StLA-RP | Pressemitteilungenhttp://www.statistik.rlp.deAktuelle Pressemitteilungen des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalzde_DEStatistisches Landesamt Rheinland-PfalzTYPO3 EXT:newsnews-2934Mon, 04 May 2020 08:53:03 +0200Weinjahrgang 2019 verfehlt langjährigen Mittelwert um 5,4 Prozenthttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2934/Die Wein ausbauenden Betriebe und Kellereien in Rheinland-Pfalz erzeugten aus der Traubenernte des Jahres 2019 rund 5,5 Millionen Hektoliter Wein und Most. Wie das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz in Bad Ems mitteilt, waren das knapp 18,3 Prozent (1,2 Millionen Hektoliter) weniger als im Vorjahr. Der zehnjährige Mittelwert wurde um 5,4 Prozent verfehlt. Im Jahr 2019 wurden 22 Prozent zu Prädikats-, 73 Prozent zu Qualitäts- und 5 Prozent zu Landwein ausgebaut.Auf die Erzeugung von Weißweinen entfielen 68 Prozent (3,7 Millionen Hektoliter). Davon wurden 64 Prozent zu Qualitäts- und 30 Prozent zu Prädikatsweinen verarbeitet. Beim Rotwein wird ein deutlich höherer Anteil als Qualitätswein vermarktet; 2019 waren es 92 Prozent (1,6 Millionen Hektoliter). Insgesamt lag der Prädikatsweinanteil bei 22, der Qualitätsweinanteil bei 73 Prozent.

Mit 2,4 Millionen Hektolitern wurde 2019 im Weinanbaugebiet Rheinhessen im Rahmen der Weinmosternte bzw. Erhebung der Weinernte eine im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent reduzierte Menge eingefahren. Die Pfalz folgte mit 2,1 Millionen Hektolitern (minus 15 Prozent). An der Mosel, dem drittgrößten rheinland-pfälzischen Anbaugebiet, wurden 619.000 Hektoliter geerntet (minus 32 Prozent); an der Nahe waren es 339.000, an Ahr 33.000 und am Mittelrhein 22.000 Hektoliter. Von Rebflächen außerhalb der im Weinrecht festgelegten Weinanbaugebiete (Deutschweingebiete) wurden 2019 gut 3.100 Hektoliter geerntet (plus 32 Prozent).

Die Weinerzeugung basierte in Rheinland-Pfalz zu 99,8 Prozent auf landeseigenen Trauben. Lediglich 0,2 Prozent (11.000 Hektoliter) wurden außerhalb von Rheinland-Pfalz zugekauft. Landesintern werden vor allem von Betrieben mit Sitz im Anbaugebiet Mosel Trauben aus anderen rheinland-pfälzischen Anbaugebieten zugekauft. Elf Prozent der rheinland-pfälzischen Weinernte wurden an der Mosel eingefahren. Demgegenüber wurden 21 Prozent der rheinland-pfälzischer Weine in Betrieben dieses Anbaugebiets erzeugt.

Die Angaben basieren auf der sekundärstatistischen Auswertung der Weinerzeugungs- und Traubenerntemeldungen, die Bestandteil der bei der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz geführten EU-Weinbaukartei sind.
Deutschweingebiet: Rebflächen außerhalb der im Weinrecht festgelegten Weinanbaugebiete (Gebiete mit geschützter Ursprungsbezeichnung und Gebiete mit geschützter geographischer Angabe). Die deutschen bezeichnungsrechtlichen Vorschriften sind im Weingesetz, in der Weinverordnung und den jeweiligen Landesverordnungen der Weinbau treibenden Bundesländer geregelt.
geschützte geografische Angabe (g.g.A.) Landwein Rhein: Rebflächen innerhalb der im Weinrecht räumlich festgelegten Weinanbaugebiete (geschützte Ursprungsbezeichnung; g.U.), die unter Verwendung von Pflanzrechten aus anderen Weinanbaugebieten angepflanzt wurden.
Ein Hektoliter (hl) sind 100 Liter.

Autor: Dr. Pascal Kremer (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

 

]]>
news-2924Mon, 30 Mar 2020 10:34:41 +0200Analyse zur Wirtschaft in Rheinland-Pfalz 2019http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2924/Die rheinland-pfälzische Wirtschaft konnte 2019 die positive Entwicklung der zurückliegenden Jahre nicht fortsetzen. Das Statistische Landesamt in Bad Ems hat jetzt die Analyse zur Wirtschaft im vergangenen Jahr vorgestellt. Darin wird ausführlich die Entwicklung in den Bereichen Industrie, Baugewerbe, Landwirtschaft und Dienstleistungen beschrieben. Weitere Kapitel beleuchten den Außenhandel, den Arbeitsmarkt und die Preisentwicklung.Die wichtigsten Eckpunkte werden auf einer Sonderseite kurz beschrieben. Die Analyse steht als PDF-Datei zum Download zur Verfügung.

]]>
news-2922Fri, 27 Mar 2020 13:29:35 +0100Saisonale Helfer wichtig für die Landwirtschaft in Rheinland-Pfalz – Aktuell hauptsächlich der Gemüsebau betroffenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2922/Deutschlandweit werden zurzeit Saisonarbeitskräfte für die Landwirtschaft gesucht. Durch die Coronakrise ist die Reisefreiheit eingeschränkt und es fehlen Helfer, die bisher schwerpunktmäßig aus Osteuropa kamen. Im Jahresdurchschnitt werden in ganz Deutschland bis zu 300.000 Saisonarbeitskräfte benötigt. Bis zu 42.000 dürften es im Laufe des Jahres in Rheinland-Pfalz sein.Daten zu Arbeitskräften werden in der Agrarstatistik als Strukturdaten nur in mehrjährigen Abständen (zuletzt 2016) erhoben und nicht jährlich wie beispielsweise Ernteergebnisse oder die Bodennutzung. Danach waren 2016 im Durchschnitt 41.900 Saisonarbeitskräfte bzw. Aushilfskräfte in den landwirtschaftlichen Betrieben in Rheinland-Pfalz beschäftigt. In spezialisierten Gartenbaubetrieben waren es 17.600 und in Ackerbaubetrieben 5 100. Sie werden in diesen Betrieben überwiegend im Gemüsebau (aktuell zur Spargelernte), für Pflanzarbeiten oder zur Erdbeerernte benötigt. Weitere 16 200 entfielen im Jahr 2016 auf spezialisierte Dauerkulturbetriebe, zu denen in Rheinland-Pfalz überwiegend Weinbaubetriebe gehören. Wein und Gemüsebau sind wichtige landwirtschaftliche Produktionszweige in Rheinland-Pfalz. Im Jahr 2017 erbrachten Sie 34 bzw. 17 Prozent des gesamten landwirtschaftlichen Produktionswertes von 2.905 Millionen Euro.

Von allen Arbeitskräften in den landwirtschaftlichen Betrieben hat Rheinland- Pfalz unter den Bundesländern den höchsten Anteil an Saisonarbeitskräften. Sie machten 2016 gemessen an den in der Landwirtschaft tätigen Personen mehr als die Hälfte der Arbeitskräfte aus (Deutschland: 30 Prozent). Von allen Saisonarbeitskräften in Deutschland waren rund 15 Prozent in Rheinland-Pfalz beschäftigt. Damit zählte Rheinland-Pfalz zu den fünf Bundesländern mit dem höchsten Bedarf.

Um diesen Bedarf zu decken wurden Internetplattformen aufgebaut, die Helfer und Suchende zusammenbringen sollen: www.saisonarbeit-in-deutschland.de oder www.daslandhilft.de

Agrarstrukturerhebungen finden in mehrjährigen Abständen in landwirtschaftlichen Betrieben mit mindestens fünf Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche statt und in kleineren Betrieben, wenn sie bestimmte Kulturen auf einer Mindestfläche anbauen oder eine bestimmte Anzahl Nutztiere halten. Für den Weinbau gilt als Erfassungsgrenze z. B. eine Rebfläche von mindestens 0,5 Hektar. Die Daten zum Produktionswert in der Landwirtschaft stammen aus der regionalen landwirtschaftlichen Gesamtrechnung des Bundes und der Länder mit dem Berechnungsstand Mai 2019 für die Ergebnisse des Jahres 2017. Der angegebene Produktionswert ist bewertet zu Erzeugerpreisen.

Autorin: Dr. Birgit Hübbers

 

]]>
news-2920Tue, 24 Mar 2020 12:09:02 +0100Rucola überholt Feldsalat als anbaustärkste Salatart - Drei von Vier Radies stammen aus Rheinland-Pfalzhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2920/Im Jahr 2019 wurden in Rheinland-Pfalz in 375 Betrieben 605.000 Tonnen Freilandgemüse erzeugt. Damit lag die Ernte leicht über dem vorjährigen Aufkommen von rund 589.000 Tonnen (plus 2,7 Prozent). Auch die Anbaufläche war im Vergleich zum Vorjahr mit 19.300 Hektar um etwa 300 Hektar größer.In Rheinland-Pfalz, wie in ganz Deutschland, wird Gemüse hauptsächlich im Freiland und nur wenig in Gewächshäusern angebaut. Die Fläche unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen einschließlich Gewächshäuser beträgt in Rheinland-Pfalz 50 Hektar (plus sieben Hektar; entspricht 15 Prozent).

Die Freilanderzeugung findet schwerpunktmäßig in größeren Betrieben mit Anbauflächen für den Gemüsebau von 20 Hektar und mehr statt. 2019 machen diese Betriebe (ohne Erdbeeren) 38 Prozent der Erzeuger aus. Sie bewirtschafteten rund 93 Prozent der Fläche. Jeder dieser größeren Betriebe erzeugte im Durchschnitt auf 125 Hektar Gemüse. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem durchschnittlichen Flächenzuwachs von knapp sechs Hektar je Betrieb in dieser Größenklasse.

Von der Anbaufläche wurden knapp sieben Prozent ökologisch bewirtschaftet. 2019 entsprach dies eine Anbaufläche von 1.300 Hektar. Die Zahl der Betriebe mit ökologischem Feldgemüsebau hat gegenüber 2013 um 20 Prozent auf 60 abgenommen.

Radies wachsen auf 13 Prozent der Anbaufläche (2.500 Hektar). Damit stammen rund drei Viertel der deutschen Radiesproduktion aus Rheinland-Pfalz. Möhren und Karotten rangieren mit knapp 2.100 Hektar an zweiter, Bund- bzw. Frühlingszwiebeln mit gut 1.800 an dritter Stelle. Trockenzwiebeln wurden auf acht Prozent, Spargel auf 7,5 Prozent der Fläche angebaut. Mit knapp 700 Hektar Anbaufläche stellt Rucola 2019 erstmals die flächenmäßig bedeutendste Salatart dar und löst den Feldsalat ab. Zusammen mit den anderen angebauten Arten entfallen 16 Prozent der Anbaufläche auf Salate.

Der rheinland-pfälzische Gemüseanbau kann die Verbraucher speziell im Sommerhalbjahr mit regionalem Gemüse versorgen. Klimatisch bedingt hat der Gemüseanbau seinen regionalen Schwerpunkt in der Pfalz. Sie ist das größte geschlossene Anbaugebiet für Freilandgemüse Deutschlands. Im Vergleich der kreisfreien Städte und Landkreise dominiert der Rhein-Pfalz-Kreis. Der benachbarte Kreis Germersheim rangiert an zweiter Stelle.

Die Gemüseerhebung wird alle vier Jahre (zuletzt 2016) allgemein durchgeführt und in den Zwischenjahren repräsentativ. Die Erntemengen werden ausschließlich repräsentativ erhoben. In den Anbauflächen ist der Mehrfachanbau innerhalb eines Jahres auf derselben Grundfläche berücksichtigt (z. B. die mehrfache Nutzung einer Grundfläche durch frühe und späte Gemüsearten). Kleinere Veränderungen im Anbauumfang und den Erntemengen sind aufgrund stichprobenbedingter Fehler nur bedingt aussagekräftig.
Seit 2010 beschränkt sich die Erfassung auf landwirtschaftliche Betriebe mit Anbauflächen von mindestens 0,5 Hektar im Freiland oder mindestens 0,1 Hektar in Gewächshäusern bzw. unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen, auf denen Gemüse und/oder Erdbeeren oder deren jeweilige Jungpflanzen angebaut werden.

Autor: Dr. Pascal Kremer (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Pressearbeit während des Notbetriebs in der Pressemitteilung Nr. 46/2020 vom 23. März 2020

]]>
news-2906Fri, 28 Feb 2020 10:57:29 +0100Landwirtschaftszählung 2020 liefert aktuelle Strukturdatenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2906/Der Startschuss für die Landwirtschaftszählung 2020 ist gefallen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems werden derzeit landesweit alle rund 18.000 landwirtschaftlichen Betriebe von 170 bei den Kommunalverwaltungen eingerichteten Erhebungsstellen angeschrieben. Nur kleine Betriebe, die keine Erfassungsgrenze überschreiten, müssen den Fragenkatalog nicht bearbeiten.„Seit der letzten Zählung 2010 haben sich die strukturellen Veränderungen im Agrarsektor fortgesetzt. Die Großerhebung findet zu einem Zeitpunkt statt, zu dem rund um die Landwirtschaft kontroverse Diskussionen geführt werden und sich der Sektor in einem Umbruch befindet. Umso wichtiger ist es, mit den Ergebnissen der Landwirtschaftszählung die aktuelle Situation in der Landwirtschaft faktenbasiert aus erster Hand aufzuzeigen“, so Marcel Hürter, Präsident des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz. Er dankt den Kommunen im Land für die Unterstützung bei dieser Großzählung, die Teil des in weltweit 151 Staaten durchgeführten „Zensus der Agrarstatistik“ ist. Der Stichtag der Erhebung ist der 1. März 2020.

Wie sieht die Zukunft der rheinland-pfälzischen Landwirtschaft aus? In welchem Maße setzt sich der Strukturwandel in der Landwirtschaft fort? Wie entwickeln sich die Pachtpreise? Wie viele Arbeitskräfte sind in der Landwirtschaft beschäftigt? Auf diese und andere Fragen sollen die Daten aus der Landwirtschaftszählung Antworten ermöglichen. Dementsprechend umfasst der Fragenkatalog bekannte und in regelmäßigen Abständen erhobene Themen der Agrarstatistik wie den Anbau auf dem Ackerland, die Tierbestände oder die Eigentums- und Pachtverhältnisse in den Betrieben.

Aktuelle Fragen zu Tierwohl und Umweltschutz

Diese allgemeinen Fragen werden in zufällig ausgewählten Betrieben um weitere, aktuelle Fragenstellungen ergänzt, die sich auch auf die Bereiche Klima- und Umweltschutz sowie das Tierwohl in der Landwirtschaft erstrecken. Diese Fragen befassen sich beispielsweise mit Haltungs- und Aufstallungsformen von Rindern, Schweinen und Legehennen oder mit der Lagerung und Ausbringungstechnik von Wirtschaftsdüngern.

Die Landwirtschaftszählung erfolgt, wie alle agrarstatistischen Erhebungen jüngeren Datums, elektronisch. Das Anschreiben enthält daher als wichtigste Information für die auskunftspflichtigen Betriebe die Zugangsdaten für das Online-Meldeverfahren. Eine Meldung auf Papier erfolgt nur in absoluten Ausnahmefällen, etwa einer fehlenden Internetverbindung.

Daten zur Bodennutzung werden, soweit vorhanden, aus dem Flächennachweis, Daten zu den Viehbeständen aus dem Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere (HIT) übernommen. Rund 85 Prozent der Betriebe profitieren von diesem Rückgriff auf bereits vorhandene Verwaltungsdaten.

Auf der gemeinsamen Internetseite der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder www.landwirtschaftszaehlung2020.de wird umfassend über die Erhebung informiert.

Unterstützung bei der Beantwortung

Um die Betriebe bei der Beantwortung der teils komplexen Fragestellungen oder im Umgang mit dem elektronischen Meldeverfahren zu unterstützen, stehen während der Feldphase die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Statistischen Landesamts unter der Hotline 02603/71-1140, über agrarstruktur(at)statistik.rlp.de für Auskünfte und Hilfestellungen zur Verfügung.

Autor: Dr. Pascal Kremer (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)


]]>
news-2900Thu, 20 Feb 2020 13:13:22 +0100Viehbestände in Rheinland-Pfalz weiter rückläufighttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2900/Die Viehbestände im Land wurden im vergangenen Jahr weiter reduziert. Die Zahl der Schweine, Rinder und Schafe im November 2019 ist nach Angaben des Statistischen Landesamtes im Vergleich zum Vorjahresmonat weiter zurückgegangen.Schweine

Die Zahl der Schweine, die in gut 200 Betrieben gehalten wurden, sank von November 2018 bis November 2019 um 2,3 Prozent auf 151.900. Dies ist auf den strukturwandelbedingten Rückgang bei den Betrieben mit weniger als 500 Schweinen zurückzuführen. Die Zahl der Betriebe dieser Größenklasse sank binnen Jahresfrist um 21 Prozent. Auch die Zahl der in diesen Betrieben gehaltenen Schweine sank um knapp 19 Prozent (minus 5.200 Tiere). Demgegenüber wuchs der Bestand in Betrieben mit 500 und mehr Schweinen um 1.600 Tiere (plus 1,3 Prozent). Im gleichen Zeitraum nahm der Schweinebestand in Deutschland um zwei Prozent auf 26,1 Millionen Tiere ab. Der rheinland-pfälzische Anteil daran ist weiter rückläufig und lag zuletzt bei deutlich unter einem Prozent.

Rinder

Im November 2019 standen in Rheinland-Pfalz 329.100 Rinder, wovon knapp ein Drittel Milchkühe waren. Damit hat sich der Gesamtbestand im Vergleich zum Vorjahrsmonat um 4.000 Tiere (1,2 Prozent) reduziert. Kälber und Jungtiere mit einem Alter bis zu einem Jahr stellen mit 88.000 Tieren (27 Prozent) den zweitgrößten Anteil des Bestandes. Rheinland-Pfalz hat am deutschen Rinderbestand einen Anteil von unter drei Prozent.

Im Eifelkreis Bitburg-Prüm werden mit 26 Prozent (86.000 Tiere) die meisten Rinder des rheinland-pfälzischen Bestandes gehalten. Der Landkreis Vulkaneifel folgt mit knapp neun Prozent (28.700 Tiere) vor dem Westerwaldkreis und dem Landkreis Bernkastel-Wittlich mit jeweils rund sieben Prozent Anteil am Gesamtbestand. Die Konzentration in den nördlichen Landesteilen ist auf den mittelgebirgsgeprägten Naturraum mit entsprechend hohen Graslandanteilen zur futterbaulichen Verwendung zurückzuführen.

Schafe

Im November 2019 wurden in Rheinland-Pfalz in rund 600 Betrieben mit mindestens 20 Schafen insgesamt 67.300 Schafe gehalten. Dies entspricht einer Abnahme binnen eines Jahres um 6,1 Prozent. Mit 71 Prozent (47.600 Tiere) stellen Mutterschafe den größten Anteil. Mit knapp 400 Tieren spielen Milchschafe eine untergeordnete Rolle. 43 Prozent der Schafe stehen in Herden mit einer Größe von 50 bis 499 Tieren (28.900 Tiere). Weitere 42 Prozent stehen in Herden mit mehr als 500 Tieren (28.000 Tiere). In Deutschland gab es im November knapp 1,6 Millionen Schafe. Der Anteil der in Rheinland-Pfalz gehaltenen Schafe daran liegt bei rund vier Prozent.

Bezüglich der Rinderbestände wurde das Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere (HI-Tier) zum Stichtag 3. November 2019 ausgewertet. In diesem Register werden alle in Deutschland gehaltenen Rinder erfasst. Durch die Nutzung dieser Verwaltungsdaten müssen die Rinderhalter keine entsprechenden statistischen Meldungen mehr abgeben. Durch die Registerauswertung stehen auch regionale Ergebnisse zur Verfügung.
Die Daten zu den Schweine- und Schafbeständen stammen aus den endgültigen Ergebnissen der Erhebungen zum 3. November 2019. Hierzu wurden mittels Stichprobenerhebung landesweit rund 200 landwirtschaftliche Betriebe befragt, die mindestens 50 Schweine oder zehn Zuchtsauen hielten. Zudem wurden gut 300 Betriebe mit 20 und mehr Schafe befragt. Da es sich um Stichprobenerhebungen handelt, können die Daten nicht regionalisiert werden.

Autor: Dr. Pascal Kremer (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

]]>
news-2884Fri, 24 Jan 2020 12:12:53 +0100Zahl landwirtschaftlicher Betriebe hat sich etwa alle 20 Jahre halbierthttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2884/Im Jahr 2019 bewirtschafteten rund 16.800 landwirtschaftliche Betriebe in Rheinland-Pfalz 711.900 Hektar Fläche. Die Zahl der Betriebe bewegt sich damit nach den Ergebnissen der repräsentativ durchgeführten Bodennutzungshaupterhebung auf Vorjahresniveau. Gegenüber dem Jahr 2010 hat die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe um 18,3 Prozent abgenommen (minus 3.800 Betriebe). Langfristig halbierte sich die Zahl der Betriebe in der Vergangenheit etwa alle 20 Jahre; gegenüber 1999, als noch 35.500 auskunftspflichtige Betriebe gezählt wurden, ergibt sich ein Minus von 53 Prozent. In Deutschland bewirtschaften 2019 insgesamt 263.900 Betriebe 16,7 Millionen Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche.

Gegenüber dem Jahr 2010 hat sich die landwirtschaftlich genutzte Fläche (711.900 Hektar) nur leicht verändert. Durch den langfristigen Rückgang landwirtschaftlicher Betriebe verdoppelte sich die durchschnittlich bewirtschaftete Fläche je Betrieb in den vergangenen 20 Jahren in Rheinland-Pfalz von 20 Hektar im Jahr 1999 auf aktuell 42 Hektar (2019). Zum Vergleich: Die bundesdeutsche Betriebsgröße 2019 liegt bei rund 63 Hektar. Rheinland-Pfalz rangiert damit im Vergleich zu den anderen Flächenländern im unteren Drittel. Die im Vergleich mit den westdeutschen Flächenländern geringe Fläche je Betrieb ist hauptsächlich auf die hohe Anzahl der Weinbaubetriebe in Rheinland-Pfalz zurückzuführen.

Der stärkste Rückgang im Zeitraum 1999 bis 2019 ist mit 77 Prozent bei den Betrieben mit weniger als fünf Hektar bewirtschafteter Fläche feststellbar (minus 11.800 Betriebe). Sie stellen dennoch auch 2019 mit knapp 21 Prozent noch die größte Betriebsgruppe dar. Bundesweit beträgt der Anteil dieser Betriebe 7,1 Prozent. Der Rückgang um 4,4 Prozent bei den Betrieben in der Größenklasse 50 bis unter 100 Hektar von 2018 auf 2019 ist hauptsächlich auf Betriebsvergrößerungen zurückzuführen, durch die Betriebe in die nächste Größenklasse aufstiegen.

Die langfristige Tendenz hin zu Betrieben mit größerer Flächenausstattung hält an. 1999 bis 2019 ist die Zahl der Betriebe mit 100 Hektar und mehr von 1.200 auf 2.200  angestiegen (plus 75 Prozent).

Die Daten stammen aus der jährlich stattfindenden Bodennutzungshaupterhebung. Befragt wurden rund 6.500 landwirtschaftliche Betriebe mit fünf Hektar und mehr landwirtschaftlich genutzter Fläche bzw. Betriebe, die über bestimmte pflanzliche oder tierische Mindesterzeugungseinheiten verfügten. Die Angaben dieser Betriebe wurden zu einem Landesergebnis hochgerechnet.
Bei den Zeitreihenvergleichen sind Änderungen der unteren Erfassungsgrenzen zu beachten.

Autor: Dr. Pascal Kremer (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

Landwirtschaftliche Betriebe und landwirtschaftlich genutzte Fläche 1960 bis 20191
Landwirtschaftlich
genutzte Fläche
ha
19601979199920102018120191Veränderung
2019 zu 1999 1
%
Betriebe (Anzahl)
Unter 5109.90036.80015.4005.5003.5003.500-77,1
5 – 1035.40013.1005.3003.3002.8002.800-46,9
10 – 2019.50012.5004.9003.7003.1003.200-36,1
20 – 503.10011.0005.5003.4002.9002.900-46,3
50 – 1002001.2003.2002.6002.4002.300-28,7
100 und mehr401001.2002.0002.1002.20075,0
Insgesamt168.10074.80035.50020.60016.80016.800-52,5
Landwirtschaftlich genutzte Fläche (ha)
Unter 5226.60071.40031.00011.4007.6007.400-76,2
5 – 10253.70094.20037.80024.10020.30020.800-45,0
10 – 20261.300178.90071.30054.20044.90045.600-36,0
20 – 5082.700326.500179.600112.90092.60094.900-47,2
50 – 10016.20073.400222.600188.700168.900163.300-26,6
100 und mehr6.20016.200173.600313.900372.600379.900118,8
Insgesamt846.700760.500715.800705.200706.900711.900-0,5
1 Stichprobenerhebung

 

 

 

]]>
news-2838Fri, 08 Nov 2019 08:55:52 +0100Rund 64.400 Hektar bestockte Rebfläche in Rheinland-Pfalzhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2838/Rheinland-Pfalz verfügt aktuell – nach einer vorläufigen Auswertung der Weinbaukartei – über eine bestockte Rebfläche zur Keltertraubenproduktion von 64.423 Hektar. Die Anbaufläche nahm nach Angaben des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz gegenüber dem Vorjahr geringfügig um 153 Hektar zu (plus 0,2 Prozent). Die Keltertraubenfläche für Weißweine beträgt 46.347 Hektar (plus 0,7 Prozent) und die mit roten Rebsorten bestockte Fläche 18.076 Hektar (minus 0,9 Prozent). Damit setzte sich der Trend, dass die Winzerinnen und Winzer wieder auf weiße Rebsorten setzen, weiter fort. Rebsorten

Die weiterhin mit Abstand bedeutendste Rebsorte in Rheinland-Pfalz ist der Riesling mit 17.751 Hektar (38,3 Prozent der Weißweinrebsorten; 27,6 Prozent der gesamten bestockten Rebfläche). Das stellt einen neuen Höchststand dar. Gegenüber dem Vorjahr nahm die Fläche um 117 Hektar zu. An Fläche im Weißweinsegment verloren vor allen Müller-Thurgau, (7.315 Hektar; minus 224 Hektar), Silvaner (2.856 Hektar, minus 97 Hektar), und Kerner (1.768 Hektar; minus 92 Hektar). Mit 13,8 Prozent haben mit Sauvignon blanc bepflanzte Rebflächen von 2018 auf 2019 anteilig am stärksten zugelegt (plus 142 Hektar). Er wächst jetzt auf 1.174 Hektar. Beim Ruländer (Grauburgunder) ist mit 264 Hektar die größte absolute Zunahme der Rebfläche auf 4.329 Hektar im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Die weißen Burgundersorten wachsen inzwischen auf 9.734 Hektar oder 15,1 Prozent der bestockten Rebflächen. Die Flächenzuwächse beim Weißburgunder und Chardonnay betrugen 146 bzw. 77 Hektar. Weißburgunder wächst jetzt auf 3.504 Hektar und Chardonnay auf 1.752 Hektar. Zur weißen Burgunderfamilie gehört noch der Auxerrois (149 Hektar).

Im roten Segment wiesen nur wenige Sorten einen Flächenzuwachs auf. Mit einem Plus von 31 auf 582 Hektar war beim Merlot die größte Zunahme zu verzeichnen. Spätburgunder (4.255 Hektar) gewann sieben Hektar hinzu. Bezogen auf die Fläche verloren insbesondere Portugieser (minus 118 Hektar), Dornfelder (minus 73 Hektar) und Regent (minus 26 Hektar). Damit setzen sich die Tendenzen aus den Vorjahren fort. Dornfelder kommt noch auf ein Anbauareal von 6.937 Hektar. Die Anbauareale von Portugieser und Regent betragen 2.440 bzw. 1.316 Hektar.

Anbaugebiete

Die sechs Weinanbaugebiete des Landes weisen unterschiedliche Größen und Rebsortenspiegel auf. Die bestockte Rebfläche Rheinhessens, dem größte Anbaugebiet Deutschlands, nahm um 96 Hektar auf 26.854 Hektar zu. Die wichtigsten Rebsorten sind dort Riesling (4.854 Hektar) und Müller-Thurgau (4.085 Hektar) vor Dornfelder mit 3.344 Hektar. Die Pfalz (23.683 Hektar) konnte mit einem Rebflächenzuwachs von 129 Hektar die Anbauflächenreduzierung des Vorjahres überkompensieren. In der Pfalz liegt mit 5.894 Hektar die größte Rieslingfläche, gefolgt von Dornfelder (2.869 Hektar), Ruländer (1.830 Hektar) und Müller-Thurgau (1.808 Hektar) sowie dem Spätburgunder (1.690 Hektar). Im rheinland-pfälzischen Teil des Anbaugebiets Mosel dominiert der Riesling (5.405 Hektar). Er wächst auf rund 63 Prozent der bestockten Rebfläche von 8.588 Hektar (minus 85 Hektar). Das Weinanbaugebiet Nahe gehört mit 4.239 Hektar zu den mittelgroßen Anbaugebieten. Die führenden Rebsorten sind Riesling (1.227 Hektar), Müller-Thurgau (507 Hektar) und Dornfelder (413 Hektar). Die Weinbauregion Ahr ist bekannt für ihre Rotweine. Auf gut 82 Prozent der Anbaufläche von 562 Hektar wachsen rote Rebsorten. Angeführt wird das Sortiment vom Spätburgunder (367 Hektar). Am Mittelrhein (448 Hektar) dominiert, wie an der Mosel, der Riesling den Anbau. Sein Anteil beläuft sich dort auf 66 Prozent.

