 4,4 Jahre höher als die eines Jungen (78,6 Jahre).
    • Frauen heiraten früher als Männer: Bei ihrer ersten Eheschließung sind Frauen im Durchschnitt 30,8 Jahre alt, während Männer mit 33,4 Jahren erstmals heiraten.
    • Frauen erreichen im Durchschnitt höhere Bildungsabschlüsse als Männer: Fast 41 Prozent der jungen Frauen verlassen die allgemeinbildenden Schulen mit der allgemeinen Hochschulreife, bei den jungen Männern sind es nur 30 Prozent. Außerdem werden 54 Prozent der bestandenen Abschlussprüfungen an Hochschulen von Frauen abgelegt.
    • Durchschnittlich 72 Prozent der Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen sind weiblich. Dagegen sind Frauen bei den Professorenstellen mit einem Anteil von 22 Prozent deutlich unterrepräsentiert.
    • Frauen sind häufig teilzeitbeschäftigt: Mehr als jede zweite erwerbstätige Frau arbeitet Teilzeit (52 Prozent), bei den Männern beträgt die Teilzeitquote nur 9,4 Prozent.
    • Frauen haben seltener Führungspositionen: Nur 40 Prozent der abhängig Erwerbstätigen in Führungspositionen sind weiblich.
    • Frauen sind seltener in Verkehrsunfälle mit Personenschaden verwickelt: 35 Prozent der Unfallbeteiligten sind weiblich.
    • Frauen begehen weniger Straftaten: Weniger als ein Fünftel aller Verurteilungen betrifft Frauen. Bei den Strafgefangenen liegt ihr Anteil mit 7,3 Prozent noch niedriger.

    Diese und viele weitere interessante Informationen zu verschiedenen Themenbereichen wie z. B. Bevölkerung, Erwerbstätigkeit, Bildung und Gesundheit enthält das Faltblatt „Frauen in Rheinland-Pfalz“, das zum kostenfreien Download zur Verfügung steht.

    Katharina Schröder (Referat Veröffentlichungen)

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    news-2627Fri, 21 Dec 2018 11:30:00 +0100Kennzahlen zur Bildung: Von der frühkindlichen Betreuung bis zur Erwachsenenbildunghttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/publikationen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2627/Einen umfangreichen Überblick über das Bildungswesen bietet die Veröffentlichung „Kennzahlen zur Bildung in Rheinland-Pfalz 2017“, die das Statistische Landesamt in Bad Ems jetzt veröffentlicht hat.Vor dem Hintergrund der Erwerbstätigkeit von Eltern, der zunehmenden Heterogenität und kulturellen Vielfalt in der Gesellschaft, dem Hintergrund des Fachkräftemangels und einer alternden Bevölkerung, die einer ständigen Fort- und Weiterbildung bedarf, gewinnt die Debatte um eine gerechte, umfassende und integrative Gestaltung des Bildungssystems weiter an Bedeutung. „Für eine sachlich fundierte Analyse aller Bildungsbereiche und -institutionen bedarf es belastbarer Informationen über das Bildungssystem“, erklärt Marcel Hürter, Präsident des Statistischen Landesamtes. „Dieser Band bietet einen detaillierten Einblick in die zentralen Themen des Bildungswesens.“ Ausgehend vom Jahr 2017 enthält die Veröffentlichung für den Betrachtungszeitraum von zehn Jahren umfangreiche Informationen zu den wichtigsten Bildungsbereichen, beginnend mit der frühkindlichen Bildung und Betreuung über die schulische, berufsbildende und akademische Ausbildung bis hin zur Erwachsenen- und Weiterbildung.

    Ergebnisse der rund 160 Seiten umfassende Veröffentlichung sind unter anderem:

    Mehr unter 3-Jährige in der Kindertagesbetreuung

    Im Jahr 2017 nutzten 33.800 unter 3-Jährige ein Angebot der Kindertagesbetreuung. Das waren 185 Prozent mehr als 2007.

    Mehr Einschulungen in Privatschulen

    Seit der Reformierung des Einschulungsalters im Schuljahr 2008/09 stieg die Zahl der Einschulungen in Schulen mit freier Trägerschaft von rund 900 auf 1.100 (plus 22,5 Prozent). An öffentlichen Schulen fiel sie hingegen um 4.800 Eingeschulte bzw. 12,5 Prozent.

    Kinder mit Migrationshintergrund wechseln seltener auf ein Gymnasium

    Nach der Grundschule wechselten zum Schuljahr 2017/18 rund 27 Prozent der Kinder mit Migrationshintergrund auf ein Gymnasium. Bei Grundschülerinnen und -schülern ohne Migrationshintergrund lag der Anteil, der auf ein Gymnasium wechselte, bei 44 Prozent.

    Mehr Kinder und Jugendliche mit Förderbedarf an Regelschulen

    Von den etwa 20.000 Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf besuchten 2017/18 rund 5.800 eine Regelschule. Zehn Jahre zuvor waren es nur 2.200. Ihre Zahl ist demnach im Betrachtungszeitraum um 156 Prozent gestiegen.

    Mehr Abiturientinnen und Abiturienten

    Im Jahr 2017 erwarben 15.000 Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen die Hochschulreife bzw. den schulischen Teil der Hochschulreife. Gegenüber 2007 war das ein Anstieg um 25 Prozent.

    Viele Schülerinnen und Schüler in Bildungsinstitutionen des „zweiten Bildungswegs“

    Knapp 15.000 Schülerinnen und Schüler besuchten 2017/18 weiterführende Schulen, die auf dem „zweiten Bildungsweg“ zur Hochschulreife führen.

    Jede vierte Lehrkraft ist 55 Jahre oder älter

    Im Schuljahr 2017/18 waren rund 9.900 Lehrerinnen und Lehrer bzw. 24 Prozent der hauptamtlichen und hauptberuflichen Lehrkräfte 55 Jahre oder älter. Fünf Jahre zuvor waren es noch rund 12.600.

    Weniger dual Auszubildende, mehr vollschulisch Auszubildende

    Während die Zahl der dual Auszubildenden zwischen 2007 und 2017 um 17 Prozent sank, stieg die Zahl der Teilnehmenden an vollschulischen Angeboten, die zu einer anerkannten Berufsqualifikation führen, um rund 21 Prozent.

    2020 werden weniger Ausbildungsabsolventinnen und -absolventen erwartet

    Gegenüber dem Jahr 2017 wird für 2020 ein Rückgang der Zahl der Absolventinnen und Absolventen einer dualen Ausbildung von ein bis fünf Prozent erwartet.

    Studierendenzahl so hoch wie noch nie

    Im Wintersemester 2017/18 waren rund 123.000 Menschen in ein Studium an einer rheinland-pfälzischen Hochschule eingeschrieben. Das waren mehr Studierende als jemals zuvor in der amtlichen Studierendenstatistik in Rheinland-Pfalz erfasst wurden. Vor zehn Jahren waren es noch gut 106.000 Studierende, vor 20 Jahren nur 81.000.

    Geschlechterunterschiede in der Berufs- und Studienwahl

    Auch im Jahr 2017 gilt: Während Männer eher technische Ausbildungen und Studiengänge belegen, sind bei den Frauen soziale und gesundheitsbezogene Ausbildungen bzw. sozial- und geisteswissenschaftliche Studienfächer beliebt.

    Nur jede fünfte Professur mit einer Frau besetzt

    Während Frauen im Studium (51 Prozent) noch in der Überzahl sind, nimmt ihr Anteil in höheren Statusgruppen der wissenschaftlichen Laufbahn kontinuierlich ab. Unter den Professorinnen und Professoren waren 2017 nur 21 Prozent weiblich.

    Berufliche Fortbildung: Mehr Meisterinnen und Meister, Technikerinnen und Techniker

    Gegenüber 2007 stieg sowohl die Zahl der Meisterinnen und Meister (plus 16 Prozent) als auch die der Technikerinnen und Techniker (plus 28 Prozent).

    Die Veröffentlichung „Kennzahlen zur Bildung in Rheinland-Pfalz 2017“ kann zum Preis von 15 Euro einschließlich Versandkosten bestellt werden bei: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Vertrieb, 56128 Bad Ems, Telefon: 02603 71-2450, E-Mail: vertrieb@statistik.rlp.de. Sie steht zudem als PDF-Datei zum kostenlosen Download zur Verfügung.

    Autor: Dr. Marco Schröder (Referat Bildung)

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    news-2623Thu, 20 Dec 2018 09:57:25 +0100Landkreise und kreisfreie Städte – Datenüberblick zum Vergleichhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/publikationen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2623/In der neu aufgelegten Publikation „Kreisfreie Städte und Landkreise in Rheinland-Pfalz“ sind für die zwölf kreisfreien Städte und 24 Landkreise aktuelle Ergebnisse in Tabellen zusammengestellt. Karten und Grafiken veranschaulichen ausgewählte Merkmale. Der Datenquerschnitt in dieser Veröffentlichung gibt einen Einblick in unterschiedliche Strukturen und Entwicklungen in den kreisfreien Städten bzw. Landkreisen. Die Tabellen zur Bevölkerung zeigen, dass vier der zwölf kreisfreien Städte jeweils weniger als 50.000 Einwohnerinnen und Einwohner haben. Zusammengenommen leben in diesen Städten kaum mehr Menschen als in Ludwigshafen und weniger als in Mainz. Die Landeshauptstadt ist mit rund 215.100 Einwohnerinnen und Einwohnern die mit Abstand größte Stadt im Land, Mayen-Koblenz der größte Landkreis (213.600). Der kleinste Landkreis ist die Vulkaneifel mit rund 60.700 Menschen, die kleinste kreisfreie Stadt ist Zweibrücken (34.300).

    Das Verhältnis zwischen der erwerbsfähigen Bevölkerung und der älteren Bevölkerung (65-Jährige und Ältere bezogen auf die Altersgruppe der 20- bis unter 65-Jährigen) ist mit fast 44 Senioren je 100 Erwerbsfähige in Pirmasens am ungünstigsten. Die Stadt liegt inmitten des Landkreises Südwestpfalz, der bei dieser Kennzahl eine ähnlich ungünstige Relation hat (42 zu 100). In Mainz weist der sogenannte Altenquotient den niedrigsten Wert auf (27).

    Die Steuereinnahmen je Einwohnerin und Einwohner sind im Durchschnitt der kreisfreien Städte deutlich höher als bei den Landkreisen (1.384 bzw. 983 Euro). Die höchsten Steuereinnahmen pro Kopf der Bevölkerung wurden 2017 allerdings im Landkreis Mainz-Bingen mit rund 1.800 Euro erzielt. Von allen kreisfreien Städten musste Pirmasens mit vergleichsweise niedrigen Steuereinnahmen pro Kopf kalkulieren (1.000 Euro). In den Landkreisen hatten im Jahr 2017 Kusel, Trier-Saarburg und Südwestpfalz die niedrigsten Einnahmen.

    Die durchschnittliche Pro-Kopf-Verschuldung beträgt bei den kreisfreien Städten das 2,7-Fache der Landkreise. Für die Stadt Pirmasens wiesen Kernhaushalt und Extrahaushalte des öffentlichen Gesamthaushaltes 2017 mit rund 9 700 Euro je Einwohnerin und Einwohner die höchste Verschuldung aus. Auch die Stadt Kaiserslautern lag etwas über 9 000 Euro. Mit weniger als 600 Euro war die Pro-Kopf-Verschuldung der Gemeinden und Gemeindeverbände im Westerwaldkreis und im Rhein-Hunsrück-Kreis am geringsten.

    Die Veröffentlichung „Rheinland-Pfalz regional: Kreisfreie Städte und Landkreise in Rheinland-Pfalz – Ein Vergleich in Zahlen", Ausgabe 2018, umfasst 146 Seiten.

    Als PDF-Datei kann die Veröffentlichung kostenfrei heruntergeladen werden.

    In der gedruckten Fassung – DIN A4-Format steht die Broschüre Ende Januar 2019 zum Preis von 11,50 Euro zur Verfügung. Bestellungen: vertrieb@statistik.rlp.de.

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    news-2620Wed, 19 Dec 2018 13:37:05 +0100Rheinland-Pfalz in Zahlen: Statistisches Landesamt veröffentlicht Jahrbuch 2018http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/publikationen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2620/Das Statistische Jahrbuch liefert statistische Informationen zu allen gesellschaftlich, politisch und wirtschaftlich relevanten Bereichen unseres Lebens. „Die umfassende Darstellung der amtlichen Daten mit Hintergrundinformationen ergänzt die modernen Darstellungsformen und wird in der heutigen Zeit immer wichtiger“, erklärt der Präsident des Statistischen Landesamtes Marcel Hürter. Das Jahrbuch bietet einen thematisch strukturierten Zugang zu den Daten der amtlichen Statistik. Im Teilbereich Gesellschaft und Staat erfahren Sie beispielsweise, dass immer weniger Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer in Familien mit Kindern leben: Der Anteil lag 2017 bei rund 50 Prozent der Bevölkerung, im Jahr 2000 waren es noch 56 Prozent. Damit liegt Rheinland-Pfalz jedoch über dem Bundesdurchschnitt (2016: 48 Prozent). Außerdem finden Sie dort Zahlen zur Entwicklung der Bevölkerung, zu Gesundheit, Bildung und zu den öffentlichen Finanzen.

    Der Bereich Gesamtwirtschaft und Umwelt stellt Ergebnisse zur wirtschaftlichen Entwicklung, zu Erwerbstätigkeit sowie zu Umwelt und Energie bereit. So erreichte zum Beispiel die Zahl der Erwerbstätigen in Rheinland-Pfalz 2017 mit mehr als zwei Millionen einen neuen Höchststand. Immer mehr Frauen und immer mehr ältere Menschen gehen einer Erwerbstätigkeit nach. Im Jahr 2017 waren 54 Prozent der Rheinland-Pfälzerinnen über 15 Jahren erwerbstätig, 2005 waren es erst knapp 45 Prozent. Von den älteren Menschen zwischen 55 und 65 Jahren waren 2017 gut 70 Prozent erwerbstätig, 2005 waren es nur 47 Prozent.

    Der Teil Wirtschaftsbereiche enthält unter anderem Daten zur Branchenentwicklung und -struktur, zu den rheinland-pfälzischen Unternehmen und zum Verkehr. In Rheinland-Pfalz waren Anfang 2018 mehr als 2,5 Millionen Pkw zugelassen, so viele wie nie zuvor. Auch die Zahl der Verkehrsunfälle ist weiter gestiegen. Gegenüber 2000 ist die Zahl von 124.600 auf 145.900 im Jahr 2017 gestiegen. Darunter befanden sich jedoch deutlich häufiger reine Sachschadensunfälle als noch vor einigen Jahren.

    Das Statistische Jahrbuch ist Teil eines umfassenden Systems von Veröffentlichungen des Statistischen Landesamtes, mit dem die Nutzerinnen und Nutzer die Informationen je nach Bedarf vertiefen können.

    Kostenloser PDF-Download: www.statistik.rlp.de/de/publikationen/statistisches-jahrbuch.

    Gedruckte Fassung (18 Euro inkl. Versandkosten): Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Vertrieb, 56128 Bad Ems, Telefon: 02603 71-2450, E-Mail: vertrieb(at)statistik.rlp.de.

    Autorin: Jeanette Vogel (Referat Veröffentlichungen)

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    news-2461Tue, 29 May 2018 13:58:09 +0200Regionale und nationale Daten auf einen Blick im neuen Statistikportal http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/publikationen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2461/Ab sofort steht mit dem modernisierten „Statistikportal“ unter www.statistikportal.de ein neuer zentraler Zugang zu den gemeinsamen Datenangeboten und Veröffentlichungen der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder zur Verfügung. Im neuen Statistikportal haben die Nutzerinnen und Nutzer pro Themenbereich alle Angebote der Statistischen Ämter im Blick: Karten aus verschiedenen Atlanten und Regionaldaten aus der Regionaldatenbank Deutschland sind ebenso direkt verknüpft wie Broschüren und Hinweise zu Methoden und Rechtsgrundlagen. Hinzu kommen zu jedem Thema Übersichtstabellen und monatlich aktualisierte Konjunkturdaten für den Bund und die Länder.

    Das Angebot ist barrierearm und mit mobilen Endgeräten nutzbar.


    www.statistikportal.de

     

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    news-2427Wed, 28 Mar 2018 08:00:00 +0200Wissing/Hürter: Gutes Jahr für die rheinland-pfälzische Wirtschafthttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/publikationen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2427/„2017 war für die rheinland-pfälzische Wirtschaft ein gutes Jahr“, ist das gemeinsame Resümee von Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing und Marcel Hürter, Präsident des Statistischen Landesamtes, anlässlich der Pressekonferenz zur Vorstellung des Jahreswirtschaftsberichts. Wichtige gesamtwirtschaftliche Kennzahlen belegen diese Einschätzung: Das Bruttoinlandsprodukt nahm nach vorläufigen Berechnungen der amtlichen Statistik preisbereinigt um 2,5 Prozent zu (Deutschland: plus 2,2 Prozent). Im Vergleich mit den anderen Bundesländern liegt Rheinland-Pfalz (gemeinsam mit Niedersachsen) auf dem vierten Platz, erläuterte Hürter die aktuellen Ergebnisse. In jeweiligen Preisen belief sich das Bruttoinlandsprodukt auf gut 144 Milliarden Euro (plus 4,2 Prozent). Folglich wurden in Rheinland-Pfalz 4,4 Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet.

    Industrie: Hoher Wachstumsbeitrag

    Den mit Abstand größten Wachstumsbeitrag erwirtschaftete die Industrie. Die Wertschöpfung in der Industrie wuchs 2017 um 5,9 Prozent; sie trug damit 1,6 Prozentpunkte, also mehr als 60 Prozent, zum Wachstum der Gesamtwirtschaft bei. „Rheinland-Pfalz ist ein Industrieland“, stellte Minister Wissing fest. „Die Industrie erbringt mehr als ein Viertel der gesamten Wertschöpfung in unserem Land“, erläuterte der Wirtschaftsminister. Das waren 2017 in jeweiligen Preisen gut 35 Milliarden Euro. Da die Industrie aber auch in anderen Wirtschaftsbereichen (z. B. im Baugewerbe oder in den unternehmensnahen Dienstleistungsbereichen) Produktionsleistungen nachfragt, ist der Gesamteinfluss auf die Wertschöpfung noch viel größer.

    Die Industrie erzielte 2017 mit knapp 94 Milliarden Euro einen neuen Umsatzrekord. Der Erlöszuwachs war mit einem Plus von 8,3 Prozent außergewöhnlich hoch (Deutschland: plus 6 Prozent). Die Inlandsumsätze legten um 7,2 Prozent zu (Deutschland: +4,9 Prozent). Noch besser lief das Auslandsgeschäft mit einem Plus von 9,1 Prozent (Deutschland: +7,2 Prozent). Damit nahm die Exportquote weiter zu. Mit 55,9 Prozent (2016: 55,4 Prozent) liegt die rheinland-pfälzische Industrie hinter Baden-Württemberg (57,0 Prozent) auf dem zweiten Platz unter den Flächenländern. „Die Daten verdeutlichen es: Rheinland-Pfalz ist auch ein starkes Exportland. Unsere Industrieunternehmen produzieren Güter, die in der ganzen Welt gefragt sind. Das zeigt, wie wichtig ein weltweit freier Handel für uns ist“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing.

    Die größten Wachstumsimpulse kamen aus der Vorleistungsgüterindustrie, die in Rheinland-Pfalz mehr als die Hälfte des Industrieumsatzes erwirtschaftet (Deutschland: 37 Prozent). Die Erlöse der Vorleistungsgüterproduzenten stiegen 2017 um knapp zwölf Prozent. Einen wesentlichen Beitrag zu dieser Entwicklung leistete die Chemische Industrie (+14 Prozent).

    Die Zahl der Industriearbeitsplätze nahm 2017 um 0,9 Prozent auf 255 500 zu und erreichte damit ebenfalls einen neuen Höchstwert (Deutschland: +1,6 Prozent). Diese Arbeitsplätze sind hochproduktiv: Jeder Beschäftigte erwirtschaftete durchschnittlich einen Umsatz von 367 300 Euro. Das sind 42 600 Euro mehr als im Bundesdurchschnitt (324 800 Euro).

    Baugewerbe: Deutliches Umsatz- und Beschäftigungsplus

    Auch das Baugewerbe erlebte 2017 ein Rekordjahr. Gegenüber dem Vorjahr nahm die Wachstumsdynamik deutlich zu.

    Im Bauhauptgewerbe stieg der Umsatz um zwölf Prozent auf einen neuen Höchstwert von 3,4 Milliarden Euro (Deutschland: plus 8,5 Prozent). Hochbau und Tiefbau trugen gleichermaßen zu diesem Zuwachs bei. „Wie bereits im Jahr zuvor war der Wohnungsbau der stärkste Wachstumstreiber“, stellte Hürter fest. Nach einem Plus von 15 Prozent 2016 stiegen die Erlöse 2017 um weitere 18 Prozent. Die Beschäftigung im Bauhauptgewerbe legte um 4,5 Prozent zu (Deutschland: plus 5,9 Prozent).

