StLA-RP | Pressemitteilungenhttp://www.statistik.rlp.deAktuelle Pressemitteilungen des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalzde_DEStatistisches Landesamt Rheinland-PfalzTYPO3 EXT:newsnews-2933Thu, 30 Apr 2020 14:18:15 +0200Interaktive Karte zeigt Energieverbrauch in der Industrie auf Kreisebene http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/energie/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2933/Eine neue interaktive Karte, die die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder jetzt veröffentlicht haben, visualisiert den Energieverbrauch der Industrie nach Energieträgern für alle Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems verzeichnete in Rheinland-Pfalz – und auch deutschlandweit – die Stadt Ludwigshafen im Jahr 2018 mit rund 210.100 Terajoule den höchsten Energieverbrauch in der Industrie. Ludwigshafen ist ein bedeutender Standort der Chemischen Industrie ist, die zu den besonders energieintensiven Branchen zählt und vor allem Erdöl auch für nichtenergetische Zwecke in der Produktion nutzt. Mit deutlichem Abstand folgen die beiden Industriestandorte Mayen-Koblenz (13.500 Terajoule) und Germersheim (9.500 Terajoule).

Der wichtigste Energieträger in der Industrie ist Erdgas, es folgen Mineralöle bzw. Mineralölprodukte und Strom. Die rheinland-pfälzische Industrie benötigte 2018 insgesamt fast 307.600 Terajoule Energie. Das waren 5,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Der rheinland-pfälzische Anteil am bundesweiten Energieverbrauch in der Industrie belief sich auf 7,7 Prozent.

In der interaktiven Karte der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder finden sich Detailinformationen über die Aufteilung der eingesetzten Energieträger: Kohle, Heizöl, Erdgas, Erneuerbare Energien (z. B. Photovoltaik), Strom und Wärme sowie sonstige Energieträger (z.B. andere Mineralölerzeugnisse, sonstige Gase und Abfälle) nach Kreisen. Der Energieverbrauch beinhaltet sowohl den energetischen als auch den nichtenergetischen Energieverbrauch. Nichtenergetische Nutzung liegt vor, wenn Energieträger nicht als Brennstoffe eingesetzt werden, sondern beispielsweise dazu dienen, chemische Produkte wie Düngemittel oder Kunststoffe herzustellen.

Bei einzelnen Landkreisen bzw. kreisfreien Städten wird in der Karte kein Tortendiagramm gezeichnet, weil dort der Insgesamt-Wert des Energieverbrauchs der statistischen Geheimhaltung unterliegt. Auch innerhalb der Tortendiagramme gibt es Angaben, die aufgrund der statistischen Geheimhaltung nicht nachgewiesen werden. Die statistische Geheimhaltung soll sicherstellen, dass die Angaben einzelner Unternehmen, die Angaben zu der Statistik gemeldet haben, vertraulich behandelt werden und nicht identifizierbar sind. Dies ist ein im § 16 des Bundestatistikgesetzes vorgegebenes Grundprinzip der amtlichen Statistik in Deutschland.

Die Daten stammen aus der Jahreserhebung über die Energieverwendung der Betriebe des Verarbeitenden Gewer-bes sowie des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden. Befragt wurden rund 2.200 Einheiten. Der Umsatz stammt aus den regelmäßig stattfindenden Erhebungen im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und der Gewinnung von Steinen und Erden. Der Berichtskreis umfasst Betriebe dieses Wirtschaftsbereichs mit 20 und mehr Beschäftigten sowie alle produzierenden Betriebe von Mehrbetriebsunternehmen des produzierenden Gewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten, unabhängig von der Beschäftigtenzahl des jeweiligen Betriebs.

Autor: Sophia Häußler (Referat Analysen Umwelt, Nachhaltigkeit, Energie)


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news-2924Mon, 30 Mar 2020 10:34:41 +0200Analyse zur Wirtschaft in Rheinland-Pfalz 2019http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/energie/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2924/Die rheinland-pfälzische Wirtschaft konnte 2019 die positive Entwicklung der zurückliegenden Jahre nicht fortsetzen. Das Statistische Landesamt in Bad Ems hat jetzt die Analyse zur Wirtschaft im vergangenen Jahr vorgestellt. Darin wird ausführlich die Entwicklung in den Bereichen Industrie, Baugewerbe, Landwirtschaft und Dienstleistungen beschrieben. Weitere Kapitel beleuchten den Außenhandel, den Arbeitsmarkt und die Preisentwicklung.Die wichtigsten Eckpunkte werden auf einer Sonderseite kurz beschrieben. Die Analyse steht als PDF-Datei zum Download zur Verfügung.

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news-2840Mon, 11 Nov 2019 11:37:25 +0100Energieverbrauch der Industrie leicht gesunkenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/energie/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2840/Die rheinland-pfälzische Industrie benötigte im Jahr 2018 fast 85.432 Gigawattstunden Energie. Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems knapp sechs Prozent weniger als im Vorjahr. Der rheinland-pfälzische Anteil am bundesweiten Verbrauch betrug 2017 knapp acht Prozent.Die für Rheinland-Pfalz wichtige chemische Industrie ist mit gut 60.803 Gigawattstunden der Wirt-schaftszweig, der mit rund 71 Prozent den größten Anteil an der Energieverwendung hat. Bundes-weit verbrauchte diese Branche 2017 mit 326.901 Gigawattstunden ebenfalls die meiste Energie (29 Prozent am Gesamtverbrauch der Industrie). Der rheinland-pfälzische Energieverbrauch in den Wirtschaftszweigen „Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden“ bzw. „Herstellung von Papier, Pappe und Waren“ daraus beträgt mit 5.165 Gigawattstunden (sechs Prozent) bzw. 4.945 Gigawattstunden (5,8 Prozent). In Deutschland folgten auf die chemi-sche Industrie die Metallerzeugung und -bearbeitung sowie die Kokereien und Mineralöl verarbei-tenden Betriebe.

Die rheinland-pfälzische Industrie benötigte zur Erzielung von 1.000 Euro Umsatz durchschnittlich gut 807 Kilowattstunden Energie. Rechnet man die chemische Industrie heraus, ergibt sich ein Wert von etwa 325 Kilowattstunden. In Deutschland lag der Wert für die Industrie insgesamt 2017 bei rund 600 Kilowattstunden. Ohne die chemische Industrie ergibt sich ein Wert von 460 Kilowattstun-den. Die chemische Industrie in Rheinland-Pfalz benötigte für 1.000 Euro Umsatz 2.029 Kilowatt-stunden Energie. Zu berücksichtigen ist hierbei, dass insbesondere die Chemiebranche einen be-achtlichen Teil der Energieträger – z. B. Erdöl – nicht energetisch, sondern als Ausgangsstoff für Produkte nutzt. Rund 35 Prozent des Energieverbrauchs der Industrie in Rheinland-Pfalz entfällt auf diese Verwendungsform.

Wichtigster Energieträger der rheinland-pfälzischen Industrie ist Erdgas. Darauf entfielen knapp 49 Prozent des Energieverbrauchs (41.718 Gigawattstunden). Mineralöle bzw. Mineralölprodukte tru-gen 24 Prozent bei (20.395 Gigawattstunden). Der Bedarf an Strom belief sich auf rund 14.900 Gi-gawattstunden, was einem Anteil von gut 17 Prozent entsprach. Die rheinland-pfälzische Industrie erzeugt 53 Prozent ihres Stroms (7.822 Gigawattsunden) in eigenen Kraftwerken bzw. Anlagen.

1 Gigawattstunde (GWh)    = 1 Million Kilowattstunden (kWh)
1 Gigawattstunde    = 3,6 Terrajoule (TJ) = 3.600 Gigajoule (GJ)

Die Daten stammen aus der Jahreserhebung über die Energieverwendung der Betriebe des Verarbeitenden Gewer-bes sowie des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden. Befragt wurden rund 2.200 Einheiten. Der Um-satz stammt aus den regelmäßig stattfindenden Erhebungen im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und der Gewinnung von Steinen und Erden. Der Berichtskreis umfasst Betriebe dieses Wirtschaftsbereichs mit 20 und mehr Beschäftigten sowie alle produzierenden Betriebe von Mehrbetriebsunternehmen des produzierenden Gewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten, unabhängig von der Beschäftigtenzahl des jeweiligen Betriebs.

Die Erhebung erfasst alle Formen der Energieverwendung, wie Einsatzenergie (z. B. zur Elektrizitäts- und Wärmeer-zeugung) sowie die nichtenergetische Verwendung (z. B. als Rohstoff für chemische Prozesse). Soweit Energieträger als Brennstoffe zur Stromerzeugung in eigenen Anlagen der Betriebe eingesetzt werden, enthält der Gesamtenergie-verbrauch Doppelzählungen (Energiegehalt der eingesetzten Brennstoffe und des erzeugten und selbst verbrauchten Stroms).