Mit dem Inkrafttreten des neuen EU-Genehmigungssystems für Rebpflanzungen zum 1. Januar 2016 ist ein kommerzieller Weinanbau im gesamten Bundesgebiet zulässig. Die Anlage von Rebflächen zur Weinerzeugung ist somit in Deutschland nicht mehr auf die 13 Weinanbaugebiete begrenzt. Der Umfang der Rebflächen, die dem sogenannten ‚Deutschweingebiet‘ angehören, beträgt derzeit in Rheinland-Pfalz rund 49 Hektar (plus 14 Hektar). Dabei handelt es sich um Rebflächen außerhalb der im Weinrecht festgelegten Weinanbaugebiete (Gebiete mit geschützter Ursprungsbezeichnung und Gebiete mit geschützter geographischer Angabe). Die deutschen bezeichnungsrechtlichen Vorschriften sind im Weingesetz, in der Weinverordnung und den jeweiligen Landesverordnungen der Weinbau treibenden Bundesländer geregelt.

Die Angaben basieren auf einer vorläufigen sekundärstatistischen Auswertung der EU-Weinbaukartei, die von der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz geführt wird. Der Rebsortenspiegel beinhaltet eine Aufstellung der angepflanzten Rebsorten einer Region, z. B. eines Bundeslandes. Hierbei wird die Rebfläche der einzelnen Sorten im Allgemeinen in Hektar (1 Hektar = 10.000 m²) angegeben. Da es sich noch um vorläufige Daten handelt, stehen Ergebnisse für Gemeinden noch nicht zur Verfügung.

Autor: Dr. Pascal Kremer (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

  

Bestockte Rebfläche für Keltertrauben 2018 und 20191 nach Rebsorten
Rebsorte2018 2019 1Veränderung 2019 zu 2018
Hektar%
Weißweinrebsorten
zusammen46.02946.3473170,7
Riesling, Weißer17.63317.7511170,7
Müller-Thurgau7.5397.315-224-3,0
Ruländer4.0654.3292646,5
Burgunder, Weißer3.3583.5041464,3
Silvaner, Grüner2.9532.856-97-3,3
Kerner1.8601.768-92-4,9
Chardonnay1.6751.752774,6
Sauvignon blanc1.0321.17414213,8
Scheurebe1.1491.143-6-0,5
Gewürztraminer731768375,1
Bacchus790766-24-3,0
Rotweinrebsorten
zusammen18.24118.076-164-0,9
Dornfelder7.0116.937-73-1,0
Spätburgunder, Blauer4.2494.25570,2
Portugieser, Blauer2.5582.440-118-4,6
Regent1.3421.316-26-1,9
Merlot551582315,7
Saint Laurent583576-7-1,2
Keltertraubensorten insgesamt64.27064.4231530,2
1 vorläufig
]]>
news-2818Fri, 27 Sep 2019 10:54:39 +0200Baumobsternte 2019 unterdurchschnittlichhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2818/Die rheinland-pfälzischen Obstbaubetriebe können dieses Jahr – nach einer ersten Bilanz des Statistischen Landesamtes in Bad Ems – eine Gesamternte von 47.000 Tonnen Baumobst einfahren. Dies entspricht einem Rückgang um ein Viertel im Vergleich zum Vorjahr. Bezogen auf den sechsjährigen Durchschnitt der Jahre 2013 bis 2018 beträgt der Minderertrag zwölf Prozent. Besonders bei der in Rheinland-Pfalz bedeutendsten Baumobstart, dem Apfel, fällt die Erntemenge relativ klein aus: Es wird von einer Gesamterntemenge von rund 21.600 Tonnen ausgegangen, das wären 44 Prozent weniger als im Jahr 2018. Rechnerisch stünden somit jedem Einwohner fünf Kilogramm Äpfel aus heimischer Erzeugung zur Verfügung; das würde rund ein Viertel des Pro-Kopf-Verbrauchs decken, der 2015/16 bei 19 Kilogramm lag.

Äpfel werden auf 1.390 Hektar angebaut. Der Hektarertrag wird auf rund 15,5 Tonnen geschätzt. Der sechsjährige Durchschnitt der Jahre 2013 bis 2018 beträgt 21,1 Tonnen je Hektar.

Nach den Feststellungen der Ernteberichterstatterinnen und -berichterstatter brachten auch die anderen Obstarten im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Gesamterntemengen. Die Birnen anbauenden Betriebe (163 Hektar) werden mit einer Erntemenge von 2.200 Tonnen ein unterdurchschnittliches Ergebnis erzielen (minus 23 Prozent im Vergleich zu 2018).  

Bei den Süß- sowie Sauerkirschen wurde für die Gesamterntemenge im Vergleich zu 2018 ein Rückgang von unter zwei Prozent ermittelt. Bezogen auf den sechsjährigen Durchschnitt der Jahre 2013 bis 2018 kann jedoch von einem Plus von 39 bzw. fünf Prozent ausgegangen werden. Süßkirschen stehen mit 653 Hektar auf dem zweiten Platz der Anbaustatistik. Die geschätzte rheinland-pfälzische Gesamterntemenge beträgt 4.500 Tonnen, der Durchschnittsertrag 6,9 Tonnen je Hektar. Auf den 562 Hektar mit Sauerkirschen wurde ein durchschnittlicher Hektarertrag von 9,3 Tonnen erzielt, der den Mittelwert der Jahre 2013 bis 2018 (8,4 Tonnen/Hektar) um knapp eine Tonne übersteigt. Die Erntemenge beläuft sich auf 5.200 Tonnen.

Die Flächenangaben beziehen sich auf die Baumobstanbauerhebung 2017.

Die Daten stammen aus der Ernte- und Betriebsberichterstattung für Baumobst. Rund 200 Landwirte berichten regelmäßig über die Wachstumsbedingungen und die Erträge von Baumobst. Die Schätzungen sind vorläufig und können je nach weiterem Witterungsverlauf mehr oder weniger von den endgültigen Ergebnissen abweichen. Quelle für Pro-Kopf-Verbrauch: Statistisches Jahrbuch über Ernährung, Landwirtschaft und Forsten 2016; Tabelle 265

Autor: Dr. Pascal Kremer (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

 

 

]]>
news-2814Wed, 25 Sep 2019 09:41:24 +0200Durchschnittliche Weinmosternte erwartethttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2814/Die Winzer in Rheinland-Pfalz erwarten in diesem Jahr eine durchschnittliche Weinmosternte. Der sehr hohe Vorjahreswert wird deutlich unterschritten. Die Ernteberichterstatterinnen und Ernteberichterstatter des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz schätzten die Erntemenge für Weinmost Ende August auf knapp 5,9 Millionen Hektoliter, das wären 14 Prozent weniger als im Rekordjahr 2018. Bei ähnlichem Witterungsverlauf wie 2018 waren in diesem Jahr regional die Bodenwasservorräte sowie die extremen sommerlichen Hitzewellen ertragslimitierende Faktoren, sodass 2019 voraussichtlich eine durchschnittliche Erntemenge eingefahren wird (Durchschnitt 2009 bis 2018: 5,8 Millionen Hektoliter).

Die Erntemenge der weißen Moste liegt nach den aktuellen Schätzungen mit 4,1 Millionen Hektoliter knapp sechs Prozent über dem Durchschnitt der Jahre 2009 bis 2018. Beim Rotmost liegt die Erntemenge mit 1,8 Millionen Hektoliter um 8,5 Prozent unter dem Niveau des langjährigen Mittels von knapp zwei Millionen Hektolitern. Zum Vorjahr beträgt der Rückgang der Erntemenge sechs Prozent.

Knapp ein Viertel der Erntemenge (1,5 Millionen Hektoliter) entfällt auf Riesling, der mit Abstand wichtigsten Rebsorte im Land. Die Erntemenge liegt knapp 17 Prozent unter der von 2018. Mit rund 0,8 Millionen Hektoliter folgen Müller-Thurgau und Dornfelder mit 0,7 Millionen Hektoliter.

Für Rheinhessen – dem größten Weinanbaugebiet Deutschlands – wurde mit 2,5 Millionen Hektoliter eine Erntemenge geschätzt, die dem langjährigen Vergleichswert entspricht. In der Pfalz wird die Erntemenge mit 2,3 Millionen Hektoliter marginal über dem Durchschnitt liegen. An der Mosel wird eine Erntemenge von 0,7 Millionen Hektoliter erwartet, das wären fast acht Prozent weniger als im langjährigen Durchschnitt und rund ein Viertel weniger als im Vorjahr.

Wegen des Termins, zu dem die Schätzungen erfolgen, sind die Ergebnisse noch mit Unsicherheiten behaftet und Veränderungen aufgrund des weiteren Witterungsverlaufs möglich.

Im Rahmen der Ernte- und Betriebsberichterstattung berichten rund 150 Ernteberichterstatterinnen und Ernteberichterstatter regelmäßig über die Wachstumsstände der Reben und die Weinmosterträge. Bei den Ertragsschätzungen wird stets davon ausgegangen, dass der weitere Witterungsverlauf keine Extreme aufweist.

Autor: Dr. Pascal Kremer (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

 

 

]]>
news-2793Fri, 23 Aug 2019 09:27:19 +0200Erste Bilanz geht von leicht überdurchschnittlicher Getreideernte aushttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2793/Nach einer ersten Erntebilanz des Statistischen Landesamtes in Bad Ems werden die rheinland-pfälzischen Landwirte im laufenden Jahr knapp 1,6 Millionen Tonnen Getreide ernten. Gegenüber der durchschnittlichen Vorjahresmenge ist eine Zunahme von 4,8 Prozent zu verzeichnen. Der Hektarertrag liegt mit sieben Tonnen knapp fünf Prozent über dem mehrjährigen Mittel. Die Trockenphasen zwischen Ende Juni und Anfang August haben in Rheinland-Pfalz regional kulturartenabhängig zu Ertragseinbußen im Getreideanbau geführt. Die Getreidebestände sind im Allgemeinen gut durch den sehr milden Winter gekommen. Aufgrund der überdurchschnittlichen Temperaturen startete das Pflanzenwachstum im Vergleich zum Vorjahr bereits im März. Die hohen Temperaturen in Verbindung mit den üppigen Niederschlagsmengen beschleunigte das Pflanzenwachstum und führten zu einer guten Vegetationsentwicklung. Auch die Folgemonate wiesen überdurchschnittliche Temperaturen auf. Rheinland-Pfalz war ab Juni ein vergleichsweise niederschlagsarmes Bundesland. In Eifel und Hunsrück fiel bundesweit am wenigsten Niederschlag. Die ungleiche Verteilung der teils unwetterartigen Niederschläge in Verbindung mit den extrem hohen Rekordtemperaturen dürfte eine wichtige Ursache für die heterogenen Getreideerträge in Rheinland-Pfalz sein.

Getreide wurde 2019 auf 223.100 Hektar angebaut, was einem Flächenzuwachs um knapp drei Prozent im Vergleich zur Vorjahresfläche entspricht. Die wichtigste Getreideart ist Winterweizen, der auf 104.700 Hektar angebaut wurde (minus 1,1 Prozent). Der Hektarertrag ist mit 7,5 Tonnen voraussichtlich gut drei Prozent höher als der sechsjährige Durchschnitt 2013 bis 2018 von 7,2 Tonnen. Die erwartete Erntemenge liegt bei 780.700 Tonnen. Damit entfällt die Hälfte der Getreideernte auf Winterweizen.

Wintergerste verzeichnet mit 42.700 Hektar im Vergleich zum Vorjahr eine Ausdehnung der Anbaufläche um knapp fünf Prozent. Damit hat sie den Winterraps als zweitwichtigste Fruchtart auf dem Ackerland abgelöst. Der durchschnittliche rheinland-pfälzische Ertrag von Wintergerste beträgt 7,7 Tonnen je Hektar und wird damit das langjährige Mittel um knapp 14 Prozent übertreffen. Somit ist mit einem Rekordertrag je Hektar zu rechnen. Wintergerste ist zudem dieses Jahr erstmals hinsichtlich des Durchschnittsertrags die vor Winterweizen stärkste Getreideart. Die für Wintergerste geschätzte Erntemenge beläuft sich auf 330.600 Tonnen (plus 19,8 Prozent). Sommergerste (38.500 Hektar) liegt mit 5,6 Tonnen je Hektar knapp drei Prozent über dem mehrjährigen Mittel. Die Erntemenge erreicht 216.000 Tonnen.

Die Anbaufläche von Winterraps ist im Vorjahresvergleich um 20 Prozent auf 36.600 Hektar zurückgegangen. Zum Zeitpunkt der Aussaat waren die Böden ausgetrocknet, sodass die Landwirte auf eine Aussaat verzichteten bzw. die Bestände lückenhaft aufliefen und später umgebrochen wurden. Der Hektarertrag liegt mit 3,6 Tonnen rund 6 Prozent unter dem mehrjährigen Durchschnitt von 3,8 Tonnen. Die Erntemenge (131.300 Tonnen) wird den langjährigen Durchschnittswert nach den aktuell vorliegenden Zahlen um 22 Prozent verfehlen.
Hinweis: Ertragsermittlungen von Futterpflanzen wie Silomais oder Grünland erfolgen erst zu einem späteren Zeitpunkt.

Die Daten stammen aus der Bodennutzungshaupterhebung, der Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung sowie der Ernte- und Betriebsberichterstattung. Bei der Besonderen Ernteermittlung wurden bisher 319 der 470 ausgewählten Getreide- und Winterrapsfelder ausgewertet. Im Rahmen der Ernte- und Betriebsberichterstattung berichten rund 280 Landwirte regelmäßig über die Wachstumsbedingungen und die Erträge von Feldfrüchten. Da noch nicht alle Proben ausgewertet werden konnten, sind die Ergebnisse noch mit Unsicherheiten behaftet; Veränderungen sind möglich.

Autor: Dr. Pascal Kremer (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

 

 

 

]]>
news-2784Wed, 14 Aug 2019 09:03:54 +0200Schweinebestand in den letzten zehn Jahren um 40 Prozent verkleinert http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2784/Der Bestand an Schweinen ist in Rheinland-Pfalz im Mai 2019 auf den niedrigsten bisher registrierten Stand gefallen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes wurden in landwirtschaftlichen Betrieben mit mindestens 50 Schweinen oder zehn Zuchtsauen Insgesamt rund 147.100 Schweine gehalten. Gegenüber dem Bestand vom Mai 2010 waren das fast 40 Prozent weniger. Rund 51 Prozent der Schweine waren Mastschweine, die am Stichtag bereits ein Lebendgewicht von wenigstens 50 Kilogramm erreicht hatten. Nur ungefähr 7 Prozent des Bestandes entfielen auf Zuchtsauen. 57 Prozent der Schweine wurde in Betrieben mit 1.000 und mehr Tieren gehalten.

Auch der rheinland-pfälzische Rinderbestand ist weiter rückläufig. 2019 umfasste er noch 330.600 Tiere. Damit hat der Rinderbestand aufgrund des Rückgangs der Rinderhaltungen seit 2010 um gut zwölf Prozent abgenommen. Binnen Jahresfrist wurden 2,8 Prozent der Haltungen komplett aufgegeben, wobei überdurchschnittlich häufig die Milcherzeugung eingestellt wurde. Die Zahl der Haltungen mit Milchkühen ging um 5,6 Prozent zurück, der Milchkuhbestand (107.100 Tiere) hat sich um 3,7 Prozent verringert. Insgesamt wurden im Mai 2019 noch 4.733 Rinderhaltungen registriert, davon 1.689 mit Milchkühen (35,7 Prozent).

Die Milchkuhhaltung ist vor allem in den Mittelgebirgslagen in Rheinland-Pfalz eine wichtige Einnahmequelle in der Landwirtschaft. Zusammen werden rund 45,4 Prozent der Milchkühe im Eifelkreis Bitburg-Prüm und im Landkreis Vulkaneifel gehalten. Vom Rinderbestand insgesamt entfallen 34,9 Prozent der Tiere auf die beiden Kreise.

Die Rinderrasse Holstein-Schwarzbunt ist mit rund 44 Prozent die am weitesten verbreitete im Land, gefolgt von den Holstein-Rotbunt (knapp elf Prozent). Beide Rassen wurden vor allem auf die Erzeugung von hohen Milchmengen gezüchtet. Die größte Bedeutung zur Fleischproduktion entfällt mit knapp zehn Prozent auf die Rasse Limousin.

In Deutschland (ohne die Stadtstaaten) werden knapp 25,9 Millionen Schweine und 11,8 Millionen Rinder gehalten. Die Schweinehaltung konzentriert sich auf die Bundesländer Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen mit zusammen etwa 58 Prozent des Gesamtbestands. Der größte Anteil der Rinderhaltung ist in Bayern mit knapp 26 Prozent des bundesdeutschen Bestands verortet. Der rheinland-pfälzische Anteil an den deutschen Beständen beträgt 0,6 Prozent bei den Schweinen und 2,8 Prozent bei den Rindern.

Für die regelmäßigen Erhebungen der Rinderbestände wird das Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere (HI-Tier) zu den Stichtagen 3. November und 3. Mai ausgewertet. Die Aufbereitung erfolgt nach Betriebsstätten. Eine Betriebsstätte repräsentiert eine eigene HI-Tier-Nummer. Ein landwirtschaftlicher Betrieb kann über mehrere Betriebsstätten verfügen.
Die Zahl der Milchkühe wird je Haltung berechnet. Basis ist die vom Betrieb angegebene Produktionsrichtung (z. B. Milchkuhhaltung oder Ammen/Mutterkuhhaltung). Bei Angabe mehrerer Produktionsrichtungen wird zusätzlich die Rasse der Kühe berücksichtigt.

Die Rinderbestände werden ebenfalls im Rahmen der mehrjährigen Strukturerhebungen aufbereitet, zuletzt bei der Agrarstrukturerhebung 2016. Von der Viehbestandserhebung Rinder unterscheidet sich die Strukturerhebung bei landwirtschaftlichen Betrieben hinsichtlich der Grundgesamtheit (Betriebsdefinition) und des Stichtages.

Bei der Schweineerhebung handelt es sich um eine Stichprobenerhebung. Zur Grundgesamtheit zählen alle landwirtschaftlichen Betriebe mit mindestens 50 Schweinen oder 10 Zuchtsauen.

Kleinere Veränderungen des Bestandes an Schweinen sind aufgrund stichprobenbedingter Fehler nur bedingt aussagekräftig.

Autor: Dr. Pascal Kremer (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

 

 

]]>
news-2768Wed, 31 Jul 2019 13:26:34 +020020 Prozent Rückgang der Winterrapsfläche – Witterungseinflüsse pausen sich auf die Ertragserwartung durchhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2768/In Rheinland-Pfalz wird in diesem Jahr voraussichtlich weniger Getreide geerntet. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes wird die Erntemenge insgesamt um 3,2 Prozent unter dem Durchschnitt der Jahre 2013 bis 2018 liegen. Ein Grund ist die Witterung, die sich auch auf die Anbaufläche auswirkt: beim Winterraps sank sie wegen der Trockenheit zum Zeitpunkt der Aussaat um ein Fünftel.Getreide zur Körnergewinnung wird auf insgesamt 233.100 Hektar angebaut, was einem Anstieg von 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Mit knapp 50 Prozent stellt Weizen die dominierende ackerbaulich genutzte Fruchtart dar, die 2019 im Anbauumfang mit 109.000 Hektar annähernd auf Vorjahresniveau liegt. Die zu erwartende Erntemenge wird auf knapp 750.000 Tonnen geschätzt – bei einem Durchschnittsertrag von knapp 69 Dezitonnen; das entspricht 50 Prozent der voraussichtlichen Gesamtgetreideernte 2019. Somit wird ein Ertragsniveau erwartet, das um vier Prozent unter dem Durchschnittsertrag 2013 bis 2018 liegt. Die heiß-trockenen Sommermonate 2019 lassen die Landwirte bei allen so genannten Sommerungen eine Reduzierung des Ertragsniveaus erwarten. Den aktuellen Einschätzungen zufolge wäre der Sommerweizen mit einem Ertragsrückgang von knapp zehn Prozent in besonderem Maße betroffen.

Die Anbaufläche für Winterraps liegt mit 36.600 Hektar um gut 20 Prozent niedriger als im Vorjahr (minus 9 200 Hektar). Ein Grund für den deutlichen Rückgang war die Trockenheit im vergangenen Jahr. Zum Zeitpunkt der Aussaat waren die Böden ausgetrocknet, sodass die Landwirte auf eine Aussaat verzichteten bzw. die Bestände lückenhaft aufliefen und später umgebrochen wurden. Das sich abzeichnende Ertragsniveau von gut 33 Dezitonnen liegt um 12,1 Prozent unter dem Durchschnitt der Jahre 2013 bis 2018. Aus der Flächenreduktion und dem niedrigen Ertragsniveau resultiert eine in Rheinland-Pfalz zu erwartende Rapserntemenge von 122.000 Tonnen (minus 28 Prozent im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2013 bis 2018).

Auch die Zuckerrübenanbaufläche (ohne Saatguterzeugung) verzeichnet mit 17.600 Hektar ein Minus von 10,6 Prozent oder 2.100 Hektar. Den skizzierten Rückgängen stehen die Anbauausdehnung von Sommergerste (plus 2.500 Hektar) und von Silo- bzw. Grünmaisanbau (plus 1.500 Hektar) im Vergleich zum Vorjahr gegenüber. Für die Sommergerste wird eine Gesamterntemenge von 211.300 Tonnen (plus 3 Prozent) erwartet. Die Hülsenfrüchte zur Körnergewinnung, die 2019 auf 6.300 Hektar angebaut werden, verzeichnen im Vorjahresvergleich einen Zuwachs von knapp 17 Prozent (entspricht 900 Hektar). Auch beim Dauergrünland ist im Vorjahresvergleich eine Flächenzunahme um 7.100 Hektar festgestellt worden (plus 3 Prozent).

Insgesamt wird in Rheinland-Pfalz auf rund 400.100 Hektar Ackerbau betrieben. Mit knapp 56 Prozent stellt das Ackerland damit den größten Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche dar. Dauerkulturen, zu denen z.B. Rebflächen und Obstanlagen gehören, beanspruchen zehn Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche. Bei den übrigen gut 34 Prozent handelt es sich um Dauergrünland.

Die Bodennutzungshaupterhebung findet jährlich als repräsentative Erhebung bei gut 6 000 landwirtschaftlichen Betrieben statt. Sie wurde in den Jahren 2010 und 2016 als Vollerhebung bei allen landwirtschaftlichen Betrieben durchgeführt. Das vorliegende Ergebnis ist noch vorläufig. Erste repräsentative Ernteergebnisse liegen Ende August vor. Veränderungsraten des Anbauumfangs sind bei manchen hier nicht dargestellten Fruchtarten aufgrund ihrer Höhe und der stichprobenbedingten Schätzfehler nur begrenzt belastbar.
Der Ernteschätzung liegen die Angaben von rund 300 ehrenamtlichen Ernteberichterstatterinnen und Ernteberichterstattern zugrunde. Sie übermitteln dem Statistischen Landesamt zu mehreren Terminen im Jahr Schätzungen der Hektarerträge. Die Ertragsschätzungen zum Berichtstermin erfolgen unter der Annahme, dass die weiteren Witterungsbedingungen denen eines normalen Jahres entsprechen. Die Schätzung der Getreideernte enthält keinen Körnermais.

Autor: Dr. Pascal Kremer (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

 

 

]]>
news-2707Wed, 08 May 2019 14:52:58 +0200Erneut mehr Schlachtschweine importierthttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2707/An den Schlachtstätten in Rheinland-Pfalz wurden im Jahr 2018 wieder relativ mehr Schweine ausländischer Herkunft gewerblich geschlachtet. Der Anteil stieg von 13 Prozent 2017 auf 16 Prozent 2018. Insgesamt wurden, zusammen mit Hauschlachtungen, 1,2 Millionen Schweine (keine Veränderung zum Vorjahr) und gut 75.000 Rinder (minus 1,0 Prozent) geschlachtet. Das waren 2,2 Prozent der bundesweit geschlachteten 60 Millionen Schweine und Rinder. Die Schlachtmenge der Schweine und Rinder lag mit 138.800 Tonnen auf Vorjahresniveau, wobei 83 Prozent auf Schweine entfielen. Im Vergleich zu 2017 sind 1.300 Mastbullen weniger (minus 6,1 Prozent) geschlachtet worden. Die Schlachtungen der Kühe bewegt sich auf Vorjahresniveau. Von den geschlachteten Rindern in Rheinland-Pfalz sind knapp 71 Prozent Kühe und weibliche Rinder.

Die Zahl der Hausschlachtungen ist weiter rückläufig; bei den Rindern lag sie um 4,5 Prozent unter dem Wert von 2017, bei den Schweinen um 7,3 Prozent. Bei Schafen gab es ein Plus von gut 100 Hausschlachtungen (plus 14 Prozent), das größtenteils auf den Anstieg der Lämmerschlachtungen zurückzuführen ist. Insgesamt wurden in Rheinland-Pfalz 1,8 Prozent der Schafe in Deutschland – überwiegend als Lämmer (91 Prozent) – und 3,3 Prozent der Ziegen geschlachtet.

Die Zahl der geschlachteten und für den menschlichen Verzehr als tauglich frei gegebenen Pferde ist im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr wieder rückläufig (minus 12 Prozent). Mit knapp 800 Tieren hat Rheinland-Pfalz zwölf Prozent Anteil der in Deutschland geschlachteten Pferde.

Eine sehr geringe Bedeutung haben in Rheinland-Pfalz Geflügelschlachtungen. Hier gibt es nur sechs von bundesweit 217 Betrieben; 2018 entfielen 41.000 der fast 710 Millionen deutschlandweiten Schlachtungen auf Rheinland-Pfalz. Geflügelschlachtungen werden nicht wie die Schlachtungen von Großtieren über die Schlachttier- und Fleischbeschau ermittelt, sondern direkt bei Geflügelschlachtereien erhoben.

Die Schlachtungsstatistik basiert auf den monatlichen Meldungen der amtlichen Veterinäre über die beschauten Schlachtungen. Der Erhebungsbereich umfasst alle durchgeführten Schlachttier- und Fleischuntersuchungen. Die für den menschlichen Verzehr als untauglich beurteilten Tiere werden in der Statistik nicht berücksichtigt.

Die Schlachtungen von Geflügel werden bei Betrieben, die nach dem EG-Hygienerecht für Geflügelschlachtungen zugelassen sind, erhoben. Unternehmen mit Betrieben in mehreren Bundesländern haben für jedes Land, in dem sie einen Betrieb haben, gesondert zu melden. Die Ergebnisse der Erhebung werden vom Statistischen Bundesamt für das Bundesgebiet und nach Bundesländern veröffentlicht, soweit dies mit den Geheimhaltungsvorschriften vereinbar ist.

Autor: Dr. Pascal Kremer (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

]]>
news-2688Fri, 29 Mar 2019 11:36:22 +0100Außergewöhnlicher Weinjahrgang 2018http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2688/Die Wein ausbauenden Betriebe und Kellereien in Rheinland-Pfalz erzeugten aus der Traubenernte des Jahres 2018 rund 6,7 Millionen Hektoliter Wein und Most. Wie das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz in Bad Ems mitteilt, waren das knapp 38 Prozent (1,8 Millionen Hektoliter) mehr als im Vorjahr. Einen mengenmäßig ähnlich außergewöhnlichen Weinjahrgang gab es zuletzt 2008 mit einer Weinerzeugung von 6,8 Millionen Hektolitern. Im Jahr 2018 wurden 27 Prozent zu Prädikats-, 66 Prozent zu Qualitäts- und 7 Prozent zu Landwein ausgebaut.Auf die Erzeugung von Weißweinen entfielen 72 Prozent (4,8 Millionen Hektoliter). Davon wurden 59 Prozent zu Qualitäts- und 33 Prozent zu Prädikatsweinen verarbeitet. Beim Rotwein wird ein deutlich höherer Anteil als Qualitätswein vermarktet; 2018 waren es 84 Prozent (1,6 Millionen Hektoliter).

Mit 2,9 Millionen Hektolitern wurde im Anbaugebiet Rheinhessen die größten Erntemengen eingefahren, gefolgt von der Pfalz mit 2,5 Millionen Hektolitern. An der Mosel, dem drittgrößten Anbaugebiet in Rheinland-Pfalz, wurden 907.000 Hektoliter geerntet. 393.000 Hektoliter wurden an der Nahe geerntet, gefolgt von der Ahr mit 48.000 Hektolitern und dem Mittelrhein mit 36.000 Hektolitern. Von Rebflächen außerhalb der im Weinrecht festgelegten Weinanbaugebiete (Deutschweingebiete) wurden 2018 gut 2.000 Hektoliter geerntet.

Die Weinerzeugung basiert in Rheinland-Pfalz zu 99,8 Prozent auf landeseigenen Trauben. Lediglich 0,2 Prozent (knapp 14.000 Hektoliter) werden außerhalb von Rheinland-Pfalz zugekauft. Landesintern werden vor allem von Betrieben mit Sitz im Anbaugebiet Mosel Trauben aus anderen rheinland-pfälzischen Anbaugebieten zugekauft. 13 Prozent der gesamten Weinernte stammt von der Mosel; demgegenüber stehen knapp 23 Prozent rheinland-pfälzischer Weinerzeugung in Betrieben in diesem Anbaugebiet.