    Im Ausbaugewerbe erhöhte sich der Umsatz um 6,1 Prozent auf gut 1,9 Milliarden Euro (Deutschland: plus 5,6 Prozent) und markierte damit ebenfalls einen neuen Rekord. Die Beschäftigung im Ausbaugewerbe stieg das elfte Jahr in Folge. Das Beschäftigungsplus war 2017 mit 4,8 Prozent deutlich stärker als im Vorjahr (Deutschland: plus 4,4 Prozent).

    Dienstleistungen: Erneut positive Bilanz im Einzel- und im Kfz-Handel

    Die Umsätze des rheinland-pfälzischen Einzelhandels sind 2017 erneut gestiegen (real plus 1,3 Prozent; Deutschland: plus 2,3 Prozent). „Rekordbeschäftigung, steigende Löhne und niedrige Zinsen sorgten auch 2017 für gute Kauflaune bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern“, erläutert Minister Volker Wissing. Auch im Kraftfahrzeughandel lagen die preisbereinigten Erlöse über dem Vorjahresniveau (plus 2,8 Prozent; Deutschland: plus 4,2 Prozent). Der Umsatz im Großhandel war dagegen rückläufig (minus 1,3 Prozent; Deutschland: plus drei Prozent).

    Außenhandel: Exporte erreichen neuen Spitzenwert

    Die Ausfuhren erreichten 2017 erneut einen Spitzenwert. Sie lagen das achte Mal in Folge über dem Niveau des jeweiligen Vorjahres. Die Unternehmen exportierten Waren im Wert von 55 Milliarden Euro ins Ausland (plus fünf Prozent; Deutschland: plus 6,2 Prozent). Das Exportwachstum hat sich 2017 beschleunigt; begünstigt wurde die Entwicklung durch das weltwirtschaftliche Umfeld. Aus Rheinland-Pfalz wurden in fast alle Weltregionen mehr Waren geliefert als 2016. Die Ausfuhren in die EU erhöhten sich um 4,7 Prozent (Deutschland: plus 6,3 Prozent). Etwas stärker fiel der Zuwachs bei den Exporten in asiatische Länder aus (plus 5,8 Prozent; Deutschland: plus sechs Prozent). Die Lieferungen in Länder auf dem amerikanischen Kontinent legten um 3,7 Prozent zu (Deutschland: plus 4,6 Prozent).

    Preise

    Die Verbraucherpreise lagen 2017 im Jahresdurchschnitt um 1,6 Prozent über dem Vorjahresniveau (Deutschland: plus 1,8 Prozent). Die jährliche Preisentwicklung blieb damit seit 2013 durchgängig unter dem Zielwert der Europäischen Zentralbank für den Euroraum (unter, aber nahe zwei Prozent). Den Höchststand erreichte die Teuerungsrate mit plus 2,2 Prozent im Februar. Die niedrigsten Preissteigerungen wurden im März und im Oktober registriert (jeweils plus 1,3 Prozent).

    Der Preisentwicklung bei den Energieprodukten (plus 2,9 Prozent) hatte auch 2017 einen merklichen Einfluss auf die Teuerungsrate. Sie trug 0,31 Prozentpunkte zur Gesamtteuerung bei. Außerdem gab es in der Hauptgruppe „Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke“ den höchsten Preisanstieg im Jahresdurchschnitt (plus drei Prozent). Diese Hauptgruppe trug ebenfalls 0,31 Prozentpunkte zur Gesamtteuerung bei.

    Die als Kerninflationsrate bezeichnete Veränderung des „Gesamtindex ohne Nahrungsmittel und Energie“ lag im Jahresdurchschnitt 2017 bei plus 1,3 Prozent (Deutschland: plus 1,4 Prozent).

    Arbeitsmarkt: Aufwärtstrend setzt sich fort

    Die gute Wirtschaftsentwicklung sorgte dafür, dass sich der Aufwärtstrend am Arbeitsmarkt fortsetzte. Die Erwerbstätigkeit stieg weiter, und die Arbeitslosigkeit nahm weiter ab. Die Zahl der Erwerbstätigen erhöhte sich im Berichtsjahr um 20.100 auf gut zwei Millionen (plus ein Prozent; Deutschland: plus 1,5 Prozent). Der Anstieg ist vor allem auf einen Zuwachs bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung zurückzuführen (plus 1,8 Prozent; Deutschland: plus 2,3 Prozent). Die geringfügige Beschäftigung stieg ebenfalls (plus 0,6 Prozent; Deutschland: plus 0,6 Prozent), vor allem durch einen Zuwachs bei der geringfügigen Beschäftigung im Nebenjob.

    Die Zahl der Arbeitslosen verringerte sich 2017 um 5.100 auf jahresdurchschnittlich 106.300 Personen (minus 4,6 Prozent; Deutschland: minus 5,9 Prozent). Im Oktober wurde das erste Mal seit 25 Jahren die Zahl von 100.000 arbeitslosen Menschen unterschritten. Die Arbeitslosenquote sank um 0,3 Prozentpunkte auf 4,8 Prozent. Sie war damit deutlich niedriger als der Bundesdurchschnitt (5,7 Prozent). Im Ländervergleich hat Rheinland-Pfalz seit 2003 die drittniedrigste Arbeitslosenquote hinter Bayern und Baden-Württemberg.

    Diese und weitere Ergebnisse finden Sie in der Veröffentlichung „Die Wirtschaft in Rheinland-Pfalz 2017“. Sie kann kostenfrei heruntergeladen werden.

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    news-2407Wed, 07 Mar 2018 09:24:09 +0100Zum Internationalen Frauentag am 8. März: Faltblatt „Frauen in Rheinland-Pfalz“ neu aufgelegthttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/publikationen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2407/Das Statistische Landesamt in Bad Ems hat aus Anlass des Internationalen Frauentags am 8. März 2018 das Faltblatt „Frauen in Rheinland-Pfalz“ neu aufgelegt.Die Publikation enthält viele interessante Informationen zur Situation von Frauen in der Gesellschaft und zeigt dabei kleinere und größere Unterschiede zwischen den beiden Geschlechtern:

    • Frauen leben länger als Männer: Die durchschnittliche Lebenserwartung eines heute geborenen Mädchens ist mit 82,9 Jahren um 4,5 Jahre höher als die eines Jungen (78,4 Jahre).
    • Frauen heiraten früher als Männer: Bei ihrer ersten Eheschließung sind Frauen im Durchschnitt 30,8 Jahre alt, während Männer mit 33,5 Jahren erstmals heiraten.
    • Frauen erreichen im Durchschnitt höhere Bildungsabschlüsse als Männer: Fast 41 Prozent der jungen Frauen verlassen die allgemeinbildenden Schulen mit der allgemeinen Hochschulreife, bei den jungen Männern sind es nur 31 Prozent. Außerdem werden 54 Prozent der bestandenen Abschlussprüfungen an Hochschulen von Frauen abgelegt.
    • Durchschnittlich 72 Prozent der Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen sind weiblich. Dagegen sind Frauen bei den Professorenstellen mit einem Anteil von 21 Prozent deutlich unterrepräsentiert.
    • Frauen sind häufig teilzeitbeschäftigt: Mehr als jede zweite erwerbstätige Frau arbeitet Teilzeit (52 Prozent), bei den Männern beträgt die Teilzeitquote nur 9,2 Prozent.
    • Frauen haben seltener Führungspositionen: Nur 39 Prozent der abhängig Erwerbstätigen in Führungspositionen sind weiblich.
    • Frauen sind seltener in Verkehrsunfälle mit Personenschaden verwickelt: Knapp 36 Prozent der Unfallbeteiligten sind weiblich.
    • Frauen begehen weniger Straftaten: Nur ein Fünftel aller Verurteilungen betrifft Frauen. Bei den Strafgefangenen liegt ihr Anteil mit 6,5 Prozent noch niedriger.

    Diese und viele weitere interessante Informationen zu verschiedenen Themenbereichen wie z. B. Bevölkerung, Erwerbstätigkeit, Bildung und Gesundheit enthält das Faltblatt „Frauen in Rheinland-Pfalz“, das zum kostenfreien Download zur Verfügung steht.

    Autorin: Simone Emmerichs (Referat Veröffentlichungen)

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    news-2361Tue, 19 Dec 2017 12:04:38 +0100Rheinland-Pfalz in Zahlen: Statistisches Landesamt veröffentlicht Jahrbuch 2017http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/publikationen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2361/Das Statistische Jahrbuch liefert statistische Informationen zu allen gesellschaftlich, politisch und wirtschaftlich relevanten Bereichen unseres Lebens. „Zuverlässige Daten sind in der aktuellen öffentlichen Diskussion über die Glaubwürdigkeit von Fakten von großer Bedeutung“, erklärt der Präsident des Statistischen Landesamtes Marcel Hürter. Das Jahrbuch bietet einen thematisch strukturierten Zugang zu den Daten der amtlichen Statistik. Im Teilbereich Gesellschaft und Staat erfahren Sie beispielsweise, dass immer weniger Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer in Familien mit Kindern leben: Der Anteil lag 2016 bei rund 50 Prozent der Bevölkerung, 2000 waren es noch 56 Prozent. Damit liegt Rheinland-Pfalz jedoch über dem Bundesdurchschnitt (2015: 48 Prozent). Außerdem finden Sie dort Zahlen zur Entwicklung der Bevölkerung, zu Gesundheit, Bildung und zu den öffentlichen Finanzen.

    Der Bereich Gesamtwirtschaft und Umwelt stellt Ergebnisse zur wirtschaftlichen Entwicklung, zu Erwerbstätigkeit sowie zu Umwelt und Energie bereit. So erreichte zum Beispiel die Zahl der Erwerbstätigen in Rheinland-Pfalz 2016 mit zwei Millionen einen neuen Höchststand. Dabei gehen immer mehr Frauen einer Erwerbstätigkeit nach. Im Jahr 2016 war fast jede zweite Rheinland-Pfälzerin (46,5 Prozent) erwerbstätig, im Jahr 2000 waren es erst 37 Prozent.

    Der Teil Wirtschaftsbereiche enthält unter anderem Daten zur Branchenentwicklung und -struktur, zu den rheinland-pfälzischen Unternehmen und zum Verkehr. In Rheinland-Pfalz waren Anfang 2017 mehr als 2,4 Millionen Pkw zugelassen, so viele wie nie zuvor. Auch die Zahl der Verkehrsunfälle ist gegenüber 2000 von 124.600 auf 142.700 gestiegen. Darunter befanden sich jedoch deutlich häufiger reine Sachschadensunfälle als noch vor einigen Jahren.

    Das Statistische Jahrbuch ist Teil eines umfassenden Systems von Veröffentlichungen des Statistischen Landesamtes, mit dem die Nutzerinnen und Nutzer die Informationen je nach Bedarf vertiefen können.

    Kostenloser PDF-Download: www.statistik.rlp.de/de/publikationen/statistisches-jahrbuch.
    Gedruckte Fassung (18 Euro inkl. Versandkosten): Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Vertrieb, 56128 Bad Ems, Telefon: 02603 71-2450, E-Mail: vertrieb@statistik.rlp.de.


    Autorin: Jeanette Vogel (Referat Veröffentlichungen)

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    news-2323Tue, 07 Nov 2017 09:00:54 +0100Neue Vorausberechnung zum Pflegebedarf: Bis 2035 Anstieg um 45.600 pflegebedürftige Menschenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/publikationen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2323/Die demografische Alterung der Gesellschaft wird Politik, Staat und Wirtschaft sowie Bürgerinnen und Bürger in den kommenden Jahrzehnten vor wachsende Herausforderungen stellen. Das betonte der Präsident des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz, Marcel Hürter, bei der Vorstellung der Analyse „Rheinland-Pfalz 2060 – Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Pflegebedarf“ am Dienstag in Mainz. „Die Analyse zeigt, dass bei konstanter Pflegequote die demografische Entwicklung den Bedarf an professioneller Pflege in Zukunft deutlich erhöhen wird,“ so Hürter. Der Vorausberechnung zufolge wird die Zahl pflegebedürftiger Menschen im Alter ab 60 Jahren von heute rund 116.000 um fast 46.000 auf knapp 162.000 im Jahr 2035 steigen (plus 39 Prozent). Langfristig, bis zum Jahr 2060, könnten es sogar knapp 220.000 Pflegebedürftige sein (plus 103.000 Personen bzw. plus 89 Prozent).

    Wenn für die Zukunft konstante Pflegequoten unterstellt werden, dann wird allein durch die Altersstrukturverschiebung, die sich aufgrund des demografischen Wandels in den nächsten Jahren und Jahrzehnten unaufhaltsam ergeben wird, die Personenzahl in stationärer Pflege um 49 Prozent steigen (plus 16.600 Personen auf rund 50.800 stationär Versorgte in 2035). Für den Bereich der ambulanten Pflege errechnet sich eine Erhöhung um 38 Prozent (plus 10.300 Personen auf etwa 37.100 ambulant Versorgte in 2035). Die Zahl der reinen Pflegegeldempfängerinnen und Pflegegeldempfänger wird bis 2035 voraussichtlich um 34 Prozent zulegen (plus 18.700 Personen auf etwa 74.000 Pflegebedürftige, die ausschließlich Pflegegeld beziehen).

    Um den pflegebedürftigen Menschen so lange wie möglich ein Leben in der gewohnten Umgebung zu ermöglichen, gilt der Grundsatz „ambulant vor stationär“. Demzufolge ist mit einem weiteren Ausbau der ambulanten pflegerischen Infrastruktur zu rechnen; das hätte einen geringeren Zuwachs des Bedarfs an stationären Pflegeplätzen zur Folge.

    „Die Zahlen des Statistischen Landesamtes verdeutlichen den pflegepolitischen Handlungsbedarf“, kommentierte Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler die aktuellen Berechnungen. „Mit der rheinland-pfälzischen Pflegestrategie haben wir einen umfassenden Fahrplan, um gute Pflege und Betreuung auch im weiteren Verlauf des demografischen Wandels zu ermöglichen. Wichtig dabei ist, auf mehreren Ebenen anzusetzen, von gelingender Prävention über die Fachkräftesicherung bis zur Stärkung von Hilfe-Mix-Strukturen, in denen Angehörige, bürgerschaftlich Engagierte und professionelle Pflege gut zusammenwirken“, so die Ministerin.

    Anstieg des Pflegebedarfs geht vor allem auf die Hochbetagten zurück

    „Die strukturellen Verschiebungen in der Art der Versorgung beruhen, bei konstanten Pflegequoten, auf der Bevölkerungsentwicklung“, stellt Präsident Hürter fest. Die Zahl der 80-Jährigen und Älteren wird überproportional zunehmen. Dies liegt – neben der steigenden Lebenserwartung – insbesondere daran, dass die Babyboomer (Geburtsjahrgänge 1954 bis 1967) langfristig in die höheren Altersgruppen hineinwachsen. Da die Wahrscheinlichkeit, pflegebedürftig zu werden, signifikant mit dem Alter steigt, erhöht sich auch die Zahl pflegebedürftiger Menschen im Alter ab 80 Jahren überproportional. Im Jahr 2015 lag das Pflegerisiko bei den 80-Jährigen und Älteren bei etwa 32 Prozent, d. h. fast jede dritte Person in dieser Altersgruppe war pflegebedürftig. Bis 2035 steigt die Zahl pflegebedürftiger Menschen zwischen 60 und 80 Jahren vermutlich um mehr als 20 Prozent (plus 7.900 Personen); im Alter ab 80 Jahren ist bis 2035 ein Anstieg um 48 Prozent zu erwarten (plus 38.000 Personen). „Regional betrachtet dürften die höchsten Zuwachsraten pflegebedürftiger Menschen dort beobachtet werden, wo heute eine vergleichsweise junge Bevölkerung lebt“, so Hürter. Mittelfristig ergeben sich in der Vorausberechnung die höchsten Steigerungsraten für die Landkreise Mainz-Bingen (plus 66 Prozent bzw. plus 2 900 Pflegebedürftige), Germersheim (plus 61 Prozent bzw. plus 1.800 Pflegebedürftige) sowie Alzey-Worms (plus 60 Prozent bzw. plus 1.800 Pflegebedürftige).

    „Die Entwicklungen werden, bei allen Einschränkungen, die mit einer Vorausberechnung verbunden sind, in den jeweiligen Kommunen ganz unterschiedlich verlaufen“, betonte Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler. „Die Landesregierung hat den Kommunen mit der Pflegestrukturplanung und mit den Regionalen Pflegekonferenzen Instrumente an die Hand gegeben, um passgenau und den Bedürfnissen der pflegebedürftigen Menschen entsprechend agieren zu können. Das Land wird die Kommunen dabei weiter mit der Servicestelle bei der Landeszentrale für Gesundheitsförderung (LZG) unterstützen.“

    Die Berechnungen basieren auf der mittleren Variante der vierten regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung, die das Statistische Landesamt im Juli 2015 vorgelegt hat. Die Vorausberechnung der Zahl der Pflegebedürftigen im Alter ab 60 Jahren erfolgt mit konstanten Pflegequoten (Durchschnitt der Pflegestatistiken 2011, 2013 und 2015) nach Art der Pflegeleistung (ambulante und stationäre Pflege sowie ausschließlichem Bezug von Pflegegeld), untergliedert nach Altersgruppen und Geschlecht sowie nach kreisfreien Städten und Landkreisen.

    Die Broschüre „Rheinland-Pfalz 2060 – Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Pflegebedarf“ kann zum Preis von 15 Euro bestellt werden bei: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Vertrieb, 56128 Bad Ems. E-Mail: vertrieb(at)statistik.rlp.de. Telefon: 02603 71-2450. Fax: 02603 194322. Die PDF-Datei steht unter www.statistik.rlp.de im Themenbereich „Publikationen: Analysen“ als kostenfreier Download im Internet.

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    news-2300Fri, 29 Sep 2017 08:03:45 +0200Rheinland-Pfalz – Ein Ländervergleich in Zahlen: Neuauflage des Bundesländer-Rankings http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/publikationen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2300/„Jedes Land hat seine Besonderheiten und seine Stärken – und jedes einzelne Land trägt in der solidarischen Gemeinschaft dazu bei, dass Deutschland mehr ist als die Summe seiner Teile.“ Mit diesen Worten kommentiert Präsident Marcel Hürter die Publikation „Rheinland-Pfalz – Ein Ländervergleich in Zahlen“. Die Statistische Analyse erscheint zum Tag der Deutschen Einheit, der in diesem Jahr in Mainz mit einem Bürgerfest gefeiert wird.Wie steht Rheinland-Pfalz im Vergleich der Bundesländer da? Die aktuelle Ausgabe zeigt, dass Rheinland-Pfalz die drittniedrigste Arbeitslosenquote und die drittniedrigste SGB II-Quote aller Länder vorweisen kann. Auch unter den jungen Menschen in Rheinland-Pfalz ist die Arbeitslosigkeit niedrig (Rang 3). Rheinland-Pfalz hat gute wirtschaftliche Entwicklungspotenziale. Das zeigt beispielsweise der hohe Anteil der Beschäftigten in den Hochtechnologiebranchen (Rang 4). Die rheinland-pfälzische Industrie liegt sowohl beim Umsatz je Beschäftigen als auch bei der Exportquote auf dem vierten Platz.

    Mit einer hohen Sparquote der privaten Haushalte und einer niedrigen Zahl an Verbraucherinsolvenzen zeigt Rheinland-Pfalz auch im privatwirtschaftlichen Bereich Stabilität. Im Vergleich der Bundesländer hat Rheinland-Pfalz den geringsten Anteil an Einpersonenhaushalten. Den Menschen in Rheinland-Pfalz stehen durchschnittlich 104 m² pro Wohneinheit zur Verfügung; das entspricht 53 m² Wohnfläche je Einwohnerin und Einwohner. Damit belegt das Land – ebenso wie bei der Wohneigentumsquote (58 Prozent) – mit Rang zwei einen der Spitzenplätze.

    Die rheinland-pfälzischen Bürgerinnen und Bürger zeigen ein hohes Wahlinteresse. Bei der Europawahl 2014 war es im Vergleich der Bundesländer am höchsten.

    Einen Spitzenplatz belegt Rheinland-Pfalz auch bei der Kindertagesbetreuung. Von den Kindern zwischen drei und sechs Jahren werden 96,6 Prozent in Tageseinrichtungen oder in öffentlich geförderter Tagespflege betreut.

    Kein anderes Bundesland besitzt einen höheren Waldanteil an der Landesfläche (42 Prozent). Auch die Straßendichte ist im Ländervergleich am höchsten (926 Meter je km² Fläche) und nur im Saarland gibt es einen höheren Pkw-Bestand (595 Pkw je 1 000 Einwohner/-innen).

    Die Publikation „Rheinland-Pfalz – ein Ländervergleich in Zahlen“ zeigt die Position von Rheinland-Pfalz in übersichtlichen Grafiken und mit kurzen textlichen Kommentierungen. Dargestellt werden Merkmale zu den Themenbereichen Bevölkerung, Wohlstand und Soziales, Gesundheit und Pflege, Wahlen, Bildung, Verkehr, Wohnen, Umwelt, Wirtschaft, wirtschaftliche Entwicklungspotenziale, Arbeitsmarkt sowie Öffentliche Finanzen.