Autor: Dr. Pascal Kremer (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

 

 

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news-2755Thu, 11 Jul 2019 11:35:24 +020050 Millionen Kilowattstunden Stromerzeugung in rheinland-pfälzischen Kläranlagen http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/energie/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2755/Die Stromerzeugung in den rheinland-pfälzischen Kläranlagen belief sich 2018 auf 50 Millionen Kilowattstunden. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, ist damit seit 2010 ein Plus von 14 Millionen Kilowattstunden zu verzeichnen.Klärgas spielt mit einem Anteil von rund 0,3 Prozent für die gesamte Stromerzeugung im Land nur eine untergeordnete Rolle. Bezogen auf die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern liegt der Anteil des aus Klärgas erzeugten Stroms im Mittel bei etwa 0,6 Prozent. Der in den Kläranlagen erzeugte Strom wird zudem nahezu vollständig (2018 zu 96 Prozent) selbst verbraucht und nicht in das öffentliche Stromnetz eingespeist.

In Rheinland-Pfalz gibt es etwa 720 Kläranlagen mit biologischer Reinigungsstufe in denen potentiell Klärgas anfällt, darunter 91 Anlagen mit Klärgasgewinnung. Vor allem die größeren Abwasserreinigungsanlagen haben die baulichen Voraussetzungen dafür, das bei der sogenannten Ausfaulung von Klärschlamm entstehende Klärgas energetisch zu nutzen. Rund 81 Prozent des im Land gewonnenen Klärgases kommt in den eigenen Stromerzeugungsanlagen der Klärwerke zum Einsatz. Bei diesen Anlagen handelt es sich insbesondere um Blockheizkraftwerke, in denen zugleich Strom und Wärme für den Eigenverbrauch der Kläranlagen produziert wird. Klärgas wird zudem auch direkt für Heiz- bzw. Antriebszwecke genutzt. Im Jahr 2018 wurden auf diese Art gut 9 Prozent der gesamten Gewinnungsmenge an Klärgas verbraucht.

Die Klärgasgewinnung belief sich 2018 auf 32,2 Millionen Kubikmeter.

Klärgas entsteht bei der Vergärung von Klärschlamm. Es enthält als energetisch wichtigste Komponente Methangas, daneben Kohlendioxid, Wasserstoff und einige Spurengase. Klärgas kann in den Klärwerken selbst zur Beheizung der Faultürme und zum Antrieb der Belüftungskompressoren eingesetzt werden, zur Strom- und Wärmeerzeugung verwendet oder an Dritte abgegeben bzw. abgefackelt werden. Zur jährlichen Erhebung der Gewinnung, Verwendung und Abgabe von Klärgas berichten die Betreiber aller kommunalen und nicht öffentlichen Kläranlagen mit Gewinnung von Klärgas.
Die Anteile an der Stromerzeugung beziehen sich auf die Strombilanz 2017.

Autor: Dr. Pascal Kremer (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

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news-2591Fri, 16 Nov 2018 12:05:24 +0100Energieverbrauch der Industrie gestiegenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/energie/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2591/Die rheinland-pfälzische Industrie benötigte im Jahr 2017 rund 90.700 Gigawattstunden Energie. Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Ein Grund für den zunehmenden Energieverbrauch dürfte die gute konjunkturelle Entwicklung sein. In Deutschland stieg die industrielle Energieverwendung nur geringfügig auf etwas mehr als 1,13 Millionen Gigawattstunden. Der rheinland-pfälzische Anteil am bundesweiten Verbrauch betrug acht Prozent.Die für Rheinland-Pfalz wichtige chemische Industrie ist mit 73 Prozent der Wirtschaftszweig mit dem größten Anteil an der Energieverwendung. Bundesweit führt diese Branche ebenfalls, allerdings mit einem deutlich geringeren Anteil von 29 Prozent. Betriebe, die sich mit der Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden befassen, sowie Betriebe, die Papier, Pappe und Waren daraus herstellen, wiesen Anteilswerte von 5,7 bzw. 5,4 Prozent auf. In Deutschland folgten auf die chemische Industrie die Metallerzeugung und -bearbeitung (23 Prozent) sowie die Kokereien und Mineralöl verarbeitenden Betriebe (zehn Prozent).

Die rheinland-pfälzische Industrie benötigte zur Erzielung von 1.000 Euro Umsatz durchschnittlich rund 910 Kilowattstunden Energie. Rechnet man die chemische Industrie heraus, ergibt sich ein Wert von knapp 360 Kilowattstunden. In Deutschland lag der Wert für die Industrie insgesamt bei rund 600 Kilowattstunden, unter Herausrechnung der Chemie ergäbe sich ein Wert von etwa 460 Kilowattstunden. Die chemische Industrie in Rheinland-Pfalz benötigte für 1.000 Euro Umsatz 2.220 Kilowattstunden Energie. Zu berücksichtigen ist hierbei, dass insbesondere die Chemiebranche einen beachtlichen Teil der Energieträger – z. B. Erdöl – nicht energetisch, sondern als Ausgangsstoff für Produkte nutzt. Mehr als ein Drittel des Energieverbrauchs (38 Prozent) der Industrie in Rheinland-Pfalz entfällt auf diese Verwendungsform.

Wichtigster Energieträger der rheinland-pfälzischen Industrie ist Erdgas. Auf ihn entfielen gut 47 Prozent des Energieverbrauchs (47.100 Gigawattstunden). Mineralöle bzw. Mineralölprodukte trugen 27 Prozent bei (24.200 Gigawattstunden). Der Bedarf an Strom belief sich auf 15.300 Gigawattstunden, was einem Anteil von 17 Prozent entsprach. Gut die Hälfte des Stroms erzeugte die Industrie in eigenen Kraftwerken bzw. Anlagen.

1 Gigawattstunde (GWh) = 1 Million Kilowattstunden (kWh)
1 Gigawattstunde = 3,6 Terrajoule (TJ) = 3.600 Gigajoule (GJ)

Die Daten stammen aus der Jahreserhebung über die Energieverwendung der Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes sowie des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden. Befragt wurden rund 2.200 Einheiten. Der Umsatz stammt aus den regelmäßig stattfindenden Erhebungen im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und der Gewinnung von Steinen und Erden. Der Berichtskreis umfasst Betriebe dieses Wirtschaftsbereichs mit 20 und mehr Beschäftigten sowie alle produzierenden Betriebe von Mehrbetriebsunternehmen des produzierenden Gewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten, unabhängig von der Beschäftigtenzahl des jeweiligen Betriebs.

Die Erhebung erfasst alle Formen der Energieverwendung, wie Einsatzenergie, (z. B. zur Elektrizitäts- und Wärmeerzeugung,) sowie die nichtenergetische Verwendung (z. B. als Rohstoff für chemische Prozesse). Soweit Energieträger als Brennstoffe zur Stromerzeugung in eigenen Anlagen der Betriebe eingesetzt werden, enthält der Gesamtenergieverbrauch Doppelzählungen (Energiegehalt der eingesetzten Brennstoffe und des erzeugten und selbst verbrauchten Stroms).

Autor: Jörg Breitenfeld (Abteilung Unternehmensstatistik, Landwirtschaft, Umwelt, Register)

 

 

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news-2564Mon, 01 Oct 2018 10:25:17 +0200Energieverbrauch und energiebedingte Kohlendioxidemissionen gegenüber Vorjahr gestiegenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/energie/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2564/Rund 643.700 Terajoule Primärenergie wurden 2016 in Rheinland-Pfalz eingesetzt. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, ist im Vergleich zum Jahr zuvor ein Anstieg von 1,5 Prozent zu verzeichnen. Gegenüber 1990 gab es einen Zuwachs von 11 Prozent. In Rheinland-Pfalz kommen hauptsächlich fossile Energieträger wie Mineralöle (40 Prozent) und Erdgas (39 Prozent) zum Einsatz. Trotz des noch hohen Anteils der fossilen Energieträger gewinnen die erneuerbaren Energien an Bedeutung: Sie trugen 2016 rund 13 Prozent zur Deckung des Primärenergieverbrauchs bei. Dies bedeutet ein leichtes Plus von 0,3 Prozentpunkten im Vergleich zu 2015 und eine Zunahme von 12 Prozentpunkten gegenüber 1990.

In Rheinland-Pfalz entstanden 2016 rund 26,6 Millionen Tonnen energiebedingte Kohlendioxidemissionen; gegenüber 2015 nahmen sie um 1,9 Prozent zu. Langfristig konnten die Kohlendioxidemissionen jedoch reduziert werden: Durch den Einsatz neuer Technologien und die zunehmende Nutzung erneuerbarer Energieträger sanken die Emissionen seit 1990 um 3,2 Prozent.
Rund 19 Prozent der Primärenergie wurde 2016 nicht zum Zweck der Energieerzeugung verwendet. Es handelt sich hierbei um die nicht-energetische industrielle Verwertung fossiler Energieträger wie Mineralöle in der für Rheinland-Pfalz bedeutsamen Chemischen Industrie. Die energetische Nutzung bei den Endverbrauchern, d. h. der Endenergieverbrauch, belief sich 2016 auf 472.600 Terajoule (plus 2,6 Prozent gegenüber 2015). Den größten Verbrauchssektor bilden die Haushalte und Kleinverbraucher. Sie verursachten 2016 rund 40 Prozent des gesamten Endenergieverbrauchs. Es folgen die beiden Verbrauchssektoren Industrie und Verkehr mit Verbrauchsanteilen von 32 bzw. 28 Prozent.