In den vergangenen zehn Jahren konnten unter den bedeutenden Weißweinen die Rebsorten Chardonnay und Sauvignon blanc hinsichtlich der Ertragsrebfläche und dadurch bedingt auch hinsichtlich der Erntemenge besonders stark zulegen. Im Zeitraum 2009 bis 2018 stieg die Erntemenge für Chardonnay in Reinland-Pfalz um 102.000 Hektoliter (plus 141 Prozent) auf 175.000 Hektoliter an. Der größte Anteil des Zuwachses entfällt auf die Anbaugebiete Rheinhessen und Pfalz. Prozentual noch deutlicher ausgeprägt ist im gleichen Zeitraum der Anstieg beim Sauvignon blanc: Hier beträgt der Zuwachs der Erntemenge 381 Prozent (69 000 Hektoliter); 2018 wurden 87.000 Hektoliter geerntet.

Die Angaben basieren auf der sekundärstatistischen Auswertung der Weinerzeugungsmeldungen, die Bestandteil der bei der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz geführten EU-Weinbaukartei sind.
Ein Hektoliter (hl) sind 100 Liter.

Autor: Dr. Pascal Kremer (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

 

]]>
news-2680Fri, 22 Mar 2019 11:45:00 +0100Trockenperiode hatte starke Auswirkungen auf den Gemüseanbauhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2680/Im Jahr 2018 wurden in Rheinland-Pfalz in 370 Betrieben 589.000 Tonnen Freilandgemüse erzeugt. Damit lag die Ernte leicht unter dem vorjährigen Aufkommen von rund 592.000 Tonnen (minus 0,6 Prozent). Auch die Anbaufläche war im Vergleich zum Vorjahr mit 19.000 Hektar um etwa 600 Hektar kleiner. Beide Effekte sind maßgeblich auf die Witterung des vergangenen Jahres mit der extremen Trockenperiode zurückzuführen.In Rheinland-Pfalz, wie in ganz Deutschland, wird Gemüse hauptsächlich im Freiland und nur wenig in Gewächshäusern angebaut. Die Fläche unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen einschließlich Gewächshäuser beträgt in Rheinland-Pfalz 43 Hektar.

Die Freilanderzeugung findet schwerpunktmäßig in größeren Betrieben mit Anbauflächen für den Gemüsebau von 20 Hektar und mehr statt. 2018 machen diese Betriebe (ohne Erdbeeren) 40 Prozent der Erzeuger aus. Sie bewirtschafteten knapp 93 Prozent der Fläche. Jeder dieser größeren Betriebe erzeugte im Durchschnitt auf 120 Hektar Gemüse.

Von der Anbaufläche wurden 8,3 Prozent ökologisch bewirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die ökologisch bewirtschaftete Fläche um 21 Prozent. Die Zahl der Betriebe mit ökologischem Feldgemüsebau hat gegenüber 2012 um 38 Prozent auf 58 zugenommen.

Radieschen machen mit knapp 2.500 Hektar den größten Anbauanteil von 13 Prozent aus. Möhren und Karotten rangieren mit gut 1.900 Hektar an zweiter, Bund- bzw. Frühlingszwiebeln mit gut 1.700 an dritter Stelle. Spargel wurde auf 7,9 Prozent, Trockenzwiebeln auf 7,4 Prozent der Fläche angebaut. Mit gut 800 Hektar Anbaufläche stellt Feldsalat die flächenmäßig bedeutendste Salatart dar. Zusammen mit den anderen angebauten Arten entfallen 17 Prozent der Anbaufläche auf Salate.

Der rheinland-pfälzische Gemüseanbau kann die Verbraucher speziell im Sommerhalbjahr mit regionalem Gemüse versorgen. Klimatisch bedingt hat der Gemüseanbau seinen regionalen Schwerpunkt in der Pfalz. Sie ist das größte geschlossene Anbaugebiet für Freilandgemüse Deutschlands. Im Vergleich der kreisfreien Städte und Landkreise dominiert der Rhein-Pfalz-Kreis. Der benachbarte Kreis Germersheim rangiert an zweiter Stelle.

Die Gemüseerhebung wird alle vier Jahre (zuletzt 2016) allgemein durchgeführt und in den Zwischenjahren repräsentativ. Die Erntemengen werden ausschließlich repräsentativ erhoben. In den Anbauflächen ist der Mehrfachanbau innerhalb eines Jahres auf derselben Grundfläche berücksichtigt (z. B. die mehrfache Nutzung einer Grundfläche durch frühe und späte Gemüsearten). Kleinere Veränderungen im Anbauumfang und den Erntemengen sind aufgrund stichprobenbedingter Fehler nur bedingt aussagekräftig. Das Ergebnis für das Jahr 2018 liegt bei der Gemüseanbaufläche im Freiland mit einer 95-prozentigen Wahrscheinlichkeit in einem Schätzfehlerkorridor von maximal 1 260 Hektar um den Schätzwert; bei der Erntemenge von Freilandgemüse in einem Fehlerkorridor von maximal plus/minus 52.100 Tonnen. Seit 2010 beschränkt sich die Erfassung auf landwirtschaftliche Betriebe mit Anbauflächen von mindestens 0,5 Hektar im Freiland oder mindestens 0,1 Hektar in Gewächshäusern bzw. unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen, auf denen Gemüse und/oder Erdbeeren oder deren jeweilige Jungpflanzen angebaut werden.

Autor: Dr. Pascal Kremer (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

 

 

]]>
news-2674Fri, 15 Mar 2019 09:09:19 +0100Jede Henne legt alle 32 Stunden ein Ei – Öko-Eier gewinnen an Bedeutunghttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2674/Im Jahr 2018 gab es in Rheinland-Pfalz 56 spezialisierte Betriebe, in denen insgesamt 741.200 Hennen gehalten wurden. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt wurden gut 202 Millionen Eier erzeugt, das waren 1,6 Prozent der deutschen Produktion von 12,3 Milliarden. Somit stammte 2018 nur eins von 61 in Deutschland produzierten Eiern aus Rheinland-Pfalz. Im Durchschnitt legte eine Henne in Rheinland-Pfalz rund 272 Eier im Jahr. Dies entspricht einem Ei in gut 32 Stunden.Im Jahr 2018 ist die Eiererzeugung in Rheinland-Pfalz im Vergleich zum Vorjahr um 5,6 Millionen gesunken. Das entspricht einem Rückgang um 2,7 Prozent. Mit 87 Prozent kommen die meisten Eier aus Bodenhaltung (Deutschland: 63 Prozent). Eier aus Freilandhaltung machen 6,8 Prozent der Erzeugung aus (Deutschland: 19 Prozent). Die restlichen Eier kommen aus ökologischer Produktion mit eigenen Vorschriften zum Freigang der Tiere, zur maximalen Herdengröße und zum eingesetzten Futter sowie aus der nach wie vor erlaubten Kleingruppenhaltung in ausgestalteten Käfigen (zusammen 6,2 Prozent). Von 2017 auf 2018 ist die Erzeugung dieser beiden Haltungsformen zusammen um 23,7 Prozent bzw. 2,4 Millionen Eier gestiegen. Der größte Anteil davon ist auf die Steigerung bei der ökologischen Eierproduktion zurückzuführen. Bundesweit ist die Zahl ökologisch produzierter Eier im gleichen Zeitraum um 4,6 Prozent (59,5 Millionen Eier) gestiegen.

Die Statistik erfasst Betriebe von Unternehmen mit 3.000 und mehr Hennenhaltungsplätzen. Von 1.897 Betrieben in Deutschland produzieren 56 in Rheinland-Pfalz. Im Vorjahresvergleich sind damit drei Betriebe, seit 2012 sogar 24 Betriebe hinzugekommen. Davor hatte die Zahl der Betriebe abgenommen. Hierzu hatte auch das absehbare Verbot der konventionellen Käfighaltung in Form von Legebatterien beigetragen, welches zum 1. Januar 2010 in Kraft trat. Mit der Erhebung bei spezialisierten Erzeugern werden nicht alle Legehennen in landwirtschaftlichen Betrieben erfasst. Außen vor bleiben kleine Bestände, die der Eigenversorgung dienen oder auch eine begrenzte regionale Versorgung bieten.

Die Erhebung in Unternehmen mit Hennenhaltung wird monatlich in Unternehmen mit 3.000 und mehr Hennenhaltungsplätzen durchgeführt. Die Unternehmen geben ihre Meldung untergliedert nach Betrieben ab. Unternehmen mit Betrieben in verschiedenen Ländern melden für jedes Land, in dem sie einen Betrieb haben, gesondert. Erhoben werden die Zahl der Hennenhaltungsplätze und der legenden Hennen sowie die Zahl der erzeugten Eier getrennt nach Haltungsformen in den Betrieben. Erhoben werden die Merkmale ausschließlich bei Unternehmen zur Erzeugung von Konsumeiern und Eiern für verarbeitende Betriebe, ohne Geflügelzucht und Geflügelvermehrung. Die Ergebnisse dieser Statistik dienen primär der Produktionsvorausschätzung und Beurteilung der Marktlage für die Erzeugung von Konsumeiern und Eiern für verarbeitende Betriebe.

Autor: Dr. Pascal Kremer (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

]]>
news-2659Wed, 20 Feb 2019 07:54:22 +0100Viehbestände in Rheinland-Pfalz weiter rückläufighttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2659/Die Viehbestände im Land haben sich im vergangenen Jahr unterschiedlich entwickelt. Während die Zahl der Schweine und Rinder im November 2018 niedriger war als ein Jahr zuvor, nahm die Zahl der Schafe nach Angaben des Statistischen Landesamtes zu.Schweine

Die Zahl der Schweine, die in den gut 200 Betrieben gehalten wurden, sank von November 2017 bis November 2018 um 8,7 Prozent auf 155.500 Tiere. Einen besonders hohen Rückgang um 50 Prozent gab es zum Vorjahresergebnis aufgrund von Betriebsaufgaben und des nicht vollzogenen Generationsübergangs bei der Ferkelproduktion kleiner Betriebe der Größenklasse 1-99 Schweine. Im gleichen Zeitraum nahm der Schweinebestand in Deutschland um vier Prozent auf 26 Millionen Tiere ab. Der rheinland-pfälzische Anteil daran ist weiter rückläufig und lag zuletzt bei deutlich unter einem Prozent.

Rinder

Im November 2018 standen in Rheinland-Pfalz 333.100 Rinder, wovon knapp ein Drittel Milchkühe waren. Damit hat sich der Gesamtbestand im Vergleich zum Vorjahrsmonat um knapp 11.000 Tiere (3,2 Prozent) reduziert. Kälber und Jungtiere mit einem Alter bis zu einem Jahr stellen mit 88.400 Tieren (27 Prozent) den zweitgrößten Anteil des Bestandes. Rheinland-Pfalz hat am deutschen Rinderbestand einen Anteil von unter drei Prozent.

Im Eifelkreis Bitburg-Prüm werden mit 26 Prozent (87.700 Tiere) die meisten Rinder des rheinland-pfälzischen Bestandes gehalten. Der Landkreis Vulkaneifel folgt mit neun Prozent (29.300 Tiere) vor dem Westerwaldkreis und dem Landkreis Bernkastel-Wittlich mit jeweils rund sieben Prozent Anteil am Gesamtbestand. Die Konzentration in den nördlichen Landesteilen ist auf den mittelgebirgsgeprägten Naturraum mit entsprechend hohen Graslandanteilen zur futterbaulichen Verwendung zurückzuführen.

Schafe

Im November 2017 wurden in Rheinland-Pfalz in rund 600 Betrieben mit mindestens 20 Schafen insgesamt 71.700 Schafe gehalten. Dies entspricht einer Zunahme binnen eines Jahres um 4,4 Prozent. Mit knapp 70 Prozent (49.700 Tiere) stellen Mutterschafe den größten Anteil. Mit etwas über 300 Tieren spielen Milchschafe eine untergeordnete Rolle. 45 Prozent der Schafe stehen in Herden mit einer Größe von 50 bis 499 Tieren. In Deutschland gab es im November knapp 1,6 Millionen Schafe. Der Anteil der in Rheinland-Pfalz gehaltenen Schafe daran liegt bei unter fünf Prozent.

Weiterführende Informationen:
Zu Rindern / Schweinen / Schafen finden Sie unter dem jeweiligen Link.

Bezüglich der Rinderbestände wurde das Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere (HI-Tier) zum Stichtag 3. November 2018 ausgewertet. In diesem Register werden alle in Deutschland gehaltenen Rinder erfasst. Durch die Nutzung dieser Verwaltungsdaten müssen die Rinderhalter keine entsprechenden statistischen Meldungen mehr abgeben. Durch die Registerauswertung stehen auch regionale Ergebnisse zur Verfügung.

Die Daten zu den Schweine- und Schafbeständen stammen aus den endgültigen Ergebnissen der Erhebungen zum 3. November 2018. Hierzu wurden mittels Stichprobenerhebung landesweit landwirtschaftliche Betriebe befragt, die mindestens 50 Schweine oder zehn Zuchtsauen bzw. 20 und mehr Schafe hielten. Da es sich um Stichprobenerhebungen handelt, können die Daten nicht regionalisiert werden.

Autor: Dr. Pascal Kremer (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

]]>
news-2643Fri, 25 Jan 2019 11:07:47 +0100Zahl landwirtschaftlicher Betriebe weiter rückläufighttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2643/Im Jahr 2018 bewirtschafteten knapp 16.800 landwirtschaftliche Betriebe in Rheinland-Pfalz 706.900 Hektar Fläche. Das entspricht einem Rückgang von knapp 300 Betrieben im Vergleich zum Vorjahr (minus 1,8 Prozent). In Deutschland nahm die Zahl der Betriebe um 1,2 Prozent auf 266.690 Betriebe ab. Gegenüber dem Jahr 2010 hat die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Rheinland-Pfalz um 18,5 Prozent abgenommen (minus 3.800 Betriebe). Im gleichen Zeitraum wurde in Deutschland ein Rückgang um knapp 11 Prozent festgestellt.Die landwirtschaftlich genutzte Fläche (706.900 Hektar) hat sich gegenüber dem Jahr 2010 nur leicht verändert. Durch den Rückgang landwirtschaftlicher Betriebe hat sich die durchschnittliche bewirtschaftete Fläche je Betrieb in Rheinland-Pfalz von 34 auf 42 Hektar erhöht. Damit liegt sie deutlich unter der bundesdeutschen Betriebsgröße (2018: 62 Hektar). Rheinland-Pfalz rangiert damit im Vergleich zu den anderen Flächenländern im unteren Drittel. Die im Vergleich mit den westdeutschen Flächenländern geringe Fläche je Betrieb ist hauptsächlich auf die hohe Anzahl der Weinbaubetriebe in Rheinland-Pfalz zurückzuführen.

Der überwiegende Rückgang ist weiterhin bei den Betrieben festzustellen, die weniger als fünf Hektar bewirtschaften (minus 200 Betriebe). Sie stellen mit knapp 21 Prozent noch die größte Betriebsgruppe dar. Bundesweit beträgt der Anteil dieser Betriebe acht Prozent. Der hohe Rückgang von ebenfalls 200 Betrieben in der Größenklasse 20-50 Hektar ist zum einen bedingt durch Betriebsaufgaben, zum anderen aber auch durch Vergrößerungen, mit denen Betriebe in die nächste Größenklasse aufstiegen.

Die langfristige Tendenz rückläufiger Betriebszahlen hält in den unteren Größenklassen insgesamt an. Die Zahl der Betriebe, die 100 Hektar und mehr bewirtschaften, ist im Vergleich zum Vorjahr mit 2.100 stabil. Seit 2010 erhöhte sie sich um 6,1 Prozent.

Die Daten stammen aus der jährlich stattfindenden Bodennutzungshaupterhebung. Befragt wurden rund 6.000 landwirtschaftliche Betriebe mit fünf Hektar und mehr landwirtschaftlich genutzter Fläche bzw. Betriebe, die über bestimmte pflanzliche oder tierische Mindesterzeugungseinheiten verfügten. Die Angaben dieser Betriebe wurden zu einem Landesergebnis hochgerechnet.

Autor: Dr. Pascal Kremer (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

Landwirtschaftliche Betriebe und landwirtschaftlich genutzte Fläche 2010 bis 2018
Größenklasse
nach der LF
von ... bis
unter ... ha
20102015 12017 12018 1Veränderung 2018 zu
20102017
Landwirtschaftliche Betriebe (Anzahl)%
unter 55.4944.3003.7003.500-36,3-5,4
5-103.3312.9002.7002.800-15,93,7
10-203.7193.3003.2003.100-16,6-3,1
20-503.4113.1003.1002.900-15,0-6,5
50-1002.6292.4002.3002.400-8,74,3
100 und mehr1.9802.1002.1002.1006,10,0
Insgesamt20.56418.10017.10016.800-18,3-1,8
Landwirtschaftlich genutzte Fläche (ha)
unter 511.3879.0007.9007.600-33,3-3,8
5-1024.06620.80019.60020.300-15,63,6
10-2054.23548.90046.60044.900-17,2-3,6
20-50112.930100.400101.20092.600-18,0-8,5
50-100188.680175.900166.800168.900-10,51,3
100 und mehr313.925350.400366.100372.60018,71,8
Insgesamt705.223705.400708.200706.9000,2-0,2
1 Stichprobenerhebung; Ergebnis der Hochrechnung auf 100 gerundet.

 

 

]]>
news-2586Wed, 07 Nov 2018 10:54:21 +0100Rebfläche: Auf 64.240 Hektar wachsen Keltertrauben http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2586/Rheinland-Pfalz verfügt nach einer vorläufigen Auswertung der Weinbaukartei aktuell über eine bestockte Rebfläche zur Keltertraubenproduktion von 64.242 Hektar. Die Anbaufläche nahm nach Angaben des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz gegenüber dem Vorjahr geringfügig um 68 Hektar zu. Die Fläche für Weißweine beträgt 46.009 Hektar (plus 0,5 Prozent) und die mit roten Rebsorten bestockte Fläche 18.233 Hektar (minus 0,9 Prozent). Damit setzte sich der Trend fort, dass die Winzerinnen und Winzer wieder auf weiße Rebsorten setzen. Rebsorten

Rheinland-Pfalz ist zwar für seine Rieslinge bekannt; aber zunehmend gewinnen weiße Rebsorten aus der Burgunderfamilie an Bedeutung. Die weißen Burgundersorten wachsen inzwischen auf 9.240 Hektar oder 14 Prozent der bestockten Rebflächen. Die größte Bedeutung, gemessen an der Fläche, innerhalb der weißen Burgunderfamilie hat der Ruländer oder Grauburgunder. Er verzeichnete zugleich mit 224 Hektar den größten Flächenzuwachs im Vergleich zum Vorjahr. Die Anbaufläche wurde auf 4.064 Hektar ausgeweitet. Die Flächenzuwächse beim Weißburgunder und Chardonnay betrugen 130 bzw. 61 Hektar. Weißburgunder wächst jetzt auf 3.356 Hektar und Chardonnay auf 1.674 Hektar. Zur weißen Burgunderfamilie gehört noch der Auxerrois (147 Hektar). Eine größere Flächenausdehnung erfuhr Sauvignon blanc mit 176 Hektar; er wächst jetzt auf 1.030 Hektar.

Die größte Anbaufläche hat nach wie vor Riesling. Mehr als ein Viertel der bestockten Rebflächen (17.611 Hektar) sind mit dieser Sorte bepflanzt. Das stellt einen neuen Höchststand dar. Gegenüber dem Vorjahr nahm die Fläche um 142 Hektar zu. An Fläche im Weißweinsegment verloren vor allen Müller-Thurgau, (7.540 Hektar; minus 256 Hektar), Kerner (1.862 Hektar; minus 119 Hektar) und Silvaner (2.955 Hektar; minus 113 Hektar).

Im roten Segment wiesen nur wenige Sorten einen Flächenzuwachs auf. Mit einem Plus von 25 auf 551 Hektar war beim Merlot die größte Zunahme zu verzeichnen. Spätburgunder (4.248 Hektar) gewann 16 Hektar hinzu. Bezogen auf die Fläche verloren insbesondere Portugieser (minus 142 Hektar), Dornfelder (minus 46 Hektar) und Regent (minus 21 Hektar). Portugieser kommt noch auf ein Anbauareal von 2.559 Hektar. Die Anbauareale von Dornfelder und Regent betragen 7.011 bzw. 1.342 Hektar.

Anbaugebiete

Die sechs Weinanbaugebiete des Landes weisen unterschiedliche Größen und Rebsortenspiegel auf. Die bestockte Rebfläche Rheinhessens, dem größten Anbaugebiet Deutschlands, nahm um 128 Hektar auf 26.745 Hektar zu. Die wichtigsten Rebsorten sind dort Riesling (4.735 Hektar) und Müller-Thurgau (4.188 Hektar) vor Dornfelder mit 3.373 Hektar. Die Pfalz (23.552 Hektar; minus 100 Hektar) verfügt mit 5.863 Hektar über das größte Rieslinganbauareal, gefolgt von Dornfelder (2.902 Hektar), Müller-Thurgau (1.875 Hektar) und Ruländer (1.716 Hektar) sowie dem Spätburgunder (1.683 Hektar). Im rheinland-pfälzischen Teil des Anbaugebiets Mosel dominiert der Riesling (5.423 Hektar). Er wächst auf 63 Prozent der bestockten Rebfläche von 8.655 Hektar (plus 9 Hektar). Das Weinanbaugebiet Nahe gehört mit 4.240 Hektar zu den mittelgroßen Anbaugebieten. Die führenden Rebsorten sind Riesling (1.220 Hektar), Müller-Thurgau (522 Hektar) und Dornfelder (419 Hektar). Die Weinbauregion Ahr ist bekannt für ihre Rotweine. Auf 83 Prozent der Anbaufläche von 563 Hektar wachsen rote Rebsorten. Angeführt wird das Sortiment vom Spätburgunder (369 Hektar). Am Mittelrhein (450 Hektar) dominiert, wie an der Mosel, der Riesling den Anbau. Sein Anteil beläuft sich dort auf 67 Prozent.

Mit dem Inkrafttreten des neuen EU-Genehmigungssystems für Rebpflanzungen zum 1. Januar 2016 ist ein kommerzieller Weinanbau im gesamten Bundesgebiet zulässig. Der Anbau von Rebflächen zur Weinerzeugung ist somit in Deutschland nicht mehr auf die 13 Weinanbaugebiete begrenzt. Der Umfang dieser Rebflächen beträgt derzeit in Rheinland-Pfalz rund 36 Hektar.

Die Angaben basieren auf einer vorläufigen sekundärstatistischen Auswertung der EU-Weinbaukartei, die von der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz geführt wird. Der Rebsortenspiegel beinhaltet eine Aufstellung der angepflanzten Rebsorten einer Region, z. B. eines Bundeslandes. Hierbei wird die Rebfläche der einzelnen Sorten im Allgemeinen in Hektar (1 Hektar = 10.000 m²) angegeben. Da es sich noch um vorläufige Daten handelt, stehen Ergebnisse für Gemeinden noch nicht zur Verfügung.

Autor: Jörg Breitenfeld (Abteilung Wirtschaft, Landwirtschaft, Umwelt, Register)

 

 

Bestockte Rebfläche für Keltertrauben 2017 und 2018 nach Rebsorten
Rebsorte2017 2018 1Veränderung 2018 zu 2017
Hektar%
Weißweinrebsorten
zusammen45.77746.0092320,5
Riesling, Weißer17.46917.6111420,8
Müller-Thurgau7.7957.540-256-3,3
Ruländer3.8404.0642245,8
Burgunder, Weißer3.2253.3561304,0
Silvaner, Grüner3.0672.955-113-3,7
Kerner 1.9811.862-119-6,0
Chardonnay1.6121.674613,8
Scheurebe1.1541.146-9-0,8
Sauvignon blanc8541.03017620,6
Bacchus829790-40-4,8
Gewürztraminer689731426,1
Rotweinrebsorten
zusammen18.39718.233-164-0,9
Dornfelder 7.0577.011-46-0,7
Spätburgunder, Blauer4.2324.248160,4
Portugieser, Blauer2.7012.559-142-5,2
Regent 1.3631.342-21-1,5
Saint Laurent590583-7-1,1
Merlot525551254,8
Keltertraubensorten insgesamt64.17464.242680,1
1 vorläufig

 

]]>
news-2560Thu, 27 Sep 2018 10:09:44 +0200Größte Weinmosternte seit zehn Jahren erwartethttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2560/Auf mehr als 6,4 Millionen Hektoliter schätzten die Ernteberichterstatterinnen und Ernteberichterstatter des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz Ende August die Erntemenge für Weinmost. Eine größere Menge war zuletzt 2008 mit 6,6 Millionen Hektoliter geerntet worden. Im Vergleich zu der durch Spätfröste geschädigten Menge des Vorjahres dürfte fast ein Drittel mehr geerntet werden. Gegenüber dem langjährigen Mittelwert beträgt der Zuwachs fast zwölf Prozent. Die Erntemenge der weißen Moste liegt nach den aktuellen Schätzungen mit 4,5 Millionen Hektoliter fast 18 Prozent über dem Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2017. Im Vergleich zum Vorjahr fällt die Zunahme mit 39 Prozent deutlich höher aus. Beim Rotmost liegt die Erntemenge mit zwei Millionen Hektoliter auf dem Niveau des langjährigen Mittels. Zum Vorjahr beträgt der Zuwachs der Erntemenge fast 18 Prozent.

Knapp ein Viertel der Erntemenge (1,6 Millionen Hektoliter) entfällt auf Riesling, der wichtigsten Rebsorte im Land. Damit wird die Erntemenge des Vorjahres um ein Drittel übertroffen. Mit jeweils rund 0,9 Millionen Hektoliter folgen Müller-Thurgau und Dornfelder.

Für Rheinhessen – dem größten Weinanbaugebiet Deutschlands – wurde mit 2,8 Millionen Hektoliter eine Erntemenge geschätzt, die den langjährigen Vergleichswert um 14 Prozent übertrifft. In der Pfalz wird die Erntemenge mit 2,4 Millionen Hektoliter um neun Prozent über dem Durchschnitt liegen. An der Mosel wird eine Erntemenge von 0,8 Millionen Hektoliter erwartet, das wären fast acht Prozent mehr als im langjährigen Durchschnitt und rund 50 Prozent mehr als im Vorjahr. 

Wegen des Termins, zu dem die Schätzungen erfolgen, sind die Ergebnisse noch mit Unsicherheiten behaftet und Veränderungen aufgrund des weiteren Witterungsverlaufs möglich.

Im Rahmen der Ernte- und Betriebsberichterstattung berichten rund 220 Ernteberichterstatterinnen und Ernteberichterstatter regelmäßig über die Wachstumsstände der Reben und die Weinmosterträge. Bei den Ertragsschätzungen wird stets davon ausgegangen, dass der weitere Witterungsverlauf keine Extreme aufweist.

Autor: Jörg Breitenfeld (Abteilung Wirtschaft, Landwirtschaft, Umwelt, Register)

 

 

 

]]>
news-2557Wed, 26 Sep 2018 10:56:32 +0200Heimischer Anbau deckt fast die Hälfte des Verbrauchs an Äpfeln http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2557/Die rheinland-pfälzischen Obstbaubetriebe können dieses Jahr – nach einer ersten Bilanz des Statistischen Landesamtes in Bad Ems – eine Apfelernte von 38.300 Tonnen einbringen. Das wären 40 Prozent mehr als die durchschnittliche Erntemenge (27.300 Tonnen) in den Jahren 2012 bis 2017. Gegenüber dem vergangenen Jahr, als mit 10.100 Tonnen eine der kleinsten Erntemengen seit Jahrzehnten eingebracht wurde, beträgt die Zunahme fast dreihundert Prozent. Damit stehen rechnerisch jedem Einwohner 9,4 Kilogramm Äpfel aus heimischer Erzeugung zur Verfügung. Das wäre knapp die Hälfte des Pro-Kopf-Verbrauchs, der 2015/16 bei 19 Kilogramm lag.

Äpfel werden auf 1.390 Hektar angebaut und sind damit die wichtigste Obstart im Land. Der Hektarertrag wurde auf rund 27,5 Tonnen geschätzt. Der durchschnittliche Wert beträgt 20,1 Tonnen/Hektar.

Nach den Feststellungen der Berichterstatterinnen und Berichterstatter brachten auch die anderen Obstarten deutlich höhere Erträge. Süßkirschen stehen mit 653 Hektar auf dem zweiten Platz der Anbaustatistik. Der Ertrag liegt mit geschätzt sieben Tonnen je Hektar um 31 Prozent über dem langjährigen Schnitt von 5,3 Tonnen. Die geschätzte Erntemenge beträgt 4.600 Tonnen.

Sauerkirschen (562 Hektar) brachten mit 9,5 Tonnen je Hektar einen Ertrag, der den Mittelwert der Jahre 2012 bis 2017 (7,7 Tonnen/Hektar) um 23 Prozent übersteigt. Die Erntemenge beläuft sich auf 5.300 Tonnen. Die Birnen anbauenden Betriebe (163 Hektar) werden mit 21 Tonnen je Hektar voraussichtlich eine Ernte einbringen, die um 28 Prozent über dem mehrjährigen Durchschnitt liegt. Die geschätzte Erntemenge beläuft sich auf 3.400 Tonnen.