    Eine tabellarische Zusammenfassung gibt einen schnellen Überblick über die Platzierungen von Rheinland-Pfalz und die Spannweiten der Merkmalswerte der anderen Länder. Der umfangreiche Tabellenanhang enthält die Merkmalswerte für alle Bundesländer sowie für Deutschland insgesamt und zeigt die mittel- und langfristigen Entwicklungen der Merkmalswerte.

    Die Veröffentlichung „Rheinland-Pfalz – ein Ländervergleich in Zahlen“ steht als PDF-Datei im Internet zum kostenfreien Download zur Verfügung. Ein gedrucktes Exemplar kann zum Preis von 15,00 Euro einschließlich Versandkosten beim Statistischen Landesamt, Vertrieb der Veröffentlichungen, 56128 Bad Ems, bestellt werden – Telefon: 02603 71-2450, Telefax: 02603 71-194322, E-Mail: vertrieb(at)statistik.rlp.de.

    Statistisches Landesamt stellt Länderranking beim Tag der Deutschen Einheit vor

    Das Bundesländerranking ist auch Teil der Ausstellung, mit der sich das Statistische Landesamt am 2. und 3. Oktober am Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit in Mainz beteiligt. Im Foyer der WestImmo (Große Bleiche / Löwenhofstraße) gibt es außerdem eine statistische Zeitreise durch 70 Jahre Landesgeschichte. Besucherinnen und Besucher haben ferner die Möglichkeit, das umfangreiche Regionaldatenangebot kennenzulernen und einen statistischen Blick in ihre Stadt oder ihre Gemeinde zu werfen.

    Autorin: Jeanette Vogel (Referat Veröffentlichungen)

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    news-2228Wed, 05 Jul 2017 09:29:45 +0200Festivals in Deutschland: Rock knapp vor Barock/Klassikhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/publikationen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2228/Der Juli ist die Festivalzeit schlechthin in Deutschland. Das ist ein Ergebnis einer neuen Erhebung unter den Veranstaltern von Festivals, deren Ergebnisse die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder jetzt vorlegten.Wie das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz mitteilt, bot gut ein Drittel aller Musikfestivals und -festspiele 2015 mindestens eine Veranstaltung im Juli an — mehr als in jedem anderen Monat. Dabei wurde ein breites Spektrum von Musikstilen auf die Bühnen gebracht. Den größten Anteil unter allen Veranstaltungen hatten die Rock- (12,0 Prozent) sowie die Barock/Klassik-Festivals und -Festspiele (11,7 Prozent). Etwas weniger häufig war Jazz der dominierende Musikstil (8,0 Prozent).

    Neben der hauptsächlichen Musikrichtung wurden bei den Musikfestivals und -festspielen meist auch weitere Stile gespielt. So waren Kombinationen aus Rock- und Popmusik (35,6 Prozent aller Veranstaltungen mit mindestens zwei Musikrichtungen), Rock und Punk (24,7 Prozent) sowie Jazz und Weltmusik (20,6 Prozent) besonders beliebt. Durchschnittlich konnten die Fans bei einer Veranstaltung vier verschiedene Genres hören.

    Der Besuch eines Musikfestivals kostete 2015 im Durchschnitt 24,22 Euro. Dabei reichte der durchschnittliche Eintrittspreis von 16,13 Euro bei den Bluesfestivals bis zu 53,30 Euro für Veranstaltungen, die vorrangig Opern oder Operetten darboten. Insgesamt verzeichneten die Musikfestivals und -festspiele 2015 etwa 32 Millionen Besucherinnen und Besucher.

    Diese und weitere Ergebnisse wurden nun erstmals in einer Erhebung unter den Veranstaltern der bedeutendsten Musikfestivals und -festspiele in Deutschland im Jahr 2015 gewonnen. Die Erhebung wurde vom Hessischen Statistischen Landesamt im Rahmen des Projektes „Aufbau einer bundeseinheitlichen Kulturstatistik“ im Auftrag der Kultusministerkonferenz sowie der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durchgeführt.

    Musikfestivals und -festspiele in Deutschland (PDF, 4 MB)

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    news-2152Tue, 07 Mar 2017 11:53:22 +0100Faltblatt „Frauen in Rheinland-Pfalz“ neu aufgelegthttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/publikationen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2152/Das Statistische Landesamt in Bad Ems hat aus Anlass des Internationalen Frauentags am 8. März 2017 das Faltblatt „Frauen in Rheinland-Pfalz“ neu aufgelegt. Die Publikation beleuchtet die Situation der Frauen in verschiedenen Lebensbereichen und zeigt dabei kleinere und größere Unterschiede zwischen den beiden Geschlechtern. Frauen leben beispielsweise länger als Männer, heiraten früher und sind seltener an Verkehrsunfällen mit Personenschäden beteiligt. Ein Mädchen, das heute in Rheinland-Pfalz geboren wird, hat eine durchschnittliche Lebenserwartung von 82,9 Jahren; bei Jungen sind es nur 78,4 Jahre. Insbesondere unter den älteren Menschen gibt es daher mehr Frauen als Männer. Frauen heiraten früher als Männer. Sie sind im Durchschnitt bei der ersten Eheschließung 30,4 Jahre alt, während Männer erst mit 33,1 Jahren erstmals heiraten.

    Frauen erzielen im Durchschnitt höhere Bildungsabschlüsse als Männer: In Rheinland-Pfalz verlassen 41 Prozent der jungen Frauen die allgemeinbildenden Schulen mit der allgemeinen Hochschulreife, bei den jungen Männern sind es 32 Prozent; 55 Prozent der bestandenen Abschlussprüfungen an Hochschulen werden von Frauen abgelegt.

    Frauen beteiligen sich jedoch in geringerem Maß am Erwerbsleben. Von allen Erwerbstätigen sind 46 Prozent weiblich und 54 Prozent männlich. Die Frauen stellen jedoch die Mehrzahl der Teilzeitbeschäftigten (Frauenanteil 83 Prozent) und der geringfügig entlohnten Beschäftigten (Frauenanteil 64 Prozent). Frauen wagen auch seltener den Schritt in die Selbstständigkeit als Männer: Nur ein Drittel der Selbstständigen in Rheinland-Pfalz ist weiblich.

    Frauen sind seltener in Verkehrsunfälle mit Personenschaden verwickelt – nur 35 Prozent der Unfallbeteiligten sind weiblich – und begehen weniger Straftaten. Lediglich ein Fünftel der 2015 registrieren Straftaten wurden von Frauen begangen.

    Das Faltblatt enthält außerdem weitere ausgewählte Daten zu verschiedenen Themenbereichen wie z. B. Bevölkerung, Erwerbstätigkeit, Gesundheit und Rechtspflege und steht als PDF-Datei zum kostenfreien Download zur Verfügung.

    Autorin: Jeanette Vogel (Referat Veröffentlichungen)

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    news-2122Fri, 20 Jan 2017 09:24:00 +0100Kreisfreie Städte und Landkreise – Ein Vergleich in Zahlenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/publikationen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2122/Das Statistische Landesamt in Bad Ems hat die Publikation „Rheinland-Pfalz regional: Kreisfreie Städte und Landkreise in Rheinland-Pfalz – Ein Vergleich in Zahlen“ mit aktuellen Ergebnissen neu aufgelegt. Sie erscheint jährlich als Baustein des regionalstatistischen Informationsangebots. „Diese Veröffentlichung erleichtert mit ihrem Datenquerschnitt die Sicht auf unterschiedliche Strukturen und Entwicklungen im Land. Der Einblick in die Landkreise kann, z. B. durch die Internetpräsentation Kommunaldatenprofil mit Daten zu den verbandsfreien Gemeinden und Verbandsgemeinden, vertieft werden“, so Jörg Berres, Präsident des Statistischen Landesamtes.Die Publikation „Kreisfreie Städte und Landkreise“ bietet Informationen zu Themenbereichen wie Bevölkerung, Bildung, Wirtschaft, öffentliche Finanzen und zu den sozialen Themen Pflege, Kinderbetreuung und staatliche Sicherungssysteme. Grafiken und Karten geben anhand ausgewählter Merkmale erste Einblicke, die sich mit tabellarischen Übersichten für die zwölf kreisfreien Städte und 24 Landkreise vertiefen lassen.

    Die Veröffentlichung „Rheinland-Pfalz regional: Kreisfreie Städte und Landkreise in Rheinland-Pfalz – Ein Vergleich in Zahlen“, Ausgabe 2015, umfasst 155 Seiten. Die Veröffentlichung gibt es als kostenfreie PDF-Datei. In der gedruckten Fassung kann die Broschüre zum Preis von 11,50 Euro bestellt werden (E-Mail: vertrieb(at)statistik.rlp.de, Telefon: 02603 71-2450).

    Einige ausgewählte Ergebnisse

    Bevölkerung

    Die Einwohnerzahl von Rheinland-Pfalz ist 2015 um 41.221 auf 4,1 Millionen gestiegen (plus 1,0 Prozent). In den kreisfreien Städten war der Bevölkerungszuwachs mit plus 1,6 Prozent stärker als in den Landkreisen (plus 0,8 Prozent). Abgesehen von Trier und einzelnen Landkreisen mit Aufnahmeeinrichtungen für Asylbewerber hatte 2015 die Landeshauptstadt Mainz als bevölkerungsreichste Stadt in Rheinland-Pfalz den höchsten absoluten Bevölkerungszuwachs (plus 2.788 Personen bzw. plus 1,3 Prozent). Rückläufige Einwohnerzahlen gab es 2015 angesichts der starken Zuwanderung aus dem Ausland in keiner kreisfreien Stadt und in keinem Landkreis. In der Stadt Mainz, deren weibliche Bevölkerung den höchsten Anteil an Frauen im gebärfähigen Alter aufweist (45 Prozent), geht die Bevölkerungszunahme zu einem geringen Teil auch auf einen Geburtenüberschuss zurück (256 Personen). Damit ist Mainz eine Ausnahme. In den übrigen Städten und Landkreisen stieg die Bevölkerungszahl allein durch Zuwanderung von Ausländerinnen und Ausländern.

    Erwerbstätigkeit und Gesamtwirtschaft

    Im Jahresdurchschnitt waren in Rheinland-Pfalz 2015 rund 112.900 Menschen arbeitslos. In den Landkreisen hat die Zahl der Arbeitslosen um 3,1 Prozent abgenommen und damit stärker als in den kreisfreien Städten (minus 1,3 Prozent). Grundsicherung (Arbeitslosengeld II) bezogen in den kreisfreien Städten 72 Prozent der Arbeitslosen, weil sie keine Ansprüche auf Leistungen der Arbeitslosenversicherung (Arbeitslosengeld I) hatten und hilfebedürftig waren; in den Landkreisen betrug dieser Anteil 58 Prozent.

    Im Juni 2015 gab es sowohl in den kreisfreien Städten als auch in den Landkreisen mehr Arbeitsplätze, die mit sozialversicherungspflichtig Beschäftigten besetzt waren (plus 2,0 bzw. 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Nur in zwei kreisfreien Städten und zwei Landkreisen nahm ihre Zahl ab.

    Das rheinland-pfälzische Bruttoinlandsprodukt ist 2014 um 2,4 Prozent gestiegen und hat nominal 128 Milliarden Euro erreicht. Das Bruttoinlandsprodukt umfasst den Wert aller produzierten Waren und Dienstleistungen abzüglich der in der Produktion verbrauchten Vorleistungen. Nur in drei Verwaltungsbezirken hat die Wirtschaftsleistung abgenommen (in der kreisfreien Stadt Zweibrücken, im Landkreis Kusel und im Eifelkreis Bitburg-Prüm). Eine starke Zunahme von zehn Prozent gab es in der Stadt Kaiserslautern.

    Produzierendes Gewerbe

    Im Jahr 2015 arbeiteten rund 291.100 Personen in den gut 2.200 Industriebetrieben mit in der Regel 20 und mehr Beschäftigten, die es in Rheinland-Pfalz gibt. Auf die beiden stärksten Industriestandorte – die Stadt Ludwigshafen und den Landkreis Germersheim – entfallen 40 Prozent des Umsatzes. Mit Umsätzen von 592.000 bzw. 616.000 Euro je Beschäftigten heben sich die beiden Verwaltungsbezirke deutlich mit hohen Werten ab.

    Für das Bauhauptgewerbe werden alle Betriebe, auch die mit weniger als 20 Beschäftigten, erfasst. Im Jahr 2015 waren es fast 4.000. Den höchsten Umsatz sowohl je Beschäftigten (234.000 Euro) als auch je Betrieb (3,6 Millionen Euro) erwirtschafteten Betriebe in der Stadt Kaiserslautern.

    Tourismus

    Der Tourismus verbuchte 2015 sowohl in den kreisfreien Städten als auch in den Landkreisen mehr Gästeankünfte (plus 3,7 bzw. plus 2,5 Prozent). Die höchsten Anteile an den gemeldeten 8,6 Millionen Besuchern hatten die Landkreise Bernkastel-Wittlich und Cochem-Zell (9,5 bzw. 8,2 Prozent) gefolgt von der Stadt Mainz und dem Landkreis Ahrweiler (7,0 bzw. 6,5 Prozent).
     
    Soziale Leistungen

    Im Dezember 2015 bezogen in Rheinland-Pfalz rund 218.000 Leistungsberechtigte sogenannte Hartz-IV-Leistungen. Hierbei handelt es sich um die Grundsicherung für Arbeitsuchende (Arbeitslosengeld II) nach dem Sozialgesetzbuch II. Die sogenannte SGB II-Quote war in den Städten Pirmasens und Ludwigshafen mit mehr als 15 Prozent am höchsten.

    Für die Sozialhilfe nach dem Sozialgesetzbuch XII wurden 2015 brutto rund 1,46 Milliarden Euro ausgegeben. Dazu zählt die Sozialhilfe als Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung (Kapitel 4 SGB XII) für Personen über 65 Jahre oder mit einer dauerhaft vollen Erwerbsminderung und die Hilfe zum Lebensunterhalt (Kapitel 3 SGB XII) für Menschen in besonderen Lebenssituationen, die in der Regel keinen Anspruch auf Grundsicherung haben. Der größte Teil der Bruttoausgaben der Sozialhilfe entfällt aber auf die Hilfen nach den Kapiteln 5 bis 9 des SGB XII. Diese Mittel fließen im Wesentlichen an Menschen in Einrichtungen. Im Jahr 2015 machten diese Ausgaben 79 Prozent der Sozialhilfe aus.

    Die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz sind für die von Rheinland-Pfalz aufgenommenen Schutz suchenden Menschen von rund 105 Millionen im Jahr 2014 auf 238 Millionen Euro im Jahr 2015 gestiegen.

    Öffentliche Finanzen

    Die Gemeinden und Gemeindeverbände haben 2015 je Einwohnerin und Einwohner 997 Euro an Steuern eingenommen; das waren 61 Euro je Einwohnerin und Einwohner mehr als 2014. Im Durchschnitt der kreisfreien Städte beliefen sich die Einnahmen auf 1.273 Euro pro Kopf (plus 77 Euro), in den Landkreisen auf 900 Euro (plus 55 Euro). Die Schuldenbelastung je Einwohnerin und Einwohner war in den kreisfreien Städten mit 5.812 Euro im Durchschnitt mehr als doppelt so hoch wie in den Landkreisen (2.125 Euro).

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    news-2105Thu, 22 Dec 2016 10:08:00 +0100Statistiker porträtieren die Großregionhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/publikationen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2105/Die Großregion „Saar - Lor - Lux - Rheinland-Pfalz – Wallonie“ ist Heimat von mehr als elf Millionen Menschen und ein wichtiger grenzüberschreitender Wirtschaftsraum. Gemeinsam erwirtschaften die fünf Teilregionen ein Bruttoinlandsprodukt von fast 370 Milliarden Euro, die Wirtschaftsleistung ist damit mit derjenigen von Österreich vergleichbar. Mit einem Anteil von 36 Prozent trägt Rheinland-Pfalz einen erheblichen Anteil dazu bei. Kennzeichen des interregionalen Wirtschaftsraums ist ein reger Pendlerverkehr: Mehr als 220.000 Menschen überqueren täglich die Grenzen, um in einer anderen Teilregion zu arbeiten. Insbesondere Luxemburg profitiert von dem grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt: Allein aus Rheinland-Pfalz pendeln täglich 31.000 Menschen in das Großherzogtum. Zum 15. Gipfel der Großregion in Arlon hat das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit mit den statistischen Ämtern der Großregion die „Statistischen Kurzinformationen“ neu aufgelegt. Die Broschüre liefert viel Wissenswertes aus den Themenbereichen Gebiet und Bevölkerung, Beschäftigung und Arbeitslosigkeit, Gesellschaft, Wirtschaft, Verdienste und Preise sowie Umwelt.

    Bevölkerungsentwicklung

    Die Bevölkerungszahl der Großregion ist in den vergangenen drei Jahrzehnten stetig gestiegen. Den mit Abstand höchsten Einwohnerzuwachs verzeichnete Luxemburg mit einem Plus von mehr als 50 Prozent. Nach den aktuellen Bevölkerungsvorausberechnungen wird die Einwohnerzahl in der gesamten Großregion bis zum Jahr 2050 voraussichtlich weiter zunehmen. Dabei wird der demografische Wandel deutlich zu spüren sein: Mehr als ein Viertel der Bevölkerung der Großregion wird 2050 älter als 65 Jahre sein, heute ist es erst ein Fünftel. Der Anteil der unter 20-Jährigen an der Bevölkerung wird nur noch in Luxemburg leicht steigen.

    Erwerbstätigkeit

    Im Jahr 2015 waren knapp 5,4 Millionen Menschen in der Region erwerbstätig. Die Erwerbstätigenquote ist in Rheinland-Pfalz am höchsten: 79 Prozent der hier lebenden Männer und 67 Prozent der Frauen zwischen 15 und 64 Jahren sind erwerbstätig. In der gesamten Großregion insgesamt sind es nur 69 Prozent der Männer und 61 Prozent der Frauen.

    Tourismus

    Touristisch wird die Großregion immer beliebter: Zwar ist die Zahl der Gästebetten in Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen seit 2013 um rund ein Prozent zurückgegangen, aber es haben mehr Übernachtungsgäste die Grenzregion besucht: Die Zahl der Übernachtungen ist in den vergangenen beiden Jahren um rund sieben Prozent von 33,1 Millionen auf 35,3 Millionen gestiegen. Rheinland-Pfalz ist dabei mit einer überdurchschnittlichen Übernachtungsintensität von gut 4.800 Übernachtungen pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohnern die stärkste Tourismusregion innerhalb des Gebiets. Deutlich zugenommen haben aber auch die Übernachtungszahlen im Saarland, der Wallonie und in Luxemburg.

    Verkehr

    Über 6,4 Millionen Pkw sind in der Großregion zugelassen, das sind 556 je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Besonders hoch ist die Pkw-Dichte im Großherzogtum Luxemburg mit 661 und im Saarland mit 618. Rheinland-Pfalz liegt mit 595 Pkw je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner auf dem dritten Platz.
    Die Broschüre stellt eine Auswahl der Daten dar, die die Statistischen Ämter der Großregion im Statistikportal der Großregion (www.grossregion.lu) bereitstellen und fortlaufend aktualisieren.

    Die Broschüre kann kostenfrei beim Statistischen Landesamt per E-Mail (vertrieb@statistik.rlp.de), Fax 02603 71-194322 oder Telefon 02603 71-2450 angefordert werden. Die PDF-Datei kann unter www.statistik.rlp.de/veroeffentlichungen/grossregion heruntergeladen werden. Sie steht außerdem im Statistikportal der Großregion unter www.grossregion.lu zur Verfügung.

    Autorin: Jeanette Vogel (Referat Veröffentlichungen)

     

     

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    news-2101Tue, 20 Dec 2016 10:16:00 +0100Rheinland-Pfalz in Zahlen: Statistisches Landesamt veröffentlicht Jahrbuch 2016http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/publikationen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2101/Das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz hat jetzt das neue Jahrbuch vorgelegt. „Auf mehr als 750 Seiten stellen wir Strukturen und Entwicklungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Staat dar und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Dokumentation der Gegebenheiten in unserem Land“, erklärt der Präsident des Statistischen Landesamtes Jörg Berres. „Das Jahrbuch ist als Internetpublikation und als gedrucktes Werk verfügbar. Die 27 Kapitel sind auch einzeln im Internet abrufbar, sodass die Leserinnen und Leser das Jahrbuch online zum Nachschlagen nutzen können.“Das Jahrbuch gibt mit vielen Übersichtstabellen und erläuternden Kernaussagen einen schnellen Überblick über relevante Strukturen und Entwicklungen. Wichtige Merkmale werden zudem in kommentierten Grafiken präsentiert. Vergleichsdaten der anderen Bundesländer ermöglichen eine Einordnung der rheinland-pfälzischen Gegebenheiten in den Bundeszusammenhang. Ausgewählte Regionaldaten in Tabellen und Karten bieten räumliche Vergleiche und verdeutlichen regionale Unterschiede in Strukturen und Entwicklungen.