Für weitere Informationen finden Sie hier:

http://www.statistik.rlp.de/de/wirtschaftsbereiche/energie/zeitreihen-land/

http://www.lak-energiebilanzen.de/

Auf der Basis von Energiebilanzen lässt sich der Energieverbrauch in einem Land umfassend darstellen. Die Energiebilanzen erlauben Rückschlüsse auf energiewirtschaftliche Entwicklungen und geben einen Überblick über die Energieverbrauchsstrukturen in einer Volkswirtschaft. Der Energiefluss von der Erzeugung über die verschiedenen Umwandlungsstufen vom Primär- zum Endenergieverbrauch kann sowohl für fossile als auch für erneuerbare Energieträger detailliert nachvollzogen werden. Hierfür wird eine Vielzahl amtlicher und nichtamtlicher Daten (z. B. Verbandsdaten) in einem Gesamtrechenwerk verarbeitet. Für Teilbereiche sind Schätzungen notwendig. Die Ergebnisse zu den Energiebilanzen liegen derzeit frühestens 18 Monate nach Ende des Berichtsjahres vor.

Die Berechnungen zu den energiebedingten Kohlendioxidemissionen (CO2-Bilanzen) basieren auf dem Energieverbrauch aus den Energiebilanzen. Die Quellenbilanz ermöglicht Aussagen über die Gesamtmenge des im Land emittierten Kohlendioxids von der Aufkommensseite. In der CO2-Verursacherbilanz werden dagegen verwendungsseitig alle Emissionen dargestellt, die von den Endenergieverbrauchern in einem Land verursacht werden, was u. a. Emissionen für eingeführten Strom beinhaltet, aber solche für ausgeführten Strom ausschließt.

Autorin: Dr. Ninja M. Lehnert (Referat Analysen Umwelt, Nachhaltigkeit, Energie)

 

 

 

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news-2520Thu, 09 Aug 2018 11:18:41 +0200Stromerzeugung in Kläranlagen bleibt 2017 auf Vorjahresniveauhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/energie/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2520/Die Stromerzeugung in den rheinland-pfälzischen Kläranlagen belief sich 2017 auf 54 Millionen Kilowattstunden. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, entspricht dies dem Vorjahresniveau. In den zurückliegenden Jahren hat die Stromerzeugung aus Klärgas allerdings deutlich zugenommen. Seit 2010 ist ein Plus von 17 Millionen Kilowattstunden zu verzeichnen.Klärgas spielt mit einem Anteil von rund 0,3 Prozent für die gesamte Stromerzeugung im Land nur eine untergeordnete Rolle. Bezogen auf die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern liegt der Anteil des aus Klärgas erzeugten Stroms bei durchschnittlich 0,6 Prozent. Der in den Kläranlagen produzierte Strom wird zudem nahezu vollständig (2017 zu 98 Prozent) selbst verbraucht und nicht in das öffentliche Stromnetz eingespeist.

In Rheinland-Pfalz gibt es etwa 850 öffentliche und industrielle Kläranlagen, darunter 92 Anlagen mit Klärgasgewinnung. Vor allem die größeren Abwasserreinigungsanlagen haben die baulichen Voraussetzungen dafür, das bei der sogenannten Ausfaulung von Klärschlamm entstehende Klärgas energetisch zu nutzen. Rund 79 Prozent des im Land gewonnenen Klärgases kommt in den eigenen Stromerzeugungsanlagen der Klärwerke zum Einsatz. Bei diesen Anlagen handelt es sich insbesondere um Blockheizkraftwerke, in denen zugleich Strom und Wärme für den Eigenverbrauch der Kläranlagen produziert wird. Klärgas wird zudem auch direkt für Heiz- bzw. Antriebszwecke genutzt. Im Jahr 2017 wurden so 11 Prozent der gesamten Gewinnungsmenge an Klärgas verbraucht.

Die Klärgasgewinnung belief sich 2017 auf 37,8 Millionen Kubikmeter. Dies war etwas weniger als im Jahr zuvor (minus 0,7 Prozent).

Klärgas entsteht bei der Vergärung von Klärschlamm. Es enthält als energetisch wichtigste Komponente Methangas, daneben Kohlendioxid, Wasserstoff und einige Spurengase. Klärgas kann in den Klärwerken selbst zur Beheizung der Faultürme und zum Antrieb der Belüftungskompressoren eingesetzt werden, zur Strom- und Wärmeerzeugung verwendet oder an Dritte abgegeben bzw. abgefackelt werden. Zur jährlichen Erhebung der Gewinnung, Verwendung und Abgabe von Klärgas berichten die Betreiber aller kommunalen und industriellen Kläranlagen mit Gewinnung von Klärgas.

Autorin: Dr. Ninja M. Lehnert, Referat Auswertungen und Analysen Abteilung Landwirtschaft, Umwelt, Energie, Register

 

 

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news-2415Mon, 19 Mar 2018 13:56:05 +0100Mehr Beschäftigte in der Energie- und Wasserversorgunghttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/energie/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2415/Rund 9.500 Beschäftigte waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems im Jahresmittel 2017 in der rheinland-pfälzischen Energie- und Wasserversorgung beschäftigt. In den rund 170 befragten Betrieben arbeiteten 155 Beschäftigte mehr als im Jahr zuvor. Dies entspricht einem Plus von 1,7 Prozent. Im Vergleich zu 2007 sank die Zahl der Beschäftigten dagegen um 3,3 Prozent. Dieser langfristige Rückgang erklärt sich unter anderem durch Umstrukturierungen oder die Ausgliederung sonstiger Betriebsteile wie etwa den Busbetrieben.

Der Großteil der Beschäftigten ist im Bereich der Elektrizitätsversorgung tätig. Dieser umfasst die Erzeugung, die Übertragung, die Verteilung und den Handel mit Strom und hat in den vergangenen Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen: Im Jahr 2007 arbeiteten hier 46 Prozent der Beschäftigten, heute sind es bereits 57 Prozent; ihre Zahl hat gegenüber 2007 um 19 Prozent und gegenüber 2016 um 2,2 Prozent zugenommen. Von relativ hoher Bedeutung für die Branche sind auch die Gasversorger mit 19 Prozent der Beschäftigten und die Wasserversorger mit 17 Prozent.

Die Daten stammen aus dem Monatsbericht für Betriebe der Energie- und Wasserversorgung von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten. Die dargestellten Angaben basieren auf der Auswertung nach fachlichen Betriebsteilen. Der Berichtskreis setzt sich wie folgt zusammen:

- Einbetriebsunternehmen der Energie- und Wasserversorgung mit im Allgemeinen 20 und mehr tätigen Personen,

- alle Betriebe von Mehrbetriebsunternehmen der Energie- und Wasserversorgung mit im Allgemeinen 20 und mehr tätigen Personen,

- alle Betriebe mit wirtschaftlichem Schwerpunkt in der Energie- und Wasserversorgung mit im Allgemeinen 20 und mehr tätigen Personen von Mehrbetriebsunternehmen anderer Wirtschaftsbereiche.

Autor: Michael Herzig, Referat Auswertungen, Analysen A4, Abteilung Landwirtschaft, Umwelt, Energie, Register

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news-2387Fri, 02 Feb 2018 08:13:50 +0100Stromerzeugung: Anteil erneuerbarer Energieträger unverändert bei 45 Prozenthttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/energie/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2387/In Rheinland-Pfalz wurden im Jahr 2016 19,6 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt; das waren 0,5 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems lag die aus erneuerbaren Energien gewonnene Strommenge bei 8,9 Milliarden Kilowattstunden, was einem leichten Rückgang gegenüber dem Rekordjahr 2015 entspricht (minus 0,3 Prozent). Der Anteil der erneuerbaren Energien an der gesamten Bruttostromerzeugung blieb damit nahezu unverändert bei rund 45 Prozent.Der fossile Energieträger Erdgas ist mit einem Anteil von rund 48 Prozent der wichtigste Energieträger für die Stromerzeugung – wenngleich der Wert seit Jahren abnimmt. Der Anteil lag vor zehn Jahren noch bei rund 70 Prozent.

Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien hat sich dagegen in den vergangenen zehn Jahren fast verdreifacht, wobei Wind die wichtigste Rolle spielt. Im Jahr 2016 erzeugten die Windkraftanlagen 4,8 Milliarden Kilowattstunden Strom, das waren 4,7 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Aus Fotovoltaikanlagen stammten 1,7 Milliarden Kilowattstunden Strom, zwei Prozent weniger als 2015. Die Rückgänge lassen sich auch auf die Witterungsbedingungen zurückführen; das Jahr 2016 war vergleichsweise sonnen- und windschwach. Die Biomassenanlagen im Land lieferten 1,2 Milliarden Kilowattstunden und die Wasserkraftanlagen 1,1 Milliarden Kilowattstunden Strom (plus 9,1 bzw. plus 15 Prozent).

Die rheinland-pfälzische Stromerzeugung reicht trotz Ausbaus nicht aus, um den Strombedarf im Land zu decken. Der Nettostromimport belief sich 2015 auf 9,4 Milliarden Kilowattstunden, das waren 32 Prozent des in Rheinland-Pfalz verbrauchten Bruttostroms. Als Importland bezieht Rheinland-Pfalz Strom, der sowohl aus erneuerbaren als auch fossilen Quellen bzw. Kernbrennstoffen gewonnen wird.