Die Daten stammen aus der Ernte- und Betriebsberichterstattung für Baumobst. Rund 180 Landwirte berichten regelmäßig über die Wachstumsbedingungen und die Erträge von Baumobst. Die Schätzungen sind vorläufig und können je nach weiterem Witterungsverlauf mehr oder weniger von den endgültigen Ergebnissen abweichen. Quelle für Pro-Kopf-Verbrauch: Statistisches Jahrbuch über Ernährung, Landwirtschaft und Forsten 2016; Tabelle 265

Autor: Jörg Breitenfeld (Abteilung Wirtschaft, Landwirtschaft, Umwelt, Register)


 

 

 

]]>
news-2546Fri, 14 Sep 2018 12:17:27 +0200Schweinebestand verringerte sich binnen Jahresfrist um sechs Prozenthttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2546/Der Bestand an Schweinen ist in Rheinland-Pfalz im Mai 2018 auf den niedrigsten bisher registrierten Stand gefallen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes wurden in landwirtschaftlichen Betrieben mit mindestens 50 Schweinen oder zehn Zuchtsauen rund 166.200 Schweine gehalten. Gegenüber dem Bestand vom Mai 2017 waren das fast sechs Prozent weniger. In Deutschland (ohne die Stadtstaaten) gibt es knapp 27 Millionen Schweine. Die Schweinehaltung konzentriert sich auf die Bundesländer Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen mit etwa 58 Prozent des Bestandes. Dagegen lag der Anteil der in Rheinland-Pfalz gehaltenen Schweine bei nur noch 0,6 Prozent.

Rund 46 Prozent der Tiere waren Mastschweine in der Endmastphase, die am Stichtag bereits ein Lebendgewicht von wenigstens 50 Kilogramm erreicht hatten. Nur ungefähr sechs Prozent des Bestandes entfielen auf Zuchtsauen. Mehr als die Hälfte der Schweine wurde in Betrieben mit 1.000 und mehr Tieren gehalten.

Als Auswahlgrundlage für die Stichprobenerhebung dient das Betriebsregister Landwirtschaft. Zur Grundgesamtheit zählen alle landwirtschaftlichen Betriebe mit mindestens 50 Schweinen oder 10 Zuchtsauen.

Kleinere Veränderungen des Bestandes an Schweinen sind aufgrund stichprobenbedingter Fehler nur bedingt aussagekräftig.

Autor: Jörg Breitenfeld (Abteilung Wirtschaft, Landwirtschaft, Umwelt, Register)

]]>
news-2545Fri, 14 Sep 2018 12:01:49 +0200Rinderbestand rückläufig – Weniger Milchkühe in Rheinland-Pfalzhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2545/Im Mai 2018 wurden in Rheinland-Pfalz rund 336.000 Rinder gehalten, das waren 3,4 Prozent weniger als im Mai 2017. Binnen Jahresfrist wurden 2,9 Prozent der Rinderhaltungen komplett aufgegeben, wobei überdurchschnittlich häufig die Milcherzeugung eingestellt wurde. Die Zahl der Haltungen mit Milchkühen ging um 5,3 Prozent zurück, der Milchkuhbestand (111.200 Tiere) wurde um zwei Prozent verringert. Insgesamt wurden im Mai 2018 noch 4.867 Rinderhaltungen registriert, davon 1.790 mit Milchkühen (37 Prozent). Annähernd die Hälfte der Milchkühe in Deutschland werden in Bayern und Niedersachsen gehalten. Auf Rheinland-Pfalz entfallen nur 2,7 Prozent des Bestandes in Deutschland. Abgesehen von den Stadtstaaten stehen nur in Thüringen und dem Saarland weniger Milchkühe als in Rheinland-Pfalz.

Die Milchkuhhaltung ist vor allem in den Mittelgebirgslagen in Rheinland-Pfalz eine wichtige Einnahmequelle in der Landwirtschaft. Rund 46 Prozent der Milchkühe werden im Eifelkreis Bitburg-Prüm und im Landkreis Vulkaneifel gehalten. Vom Rinderbestand insgesamt entfallen 35 Prozent der Tiere auf die beiden Kreise.

Die Rinderrasse Holstein-Schwarzbunt ist mit rund 45 Prozent die am weitesten verbreitete im Land, gefolgt von den Holstein-Rotbunt (11 Prozent). Beide Rassen wurden vor allem auf die Erzeugung von hohen Milchmengen gezüchtet. Die größte Bedeutung zur Fleischproduktion entfällt mit gut neun Prozent auf die Rasse Limousin.

Für die regelmäßigen Erhebungen der Rinderbestände wird das Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere (HI-Tier) zu den Stichtagen 3. November und 3. Mai ausgewertet. Die Aufbereitung erfolgt nach Be-triebsstätten. Eine Betriebsstätte repräsentiert eine eigene HI-Tier-Nummer. Ein landwirtschaftlicher Betrieb kann über mehrere Betriebsstätten verfügen.

Die Zahl der Milchkühe wird je Haltung berechnet. Basis ist die vom Betrieb angegebene Produktionsrichtung (z. B. Milchkuhhaltung oder Ammen/Mutterkuhhaltung). Bei Angabe mehrerer Produktionsrichtungen wird zu-sätzlich die Rasse der Kühe berücksichtigt.

Die Rinderbestände werden ebenfalls im Rahmen der mehrjährigen Strukturerhebungen aufbereitet, zuletzt bei der Agrarstrukturerhebung 2016. Von der Viehbestandserhebung Rinder unterscheidet sich die Strukturerhebung bei landwirtschaftlichen Betrieben hinsichtlich der Grundgesamtheit (Betriebsdefinition) und des Stichtages.

Autor: Jörg Breitenfeld (Abteilung Wirtschaft, Landwirtschaft, Umwelt, Register)

 

 

]]>
news-2524Fri, 17 Aug 2018 09:19:15 +0200Erste Bilanz: Durchschnittliche Getreideerntehttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2524/Nach einer ersten Bilanz des Statistischen Landesamtes in Bad Ems werden die rheinland-pfälzischen Landwirte im laufenden Jahr knapp 1,5 Millionen Tonnen Getreide ernten. Das Ergebnis entspricht dem Durchschnitt der Jahre 2012 bis 2017. Gegenüber der unterdurchschnittlichen Vorjahresmenge ist eine Zunahme von sechs Prozent zu verzeichnen. Der Hektarertrag liegt mit 6,8 Tonnen um 0,3 Tonnen über dem mehrjährigen Mittel. Im Gegensatz zu vielen anderen Regionen in Deutschland hat die langanhaltende Trockenperiode in Rheinland-Pfalz nur vereinzelt zu größeren Ertragsausfällen im Getreideanbau geführt. Die Getreidebestände waren im Allgemeinen gut durch den Winter gekommen. Aufgrund der niedrigen Temperaturen im März startete das Pflanzenwachstum erst im April, der zu den wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gehört. Die hohen Temperaturen in Verbindung mit den hohen Wasservorräten im Boden beschleunigten das Pflanzenwachstum und führten zu einem größeren Vegetationsvorsprung. Auch die Folgemonate wiesen überdurchschnittliche Temperaturen auf. Während in Rheinland-Pfalz im Mai und Juni immer wieder Niederschläge registriert wurden, litten andere Bundesländer unter der Trockenheit. Die ungleiche Verteilung der Niederschläge in Verbindung mit den hohen Temperaturen dürfte eine wichtige Ursache für die unterschiedlichen Getreideerträge in Deutschland sein.

Getreide wurde 2018 auf 218.500 Hektar angebaut und lag damit nur geringfügig unter der Vorjahresfläche. Die wichtigste Getreideart ist Winterweizen, der auf 106.600 Hektar angebaut (minus 5,8 Prozent) wurde. Der Hektarertrag übersteigt mit 7,3 Tonnen voraussichtlich um knapp vier Prozent den sechsjährigen Durchschnitt (7,1 Tonnen). Die erwartete Erntemenge liegt bei 782.000 Tonnen. Damit entfallen 53 Prozent der Getreideernte auf Winterweizen.

Wintergerste verzeichnet mit 41.000 Hektar im Vergleich zum Vorjahr eine Ausdehnung der Anbaufläche um 7,6 Prozent. Der Ertrag beträgt 6,8 Tonnen je Hektar und wird damit das langjährige Mittel um 2,5 Prozent übertreffen. Die für Wintergerste geschätzte Erntemenge beläuft sich auf 277.000 Tonnen. Sommergerste (35.900 Hektar) liegt mit 5,7 Tonnen je Hektar fünf Prozent über dem mehrjährigen Mittel. Die Erntemenge erreicht (206.000 Tonnen).

Winterraps ist nach Winterweizen die zweitwichtigste Fruchtart auf dem Ackerland. Die Anbaufläche wurde um acht Prozent auf 45.600 Hektar ausgedehnt. Der Hektarertrag bleibt mit 3,5 Tonnen rund sieben Prozent unter dem mehrjährigen Durchschnitt von 3,7 Tonnen. Die Erntemenge (158.000 Tonnen) wird den langjährigen Durchschnittswert um fünf Prozent verfehlen.

Hinweis:
Ertragsermittlungen von Futterpflanze, wie Silomais oder Grünland erfolgen erst zu einem späteren Zeitpunkt.

Die Daten stammen aus der Bodennutzungshaupterhebung, der Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung sowie der Ernte- und Betriebsberichterstattung. Bei der Besonderen Ernteermittlung wurden bisher 382 der 460 ausgewählten Getreide- und Winterrapsfelder ausgewertet. Im Rahmen der Ernte- und Betriebsberichterstattung berichten rund 280 Landwirte regelmäßig über die Wachstumsbedingungen und die Erträge von Feldfrüchten. Da noch nicht alle Proben ausgewertet werden konnten, sind die Ergebnisse noch mit Unsicherheiten behaftet; Veränderungen sind möglich.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie

 

 

 

]]>
news-2516Tue, 07 Aug 2018 08:16:14 +0200Auf über 200.000 Hektar laufen die Mähdrescherhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2516/In diesem Jahr werden in Rheinland-Pfalz rund 218.000 Hektar Getreide und Körnermais gedroschen. Getreide wurde zur Ernte 2018 auf 54 Prozent des Ackerlandes angebaut. Gegenüber dem Vorjahr ist die Getreidefläche etwas kleiner (minus 4,8 Prozent). Dafür hatten die Landwirte mehr Winterraps angebaut (plus 8 Prozent). Winterraps hat seine gelbe Blüte auf mehr als 45.000 Hektar gezeigt.Bei Getreide wurde weniger Winterweizen als im Vorjahr angebaut (minus 5,8 Prozent). Winterweizen ist mit über 100.000 Hektar die wichtigste Getreideart. Wintergerste folgt auf dem zweiten Platz mit mehr als 40.000 Hektar. Der Anbau von Wintergerste wurde ausgedehnt (plus 7,6 Prozent). Ihre Anbaufläche übertrifft seit 2016 den Anbau von Sommergerste, die als Braugerste vermarktet wird (35.600 Hektar).

In der ackerbaulichen Nutzung zeigen sich auch die Folgen des „Greenings“ – einem zentralen Element der Agrarreform. Konventionell wirtschaftende Betriebe mit mehr als 15 Hektar Ackerfläche erhalten die Greeningförderung, wenn sie fünf Prozent ihrer Ackerfläche als ökologische Vorrangflächen bewirtschaften. Auf den Pflichtumfang kann die Stilllegung von Flächen oder z. B. auch der Anbau von Hülsenfrüchten angerechnet werden. Stillgelegte Flächen mit Beihilfe umfassen annähernd 19 000 ha des Ackerlandes (4,7 Prozent). Hülsenfrüchte werden auf rund 5.400 Hektar angebaut; gegenüber dem Vorjahr wurde der Anbau deutlich erhöht (plus 52 Prozent).

Der größte Teil der landwirtschaftlich genutzten Fläche wird ackerbaulich genutzt (57 Prozent). Dauerkulturen, zu denen z. B. Rebflächen und Obstanlagen gehören, beanspruchen zehn Prozent der Fläche. Bei den übrigen 33 Prozent handelt es sich um Dauergrünland.

Die Bodennutzungshaupterhebung findet jährlich statt. Sie wurde in den Jahren 2010 und 2016 als Vollerhebung bei allen landwirtschaftlichen Betrieben durchgeführt; in allen anderen Jahren werden die Daten im Rahmen einer repräsentativen Stichprobe erhoben. Das vorlegende Ergebnis ist noch vorläufig. Erste repräsentative Ernteergebnisse liegen Ende August vor.

Veränderungsraten des Anbauumfangs sind bei manchen hier nicht dargestellten Fruchtarten nur bedingt belastbar, da sich die Schätzfehlerbereiche der hochgerechneten Ergebnisse teilweise überschneiden.

Autorin: Dr. Birgit Hübbers (Abteilung Landwirtschaft, Umwelt, Energie, Register)

 

 

 

 

]]>
news-2455Tue, 22 May 2018 13:11:13 +0200Weniger Import von Schlachtschweinen und weniger Kuhschlachtungenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2455/An den Schlachtstätten in Rheinland-Pfalz wurden im Jahr 2017 wieder relativ mehr Schweine inländischer Herkunft gewerblich geschlachtet. Der Anteil der Schlachtungen von Tieren ausländischer Herkunft sank von 35 Prozent auf 13 Prozent. Insgesamt wurden, zusammen mit Hauschlachtungen, 1,2 Millionen Schweine (plus 1,0 Prozent) und rund 76.000 Rinder (minus 4,0 Prozent) geschlachtet. Das waren 2,1 Prozent der bundesweit getöteten 62 Millionen Schweine- und Rinder. Von den 138.800 Tonnen Schweine- und Rinderhälften entfielen 84 Prozent auf Schweine. Die Schlachtmenge der Schweine lag 1,3 Prozent über dem Vorjahr; bei Rindern war sie 4,8 Prozent kleiner. Anders als 2016 wurden nicht nur weniger Mastbullen, sondern auch weniger Milchkühe geschlachtet. Fast 70 Prozent der geschlachteten Rinder sind in Rheinland-Pfalz Milchkühe.
Hausschlachtungen sind bei allen Tierarten rückläufig. Einen erwähnenswerten Anteil hatten sie nur bei Ziegen (4,1 Prozent) und Schafen (3,8 Prozent). Insgesamt wurden in Rheinland-Pfalz 1,3 Prozent der Schafe in Deutschland, überwiegend als Lämmer (92 Prozent), und 2,8 Prozent der Ziegen geschlachtet.

Anders als in Deutschland ist in Rheinland-Pfalz die Zahl der geschlachteten und für den menschlichen Verzehr als tauglich frei gegebenen Pferde im Jahr 2017 wie schon 2016 gestiegen (2017: plus 5,8 Prozent). Mit 887 Tieren wurden 12 Prozent der in Deutschland geschlachteten Pferde in Rheinland-Pfalz getötet.

Geflügelschlachtungen werden nicht wie die Schlachtungen von Großtieren über die Schlachttier- und Fleischbeschau ermittelt, sondern direkt bei Geflügelschlachtereien erhoben. In Rheinland-Pfalz gibt es sechs von bundesweit 224 Betrieben. Sie schlachten nur 40.000 der fast 0,7 Milliarden Tiere, die in Deutschland 2017 getötet wurden.

Die Schlachtungsstatistik basiert auf den monatlichen Meldungen der amtlichen Veterinäre über die beschauten Schlachtungen. Der Erhebungsbereich umfasst alle durchgeführten Schlachttier- und Fleischuntersuchungen. Die für den menschlichen Verzehr als untauglich beurteilten Tiere werden in der Statistik nicht berücksichtigt.

Die Schlachtungen von Geflügel werden bei Betrieben erhoben, die nach dem EG-Hygienerecht für Geflügelschlachtungen zugelassen sind. Unternehmen mit Betrieben in mehreren Bundesländern haben für jedes Land, in dem sie einen Betrieb haben, gesondert zu melden. Die Ergebnisse der Erhebung werden vom Statistischen Bundesamt für das Bundesgebiet und nach Bundesländern veröffentlicht, soweit dies mit den Geheimhaltungsvorschriften vereinbar ist.

Autorin: Dr. Birgit Hübbers (Referat Auswertungen Landwirtschaft, Umwelt, Energie, Register)

 

Schlachtungen und Schlachtmengen der gewerblichen Schlachtungen und Hausschlachtungen von Großtieren in Rheinland-Pfalz 2016 und 2017 nach Tierarten und Herkunft der Tiere
Merkmal20162017Veränderung gegenüber Vorjahr (in Prozent)
Schlachtmenge (Tonnen)
Schweine114.947116.4291,3
Rinder23.52122.396-4,8
Kühe und weibliche Rinder15.10514.338-5,1
sonstige Rinder8.4168.058-4,3
Schafe5146-9,8
Ziegen12120,0
Pferde2212345,9
Schlachtungen (Anzahl)
Schweine1.221.3171.233.0651,0
Rinder79.09975.901-4,0
Kühe und weibliche Rinder54.99152.668-4,2
sonstige Rinder24.10823.233-3,6
Schafe20.03320.2130,9
Ziegen6486622,2
Pferde8388875,8
davon
gewerblich, von Tieren inländischer Herkunft
Schweine796.9701.076.39035,1
Rinder72.67368.440-5,8
Schafe19.20319.4291,2
Ziegen6036355,3
Pferde8358511,9
gewerblich, von Tieren ausländischer Herkunft
Schweine423.187155.704-63,2
Rinder5.8016.88718,7
Schafe07x
Ziegen00x
Pferde236x
Hausschlachtungen
Schweine1.160971-16,3
Rinder625574-8,2
Schafe830777-6,4
Ziegen4527-40,0
Pferde10x

 

 

]]>
news-2437Fri, 13 Apr 2018 10:05:20 +0200Kleiner Weinjahrgang 2017http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2437/Die Wein ausbauenden Betriebe und Kellereien in Rheinland-Pfalz erzeugten aus der Traubenernte des Jahres 2017 rund 4,9 Millionen Hektoliter Wein und Most. Gegenüber dem Vorjahr wurden 16 Prozent weniger gekeltert. Ähnlich klein war die Erzeugung zuletzt 2010, als den Reben Trockenheit und Hitze zugesetzt hatten. Im Jahr 2017 verursachten Spätfröste ertragsmindernde Schäden. Von der Produktionsmenge wurden 79 Prozent zu Qualitätswein ausgebaut. In den zurückliegenden zehn Jahren war der Qualitätsweinanteil nur in 2013 und 2014 Jahren ähnlich hoch.

Auf Weißwein entfielen 65 Prozent der Weinerzeugung. Von diesen 3,2 Millionen Hektolitern wurden 71 Prozent zu Qualitätsweinen und 25 Prozent zu Prädikatsweinen verarbeitet. Rotwein wird deutlich stärker als Qualitätswein vermarktet. Im Jahr 2017 wurden 95 Prozent der Trauben zu Qualitätswein ausgebaut.

Die Weinerzeuger und ausbauenden Unternehmen in den Anbaugebieten verarbeiten in unterschiedlichem Umfang Trauben aus dem jeweiligen Anbaugebiet und überregional geerntete Mengen. Für einen kleinen Teil (0,2 Prozent) der Weinerzeugung wurden Trauben aus anderen Anbaugebieten außerhalb von Rheinland-Pfalz zugekauft. Vor allem die Weinerzeugung der Unternehmen mit Sitz im Anbaugebiet Mosel stammt zu einem Großteil aus anderen Anbaugebieten. Von der gesamten Weinerzeugung sind nur elf Prozent Moselweine, es entfallen aber 20 Prozent der Weinerzeugung auf Betriebe und Unternehmen im Anbaugebiet. Weine aus Trauben der Pfalz werden dagegen häufiger von Unternehmen mit Sitz in anderen Anbaugebieten verarbeitet.

Die Angaben basieren auf der sekundärstatistischen Auswertung der Weinerzeugungsmeldungen, die Bestandteil der bei der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz geführten EU-Weinbaukartei sind.
Ein Hektoliter (hl) sind 100 Liter.

Autor: Dr. Birgit Hübbers (Abteilung Landwirtschaft, Umwelt, Energie, Register)

 

]]>
news-2431Thu, 29 Mar 2018 09:31:36 +0200Eier kommen selten, aber zunehmend häufiger aus Rheinland-Pfalzhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2431/Im Jahr 2017 wurden in Rheinland-Pfalz rund 737.100 Hennen in spezialisierten Betrieben gehalten. Im Durchschnitt legte eine Henne 281 Eier. Insgesamt wurden gut 207 Millionen Eier erzeugt; das waren 1,7 Prozent der deutschen Produktion von 12 Milliarden. Nur eins von 58 in Deutschland produzierten Eiern stammt somit aus Rheinland-Pfalz.In den vergangenen Jahren wurde die Eiererzeugung in Rheinland-Pfalz wieder gesteigert. Im Jahr 2017 hat sie um 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Die meisten Eier, nämlich 92 Prozent, kommen aus der Bodenhaltung (Deutschland: 65 Prozent). Eier aus Freilandhaltung machen 3,6 Prozent der Erzeugung aus (Deutschland: 16 Prozent). Die übrigen Eier stammen aus ökologischer Produktion mit eigenen Vorschriften zum Freigang der Tiere, zur maximalen Herdengröße und zum eingesetzten Futter oder aus der nach wie vor erlaubten Kleingruppenhaltung in ausgestalteten Käfigen. Die Zahlen zur Produktion aus den beiden Haltungsformen können für Rheinland-Pfalz aus Gründen der statistischen Geheimhaltung nicht dargestellt werden.

Die Statistik erfasst Betriebe von Unternehmen mit 3.000 und mehr Haltungsplätzen. Von 1.826 Betrieben in Deutschland produzieren 53 in Rheinland-Pfalz. Seit 2012 ist die Zahl der Betriebe in Rheinland-Pfalz um 21 angestiegen, nachdem sie in den Jahren zuvor  abgenommen hatte. Hierzu hatte auch das absehbare Verbot der konventionellen Käfighaltung in Form von Legebatterien beigetragen, das zum 1. Januar 2010 in Kraft trat. Mit der Erhebung bei spezialisierten Erzeugern werden nicht alle Legehennen in landwirtschaftlichen Betrieben erfasst. Außen vor bleiben kleine Bestände, die der Eigenversorgung dienen oder auch eine begrenzte regionale Versorgung bieten.

Die Erhebung in Unternehmen mit Hennenhaltung wird monatlich in Unternehmen mit 3.000 und mehr Hennenhaltungsplätzen durchgeführt. Die Unternehmen geben ihre Meldung untergliedert nach Betrieben ab. Unternehmen mit Betrieben in verschiedenen Ländern haben für jedes Land, in dem sie einen Betrieb haben, gesondert zu melden. Erhoben werden die Zahl der Hennenhaltungsplätze und der legenden Hennen, sowie die Zahl der erzeugten Eier getrennt nach Haltungsformen in den Betrieben. Die Ergebnisse dieser Statistik dienen primär der Produktionsvorausschätzung und Beurteilung der Marktlage für die Erzeugung von Konsumeiern und Eiern für verarbeitende Betriebe.

Dr. Birgit Hübbers (Abteilung Landwirtschaft, Umwelt, Energie, Register)

 

]]>
news-2421Fri, 23 Mar 2018 09:02:31 +0100Gemüseernte 2017: Einbußen bei Salat und Zwiebelnhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2421/Im Jahr 2017 wurden in Rheinland-Pfalz etwa 592.000 Tonnen Freilandgemüse geerntet. Die Erntemenge lag leicht unter dem vorjährigen Aufkommen von rund 615.000 Tonnen. Die Anbaufläche umfasste ähnlich wie im Vorjahr 19.500 Hektar. Der ökologische Anbau, der bei der allgemeinen Erhebung 2016 sechs Prozent umfasste, hat tendenziell zugenommen.Rund 57 Prozent der Freilandernte und 43 Prozent des Anbaus entfielen auf Wurzel- und Knollengemüse, gefolgt von Blatt- und Stängelgemüse mit 22 Prozent der Erntemenge und 34 Prozent der Anbauflächen. Von beiden Gemüseartengruppen wurde etwas weniger geerntet als im Vorjahr. Bei Blatt- und Stängelgemüse war auch der Anbauumfang tendenziell niedriger.

Zum Wurzel- und Knollengemüse gehören u. a. Radieschen, Möhren bzw. Karotten, Frühlingszwiebeln und Trockenzwiebeln, die unverändert zu den anbaustärksten Gemüsearten in Rheinland-Pfalz zählen. Die niedrigere Ernte bei Wurzel- und Knollengemüse ist auf einen geringeren Anbau und Ernteeinbußen bei Trockenzwiebeln zurückzuführen. Die anbaustärksten Gemüsearten beim Blatt- und Stängelgemüse sind Spargel und Feldsalat. Einbußen bei allen angebauten Salatarten haben bei Blatt- und Stängelgemüse zu dem niedrigeren Ernteaufkommen geführt.

Die Gemüseerhebung wird alle vier Jahre (zuletzt 2016) allgemein durchgeführt und in den Zwischenjahren repräsentativ. Die Erntemengen werden ausschließlich repräsentativ erhoben. In den Anbauflächen ist der Mehrfachanbau innerhalb eines Jahres auf derselben Grundfläche berücksichtigt (z. B. die mehrfach Nutzung einer Grundfläche durch frühe und späte Gemüsearten).
Kleinere Veränderungen im Anbauumfang und bei den Erntemengen sind aufgrund stichprobenbedingter Fehler nur bedingt aussagekräftig. Das Ergebnis für das Jahr 2017 liegt bei der Gemüseanbaufläche im Freiland mit einer 95-prozentigen Wahrscheinlichkeit in einem Schätzfehlerkorridor von maximal 780 Hektar um den Schätzwert; bei der Erntemenge von Freilandgemüse in einem Fehlerkorridor von maximal plus/minus 23.700 Tonnen.
Seit 2010 beschränkt sich die Erfassung auf landwirtschaftliche Betriebe mit Anbauflächen von mindestens 0,5 Hektar im Freiland oder mindestens 0,1 Hektar in Gewächshäusern bzw. unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen, auf denen Gemüse und/oder Erdbeeren oder deren jeweilige Jungpflanzen angebaut werden.

Dr. Birgit Hübbers (Abteilung Landwirtschaft, Umwelt, Energie, Register)

 

]]>
news-2404Thu, 01 Mar 2018 11:08:38 +0100In Rheinland-Pfalz weiden weniger als fünf Prozent der in Deutschland gehaltenen Schafehttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2404/Im November 2017 hielten in Rheinland-Pfalz rund 600 landwirtschaftliche Betrieben mit mindestens 20 Schafen insgesamt etwa 68.700 Schafe. Mehr als 70 Prozent der Tiere waren Mutterschafe und gut ein Viertel des Bestandes Lämmer. Milchschafe werden selten gehalten; auf sie entfallen weniger als ein Prozent des Bestandes. Annähernd die Hälfte der Schafe steht in Beständen zwischen 50 und 500 Tieren. In Deutschland (ohne die Stadtstaaten) gibt es rund 1,6 Millionen Schafe. Die Schafhaltung konzentriert sich auf die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen mit gut der Hälfte des Bestandes. Dagegen lag der Anteil der in Rheinland-Pfalz weidenden Schafe bei unter fünf Prozent.

Als Auswahlgrundlage für die Erhebung dient das Betriebsregister Landwirtschaft. Zur Grundgesamtheit zählen alle landwirtschaftlichen Betriebe mit mindestens 20 Schafen. Zur Aktualisierung der Grundgesamtheit wird u. a. das Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere (HI-Tier) als Informationsquelle herangezogen.

Seit 2011 ist der Erhebungsstichtag der 3. November. Kleinere Veränderungen des Bestandes an Schafen sind aufgrund stichprobenbedingter Fehler nur bedingt aussagekräftig. Das Ergebnis für den Schafbestand insgesamt liegt mit einer 95-prozentigen Wahrscheinlichkeit in einem Schätzfehlerkorridor von maximal rund 2 700 Tieren.

Autorin: Dr. Birgit Hübbers (Abteilung Landwirtschaft, Umwelt, Energie, Register)

 

]]>
news-2401Mon, 26 Feb 2018 11:17:25 +0100Schweinehaltung in Rheinland-Pfalz von geringer Bedeutunghttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2401/Im November 2017 wurden in Rheinland-Pfalz in rund 200 landwirtschaftlichen Betrieben mit mindestens 50 Schweinen oder zehn Zuchtsauen etwa 170.400 Schweine gehalten. Rund 45 Prozent der Tiere waren Mastschweine in der Endmastphase, die am Stichtag bereits ein Lebendgewicht von wenigstens 50 Kilogramm erreicht hatten. Nur ungefähr sechs Prozent des Bestandes entfielen auf Zuchtsauen. Mehr als die Hälfte der Schweine wurde in Betrieben mit 1.000 und mehr Tieren gehalten. Von den Zuchtsauen standen gut zwei Drittel in diesen größeren Betrieben.

In Deutschland (ohne die Stadtstaaten) gibt es mehr als 27 Millionen Schweine. Die Schweinehaltung konzentriert sich auf die Bundesländer Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen mit annähernd 60 Prozent des Bestandes. Dagegen lag der Anteil der in Rheinland-Pfalz gehaltenen Schweine bei unter einem Prozent. Der Bestand ist in den vergangenen fünf Jahren um mindestens 15 Prozent und die Zahl der Schweinehalter um etwa die Hälfte zurückgegangen.

Als Auswahlgrundlage für die Stichprobenerhebung dient das Betriebsregister Landwirtschaft. Zur Grundgesamtheit zählen alle landwirtschaftlichen Betriebe mit mindestens 50 Schweinen oder 10 Zuchtsauen.

Kleinere Veränderungen des Bestandes an Schweinen sind aufgrund stichprobenbedingter Fehler nur bedingt aussagekräftig. Das Ergebnis vom November 2017 für den Schweinebestand insgesamt liegt mit einer 95-prozentigen Wahrscheinlichkeit in einem Schätzfehlerkorridor von maximal rund 6.800 Tieren.