    Einige interessante Informationen aus dem neuen Jahrbuch:

    Bevölkerung

    • Ende Dezember 2015 lebten mehr als vier Millionen Menschen in Rheinland-Pfalz. Der seit Anfang der 90er-Jahre höchste Wanderungsüberschuss führte zu einem Bevölkerungswachstum von einem Prozent.
    • Die Einwohnerzahlen sind in allen Landkreisen und kreisfreien Städten gestiegen. Die höchsten Bevölkerungszuwächse gab es aufgrund der Erstaufnahmeeinrichtung für Schutz- und Asylsuchende in der  kreisfreien Stadt Trier (plus 5,9 Prozent). Hohe Zuwachsraten von rund zwei Prozent verzeichneten aber auch die Landkreise Mainz-Bingen und Trier-Saarburg sowie die kreisfreie Stadt Landau in der Pfalz.

    Familien und Lebensformen

    • Immer weniger Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer leben in Familien mit Kindern: Wie im Vorjahr belief sich der Anteil 2015 auf rund 50 Prozent der Bevölkerung, 2000 waren es noch 56 Prozent. Damit liegt Rheinland-Pfalz jedoch über dem Bundesdurchschnitt (2014:48 Prozent).
    • Im Jahr 2015 wurde in Rheinland-Pfalz wieder häufiger geheiratet. Im Land wurden 20.341 Ehen geschlossen; das waren 714 mehr als ein Jahr zuvor. Dabei bestanden kaum Unterschiede zwischen den kreisfreien Städten und Landkreisen. In den kreisfreien Städten heirateten 4,8 Paare je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner, in den Landkreisen waren es 5,1. Besonders viele Ehen wurden im Landkreis Bad Dürkheim geschlossen. Hier meldeten die Standesämter 6,3 Eheschließungen je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner.
    • Außerdem kamen 2015 mehr Kinder zur Welt: 34.946 Neugeborene erblickten in Rheinland-Pfalz das Licht der Welt. Im Vorjahr waren es 33.427. Nur in der kreisfreien Stadt Mainz  wurden mehr Kinder geboren als Menschen gestorben sind.

    Gesundheit

    • In den 90 rheinland-pfälzischen Krankenhäusern wurden 2015 rund 942.000 Menschen stationär behandelt, das waren 7,2 Prozent mehr als im Jahr 2010. Die Patientinnen und Patienten verbrachten im Durchschnitt 7,2 Tage im Krankenhaus. Damit setzte sich der Trend zur kürzeren Verweildauer fort, 2010 waren es noch 7,7 Tage.

    Bildung

    • Nahezu vier von zehn Kindern wechselten 2015 nach der Grundschule auf ein Gymnasium, drei von zehn auf eine Realschule plus.
    • Im Jahr 2015 haben weniger Jugendliche eine Ausbildung begonnen: Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge ist gegenüber 2014 um 2,6 Prozent gesunken.

    Erwerbsleben

    • Die Zahl der Erwerbstätigen erreichte 2015 erneut einen neuen Höchststand. Die geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen blieben dabei im Vergleich zum  Vorjahr konstant bei 1.341 Stunden. Seit 2000 ist das Arbeitsvolumen je Erwerbstätigen jedoch um 81 Stunden gesunken.
    • Gut ein Viertel der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist teilzeitbeschäftigt. Der Anteil steigt seit Jahren kontinuierlich an. Er lag 2015 bei rund 28 Prozent und ist im Vergleich zum Vorjahr um einen Prozentpunkt gestiegen.

    Wirtschaft und Außenhandel

    • Das Bruttoinlandsprodukt stieg in Rheinland-Pfalz 2015 preisbereinigt um 1,4 Prozent. Der Zuwachs lag unter dem Bundesdurchschnitt von 1,7 Prozent.
    • Der rheinland-pfälzische Export legte 2015 das sechste Jahr in Folge zu und erreichte mit einem Plus von fast sieben Prozent einen neuen Höchststand. Der Zuwachs lag knapp über der bundesdurchschnittlichen Entwicklung (plus 6,5 Prozent).

    Soziale Sicherung

    • Die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz ist deutlich gestiegen. Ende 2014 wurden 16.800 Personen unterstützt, Ende 2015 waren es 49.500.

    Justiz

    •  Mehr als 273.000 Straftaten wurden 2015 in Rheinland-Pfalz zur Anzeige gebracht. Das war gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg von rund drei Prozent. Wesentlich dazu beigetragen haben die angezeigten Wohnungseinbruchsdiebstähle mit einer Zunahme um 22 Prozent.

    Umwelt und Energie

    •  Im  Jahr 2014 wurde je Rheinland-Pfälzerin bzw. Rheinland-Pfälzer rund eine halbe Tonne Haushaltsabfälle eingesammelt. Das Aufkommen an Haushaltsabfällen ist seit 2005 um fünf Prozent gestiegen. Im Bundesvergleich liegt das Aufkommen an Haushaltsabfällen sichtbar über dem Bundesdurchschnitt.
    • Beim Verbrauch von Trinkwasser sind die Einwohnerinnen und Einwohner in Rheinland-Pfalz sparsamer als im Bundesdurchschnitt. Sie verbrauchten 2013 durchschnittlich 119 Liter pro Kopf, deutschlandweit waren es 121 Liter.
    • Im Jahr 2013 entfielen fast fünf Prozent des Primärenergieverbrauchs in Deutschland auf Rheinland-Pfalz. Der Anteil erneuerbarer Energieträger am Primärenergieverbrauch erhöhte sich dabei 2013 auf mehr als elf Prozent und liegt damit im Bundesdurchschnitt.

    Sowohl die aktuelle Ausgabe als auch ältere Fassungen des Statistischen Jahrbuchs stehen als PDF-Datei zum kostenlosen Download zur Verfügung unter www.statistik.rlp.de/veroeffentlichungen/statistisches-jahrbuch.

    Die gedruckte Fassung des neuen Jahrbuchs kann zum Preis von 18 Euro einschließlich Versandkosten bestellt werden: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Vertrieb, 56128 Bad Ems, Telefon: 02603 71-2450, E-Mail: vertrieb(at)statistik.rlp.de.

    Autorin: Jeanette Vogel (Referat Veröffentlichungen)

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    news-2099Fri, 16 Dec 2016 11:20:00 +0100Innovationsindex 2016: Rheinland-Pfalz im europäischen Vergleich auf Rang 14http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/publikationen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2099/Innovationen, d. h. neue oder verbesserte Produkte, Prozesse und Dienstleistungen, sind eine wichtige Voraussetzung für internationale Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Beschäftigung. Rheinland-Pfalz liegt im Vergleich des Innovationspotenzials in europäischen Regionen im Vorderfeld. Wie das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz auf Basis von Berechnungen des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg mitteilt, belegt Rheinland-Pfalz beim Innovationsindex 2016 Rang 14 unter 80 europäischen Regionen. Unter den Bundesländern bedeutet der Indexwert von 45 Prozent Platz sechs. Deutscher wie europäischer Spitzenreiter ist Baden-Württemberg mit einem Wert von 70 Prozent. Dahinter folgen Bayern und die französische Hauptstadtregion „Ile de France“. In den letzten Jahren hat sich Rheinland-Pfalz im europäischen Vergleich stetig verbessert. Beim Innovationsindex 2012 lag das Land noch auf Rang 23; bei der letzten Berechnung 2014 wurde Rang 15 erreicht.

    Ausschlaggebend für die gute Position von Rheinland-Pfalz ist die Platzierung im Teilindex „Niveau“, d. h. der aktuellen Innovationskraft (Platz 14). Im Teilindex „Dynamik“, der die mittelfristige Entwicklung der Innovationskraft abbildet, schneidet Rheinland-Pfalz – wie auch die meisten anderen im Vorderfeld platzierten Regionen – schwächer ab (Rang 43), da Regionen mit geringeren Ausgangsniveaus bereits bei kleinen absoluten Änderungen hohe Wachstumsraten ausweisen. Allerdings erreicht Rheinland-Pfalz beim Dynamikindex einen höheren Wert als Deutschland insgesamt.

    Der Innovationsindex wird seit 2004 vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg für die Länder bzw. Regionen der Europäischen Union berechnet. Er setzt sich aus den beiden Teilindizes „Niveau“ und „Dynamik“ zusammen, die im Verhältnis 75:25 in die den Gesamtindex einfließen. Für die Berechnung der Teilindizes werden die Niveaus bzw. jahresdurchschnittlichen Veränderungsraten von sechs Innovationsindikatoren auf den Wertebereich 0 (kleinster Indikatorwert) bis 100 (größter Indikatorwert) standardisiert und der Mittelwert gebildet. Die Indikatoren umfassen Ausgaben für Forschung und Entwicklung (Fue), FuE-Personal, Erwerbstätige in Hochtechnologiebranchen, in wissensintensiven Dienstleistungsbranchen sowie in wissenschaftlich-technischen Berufen und die Zahl der Patentanmeldungen.

    Weitere Informationen finden sich unter http://www.statistik-bw.de/GesamtwBranchen/ForschEntwicklung/Innovation-I-MTH.jsp?y=2016

    Autorin: Dr. Annette Illy (Referat Gesamtrechnungen, Arbeitsmarkt)

     

     

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    news-1973Fri, 15 Jul 2016 10:11:00 +0200Neue Vorausberechnung zur Zahl der Erwerbspersonen: Bis 2035 Rückgang um 15 Prozenthttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/publikationen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1973/Die Fachkräftesicherung wird vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung für die Wirtschaft und den öffentlichen Dienst zu einer großen Herausforderung. Die Zahl der Erwerbspersonen wird in den kommenden Jahren deutlich sinken, das betonte der Präsident des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz, Jörg Berres, bei der Vorstellung der Analyse „Rheinland-Pfalz 2060 – Erwerbspersonenvorausberechnung (Basisjahr 2014)“ am Freitag in Mainz. „Die Analyse zeigt, dass allein die demografische Entwicklung dazu führt, dass dem Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz 2035 etwa 330 000 Personen weniger zur Verfügung stehen als heute,“ so Berres.Der demografische Wandel findet schon seit vielen Jahren statt. Der Bevölkerungsrückgang hält sich – im Vergleich zum Höchststand 2004 – zwar noch in Grenzen. Grund dafür sind ungewöhnlich hohe Zuwanderungen seit 2013. Die Alterung der Gesellschaft ist jedoch weit fortgeschritten, und sie wird sich in Zukunft noch verstärken. Das hat Folgen für das Angebot an Arbeitskräften, das den Unternehmen und den öffentlichen Arbeitgebern künftig zur Verfügung steht.

    Demografische Grundlage: Vierte regionalisierte Bevölkerungsvorausberechnung

    Nach der mittleren Variante der vierten regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung (Basisjahr 2013) sinkt die Einwohnerzahl von Rheinland-Pfalz bis 2035 um etwa vier Prozent und bis 2060 um etwa 16 Prozent (PM 126 / 22.07.2015). Aufgrund der Altersstruktur der Bevölkerung wird die Zahl der Personen im erwerbsfähigen Alter (zwischen 15 und 75 Jahren) mit neun bzw. 24 Prozent mittel- und langfristig deutlich stärker sinken. Bei konstanter Erwerbsbeteiligung nach Geschlecht und Altersgruppen wird sich die Zahl der Erwerbspersonen, die dem Arbeitsmarkt tatsächlich zur Verfügung stehen, allein durch die demografische Entwicklung sowohl mittel- als auch langfristig sogar noch stärker verringern (Demografische Variante der Vorausberechnung).

    Ergebnisse der Demografischen Variante für das Land

    Die Zahl der Erwerbspersonen, zu denen nach einer Abgrenzung der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) Menschen im Alter von 15 bis 75 Jahren zählen, wird von heute 2,17 Millionen bis 2035 um 330 000 auf 1,84 Millionen sinken (minus 15 Prozent). Langfristig, d. h. bis 2060, könnte das potenzielle Angebot an Arbeitskräften in Rheinland-Pfalz sogar um 620 000 bzw. 29 Prozent auf 1,55 Millionen sinken. In einer engeren Abgrenzung der am Arbeitsmarkt besonders aktiven Erwerbspersonen im Alter von 20 bis 65 Jahren, würde sich die Zahl der Erwerbspersonen von etwa zwei Millionen bis 2035 um 346 000 auf 1,68 Millionen verringern (minus 17 Prozent, bis 2060: minus 604 000 bzw. minus 30 Prozent auf 1,42 Millionen).

    Ergebnisse der Demografischen Variante nach Altersgruppen

    Bedingt durch die unterschiedlich stark besetzten Geburtsjahrgänge gibt es trotz konstanter Erwerbquoten auch Auswirkungen auf die Altersstruktur des Erwerbspersonenpotenzials. „Während die jüngeren Altersgruppen, also die 15- bis 35-Jährigen sowie 35- bis 55-Jährigen, mittelfristig um 18 Prozent und langfristig um etwa 30 Prozent schrumpfen, nimmt die Zahl der 55- bis 75-jährigen Erwerbspersonen in den nächsten Jahren sogar noch deutlich zu“, stellte Präsident Berres fest. Erst in etwa zehn Jahren sinkt auch ihre Zahl, und zwar bis 2035 um 6 Prozent und bis 2060 um fast 20 Prozent. Der Anteil der älteren Erwerbspersonen steigt damit von heute 22 Prozent bis 2025 um 5 Prozentpunkte an. Danach gibt es bis 2060 wieder einen leichten Rückgang. „Mittel- und langfristig wird also etwa jeder vierte Arbeitnehmer älter als 55 Jahre sein“, verdeutlichte Berres.

    Ergebnisse der Demografischen Variante für die Regionen

    In allen fünf rheinland-pfälzischen Planungsregionen wird das Erwerbspersonenpotenzial deutlich schrumpfen. „Zwischen den Regionen bestehen jedoch beträchtliche Unterschiede hinsichtlich des Ausmaßes dieses Schrumpfungsprozesses,“ so Berres. Im rheinland-pfälzischen Teil der Region Rhein-Neckar (bis 2035: minus 11 Prozent, bis 2060: minus 24 Prozent) sowie den Regionen Rheinhessen-Nahe (minus 12 bzw. minus 25 Prozent) und Trier (minus 13 bzw. minus 27 Prozent) wird der Rückgang der Erwerbspersonen im Alter von 15 bis 75 Jahren sowohl mittel- als auch langfristig schwächer ausfallen als im Land (minus 15 bzw. minus 29 Prozent). Dagegen wird unter den Annahmen der Vorausberechnung in den Regionen Mittelrhein-Westerwald (minus 18 bzw. minus 32 Prozent) sowie Westpfalz (minus 21 bzw. minus 35 Prozent) der Rückgang überdurchschnittlich stark sein.

    Zusätzliche Varianten mit höhem Wanderungssaldo bzw. höheren Erwerbsquoten

    Neben der Demografischen Variante mit konstanten Erwerbsquoten haben die Landesstatistiker auch zwei Alternativszenarien durchgerechnet.

    Zum einen wurde – vor dem Hintergrund der hohen Zuwanderung in den vergangenen beiden Jahren – von einem langfristig höheren Wanderungsüberschuss (obere Variante der 4. regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung: plus 10 000 Personen) bei unveränderter Erwerbsbeteiligung ausgegangen. Bei dieser Sonderrechnung würde die Zahl der Erwerbspersonen zwischen 15 und 75 Jahren bis 2035 um etwa 286 000 auf 1,89 Millionen Personen zurückgehen (minus 13 Prozent; bis 2060: minus 515 000 bzw. minus 24 Prozent auf 1,66 Millionen Erwerbspersonen).

    Zum anderen wurde (auf Basis der mittleren Variante der Bevölkerungsvorausberechnung) eine „Verhaltensvariante“ mit höheren Erwerbsquoten gerechnet. Als Orientierung für die Anhebung der Erwerbsbeteiligung dienten die Spitzenwerte ausgewählter EU-Länder. Unter den Annahmen dieser Variante sinkt das Arbeitskräftepotenzial um 195 000 auf 1,98 Millionen (minus 9 Prozent; bis 2060: minus 509 000 bzw. minus 23 Prozent auf 1,66 Millionen Erwerbspersonen). „Wenn es gelänge, die Erwerbsquoten vor allem in den jüngeren und den älteren Gruppen sowie bei den Frauen in allen Altersgruppen anzuheben, könnte der Rückgang des Arbeitskräftepotenzials etwas abgebremst, aber nicht aufgehalten werden,“ resümierte Berres.

    Die Broschüre „Rheinland-Pfalz 2060 – Erwerbspersonenvorausberechnung (Basisjahr 2014)“ kann zum Preis von 15 Euro bestellt werden bei: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Vertrieb, 56128 Bad Ems. E-Mail: vertrieb(at)statistik.rlp.de. Telefon: 02603 71-2450. Fax: 02603 194322. Die PDF-Datei gibt es als kostenfreien Download im Internet.

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    news-1899Wed, 30 Mar 2016 09:26:00 +0200Rheinland-pfälzische Wirtschaft wächst um 1,4 Prozenthttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/publikationen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1899/Das Wirtschaftswachstum hat 2015 weiter an Dynamik gewonnen. „Preisbereinigt ist das Bruttoinlandsprodukt 2015 um 1,4 Prozent gestiegen“, verkündete der Präsident des Statistischen Landesamtes, Jörg Berres, am Mittwoch in Mainz. Im Vergleich zu Deutschland und den alten Bundesländern (ohne Berlin) fiel das Wachstum allerdings etwas niedriger aus (jeweils plus 1,7 Prozent).

    In jeweiligen Preisen erreichte das Bruttoinlandsprodukt 2015 einen Wert von 132 Milliarden Euro (plus 3,4 Prozent gegenüber 2014). Der Anteil von Rheinland-Pfalz am deutschen Bruttoinlandsprodukt beläuft sich damit auf 4,4 Prozent.

    Nur geringe Wachstumsimpulse aus der Industrie

    „Ein Grund für das schwächere Wachstumstempo in Rheinland-Pfalz ist, dass von der Industrie 2015 erneut nur moderate Wachstumsimpulse kamen und der Zuwachs geringer war als im Bundesdurchschnitt“, erläuterte Präsident Berres. Die Wertschöpfung des Verarbeitenden Gewerbes, das zur gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung etwa ein Viertel beisteuert, wuchs preisbereinigt nur um 0,8 Prozent (Deutschland: plus 1,7 Prozent). Die Industrie leistete damit einen Beitrag von 0,2 Prozentpunkten zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts.

    Verantwortlich für die unterdurchschnittliche Entwicklung war insbesondere die Chemische Industrie, die mit einem Umsatzanteil von 31 Prozent die größte Industriebranche ist. Gegenüber 2014 schrumpfte ihr Umsatz um 4,9 Prozent. Auch die Hersteller von Metallerzeugnissen verbuchten einen Umsatzrückgang (minus 4,4 Prozent). Kräftig zulegen konnten dagegen die Pharmaindustrie (plus 16 Prozent), die Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie (plus 11 Prozent) und der Maschinenbau (plus 8,2 Prozent).

    Wertschöpfung im Baugewerbe schrumpft

    Schwach entwickelte sich das Baugewerbe (Wertschöpfungsanteil: 4,9 Prozent). Die Bruttowertschöpfung nahm in diesem Bereich um zwei Prozent ab; im Bundesdurchschnitt stieg die Wertschöpfung dagegen leicht um 0,3 Prozent. Der Wachstumsbeitrag des Baugewerbes lag damit bei minus 0,1 Prozentpunkten.

    Die Umsätze im Ausbaugewerbe stiegen um 3,5 Prozent. Der Umsatz im Bauhauptgewerbe fiel dagegen um drei Prozent, erreichte aber dennoch den zweithöchsten Stand seit der Einführung des Euro. Impulse kamen hauptsächlich von den gewerblichen Auftraggebern. Im öffentlichen Hochbau und im Straßenbau, der seine Aufträge ebenfalls weitgehend von der öffentlichen Hand erhält, gingen die Erlöse jedoch kräftig zurück (minus 9,3 bzw. minus 8,6 Prozent).

    Wertschöpfungszuwachs kommt im Wesentlichen aus den Dienstleistungsbereichen

    Die Dienstleistungsbereiche, die zusammengenommen 66 Prozent der gesamten Wertschöpfung erwirtschaften, verbesserten sich um 1,7 Prozent (Deutschland: plus 1,5 Prozent). „Damit konnten sie 1,1 Prozentpunkte zum Wirtschaftswachstum beitragen“, so Berres. Im Bereich „Handel, Verkehr, Gastgewerbe, Information und Kommunikation“ legte die Wertschöpfung mit plus 2,9 Prozent deutlich kräftiger zu als im Bundesdurchschnitt (plus 1,9 Prozent). Dazu trug insbesondere die gute Umsatzentwicklung im Kraftfahrzeughandel und im Bereich „Information und Kommunikation“ bei.

    Im Bereich „Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleister, Grundstücks- und Wohnungswesen“ verlief die Entwicklung dagegen leicht unterdurchschnittlich (plus 1,4 Prozent; Deutschland: plus 1,6 Prozent), ebenso im Bereich  „Öffentliche und sonstige Dienstleister, Erziehung, Gesundheit“ (plus 1 Prozent; Deutschland: plus 1,1 Prozent). Dieser Bereich wird von dem Unterbereich „Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit“ dominiert, dessen Wertschöpfung um ein Prozent zunahm. Geringfügig schwächer verlief die Entwicklung im kleineren Teilbereich „Sonstige Dienstleister“ mit einem Plus von 0,8 Prozent.