Die Energiestatistiken bilden eine wichtige Grundlage für die Erstellung der Energiebilanz des Landes Rheinland-Pfalz. Im Rahmen der Energiebilanzerstellung wird auch der sogenannte Strommix berechnet: Hierbei wird die Stromproduktion nach Energieträgern dargestellt. Die Ergebnisse basieren auf einer vorläufigen Auswertung der Energiestatistiken.
Die Bruttostromerzeugung ist die insgesamt erzeugte Strommenge aller stromerzeugenden Anlagen in Rheinland-Pfalz. Mitenthalten sind auch der Umwandlungsausstoß und die Leitungsverluste.

Autor: Michael Herzig, Referat Auswertungen, Analysen A4, Abteilung Landwirtschaft, Umwelt, Energie, Register

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news-2328Thu, 16 Nov 2017 11:03:36 +0100Energieverbrauch der Industrie leicht gestiegenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/energie/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2328/Die rheinland-pfälzische Industrie benötigte im Jahr 2016 fast 88.462 Gigawattstunden Energie. Das war nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems rund ein Prozent mehr als im Vorjahr. In Deutschland stieg die industrielle Energieverwendung um 1,4 Prozent auf knapp 1,13 Millionen Gigawattstunden. Der rheinland-pfälzische Anteil am bundesweiten Verbrauch betrug somit knapp acht Prozent.Die für Rheinland-Pfalz wichtige chemische Industrie ist mit 72 Prozent der Wirtschaftszweig mit dem größten Anteil an der Energieverwendung. Bundesweit führt diese Branche ebenfalls, allerdings mit einem deutlich geringeren Anteil von 29 Prozent. Betriebe, die sich mit der Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden befassen, sowie Betriebe, die Papier, Pappe und Waren daraus herstellen, wiesen Anteilswerte von 5,7 bzw. 5,3 Prozent auf. In Deutschland folgten auf die chemische Industrie die Metallerzeugung und -bearbeitung (23 Prozent) sowie die Kokereien und Mineralöl verarbeitenden Betriebe (zehn Prozent).

Die rheinland-pfälzische Industrie benötigte zur Erzielung von 1.000 Euro Umsatz durchschnittlich gut 960 Kilowattstunden Energie. Rechnet man die chemische Industrie heraus, ergibt sich ein Wert von 370 Kilowattstunden. In Deutschland lag der Wert für die Industrie insgesamt bei rund 630 Kilowattstunden, unter Herausrechnung der Chemie ergäbe sich ein Wert von etwa 480 Kilowattstunden. Die chemische Industrie in Rheinland-Pfalz benötigte für 1.000 Euro Umsatz 2.470 Kilowattstunden Energie. Zu berücksichtigen ist hierbei, dass insbesondere die Chemiebranche einen beachtlichen Teil der Energieträger – z. B. Erdöl – nicht energetisch, sondern als Ausgangsstoff für Produkte nutzt. Mehr als ein Drittel des Energieverbrauchs (36 Prozent) der Industrie in Rheinland-Pfalz entfällt auf diese Verwendungsform.

Wichtigster Energieträger der rheinland-pfälzischen Industrie ist Erdgas. Auf ihn entfielen gut 49 Prozent des Energieverbrauchs (43.800 Gigawattstunden). Mineralöle bzw. Mineralölprodukte trugen 24 Prozent bei (21.300 Gigawattstunden). Der Bedarf an Strom belief sich auf 15.000 Gigawattstunden, was einem Anteil von 17 Prozent entsprach. Gut die Hälfte des Stroms erzeugte die Industrie in eigenen Kraftwerken bzw. Anlagen.

1 Gigawattstunde (GWh)    = 1 Million Kilowattstunden (kWh)
1 Gigawattstunde    = 3,6 Terrajoule (TJ) = 3.600 Gigajoule (GJ)

Die Daten stammen aus der Jahreserhebung über die Energieverwendung der Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes sowie des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden. Befragt wurden rund 2.200 Einheiten. Der Umsatz stammt aus den regelmäßig stattfindenden Erhebungen im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und der Gewinnung von Steinen und Erden. Der Berichtskreis umfasst Betriebe dieses Wirtschaftsbereichs mit 20 und mehr Beschäftigten sowie alle produzierenden Betriebe von Mehrbetriebsunternehmen des produzierenden Gewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten, unabhängig von der Beschäftigtenzahl des jeweiligen Betriebs.
Die Erhebung erfasst alle Formen der Energieverwendung, wie Einsatzenergie, (z. B. zur Elektrizitäts- und Wärmeerzeugung,) sowie die nichtenergetische Verwendung (z. B. als Rohstoff für chemische Prozesse). Soweit Energieträger als Brennstoffe zur Stromerzeugung in eigenen Anlagen der Betriebe eingesetzt werden, enthält der Gesamtenergieverbrauch Doppelzählungen (Energiegehalt der eingesetzten Brennstoffe und des erzeugten und selbst verbrauchten Stroms).

Autor: Jörg Breitenfeld (Abteilung Landwirtschaft, Umwelt, Energie, Register)

 

 

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news-2234Fri, 14 Jul 2017 10:52:26 +0200Stromerzeugung in Kläranlagen erreicht Spitzenwerthttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/energie/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2234/Die Stromerzeugung in den rheinland-pfälzischen Kläranlagen belief sich 2016 auf 54 Millionen Kilowattstunden. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz entspricht dies einem Plus von 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit erreichte die Verstromung von Klärgas erneut einen Höchststand. In Rheinland-Pfalz gibt es etwa 880 öffentliche und industrielle Kläranlagen, darunter 92 Anlagen mit Klärgasgewinnung. Vor allem die größeren Abwasserreinigungsanlagen haben die baulichen Voraussetzungen dafür, das bei der sogenannten Ausfaulung von Klärschlamm entstehende Klärgas energetisch zu nutzen. Insgesamt wurden im Jahr 2016 rund 38 Millionen Kubikmeter Klärgas gewonnen. Der überwiegende Teil (79 Prozent) wurde zur Stromerzeugung eingesetzt, 11 Prozent wurden zur Erzeugung von Wärme oder zu Antriebszwecken verwendet.

Gemessen am gesamten aus erneuerbaren Energieträgern erzeugten Strom im Land spielt Klärgas mit durchschnittlich 0,7 Prozent eine untergeordnete Rolle. Der in den Kläranlagen erzeugte Strom wurde 2016 nahezu vollständig (zu 97 Prozent) selbst verbraucht. Dennoch reicht der derzeit produzierte Eigenstrom bei weitem nicht aus, um den Strombedarf für die Reinigung der Abwässer in den Kläranlagen zu decken. Allein für die öffentlichen Kläranlagen in Rheinland-Pfalz ist ein  Strombedarf anzusetzen, der etwa vier Mal so hoch sein dürfte wie die aus Klärgas erzeugte Strommenge.

Zur jährlichen Erhebung der Gewinnung, Verwendung und Abgabe von Klärgas berichten die Betreiber aller kommunalen und industriellen Kläranlagen mit Gewinnung von Klärgas.

Autor: Gerd Kramer, Referat Auswertungen und Analysen, Abteilung Landwirtschaft, Umwelt, Energie, Register

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news-2158Fri, 17 Mar 2017 11:02:25 +0100Weniger Beschäftigte in der Energie- und Wasserversorgunghttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/energie/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2158/Die Zahl der Beschäftigten in den Unternehmen und Betrieben der rheinland-pfälzischen Energie- und Wasserversorgung ist im vergangenen Jahr leicht gesunken. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems waren 2016 durchschnittlich knapp 9.400 Personen bei den Versorgungsunternehmen beschäftigt, das waren etwa 130 oder 1,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Ergebnisse basieren auf den monatlichen Befragungen bei 179 Betrieben und Unternehmen der Energie- und Wasserversorgung in Rheinland-Pfalz, die 20 Personen und mehr beschäftigen. Zum Vergleich: Bundesweit wurden 2016 in 2.400 Betrieben rund 239.000 Beschäftigte registriert, 1,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Der Rückgang bei den Beschäftigtenzahlen vollzog sich über alle Versorgungssparten hinweg. Knapp 5.300 Personen bzw. 56 Prozent aller Beschäftigten waren 2016 in der Elektrizitätsversorgung tätig. Mit minus 0,4 Prozent war die Abnahme in diesem Bereich, der die Erzeugung, die Übertragung, die Verteilung und den Handel mit Strom umfasst,  vergleichsweise gering. Etwa 1.800 Personen (minus 1,7 Prozent) waren in der Gasversorgung, d. h. überwiegend mit der Verteilung und dem Handel von Erdgas, beschäftigt. Die Wasserversorgung (Gewinnung, Aufbereitung, Verteilung) stellten 2016 rund 1.600 Beschäftigte sicher, 0,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Seit 2010 sind in der Gasversorgung mehr Personen beschäftigt als in der Wasserversorgung. Aufgrund der vergleichsweise geringen Bedeutung der Fernwärme in Rheinland-Pfalz ist die Zahl der Beschäftigten in diesem Bereich  gering: 2016 waren es gut 400 Personen (minus 3,4 Prozent). Bei den übrigen Betriebsteilen, dazu gehören in erster Linie die Beschäftigten in Verkehrsbetrieben und Schwimmbädern, waren noch knapp 300 Personen beschäftigt. Die Beschäftigung in diesen Bereichen ist schon seit Jahren rückläufig, sie ging auch 2016 wieder stark zurück (minus 16 Prozent).