Autorin: Dr. Birgit Hübbers (Referat Auswertungen, Analysen Landwirtschaft)

]]>
news-2385Tue, 30 Jan 2018 12:02:10 +0100Weniger Milchkühe in Rheinland-Pfalzhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2385/Im November 2017 gab es in Rheinland-Pfalz noch rund 112.200 Milchkühe. Das waren 1,3 Prozent weniger als im November 2016. Der Rinderbestand insgesamt ist um zwei Prozent abgebaut worden. Aufgrund der niedrigen Milchpreise hatte die Zahl der Milchkühe im vergleichbaren Vorjahreszeitraum sogar um fast vier Prozent abgenommen. Zwischen November 2016 und 2017 wurden 2,8 Prozent der Rinderhaltungen ganz aufgegeben. Überdurchschnittlich häufig wurde die Milcherzeugung eingestellt. Die Zahl der Haltungen mit Milchkühen ging um 5,5 Prozent zurück. Im November 2017 waren noch 4.972 Rinderhaltungen registriert, davon 37 Prozent mit Milchkühen. Im Durchschnitt hielt im November 2017 ein Milcherzeuger 61 Milchkühe, das waren fast drei Kühe mehr als ein Jahr zuvor.

Annähernd die Hälfte der Milchkühe in Deutschland werden in Bayern und Niedersachsen gehalten. Auf Rheinland-Pfalz entfallen nur 2,7 Prozent des Bestandes in Deutschland. Abgesehen von den Stadtstaaten stehen nur in Thüringen und dem Saarland weniger Kühe als in Rheinland-Pfalz.

Die Milchkuhhaltung ist vor allem in den Mittelgebirgslagen in Rheinland-Pfalz eine wichtige Einnahmequelle in der Landwirtschaft. Rund 46 Prozent der Milchkühe werden im Eifelkreis Bitburg-Prüm und im Landkreis Vulkaneifel gehalten. Vom Rinderbestand insgesamt entfallen 35 Prozent der Tiere auf die beiden Kreise.

Für die regelmäßigen Erhebungen der Rinderbestände wird das Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere (HI-Tier) zu den Stichtagen 3. November und 3. Mai ausgewertet. Die Zahl der Milchkühe wird je Haltung berechnet. Basis ist die vom Betrieb angegebene Produktionsrichtung (z. B. Milchkuhhaltung oder Ammen/Mutterkuhhaltung). Bei Angabe mehrerer Produktionsrichtungen wird zusätzlich die Rasse der Kühe berücksichtigt.

Die Rinderbestände werden ebenfalls im Rahmen der mehrjährigen Strukturerhebungen  aufbereitet, zuletzt bei der Agrarstrukturerhebung 2016. Von der Viehbestandserhebung Rinder unterscheidet sich die Strukturerhebung bei landwirtschaftlichen Betrieben hinsichtlich der Grundgesamtheit (Betriebsdefinition) und des Stichtages.

Autorin: Dr. Birgit Hübbers (Referat Auswertungen, Analysen Landwirtschaft)

 

 

]]>
news-2377Fri, 19 Jan 2018 11:27:23 +0100Landwirtschaftliche Betriebe bewirtschaften immer größere Flächenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2377/Im Jahr 2017 wirtschafteten noch knapp 17.100 landwirtschaftliche Betriebe in Rheinland-Pfalz. Das waren gut 400 Betriebe weniger als ein Jahr zuvor (minus 2,5 Prozent). In Deutschland nahm die Zahl der Betriebe um zwei Prozent auf 269.800 Betriebe ab. Gegenüber dem Jahr 2010 hat die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Rheinland-Pfalz um gut 17 Prozent abgenommen (minus 3.500 Betriebe). In Deutschland wurde im gleichen Zeitraum nur eine Abnahme von einem Zehntel registriert. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche (708.200 Hektar) hat sich demgegenüber nur wenig verändert. Dadurch hat sich die bewirtschaftete Fläche je landwirtschaftlichem Betrieb in Rheinland-Pfalz von 34 auf 42 Hektar erhöht. Sie liegt aber immer noch deutlich unter der durchschnittlichen Betriebsgröße in Deutschland (2017: 62 Hektar).

Ein überdurchschnittlicher Rückgang ist vor allem bei den Betrieben zu beobachten, die weniger als fünf Hektar bewirtschaften. Sie stellen mit gut 21 Prozent die größte Betriebsgruppe dar. Die Zahl dieser Betriebe verringerte sich gegenüber 2010 um ein Drittel. Bundesweit liegt der Anteil dieser Betriebe nur bei acht Prozent. Der hohe Anteil kleiner Betriebe ist auf die große Bedeutung des Weinbaus im Land zurückzuführen. Langfristig rückläufige Betriebszahlen gab es auch in den Größenklassen zwischen fünf und 100 Hektar. Zugenommen hat dagegen die Zahl der größeren Betriebe, die 100 Hektar und mehr bewirtschaften. Sie erhöhte sich seit 2010 um rund acht Prozent auf 2.100 Betriebe.

Online-Agraratlas aktualisiert

Die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder haben heute den aktualisierten Online-Atlas Agrarstatistik veröffentlicht. Er enthält insgesamt 14 neue beziehungsweise aktualisierte Karten, denen georeferenzierte Daten aus den Ergebnissen der Agrarstrukturerhebung 2016 zu Grunde liegen. Der Großteil der Karten basiert auf Rasterzellen mit fünf Kilometern Gitterweite und ermöglicht somit Darstellungen unabhängig von administrativen Abgrenzungen. Die Karten können als Bilder und PDF-Datei ausgegeben werden, inklusive eines Vergleichs mit Karten von 2010. Zusätzlich bieten der WMS-Dienst (Web Map Service) und der WCS-Dienst (Web Coverage Service) die Möglichkeit zur Nutzung der Karten in GIS-Anwendungen (Geografisches Informationssystem).

Die Daten stammen aus der jährlich stattfindenden Bodennutzungshaupterhebung. Befragt wurden rund 6.000 landwirtschaftliche Betriebe mit fünf Hektar und mehr landwirtschaftlich genutzter Fläche bzw. Betriebe, die über bestimmte pflanzliche oder tierische Mindesterzeugungseinheiten verfügten. Die Angaben dieser Betriebe wurden zu einem Landesergebnis hochgerechnet.

Autor: Jörg Breitenfeld (Abteilung Landwirtschaft, Umwelt, Energie, Register)

 

Landwirtschaftliche Betriebe und landwirtschaftlich genutzte Fläche 2010 bis 2017
Größenklasse
nach der LF
von ... bis
unter ... ha
201020151201620171Veränderung 2017 zu
20102016
Landwirtschaftliche Betriebe (Anzahl)%
unter 55.4944.3003.8603.700-33,3-5,0
5-103.3312.9002.8542.700-18,9-5,4
10-203.7193.3003.2353.200-14,1-1,3
20-503.4113.1003.0813.100-9,9-0,3
50-1002.6292.4002.3862.300-13,0-4,1
100-2001.6241.6001.6211.7001,82,0
200 und mehr35650045350036,27,1
Insgesamt20.56418.10017.49017.100-17,1-2,5
 
unter 511.3879.0008.3007.900-30,3-4,7
5-1024.06620.80020.80019.600-18,8-6,0
10-2054.23548.90047.20046.600-14,2-1,4
20-50112.930100.400100.300101.200-10,40,9
50-100188.680175.900171.800166.800-11,6-2,9
100-200219.409223.600222.900228.1004,02,3
200 und mehr94.516126.800127.400138.00046,08,3
Insgesamt705.223705.400698.800708.2000,41,3
1 Stichprobenerhebung; Ergebnis der Hochrechnung auf 100 gerundet.

 

 

]]>
news-2344Fri, 01 Dec 2017 12:15:22 +0100Rund 366.000 Weihnachtssterne aus heimischer Produktionhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2344/Zum bevorstehenden Weihnachtsfest werden in vielen Geschäften wieder Weihnachtssterne an-geboten. Die 28 heimischen Produzenten von Weihnachtssternen erzeugten – so das Statistische Landesamt in Bad Ems – dieses Jahr 366.000 Pflanzen als sogenannte Fertigware, die zum Ver-kauf an Endverbraucher bestimmt ist. Insgesamt waren 2017 noch 149 Zierpflanzenbetriebe mit der Produktion von Blumen und Zier-pflanzen befasst. Innerhalb von fünf Jahren hat sich die Zahl der Betriebe um 26 Prozent verringert. Die Produktionsfläche nahm demgegenüber um drei Prozent auf 266 Hektar zu. Ein Zier-pflanzenbetrieb bewirtschaftete somit durchschnittlich 1,79 Hektar. Im Jahr 2012 waren es 1,28 Hektar. Im Blumen- und Zierpflanzenbereich kommt dem Anbau in Gewächshäusern und anderen Schutzanlagen eine große Bedeutung zu, wenngleich die Fläche gegenüber dem Jahr 2012 um elf auf 54 Hektar abnahm.  

Neben Weihnachtssternen erzeugen die rheinland-pfälzischen Zierpflanzenbetriebe als Fertigware vor allem Chrysanthemen (5,5 Millionen Stück), Veilchen und Stiefmütterchen (3,7 Millionen), Im-patiens (3,0 Millionen) sowie Geranien (3,0 Millionen). Ein weiteres Segment bildet die Produktion von Grün- und Blattpflanzen, einschließlich Kakteen (2,6 Millionen).

Ein weiterer Produktionsbereich ist die Erzeugung von Schnittblumen. Auf 198 Hektar Freilandflä-chen wurden 2017 zum Beispiel Gehölze zum Grün- und Blütenschnitt (46 Hektar) sowie Rosen (31 Hektar) produziert. Aber auch Sommerblumen und Schnittstauden, wie Dahlien oder Päonien, nehmen mit 39 Hektar ein größeres Anbauareal ein. Im Gewächshausbereich dominierten Rosen mit gut vier Hektar. Insgesamt wurden für die Erzeugung von Schnittblumen und Zierpflanzen zum Schnitt rund zwölf Hektar genutzt, die mit hohen begehbaren Schutzabdeckungen versehen waren.

Die Daten stammen aus der alle vier bzw. fünf Jahre stattfindenden Zierpflanzenerhebung. Befragt wurden alle Betriebe mit Blumen- und Zierpflanzenflächen von mindestens 3.000 Quadratmetern im Freiland oder 1.000 Quadratmeter unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen (wie z. B. Gewächshäuser).

Fertigware: Pflanzen, die im gleichen Entwicklungszustand, den sie im Erzeugerbetrieb erreicht haben, an den Endverbraucher direkt oder über Wiederverkäufer vertrieben werden. Davon zu unterscheiden sind Jungpflanzen und Halbfertigware, die üblicherweise nicht an Endverbraucher verkauft werden, sondern zur Weiterkultur im eigenen Betrieb dienen oder an andere Erzeugerbetriebe verkauft werden.

Autor: Jörg Breitenfeld (Abteilung Landwirtschaft, Umwelt, Energie, Register)

]]>
news-2329Thu, 16 Nov 2017 11:18:14 +0100Rebfläche: Soviel Rieslinganbau wie noch niehttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2329/Rheinland-Pfalz verfügt aktuell – nach einer vorläufigen Auswertung der Weinbaukartei – über eine bestockte Rebfläche von 64.156 Hektar. Die Anbaufläche nahm nach Angaben des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz gegenüber dem Vorjahr geringfügig um 39 Hektar zu. Die Keltertraubenfläche für Weißweine beträgt 45.767 Hektar (plus 0,5 Prozent) und die mit roten Rebsorten bestockte Fläche 18.389 Hektar (minus 1,1 Prozent). Damit setzte sich der Trend fort, dass die Winzerinnen und Winzer wieder auf weiße Rebsorten setzen. Rebsorten

Rheinland-Pfalz ist für seine Rieslinge bekannt. Mehr als ein Viertel der bestockten Rebflächen (17.462 Hektar) sind mit dieser Sorte bepflanzt. Das stellt einen neuen Höchststand dar. Gegenüber dem Vorjahr nahm die Fläche um 129 Hektar zu. Den größten Flächenzuwachs verzeichnete Ruländer; die Anbaufläche wurde um 163 Hektar auf 3.839 Hektar ausgeweitet.

Größere Flächenzuwächse verzeichneten noch Sauvignon blanc und Weißburgunder. Der Anbau wurde um 140 bzw. 118 Hektar ausgeweitet. Sauvignon blanc wächst jetzt auf 854 und Weißburgunder auf 3.224 Hektar. Ebenfalls noch eine größere Flächenausdehnung erfuhr Chardonnay (1.611 Hektar; plus 79 Hektar).

Im roten Segment wiesen nur wenige Sorten einen Flächenzuwachs auf. Mit einem Plus von 15 auf 526 Hektar war beim Merlot die größte Zunahme zu verzeichnen. Spätburgunder (4.232 Hektar) gewann zwölf Hektar hinzu. Cabernet Sauvignon (326 Hektar) verzeichnete ein plus von sieben Hektar.

Bezogen auf die Fläche verloren insbesondere Müller-Thurgau, Portugieser, Kerner, Dornfelder und Silvaner. Müller-Thurgau wird nur noch auf 7.793 Hektar angebaut (minus 177 Hektar). Portugieser kommt noch auf ein Anbauareal von 2.701 Hektar (minus 104 Hektar). Das Anbauareal von Kerner, Dornfelder und Silvaner wurde binnen eines Jahres um jeweils über 90 Hektar reduziert.

Anbaugebiete

Die sechs Weinanbaugebiete des Landes weisen unterschiedliche Größen und Rebsortenspiegel auf. Die bestockte Rebfläche Rheinhessens, dem größten Anbaugebiet Deutschlands, nahm um 21 Hektar auf 26.608 Hektar ab. Die wichtigsten Rebsorten sind dort Riesling (4.628 Hektar) und Müller-Thurgau (4.288 Hektar) vor Dornfelder mit 3.360 Hektar. Die Pfalz (23.649 Hektar; plus 59 Hektar) verfügt mit 5.876 Hektar über das größte Rieslinganbauareal, gefolgt von Dornfelder (2.947 Hektar), Müller-Thurgau (1.686 Hektar) und Spätburgunder (1.686 Hektar). Im rheinland-pfälzischen Teil des Anbaugebiets Mosel dominiert der Riesling (5.379 Hektar). Er wächst auf 62 Prozent der bestockten Rebfläche von 8.641 Hektar (minus 32 Hektar). Das Weinanbaugebiet Nahe gehört mit 4.226 Hektar zu den mittelgroßen Anbaugebieten. Die führenden Rebsorten sind Riesling (1.214 Hektar), Müller-Thurgau (532 Hektar) und Dornfelder (425 Hektar). Die Weinbauregion Ahr ist bekannt für ihre Rotweine. Auf 83 Prozent der Anbaufläche von 561 Hektar wachsen rote Rebsorten. Angeführt wird das Sortiment vom Spätburgunder (364 Hektar). Am Mittelrhein (450 Hektar) dominiert, wie an der Mosel, der Riesling den Anbau. Sein Anteil beläuft sich dort auf 67 Prozent.

Mit dem Inkrafttreten des neuen EU-Genehmigungssystems für Rebpflanzungen zum 1. Januar 2016 ist ein kommerzieller Weinanbau im gesamten Bundesgebiet zulässig. Der Anbau von Rebflächen zur Weinerzeugung ist somit in Deutschland nicht mehr auf die 13 Weinanbaugebiete begrenzt. Der Umfang dieser Rebflächen beträgt derzeit in Rheinland-Pfalz rund 22 Hektar.

Die Angaben basieren auf einer vorläufigen sekundärstatistischen Auswertung der EU-Weinbaukartei, die von der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz geführt wird. Der Rebsortenspiegel beinhaltet eine Aufstellung der angepflanzten Rebsorten einer Region,  z. B. eines Bundeslandes. Hierbei wird die Rebfläche der einzelnen Sorten im Allgemeinen  in Hektar (1 Hektar = 10.000 m²) angegeben. Da es sich noch um vorläufige Daten handelt, stehen Ergebnisse für Gemeinden noch nicht zur Verfügung.

Autor: Jörg Breitenfeld (Abteilung Landwirtschaft, Umwelt, Energie, Register)


 

Bestockte Rebfläche für Keltertrauben 2016 und 2017 nach Rebsorten
Rebsorte2016 2017 1Veränderung 2017 zu 2016
Hektar%
Weißweinrebsorten
zusammen45.52345.7672440,5
Riesling, Weißer17.33317.4621290,7
Müller-Thurgau7.9707.793-177-2,2
Ruländer3.6763.8391634,4
Burgunder, Weißer3.1063.2241183,8
Silvaner, Grüner3.1593.068-90-2,9
Kerner 2.0781.981-97-4,7
Chardonnay1.5331.612795,2
Scheurebe1.1711.154-17-1,4
Sauvignon blanc71485414019,6
Bacchus860829-31-3,6
Gewürztraminer643688457,0
Rotweinrebsorten
zusammen18.59518.389-205-1,1
Dornfelder 7.1417.050-91-1,3
Spätburgunder, Blauer4.2204.232120,3
Portugieser, Blauer2.8052.701-104-3,7
Regent 1.3951.361-34-2,4
Saint Laurent595590-5-0,9
Merlot511526152,8
Keltertraubensorten insgesamt64.11864.156390,1
1 vorläufig

 

 

]]>
news-2318Thu, 02 Nov 2017 13:23:34 +0100Weniger Baumschulen als vor fünf Jahrenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2318/In Rheinland-Pfalz sind noch 67 Baumschulen mit der Produktion von zum Beispiel Obst- und Ziersträuchern oder Forstpflanzen befasst. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, hat sich die Zahl der Baumschulen, die selbst Baumschulgewächse produzieren, gegenüber dem Jahr 2012 um 16 verringert (minus 20 Prozent). Die Baumschulbetriebe bewirtschaften eine Fläche von 552 Hektar (minus 4,6 Prozent); davon befanden sich 525 Hektar im Freiland. Die durchschnittliche Fläche je Betrieb ist in den vergangenen fünf Jahren um 1,3 Hektar auf gut acht Hektar gestiegen.Detailliert erfasst wurde nur die Produktion im Freiland. Hier dominierte die Produktion von Ziersträuchern und Bäumen. Sie erfolgte auf 155 Hektar oder 28 Prozent der Baumschulflächen. Hierzu zählen vor allem Laub- und Nadelbäume für z. B. Alleen, Straßen und Parks (69 Hektar); Ziersträucher und Laubgehölze (42 Hektar) sowie Nadelgehölze oder Koniferen (24 Hektar). Ein weiteres wichtiges Segment sind Nadel- und Laubgehölze zum Einsatz im Forstbereich. Sie wurden auf 94 Hektar herangezogen. Nicht enthalten sind darin 19 Hektar, auf denen Weihnachtsbäume zur Anzucht kultiviert werden. Auf knapp 57 Hektar wuchsen veredelte Pflanzen, wie z. B. veredelte Baumobstgehölze. Die Produktionsfläche für Heckenpflanzen betrug 56 Hektar.

Die Daten stammen aus der in mehr jährigen Abständen durchgeführten Baumschulerhebung. Sie erfolgte bei rund 100 landwirtschaftlichen Betrieben, die auf Flächen von 50 Ar und mehr Baumschulprodukte erzeugen.

Autor: Jörg Breitenfeld (Abteilung Landwirtschaft, Umwelt, Energie, Register)

 

 

]]>
news-2288Fri, 15 Sep 2017 09:15:06 +0200Schäden durch Frost: Apfelernte so niedrig wie noch niehttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2288/Die rheinland-pfälzischen Obstbaubetriebe können dieses Jahr nur eine Apfelernte von 9.500 Tonnen einbringen. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes wird die bisher geringste Apfelernte aus dem Jahr 1981 (13.100 Tonnen) deutlich unterschritten. Die wichtigste Ursache sind die Spätfröste im April. Die erwartete Erntemenge liegt bei weniger als ein Drittel des Durchschnitts in den Jahren 2011 bis 2016 (30.600 Tonnen). Der Ertrag wird auf rund 6,8 Tonnen geschätzt, im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre waren es 21,9 Tonnen. Damit stehen rechnerisch jedem Einwohner nur 2,3 Kilogramm Äpfel aus heimischer Erzeugung zur Verfügung. Zum Vergleich: Der Pro-Kopf-Verbrauch an Äpfeln lag 2015/2016 bei 19 Kilogramm. Äpfel werden auf 1.390 Hektar angebaut und sind damit die wichtigste Obstart im Land.

Geringe Erträge auch bei anderen Obstarten

Nach den Feststellungen der Berichterstatterinnen und Berichterstatter brachten auch die anderen Obstarten deutlich geringer Erträge. Süßkirschen stehen mit 653 Hektar auf den zweiten Platz der Anbaustatistik. Der Ertrag liegt mit einem geschätzten Hektarertrag von 2,7 Tonnen um 56 Prozent unter dem langjährigen Schnitt von 6,1 Tonnen. Die geschätzte Erntemenge beträgt 1.700 Tonnen.

Sauerkirschen (562 Hektar) brachten mit 5,9 Tonnen je Hektar einen Ertrag, der den Mittelwert der Jahre 2011 bis 2016 (8,4 Tonnen/Hektar) um 30 Prozent verfehlt. Gegenüber dem vorigen Jahr ist ein geschätzter Ertragsrückgang von 26 Prozent zu verzeichnen. Die Erntemenge beläuft sich auf 3.300 Tonnen. Die Birnen anbauenden Betriebe (163 Hektar) werden mit 8,8 Tonnen je Hektar voraussichtlich nur die Hälfte des mehrjährigen Durchschnitts ernten. Die geschätzte Erntemenge beläuft sich auf 1.400 Tonnen.

Die Daten stammen aus der Ernte- und Betriebsberichterstattung für Baumobst. Im Rahmen der Ernte- und Betriebsberichterstattung berichten rund 180 Landwirte regelmäßig über die Wachstumsbedingungen und die Erträge von Baumobst. Die Schätzungen sind vorläufig und können je nach weiterem Witterungsverlauf mehr oder weniger von den endgültigen Ergebnissen abweichen.
Daten zum Erwerbsanbau von Obst liegen seit 1974 vor.
Quelle für Pro-Kopf-Verbrauch: Statistisches Jahrbuch über Ernährung, Landwirtschaft und Forsten 2016; Tabelle 265.

Autor: Jörg Breitenfeld (Abteilung Landwirtschaft, Umwelt, Energie, Register)

 

 

]]>
news-2287Fri, 15 Sep 2017 08:05:38 +0200Spätfröste, Hagel und Starkregen lassen Weinmosternte schrumpfenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2287/Auf gut 5,4 Millionen Hektoliter schätzten die Ernteberichterstatterinnen und Ernteberichterstatter des Statistischen Landesamtes Ende August die Erntemenge für Weinmost in Rheinland-Pfalz. Gegenüber dem langjährigen Mittelwert wären das ein Zehntel weniger. Im Vergleich zum Vorjahr beträgt die Abnahme knapp acht Prozent. Ein wichtiger Grund für die kleine Weinmosternte sind die Spätfröste im April. Aber auch Hagel und Starkregen führten zu Schäden in den Weinbergen. Die Erntemenge der weißen Moste liegt nach den aktuellen Schätzungen mit 3,7 Millionen Hektoliter gut vier Prozent unter dem Durchschnitt der Jahre 2007 bis 2016. Im Vergleich zum Vorjahr fällt der Rückgang mit sechs Prozent höher aus. Beim Rotmost wird eine Abnahme der Erntemenge um elf Prozent zum Vorjahr erwartet. Mit knapp 1,7 Millionen Hektolitern läge die Erntemenge 20 Prozent unter dem langjährigen Mittel.

Für Rheinhessen – dem größten Weinanbaugebiet Deutschlands – wurde eine Erntemenge von 2,1 Millionen Hektoliter geschätzt, die damit den langjährigen Vergleichswert um 18 Prozent verfehlt. In der Pfalz wird mit 2,2 Millionen Hektoliter eine leicht unter dem Durchschnitt liegende Erntemenge erwartet. Sie läge damit über der in Rheinhessen. An der Mosel wird mit 0,7 Millionen Hektoliter eine Erntemenge erwartet, die etwa auf dem Vorjahresniveau liegt. Im Vergleich zum langjährigen Wert fehlen rund neun Prozent.

Aufgrund des Termins, zu dem die Schätzungen erfolgen, sind die Ergebnisse noch mit Unsicherheiten behaftet und größere Veränderungen auf Grund des weiteren Witterungsverlauf zu erwarten.

Im Rahmen der Ernte- und Betriebsberichterstattung berichten rund 240 Ernteberichterstatterinnen und Ernteberichterstatter regelmäßig über die Wachstumsstände der Reben und die Weinmosterträge. Bei den Ertragschätzungen wird stets davon ausgegangen, dass der weitere Witterungsverlauf keine Extreme aufweist.

Autor: Jörg Breitenfeld (Abteilung Landwirtschaft, Umwelt, Energie, Register)

 

 

 

]]>
news-2276Tue, 29 Aug 2017 11:21:03 +0200Durchschnittliche Getreide- und Rapserntehttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2276/Die diesjährige Getreide- und Rapsernte ist trotz der unbeständigen Witterung in den letzten Wochen weitgehend abgeschlossen worden. Nach einer ersten Bilanz des Statistischen Landesamtes in Bad Ems werden die rheinland-pfälzischen Landwirte im laufenden Jahr 1,4 Millionen Tonnen Getreide ernten. Gegenüber dem Vorjahr ist eine Zunahme von vier Prozent zu verzeichnen. Allerdings liegt sie um gut ein Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt der Jahre 2011 bis 2016. Die Getreide- und Winterrapsbestände waren im Allgemeinen gut durch den Winter gekommen. Die hohen Temperaturen im März boten den Pflanzen gute Wachstumsbedingungen. Die Frostnächte im April hatten – im Gegensatz zum Wein- und Obstbau – nur geringen Einfluss auf das Getreide oder den Raps. Im weiteren Verlauf war es wegen fehlender Niederschläge zu trocken. Die wechselhafte Witterung ab Mitte Juni sorgte mit ihren Niederschlägen noch für einen Zuwachs, so dass zumindest mengenmäßig eine durchschnittliche Ernte eingebracht wurde.

Getreide wurde 2017 auf 220.500 Hektar angebaut und lag damit nur geringfügig unter der Vorjahresfläche. Der durchschnittliche Getreideertrag wird auf 6,5 Tonnen je Hektar geschätzt, im vergangenen Jahr waren es 6,2 Tonnen (plus fünf Prozent). Gegenüber dem langjährigen Mittel betrug der Ertragszuwachs gut zwei  Prozent.

Die Anbaufläche für Winterraps wurde um rund sechs Prozent auf 42.400 Hektar reduziert. Die Erntemenge (149.100 Tonnen) wird das Vorjahresergebnis voraussichtlich um knapp vier Prozent unterschreiten. Der langjährige Durchschnittswert wird um fast sieben Prozent verfehlt. Der Hektarertrag liegt mit 3,5 Tonnen über dem Vorjahreswert von 3,4 Tonnen (2,5 Prozent). Im mehrjährigen Durchschnitt wurden knapp 3,6 Tonnen Winterraps von einem Hektar geerntet.

Die wichtigste Getreideart ist Winterweizen, der auf 113.400 Hektar angebaut wurde. Der Hektarertrag liegt mit sieben Tonnen voraussichtlich sieben Prozent über dem Vorjahreswert (6,6 Tonnen). Gegenüber dem langjährigen Durchschnittsertrag (6,9 Tonnen je Hektar) beträgt der Zuwachs 1  Prozent. Die erwartete Erntemenge liegt bei 792.000  Tonnen. Damit entfallen 56 Prozent der Getreideernte auf Winterweizen.

Wintergerste verzeichnet mit 38.000 Hektar im Vergleich zum Vorjahr eine geringfügige Ausdehnung der Anbaufläche. Der Ertrag beträgt 6,8 Tonnen je Hektar und wird damit das langjährige Mittel um sieben Prozent übertreffen. Gegenüber dem Vorjahr ist eine geringfügige Zunahme von knapp einem Prozent zu verzeichnen. Die für Wintergerste geschätzte Erntemenge beläuft sich auf 258.700 Tonnen. Sommergerste (36.200 Hektar) liegt mit 5,3 Tonnen je Hektar sieben Prozent über dem Niveau des Vorjahres (5,0 Tonnen) und ein Prozent über dem mehrjährigen Mittel. Die Erntemenge (193.200 Hektar) liegt 15 Prozent über dem Vorjahreswert.

Die Daten stammen aus der Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung sowie der Ernte- und Betriebsberichterstattung. Bei der Besonderen Ernteermittlung wurden bisher 379 der 460 ausgewählten Getreide- und Winterrapsfelder vollständig abgeerntet und das Erntegut verwogen. Im Rahmen der Ernte- und Betriebsberichterstattung berichten rund 300 Landwirte regelmäßig über die Wachstumsbedingungen und die Erträge von Feldfrüchten. Da noch nicht alle Proben ausgewertet werden konnten, sind die Ergebnisse noch mit Unsicherheiten behaftet; Veränderungen sind möglich.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie

 

]]>
news-2274Fri, 25 Aug 2017 11:24:00 +0200Baumobstanbau: Äpfel dominieren, Süßkirschenfläche wächsthttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2274/Äpfel haben den größten Anteil im Baumobstanbau in Rheinland-Pfalz, die Süßkirsche gewinnt an Bedeutung: Das sind Ergebnisse der jüngsten Baumobsterhebung des Statistischen Landesamtes in Bad Ems. Demnach bewirtschaften 555 Betriebe insgesamt 3.990 Hektar Anbaufläche für die erwerbsmäßige Erzeugung von Baumobst. Auf über einem Drittel der Fläche (1.390 Hektar) werden Äpfel produziert, die überwiegend als Tafeläpfel vermarktet werden. Die Sorte Elstar liegt mit 183 Hektar oder 17 Prozent auf dem ersten Platz der angebauten Apfelsorten, vor Braeburn (15 Prozent), Gala (13 Prozent) und Jonagold (10 Prozent).