    Erwerbstätigkeit und Arbeitsvolumen steigen in gleichem Maß

    Die Zahl der Erwerbstätigen hat 2015 einen neuen Höchststand erreicht. Im Jahresdurchschnitt hatten 1,98 Millionen Personen ihren Arbeitsort in Rheinland-Pfalz. Das waren 14 200 Personen bzw. 0,7 Prozent mehr als 2014 (Deutschland: plus 0,8 Prozent). Der Anstieg konzentrierte sich auf die Dienstleistungsbereiche (plus 1,1 Prozent). Im Produzierenden Gewerbe ohne Baugewerbe nahm die Erwerbstätigkeit nur um 0,2 Prozent zu; im Baugewerbe und in der Land- und Forstwirtschaft verringerte sich die Zahl der Erwerbstätigen sogar um 1,1 bzw. 2,2 Prozent. Ferner ging im letzten Jahr die Zahl der Selbstständigen weiter zurück, und zwar um 2,6 Prozent oder 5 400 auf insgesamt gut 200 000 Personen. Insbesondere in der Landwirtschaft und im Baugewerbe verringerte sich die Zahl der Selbstständigen, im Bereich „Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit“ nahm sie hingegen zu.

    Auch das Arbeitsvolumen hat 2015 erneut zugenommen. Es stieg ebenfalls um 0,7 Prozent (Deutschland: plus 1,1 Prozent) auf knapp 2,7 Milliarden Arbeitsstunden. Je Erwerbstätigen wurden damit wie im Vorjahr durchschnittlich 1 341 Stunden geleistet, in Deutschland waren es 1 371 Stunden. Im Ländervergleich ist jedoch zu beachten, dass Rheinland-Pfalz den höchsten Anteil an marginal Beschäftigten aufweist. Auch die Teilzeitquote der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten liegt über dem Bundesdurchschnitt (30. Juni 2015: Rheinland-Pfalz: 27,7 Prozent; Deutschland: 26,6 Prozent). In den Dienstleistungsbereichen und im Produzierenden Gewerbe ohne Baugewerbe nahm das Arbeitsvolumen etwas stärker zu als die Zahl der Erwerbstätigen (plus 1,2 bzw. plus 0,6 Prozent). Der Rückgang der geleisteten Arbeitsstunden im Baugewerbe war mit minus 2,3 Prozent deutlich ausgeprägter als die Abnahme der Erwerbstätigenzahl.

    Arbeitsproduktivität steigt

    Da das reale Bruttoinlandsprodukt stärker zunahm als das Arbeitsvolumen, ist die Arbeitsproduktivität, gemessen als preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt je Arbeitsstunde, im Berichtsjahr ebenfalls gestiegen, und zwar um 0,7 Prozent (Deutschland: plus 0,6 Prozent).

    Das Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen je Erwerbstätigenstunde betrug 2015 in Rheinland-Pfalz 49,61 Euro (plus 1,28 Euro im Vergleich zu 2014). In Deutschland war die Wirtschaftsleistung je Arbeitsstunde um 1,68 Euro, in den alten Bundesländern ohne Berlin um 3,98 Euro höher.

    Diese und weitere Ergebnisse finden Sie in der Veröffentlichung „Die Wirtschaft in Rheinland-Pfalz 2015“. Sie kann unter www.statistik.rlp.de/stat_analysen/wirtschaft/jw2015.pdf  kostenfrei heruntergeladen oder beim Statistischen Landesamt per E-Mail vertrieb(at)statistik.rlp.de bestellt werden.



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    news-1880Mon, 14 Mar 2016 07:32:00 +0100Landtagswahl 2016http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/publikationen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1880/Noch in der Wahlnacht hat das Statistische Landesamt in Bad Ems das Ergebnis der Landtagswahl analysiert. Dabei wurden das Abschneiden der Parteien unter anderem regional und nach sozio-demografischen Merkmalen untersucht. Die Analyse finden Sie unter dem Link: www.statistik.rlp.de/wahlnachtanalyse-lw2016.

    Wichtige Ergebnisse im Überblick:

    Erstmals in der Geschichte der Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz gab es weniger Wahlberechtigte. Im Vergleich zur Landtagswahl 2011 verringerte sich ihre Zahl um gut 16 300 (–0,5 Prozent). Da am 13. März 2016 aber mehr Bürgerinnen und Bürger von ihrem Recht auf Stimmabgabe Gebrauch machten, stieg die Wahlbeteiligung im Vergleich zu 2011 um 8,6 Prozentpunkte auf 70,4 Prozent. Höher war das Wahlinteresse zuletzt bei der Landtagswahl 1996.

    Im Vergleich der Wahlkreise erreichte der Wahlkreis Ingelheim die höchste Beteiligung (77,7 Prozent). Im Wahlkreis Birkenfeld stieg die Wahlbeteiligung am stärksten (+10,8 Prozentpunkte). Die niedrigste Beteiligung verzeichnete der Wahlkreis Kaiserslautern I (58,2 Prozent). In keinem Wahlkreis sank die Wahlbeteiligung.

    Die SPD wurde mit 771 709 Landesstimmen stärkste Partei in Rheinland-Pfalz. Im Vergleich zur Landtagswahl 2011 steigerten die Sozialdemokraten die Zahl ihrer Landesstimmen um knapp 105 000 (+16 Prozent). Ihr Landesstimmenanteil stieg leicht auf 36,2 Prozent (+0,5 Prozentpunkte). Im neuen Landtag ist die SPD mit 39 Abgeordneten vertreten (–3 Mandate). Diese setzen sich aus 27 Direktmandaten und zwölf Listenmandaten zusammen.

    Die SPD erreichte in den Wahlkreisen insgesamt 36 Prozent der Wahlkreisstimmen und lag damit um 1,7 Prozentpunkte unter dem Ergebnis von 2011. Die Partei erzielte den höchsten Wahlkreisstimmenanteil mit ihrer Spitzenkandidatin Malu Dreyer im Wahlkreis Trier (49,6 Prozent). Den niedrigsten Anteil musste sie mit 23,1 Prozent in Bad Neuenahr-Ahrweiler hinnehmen. In gut der Hälfte der Wahlkreise (26 von 51) konnte die SPD den Anteil der Landesstimmen gegenüber der letzten Landtagswahl steigern.

    Die SPD erreichte in den kreisfreien Städten mit einem Anteil der Zweitstimmen von 36,8 Prozent einen leicht höheren Anteilswert als in den Landkreisen (36 Prozent). Die Spannweite reicht von 29,2 Prozent in Ahrweiler bis zu 42,8 Prozent im Landkreis Kusel. Seit 1971 hat die SPD ihr bestes Ergebnis immer in diesem Landkreis geholt.

    Bei der kleinräumigen Betrachtung erzielt die SPD ihre höchsten Ergebnisse in den Verbandsgemeinden Kirn-Land (46,6 Prozent), Glan-Münchweiler (45,1 Prozent) und Meisenheim (44,6 Prozent).

    Die SPD erreichte in Verwaltungseinheiten mit höherem Protestantenanteil einen Stimmenanteil, der ihr Durchschnittsergebnis (36,1 Prozent) um 3,6 Prozentpunkte übertrifft. Sie büßte allerdings in den protestantisch geprägten Verwaltungseinheiten im Vergleich zum letzten Landtagswahlergebnis Stimmenanteile ein (–2,4 Prozentpunkte).

    Die CDU bekam 677 502 Landesstimmen. Sie gewann gegenüber 2011 gut 19 000 Stimmen hinzu (+2,9 Prozent) und kam damit auf einen Stimmenanteil von 31,8 Prozent (–3,4 Prozentpunkte). Im 17. Landtag Rheinland-Pfalz haben die Christdemokraten 35 Sitze, sechs Sitze weniger als im 16. Landtag. Von den Mandaten der CDU sind 24 Direkt- und elf Listenmandate.

    Die CDU erreichte in den Wahlkreisen insgesamt 34,8 Prozent der Wahlkreisstimmen und lag damit um 2,1 Prozentpunkte unter dem Ergebnis von 2011. Sie erzielte den höchsten Wahlkreisstimmenanteil im Wahlkreis Bad Neuenahr-Ahrweiler mit 51,2 Prozent. Dort liegt sie deutlich vor der SPD, die in diesem Wahlkreis ihr schwächstes Ergebnis hatte. Den niedrigsten Anteil bekamen die Christdemokraten im Wahlkreis Kusel mit 22,6 Prozent. Bei den Landesstimmen blieb die Union in 49 von 51 Wahlkreisen hinter ihrem Ergebnis von 2011 zurück.

    Die Christdemokraten erreichten in den Landkreisen (33,3 Prozent) deutlich höhere Zweitstimmenanteile als in den kreisfreien Städten (27 Prozent). Die Spanne liegt zwischen 22,5 Prozent in Ludwigshafen am Rhein bis zu 43,5 Prozent im Landkreis Cochem-Zell. Seit der Landtagswahl 1991 holte die CDU ihr bestes Ergebnis immer in Cochem-Zell.

    Bei der kleinräumigen Betrachtung ergeben sich für die CDU die höchsten Landesstimmenanteile in den Verbandsgemeinden Adenau (51,1 Prozent), Kelberg (49,3 Prozent) und Ulmen (48,2 Prozent).

    In Verwaltungseinheiten mit höherem Katholikenanteil erzielte die CDU einen Stimmenanteil, der um 6,3 Prozentpunkte über ihrem durchschnittlichen Stimmenanteil (32,7 Prozent) liegt. Im Vergleich zu 2011 verschlechterte sich das Ergebnis der Christdemokraten aber in den katholisch geprägten Verwaltungseinheiten (–2,6 Prozentpunkte).

    Bei ihrer ersten Landtagswahl in Rheinland-Pfalz kommt die AfD auf 267 813 Landesstimmen. Sie sicherte sich damit einen Stimmenanteil von 12,6 Prozent und zieht mit 14 Abgeordneten in den Landtag ein. Damit ist die AfD in der kommenden Legislaturperiode die drittstärkste politische Kraft in Rheinland-Pfalz – vor der FDP und den GRÜNEN.

    Die AfD trat erstmals mit 31 Wahlkreiskandidatinnen und -kandidaten an. Davon erreichten 19 Bewerberinnen und Bewerber Wahlkreisstimmenanteile in zweistelliger Höhe. Die Spannweite der Wahlkreisstimmenanteile reichte von 6,5 Prozent im Wahlkreis Mainz I bis 16,6 Prozent im Wahlkreis Worms. Die Landesstimmenanteile der AfD lagen in 37 von 51 Wahlkreisen im zweistelligen Bereich.

    Die AfD erreicht in den kreisfreien Städten (13,1 Prozent) höhere Zweitstimmenanteile als in den Landkreisen (+12,4 Prozent). Die Spannweite liegt dabei zwischen 8,1 Prozent in Mainz bis zu 19,9 Prozent in Ludwigshafen am Rhein.

    Kleinräumig erzielte die AfD besonders hohe Landesstimmenanteile in der verbandsfreien Gemeinde Germersheim (25,0 Prozent) sowie in den Verbandsgemeinden Lingenfeld (20,4 Prozent) und Rülzheim (20,1 Prozent).

    Die AfD erzielte in Verwaltungseinheiten mit höherem Katholikenanteil um 2,5 Prozentpunkte geringere Stimmenanteile als im Durchschnitt der betrachteten Verwaltungseinheiten (12,7 Prozent).

    Die FDP errang bei dieser Wahl 132 262 Landesstimmen; das sind fast 53 000 Stimmen mehr als 2011 (+67 Prozent). Die Liberalen steigerten ihren Stimmenanteil um zwei Prozentpunkte auf 6,2 Prozent. Damit ist die FDP nach einer Pause von einer Legislaturperiode wieder mit sieben Abgeordneten im Landtag vertreten.

    Die Partei erreichte den höchsten Wahlkreisstimmenanteil im Wahlkreis Südliche Weinstraße (11,2 Prozent) und verzeichnete im Wahlkreis Trier mit 3,8 Prozent den niedrigsten Wahlkreisstimmenanteil. Ihren Landesstimmenanteil konnten die Liberalen in 50 von 51 Wahlkreisen erhöhen. Lediglich in Zweibrücken blieben sie 0,6 Prozentpunkte hinter dem Ergebnis von 2011 zurück.

    Die FDP erhält sowohl in den kreisfreien Städten als auch in den Landkreisen einen Landesstimmenanteil von 6,2 Prozent. Die Spannweite reicht von 4,4 Prozent im Landkreis Kusel bis zu 7,4 Prozent in der kreisfreien Stadt Landau in der Pfalz.

    Auf kleinräumiger Ebene gab es die besten Ergebnisse der FDP in der Verbandsgemeinde Freinsheim (8,7 Prozent) sowie in den verbandsfreien Gemeinden Limburgerhof (ebenfalls 8,7 Prozent) und Bad Dürkheim (8,6 Prozent).

    In Verwaltungseinheiten mit höherem Selbstständigenanteil übertraf der Stimmenanteil der Liberalen ihr Durchschnittsergebnis von 6,2 Prozent um 0,7 Prozentpunkte. Im Vergleich zu ihrem Ergebnis 2011 konnte die FDP ihren Stimmenanteil in diesen Verwaltungseinheiten ausbauen (+2,3 Prozentpunkte).

    Die GRÜNEN kommen auf 113 287 Landesstimmen. Sie büßten gut 175 000 Stimmen ein (–61 Prozent). Der Stimmenanteil der Partei sinkt damit auf 5,3 Prozent (–10,1 Prozentpunkte). Die GRÜNEN sind noch mit sechs Abgeordneten im neuen Landtag vertreten; das sind zwölf Mandate weniger als in der vorherigen Legislaturperiode.

    Die GRÜNEN erreichten insgesamt einen Wahlkreisstimmenanteil von 6,4 Prozent und verloren damit deutlich gegenüber der Landtagswahl im Jahr 2011 (–7,8 Prozentpunkte). Der Kandidat im Wahlkreis Mainz I erzielte den höchsten Stimmenanteil (13,6 Prozent), blieb jedoch hinter dem SPD-Kandidat zurück. Im Wahlkreis Frankenthal (Pfalz) erreichte die Partei mit 4,3 Prozent den geringsten Anteil an Wahlkreisstimmen. Die Landesstimmenanteile der GRÜNEN sanken in allen Wahlkreisen. Das niedrigste Ergebnis musste die Partei im Wahlkreis Pirmasens-Land hinnehmen (3,1 Prozent). Den höchsten Verlust erlitten die GRÜNEN im Wahlkreis Mainz I mit einem Minus von 16,4 Prozentpunkten.

    Die Grünen sind deutlich stärker in den kreisfreien Städten als in den Landkreisen. Ihr schlechtestes Ergebnis erhalten die GRÜNEN aus Pirmasens mit 2,6 Prozent, das beste Ergebnis gibt es mit jeweils 10,2 Prozent in den Universitätsstädten Mainz und Trier.

    Der Stimmenanteil der GRÜNEN liegt in Verwaltungseinheiten mit höherem Akademikeranteil um 1,4 Prozentpunkte über ihrem durchschnittlichen Ergebnis (4,8 Prozent). Im Vergleich zur vergangenen Landtagswahl verringerte sich der Stimmenanteil der GRÜNEN in Verwaltungseinheiten mit einem höheren Anteil an Hochschulabsolventen deutlich (–11,6 Prozentpunkte).

    Die sonstigen Parteien kommen zusammengenommen auf 7,9 Prozent, darunter die Partei DIE LINKE auf 2,8 Prozent (–0,2 Prozentpunkte) und DIE FREIEN WÄHLER auf 2,3 Prozent (unverändert gegenüber 2011). Alle anderen Parteien blieben unter ein Prozent.

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    news-1875Mon, 07 Mar 2016 12:41:00 +0100Internationaler Frauentag http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/publikationen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1875/Das Statistische Landesamt in Bad Ems hat aus Anlass des Internationalen Frauentags am 8. März 2016 das Faltblatt „Frauen in Rheinland-Pfalz“ neu aufgelegt.Dieser Publikation lassen sich viele interessante Informationen über die Situation der Frauen in der Gesellschaft entnehmen.

    • Frauen leben länger als Männer: Ein Mädchen, das heute in Rheinland-Pfalz geboren wird, hat eine durchschnittliche Lebenserwartung von 82,7 Jahren; bei Jungen sind es 77,8 Jahre.
    • Frauen erzielen im Durchschnitt höhere Bildungsabschlüsse als Männer: In Rheinland-Pfalz verlassen 37 Prozent der jungen Frauen die allgemeinbildenden Schulen mit der allgemeinen Hochschulreife, bei den jungen Männern sind es 29 Prozent; 55 Prozent der bestandenen Abschlussprüfungen an Hochschulen werden von Frauen abgelegt.
    • Frauen wagen seltener den Schritt in die Selbstständigkeit als Männer: Ein Drittel der Selbstständigen in Rheinland-Pfalz ist weiblich. Bei den abhängigen Erwerbstätigen ist der Frauenanteil mit 48 Prozent deutlich höher.
    • Frauen beziehen länger Elterngeld als Männer: In Rheinland-Pfalz nehmen junge Mütter knapp zwölf Monate die Entgeltersatzleistung in Anspruch, Väter dagegen nur 3,1 Monate.
    • Frauen sind häufiger alleinerziehend als Männer: Von den 134.000 Alleinerziehenden im Land sind 83 Prozent Mütter und 17 Prozent Väter.
    • Frauen sind seltener Mitglied in Sportvereinen als Männer: Von den Mitgliedern in rheinland-pfälzischen Sportvereinen sind 40 Prozent Frauen. Während ein Großteil der Frauen das Turnen bevorzugt (37 Prozent der weiblichen Vereinsmitglieder), führt der Fußball die Rangliste bei den Männern an (40 Prozent der männlichen Vereinsmitglieder).
    • Frauen sind weniger von Übergewicht betroffen als Männer: In Rheinland-Pfalz sind 45 Prozent der erwachsenen Frauen übergewichtig, bei den erwachsenen Männern sind es 62 Prozent. Untergewicht ist hingegen bei Frauen (3,5 Prozent) häufiger verbreitet als bei Männern (0,7 Prozent)
    • Frauen sind nicht so oft an Verkehrsunfällen beteiligt wie Männer: In Rheinland-Pfalz sind von den Unfallbeteiligten 35 Prozent weiblich.
    • Frauen sind in Gefängnissen seltener anzutreffen als Männer: Von den derzeit rund 2.700 Strafgefangenen sind nur knapp sieben Prozent weiblich.

    Das Faltblatt enthält ausgewählte Daten zu verschiedenen Themenbereichen wie z. B. Bevölkerung, Erwerbstätigkeit, Gesundheit und Rechtspflege.

    Die PDF-Datei steht zum kostenfreien Download zur Verfügung.

    Autorin: Romy Siemens (Referat Veröffentlichungen)

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    news-1837Mon, 28 Dec 2015 14:26:00 +0100Rheinland-Pfalz regional: „Kreisfreie Städte und Landkreise – Ein Vergleich in Zahlen“ erschienenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/publikationen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1837/Das Statistische Landesamt in Bad Ems hat die Publikation „Rheinland-Pfalz regional: Kreisfreie Städte und Landkreise in Rheinland-Pfalz – Ein Vergleich in Zahlen“ neu mit aktuellen Ergebnissen aufgelegt. Die Veröffentlichung enthält Merkmale und Kennziffern, die regionale Schwerpunkte und Potenziale innerhalb des Landes aufzeigen. „Kompakte Regionalveröffentlichungen mit thematisch breit gefächerten Daten erleichtern die Sicht auf unterschiedliche Strukturen und Entwicklungen im Land. Sie sind nützlich für alle Akteure, die regional tätig sind – sei es im sozialen Gemeinwesen, in Politik, Verwaltung oder Wirtschaft“, so Jörg Berres, Präsident des Statistischen Landesamtes.Die Publikation bietet vor allem Informationen zu den Themenbereichen Bevölkerung, Bildung, Wirtschaft sowie öffentliche Finanzen und zu den sozialen Themen Pflege, Kinderbetreuung und staatliche Sicherungssysteme. Grafiken und Karten geben anhand ausgewählter Merkmale erste Einblicke, die sich mit tabellarischen Übersichten für die zwölf kreisfreien Städte und 24 Landkreise vertiefen lassen.

    Die Veröffentlichung „Rheinland-Pfalz regional: Kreisfreie Städte und Landkreise in Rheinland-Pfalz – Ein Vergleich in Zahlen“, Ausgabe 2015, umfasst 154 Seiten. Als PDF-Datei kann die Veröffentlichung kostenfrei heruntergeladen werden. In der gedruckten Fassung – DIN A4-Format steht die Broschüre Ende Januar 2016 zum Preis von 11,50 Euro zur Verfügung.