Im Durchschnitt leistete jeder Beschäftigte (Voll- und Teilzeit) monatlich 122 Arbeitsstunden. Er erzielte im Mittel einen Bruttolohn bzw. ein Gehalt von 54.400 Euro, das waren 1,6 Prozent mehr als 2015.

Die Daten stammen aus dem Monatsbericht für Betriebe der Energie- und Wasserversorgung von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten. Die dargestellten Angaben basieren auf der Auswertung nach fachlichen Betriebsteilen. Der Berichtskreis setzt sich wie folgt zusammen:
- Einbetriebsunternehmen der Energie- und Wasserversorgung mit im Allgemeinen 20 und mehr tätigen Personen,
- alle Betriebe von Mehrbetriebsunternehmen der Energie- und Wasserversorgung mit im Allgemeinen 20 und mehr tätigen Personen,
- alle Betriebe mit wirtschaftlichem Schwerpunkt in der Energie- und Wasserversorgung mit im Allgemeinen 20 und mehr tätigen Personen von Mehrbetriebsunternehmen anderer Wirtschaftsbereiche.

Autor: Gerd Kramer, Referat Auswertungen und Analysen Abteilung Landwirtschaft, Umwelt, Energie

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news-2070Thu, 17 Nov 2016 14:43:00 +0100Energieverbrauch der Industrie hat sich 2015 kaum veränderthttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/energie/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2070/Die rheinland-pfälzische Industrie benötigte im Jahr 2015 fast 87.551 Gigawattstunden Energie. Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems knapp 0,5 Prozent weniger als im Vorjahr. In Deutschland lag die industrielle Energieverwendung mit knapp 1,12 Millionen Gigawattstunden ebenfalls leicht unter dem Vorjahresniveau. Der rheinland-pfälzische Anteil am bundesweiten Verbrauch betrug somit knapp acht Prozent.Die für Rheinland-Pfalz wichtige chemische Industrie ist mit 72 Prozent der Wirtschaftszweig mit dem größten Anteil an der Energieverwendung. Bundesweit führt diese Branche ebenfalls, allerdings mit einem deutlich geringeren Anteil von 31 Prozent. Betriebe, die sich mit der Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden befassen, sowie Betriebe, die Papier, Pappe und Waren daraus herstellen, wiesen Anteilswerte von 5,5 bzw. 5,4 Prozent auf. In Deutschland folgten auf die chemische Industrie die Metallerzeugung und -bearbeitung (23 Prozent) sowie die Kokereien und Mineralöl verarbeitenden Betriebe (acht Prozent).

Die rheinland-pfälzische Industrie benötigte zur Erzielung von 1.000 Euro Umsatz durchschnittlich gut 950 Kilowattstunden Energie. Rechnet man die chemische Industrie heraus, ergibt sich ein Wert von 380 Kilowattstunden. In Deutschland lag der Wert für die Industrie insgesamt bei rund 620 Kilowattstunden, unter Herausrechnung der Chemie ergäbe sich ein Wert von etwa 470 Kilowattstunden. Die chemische Industrie in Rheinland-Pfalz benötigte für 1.000 Euro Umsatz 2.290 Kilowattstunden Energie. Zu berücksichtigen ist hierbei, dass insbesondere die Chemiebranche einen beachtlichen Teil der Energieträger – z. B. Erdöl – nicht energetisch, sondern als Ausgangsstoff für Produkte nutzt. Mehr als ein Drittel des Energieverbrauchs (37 Prozent) der Industrie in Rheinland-Pfalz entfällt auf diese Verwendungsform, in der chemischen Industrie sind es mehr als die Hälfte.

Wichtigster Energieträger der rheinland-pfälzischen Industrie ist Erdgas. Auf ihn entfielen fast 48 Prozent des Energieverbrauchs (41.900 Gigawattstunden). Mineralöle bzw. Mineralölprodukte trugen 26 Prozent bei (22.500 Gigawattstunden). Der Bedarf an Strom belief sich auf 14.900 Gigawattstunden, was einem Anteil von 17 Prozent entsprach. Gut die Hälfte des Stroms erzeugte die Industrie in eigenen Kraftwerken bzw. Anlagen.

1 Gigawattstunde (GWh) = 1 Million Kilowattstunden (kWh)
1 Gigawattstunde = 3,6 Terrajoule (TJ) = 3.600 Gigajoule (GJ)

Die Daten stammen aus der Jahreserhebung über die Energieverwendung der Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes sowie des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden. Befragt wurden rund 2.200 Einheiten. Der Umsatz stammt aus den regelmäßig stattfindenden Erhebungen im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und der Gewinnung von Steinen und Erden. Der Berichtskreis umfasst Betriebe dieses Wirtschaftsbereichs mit 20 und mehr Beschäftigten sowie alle produzierenden Betriebe von Mehrbetriebsunternehmen des produzierenden Gewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten, unabhängig von der Beschäftigtenzahl des jeweiligen Betriebs.

Die Erhebung erfasst alle Formen der Energieverwendung, wie Einsatzenergie, (z. B. zur Elektrizitäts- und Wärmeer-zeugung,) sowie die nichtenergetische Verwendung (z. B. als Rohstoff für chemische Prozesse). Soweit Energieträger als Brennstoffe zur Stromerzeugung in eigenen Anlagen der Betriebe eingesetzt werden, enthält der Gesamtenergieverbrauch Doppelzählungen (Energiegehalt der eingesetzten Brennstoffe und des erzeugten und selbst verbrauchten Stroms).

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

 

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news-1981Mon, 18 Jul 2016 09:33:00 +0200Immer mehr Kläranlagen erzeugen Klärgashttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/energie/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1981/Immer mehr Kläranlagen nutzen den im Rahmen der Abwasserreinigung anfallenden Klärschlamm zur Gewinnung von Klärgas. Im Jahr 2015 erzeugten nach Angaben des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz 92 der rund 700 Kläranlagen in Rheinland-Pfalz etwa 43 Millionen Kubikmeter Klärgas. Das waren fünf Anlagen mehr als im Jahr 2014. Etwa 68 Prozent des Klärgases nutzten die Kläranlagen zur eigenen Produktion von Strom. Gegenüber dem Vorjahr ist hierbei eine Zunahme von 8,6 Prozent auf 29,3 Millionen Kubikmeter zu verzeichnen. Eine größere Menge ist bisher noch nicht verstromt worden. Da Kläranlagen einen hohen Strombedarf haben, wird fast die gesamte Stromerzeugung von rund 51,1 Millionen Kilowattstunden selbst verbraucht. Diese Menge würde ausreichen, um rund 17.200 Haushalte mit Strom zu versorgen.

Neben der Verwendung zur Stromerzeugung wird Klärgas auch zu reinen Heizzwecken genutzt. Hierauf entfielen neun Prozent des Rohgases. Einige Kläranlagen geben Klärgas zur Energiegewinnung an Dritte ab, z. B. an Energieversorgungsunternehmen. Auf diese Verwendung entfielen zwölf Prozent.

Weitere Informationen: Statistischer Bericht (PDF-Datei)

Zur jährliche Erhebung der Gewinnung, Verwendung und Abgabe von Klärgas berichten die Betreiber aller kommunalen und industriellen Kläranlagen mit Gewinnung von Klärgas. Der Verbrauch eines Haushaltes wurde mit 3.000 KWh angenommen.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

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news-1892Wed, 23 Mar 2016 13:41:00 +0100Anteile erneuerbarer Energien nicht widersprüchlichhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/energie/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1892/„Die zahlreichen Kennzahlen bei der Diskussion um die Energiewende verlangen eine genaue Beschreibung“, so der Präsident des Statistischen Landesamtes, Jörg Berres. In Medienberichten nach der Vorlage des Energieberichts im Landtag sei teilweise der Eindruck erweckt worden, die amtliche Statistik habe widersprüchliche Daten zu diesem Bericht beigesteuert. „Die verschiedenen Anteilswerte der erneuerbaren Energien – 11, 23 und 35 Prozent – sind allesamt korrekt, haben aber unterschiedliche Bezugsgrößen; diese müssen für eine nachvollziehbare Diskussion stets mitgenannt werden,“ so Berres. Der Wert 35 Prozent ergibt sich, wenn der Anteil der erneuerbaren Energien auf die im Jahr 2013 insgesamt erzeugte Strommenge in Rheinland-Pfalz bezogen wird (Anteil der erneuerbaren Energien an der Bruttostromerzeugung). Bezieht man die Menge des in Rheinland-Pfalz „grün“ erzeugten Stroms dagegen auf die insgesamt im Land verbrauchte Strommenge, so ergibt sich ein Anteilswert von 23 Prozent. Bei der Beheizung von Gebäuden und im Verkehr spielen die erneuerbaren Energien eine vergleichsweise geringe Rolle. Deshalb ist der Anteilswert deutlich niedriger, wenn als Bezugsgröße der gesamte Energieverbrauch zugrunde gelegt wird. Der Anteil der erneuerbaren Energien als Primärenergieträger am gesamten Primärenergieverbrauch belief sich auf 11 Prozent. Zusätzlich zu den Daten aus den Energiestatistiken und gesamtwirtschaftlichen Energiebilanzrechnungen werden von verschiedener Seite auch Schätzungen und Prognosewerte veröffentlicht. Dabei gilt grundsätzlich: Bei der Verwendung von Daten und Kennzahlen zum Energieverbrauch und zur Energieproduktion ist es unbedingt notwendig, anzugeben, welche Quellen verwendet und wie die Daten zueinander in Beziehung gesetzt werden. Daneben ist immer zu benennen, welches Berichtsjahr abgebildet wird.