Süß- und Sauerkirschen kommen auf gut 30 Prozent der Fläche. Süßkirschen nehmen mit 653 Hektar mittlerweile ein größeres Anbauareal ein als Sauerkirschen (562 Hektar). Während Süßkirschen überwiegend als Tafelobst angebaut werden, liegt der Schwerpunkt des Sauerkirschenanbaus bei der Verwertung, etwa für Säfte oder Konserven. Pflaumen und Zwetschgen wachsen auf 884 Hektar und werden vor allem als Tafelobst verwertet. Von nennenswerter Bedeutung sind außerdem Mirabellen und Renekloden (189 Hektar) sowie Birnen (163 Hektar). Im geringen Umfang werden auch Aprikosen, Pfirsiche, Quitten und Walnüsse angebaut.

Ökoanbau bei rund zehn  Prozent

Rund ein Zehntel der Baumobstfläche (408 Hektar) wird von Betrieben bewirtschaftet, die vollständig auf eine ökologische Wirtschaftsweise umgestellt haben. Den Anbau dominieren Äpfel mit 69 Prozent der Fläche. Von den 280 Hektar Apfelanbau im ökologischen Anbau entfällt über die Hälfte der Fläche auf Wirtschaftsäpfel, z. B für die Saftherstellung. Im konventionellen Anbau dominieren dagegen Tafeläpfel (76 Prozent).

Anbau konzentriert sich auf wenige Gebiete

Der Erwerbsanbau hat sich aufgrund der Standortbedingungen auf wenige Kreise konzentriert. Fast die Hälfte der Baumobstfläche entfällt auf die im Landkreis Mainz-Bingen (976 Hektar) und der kreisfreien Stadt Mainz (912 Hektar) ansässigen Betriebe. Im nördlichen Rheinland-Pfalz finden sich vor allem im Landkreis Mayen-Koblenz (509 Hektar) und der kreisfreien Stadt Koblenz (94 Hektar) Betriebe mit Baumobstflächen. Größere Baumobstflächen gibt es noch in den  Landkreisen Bad-Dürkheim (322 Hektar) und  Ahrweiler (259 Hektar).

Die Daten stammen aus der Anfang des Jahres durchgeführten Baumobstanbauerhebung. Sie erfolgte bei rund 600 landwirtschaftlichen Betrieben, die auf Flächen von 50 Ar und mehr Baumobst (Äpfel, Birnen, Kirschen, Mirabellen und Renekloden, Pflaumen und Zwetschen) für den Verkauf erzeugten. Aus methodischen Gründen ist die Vergleichbarkeit bei den Flächen eingeschränkt. Gegenüber früheren Erhebungen wurde die Baumobstfläche nicht mehr aus den Zeilenbreiten und Abständen in einer Reihe errechnet sondern der Betrieb meldete die bepflanzte Fläche der Obstanlage. Zu der bepflanzten Fläche gehört auch das Vorgewende.

Autor: Jörg Breitenfeld (Abteilung Landwirtschaft, Umwelt, Energie, Register)

 

 

 

]]>
news-2252Wed, 02 Aug 2017 11:01:38 +0200Derzeitige Erwartungen gehen von unterdurchschnittlichen Ernten bei Getreide und Winterraps aushttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2252/Für die Getreideernte in Rheinland-Pfalz wird aufgrund der Ende Juni geschätzten Hektarerträge und der vorläufigen Anbauflächen eine voraussichtliche Erntemenge von fast 1,4 Millionen Tonnen erwartet. Mit einem geringen Plus von 1,5 Prozent entspricht dies weitestgehend der Vorjahresmenge. Die durchschnittliche Menge der Jahre 2011 bis 2016 wird um 4,5 Prozent unterschritten. Bei Winterraps liegt die erwartete Erntemenge von rund 139 000 Tonnen 13 Prozent unter dem mehrjährigen Vergleichswert und zehn Prozent unter der Vorjahresernte. Die Erntemenge ist abhängig von witterungsbedingten Schwankungen der Hektarerträge oder auch maßgeblichen Einschränkungen oder Erweiterungen des Anbauumfangs. Die Anbaufläche für Getreide wird in diesem Jahr auf 220 500 Hektar geschätzt. Gegenüber dem Ergebnis der Vollerhebung im Vorjahr hat sich die Fläche kaum verändert (minus 0,4 Prozent). Winterweizen ist nach wie vor mit 113 400 Hektar die wichtigste Getreideart. Als weitere bedeutende Getreidearten folgen Wintergerste mit 38 000 Hektar und Sommergerste mit 36 200 Hektar. Dabei hat Sommergerste mit einer Anbauausdehnung zwar deutlich zugenommen (plus 7,4 Prozent), knüpft damit aber nicht an den Anbauumfang vergangener Jahre an.

Der erwartete Hektarertrag für Getreide liegt mit 63 Dezitonnen in Höhe des mehrjährigen Durchschnitts und ist ähnlich hoch wie im Vorjahr (plus 1,8 Prozent). Die geschätzten Hektarerträge für Winterweizen und Sommergerste liegen rund drei bzw. fünf Prozent über dem Vorjahresertrag; mit fünf Prozent geringeren Flächenerträgen wird für Wintergerste gerechnet.

Die im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Erntemenge beim Winterraps ist auf eine Anbaureduzierung um knapp sechs Prozent und auf eine geringere Ertragserwartung zurückzuführen. Der geschätzte Hektarertrag von rund 33 Dezitonnen liegt fast fünf Prozent unter dem Vorjahreswert.

Der Ernteschätzung liegen die Angaben von rund 300 ehrenamtlichen Ernteberichterstatterinnen und Ernteberichterstattern zugrunde. Sie übermitteln dem Statistischen Landesamt zu mehreren Terminen im Jahr Schätzungen der Hektarerträge. Die Ertragschätzungen zum Berichtstermin erfolgen unter der Annahme, dass die weiteren Witterungsbedingungen denen eines normalen Jahres entsprechen. Die Schätzung der Getreideernte enthält keinen Körnermais.
Zur Berechnung der Erntemenge werden die vorläufigen Flächenangaben der Bodennutzungshaupterhebung herangezogen. Außer für das Jahr 2016 handelt es sich um die Ergebnisse aus Stichprobenerhebungen. Die geschätzten Hektarerträge stammen aus Flächen die rund fünf Prozent der Getreide- bzw. Winterrapsanbaufläche abdecken.

Autor: Herbert Kunz (Referat 41 Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie; Abteilung 4)

 

]]>
news-2205Wed, 31 May 2017 12:54:53 +0200Aquakulturen erzeugten 317 Tonnen Fischhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2205/In Rheinland-Pfalz erzeugten im Jahr 2016 nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems 28 rheinland-pfälzische Aquakulturbetriebe rund 317 Tonnen Fisch. Mit dieser Menge kann die heimische Aquakulturproduktion nur einen geringen Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung mit Proteinen leisten. Gegenüber dem Vorjahr war ein Produktionsrückgang von sieben Prozent zu verzeichnen. Die Aquakulturproduktion findet zumeist unter natürlichen Witterungsbedingungen statt, so dass Trockenheit und Nässe das Fangergebnis beeinflussen können. Die wichtigste Fischart in der Aquakulturproduktion ist die Regenbogenforelle; auf sie entfielen 82 Prozent der gesamten Erzeugung. Lachs- bzw. Bachforellen hatten Anteile von sieben bzw. fünf Prozent.

Im Vergleich zu Deutschland ist die rheinland-pfälzische Aquakultur nur von geringer Bedeutung. Im Jahr 2015 wurden in Deutschland rund 3.300 Aquakulturbetriebe registriert, die insgesamt rund 19.000 Tonnen Fisch produzierten. Der rheinland-pfälzische Anteil an der Produktion betrug im Jahr 2015 etwa 1,8 Prozent. Die wichtigsten Fischarten waren in Deutschland die Regenbogenforelle und der Karpfen.

In den Angaben sind die von Angelvereinen oder für den Eigenbedarf gezüchteten Fische sowie die Fluss- und Seenfischerei nicht erfasst.

Aquakultur ist definiert als die Aufzucht von im Wasser lebenden Organismen bei denen etwa durch regelmäßige Fütterung oder Schutz vor natürlichen Feinden mit dem Ziel der Ertragssteigerung in den Produktionsprozess eingegriffen wird.

Befragt werden Betriebe mit Teichen ohne nennenswerten Durchfluss mit mindestens 0,3 Hektar Gesamtgewässerfläche oder Betriebe mit Anlagen ohne Kreislaufführung, die von Wasser kontinuierlich durchflossen werden, sowie mit Anlagen mit einer täglichen Frischwasserzufuhr von mindestens 20 Prozent des Anlagenvolumens und einem Gesamtvolumen von mindestens 200 Kubikmeter, soweit es für die Aquakultur verwendbar ist, oder Betriebe mit anderen als den genannten Aquakulturanlagen.

Nicht einbezogen werden reine Angelteichbetriebe (Angelparks) sowie Aquarien- oder Zierfischarten. Die Fänge aus der Fluss- und Seenfischerei sind in den Ergebnissen der Aquakulturstatistik ebenfalls nicht enthalten.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

 

 

]]>
news-2203Mon, 29 May 2017 11:39:19 +0200Mehr Schlachtungen von Importschweinen und Kühenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2203/An den Schlachtstätten in Rheinland-Pfalz wurde die Schweinefleischproduktion 2016 ausschließlich durch vermehrte Schlachtungen von Schweinen, die aus dem Ausland importiert wurden (plus 80 Prozent), auf dem Niveau des Vorjahres gehalten. Sie hatten nach Angaben des Statistischen Landesamtes einen Anteil von 35 Prozent an den Schweineschlachtungen. Insgesamt wurden 1,2 Millionen Schweine (plus 0,2 Prozent) und rund 79.000 Rinder (minus 0,9 Prozent) geschlachtet. Das waren 2,1 Prozent der bundesweit 63 Millionen getöteten Schweine- und Rinder.

Von der Gesamtschlachtmenge von 138.500 Tonnen entfielen 83 Prozent auf Schweine. Die Schlachtmenge der Schweine lag 0,8 Prozent über dem Vorjahr; bei Rindern war sie 2,0 Prozent kleiner als 2015.

Hintergrund für die Abnahme des Schlachtaufkommens bei Rindern sind zehn Prozent weniger Schlachtungen von Mastbullen. Die Zahl der getöteten Kühe und zuchtreifen weiblichen Rinder übertraf 2016 dagegen den Vorjahreswert um 3,7 Prozent. Sehr niedrige Milchpreise haben in den zurückliegenden Jahren zu einem Abbau der Kuhbestände geführt. Dies bedeutete für Milchkühe und für Rinder, die für Milcherzeugung vorgesehen waren, die vorzeitige Schlachtung.

Hausschlachtungen sind bei allen Tierarten rückläufig. Einen erwähnenswerten Anteil hatten sie 2016 nur bei Ziegen (6,9 Prozent) und Schafen (5,5 Prozent). Der rheinland-pfälzische Anteil der in Deutschland geschlachteten Tiere beträgt bei Schafen 1,8 Prozent, bei Ziegen 2,8 Prozent. Bei den Schafschlachtungen handelt es sich zu 91 Prozent um Lämmer. Die Zahl der Schlachtungen hat gegenüber 2015 bei Schafen um 5,6 Prozent auf rund 20.000 Tiere und bei Ziegen um 12,3 Prozent auf 648 Tiere abgenommen.

Anders als in Deutschland insgesamt übertraf in Rheinland-Pfalz die Zahl der geschlachteten und für den menschlichen Verzehr als tauglich frei gegebenen Pferde in den vergangenen Jahren regelmäßig die Schlachtungen des Jahres 2010; im Jahr 2016 lagen sie 11 Prozent höher als 2015. Mit 838 Tieren, die fast ausnahmslos inländischer Herkunft waren, wurden zehn Prozent der in Deutschland geschlachteten Pferde in Rheinland-Pfalz getötet.

Geflügelschlachtungen werden nicht wie die Schlachtungen von Großtieren über die Schlachttier- und Fleischbeschau ermittelt, sondern direkt bei Geflügelschlachtern erhoben. In Rheinland-Pfalz gibt es sechs von bundesweit 229 Betrieben. Sie schlachteten nur 41.000 der 0,7 Milliarden Tiere, die in Deutschland 2016 getötet wurden.

Die Schlachtungsstatistik basiert auf den monatlichen Meldungen der amtlichen Veterinäre über die beschauten Schlachtungen. Der Erhebungsbereich umfasst alle durchgeführten Schlachttier- und Fleischuntersuchungen. Die für den menschlichen Verzehr als untauglich beurteilten Tiere werden in der Statistik nicht berücksichtigt.

Die Schlachtungen von Geflügel werden bei Betrieben, die nach dem EG-Hygienerecht für Geflügelschlachtungen zugelassen sind, erhoben. Unternehmen mit Betrieben in mehreren Bundesländern haben für jedes Land, in dem sie einen Betrieb haben, gesondert zu melden. Die Ergebnisse der Erhebung werden vom Statistischen Bundesamt für das Bundesgebiet und nach Bundesländern veröffentlicht, soweit dies mit den Geheimhaltungsvorschriften vereinbar ist.

Autorin: Dr. Birgit Hübbers (Referat Auswertungen, Analysen A4)

 

 

 

]]>
news-2179Wed, 12 Apr 2017 08:45:24 +0200Holzeinschlag auf Vorjahresniveau – Fast zwei Drittel Nadelholzhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2179/Im Jahr 2016 wurden in Rheinland-Pfalz 3,2 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen (gerechnet ohne Rinde). Das war nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems knapp ein Prozent weniger als im Vorjahr. Im Jahr 2015 wurden in Deutschland rund 55,6 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen. Der rheinland-pfälzische Anteil hieran betrug knapp sechs Prozent. Der Holzeinschlag im Land ist damit seit dem Jahr 2010 weiter rückläufig. Seinerzeit hatte er infolge der vom Orkan Xynthia verursachten Schäden bei überdurchschnittlich 5,5 Millionen Kubikmeter gelegen. Die wichtigsten Holzarten, die 2016 eingeschlagen wurden, waren Fichte, Tanne und Douglasie mit 52 Prozent. Buchenholz sowie sonstige Laubhölzer kamen auf einen Anteil von 28 Prozent. Kiefern- und Lärchenholz stellte 13 Prozent des Einschlags. Eichenhölzer erreichten gut sieben Prozent.

Rund 16 Prozent des gesamten Holzeinschlags wurde energetisch zur Erzeugung von Wärme und Strom genutzt. Mit rund 514.000 Kubikmeter Energieholz wurden 18 Prozent weniger als 2015 für Zwecke der Energiegewinnung eingesetzt. Gut die Hälfte des gesamten Einschlags erfolgte im kommunalen und kirchlichen Wald (Körperschaftswald). Im Staatswald wurden 38 Prozent eingeschlagen. Auf knapp neun Prozent wurde der auf den Privatwald entfallende Holzeinschlag geschätzt.

Die Angaben zum Holzeinschlag werden von der Landesforstverwaltung zur Verfügung gestellt. Sie basieren auf einer Auswertung der Holzbuchführung der Landesforstverwaltung und auf ergänzenden Schätzungen. Die Schätzungen beziehen sich dabei auf den Privatwald sowie Teile des Körperschaftswaldes (kommunaler und kirchlicher Wald).
Ein Kubikmeter Holz entspricht einem Festmeter (Würfel aus massivem Holz von einem Meter Kantenlänge).

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

]]>
news-2169Wed, 29 Mar 2017 14:40:43 +0200Weinerzeugung leicht rückläufighttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2169/Die Wein ausbauenden Betriebe und Kellereien in Rheinland-Pfalz erzeugten aus der Traubenernte des Jahres 2016 rund 5,8 Millionen Hektoliter Wein. Das stellt nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems gegenüber der Vorjahresmenge von 5,9 Millionen Hektoliter eine Abnahme von einem Prozent dar. Der zehnjährige Durchschnitt von gut sechs Millionen Hektoliter Weinerzeugung wurde um 3,6 Prozent verfehlt.Rund 77 Prozent des Mostes (4,3 Millionen Hektoliter) wurde zu Qualitätswein verarbeitet. Für den Ausbau zu Prädikatsweinen – wie Spät- und Auslesen – wurden gut eine Million Hektoliter der Moste vorgesehen (18 Prozent). Als Wein oder Landwein sollen 320.000 Hektoliter vermarktet werden.

Auf Weißwein entfielen 68 Prozent der gesamten Weinerzeugung. Von den 3,9 Millionen Hektoliter weiße Moste wurden 24 Prozent zu Prädikatsweinen und 68 Prozent zu Qualitätsweinen ausgebaut. Bei den roten Mosten wurden nur vier Prozent zu Prädikatsweinen und 94 Prozent zu Qualitätsweinen ausgebaut. Ursächlich hierfür sind die unterschiedlichen Vermarktungswege für Weiß- und für Rotwein.

Im vergangenen Herbst erzeugten die Winzer und Kellereien des größten deutschen Anbaugebietes, Rheinhessen, knapp 2,6 Millionen Hektoliter Wein. Das war gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 0,5 Prozent. Der größte Teil des rheinhessischen Weins stammte auch aus den Trauben des Anbaugebietes. Aus den im Anbaugebiet Pfalz geernteten Trauben wurden insgesamt 2,2 Millionen Hektoliter Wein erzeugt (Minus 2,2 Prozent). Die im Anbaugebiet Pfalz ansässigen Betriebe verarbeiteten rund 1,7 Millionen Hektoliter Most zu Wein. Rund 0,5 Millionen Hektoliter Most wurde in anderen Anbaugebieten verarbeitet, vor allem im rheinland-pfälzischen Teil des Anbaugebiets Mosel. Hier wurden rund 1,2 Millionen Hektoliter Wein gekeltert. Aus der regionalen Ernte stammten allerdings nur 690.000 Hektoliter. Die Weinbaubetriebe an der Mosel mussten gegenüber dem Jahr 2015 Einbußen von gut sieben Prozent verkraften.

Die Angaben basieren auf der sekundärstatistischen Auswertung der Weinerzeugungsmeldungen, die Bestandteil der bei der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz geführten EU-Weinbaukartei sind.
Ein Hektoliter (hl) sind 100 Liter.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

 

]]>
news-2168Fri, 24 Mar 2017 11:06:22 +0100Eier kommen selten, aber zunehmend häufiger aus Rheinland-Pfalzhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2168/Im Jahr 2016 wurden in Rheinland-Pfalz rund 715 000 Hennen in spezialisierten Betrieben gehalten, von denen jede 278 Eier legte. Insgesamt wurden 199 Millionen Eier erzeugt; das waren 1,7 Prozent der deutschen Produktion von knapp 12 Milliarden. Nur eins von 60 in Deutschland erzeugten Eiern stammt somit aus Rheinland-Pfalz.Die Statistik erfasst Betriebe von Unternehmen mit 3.000 und mehr Haltungsplätzen. Von 1.759 Betrieben in Deutschland produzieren 50 in Rheinland-Pfalz. Seit 2012 sind es 18 Betriebe mehr. Zuvor hatte die Zahl der Betriebe jährlich abgenommen. Hierzu hatte auch das absehbare Verbot der konventionellen Käfighaltung in Form von Legebatterien beigetragen, das zum 1. Januar 2010 in Kraft trat.

In den letzten Jahren wurde die Eiererzeugung in Rheinland-Pfalz wieder gesteigert. Im Jahr 2016 hat sie um 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Die meisten Eier, nämlich 93 Prozent, kommen aus der Bodenhaltung (Deutschland: 63 Prozent). Eier aus Freilandhaltung machen 2,5 Prozent der Erzeugung aus (Deutschland: 18 Prozent). Die übrige Erzeugung stammt aus ökologischer Produktion mit eigenen Vorschriften zum Freigang der Tiere, zur maximalen Herdengröße und zum eingesetzten Futter oder aus der nach wie vor erlaubten Kleingruppenhaltung in ausgestalteten Käfigen.

In Rheinland-Pfalz haben fünf Betriebe mehr als 30.000 Haltungsplätze; das sind zehn Prozent; in diesen Betrieben lebten 55 Prozent der Legehennen. In Deutschland fielen 23 Prozent der Betriebe in diese Größenklasse und hielten 69 Prozent der Hennen. Je nach Haltungsform gelten verschiedene Grenzwerte für Herdengrößen bzw. Stalleinheiten, die durch räumliche Trennung sichergestellt werden müssen. Informationen zur Zahl der Tiere in einer Stalleinheit bietet die Statistik nicht.

Mit der Erhebung bei spezialisierten Erzeugern werden nicht alle Legehennen in landwirtschaftlichen Betrieben erfasst. Außen vor bleiben kleine Bestände, die der Eigenversorgung dienen oder auch eine begrenzte regionale Versorgung bieten. Mit der Agrarstrukturerhebung wurden im Jahr 2016 insgesamt 17.600 landwirtschaftliche Betriebe erfasst. Davon hatten über 1.000 Betriebe Haltungsplätze für weniger als 1.000 Legehennen, überwiegend für weniger als 100 Tiere. Sie hielten im März 2016 rund 55.000 Legehennen.

Die Erhebung in Unternehmen mit Hennenhaltung wird monatlich in Unternehmen mit 3 000 und mehr Hennenhaltungsplätzen durchgeführt. Die Unternehmen geben ihre Meldung untergliedert nach Betrieben ab. Unternehmen mit Betrieben in verschiedenen Ländern haben für jedes Land in dem sie einen Betrieb haben, gesondert zu melden. Erhoben werden die Zahl der Hennenhaltungsplätze und der legenden Hennen, sowie die Zahl der erzeugten Eier getrennt nach Haltungsformen in den Betrieben. Die Ergebnisse dieser Statistik dienen primär der Produktionsvorausschätzung und Beurteilung der Marktlage für die Erzeugung von Konsumeiern und Eiern für verarbeitende Betriebe. Aufgrund der wenigen Betriebe in Rheinland-Pfalz unterliegen einige Ergebnisse der Geheimhaltung, so dass die Statistik in Teilen nur qualitative Darstellungen, z. B. zu den Haltungsformen, erlaubt.

In der Agrarstrukturerhebung wurden im Jahr 2016 landwirtschaftliche Betriebe mit fünf Hektar und mehr landwirtschaftlich genutzter Fläche und Betriebe mit weniger Fläche befragt, wenn sie über bestimmte pflanzliche oder tierische Mindesterzeugungseinheiten verfügten.

Dr. Birgit Hübbers (Referat Auswertungen, Analysen A4)

]]>
news-2141Fri, 17 Feb 2017 08:21:00 +0100Gemüseanbau regional und betrieblich konzentrierthttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2141/Im Jahr 2016 gab es in Rheinland-Pfalz 449 Betriebe mit Flächen, die ganz oder überwiegend für den Gemüsebau einschließlich der Produktion von Gemüsejungpflanzen genutzt wurden. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilte, waren das 47 Betriebe weniger als bei der letzten Strukturerhebung 2012. Trotz des Rückgangs der Zahl der Betriebe um 9,5 Prozent nahm die Grundfläche für den Gemüseanbau um zwölf Prozent auf 14.660 Hektar zu. In Rheinland-Pfalz, wie in ganz Deutschland, wird Gemüse überwiegend im Freiland und nur wenig in Gewächshäusern erzeugt. Die Flächen in Gewächshäusern bzw. unter begehbaren Schutzabdeckungen wurden seit 2012 weiter verkleinert, und zwar um 8,2 Prozent auf nur noch 33 Hektar.

Die Erzeugung im Freiland als Feldgemüseanbau erfolgt vor allem in größeren Betrieben mit Grundflächen für den Gemüsebau von 20 Hektar und mehr. Diese Betriebe machten 2016 ein Drittel der Erzeuger aus; auf sie entfielen 89 Prozent der gut 14.600 Hektar Grundfläche. Im Durchschnitt erzeugte jeder dieser größeren Betriebe auf 86 Hektar Gemüse; im Jahr 2012 waren es 72 Hektar je Betrieb.

Im Laufe eines Jahres kann auf einer Grundfläche im Freiland mehrmals Gemüse gepflanzt oder gesät werden. Deshalb ergab sich 2016 in Rheinland-Pfalz eine Gemüseanbaufläche von insgesamt 19.550 Hektar; das ist etwa das 1,3-fache der Grundfläche, die für den Gemüseanbau genutzt wurde. Der ökologische Anbau umfasste davon sechs Prozent. In der Regel stellt ein Betrieb ganz auf ökologische Wirtschaftsweise um, zumal die Inanspruchnahme von Fördermitteln an eine Gesamtbetriebsumstellung gekoppelt ist. Die Zahl der Betriebe mit ökologischem Feldgemüsebau hat gegenüber 2012 um 38 Prozent auf 58 Betriebe zugenommen.

Verschiedene Salate und wenige weitere Gemüsearten beherrschen etwas mehr als zwei Drittel des Anbaus. Radieschen erreichten 2016 mit gut 2.400 Hektar den größten Anbauanteil von zwölf Prozent. An zweiter und dritter Stelle stehen mit jeweils neun bis zehn Prozent Möhren bzw. Karotten und Bundzwiebeln, auch als Frühlingszwiebeln bekannt. Auf jeweils sieben bis acht Prozent des Anbaus kamen Trockenzwiebeln und Spargel. Feldsalat folgt nach Spargel mit einem Flächenanteil von gut fünf Prozent. Er ist die flächenmäßig bedeutendste Salatart. Zusammen mit den anderen angebauten Salatarten entfallen auf Salate fast 19 Prozent der Anbaufläche.

Der einheimische Gemüseanbau kann vor allem im Sommerhalbjahr die Verbraucher regional mit Gemüse bedienen. In Rheinland-Pfalz hat der Gemüseanbau klimatisch bedingt seinen Schwerpunkt in der Pfalz. Sie gilt als das größte geschlossene Anbaugebiet für Freilandgemüse in Deutschland. Im Vergleich der kreisfreien Städte und Landkreise dominiert der Rhein-Pfalz-Kreis. Dort sind 28 Prozent der rheinland-pfälzischen Betriebe mit Freilandanbau ansässig, auf die 57 Prozent der Anbaufläche entfallen. Nimmt man den benachbarten Kreis Germersheim hinzu, der an zweiter Stelle rangiert, vereinen diese beiden Kreise mit 45 Prozent der Betriebe 77 Prozent der Anbauflächen auf sich.

Die Gemüseerhebung wird alle vier Jahre (zuletzt 2016) allgemein durchgeführt und in den Zwischenjahren nur repräsentativ. Bei den jährlichen Erhebungen wird zwischen Angaben über den Anbau und die Ernte von Gemüse und Erdbeeren im Freiland und in Gewächshäusern bzw. unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen unterschieden.

Im Rahmen der allgemeinen Erhebung werden zusätzlich Merkmale wie Grundflächen, aber auch bei allen Betrieben die Anbauflächen erhoben. Daher können alle vier Jahre regionale Ergebnisse und Strukturdaten zu den Betrieben bereitgestellt werden. Die Flächen werden in der regionalen Einheit nachgewiesen, die Sitz des Betriebes ist. In den repräsentativen Zwischenjahren beschränkt sich die Abfrage der Grundflächen auf die Jungpflanzenanzucht von Gemüse und Erdbeeren. Die Erntemengen werden in jedem nur Jahr repräsentativ erhoben.

In den Anbauflächen ist der Mehrfachanbau innerhalb eines Jahres auf derselben Grundfläche berücksichtigt (z. B. die mehrfach Nutzung einer Grundfläche durch frühe und späte Gemüsearten).

Seit 2010 werden nur noch landwirtschaftliche Betriebe erfasst mit Anbauflächen von mindestens 0,5 Hektar im Freiland oder mindestens 0,1 Hektar in Gewächshäusern bzw. unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen, auf denen Gemüse und/oder Erdbeeren oder deren jeweilige Jungpflanzen angebaut werden.

Autorin: Dr. Birgit Hübbers (Referat Auswertungen, Analysen A4)

 

 

 

 

 

]]>
news-2134Thu, 09 Feb 2017 11:07:00 +0100Strauchbeerenanbau legte 2016 zu http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2134/Im Jahr 2016 erzeugten in Rheinland-Pfalz 59 landwirtschaftliche Betriebe rund 1.550 Tonnen Strauchbeeren. Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes zehn Prozent mehr als im Jahr 2015. Die Anbaufläche wuchs um gut 40 Hektar auf 303 Hektar. Die flächenmäßig wichtigste Strauchbeere ist mit 160 Hektar Holunder. Als Beeren wurden rund 530 Tonnen geerntet, das waren fast 28 Prozent weniger als im Jahr 2015. Neben den Holunderbeeren wurden 4,4 Tonnen Holunderblüten gepflückt. Eine größere Bedeutung haben daneben noch rote und weiße Johannisbeeren mit rund 52 Hektar und Himbeeren mit 40 Hektar. Geerntet wurden etwa 350 Tonnen Johannisbeeren und 360 Tonnen Himbeeren.