    Einige ausgewählte Ergebnisse

    Bevölkerung

    Die Bevölkerungszahl von Rheinland-Pfalz ist 2014 um 17.200 auf über vier Millionen gestiegen (plus 0,4 Prozent). In den Städten war der Zuwachs relativ stärker als in den Landkreisen (plus 0,9 bzw. plus 0,3 Prozent). Der Anteil der ausländischen Bevölkerung hat 2014 landesweit um einen halben Prozentpunkt auf 8,2 Prozent zugenommen. In den kreisfreien Städten war der Ausländeranteil mit 13 Prozent deutlich höher als in den Landkreisen (6,5 Prozent). Absolut gesehen hatte 2014 die Landeshauptstadt Mainz als bevölkerungsreichste Stadt in Rheinland-Pfalz den höchsten Bevölkerungszuwachs (plus 2.723 Personen); das bedeutet ein Plus von 1,3 Prozent. Diese Zuwachsrate wurde von den kleineren Städten Landau und Ludwigshafen knapp übertroffen (plus 1,5 bzw. plus 1,4 Prozent). In den Landkreisen lagen die Zuwachsraten unter einem Prozent. Bevölkerungsabnahmen zwischen 0,1 und 0,3 Prozent gab es in zwei Städten und sieben Landkreisen. Anknüpfend an die bisherige Bevölkerungsentwicklung wird nach den Ergebnissen der neuen regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung ausgehend vom Basisjahr 2013 die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner bis zum Jahr 2035 auf 3,8 Millionen zurückgehen (minus 3,8 Prozent). Für den Durchschnitt der Städte sind allerdings mit einer Veränderungsrate von plus 0,4 Prozent die Aussichten besser, im Durchschnitt der Landkreise ist dagegen in den kommenden Jahren bis 2035 eine Abnahme um 5,3 Prozent zu erwarten.

    Gesamtwirtschaft und Arbeitsmarkt

    Die Zahl der Erwerbstätigen, die geleisteten Arbeitsstunden und das Bruttoinlandsprodukt sind Merkmale der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Von den insgesamt 1,952 Millionen Erwerbstätigen, die 2013 ihren Arbeitsplatz in Rheinland-Pfalz hatten, waren 63 Prozent in den Landkreisen und 37 Prozent in den kreisfreien Städten beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr waren in den Städten und Landkreisen mehr Menschen erwerbstätig (plus 0,6 bzw. plus 0,2 Prozent). Die Arbeitsplatzdichte war im Durchschnitt der kreisfreien Städte mit 1.056 Erwerbstätigen je 1.000 der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter deutlich höher als in den Landkreisen (623).

    Die Zahl der mit sozialversicherungspflichtig Beschäftigten besetzten Arbeitsplätze lag im Juni 2014 – außer in drei kreisfreien Städten – in allen Verwaltungsbezirken höher als im Vorjahr. Im Durchschnitt der Landkreise waren es zwei Prozent mehr; im Durchschnitt der Städte 1,3 Prozent mehr.

    Die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote war in den kreisfreien Städten mit 7,5 Prozent und in den Landkreisen mit 4,7 Prozent ähnlich hoch wie im Vorjahr. Nur in Pirmasens und Kaiserslautern lag die Arbeitslosenquote über 10 Prozent. In Pirmasens war – anders als in Kaiserslautern – die Arbeitslosigkeit auch unter den 15- bis 25 jährigen zivilen Erwerbspersonen mit einer zweistelligen Quote sehr hoch (13 Prozent).

    Die meisten rheinland-pfälzischen Verwaltungsbezirke verzeichneten 2013 gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts in jeweiligen Preisen. Es umfasst den Wert aller produzierten Waren und Dienstleistungen abzüglich der in der Produktion verbrauchten Vorleistungen. In den kreisfreien Städten ist es mit plus 1,7 Prozent etwas stärker gestiegen als in den Landkreisen (plus 1,3 Prozent). Das Bruttoinlandsprodukt in Höhe von 124,2 Milliarden Euro wurde zu 59 Prozent in den Landkreisen und zu 41 Prozent in den kreisfreien Städten erwirtschaftet.

    Das Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigenstunde (die Arbeitsproduktivität) lag in den kreisfreien Städten mit rund 52 Euro höher als in den Landkreisen mit 46 Euro. Die Produktivität je Arbeitsstunde war im Vergleich der kreisfreien Städte in Ludwigshafen am höchsten (72 Euro); bei den Landkreisen wurde der höchste Wert (60 Euro) in Mainz-Bingen erreicht.

    Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte, das ein Maß für die Kaufkraft ist, belief sich 2013 je Einwohnerin und Einwohner auf 19.757 Euro in den kreisfreien Städten und 21.910 Euro in den Landkreisen. Am niedrigsten war es in der kreisfreien Stadt Ludwigshafen (17.525) und am höchsten im Landkreis Mainz-Bingen (25.687).

    Soziale Leistungen

    Ende 2014 bezogen in Rheinland-Pfalz 221.400 Personen in Bedarfsgemeinschaften sogenannte Hartz-IV-Leistungen. Hierbei handelt es sich um die Grundsicherung für Arbeitsuchende (Arbeitslosengeld II bzw. Sozialgeld) nach dem Sozialgesetzbuch II. Von den Betroffenen entfielen 91.300 Personen auf Bedarfsgemeinschaften in kreisfreien Städten.

    Außerhalb der Grundsicherung für Arbeitsuchende umfasst Sozialhilfe nach dem Sozialgesetzbuch XII verschiedene Hilfearten, die in den Kapitel 3 bis 9 des SGB XII geregelt sind. Im Jahr 2014 entfiel je Einwohnerin und Einwohner der größte Teil der insgesamt 349 Euro Bruttoausgaben der Sozialhilfe auf die Hilfen nach den Kapiteln 5 bis 9 (278 Euro). Diese Mittel fließen im Wesentlichen Menschen in Einrichtungen zu. Es handelt sich unter anderem um Eingliederungshilfen für behinderte Menschen oder Hilfen zur Pflege oder zur Gesundheit. Ende 2014 erhielten rund 47.500 Empfängerinnen und Empfänger Leistungen nach Kapitel 5 bis 9 des SGB XII – von diesen Menschen lebten 15.600 in kreisfreien Städten. Bezogen auf 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner gab es jedoch mehr Bezieher in den kreisfreien Städten (15) als in den Landkreisen (10,6).

    Sozialhilfe als Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung (Kapitel 4 SGB XII) für Personen über 65 Jahre oder mit einer dauerhaft vollen Erwerbsminderung erhielten ähnlich viele Menschen (42.800). Je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner ab 18 Jahren waren in den kreisfreien Städten rund 18 und in den Landkreisen rund 11 Personen darauf angewiesen.

    Hilfe zum Lebensunterhalt (Kapitel 3 SGB XII) benötigen Menschen in besonderen Lebenssituationen, die in der Regel keinen Anspruch auf Grundsicherung haben. In Rheinland-Pfalz waren dies Ende 2014 insgesamt 15.600 Bezieherinnen und Bezieher; davon lebten 68 Prozent in Einrichtungen. Auf 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner entfielen in den kreisfreien Städten 4,5 und in den Landkreisen 3,7 Menschen, die auf diese Hilfe angewiesen sind.

    Weitere 16.800 Menschen, gut 7.200 mehr als im Vorjahr, erhielten außerhalb der Sozialhilfe nach dem Sozialgesetzbuch Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Im Durchschnitt waren es 4,2 Personen je 1.000 Einwohner. Abgesehen von der Stadt Trier, in der durch die Aufnahmeeinrichtung des Landes im Jahr 2014 fast 18 Asylsuchende auf 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner kamen, lagen die Einwohnerquoten in den anderen Verwaltungsbezirken zwischen 2,9 und 5,5.

    Die Bruttoausgaben der Sozialhilfe nach SGB XII beliefen sich auf rund 1,4 Milliarden Euro und die Asylbewerberleistungen auf rund 105 Millionen.

    Öffentliche Finanzen

    Die Steuereinnahmen der Gemeinden und Gemeindeverbände beliefen sich 2014 im Durchschnitt der kreisfreien Städte auf 1.196 Euro je Einwohnerin und Einwohner; in den Landkreisen dagegen nur auf 845 Euro. Mit mehr als 1.500 Euro je Einwohnerin und Einwohner sind der Landkreis Mainz-Bingen und die Stadt Ludwigshafen, die jeweils über die Hälfte der Steuereinnahmen aus Gewerbesteuern erzielen, Spitzenreiter im Land.

    Am Ende des Jahres 2014 waren die kommunalen Kern- und Extrahaushalte beim nicht-öffentlichen Bereich zusammen mit 12,5 Milliarden verschuldet. Die Schuldenbelastung je Einwohnerin und Einwohner war in den kreisfreien Städten mit 5.785 Euro im Durchschnitt mehr als doppelt so hoch wie in den Landkreisen (2.130 Euro). Bei den Landkreisen war sie in Kusel mit Abstand am höchsten (pro Kopf 5.646 Euro) und bei den kreisfreien Städten in Kaiserslautern und Pirmasens (pro Kopf jeweils mehr als 9.000 Euro). Wie schon 2013 hatten die kommunalen Haushalte im Rhein-Hunsrück-Kreis den landesweit geringsten Schuldenstand mit 576 Euro je Einwohnerin und Einwohner.

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    news-1825Fri, 11 Dec 2015 09:15:00 +0100Statistisches Landesamt legt Jahrbuch 2015 vorhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/publikationen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1825/Das Statistische Landesamt in Bad Ems hat das Jahrbuch 2015 für Rheinland-Pfalz vorgelegt. Es enthält Informationen zu allen wichtigen Lebensbereichen der Bürgerinnen und Bürger und liefert so ein Gesamtbild des Landes in Zahlen. „Auf 750 Seiten stellen wir Strukturen und Entwicklungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Staat dar“, erklärt der Präsident des Statistischen Landesamtes Jörg Berres. „Die 27 Kapitel sind im Internet auch einzeln als PDF-Datei abrufbar, sodass das Jahrbuch auch bequem online zum Nachschlagen genutzt werden kann.“In den Kapiteln werden neben den Daten auch Kennzahlen und erläuternde Kernaussagen geboten. Vergleichsdaten für die anderen Bundesländer ermöglichen eine Einordnung der Verhältnisse in Rheinland-Pfalz in den Bundeszusammenhang. Zum besseren Verständnis werden wichtige Merkmale in Grafiken präsentiert. Karten, die mit kurzen Kommentierungen versehen sind, zeigen die Verhältnisse in den Regionen des Landes. Übersichten erläutern die zahlreichen Statistiken und erhöhen so die Nutzerfreundlichkeit.

    Einige interessante Informationen aus dem neuen Jahrbuch:

    Familien und Lebensformen

    •    Der Anteil der Alleinstehenden und Paare ohne Kinder an der Gesamtbevölkerung ist 2014 auf 50 Prozent gestiegen.
    •    Im Jahr 2014 wurden 19.630 Ehen geschlossen. Frauen heirateten mit durchschnittlich 34,4 Jahren, ihre Ehepartner waren im Durchschnitt 3,1 Jahre älter.
    •    Die Betreuung von Kindern außerhalb des Elternhauses nimmt zu: Fast jedes dritte Kind unter 3 Jahren ist in Tagesbetreuung, bei den 3- bis 6-Jährigen sind es 98 Prozent.

    Gesundheit

    •    Im Jahr 2014 beendeten 3.816 Frauen eine Schwangerschaft durch Abbruch. Gegenüber 2013 ging die absolute Zahl zurück, dennoch wurde jede zehnte Schwangerschaft vorzeitig durch Abbruch beendet.
    •    Im Jahr 2013 gab es in Rheinland-Pfalz 119.700 pflegebedürftige Menschen. Mehr als 80 Prozent von ihnen sind älter als 70 Jahre, fast 60 Prozent sogar älter als 80 Jahre.

    Bildung

    •    Vier von zehn Kindern wechselten 2014 nach der Grundschule auf ein Gymnasium, drei von zehn auf eine Realschule plus.
    •    An den Hochschulen des Landes ist jede fünfte Professur durch eine Frau besetzt.
    •    An öffentlichen Schulen wurden im Durchschnitt 6.000 Euro je Schülerin bzw. Schüler ausgegeben.

    Erwerbsleben

    •    Die Zahl der Erwerbstätigen erreichte 2014 einen neuen Höchststand. Im Jahresdurchschnitt hatten 1,97 Millionen Erwerbstätige ihren Arbeitsort in Rheinland-Pfalz – das sind knapp 16.000 mehr als 2013. Seit 2000 ist die Zahl der Erwerbstätigen um etwa 162.000 gestiegen.
    •    Das Arbeitsvolumen (die geleisteten Arbeitsstunden) je Erwerbstätigen hat sich 2014 um 13 auf 1.341 Stunden erhöht. Seit 2000 ist das Arbeitsvolumen je Erwerbstätigen jedoch um 81 Stunden gesunken.
    •    Gut ein Viertel der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist teilzeitbeschäftigt.

    Soziale Sicherung

    •    Die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Ende 2014 wurden 16.800 Personen unterstützt; das ist gegenüber 2013 ein Plus von 75 Prozent.

    Justiz

    •    Verfahren zum Schutz vor Gewalt und Nachstellung haben sich gegenüber 2006 nahezu vervierfacht.

    Umwelt

    •    Ein Haushalt mit 80 Kubikmeter Wasserverbrauch zahlte 2013 durchschnittlich 213 Euro für seine Versorgung.

    Tourismus

    •    51 Prozent der Gäste bzw. 36 Prozent der Übernachtungen entfielen auf Hotels.

    Handwerk

    •    Der am häufigsten ausgeübte Handwerksberuf ist der des Kraftahrzeugtechnikers.

    Landwirtschaft

    •    Rund 44 Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe in Rheinland-Pfalz bewirtschaften Rebflächen; damit ist der Wein die wichtigste Produktionsrichtung.
    •    Öko-Betriebe bewirtschafteten 2013 eine Fläche von 47.300 Hektar; dies entspricht 6,7 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche. Das ist ein neuer Rekord.

    Sowohl die aktuelle Ausgabe als auch ältere Fassungen des Statistischen Jahrbuchs stehen als PDF-Datei zum kostenlosen Download zur Verfügung unter www.statistik.rlp.de/veroeffentlichungen/statistisches-jahrbuch.

    Die gedruckte Fassung des neuen Jahrbuchs kann zum Preis von 18 Euro einschließlich Versandkosten bestellt werden: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Vertrieb, 56128 Bad Ems, Telefon: 02603 71-2450, E-Mail: vertrieb(at)statistik.rlp.de.

    Autorin: Romy Siemens (Referat Veröffentlichungen)

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    news-1663Wed, 29 Apr 2015 12:00:00 +0200Die Wirtschaft in Rheinland-Pfalz 2014http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/publikationen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1663/Die Wirtschaft in Rheinland-Pfalz hat im Jahr 2014 deutlich an Dynamik gewonnen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg preisbereinigt um 1,1 Prozent, nachdem es 2013 noch um 0,4 Prozent geschrumpft war. Insgesamt wurde 2014 in Rheinland-Pfalz eine Wirtschaftsleistung in Höhe von 127,6 Milliarden Euro erstellt. Wirtschaftsministerin Eveline Lemke und Jörg Berres, Präsident des Statistischen Landesamtes stellen heute in Mainz die Statistische Analyse „Die Wirtschaft in Rheinland-Pfalz 2014“ vor. In den großen Wirtschaftsbereichen entwickelten sich die Umsätze und die Beschäftigtenzahlen besser als im Vorjahr.Industrieumsatz und Exportquote mit Rekordwert

    „Die Umsätze der Industrie und die Exportquote erreichten im Jahr 2014 einen Rekordwert“, sagte Wirtschaftsministerin Lemke. So stieg der Industrieumsatz um 0,9 Prozent auf 85,3 Milliarden Euro (Deutschland: +0,9 Prozent). Treiber der guten Entwicklung war das Auslandsgeschäft mit einem Zuwachs von 2,8 Prozent (Deutschland: 2,1 Prozent). Die Exportquote erreichte mit 55 Prozent einen Höchstwert. Rheinland-Pfalz liegt im Vergleich mit den anderen Flächenländern hinsichtlich der Exportorientierung an zweiter Stelle hinter Baden-Württemberg. Das Inlandsgeschäft ging um 1,3 Prozent zurück (Deutschland: -0,2 Prozent). Der Anteil der Industrie an der gesamten Wertschöpfung betrug 2014 gut 25 Prozent (Deutschland: 22 Prozent) – damit liegt Rheinland-Pfalz bundesweit an vierter Stelle.

    Die positivere Entwicklung hat sich auch in der Zahl der Industriearbeitsplätze bemerkbar gemacht, sie stieg um 1,4 Prozent. Jeder Beschäftigte brachte den Betrieben durchschnittlich einen Umsatz von 336.200 Euro, und damit 27.000 Euro mehr als im deutschlandweiten Durchschnitt (309.300 Euro).

    Exportgeschäft in Nicht-Euro-Länder floriert

    Die gute Entwicklung in der Industrie spiegelt sich im Exportgeschäft wider, das 2014 auch besser lief als im Jahr zuvor. Die Unternehmen lieferten Waren für gut 48 Milliarden Euro ins Ausland (+3,4 Prozent; Deutschland: +3,7 Prozent). Überdurchschnittlich stiegen die Exporte in die zehn EU-Mitgliedsländer, die nicht der Eurozone angehören (+12 Prozent), wie zum Beispiel Großbritannien. Die Ausfuhren in die Länder der Währungsunion stiegen um 1,9 Prozent. Kräftige Einbußen gab es beim Absatz in europäische Länder, die nicht der EU angehören (-9,8 Prozent), etwa Russland. Zuwächse waren wiederum im Geschäft mit den wichtigsten außereuropäischen Handelspartnern zu verzeichnen. So erhöhten sich die Exporte in die USA um 11 Prozent und die Ausfuhren nach China um 9,9 Prozent.

    Baugewerbe entwickelt sich sehr positiv

    „Das Baugewerbe hat sich ausgesprochen positiv entwickelt“, stellte Wirtschaftsministerin Lemke fest. Das Bauhauptgewerbe verbuchte einen kräftigen Zuwachs (+4,3 Prozent) und erreichte damit einen neuen Rekordwert. Dafür sorgten insbesondere die gewerblichen Auftraggeber. „Stärkster Wachstumstreiber war der gewerbliche Hochbau“, erläuterte Jörg Berres. In diesem Teilbereich des Bauhauptgewerbes stieg der Umsatz um 11 Prozent. Aber auch die öffentlichen Auftraggeber leisteten mit höheren Ausgaben für Tiefbauleistungen (+7,4 Prozent) und für den Straßenbau (+4,5 Prozent) einen guten Beitrag zur positiven Entwicklung. Im Wohnungsbau blieb das Umsatzwachstum – trotz anhaltend guter Rahmenbedingungen – mit einem Plus von 1 Prozent unterdurchschnittlich. Das Ausbaugewerbe hat sich nach dem kräftigen Einbruch 2013 erholt, sein Umsatz legte um 3,1 Prozent zu.

    Handel entwickelt sich uneinheitlich, Rekordergebnis im Tourismus

    Der rheinland-pfälzische Einzelhandel (ohne Kraftfahrzeughandel) setzte preisbereinigt 0,9 Prozent mehr um. „Für gute Kauflaune sorgten niedrige Zinsen sowie steigende Löhne und die Rekordbeschäftigung“, stellte Jörg Berres fest. Der Kraftfahrzeughandel hat seinen Umsatz kräftig erhöht (+4,2 Prozent) und damit den Abwärtstrend der letzten Jahre gestoppt. Der Umsatz im Großhandel geht dagegen zum dritten Mal in Folge zurück. Real wurden 0,7 Prozent weniger umgesetzt als 2013. Damit haben sich die Verluste im Vergleich zum Vorjahr abgeschwächt.

    Nach drei Jahren mit rückläufigen Umsätzen meldet auch das Gastgewerbe wieder steigende Umsätze (+0,8 Prozent). Hierzu hat auch das Rekordergebnis im Tourismus beigetragen. Im vergangenen Jahr kamen 9,12 Millionen Besucherinnen und Besucher ins Land, 100 000 mehr als im vergangenen Jahr.

    Preise

    Die Preisentwicklung blieb in Rheinland-Pfalz – trotz weiterer Lockerung der Geldpolitik – deutlich unter der Zielmarke der Europäischen Zentralbank für den Euroraum (+2 Prozent). Der Verbraucherpreisindex stieg im Jahresdurchschnitt nur um 0,9 Prozent (Deutschland +0,9 Prozent). Bestimmt wurde diese Entwicklung durch den Rückgang der Energiepreise (-1,6 Prozent). Vor allem für Heizöl und Kraftstoffe musste deutlich weniger bezahlt werden als im Jahr zuvor (-8,3 bzw. -4,1 Prozent).

    Arbeitsmarkt: Beschäftigung steigt stärker als im Jahr zuvor

    Das stärkere Wirtschaftswachstum hat sich positiv auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar gemacht. Die Zahl der Erwerbstätigen erhöhte sich kräftig um 15.800 Personen auf 1,968 Millionen (+0,8 Prozent; Deutschland: +0,9 Prozent). „Erfreulich ist, dass die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung besonders stark zugelegt hat“, bemerkte Wirtschaftsministerin Lemke. Insgesamt erhöhte sie sich um 22.200 Personen (+1,7 Prozent; Deutschland: +1,9 Prozent).

    Die Arbeitslosigkeit verringerte sich auf 115.700 Personen (-700 Personen bzw. 0,5 Prozent). Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Prozentpunkte auf 5,4 Prozent zurück. Schon seit langem weist Rheinland-Pfalz die drittniedrigste Arbeitslosenquote in Deutschland aus.