Den ausführlichen Textbeitrag zum Energiemonitoring und den unterschiedlichen Anteilswerten für erneuerbare Energien finden Sie hier.

Autorin: Dr. Ninja Lehnert (Referat Analysen)

Weitere Informationen: http://www.statistik.rlp.de/wirtschaft/energie/


Den Energiebericht des Landes (11. Energiebericht Rheinland-Pfalz) veröffentlicht das Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung (MWKEL) unter: https://mwkel.rlp.de/de/themen/energie-und-strahlenschutz/energiebericht/.



Ergebnisse der Energiebilanzen aller Bundesländer sind auf der Homepage des Landerarbeitskreises Energiebilanzen zu finden: www.lak-energiebilanzen.de

 

 

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news-1885Thu, 17 Mar 2016 14:02:00 +0100Zahl der Beschäftigten in der Elektrizitätsversorgung gestiegenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/energie/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1885/Knapp 9.500 Beschäftigte waren im Jahresmittel 2015 nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems in der rheinland-pfälzischen Energie- und Wasserversorgung beschäftigt. Gegenüber dem Jahr 2014 betrug der Rückgang in den 180 Betrieben von Unternehmen mit mindestens 20 tätigen Personen 2,6 Prozent. Gegenüber dem Jahr 2010 ist die Zahl der Beschäftigten fast unverändert geblieben.Der Beschäftigtenrückgang hat sich insbesondere bei den sonstigen Betriebsteilen vollzogen zu denen etwa Häfen, Bäder und Verkehrsbetriebe gehören; diese wurden vielfach aus den Unternehmen ausgegliedert. Dagegen verzeichneten die Bereich Elektrizitätsversorgung und Gasversorgung eine Zunahme der Beschäftigtenzahlen. Über die Hälfte der Beschäftigten (56 Prozent) war im Bereich Elektrizitätsversorgung tätig. Es folgte die Gasversorgung mit 19 Prozent vor der Wasserversorgung mit 17 Prozent. Auf die Wärme- und Kälteversorgung entfielen fünf Prozent. Der Beschäftigtenanteil der sonstigen Betriebsteile belief sich im Jahr 2015 noch auf 3,5 Prozent.

Im Durchschnitt leistete jeder Beschäftigte (Voll- und Teilzeit) monatlich 123 Arbeitsstunden und erzielte hierbei im Mittel einen Bruttolohn bzw. ein Gehalt von 53.500 Euro. Das waren rund 16 Prozent mehr als im Jahr 2010. Gegenüber dem Jahr 2014 betrug der Anstieg 4,3 Prozent.

Die Daten stammen aus dem Monatsbericht für Betriebe der Energie- und Wasserversorgung von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten. Die dargestellten Angaben basieren auf der Auswertung nach fachlichen Betriebsteilen. Der Berichtskreis setzt sich wie folgt zusammen:
•    Einbetriebsunternehmen der Energie- und Wasserversorgung mit im Allgemeinen 20 und mehr tätigen Personen,
•    alle Betriebe von Mehrbetriebsunternehmen der Energie- und Wasserversorgung mit im Allgemeinen 20 und mehr tätigen Personen,
•    alle Betriebe mit wirtschaftlichem Schwerpunkt in der Energie- und Wasserversorgung mit im Allgemeinen 20 und mehr tätigen Personen von Mehrbetriebsunternehmen anderer Wirtschaftsbereiche.

Autor: Jörg Breitenfeld, Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie

 

 

 

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news-1854Thu, 04 Feb 2016 09:29:00 +0100Strom aus Erneuerbaren Energien auf neuem Höchststandhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/energie/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1854/Im Jahr 2014 wurden in Rheinland-Pfalz fast sieben Milliarden Kilowattstunden Strom aus erneuerbaren Energieträgern in das Leitungsnetz eingespeist. Das stellt gegenüber dem Jahr 2013 eine Zunahme von fast neun Prozent dar. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems weiter mitteilt, entspricht das einem Pro-Kopf-Wert von gut 1.700 Kilowattstunden. Nach vorläufigen Berechnungen hatten die erneuerbaren Energien einen Anteil von etwa 39 Prozent an der gesamten rheinland-pfälzischen Stromerzeugung.

Über die Hälfte der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien stammt aus Windkraftanlagen (3,5 Milliarden Kilowattstunden). Auf Platz zwei folgen die Fotovoltaikanlagen (1,6 Milliarden Kilowattstunden) mit rund 23 Prozent. Mit Wasserkraft wurde eine Milliarde Kilowattstunden erzeugt, was einem Anteil von 15 Prozent entspricht. Die Stromerzeugung aus Biomasse kam auf 820 Millionen Kilowattstunden oder 12 Prozent.

An der Spitze der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien lag der Rhein-Hunsrück-Kreis. Hier wurden 12 Prozent der gesamten Einspeisungen – vorwiegend aus Windkraft – getätigt. Fast zehn Prozent entfielen auf den Eifelkreis Bitburg-Prüm. Der Landkreis Trier-Saarburg kam auf einen Anteilswert von knapp neun Prozent. Anteilswerte von mehr als fünf Prozent wiesen noch die Landkreise Alzey-Worms, Cochem-Zell, Bernkastel-Wittlich sowie Mainz-Bingen auf.

Bei der Windkraft zeigt sich die Bedeutung des Rhein-Hunsrück-Kreises für diesen Energieträger. Mit 21 Prozent wurde hier jede fünfte Kilowattstunde Strom aus Windkraft eingespeist. Es folgt Alzey-Worms (13 Prozent) vor den Eifelkreis Bitburg-Prüm (12 Prozent). Die Fotovoltaikanlagen sind demgegenüber gleichmäßiger im Land verteilt. Den höchsten Anteilswert weist der Eifelkreis Bitburg-Prüm mit 8,1 Prozent auf, vor den Landkreisen Trier-Saarburg (5,7 Prozent) und Bad Kreuznach (5,6 Prozent). Große Bedeutung haben in Bitburg-Prüm auch die Biomasseanlagen. Fast 17 Prozent der landesweiten Stromeinspeisungen finden in diesem Landkreis statt. Der Westerwaldkreis weist einen Anteilswert von fast 14 Prozent auf. Die Stromeinspeisung aus Wasserkraft konzentriert sich auf die Landkreise entlang der Mosel. Zwei-Drittel der Einspeisung aus Wasserkraft erfolgte in den Landkreisen Bernkastel-Wittlich, Cochem-Zell und Trier-Saarburg.

Ausführliche regionale Daten enthält der statistische Bericht: Regionale Stromeinspeisung aus erneuerbaren Energien 2014.

Grundlage für die Auswertung sind die im Internet veröffentlichten Daten zu den Netzeinspeisungen nach dem Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz – EEG). Ergänzt wurde die Stromerzeugung aus Wasserkraftwerken ab einer Leistung von 5 MW, die keine Förderung erhalten.



Gegenüber der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, wie sie in der Energiebilanz nachgewiesen wird, bestehen methodische Unterschiede, sodass eine direkte Vergleichbarkeit nicht gegeben ist. So berücksichtigt die Energiebilanz über die Wasserkraftwerke hinausgehend weitere Strommengen aus erneuerbaren Energien, die nicht nach dem EEG gefördert werden. Hierzu gehören beispielsweise die Strommengen, die aus dem biogenen Anteil der Siedlungsabfälle erzeugt werden.



Datenabruf vom 01.10.2015, http://www.amprion.net

Autor: Jörg Breitenfeld, Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie

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news-1809Fri, 20 Nov 2015 07:24:00 +0100Energieverbrauch der Industrie war 2014 leicht rückläufighttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/energie/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1809/Die rheinland-pfälzische Industrie benötigte im Jahr 2014 fast 87.967 Gigawattstunden Energie. Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems knapp 1,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Gegensatz dazu lag in Deutschland die industrielle Energieverwendung mit 1,12 Millionen Gigawattstunden auf dem Vorjahresniveau. Der rheinland-pfälzische Anteil am bundesweiten Verbrauch betrug somit knapp acht Prozent. In Rheinland-Pfalz ist die chemische Industrie mit 72 Prozent der Wirtschaftszweig mit dem größten Anteil an der Energieverwendung. Bundesweit kommt diese Branche auf einen Anteil von 31 Prozent. Betriebe, die Papier, Pappe und Waren daraus herstellen, sowie Betriebe, die sich mit der Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden befassen, wiesen jeweils einen Anteilswert von 5,5 Prozent auf. In Deutschland folgten auf die chemische Industrie die Metallerzeugung und -bearbeitung (23 Prozent) sowie die Kokereien und Mineralöl verarbeitenden Betriebe (10 Prozent).