Der Anbau von Strauchbeeren hat in den zurückliegenden Jahren leicht zugenommen; er stellt aber für die rheinland-pfälzische Landwirtschaft nach wie vor ein Nischenprodukt dar. Rheinland-Pfalz rangierte im Jahr 2015 – gemessen an der Anbaufläche – auf Rang neun der Länder. Spitzenreiter war Niedersachsen mit 2.074 Hektar.

Strauchbeerenflächen von weniger als zwei Hektar bewirtschafteten 34 der 59 Betriebe. Die von diesen Betrieben genutzte Fläche betrug rund 36 Hektar. Die neun größten Betriebe, die auf jeweils mehr als 10 Hektar Strauchbeeren anbauen, vereinigten 185 Hektar der Erzeugerflächen auf sich.

Die Daten stammen aus der Erhebung der Strauchbeeren. Befragt wurden alle Betriebe mit Strauchbeerenflächen von mindestens 5.000 Quadratmetern im Freiland oder 1.000 Quadratmeter unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen (wie z. B. Gewächshäuser). Die Erhebung fand erstmals 2012 statt.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

 

]]>
news-2133Wed, 08 Feb 2017 13:24:00 +0100Schweinehaltung verliert weiter an Bedeutunghttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2133/Die Schweinehaltung verliert in Rheinland-Pfalz immer mehr an Bedeutung. Die Zahl der Schweine, die in knapp 300 Betrieben standen, sank nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems von November 2015 bis November 2016 um 4,5 Prozent auf 183.300. Ursächlich für diesen Rückgang sind die für eine wirtschaftliche Schweinehaltung zu geringen Erlöse. Der Schweinebestand in Deutschland nahm binnen eines Jahres um gut ein Prozent auf 27,3 Millionen Tiere ab. Der rheinland-pfälzische Anteil lag bei 0,7 Prozent.Im November 2016 wurden in Rheinland-Pfalz noch gut 5.100 Rinderhaltungen mit 350.900 Tieren registriert. Das bedeutet gegenüber der Erhebung im November 2015 eine Abnahme bei den Haltungen von 4,6 Prozent und beim Bestand von 2,4 Prozent. Bundesweit war im gleichen Zeitraum eine Abnahme des Rinderbestandes um 1,3 Prozent auf gut 12,5 Millionen Tiere festzustellen, die in 147.100 Haltungen standen (minus 2,7 Prozent). Der rheinland-pfälzische Anteil am deutschen Rinderbestand belief sich auf 2,8 Prozent.

Der in gut 500 Betrieben gehaltene Schafbestand nahm um knapp drei Prozent auf 68.000 Tiere zu. Bundesweit gab es bei den Schafen eine Abnahme von 0,5 Prozent auf knapp 1,6 Millionen Tiere. Rheinland-Pfalz kam damit auf einen Anteilswert von 4,3 Prozent.

Rinderbestand im Detail

Im November 2016 entfiel ein Drittel des Rinderbestandes auf Milchkühe (113.600 Tiere). Im Vorjahresvergleich sank ihre Zahl um vier Prozent. Ein Grund für die Abnahme dürften die niedrigen Erlöse für Milch gewesen sein. Der Bestand der sonstigen Kühe, z. B. Ammen- und Mutterkühe, blieb mit 39.600 Tieren nahezu unverändert. Ein weiteres Viertel (27 Prozent) des Rinderbestandes stellten die Kälber und Jungrinder mit einem Alter bis zu einem Jahr. Auf die Altersklasse zwischen einem Jahr und zwei Jahren entfielen 21 Prozent des Bestandes.

Schweinebestand im Detail

In der Schweinehaltung verzeichnete der Ferkelbestand einen Rückgang von fünf Prozent auf 52.800 Tiere. Der Jungschweinebestand wurde um sieben Prozent auf 38.000 Tiere reduziert. Der Mastschweinebestand verringerte sich geringfügig (minus 1,8 Prozent) auf 81.000 Tiere. Der Bestand an Zuchtschweinen nahm um zwölf Prozent auf 11.400 Tiere ab.

Schafbestand im Detail

Den größten Teil des rheinland-pfälzischen Schafbestandes machten mit 70 Prozent die zur Zucht gehaltenen weiblichen Schafe aus (47.500 Tiere). Ihr Bestand nahm gegenüber November 2015 um gut ein Prozent zu. Auf die Schafe in einem Alter unter einem Jahr entfielen 28 Prozent des Gesamtbestandes. Ihre Zahl nahm um sieben Prozent auf 18.800 Tiere zu.

Bezüglich der Rinderbestände wurde das Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere (HI-Tier) zum Stichtag 3. November 2016 ausgewertet. In diesem Register werden alle in Deutschland gehaltenen Rinder erfasst. Durch die Nutzung dieser Verwaltungsdaten müssen die Rinderhalter keine entsprechenden statistischen Meldungen mehr abgeben.

Die Daten zu den Schweine- und Schafbeständen stammen aus den endgültigen Ergebnissen der Erhebungen zum 3. November 2016. Hierzu wurden mittels Stichprobenerhebung landesweit rund 210 landwirtschaftliche Betriebe befragt, die mindestens 50 Schweine oder zehn Zuchtsauen hielten. In die Ermittlung des Schafbestandes wurden gut 330 landwirtschaftliche Betriebe mit mindestens 20 Schafen einbezogen. Da es sich um Stichprobenerhebungen handelt, können die Daten nicht regionalisiert werden. Das Bundesergebnis für Schweine und Schafe ist noch vorläufig.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

]]>
news-2120Wed, 18 Jan 2017 07:45:00 +0100Viehbestände weiter rückläufighttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2120/Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe mit Viehhaltung geht in Rheinland-Pfalz weiter deutlich zurück, während die Zahl der Tiere nur geringfügig sinkt. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes auf der Grundlage der Ergebnisse der Agrarstrukturerhebung 2016 hielten im März vergangenen Jahres noch knapp 6.400 Betriebe (37 Prozent) einen Bestand von 309.400 so genannten Großvieheinheiten. Während sich die Zahl der Betriebe gegenüber dem Jahr 2013 um fast elf Prozent reduzierte gab es bei den Großvieheinheiten einen Rückgang um lediglich ein Prozent. Dadurch erhöhte sich der durchschnittliche Bestand je Betrieb gegenüber dem Jahr 2013 um fünf auf 48 Großvieheinheiten. Dank moderner Haltungsformen konnten die Betriebe den Arbeits- und Kostenaufwand je Tier senken und die Bestände vergrößern.

Großvieheinheiten (GV) sind der Maßstab zum Vergleich unterschiedlicher Tierarten (siehe Erläuterungskasten unten). In Rheinland-Pfalz entfallen 85 Prozent der Großvieheinheiten auf Rinder, sechs Prozent auf Schweine und fünf Prozent auf Einhufer wie zum Beispiel Pferde.

Viehhaltung und Flächenausstattung der Betriebe stehen in Rheinland-Pfalz weitgehend in einem angemessenen Verhältnis, das heißt, die Flächenausstattung reicht aus, um zumindest den wesentlichen Teil des Futters selbst erzeugen und die Exkremente der Tiere umweltgerecht ausbringen zu können. Im vergangenen Jahr wurden durchschnittlich rund 0,75 Großvieheinheiten je Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche gehalten, wobei rund 71 Prozent der Vieh haltenden Betriebe weniger als eine GV je Hektar aufwiesen; auf zwei und mehr Großvieheinheiten je Hektar kamen lediglich fünf Prozent der Betriebe. Ein Viehbesatz von bis zu zwei GV je Hektar gilt als akzeptabel. Zum Vergleich: Im Jahr 2013 – Deutschlandwerte für 2016 liegen noch nicht vor – kamen bundesweit 1,05 GV auf einen Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche.

Viehhaltung spielt in Rheinland-Pfalz eine untergeordnete Rolle. Im Jahr 2013 hielten in ganz Deutschland 70 Prozent der Betriebe Vieh, mit einem einem Gesamtbestand von 13,1 Millionen Großvieheinheiten. Der Anteil des in Rheinland-Pfalz gehalten Viehs lag bei 2,4 Prozent. Zum Vergleich: Die Gesamtfläche des Landes beträgt 5,6 Prozent der Fläche Deutschlands, der Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche lag 2013 bei 4,5 Prozent des Deutschlandwertes. Der vergleichsweise  geringere Anteil Vieh haltender Betriebe liegt an der Spezialisierung der Sonderkulturbetriebe. Die Erzeuger von Wein, Obst oder Gemüse haben in vielen Fällen die Viehhaltung eingestellt.

Serie zur Agrarstruktur im Vorfeld der Grünen Woche

Anlässlich der Internationalen Grünen Woche, die am 20. Januar 2017 in Berlin ihre Pforten öffnet, veröffentlicht das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz eine Serie mit ersten, vorläufigen Ergebnissen aus der Agrarstrukturerhebung 2016 zur aktuellen Situation der rheinland-pfälzischen Landwirtschaft.

Die Daten stammen aus der in mehrjährigem Abstand stattfindenden Agrarstrukturerhebung. Agrarstrukturerhebungen werden in allen Mitgliedstaaten der EU durchgeführt und liefern wichtige Informationen zur Evaluierung und Weiterentwicklung der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik.

Befragt wurden im Jahr 2016 rund 20.000 landwirtschaftliche Betriebe mit fünf Hektar und mehr landwirtschaftlich genutzter Fläche bzw. Betriebe, die über bestimmte pflanzliche oder tierische Mindesterzeugungseinheiten verfügten. Auf der Basis einer Stichprobe wurden die Angaben von rund 6.500 vorab zu einem Landesergebnis hochgerechnet.

Großvieheinheit (GV)
Die Großvieheinheit ist ein Umrechnungsschlüssel für die verschiedenen Nutzvieharten auf der Basis des Lebendgewichtes der einzelnen Tierarten. 1 GV entspricht dabei ca. 500 kg Lebendgewicht. So entspricht z. B.:
1 Milchkuh = 1 GV,
1 Zuchtschwein = 0,3 GV,
1 Mastschwein = 0,16 GV,
1 Schaf älter als 1 Jahr = 0,1 GV,
1 Legehenne = 0,004 GV.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

 

 

 

 

]]>
news-2119Tue, 17 Jan 2017 07:58:00 +0100Anteil der Personengesellschaften in der Landwirtschaft steigthttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2119/Personengesellschaften spielen in der rheinland-pfälzischen Landwirtschaft eine immer größere Rolle. Zwar sind, wie das Statistische Landesamt auf Grundlage der Agrarstrukturerhebung 2016 errechnet hat, noch immer 86 Prozent aller Betriebe Familienbetriebe. Der Anteil der Personengesellschaften ist jedoch seit 2013 von zwölf auf 14 Prozent angewachsen, 1999 hatte er noch bei fünf Prozent gelegen. Rund 2.400 Betriebe wiesen im Jahr 2016 die Rechtsform der Personengesellschaft auf, das waren rund 150 mehr als drei Jahre zuvor; die meisten wurden als Gesellschaft bürgerlichen Rechts geführt.Mit durchschnittlich 69 Hektar ist die Flächenausstattung der Personengesellschaften größer als die der rund 15.100 Familienbetriebe mit 36 Hektar. In den Ställen der Vieh haltenden Personengesellschaften standen durchschnittlich 187 Rinder und 676 Schweine. Die Familienbetriebe kamen auf durchschnittlich auf 67 Rinder und 220 Schweine.

Gut die Hälfte der Familienbetriebe – 51 Prozent – werden im Nebenerwerb geführt, die Inhaber bzw. die Inhaberehepaare erzielten also weniger als 50 Prozent der Gesamteinkünfte aus der landwirtschaftlichen Produktion. Die Zahl der Familienbetriebe sank gegenüber dem Jahr 2013 um rund zehn Prozent, wobei der Rückgang bei den Nebenerwerbsbetrieben mit rund zwölf Prozent stärker war als die der Haupterwerbsbetriebe (minus neun Prozent). Im Nebenerwerb geführte Familienbetriebe bewirtschaften durchschnittlich 22 Hektar. Haupterwerbsbetriebe kamen auf 50 Hektar. Nebenerwerbsbetriebe zählten durchschnittlich 37 Rinder und 60 Schweine, Haupterwerbsbetriebe 96 Rinder und 368 Schweine.

Serie zur Agrarstruktur im Vorfeld der Grünen Woche

Anlässlich der Internationalen Grünen Woche, die am 20. Januar 2017 in Berlin ihre Pforten öffnet, veröffentlicht das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz eine Serie mit ersten, vorläufigen Ergebnissen aus der Agrarstrukturerhebung 2016 zur aktuellen Situation der rheinland-pfälzischen Landwirtschaft.

Die Daten stammen aus der in mehrjährigem Abstand stattfindenden Agrarstrukturerhebung. Agrarstrukturerhebungen werden in allen Mitgliedstaaten der EU durchgeführt und liefern wichtige Informationen zur Evaluierung und Weiterentwicklung der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik.

Befragt wurden im Jahr 2016 rund 20.000 landwirtschaftliche Betriebe mit fünf Hektar und mehr landwirtschaftlich genutzter Fläche bzw. Betriebe, die über bestimmte pflanzliche oder tierische Mindesterzeugungseinheiten verfügten. Auf der Basis einer Stichprobe wurden die Angaben von rund 6.500 vorab zu einem Landesergebnis hochgerechnet.

Ein Haupterwerbsbetrieb liegt vor, wenn 50 und mehr Prozent der Einkünfte der Betriebsinhaberin oder des Betriebsinhabers bzw. des Betriebsinhaberehepaars aus dem landwirtschaftlichen Betrieb stammen.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Umwelt)

 

 

 

]]>
news-2115Thu, 12 Jan 2017 11:01:00 +0100Ökolandbau auf neuem Höchststandhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2115/Die Bedeutung des Ökolandbaus nimmt kontinuierlich zu. Zwischen 2013 und 2016 ist die Zahl der Ökobetriebe um mehr als ein Viertel gestiegen. Damit wirtschaften heute gut sieben Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe in Rheinland-Pfalz ökologisch (1.300 Betriebe). Dies ermittelte das Statistische Landesamt in Bad Ems aus den Ergebnissen der Agrarstrukturerhebung 2016.Die Bedeutung des Ökolandbaus nimmt kontinuierlich zu. Zwischen 2013 und 2016 ist die Zahl der Ökobetriebe um mehr als ein Viertel gestiegen. Damit wirtschaften heute gut sieben Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe in Rheinland-Pfalz ökologisch (1.300 Betriebe). Dies ermittelte das Statistische Landesamt in Bad Ems aus den Ergebnissen der Agrarstrukturerhebung 2016. Die Ökobetriebe bewirtschaften insgesamt 59.700 Hektar landwirtschaftliche Fläche; das sind 8,4 Prozent der gesamten Landwirtschaftsfläche in Rheinland-Pfalz. Die durchschnittliche Flächenausstattung der Ökobetriebe (47 Hektar) ist größer als die der konventionellen Betriebe (40 Hektar). Gründe für die zunehmende Bedeutung des Ökolandbaus sind u. a. das wachsende Umweltbewusstsein, die steigende Nachfrage nach ökologisch erzeugten Lebensmitteln und die entsprechenden Förderungen.

Serie zur Agrarstruktur im Vorfeld der Grünen Woche

Anlässlich der Internationalen Grünen Woche, die am 20. Januar 2017 in Berlin ihre Pforten öffnet, veröffentlicht das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz eine Serie mit ersten, vorläufigen Ergebnissen aus der Agrarstrukturerhebung 2016 zur aktuellen Situation der rheinland-pfälzischen Landwirtschaft.

Die Daten stammen aus der in mehrjährigem Abstand stattfindenden Agrarstrukturerhebung. Agrarstrukturerhebungen werden in allen Mitgliedstaaten der EU durchgeführt und liefern wichtige Informationen zur Evaluierung und Weiterentwicklung der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik.

Befragt wurden im Jahr 2016 rund 20.000 landwirtschaftliche Betriebe mit fünf Hektar und mehr landwirtschaftlich genutzter Fläche bzw. Betriebe, die über bestimmte pflanzliche oder tierische Mindesterzeugungseinheiten verfügten. Auf der Basis einer Stichprobe wurden die Angaben von rund 6.500 vorab zu einem Landesergebnis hochgerechnet.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

 

 

]]>
news-2114Wed, 11 Jan 2017 07:45:00 +0100Pachtpreise für landwirtschaftliche Flächen auf neuem Höchststandhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2114/Die Pachtentgelte für landwirtschaftliche Flächen haben im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand erreicht. Die landwirtschaftlichen Betriebe zahlten 2016 durchschnittlich 233 Euro je Hektar, so viel wie noch nie seit Einführung dieser Erhebungsmerkmale im Jahr 1971. Gegenüber dem Jahr 2013 stiegen die Pachtentgelte um durchschnittlich 19 Euro oder neun Prozent. Im März 2016 hatten die 17.600 in Rheinland-Pfalz ansässigen landwirtschaftlichen Betriebe rund 63 Prozent der von ihnen landwirtschaftlich bewirtschafteten Fläche von 707.000 Hektar zugepachtet. Da Pachtverträge in der Regel für längere Zeiträume abgeschlossen werden, steigt das Pachtpreisniveau nur langsam an. Für neu gepachtete Flächen oder Flächen, für die die Pachtpreise angepasst wurden, mussten die Landwirte im Durchschnitt 314 Euro je Hektar zahlen. Ein wesentlicher Faktor, der den Pachtpreis bestimmt, ist die Nutzungsmöglichkeit der Fläche. Ackerland, das den größten Teil der landwirtschaftlich genutzten Flächen umfasst, kostete 2016 durchschnittlich 227 Euro je Hektar. Im Vergleich zu 2013 stieg der Durchschnittspreis um 18 Euro bzw. neun Prozent. Die Pachten für Dauergrünland erhöhten sich um sieben auf 103 Euro je Hektar. Der niedrigere Wert für Dauergrünland ist auf die geringere Wirtschaftlichkeit des Dauergrünlands im Vergleich zum Ackerland zurückzuführen.

Neben der Nutzungsmöglichkeit der Fläche hat auch die Rechtsform einen Einfluss auf die Pachtpreise. So zahlten z. B. landwirtschaftliche Betriebe, die in der Rechtsform einer Personengesellschaft, z. B. als Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), geführt werden, durchschnittlich 278 Euro für einen Hektar gepachtetes Ackerland. Einzelunternehmen (Familienbetriebe) zahlten nur 208 Euro für einen Hektar Ackerland. Beim Dauergrünland sind die Unterschiede weniger deutlich ausgeprägt. Personengesellschaft wendeten durchschnittlich 116 Euro für einen Hektar Dauergrünland auf. Die Familienbetriebe kamen auf 100 Euro/Hektar. Da die Personengesellschaften mit durchschnittlich 69 Hektar je Betrieb fast doppelt so groß sind wie die Familienbetriebe (36 Hektar), können sie wahrscheinlich aufgrund der sich daraus ergebenden Kostendegression höhere Pachtentgelte zahlen.

Serie zur Agrarstruktur im Vorfeld der Grünen Woche

Anlässlich der Internationalen Grünen Woche, die am 20. Januar 2017 in Berlin ihre Pforten öffnet, veröffentlicht das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz eine Serie mit ersten, vorläufigen Ergebnissen aus der Agrarstrukturerhebung 2016 zur aktuellen Situation der rheinland-pfälzischen Landwirtschaft.

  • Landwirtschaftliche Betriebe
  • Pachtpreise
  • Ökologisch wirtschaftende Betriebe (12. Januar 2017)
  • Rechtsformen, Haupt- und Nebenerwerb (17. Januar 2017)
  • Struktur der Viehhaltung (18. Januar 2017)

 Die Daten stammen aus der in mehrjährigem Abstand stattfindenden Agrarstrukturerhebung. Agrarstrukturerhebungen werden in allen Mitgliedstaaten der EU durchgeführt und liefern wichtige Informationen zur Evaluierung und Weiterentwicklung der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik. Befragt wurden im Jahr 2016 rund 20.000 landwirtschaftliche Betriebe mit fünf Hektar und mehr landwirtschaftlich genutzter Fläche bzw. Betriebe, die über bestimmte pflanzliche oder tierische Mindesterzeugungseinheiten verfügten. Auf der Basis einer Stichprobe wurden die Angaben von rund 6.500 vorab zu einem Landesergebnis hochgerechnet.

Die Pachtengelte beziehen sich nur auf Flächen, die die Betriebsinhaberin/der Betriebsinhaber von Personen zugepachtet hat, mit denen sie/er nicht verwandt oder verschwägert ist (Familienfremde Personen). Die Pachtentgelte für Flächen, die von Familienangehörigen bewirtschaftet werden, können durch sachfremde Faktoren beeinflusst sein und werden deshalb nicht berücksichtigt.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Umwelt)

Landwirtschaftliche Betriebe mit gepachteter landwirtschaftlich genutzter Fläche 1971–2016
JahrInsgesamtdarunter mit
gepachteter LF von
familienfremden Personen
BetriebeLFdarunter gepachtete
LF
BetriebeLFgepachtete
LF
Pachtentgelt
1.0001.000 ha%1.0001.000 haEUR/ha
1971 99,5 806,5 38,9 58,6. 275,9 112
1979 74,8 760,5 44,7 36,0. 247,8 144
1983 66,3 735,8 45,9 32,7 574,2 263,9 163
1987 58,3 710,1 49,3 29,3 563,7 265,2 184
1991 51,5 711,8 55,6 27,8 604,8 301,6 181
1995 41,8 715,3 61,9 23,0 627,1 349,8 176
1999 35,5 715,8 64,9 21,0 646,3 383,7 178
2003 28,6 707,7 67,1 17,8 650,8 401,0 185
200724,8716,9 65,916,5670,8428,6192
201020,6705,265,415,0664,6423,5199
201319,1707,064,514,3665,4425,6214
201617,6707,263,013,9668,5403,7233
1 Vergleichbarkeit zwischen den Jahren auf Grund mehrfach geänderter unterer Erhebungsgrenzen eingeschränkt.
]]>
news-2113Tue, 10 Jan 2017 10:38:00 +0100Immer weniger landwirtschaftliche Betriebe http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2113/Im Jahr 2016 wirtschafteten noch rund 17.600 landwirtschaftliche Betriebe in Rheinland-Pfalz. Das waren knapp 500 Betriebe weniger als ein Jahr zuvor (minus drei Prozent). Längerfristig, d. h. gegenüber 1999, hat sich die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe mehr als halbiert (minus 17.900 Betriebe). Dies ermittelte das Statistische Landesamt in Bad Ems aus den Ergebnissen der Agrarstrukturerhebung 2016.Der Rückgang der Gesamtzahl der landwirtschaftlichen Betriebe ist vor allem auf die kleineren Betriebe zurückzuführen. So verringerte sich die Zahl der Betriebe, die weniger als fünf Hektar bewirtschaften gegenüber 1999 um 11.500 (minus 75 Prozent). Langfristig rückläufige Betriebszahlen gab es auch in den Größenklassen fünf bis 100 Hektar (minus 7.200 bzw. minus 38 Prozent). Deutlich gestiegen ist dagegen die Zahl der Großbetriebe, die 100 Hektar und mehr bewirtschaften. Sie erhöhte sich seit 1999 um knapp 900 Betriebe (plus 70 Prozent).

Die landwirtschaftlich genutzte Fläche hat sich in Rheinland-Pfalz seit 1999 nur wenig verändert. Sie sank von 716.000 auf 707.200 Hektar, also nur um etwa 9.000 Hektar (minus 1,2 Prozent). Zwar nahm die Flächennutzung der Kleinbetriebe um 23.000 Hektar (minus 73 Prozent) und die der Betriebe mit fünf bis 100 Hektar um 167.000 Hektar (minus 33 Prozent) ab. Dafür stieg aber die Flächennutzung der Großbetriebe um 181.000 Hektar (plus 104 Prozent). Großbetriebe bewirtschaften in Rheinland-Pfalz heute rund die Hälfte der landwirtschaftlich genutzten Fläche.

Diese Entwicklungen führten dazu, dass sich langfristig die durchschnittliche Betriebsgröße, d. h. die bewirtschaftete Fläche je landwirtschaftlichem Betrieb, von 20 auf 40 Hektar verdoppelt hat. Sie liegt damit aber immer noch deutlich unter der durchschnittlichen Betriebsgröße in Deutschland (2015: 60 Hektar).

Die Landwirtschaft in Rheinland-Pfalz ist deutlich kleinteiliger strukturiert als im Bundesdurchschnitt. Im Jahr 2016 bewirtschafteten in Rheinland-Pfalz 22 Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe weniger als fünf Hektar landwirtschaftliche Fläche. In Deutschland waren es nur etwa neun Prozent (2015). Der Anteil der Großbetriebe mit mehr als 100 Hektar unterscheidet sich zwischen Rheinland-Pfalz und Deutschland kaum (zwölf bzw. 13 Prozent; Werte für Deutschland aus 2015). Erheblich höher als in Rheinland-Pfalz ist in Deutschland dagegen der Anteil der Betriebe mit fünf bis 100 Hektar (66 bzw. 78 Prozent). Ein Grund für die kleinteiligere Struktur der Landwirtschaft in Rheinland-Pfalz ist der Weinbau. Im größten Weinbauland Deutschlands bewirtschafteten 43 Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe Rebflächen; diese Weinbaubetriebe sind überwiegend Kleinbetriebe.

Serie zur Agrarstruktur im Vorfeld der Grünen Woche

Anlässlich der Internationalen Grünen Woche, die am 20. Januar 2017 in Berlin ihre Pforten öffnet, veröffentlicht das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz eine Serie mit ersten, vorläufigen Ergebnissen aus der Agrarstrukturerhebung 2016 zur aktuellen Situation der rheinland-pfälzischen Landwirtschaft. 

  • Landwirtschaftliche Betriebe
  • Pachtpreise (11. Januar 2017)
  • Ökologisch wirtschaftende Betriebe (12. Januar 2017)
  • Rechtsformen, Haupt- und Nebenerwerb (17. Januar 2017)
  • Struktur der Viehhaltung (18. Januar 2017)

 Die Daten stammen aus der in mehrjährigem Abstand stattfindenden Agrarstrukturerhebung. Agrarstrukturerhebungen werden in allen Mitgliedstaaten der EU durchgeführt und liefern wichtige Informationen zur Evaluierung und Weiterentwicklung der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik.

Befragt wurden im Jahr 2016 rund 20.000 landwirtschaftliche Betriebe mit fünf Hektar und mehr landwirtschaftlich genutzter Fläche bzw. Betriebe, die über bestimmte pflanzliche oder tierische Mindesterzeugungseinheiten verfügten. Auf der Basis einer Stichprobe wurden die Angaben von rund 6.500 vorab zu einem Landesergebnis hochgerechnet.

 Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

Landwirtschaftliche Betriebe und landwirtschaftlich genutzte Fläche 1999 bis 2016
Größenklasse
nach der LF
von ... bis
unter ... ha
AnzahlVeränderung 2016 gegenüber ... in %
19992010201512016 1199920102015
Landwirtschaftliche Betriebe
unter 5215.3575.4944.3003.800-75,2-30,6-10,6
5-105.3073.3312.9003.000-43,8-10,44,4
10-204.9493.7193.3003.200-34,6-12,9-3,1
20-505.4623.4113.1003.000-44,9-11,8-2,1
50-1003.1652.6292.4002.500-22,4-6,51,0
100-2001.1341.6241.6001.60045,11,30,7
200 und mehr101356500500347,527,0-1,7
Insgesamt35.47520.56418.10017.600-50,4-14,4-2,6
davon
unter 5215.3575.4944.3003.800-75,2-30,6-17,8
5-10018.88313.09011.70011.700-38,1-10,7-4,2
100 und mehr1.2351.9802.1002.10069,85,95,7
Landwirtschaftlich genutzte Fläche in ha
unter 5230.96011.3879.0008.300-73,2-27,1-8,2
5-1037.80424.06620.80022.000-41,9-8,75,7
10-2071.25154.23548.90047.500-33,4-12,5-2,9
20-50179.638112.930100.40096.900-46,0-14,2-3,4
50-100222.583188.680175.900178.300-19,9-5,51,4
100-200148.223219.409223.600226.70052,93,31,4
200 und mehr25.37394.516126.800127.500402,534,90,5
Insgesamt715.831705.223705.400707.200-1,20,30,3
davon
unter 5230.96011.3879.0008.300-73,2-27,1-13,9
5-100511.276379.911345.900344.700-32,6-9,3-5,5
100 und mehr173.596313.925350.400354.200104,012,87,6
1 Stichprobenerhebung; Ergebnis der Hochrechnung auf 100 gerundet.
2 1999: Vergleichbarkeit auf Grund geänderter unterer Erfassungsgrenzen eingeschränkt.
]]>
news-2065Thu, 10 Nov 2016 09:13:00 +0100Gut 64.100 Hektar Rebfläche in Rheinland-Pfalzhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2065/Rheinland-Pfalz verfügt aktuell – nach einer vorläufigen Auswertung der Weinbaukartei – über eine bestockte Rebfläche von 64.124 Hektar. Die Anbaufläche nahm nach Angaben des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz gegenüber dem Vorjahr geringfügig um 27 Hektar zu. Die Keltertraubenfläche für Weißweine beträgt 45.527 Hektar (plus 0,8 Prozent) und die mit roten Rebsorten bestockte Fläche 18.597 Hektar (minus 1,7 Prozent). Damit setzte sich der Trend, dass die Winzerinnen und Winzer wieder auf weiße Rebsorten setzen, fort. Rebsorten

Den größten Flächenzuwachs verzeichnete Ruländer; die Anbaufläche wurde um 152 Hektar auf 3.676 Hektar ausgeweitet. Auf eine vergleichbare Größenordnung beim Zuwachs kam der Riesling. Er nahm um 151 Hektar auf 17.335 Hektar zu und erreicht einen Höchststand. Größere Flächenzuwächse verzeichneten noch Weißburgunder (3.106 Hektar; plus 128 Hektar) und Chardonnay (1.533 Hektar; plus 94 Hektar). Auch Sauvignon blanc gewann an Bedeutung. Er kommt jetzt auf 714 Hektar (plus 50 Hektar). Im roten Segment wiesen nur wenige Sorten einen Flächenzuwachs auf. Mit einem Plus von 30 auf 4.219 Hektar war beim Spätburgunder die größte Zunahme zu verzeichnen. Merlot (511 Hektar) gewann elf Hektar hinzu.