    Analyse und Präsentation

     

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    news-1630Fri, 06 Mar 2015 08:17:00 +0100Internationaler Frauentag am 8. März 2015http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/publikationen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1630/Das Statistische Landesamt in Bad Ems hat anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März das Faltblatt »Frauen in Rheinland-Pfalz« neu aufgelegt. Diese Publikation beleuchtet die gesellschaftliche Situation der Frauen im Vergleich zu den Männern in Rheinland-Pfalz und den Frauen in Deutschland. Das Faltblatt enthält ausgewählte Daten der amtlichen Statistik zu verschiedenen Themenbereichen wie z. B. Bevölkerung, Bildung, Erwerbstätigkeit, Armutsgefährdung, Gesundheit und Soziales. Die Zahlen zeigen unter anderem Folgendes:
    - Frauen leben im Schnitt länger als Männer: Ein Mädchen, das heute in Rheinland-Pfalz geboren wird, hat eine durchschnittliche Lebenserwartung von 82,6 Jahren; bei Jungen sind es 78,1 Jahre.

    ♦ Im Jahr 2013 waren 107.500 Frauen und 22.400 Männer alleinerziehend.

    ♦ Frauen erzielen im Durchschnitt höhere Schulabschlüsse als Männer: Rund 35,5 Prozent der jungen Frauen verlassen die allgemeinbildenden Schulen in Rheinland-Pfalz mit der allgemeinen Hochschulreife, bei den jungen Männern sind es 27 Prozent.

    ♦ Wenn rheinland-pfälzische Frauen einen ausländischen Ehepartner wählen, kommt dieser am häufigsten aus der Türkei und am zweithäufigsten aus den USA.

    ♦ Im Jahr 2013 waren zwei von fünf Empfänger von Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz Frauen.

    ♦ Rund 71 Prozent aller Lehrkräfte an den Schulen sind weiblich.

    ♦ Der beliebteste Ausbildungsberuf der jungen Rheinland-Pfälzerinnen ist Kauffrau für Büromanagement. Zehn Prozent aller weiblichen Auszubildenden befinden sich in einer solchen Ausbildung.

    ♦ Entscheiden sich die rheinland-pfälzischen Frauen für ein Studium, so fällt die Wahl bei jeder sechsten auf Mathematik oder eine Naturwissenschaft, fast jeder vierte Mann entscheidet sich für einen solchen Studiengang.

    ♦ Frauen wagen seltener den Schritt in die Selbstständigkeit als Männer: Nur ein Drittel aller neuen Unternehmen wurde von Frauen gegründet.

    ♦ Frauen verdienen weniger als Männer: Der Verdienst der Frauen liegt in Rheinland-Pfalz um 22 Prozent unter dem Verdienst der Männer.

    ♦ Frauen sind häufiger von Armut bedroht: Die Armutsgefährdungsquote der rheinland-pfälzischen Frauen liegt bei 17 Prozent, die der Männer bei knapp 14 Prozent.

    ♦ Rund 40 Prozent der Mitglieder in einem Sportverein sind weiblich. Die beliebteste Sportart bei den Frauen ist Turnen, bei den Männern Fußball.

    ♦ In den rheinland-pfälzischen Gefängnissen sitzen 167 Frauen; das sind sechs Prozent aller Strafgefangenen.

    Die PDF-Datei steht zum kostenfreien Download zur Verfügung.

    Autorin: Romy Siemens (Referat Veröffentlichungen)

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    news-1601Thu, 15 Jan 2015 08:35:00 +0100Rheinland-Pfalz regionalhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/publikationen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1601/Das Statistische Landesamt in Bad Ems hat die Publikation »Rheinland-Pfalz regional: Kreisfreie Städte und Landkreise in Rheinland-Pfalz - Ein Vergleich in Zahlen« mit aktuellen Ergebnissen neu aufgelegt. Die Veröffentlichung enthält Merkmale und Kennziffern, die regionale Schwerpunkte und Potenziale innerhalb des Landes aufzeigen. »Übersichten mit regional vergleichbaren statistischen Daten erleichtern die Bewertung unterschiedlicher Strukturen und Entwicklungen. Sie sind nützlich für alle Akteuren in Politik, Verwaltung oder Wirtschaft, die sich mit regionalen Strukturen und Veränderung auseinandersetzen«, so Jörg Berres, Präsident des Statistischen Landesamtes.Die Publikation bietet vor allem Informationen zu den Themenbereichen Bevölkerung, Bildung, Wirtschaft, öffentlichen Finanzen sowie zu den sozialen Themen Pflege, Kinderbetreuung und staatliche Sicherungssysteme. Grafiken und Karten geben anhand ausgewählter Merkmale erste Einblicke, die sich mithilfe der über 60 Tabellen mit Daten für die zwölf kreisfreien Städte und 24 Landkreise vertiefen lassen.

    Ein paar interessante Themen zur Auswahl:

    Bevölkerung

    Die Einwohnerzahl von Rheinland-Pfalz ist 2013 um knapp 4.100 Bürgerinnen und Bürger gestiegen (plus 0,1 Prozent). Die Bevölkerungsentwicklung in den kreisfreien Städten und Landkreisen verläuft unterschiedlich: In den Städten gab es im Durchschnitt einen Zuwachs (plus 5.500), in den Landkreisen zeigt sich dagegen eine Abnahme (minus 1.400). Absolut gesehen hatte 2013 die Landeshauptstadt Mainz mit den meisten Einwohnerinnen und Einwohnern aller Verwaltungsbezirke auch den höchsten Zuwachs (plus 1.512 Personen); relativ bedeutet das ein Plus von 0,7 Prozent. Im Vergleich der relativen Zuwachsraten führten jedoch die Städte Ludwigshafen und Koblenz (jeweils plus 0,8 Prozent). Die höchste Abnahmerate verzeichnete der Landkreis Kusel (minus 0,9 Prozent); Kusel zählt zu den sieben Landkreisen mit weniger als 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern.

    Wirtschaftskraft und Erwerbstätigkeit

    Kennzahlen zur Erwerbstätigkeit und zum Bruttoinlandsprodukt werden zur Bewertung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Verwaltungsbezirke herangezogen. In 21 der 24 Landkreise und in zehn der zwölf kreisfreien Städte hatte sich das Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen 2012 erhöht. Es ist in den Landkreisen stärker gestiegen als in den kreisfreien Städten, (plus 3,1 bzw. plus 1,9 Prozent). Das gesamte rheinland-pfälzische Bruttoinlandsprodukt, das sich 2012 nominal auf 119 Milliarden Euro belief, wurde zu 61 Prozent in den Landkreisen und zu 39 Prozent in den kreisfreien Städten erwirtschaftet. Das Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen lag in den kreisfreien Städten mit 64.959 Euro deutlich über dem Wert in den Landkreisen (60.029 Euro). Dieser Pro-Kopf-Wert wird  auch als Arbeitsproduktivität bezeichnet.

    Von den insgesamt 1,921 Millionen Erwerbstätigen, die 2012 ihren Arbeitsplatz in Rheinland-Pfalz hatten, waren 63 Prozent in den 24 Landkreisen und 37 Prozent in den zwölf kreisfreien Städten beschäftigt. Die Arbeitsplatzdichte war im Durchschnitt der kreisfreien Städte mit 1.046 Erwerbstätigen je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohnern im erwerbsfähigen Alter deutlich höher als in den Landkreisen (613). Unter den kreisfreien Städten hatte die Stadt Frankenthal die geringste Arbeitsplatzdichte (758); damit lag Frankenthal aber annähernd auf dem Niveau des Landkreises mit der höchsten Arbeitsplatzdichte (Bernkastel-Wittlich; 773). Der Anstieg der Erwerbstätigkeit fiel 2012 mit plus 0,7 Prozent wegen der nachlassenden wirtschaftlichen Dynamik landesweit nicht mehr ganz so kräftig aus wie noch 2011 (plus 1,1 Prozent). Rückläufig war die Zahl der Erwerbstätigen aber nur in vier Landkreisen und in der Stadt Trier.

    Tourismus

    Der Tourismus ist gemessen an den Übernachtungen je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohnern für vier aneinander grenzende Landkreise im Nordwesten des Landes von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung. Die höchste Tourismusintensität hat von diesen Landkreisen mit rund 34.800 Übernachtungen je 1.000 Einwohner der Landkreis Cochem-Zell, gefolgt von den Kreisen Bernkastel-Wittlich (24.400), Vulkaneifel (23.025) und Ahrweiler (11.544). In den Kreisen Cochem-Zell und Bernkastell-Wittlich sank die Zahl der Übernachtungen jedoch überdurchschnittlich stark (minus 2,3 bzw. minus 3,9 Prozent).  Im Landkreis Ahrweiler gab es ein leichtes Plus von 0,5 Prozent. Im Durchschnitt aller Landkreise gingen die Übernachtungen um 1,4 Prozent zurück.

    Soziale Leistungen

    Auf 100 Einwohnerinnen und Einwohner im erwerbsfähigen Alter entfallen in Rheinland-Pfalz  6,9 Bezieher von Arbeitslosengeld II bzw. Sozialgeld (Hartz IV). Diese sogenannte SGB II-Quote ist in den kreisfreien Städten deutlich höher (10,8) als in den Landkreisen (5,5) und hat sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert.

    Die Sozialhilfe nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) umfasst die Hilfearten des SGB XII (Kapitel 3 bis 9). Rund 80 Prozent der Bruttoausgaben für Sozialhilfe entstehen für Hilfen nach dem 5. bis 9. Kapitel. Hierzu zählen im Wesentlichen Eingliederungshilfen für behinderte Menschen und Hilfen zur Pflege oder zur Gesundheit. Im Jahr 2013 wurden im Land 1,052 Milliarden Euro für Hilfen nach dem 5. bis 9. Kapitel ausgegeben; davon entfielen 69 Prozent auf die Landkreise. Bezogen auf die Einwohnerzahl waren die Ausgaben in den kreisfreien Städten mit 314 Euro pro Kopf jedoch höher als in den Landkreisen mit 244 Euro. Der größte Teil dieser Ausgaben entfällt auf Eingliederungshilfen für behinderte Menschen nach dem 6. Kapitel (Rheinland-Pfalz: 78 Prozent).

    Öffentliche Finanzen

    Die Steuereinnahmen der Gemeinden und Gemeindeverbände beliefen sich 2013 im Durchschnitt der kreisfreien Städte auf 1.224 Euro je Einwohnerin und Einwohner; in den Landkreisen dagegen nur auf 817 Euro. Spitzenreiter im Land ist allerdings der Landkreis Mainz-Bingen mit 1.590 Euro, bei einem Anteil der Gewerbesteuereinnahmen (netto) von 60 Prozent.

    Die Schulden der Kernhaushalte und Extrahaushalte beim nicht-öffentlichen Bereich beliefen sich am 31. Dezember 2013 auf 2.977 Euro je Einwohnerin und Einwohner. Sie waren in den kreisfreien Städten mit 5.498 Euro im Durchschnitt mehr als doppelt so hoch wie in den Landkreisen (2.056). Bei den Landkreisen war der Schuldenstand in Kusel mit Abstand am höchsten (5.145). Bei den kreisfreien Städten setzte sich Pirmasens mit 8.833 Euro je Einwohnerin und Einwohner von den anderen Städten ab. Den landesweit geringsten Schuldenstand in dieser Abgrenzung verzeichnet der Rhein-Hunsrück-Kreis mit 609 Euro je Einwohnerin und Einwohner.

    Die Veröffentlichung »Rheinland-Pfalz regional: Kreisfreie Städte und Landkreise in Rheinland-Pfalz - Ein Vergleich in Zahlen«, Ausgabe 2014, umfasst 156 Seiten und wird im DIN A4-Format (broschiert) zum Preis von 11,50 Euro Ende Januar 2015 angeboten. Als PDF-Datei kann die Veröffentlichung schon jetzt kostenfrei heruntergeladen werden. Auch die PDF-Dateien früherer Ausgaben stehen zum Download bereit.

    Autorin: Dr. Birgit Hübbers (Referat Analysen)

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    news-1586Thu, 18 Dec 2014 08:03:00 +0100Broschüre »Oberrhein - Zahlen und Fakten 2014« erschienenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/publikationen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1586/Das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz hat gemeinsam mit den Statistischen Ämtern Baden-Württemberg, Elsass und der Kantone Aargau, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Jura und Solothurn eine aktualisierte und überarbeitete Fassung der Veröffentlichung »Oberrhein - Zahlen und Fakten« vorgelegt. Die neue zweisprachige Ausgabe bietet umfangreiche Informationen zum Oberrheingebiet. Auf 23 Seiten informiert sie mit Texten, Tabellen, Grafiken und Karten über die Themen Gebiet und Bevölkerung, Wirtschaft und Arbeitsmarkt, Verkehr, Tourismus, Gesundheitswesen sowie Bildung. Die Region Oberrhein besteht aus den vier Teilgebieten Elsass, Nordwestschweiz, Südpfalz und Baden. Zusammen wohnten im Jahr 2012 fast sechs Millionen Menschen am Oberrhein. Im rheinland-pfälzischen Teil der Region leben gut 300.000 Menschen, das sind fünf Prozent der Gesamtbevölkerung der Region Oberrhein. Die Bevölkerungszahl in der Region Oberrhein ist seit 2008 insgesamt leicht gestiegen (0,7 Prozent).

    Bevölkerung

    Nach den aktuellen Vorausberechnungsergebnissen wird die Einwohnerzahl am Oberrhein bis 2030 voraussichtlich noch auf 6,3 Millionen steigen. Dabei verändert sich die Altersstruktur der Bevölkerung erheblich. Die Zahl der Personen im Erwerbsalter wird besonders deutlich zurückgehen, die Zahl der Älteren und der Hochbetagen wird hingegen steigen. Aktuell weisen das Elsass und die Nordwestschweiz einen positiven Saldo der natürlichen Bevölkerungsbewegung auf: 2012 wurden dort mehr Menschen geboren als gestorben sind. In den deutschen Gebieten des Oberrheins gab es hingegen ein Geburtendefizit.

    Wirtschaft 

    Die Wirtschaftskraft der Region hat sich positiv entwickelt. Das nominale, d.h. nicht preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt erreichte 2012 ein Volumen von 234,5 Milliarden Euro bzw. 39.300 Euro je Einwohner. Um den Wechselkurseffekt bereinigt, entspricht das einer Steigerung von fünf Prozent gegenüber 2008. Dabei hat sich die Wirtschaftskraft in der Südpfalz mit einem Plus von zwölf Prozent überdurchschnittlich gut entwickelt. Das höchste BIP je Einwohner erzielte die Nordwestschweiz mit 61.600 Euro (2011), gefolgt von Baden mit 35.500 Euro. Im Elsass und in der Südpfalz wurde ein BIP von 28.900 bzw. 28.600 Euro je Einwohner erwirtschaftet.

    Im Elsass ist die Arbeitslosenquote gegenüber 2008 weiter gestiegen. Sie liegt hier mit 9,2 Prozent deutlich über dem Durchschnitt der Oberrheinregion (5,1 Prozent). In der Südpfalz ist die Arbeitslosenquote mit 4,6 Prozent dagegen unterdurchschnittlich.

    Tourismus

    Die Region Oberrhein ist touristisch sehr attraktiv. Die Zahl der Übernachtungsgäste ist seit 2010 um fast 9,6 Prozent auf 10,4 Millionen gestiegen. Insgesamt wurden 1.730 Gästeankünfte je 1.000 Einwohner gezählt, das entspricht einer Zunahme der Gästeintensität um 9,3 Prozent. Dabei haben alle Gebiete ein Plus zu verbuchen: Am dynamischsten gewachsen ist die Gästeintensität in Baden (12,1 Prozent). Die geringste Zunahme verzeichnete die Nordwestschweiz mit 2,4 Prozent. Die Zunahme lag im Elsass mit 9,4 Prozent leicht über, in der Südpfalz mit 7,6 Prozent unter dem Durchschnitt.

    Die Broschüre »Oberrhein - Zahlen und Fakten 2014« kann kostenfrei beim Statistischen Landesamt per E-Mail (vertrieb(at)statistik.rlp.de), Fax (02603 71-194322) oder Telefon (02603 71-2450) angefordert werden. Außerdem ist sie als PDF-Datei zum kostenfreien Herunterladen erhältlich.

    Autorin: Jeanette Vogel (Referat Analysen und Prognosen)

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    news-1584Wed, 17 Dec 2014 10:53:00 +0100Die Landwirtschaft in Rheinland-Pfalzhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/publikationen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1584/Im Jahr 2013 erzeugten die rheinland-pfälzischen Winzer 5,7 Millionen Hektoliter Weinmost. Zwei Drittel des deutschen Weins stammen aus Rheinland-Pfalz. Gut fünf Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe in Rheinland-Pfalz sind Öko-Betriebe. Diese und zahlreiche andere interessante Daten nennt die aktuell vom Statistischen Landesamt erstellte Publikation »Die Landwirtschaft 2013«. Sie liefert den Akteuren in Politik, Verwaltung und Wissenschaft, wie auch den Landwirten selbst, erneut ein umfassendes Bild über die wirtschaftlichen und sozialen Strukturen der rheinland-pfälzischen Agrarwirtschaft.Der Statistische Band »Die Landwirtschaft 2013« basiert überwiegend auf den Ergebnissen der laufenden Agrarstatistiken, sowie der Agrarstrukturerhebung 2013. Er behandelt unter anderem die Themen

    • Betriebe und Arbeitskräfte
    • Bodennutzung und Ernte
    • Weinbau
    • Gemüse- und Obstbau
    • Viehhaltung und tierische Produkte
    • Forstwirtschaft.

    Tabellen, Grafiken und Karten mit ausgewählten Zahlen zu Kreisen und Weinanbaugebieten gewähren Einblicke in die Situation der Landwirtschaft auf regionaler Ebene. Ergänzt wird das Informationsangebot durch Tabellen mit ausgewählten Daten für die Bundesländer und die EU-Mitgliedstaaten.

    Der Band kann kostenfrei als PDF-Datei (ca. 5 MB) heruntergeladen werden. Die gedruckte Fassung ist zum Preis von 11 Euro erhältlich. Bestellungen an: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Vertrieb, 56128 Bad Ems. Telefon: 02603 71-2450. Fax: 02603 71-194322. E-Mail: vertrieb(at)statistik.rlp.de

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    news-1582Tue, 16 Dec 2014 09:30:00 +0100Statistisches Jahrbuchhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/publikationen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1582/Den Menschen in Rheinland-Pfalz steht im bundesweiten Vergleich der größte Wohnraum zur Verfügung, die marginale Beschäftigung nimmt seit 2009 kontinuierlich ab und die Zahl der Verkehrstoten hat im Jahr 2013 einen neuen Tiefstand erreicht. Dies sind einige von vielen Fakten, die sich im neuen Statistischen Jahrbuch für das Land finden. Mit neuen Grafiken und Karten, erläuternden Texten und einer besseren Übersicht hat das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz sein Jahrbuch vollständig neu konzipiert. »Das Statistische Landesamt leistet als unabhängiger Informationsdienstleister einen entscheidenden Beitrag für Politik, Wirtschaft, Verwaltung und vor allem für die Bevölkerung unseres Landes«, sagte Innenminister Roger Lewentz, der zusammen mit dem Präsidenten des Statistischen Landesamtes Jörg Berres das neue Jahrbuch in Mainz vorgestellt hat. Seinem Auftrag, die erhobenen Daten in verständlicher Form aufzubereiten und zugänglich zu machen, komme das Landesamt in hervorragender Weise nach, so Lewentz.»Mit dieser Auflage wurde das Jahrbuch völlig neu konzipiert, um den Nutzerinnen und Nutzern nicht nur ein reines Tabellenwerk zu bieten, sondern sie darüber hinaus auch bei der Interpretation der Daten zu unterstützen«, erläuterte Präsident Berres. Die 27 Kapitel aus den Bereichen »Gesellschaft und Staat«, »Gesamtwirtschaft und Umwelt« sowie »Wirtschaftsbereiche« enthalten neben ausführlichen Tabellen auch Kernaussagen, Kennzahlen und Bundesländervergleiche. Wichtige Merkmale und Indikatoren werden in leicht verständlichen Grafiken und Karten erklärt. Neu sind auch die Übersichten, die die Statistiken näher erläutern und so die Nutzerfreundlichkeit deutlich erhöhen.

    Kinder, Jugendliche, Familien

    • Im Jahr 2013 wurden in Rheinland-Pfalz 31 989 Kinder geboren. In 586 000 Familien lebten Kinder. In mehr als der Hälfte der Familien gab es nur ein Kind. Bei knapp zwei Dritteln der Kinder waren beide Elternteile erwerbstätig.
    • Die rheinland-pfälzischen Jugendämter haben 2013 auf der Grundlage von Verdachtsmeldungen mehr als 5 500 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls durchgeführt. Eine akute Gefährdung lag in 15 Prozent der Fälle vor.