Die rheinland-pfälzische Industrie benötigte zur Erzielung von 1.000 Euro Umsatz durchschnittlich knapp 1.000 Kilowattstunden Energie. Rechnet man die chemische Industrie heraus, ergibt sich ein Wert von 405 Kilowattstunden. In Deutschland lag der Wert für die Industrie insgesamt bei 640 Kilowattstunden, unter Herausrechnung der Chemie ergäbe sich ein Wert von 482 Kilowattstunden. Die chemische Industrie in Rheinland-Pfalz benötigte für 1.000 Euro Umsatz 2.200 Kilowattstunden Energie. Zu berücksichtigen ist hierbei, dass insbesondere die Chemiebranche einen beachtlichen Teil der Energieträger – z. B. Erdöl – nicht energetisch, sondern als Ausgangsstoff für Produkte nutzt. Mehr als ein Drittel des Energieverbrauchs (38 Prozent) der Industrie in Rheinland-Pfalz entfällt auf diese Verwendungsform, in der chemischen Industrie sind es mehr als die Hälfte.

Wichtigster Energieträger der rheinland-pfälzischen Industrie ist Erdgas. Auf ihn entfielen fast 47 Prozent des Energieverbrauchs (45.600 Gigawattstunden). Mineralöle bzw. Mineralölprodukte trugen 27 Prozent bei (23.800 Gigawattstunden). Der Bedarf an Strom belief sich auf 14.800 Gigawattstunden, was einem Anteil von 17 Prozent entsprach. Gut die Hälfte des Stroms erzeugte die Industrie in eigenen Kraftwerken bzw. Anlagen.

1 Gigawattstunde (GWh)    = 1 Million Kilowattstunden (kWh)
1 Gigawattstunde    = 3,6 Terrajoule (TJ) = 3.600 Gigajoule (GJ)

Die Daten stammen aus der Jahreserhebung über die Energieverwendung der Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes sowie des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden. Befragt wurden rund 2.200 Einheiten. Der Umsatz stammt aus den regelmäßig stattfindenden Erhebungen im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und der Gewinnung von Steinen und Erden. Der Berichtskreis umfasst Betriebe dieses Wirtschaftsbereichs mit 20 und mehr Beschäftigten sowie alle produzierenden Betriebe von Mehrbetriebsunternehmen des produzierenden Gewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten, unabhängig von der Beschäftigtenzahl des jeweiligen Betriebs.
Die Erhebung erfasst alle Formen der Energieverwendung, wie Einsatzenergie, (z. B. zur Elektrizitäts- und Wärmeerzeugung,) sowie die nichtenergetische Verwendung (z. B. als Rohstoff für chemische Prozesse). Soweit Energieträger als Brennstoffe zur Stromerzeugung in eigenen Anlagen der Betriebe eingesetzt werden, enthält der Gesamtenergieverbrauch Doppelzählungen (Energiegehalt der eingesetzten Brennstoffe und des erzeugten und selbst verbrauchten Stroms).

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

 

 

 

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news-1716Mon, 20 Jul 2015 11:45:00 +0200Immer mehr Kläranlagen erzeugen Klärgashttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/energie/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1716/Immer mehr Kläranlagen nutzen den im Rahmen der Abwasserreinigung anfallenden Klärschlamm zur Gewinnung von Klärgas. Im Jahr 2014 erzeugten nach Angaben des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz 87 der rund 700 Kläranlagen in Rheinland-Pfalz es etwa 36,9 Millionen Kubikmeter Klärgas. Das waren zwei Anlagen mehr als im Jahr 2013. Etwa 73 Prozent des Klärgases wurden zur Produktion von Strom genutzt. Gegenüber dem Vorjahr ist hierbei eine Zunahme von 4,7 Prozent auf 27 Millionen Kubikmeter zu verzeichnen. Eine größere Menge ist bisher noch nicht verstromt worden. Da Kläranlagen einen hohen Strombedarf haben, wird fast die gesamte Stromerzeugung von rund 47,1 Millionen Kilowattstunden selbst verbraucht. Diese Menge würde ausreichen, um rund 15.700 Haushalte mit Strom zu versorgen.

Neben der Verwendung zur Stromerzeugung wird Klärgas auch zu reinen Heizzwecken genutzt. Hierauf entfielen elf Prozent des Rohgases. Einige Kläranlagen geben das Klärgas auch an Energieversorgungsunternehmen ab. Auf diese Verwendung entfielen ebenfalls elf Prozent.

Weitere Informationen: Statistischer Bericht (PDF-Datei)

Zur jährliche Erhebung der Gewinnung, Verwendung und Abgabe von Klärgas berichten die Betreiber aller Kläranlagen mit Gewinnung von Klärgas. Der Verbrauch eines Haushaltes wurde mit 3.000 KWh angenommen.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

 

 

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news-1639Wed, 18 Mar 2015 11:23:00 +0100Rund 9.800 Beschäftigte in der Energie- und Wasserversorgunghttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/energie/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1639/Die Zahl der Beschäftigten in der rheinland-pfälzischen Energie- und Wasserversorgung ist in den vergangenen Jahren gesunken. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems waren im Jahresmittel 2014 in den 174 Betrieben knapp 9.800 Personen beschäftigt; das waren sechs Prozent weniger als im Jahr 2004. Gegenüber dem Jahr 2013 erhöhte sich die Zahl geringfügig um 0,7 Prozent. Über die Hälfte der Beschäftigten (54 Prozent) war im Bereich Elektrizitätsversorgung tätig. Es folgte die Gasversorgung mit knapp 20 Prozent vor der Wasserversorgung mit 17 Prozent. Auf die Wärme- und Kälteversorgung entfielen fünf Prozent. Der Beschäftigtenanteil der sonstigen Betriebsteile, zu denen beispielsweise Verkehr, Häfen und Bäder gehören, ist in den vergangenen Jahren deutlich gesunken und belief sich im Jahr 2014 noch auf  4,5 Prozent.

Im Monatsmittel leistete jeder Beschäftigte (Voll- und Teilzeit) 122 Arbeitsstunden und kam auf eine durchschnittliche Bruttolohn- bzw. -gehaltssumme von 51.000 Euro. Das waren rund 35 Prozent mehr als im Jahr 2004. Gegenüber dem Jahr 2013 betrug der Anstieg 2,2 Prozent.

Die Daten stammen aus dem Monatsbericht für Betriebe der Energie- und Wasserversorgung von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten. Die dargestellten Angaben basieren auf der Auswertung nach fachlichen Betriebsteilen. Der Berichtskreis setzt sich wie folgt zusammen:

♦ Einbetriebsunternehmen der Energie- und Wasserversorgung mit im Allgemeinen 20 und mehr tätigen Personen, unabhängig von der Beschäftigtenzahl, 

♦ alle Betriebe von Mehrbetriebsunternehmen der Energie- und Wasserversorgung mit im Allgemeinen 20 und mehr tätigen Personen,

♦ alle Betriebe mit wirtschaftlichem Schwerpunkt in der Energie- und Wasserversorgung mit im Allgemeinen 20 und mehr tätigen Personen von Mehrbetriebsunternehmen anderer Wirtschaftsbereiche.

Autor: Jörg Breitenfeld, Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie

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news-1574Wed, 03 Dec 2014 07:35:00 +0100Energieverbrauch der Industrie 2013 um knapp drei Prozent gestiegenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/energie/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1574/Die rheinland-pfälzische Industrie benötigte im Jahr 2013 fast 89.250 Gigawattstunden Energie. Das stellt nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems einen neuen Höchststand dar. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Energieverwendung um 2,9 Prozent. Im Gegensatz dazu wurde in Deutschland ein Rückgang der industriellen Energieverwendung von 2,1 Prozent auf 1,12 Millionen Gigawattstunden registriert. Der rheinland-pfälzische Anteil am bundesweiten Verbrauch stieg damit auf fast acht Prozent. Zum Vergleich: Der Anteil des Landes am deutschen Bruttoinlandsprodukt lag 2013 bei 4,4 Prozent. In Rheinland-Pfalz ist die chemische Industrie mit knapp 72 Prozent der Wirtschaftszweig mit dem größten Anteil an der Energieverwendung. Bundesweit kommt die Chemische Industrie auf einen Anteil von 30 Prozent. Die Betriebe des Wirtschaftszweigs Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden wiesen einen Anteilswert von 5,6 Prozent auf, dicht gefolgt von den Betrieben, die Papier, Pappe und Waren daraus herstellen (5,4 Prozent). In Deutschland folgten auf die chemische Industrie die Metallerzeugung und -bearbeitung (22 Prozent) sowie die Kokereien und Mineralöl verarbeitenden Betriebe (10 Prozent).

Die rheinland-pfälzische Industrie benötigte zur Erzielung von 1.000 Euro Umsatz durchschnittlich knapp 1.000 Kilowattstunden Energie. In Deutschland lag der Wert bei 640 Kilowattstunden. Die chemische Industrie in Rheinland-Pfalz kam auf einen Wert von 2.100 Kilowattstunden. Zu berücksichtigen ist hierbei, dass insbesondere die Chemische Industrie einen beachtlichen Teil der Energieträger nicht energetisch, sondern als Ausgangsstoff für Produkte nutzt. Mehr als ein Drittel des Energieverbrauchs (39 Prozent) der Industrie in Rheinland-Pfalz entfällt auf diese Verwendung.

Wichtigster Energieträger der rheinland-pfälzischen Industrie ist Erdgas. Auf ihn entfielen fast 47 Prozent des Energieverbrauchs (46.300 Gigawattstunden). Mineralöle bzw. Mineralölprodukte  trugen 27 Prozent bei (24.500 Gigawattstunden). Der Bedarf an Strom belief sich auf 14.900 Gigawattstunden, was einem Anteil von 17 Prozent entsprach. Rund 49 Prozent des Stroms wurde von der Industrie in eigenen Kraftwerken erzeugt.

1 Gigawattstunde  = 1 Million Kilowattstunden

Die Daten stammen aus der Jahreserhebung über die Energieverwendung der Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes sowie des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden. Befragt wurden rund 2.200 Einheiten. Der Umsatz stammt aus den regelmäßig stattfindenden Erhebungen im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und der Gewinnung von Steinen und Erden. Der Berichtskreis umfasst Betriebe dieses Wirtschaftsbereichs mit 20 und mehr Beschäftigten sowie alle produzierenden Betriebe von Mehrbetriebsunternehmen des produzierenden Gewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten, unabhängig von deren Beschäftigtenzahl.
Die Erhebung erfasst alle Formen der Energieverwendung, wie Einsatzenergie, (z. B. zur Elektrizitäts- und Wärmeerzeugung,) sowie die nichtenergetische Verwendung (z. B. als Rohstoff für chemische Prozesse). Soweit Energieträger als Brennstoffe zur Stromerzeugung in eigenen Anlagen der Betriebe eingesetzt werden, enthält der Gesamtenergieverbrauch Doppelzählungen (Energiegehalt der eingesetzten Brennstoffe und des erzeugten und selbst verbrauchten Stroms).

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

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news-1497Fri, 08 Aug 2014 10:57:00 +0200Kläranlagen erzeugen immer mehr Strom aus Klärgashttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/energie/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1497/Immer mehr Kläranlagen nutzen den im Rahmen der Abwasserreinigung anfallenden Klärschlamm um daraus Klärgas zu gewinnen. Im Jahr 2013 erzeugten 85 der rund 750 Kläranlagen im Land rund 39,5 Millionen Kubikmeter Klärgas. Das war soviel Klärgas wie noch nie. Gegenüber dem Vorjahr ist eine Zunahme von 1,7 Prozent zu verzeichnen. Zur eigenen Stromerzeugung wurde von den Anlagenbetreibern rund 65 Prozent des Klärgases genutzt. Da Kläranlagen einen hohen Strombedarf haben, wird fast die gesamte Stromerzeugung von 42.740.000 Kilowattstunden selbst verbraucht. Diese Menge würde ausreichen, um rund 14.200 Haushalte mit Strom zu versorgen.Neben der Verwendung zur Stromerzeugung wird Klärgas auch zu reinen Heizzwecken genutzt. Hierauf entfielen 12 Prozent des Rohgases. Einige Kläranlagen geben das Klärgas auch an Energieversorgungsunternehmen ab. Auf diese Verwendung entfielen 13 Prozent.

Die jährliche Erhebung der Gewinnung, Verwendung und Abgabe von Klärgas richtet sich an alle Kläranlagen mit Gewinnung von Klärgas.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

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news-1387Mon, 10 Mar 2014 11:29:00 +0100Zahl der Beschäftigten in der Energie- und Wasserversorgung langfristig rückläufighttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/energie/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1387/Die Zahl der Beschäftigten in der rheinland-pfälzischen Energie- und Wasserversorgung ist in den vergangenen Jahren gesunken. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems waren in den 172 Betrieben im Jahresmittel 2013 knapp 9.700 Personen beschäftigt; das waren neun Prozent weniger weniger als im Jahr 2003. Gegenüber dem Jahr 2012 erhöhte sich die Zahl geringfügig um 25 Personen. Im Monatsmittel leistete jeder Beschäftigte (Voll- und Teilzeit) 123 Arbeitsstunden und kam auf eine durchschnittliche Bruttolohn- und -gehaltssumme von 50.180 Euro. Das waren im Vergleich zum Jahr 2003 rund 31 Prozent mehr. Gegenüber dem Jahr 2012 betrug der Anstieg 2,8 Prozent.

Über die Hälfte der Beschäftigten (53 Prozent) war im Bereich Elektrizitätsversorgung tätig. Es folgte die Gasversorgung mit knapp 20 Prozent vor der Wasserversorgung mit 17 Prozent. Auf die Wärme- und Kälteversorgung entfielen fünf Prozent. Der Anteil in den sonstigen Betriebsteilen, zu denen beispielsweise Verkehr, Häfen und Bäder gehören, betrug 5,3 Prozent.

Die Daten stammen aus dem Monatsbericht für Betriebe der Energie- und Wasserversorgung von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten. Die dargestellten Angaben basieren auf der Auswertung nach fachlichen Betriebsteilen. Der Berichtskreis umfasst Einbetriebsunternehmen der Energie- und Wasserversorgung mit im Allgemeinen 20 und mehr tätigen Personen, alle Betriebe - unabhängig von der Beschäftigtenzahl – von Mehrbetriebsunternehmen der Energie- und Wasserversorgung mit im Allgemeinen 20 und mehr tätigen Personen sowie alle Betriebe mit wirtschaftlichem Schwerpunkt in der Energie- und Wasserversorgung mit im Allgemeinen 20 und mehr tätigen Personen von Mehrbetriebsunternehmen anderer Wirtschaftsbereiche.

Autor: Jörg Breitenfeld, Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie

 

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news-1371Fri, 14 Feb 2014 08:26:00 +0100Immer mehr Strom aus Windkrafthttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/energie/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1371/Im Jahr 2012 wurden in Rheinland-Pfalz knapp 2,7 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Windkraftanlagen in das Leitungsnetz eingespeist. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems weiter mitteilt, stellt das gegenüber dem Jahr 2011 eine Zunahme von 27 Prozent dar. Insgesamt wurde eine Strommenge aus erneuerbaren Energien von 5,7 Milliarden Kilowattstunden Strom eingespeist, 26 Prozent mehr als 2011. An der gesamten Einspeisung hatte die Windkraft einen Anteil von 47 Prozent. Auf die Fotovoltaik (1,1 Milliarden Kilowattstunden) entfiel ein Anteil von gut 20 Prozent. Sie liegt damit vor der Wasserkraft, die mit einer Milliarde Kilowattstunden einen Anteil von 18 Prozent erreicht. Die Stromerzeugung aus Biomasse betrug 790 Millionen Kilowattstunden oder 14 Prozent. Im Jahr 2012 wurden außerdem rund 37,7 Millionen Kilowattstunden Strom aus erneuerbaren Energien von den Produzenten selbst verbraucht.

Die Erzeugungs- bzw. Einspeiseschwerpunkte konzentrieren sich auf die windhöffigen Mittelgebirgslagen und die Flussläufe. In einigen Landesteilen, wie der Eifel, verstärken Biomasseanlagen die Schwerpunktbildung. Fast 12 Prozent der gesamten Einspeisungen entfielen im Jahr 2012 auf den Eifelkreis Bitburg-Prüm. Dort wird Strom vor allem mit Windkraft- und Biomasseanlagen erzeugt. Im Landkreis Trier-Saarburg, der auf einen Anteilswert von knapp 11 Prozent kam, stammte der größte Teil aus der Wind- und Wasserkraft. Deutlich zugelegt hat der Rhein-Hunsrück-Kreis. Hier wurden fast 10 Prozent der gesamten Einspeisungen - vorwiegend aus Windkraft - getätigt. Anteilswerte von mehr als fünf Prozent wiesen noch die Landkreise Bernkastel-Wittlich, Cochem-Zell und Alzey-Worms sowie der Westerwaldkreis auf.

Die Gesamtsumme der Vergütungen für Strom aus erneuerbaren Energien liegt für das Jahr 2012 noch nicht vor. Aus dem EEG-Statistikbericht der Bundesnetzagentur geht jedoch hervor, dass die Mindestvergütung für die Förderung der Stromeinspeisung aus Erneuerbaren Energien im Jahr 2011 in Rheinland-Pfalz 667 Millionen Euro betrug (Seite 25 des genannten Berichtes).

Grundlage für die Auswertung sind die im Internet veröffentlichten Daten zu den Netzeinspeisungen nach dem Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz - EEG). Ergänzt wurde die Stromerzeugung aus Wasserkraftwerken ab einer Leistung von 5 MW, die keine Förderung erhalten.



Datenabruf vom 7. November 2013, www.amprion.net

Autor: Jörg Breitenfeld, Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie

 

 

 

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