    Bildung

    • Im Jahr 2012 verließen in Rheinland-Pfalz 5,3 Prozent der Schülerinnen und Schüler die allgemeinbildenden Schulen ohne zumindest den Hauptschulabschluss erreicht zu haben. Nur in fünf Bundesländern war die Quote niedriger. In Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt war der Anteil mehr als doppelt so hoch.
    • Rund 26 500 neue Ausbildungsverträge wurden 2013 geschlossen. Das waren 3,7 Prozent weniger als 2003. Im Handwerk war der Rückgang überdurchschnittlich hoch; dort sank die Zahl im selben Zeitraum um 18 Prozent.

    Erwerbsleben

    • Im Jahr 2013 waren deutlich mehr Menschen erwerbstätig als noch 2003. In den zurückliegenden Jahren hat insbesondere die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zugenommen, während die marginale Beschäftigung seit 2009 sinkt.
    • Frauen verdienen durchschnittlich 22 Prozent weniger als Männer. Im Produzierenden Gewerbe verdienten Männer 2013 im Schnitt 50 200 Euro und Frauen rund 41 760 Euro. In den Dienstleistungsbereichen erhielten Männer 46 030 Euro und Frauen 38 550 Euro.

    Soziale Sicherung

    • Rund 41 630 Personen erhielten 2013 Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Das sind 17 Prozent mehr als drei Jahre zuvor. Mit dieser Hilfeleistung wird Armut verhindert, ohne dass es zu Rückgriffen auf die Einkommen der Familienmitglieder kommt.

    Justiz

    • Die Polizei registrierte 2013 mehr als 267 400 Straftaten. Davon wurden 61 Prozent aufgeklärt. Weniger als ein Prozent der Straftäter wurden zu unbedingten Freiheitsstrafen verurteilt.

    Wohnen

    • Den Menschen in Rheinland-Pfalz steht im Bundesländervergleich der größte Wohnraum zur Verfügung: Mit fast 54 Quadratmetern führt Rheinland-Pfalz die Rangliste vor dem Saarland an. In Hamburg ist der Wohnraum mit 40 Quadratmetern pro Person am kleinsten.

    Verkehr

    • Im Jahr 2013 verloren 174 Menschen ihr Leben auf den rheinland-pfälzischen Straßen. In den vergangenen zehn Jahren hat sich diese Zahl mehr als halbiert. Der traurige Höhepunkt dieser Statistik wurde 1971 mit 1 241 Verkehrstoten gemessen. Im Jahr darauf wurde die Höchstgeschwindigkeit auf Landstraßen auf 100 Kilometer in der Stunde gesenkt. Weitere Gründe für die kontinuierliche sinkende Zahl der Verkehrsopfer sind weitere Sicherheitsverbesserungen, wie z. B. die Einführung der Gurtanlegepflicht, sowie zahlreiche Verbesserungen der Sicherheitstechnik der Kraftfahrzeuge.

    Sowohl die aktuelle Ausgabe als auch ältere Publikationen des Statistischen Jahrbuchs stehen als PDF-Datei zum kostenlosen Download zur Verfügung unter www.statistik.rlp.de/veroeffentlichungen/statistisches-jahrbuch
    Mit der aktuellen Ausgabe steht erstmals eine PDF-Datei zur Verfügung, die für mobile Endgeräte optimiert ist. Die gedruckte Fassung kann zum Preis von 18 Euro einschließlich Versandkosten bestellt werden: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Vertrieb, 56128 Bad Ems, Telefon: 02603 71-2450, E-Mail: vertrieb(at)statistik.rlp.de.

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    news-1480Fri, 25 Jul 2014 10:00:00 +0200Wirtschaft 2013 stabil - Aussichten für 2014 positivhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/publikationen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1480/Die wirtschaftliche Entwicklung war im Jahr 2013 stabil. Preisbereinigt lag das Bruttoinlandsprodukt um 0,2 Prozent über seinem Vorjahreswert. Die Wirtschaftsministerin von Rheinland-Pfalz Eveline Lemke und Jörg Berres, Präsident des Statistischen Landesamtes, stellten heute in Mainz die Statistische Analyse »Die Wirtschaft in Rheinland-Pfalz 2013« vor.»Trotz der verhaltenen Entwicklung, die viel mit den Weltmärkten zu tun hat und für uns als Exportland natürlich ins Gewicht fällt, ist die Erwerbstätigkeit in Rheinland-Pfalz weiter gestiegen. Besonders erfreulich dabei, die positive Entwicklung bei sozialversicherungspflichtigen Jobs, die Menschen auch im Alter absichern«, betonte Wirtschaftsministerin Lemke. Die Zahl der Erwerbstätigen in Rheinland-Pfalz erreichte einen neuen Höchststand. Im Jahr 2013 hatten über 1,9 Millionen Menschen im Land einen Arbeitsplatz.

    Wirtschaftsministerin Lemke betonte auch, dass die langfristige Wirtschaftsentwicklung in Rheinland-Pfalz erfreulich sei. »Wir haben den enormen Einbruch der internationalen Wirtschafts- und Finanzkrise deutlich wettgemacht. Das BIP lag 2013 um 4,5 Prozent über dem Wert von 2008. Seit 2005 hat sich die Wirtschaftsleistung in Rheinland-Pfalz sogar um 11,2 Prozent verbessert. Dies ist unter allen Bundesländern der fünfthöchste Wert.«

    Die Preise sind trotz der andauernden expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank weiterhin stabil. Die Teuerungsrate lag bei 1,4 Prozent (Deutschland: plus 1,5 Prozent) und blieb deutlich unter der Zielmarke der EZB für den Euroraum (plus 2 Prozent). Als Grund gelten die rückläufigen Heizöl- und Kraftstoffpreise.

    »Die Zunahme des BIP in Rheinland-Pfalz fiel 2013 wesentlich schwächer aus als in den drei Jahren zuvor, weil die Wachstumsimpulse aus der Industrie fehlten«, erläuterte Jörg Berres. Auch die Dienstleistungsbereiche legten nur leicht zu. Durch ihr hohes Gewicht (64 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung) konnten sie aber immerhin die schrumpfende Wirtschaftsleistung im Baugewerbe sowie in der Land- und Fortwirtschaft überkompensieren.

    »Das Verarbeitende Gewerbe erzielte 2013 nur einen geringen Wertschöpfungszuwachs, weil sich das Auslandsgeschäft sehr schwach entwickelte und das Inlandsgeschäft sogar rückläufig war«, so Jörg Berres. Die Auslandsumsätze der Industrie verbesserten sich nur noch um 0,4 Prozent und damit wesentlich schwächer als 2012 (plus 3,8 Prozent). Eine Ursache hierfür liegt in der schwächeren Dynamik der Industrieproduktion in einigen für den rheinland-pfälzischen Export wichtigen Volkswirtschaften (z.B. in den USA). In der EU und im Euroraum war die Industrieproduktion sogar rückläufig (EU: minus 0,5 Prozent; Euroraum: minus 0,7 Prozent).

    Im Baugewerbe schrumpfte die Wirtschaftsleistung um 3,8 Prozent (Deutschland: minus 0,4 Prozent). Das lag vor allem am Ausbaugewerbe (Umsatz 2013: minus 7,5 Prozent; Deutschland: plus 4,1 Prozent). Das Bauhauptgewerbe verbuchte dagegen einen kräftigen Erlöszuwachs (plus 3,5 Prozent; Deutschland: plus 2,7 Prozent). Dafür sorgten vor allem gewerbliche Auftraggeber. Aber auch die Teilbereiche mit öffentlichen Auftraggebern (öffentlicher Hoch- und Tiefbau sowie Straßenbau) leisteten 2013 wieder Wachstumsbeiträge. In diesen Bereichen normalisierte sich die Entwicklung nach den kräftigen Einbußen, die sich 2012 infolge des Auslaufens des zweiten Konjunkturpakets und der anschließenden Investitionszurückhaltung der öffentlichen Hand ergeben hatten.

    Ausblick 2014

    »Für dieses Jahr ist die Wirtschaft in Rheinland-Pfalz gut gestartet. Unsere Unternehmen sind optimistisch«, so die Ministerin. So bewerteten nach der aktuellen Umfrage der IHK-Arbeitsgemeinschaft vom Frühsommer 2014 mehr als 90 Prozent der Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage als befriedigend oder gut. Der IHK-Konjunkturklimaindikator liegt bei 126 Punkten, das ist der höchste Wert seit Herbst 2011.

    »Ich bin aber nicht nur deshalb zuversichtlich für die Konjunkturentwicklung in Rheinland-Pfalz, weil die Unternehmen in ihrer Eigenbewertung so positiv gestimmt sind, sondern auch weil die Zahlen aus der amtlichen Statistik zeigen: Die guten Unternehmenserwartungen haben in der Realität tatsächlich zu einem Mehr an Umsätzen, Aufträgen und Beschäftigung geführt.« Von Januar bis Mai sei die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe preis-, kalender- und saisonbereinigt gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 1,3 Prozent gestiegen. Auch in den Dienstleistungsbereichen waren die Entwicklungen in den ersten Monaten 2014 überwiegend positiv. Besonders kräftige Erlöszuwächse gab es in den Bereichen Information und Kommunikation, Kfz-Handel sowie Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen.

    Die Veröffentlichung »Die Wirtschaft in Rheinland-Pfalz 2013« kann unter http://www.statistik.rlp.de/veroeffentlichungen/statistische-analysen/die-wirtschaft-in-rheinland-pfalz/ heruntergeladen werden oder beim Statistischen Landesamt per E-Mail vertrieb(at)statistik.rlp.de bestellt werden.

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    news-1479Wed, 23 Jul 2014 13:25:00 +0200Neu: Kommunaldatenprofil - Landkreise und ihre verbandsfreien Gemeinden und Verbandsgemeinden im Vergleichhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/publikationen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1479/Das Statistische Landesamt baut sein Regionaldatenangebot weiter aus. Präsident Jörg Berres stellte dem Statistischen Landesausschuss bei dessen Tagung in Bad Ems das »Kommunaldatenprofil« vor, das neueste Produkt aus der Reihe »Rheinland-Pfalz regional«. »Wir ergänzen das bisherige Regionaldatenangebot im Internet mit übersichtlichen Vergleichen für die Verbandsgemeinden und verbandsfreien Gemeinden unserer Landkreise. Wichtige Strukturen und Entwicklungen werden, wie das bei unseren Veröffentlichungen üblich ist, mit Grafiken leicht verständlich dargestellt«, so Berres (siehe Bild unten).Das Kommunaldatenprofil zeigt verschiedene Themenbereiche und gibt damit einen Überblick über regionale Potenziale und Strukturen. Zum Start stehen zunächst fünf Bereiche zur Verfügung. Sie informieren über Gebiet, Bevölkerung und Ergebnisse der Kommunalwahlen, über Arbeitsmarkt, Erwerbstätigkeit und Wirtschaftskraft und über Bildung und Soziales. Drei weitere Themenfelder u. a. mit Daten zur Flächennutzung, zu Wohnungen, zu Betrieben von Unternehmen, dem Tourismus, und zu den öffentlichen Finanzen sind in Vorbereitung. Thematisch interessante Ergebnisse, die nicht für Verbandsgemeinden vorliegen, sind für den Landkreis zusammengefasst.

    Beim Kommunaldatenprofil haben Nutzerinnen und Nutzer die Möglichkeit, ein Thema für einen Landkreis auszuwählen. Daneben besteht die Wahl sich alle Themen für einen Landkreis anzuschauen. Umgekehrt kann eine Datei mit einem Thema für alle Landkreise geöffnet werden. Die Ergebnisse werden wegen des großen Umfangs und der verschiedenen Darstellungsmöglichkeiten ausschließlich als PDF-Datei angeboten.

    Das Angebot finden Sie unter dem folgenden Link: http://www.statistik.rlp.de/regionaldaten/regionen-im-vergleich/verbandsgemeindeebene/

     

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    news-1384Wed, 05 Mar 2014 12:38:00 +0100Internationaler Frauentag am 8. März 2014http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/publikationen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1384/Das Statistische Landesamt in Bad Ems hat anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März das Faltblatt »Frauen in Rheinland-Pfalz» überarbeitet und aktualisiert. Diese Publikation beleuchtet die gesellschaftliche Situation der Frauen im Vergleich zu den Männern in Rheinland-Pfalz und den Frauen in Deutschland. Das Faltblatt enthält ausgewählte Daten der amtlichen Statistik zu verschiedenen Themenbereichen wie z. B. Bevölkerung, Bildung, Erwerbstätigkeit und Armutsgefährdung.- Frauen leben im Schnitt länger als Männer: Ein Mädchen, das heute in Rheinland-Pfalz geboren wird, hat eine durchschnittliche Lebenserwartung von 82,6 Jahren; bei Jungen sind es 77,9 Jahre.

    - Wenn rheinland-pfälzische Frauen einen ausländischen Ehepartner wählen, kommt dieser am häufigsten aus den USA und am zweithäufigsten aus der Türkei.

    - Frauen erzielen im Durchschnitt höhere Schulabschlüsse als Männer: Rund 36,5 Prozent der jungen Frauen verlassen die allgemeinbildenden Schulen in Rheinland-Pfalz mit der allgemeinen Hochschulreife, bei den jungen Männern sind es knapp 28 Prozent.

    - Der beliebteste Ausbildungsberuf der jungen Rheinland-Pfälzerinnen ist Bürokauffrau. Gut neun Prozent aller weiblichen Auszubildenden befinden sich in dieser Ausbildung.

    - Entscheiden sich die rheinland-pfälzischen Frauen für ein Studium, so fällt die Wahl oft auf ein Fach der »Sprach- und Kulturwissenschaften». Mehr als 34 Prozent der Studentinnen sind in dieser Fächergruppe eingeschrieben.

    - Frauen studieren schneller: Für Ihren Hochschulabschluss benötigen Frauen im Schnitt 7,7 und Männer acht Fachsemester.

    - Frauen wagen seltener den Schritt in die Selbstständigkeit als Männer: In Rheinland-Pfalz ist ein Drittel der Selbstständigen weiblich.

    - Frauen verdienen weniger als Männer: Der Verdienst der Frauen liegt in Rheinland-Pfalz um 23 Prozent unter dem Verdienst der Männer.

    - Auch beim Elterngeld liegen Frauen hinter den Männern. Der durchschnittliche Elterngeldbetrag der Mütter, die deutlich länger Elterngeld beziehen als Väter, beläuft sich auf 670 Euro, Väter erhalten monatlich rund 1.120 Euro.

    - Frauen sind häufiger von Armut bedroht: Die Armutsgefährdungsquote der rheinland-pfälzischen Frauen liegt bei 16 Prozent, die der Männer bei knapp 14 Prozent.

    - Frauen sind seltener übergewichtig als Männer: In Rheinland-Pfalz sind 45 Prozent der erwachsenen Frauen übergewichtig, bei den erwachsenen Männern sind es 62 Prozent. Untergewicht kommt dagegen häufiger bei Frauen vor: 3,5 Prozent der Frauen, aber nur 0,9 Prozent der Männer sind untergewichtig.

    - Rund 40 Prozent der Mitglieder in einem Sportverein sind weiblich. Die beliebteste Sportart bei den Frauen ist Turnen, bei den Männern Fußball.

    - In den rheinland-pfälzischen Gefängnissen sitzen 160 Frauen; das sind 5,5 Prozent aller Strafgefangenen.

    Die PDF-Datei steht zum kostenfreien Download zur Verfügung.

    Autorin: Romy Siemens (Referat Veröffentlichungen)

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    news-1354Mon, 20 Jan 2014 13:18:00 +0100Rheinland-Pfalz regionalhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/publikationen/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1354/Das Statistische Landesamt in Bad Ems hat unter dem Titel »Rheinland-Pfalz regional« die aktuelle Ausgabe der Veröffentlichung »Kreisfreie Städte und Landkreise in Rheinland-Pfalz - Ein Vergleich in Zahlen« vorgelegt. Differenzierte Regionaldaten sind unerlässlich für viele regional tätige Akteure im sozialen Gemeinwesen, in Politik, Verwaltung und Wirtschaft. Präsident Jörg Berres sieht den Nutzen von Regionalstatistiken in der Bewertung regionaler Strukturen und Entwicklungen. »Übersichten regional vergleichbarer statistischer Daten erleichtern diese Bewertung und werden von einem großen Nutzerkreis nachgefragt«, so Berres. Die Veröffentlichung enthält eine Reihe von Merkmalen, die Schwerpunkte und Potenziale aufzeigen, sowie Kennziffern zur vergleichenden Betrachtung der Regionen.

    Die Publikation mit Daten für die zwölf kreisfreien Städte und 24 Landkreise bietet Informationen in einem Querschnitt regional auswertbarer Statistiken zur Bevölkerung, Bildung und Kinderbetreuung, Pflege und medizinischen Vorsorge, zur regionalen Wirtschaftslage und zum Arbeitsmarkt bis hin zu Eckdaten der sozialen Sicherungssystemen und der öffentlichen Finanzen. Für diese Ausgabe ist hervorzuheben, dass mittlerweile viele Bevölkerungsdaten auf der Basis des Zensus 2011 fortgeschrieben sind. Auch werden erstmals in dieser Veröffentlichung die Ergebnisse zu den kommunalen Finanzen entsprechend dem doppischen Rechnungswesen dargestellt. Darüber hinaus ist in diesem Themengebiet der Schuldenbegriff neu abgegrenzt.

    Grafiken und Karten geben zu den Themen erste Einblicke, die sich mithilfe der 64 Tabellen vertiefen lassen. Eine Auswahl:

    - Jeweils mehr als 200.000 Menschen leben in den Landkreisen Mayen-Koblenz und Mainz-Bingen sowie in der Landeshauptstadt Mainz. Der bevölkerungsärmste Landkreis hat rund 61.000 Einwohner (Vulkaneifel), die kleinste kreisfreie Stadt 34.000 Einwohner (Zweibrücken).

    - Nur in der Stadt Mainz wurden 2012 mehr Menschen geboren als verstarben. Der Geburtenüberschuss lag dort bei 0,4 Geburten je 1.000 Einwohner. In den Landkreisen war ein Gestorbenenüberschuss die Regel; den geringsten Überschuss hatte mit einem Gestorbenen je 1.000 Einwohner der Landkreis Mainz-Bingen. Das ungünstigste Verhältnis von Geburten und Sterbefällen verzeichnete die Stadt Pirmasens (Gestorbenüberschuss: 7,6 Gestorbene je 1.000 Einwohner).

    - In elf Landkreisen und in der Stadt Pirmasens sind  im Jahr 2012 mehr Menschen fort- als zugezogen. Die übrigen kreisfreien Städte und Landkreise hatten positive Wanderungsbilanzen. Den größten Überschuss weist die Wanderungsbilanz der Stadt Koblenz aus.

    - In den allgemeinbildenden Schulen ist der Anteil von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund in Ludwigshafen mit fast 40 Prozent bei weitem am höchsten.

    - Der Landkreis Neuwied hält in allgemeinen Krankenhäusern 1.478 Betten vor, so viele wie kein anderer Landkreis. Mehr als 1.500 Betten werden  in vier kreisfreien Städten angeboten; darunter in Mainz über 2 000.

    - Einen Schwerpunkt im Tourismus bilden vier aneinander grenzende Landkreise im Nordwesten des Landes. Die höchste Tourismusintensität hat mit 35.500 Übernachtungen je 1.000 Einwohner der Landkreis Cochem-Zell, gefolgt von den Landkreisen Bernkastel-Wittlich (25.400), Vulkaneifel (23.000) und Ahrweiler (11.500).

    - Der Anteil der Bezieher von Arbeitslosengeld II bzw. Sozialgeld (Hartz IV) an der erwerbsfähigen Bevölkerung (15 bis unter 65 Jahre) liegt in den kreisfreien Städten deutlich höher als in den Landkreisen. Zum Stichtag 31. Dezember 2012 reichte die sogenannte SGB II-Quote in den kreisfreien Städten von 6,1 (Landau) bis 17,1 (Pirmasens) Empfängerinnen bzw. Empfängern je 100 Einwohner dieser Bevölkerungsgruppe; bei den Landkreisen lag die Spanne zwischen 2,8 (Trier-Saarburg) und 8,7 Personen (Bad Kreuznach).

    - Große Spannweiten gibt es bei den sogenannten Betreuungsquoten der unter 3-Jährigen. Dabei wird die Zahl der Kinder in einer Tageseinrichtung einschließlich der Betreuungsverhältnisse der öffentlich geförderten Kindertagespflege auf die gleichaltrige Bevölkerung am Sitz der Tageseinrichtung bezogen. Die höchste Quote zum Stand 1. März 2013 errechnet sich für den Landkreis Mainz-Bingen mit rund 40 Prozent, die niedrigste für die kreisfreie Stadt Frankenthal mit gut 17 Prozent. Für die Betreuung zweijähriger Kinder liegen die Quoten deutlich höher und erreichen in vier Landkreisen mehr als 80 Prozent.

    Die Veröffentlichung »Rheinland-Pfalz regional - Kreisfreie Städte und Landkreise in Rheinland-Pfalz - Ein Vergleich in Zahlen«, Ausgabe 2013, umfasst 152 Seiten und wird im DIN A4-Format (broschiert) zum Preis von 11,50 Euro angeboten. Als PDF-Datei kann die Veröffentlichung kostenfrei heruntergeladen werden. Auch die PDF-Dateien früherer Ausgaben stehen zum Download bereit.

    Autorin: Dr. Birgit Hübbers (Referat Analysen)

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