Bezogen auf die Fläche verloren insbesondere Portugieser und Dornfelder. Portugieser wird nur noch auf 2 806 Hektar angebaut (-165 Hektar). Dornfelder kommt noch auf ein Anbauareal von 7 142 Hektar (-110 Hektar). Das Anbauareal von Regent wurde binnen eines Jahres um 56 Hektar auf 1.396 Hektar reduziert.

Anbaugebiete

Die sechs Weinanbaugebiete des Landes weisen unterschiedliche Größen und Rebsortenspiegel auf. Die bestockte Rebfläche Rheinhessens, dem größte Anbaugebiet Deutschlands, konnte um 54 Hektar auf 26.632 Hektar zulegen. Die wichtigsten Rebsorten sind dort Riesling (4.536 Hektar) und Müller-Thurgau (4.359 Hektar) vor Dornfelder mit 3.393 Hektar. Die Pfalz (23.590 Hektar; minus 23 Hektar) verfügt mit 5.850 Hektar über das größte Rieslinganbauareal, gefolgt von Dornfelder (2.992 Hektar) und Müller-Thurgau (2.026 Hektar). Im rheinland-pfälzischen Teil des Anbaugebiets Mosel dominiert der Riesling (5.389 Hektar). Er wächst auf 62 Prozent der bestockten Rebfläche (8.675 Hektar; minus 17 Hektar). Das Weinanbaugebiet Nahe gehört mit 4.206 Hektar zu den mittelgroßen Anbaugebieten. Die führenden Rebsorten sind hier Riesling (1.202 Hektar), Müller-Thurgau (538 Hektar) und Dornfelder (429 Hektar). Die Weinbauregion Ahr ist bekannt für ihre Rotweine. Auf 84 Prozent der Anbaufläche von 563 Hektar wachsen rote Rebsorten. Angeführt wird das Sortiment vom Spätburgunder (364 Hektar). Am Mittelrhein (448 Hektar) dominiert, wie an der Mosel, der Riesling den Anbau. Sein Anteil beläuft sich dort auf 68 Prozent.

Mit dem Inkrafttreten des neuen EU-Genehmigungssystems für Rebpflanzungen zum 1. Januar 2016 ist ein kommerzieller Weinanbau im gesamten Bundesgebiet zulässig. Der Anbau von Rebflächen zur Weinerzeugung ist somit in Deutschland nicht mehr auf die 13 Weinanbaugebiete begrenzt. Der Umfang dieser Rebflächen beträgt derzeit in Rheinland-Pfalz knapp zehn Hektar.

Die Angaben basieren auf einer vorläufigen sekundärstatistischen Auswertung der EU-Weinbaukartei, die von der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz geführt wird. Der Rebsortenspiegel beinhaltet eine Aufstellung der angepflanzten Rebsorten einer Region,  z. B. eines Bundeslandes. Hierbei wird die Rebfläche der einzelnen Sorten im Allgemeinen  in Hektar (1 Hektar = 10.000 m²) angegeben. Da es sich noch um vorläufige Daten handelt, stehen Ergebnisse für Gemeinden noch nicht zur Verfügung.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

 

]]>
news-2029Thu, 15 Sep 2016 11:46:00 +0200Immer weniger Milchkühe http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2029/Der Bestand an Milchkühen erreichte nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems im Mai 2016 mit 116.700 Tieren einen neuen Tiefststand. Binnen Jahresfrist sank er um über zwei Prozent. Der Rückgang dürfte auch eine Folge der niedrigen Milchpreise sein. Neben den Milchkühen nahm auch der Rinderbestand insgesamt ab. Er fiel um 2,6 Prozent geringer aus als im Mai 2015. In ganz Deutschland wurden zum Stichtag knapp 12,6 Millionen Rinder gehalten (minus 0,7 Prozent). Der rheinland-pfälzische Anteil an dem deutschen Rinderbestand betrug 2,8 Prozent.Der Bestand an Schweinen wurde in Rheinland-Pfalz  deutlich reduziert. Zum Stichtag 3. Mai 2016 standen nur noch 178.000 Schweine in den Ställen, das waren elf Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Dieser Wert stellt einen neuen Tiefststand dar. Die geringe Wirtschaftlichkeit der Schweinemast und Ferkelproduktion dürfte die wichtigste Ursache für den massiven Bestandsabbau sein. Bundesweit lag der Schweinebestand bei 27,1 Millionen Tieren. Das waren fast eine Million Schweine (minus 3,4 Prozent) weniger als im Mai 2015. Auf Rheinland-Pfalz entfällt ein Anteilswert von weniger als ein Prozent.

Viehbestände in Detail

Von den am Erhebungsstichtag gezählten Rindern waren 185.000 Tiere (52 Prozent) älter als zwei Jahre. Diese Gruppe umfasste u. a. 116.700 Milchkühe und 39.600 sonstige Kühe, wie z. B. Ammen und Mutterkühe. Während die Zahl der Milchkühe binnen Jahresfrist um 2,1 Prozent abnahm, verringerte sich der Bestand an sonstigen Kühen um 1,1 Prozent. Ein weiteres Viertel (26 Prozent) des Rinderbestandes stellten die Kälber und Jungrinder bis zu einem Jahr. Auf die Altersklasse zwischen einem und zwei Jahren entfiel jedes fünfte Rind.

Auf Mastschweine entfällt mit fast 45 Prozent der größte Anteilswert. Der Bestand nahm innerhalb eines Jahres um 6,3 Prozent auf 79.800 Tiere ab. Rund 29 Prozent des Bestandes stellten die Ferkel (51.100 Tiere). Ihre Zahl nahm binnen eines Jahres um fast elf Prozent ab. Der Jungschweinebestand von 35.500 Tieren war deutlich kleiner als im Mai 2015 (minus 20 Prozent). An Zuchtschweinen, wie Zuchtsauen und Eber, wurden noch 11.600 Tiere gehalten. Das waren 17 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Weitere Informationen: www.statistik.rlp.de. Statistische Berichte zu Rinderhaltung und Schweinehaltung (PDF-Dateien).

Bezüglich der Rinderbestände wurde das Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere (HI-Tier) zum Stichtag 3. Mai 2016 ausgewertet. In diesem Register werden alle in Deutschland gehaltenen Rinder erfasst. Da es sich hierbei um Verwaltungsdaten handelt, müssen die Rinderhalter keine entsprechenden statistischen Meldungen mehr abgeben. Die aktuellen Daten zu den Schweinebeständen stammen aus dem endgültigen Ergebnis über die Erhebung der Schweinebestände zum 3. Mai 2016. Hierzu wurden in einer Stichprobenerhebung landesweit rund 200 landwirtschaftliche Betriebe befragt, die mindestens 50 Schweine oder zehn Zuchtsauen hielten. Bei der Ermittlung der Schweinebestände handelt es sich um eine Stichprobenerhebung, deren Ergebnis nicht regionalisiert werden kann.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

 

 

]]>
news-2027Thu, 15 Sep 2016 11:16:00 +0200Nässe lässt Weinmosternte schrumpfenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2027/Auf gut 5,3 Millionen Hektoliter schätzten die Ernteberichterstatter des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz Ende August die Erntemenge für Weinmost. Gegenüber dem langjährigen Mittelwert wären das elf Prozent weniger. Im Vergleich zum Vorjahr beträgt die Abnahme knapp zehn Prozent. Ein wichtiger Grund für die kleine Weinmosternte sind die Witterungsbedingungen der vergangenen Monate. Die hohen Niederschläge und die fehlenden Sonnenstunden beeinträchtigten die Blüte und begünstigten den Befall mit Pilzkrankheiten und Schädlingen. In den letzten Wochen wurden in den Rotweinlagen verstärkt Schädigungen durch die Kirschessigfliege gemeldet; ein aus dem asiatischen Raum eingedrungener Schädling, für den noch keine wirksamen Bekämpfungsmaßnahmen zur Verfügung stehen. Sollte die derzeit herrschende sommerliche Witterung anhalten, könnten die Winzerinnen und Winzer noch mit einem „blauen Auge“ davon kommen.Die Erntemenge der weißen Moste liegt nach den aktuellen Schätzungen mit 3,7 Millionen Hektoliter knapp sieben Prozent unter der Vorjahresmenge. Im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2006 bis 2015 fällt der Rückgang geringfügig höher aus. Beim Rotmost wird eine Abnahme der Erntemenge um 16 Prozent erwartet. Mit knapp 1,7 Millionen Hektolitern läge die Erntemenge 20 Prozent unter dem langjährigen Mittel.

Für Rheinhessen – dem größten Weinanbaugebiet Deutschlands – und die Pfalz wurden Erntemengen von 2,2 bzw. 2,0 Millionen Hektoliter geschätzt. Sie lägen damit um zwölf bzw. elf Prozent unter den Vorjahresmengen. An der Mosel wird mit 0,7 Millionen Hektoliter eine Erntemenge erwartet, die gut vier Prozent unter der Vorjahresmenge liegt.

Aufgrund des Termins, zu dem die Schätzungen erfolgen, sind die Ergebnisse noch mit Unsicherheiten behaftet und größere Veränderungen auf Grund des weiteren Witterungsverlauf zu erwarten.

Im Rahmen der Ernte- und Betriebsberichterstattung berichten rund 250 Ernteberichterstatterinnen und Ernteberichterstatter regelmäßig über die Wachstumsstände der Reben und die Weinmosterträge. Bei den Ertragschätzungen wird stets davon ausgegangen, dass der weitere Witterungsverlauf keine Extreme aufweist.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Energie)

 

 

 

]]>
news-2022Tue, 13 Sep 2016 08:38:00 +0200Geringere Apfelerntehttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2022/Die rheinland-pfälzischen Obstbaubetriebe können dieses Jahr – nach einer ersten Bilanz des Statistischen Landesamtes in Bad Ems – nur eine unterdurchschnittliche Apfelernte einbringen. Bei der wichtigsten Obstart im Land wird ein Hektarertrag von rund 18,5 Tonnen geschätzt. Dieser Wert liegt fast 16 Prozent unter dem durchschnittlichen Ertrag der Jahre 2010 bis 2015. Im Vergleich zu dem guten Hektarertrag des Vorjahres würde rund ein Viertel fehlen. Legt man die Anbaufläche (1.355 Hektar) aus dem Jahr 2012 zu Grunde, errechnet sich eine Erntemenge von etwa 25.000 Tonnen. Sie läge ebenfalls um ein Viertel unter der Menge des Vorjahres. Damit stehen rechnerisch jedem Einwohner gut sechs Kilogramm Äpfel aus heimischer Erzeugung zur Verfügung. Zum Vergleich: Der Pro-Kopf-Verbrauch an Äpfeln lag 2014/2015 bei 21 Kilogramm. Wesentliche Gründe für die kleinere Ernte sind die vielen Niederschläge sowie die unterdurchschnittliche Sonnenscheindauer im Frühjahr und Frühsommer.Nach den Feststellungen der Berichterstatterinnen und Berichterstatter brachten Sauerkirschen (617 Hektar) mit 7,9 Tonnen je Hektar einen unterdurchschnittlichen Ertrag. Im Mittel der Jahre 2010 bis 2015 wurden 8,4 Tonnen von einem Hektar geerntet. Gegenüber dem vorigen Jahr ist ein geschätzter Ertragsrückgang von 21 Prozent zu verzeichnen. Die Erntemenge belief sich demnach auf 4.900 Tonnen.

Süßkirschen (496 Hektar) liegen mit einem geschätzten Hektarertrag von 6,1 Tonnen leicht über dem langjährigen Schnitt von 6,0 Tonnen. Gegenüber dem Vorjahr wurden allerdings zwölf Prozent weniger geerntet. Die geschätzte Erntemenge beträgt 3.000 Tonnen.

Die Birnen anbauenden Betriebe (189 Hektar) werden mit knapp 14 Tonnen je Hektar voraussichtlich 25 Prozent weniger ernten als im mehrjährigen Durchschnitt. Im Vergleich zum Vorjahr fehlen sogar 27 Prozent. Die geschätzte Erntemenge beläuft sich auf 2.600 Tonnen.

Die Daten stammen aus der Ernte- und Betriebsberichterstattung für Baumobst. Im Rahmen der Ernte- und Betriebsberichterstattung berichten knapp 200 Landwirte regelmäßig über die Wachstumsbedingungen und die Erträge von Baumobst. Die Schätzungen sind vorläufig und können je nach weiterem Witterungsverlauf mehr oder weniger von den endgültigen Ergebnissen abweichen.

Quelle für Pro-Kopf-Verbrauch: Statistisches Jahrbuch über Ernährung, Landwirtschaft und Forsten 2015; Tabelle 266

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

 

 

]]>
news-2012Thu, 25 Aug 2016 08:52:00 +0200Witterung lässt Getreide- und Rapsernte schrumpfenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/2012/Die sommerliche Witterung der letzten Woche nutzten die landwirtschaftlichen Betriebe, um die Getreide- und Rapsernte zu beenden. Zuvor kam es aufgrund der unbeständigen Witterung immer wieder zu Unterbrechungen. Nach einer ersten Bilanz des Statistischen Landesamtes in Bad Ems werden die rheinland-pfälzischen Landwirte im laufenden Jahr 1,4 Millionen Tonnen Getreide ernten. Dies stellt gegenüber dem Vorjahr, in dem eine gute Ernte eingebracht wurde, eine Abnahme von zehn Prozent dar. Das Ergebnis liegt mit vier Prozent unter dem Mittelwert der vergangenen sechs Jahre. Ein wesentlicher Grund für die kleinere Getreideernte sind die häufigen Niederschläge in den vergangenen Monaten.Der durchschnittliche Getreideertrag wird knapp 6,3 Tonnen je Hektar betragen, im vergangenen Jahr waren es 6,8 Tonnen (Minus 8,4 Prozent). Gegenüber dem langjährigen Mittel fehlen zwei Prozent.

Die Erntemenge von Winterraps (159.400 Tonnen) wird das Vorjahresergebnis voraussichtlich um sieben Prozent unterschreiten. Der langjährige Durchschnittswert wird wegen der größeren Anbaufläche fast erreicht. Der Hektarertrag liegt mit 3,5 Tonnen unter dem Vorjahreswert von 4,0 Tonnen (minus 13 Prozent). Im mehrjährigen Durchschnitt werden 3,6 Tonnen Winterraps von einem Hektar geerntet.

Getreide wurde 2016 auf 226.000 Hektar und Winterraps auf 46.000 Hektar angebaut. Die Anbaufläche für Getreide wurde gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Prozent reduziert. Der Winterrapsanbau wurde dagegen um sieben Prozent ausgedehnt.

Die wichtigste Getreideart ist Winterweizen, der auf 116.400 Hektar angebaut wurde. Der Hektarertrag liegt mit 6,7 Tonnen voraussichtlich zehn Prozent unter dem Vorjahreswert. Gegenüber dem langjährigen Durchschnittsertrag (7,0 Tonnen je Hektar) beträgt die Abnahme fünf Prozent. Die erwartete Erntemenge liegt bei 774.900 Tonnen. Damit entfallen 55 Prozent der Getreideernte auf Winterweizen.

Wintergerste verzeichnet mit 39.300 Hektar im Vergleich zum Vorjahr eine Ausdehnung der Anbaufläche um fünf Prozent. Der Ertrag beträgt 6,9 Tonnen je Hektar und wird damit das langjährige Mittel um zehn Prozent übertreffen. Gegenüber dem Vorjahr ist eine Abnahme von vier Prozent zu verzeichnen. Die für Wintergerste geschätzte Erntemenge beläuft sich auf 271.300 Tonnen. Sommergerste (35.000 Hektar), die im rheinland-pfälzischen Getreideanbau eine abnehmende Bedeutung aufweist, liegt mit 5,1 Tonnen je Hektar acht Prozent unter dem Niveau des Vorjahres (5,5 Tonnen) und fünf Prozent unter dem mehrjährigen Mittel. Die Erntemenge (177.300 Hektar) liegt fast ein Viertel unter dem Vorjahreswert.

Die Daten stammen aus der besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung sowie der Ernte- und Betriebsberichterstattung. Bei der besonderen Ernteermittlung wurden bisher 289 der 470 ausgewählten Getreide- und Winterrapsfelder vollständig abgeerntet und das Erntegut verwogen. Im Rahmen der Ernte- und Betriebsberichterstattung berichten knapp 330 Landwirte regelmäßig über die Wachstumsbedingungen und die Erträge von Feldfrüchten. Da noch nicht alle Proben ausgewertet werden konnten, sind die Ergebnisse noch mit Unsicherheiten behaftet; Veränderungen sind möglich.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie

 

 

 

 

 

]]>
news-1985Fri, 29 Jul 2016 09:23:00 +0200Überdurchschnittliche Getreideernte erwartethttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1985/Die ersten Ertragsschätzungen für Getreide und Raps der Ernteberichterstatterinnen und Ernteberichterstatter des Statistischen Landesamtes in Bad Ems lassen eine gute Getreide- und Rapsernte erwarten. Nach den zum Stand 30. Juni vorliegenden Ergebnissen der Ernteberichterstattung wird eine geschätzte Getreideernte – ohne Körnermais – von gut 1,5 Millionen Tonnen erwartet. Das sind knapp drei Prozent weniger als im vorigen Jahr. Die Anbaufläche für Getreide beläuft sich auf 230.000 Hektar (minus 1,6 Prozent). Der durchschnittliche Hektarertrag für Getreide wird demnach voraussichtlich 6,7 Tonnen betragen. Der Ertrag des Vorjahres würde damit um gut ein Prozent unterschritten, aber der mehrjährige Ertrag von 6,4 Tonnen aber deutlich übertroffen. Die wichtigste Anbaufrucht ist Winterweizen mit einer Fläche von 116.400 Hektar (plus 3,0 Prozent). Der durchschnittliche Hektarertrag wird auf 7,4 Tonnen geschätzt und entspricht damit dem Vorjahreswert. Der langjährige Mittelwert liegt bei 7,0 Tonnen. Wintergerste konnte im Anbau noch einmal um über fünf Prozent auf 39.300 Hektar zulegen und ist dieses Jahr die zweitwichtigste Getreideart. Ertraglich wird sie voraussichtlich mit 6,6 Tonnen um gut acht Prozent unter dem Vorjahreswert liegen. Der mehrjährige Durchschnittsertrag von 6,3 Tonnen würde aber überschritten. Sommergerste, die vielfach als Braugerste vermarktet wird, kommt nur noch auf ein Anbauareal von 35.000 Hektar. Das sind 16 Prozent weniger als im letzten Jahr. Ein Grund für diese Entwicklung ist die zu geringe Preisdifferenz der Braugerste gegenüber anderen Getreidearten. Der Sommergerstenertrag würde mit 5,5 Tonnen/Hektar auf dem Vorjahresniveau liegen und überträfe den langjährigen Mittelwert von 5,3 Tonnen geringfügig. Winterraps wurde im vergangenen Herbst wieder verstärkt ausgesät und erreicht mit 46.000 Hektar einen neuen Höchststand. Der Hektarertrag wird auf 3,7 Tonnen geschätzt und würde den Vorjahreswert um sechs Prozent verfehlen. Gegenüber dem langjährigen Durchschnitt wäre damit eine geringe Zunahme zu registrieren. Die erwartete Erntemenge liegt bei 172.000 Tonnen.

Die Anbaufläche von Silomais liegt mit 33.800 Hektar auf dem Niveau des Vorjahres. Der Kartoffelanbau nimmt um acht Prozent auf 7.800 Hektar zu. Zuckerrüben waren im Anbau im letzten Jahr deutlich reduziert worden. Sie wachsen dieses Jahr auf 16.600 Hektar (plus 11 Prozent).

Die Ertragschätzungen zum Berichtstermin erfolgen unter der Annahme, dass die weiteren Witterungsbedingungen denen eines normalen Jahres entsprechen.

Die Ergebnisse basieren auf einer vorläufigen Auswertung der Bodennutzungshaupterhebung. Hierbei wurden die Daten von rund 6.500 repräsentativ ausgewählten landwirtschaftlichen Betrieben in Rheinland-Pfalz ausgewertet. Den Ernteangaben liegen die Schätzungen von knapp 330 Ernteberichterstatterinnen und Ernteberichterstattern zugrunde. Sie berichten auf ehrenamtlicher Basis dem Statistischen Landesamt.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

]]>
news-1932Fri, 27 May 2016 11:18:00 +0200Überwiegend Regenbogenforellen gezüchtethttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1932/Die 25 rheinland-pfälzischen Aquakulturbetriebe erzeugten nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems im Jahr 2015 rund 342 Tonnen Fisch. Mit dieser Menge kann die heimische Aquakulturproduktion aber nur einen geringen Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung mit Proteinen leisten. Gegenüber dem Vorjahr war ein Produktionsrückgang von zehn Prozent zu verzeichnen. Zurückzuführen ist dies u. a. auf die trockenen Witterungsphasen. Die wichtigste Fischart in der Aquakulturproduktion ist die Regenbogenforelle; auf sie entfielen 84 Prozent der gesamten Erzeugung. Lachs- bzw. Bachforellen hatten Anteile von acht bzw. fünf Prozent.Im Vergleich zu Deutschland ist die rheinland-pfälzische Aquakultur nur von geringer Bedeutung. Im Jahr 2014 wurden in Deutschland knapp 6.000 Aquakulturbetriebe registriert, die insgesamt rund 20.900 Tonnen Fisch produzierten. Der rheinland-pfälzische Anteil an der Produktion betrug im Jahr 2014 etwa 1,8 Prozent. Die wichtigsten Fischarten waren in Deutschland die Regenbogenforelle (8.500 Tonnen) und der Karpfen (5.300 Tonnen).

In den Angaben sind die von Angelvereinen oder für den Eigenbedarf gezüchteten Fische sowie die Fluss- und Seenfischerei nicht erfasst.

Die Erhebung über die Aquakulturerzeugung wird bundesweit jährlich bei Betrieben, die Aquakultur im Sinne von Artikel 2 Absatz 1 Buchstabe b der Verordnung ( EG ) Nr. 762 / 2008 betreiben, durchgeführt. Befragt werden Betriebe mit Teichen ohne nennenswerten Durchfluss mit mindestens 0,3 Hektar Gesamtgewässerfläche oder Betriebe mit Anlagen ohne Kreislaufführung, die von Wasser kontinuierlich durchflossen werden, sowie mit Anlagen mit einer täglichen Frischwasserzufuhr von mindestens 20 Prozent des Anlagenvolumens und einem Gesamtvolumen von mindestens 200 Kubikmeter, soweit es für die Aquakultur verwendbar ist, oder Betriebe mit anderen als den genannten Aquakulturanlagen.

Nicht einbezogen werden reine Angelteichbetriebe (Angelparks) sowie Aquarien- oder Zierfischarten.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

 

 

]]>
news-1925Fri, 20 May 2016 11:37:00 +0200Fleischerzeugung nahm um 2,6 Prozent zuhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1925/Die Fleischerzeugung aus gewerblichen und privaten Schlachtungen betrug in Rheinland-Pfalz nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems im Jahr 2015 rund 138.700 Tonnen. Das war im Vergleich zum Jahr 2014 eine Zunahme von 2,6 Prozent. Um diese Menge zu erzeugen, wurden über 1,3 Millionen Tiere geschlachtet (plus 2,7 Prozent).Der größte Anteil entfiel mit 82 Prozent auf Schweinefleisch (114.000 Tonnen). Im Vergleich zum Vorjahr nahm die produzierte Menge um 2,8 Prozent zu. Geschlachtet wurden dafür über 1,2 Millionen Schweine. Da in Rheinland-Pfalz die Viehhaltung rückläufig ist, beziehen die Schlachtstätten einen Teil der Tiere aus dem Ausland. Im Jahr 2015 wurden rund 17 Prozent der in Rheinland-Pfalz geschlachteten Schweine nicht in Deutschland gemästet. Das war gegenüber dem Jahr 2014 eine Zunahme von fünf Prozentpunkten.

Die Menge des erzeugten Rindfleischs stieg um 1,8 Prozent auf 24.000 Tonnen. Geschlachtet wurden insgesamt 79.800 Rinder, von denen knapp acht Prozent aus dem Ausland stammten. Die Erzeugung von Schaf-, Ziegen- und Pferdefleisch ist mit 620 Tonnen (0,4 Prozent) nur von nachrangiger Bedeutung.

Durchschnittlich wurden 2015 monatlich fast 6.700 Rinder geschlachtet, wobei insbesondere im Herbst eine saisonale Häufung feststellbar ist. Eine Ursache ist, dass nach Ende der  Weideperiode die Landwirte einen Teil der Tiere nicht mehr aufstallen, sondern direkt zum Schlachten abgeben. In der Schweinefleischerzeugung werden die Schlachtkapazitäten gleichmäßiger ausgelastet. Der Umfang der Schlachtungen wird hier vor allem von der Nachfrage beeinflusst. Durchschnittlich waren es im Jahr 2015 monatlich 101.600 Tiere.

Nach den vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes wurden in Deutschland im Jahr 2015 rund 6,73 Millionen Tonnen Fleisch produziert, das war etwas mehr als im Vorjahr. Auf Schweinefleisch entfielen knapp 83 Prozent der Fleischerzeugung. Der Anteilswert für Rindfleisch betrug fast 17 Prozent. Der rheinland-pfälzische Anteil an der Gesamtschlachtmenge lag bei zwei Prozent.

Die Zahlen zur Schlachtungsstatistik werden aus den monatlichen Angaben der amtlichen Tierärzte und Fleischkontrolleure aufbereitet.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Umwelt)

 

 

 

]]>
news-1923Wed, 18 May 2016 13:13:00 +0200Agrarstrukturerhebung 2016 liefert umfassende Bestandsaufnahme der Land- und Forstwirtschaft – 80 Prozent haben schon gemeldethttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1923/Nach Auswertung der zurzeit laufenden Agrarstrukturerhebung 2016 werden wieder aktuelle Daten über die rheinland-pfälzische Land- und Forstwirtschaft zur Verfügung stehen. Diese Bestandsaufnahme wird, wie das Statistische Landesamt mitteilt, ein umfassendes Bild der agrarstrukturellen Verhältnisse des Landes und seiner Regionen liefern. In einer Zeit, in der die Landwirtschaft immer wieder im Fokus des öffentlichen Interesses steht – erwähnt sei z. B. der Preisverfall landwirtschaftlicher Produkte – wird die Erhebung wichtige Basisinformationen für alle liefern, die an der Land- und Forstwirtschaft sowie deren Entwicklung interessiert sind. Um die dringend benötigten Daten bereitstellen zu können, ist das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz auf die Mithilfe der Inhaberinnen und Inhaber bzw. der Leiterinnen und Leiter der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe angewiesen. Die Erhebung startete Anfang März und richtet sich an rund 22.600 Betriebe. „Bisher sind bereits rund 80 Prozent der Meldungen eingegangen, ein erfreuliches Ergebnis“, so Jörg Berres, Präsident des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz. Er bittet alle Betriebe, die ihre Meldung bislang noch nicht abgegeben haben, dies kurzfristig nachzuholen. Die umfangreiche Aufbereitung und Auswertung der Zahlen soll so schnell wie möglich starten und erste Ergebnisse Ende des Jahres veröffentlicht werden.

Anstelle des gewohnten Fragebogens erhielten die in die Agrarstrukturerhebung einbezogenen Betriebe im März 2016 von den kommunalen Erhebungsstellen lediglich ein Anschreiben mit den individuellen Zugangsdaten für ein Online-Meldeverfahren. Diese moderne Form der statistischen Erhebung vereinfacht die Datenerfassung und stellt eine sichere Datenübermittlung bereit. Das Verfahren sieht eine maschinelle Prüfung der eingegebenen Daten vor und garantiert so gegenüber der Erhebung mittels Papierbogen eine höhere Datenqualität. Im Hinblick auf die nicht überall vorhandene Internetanbindung kann in Ausnahmefällen ein Antrag auf Befreiung von der elektronischen Datenmeldung bei den Erhebungsstellen gestellt werden.

Das Statistische Landesamt ist – wo immer möglich – bemüht, die von Erhebungen ausgehenden Belastungen so gering wie möglich zu halten. Im Vergleich zu früher werden deshalb bei der laufenden Agrarstrukturerhebung zahlreiche Merkmale (z. B. zu den Rinderbeständen) aus Verwaltungsquellen übernommen.

Um die Betriebe bei der Beantwortung des Online-Fragebogens zu unterstützen, stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Statistischen Landesamts von Montag bis Donnerstag von 8.00 bis 16.30 Uhr und Freitags von 8.00 bis 14.00 Uhr für Auskünfte unter der Telefonnummer 02603/71-1026 zur Verfügung.

Ausführliche Informationen über die Agrarstrukturerhebung finden Sie hier.

]]>
news-1908Tue, 12 Apr 2016 13:18:00 +0200Holzeinschlag leicht rückläufighttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1908/Im Jahr 2015 wurden in Rheinland-Pfalz gut 3,2 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen (gerechnet ohne Rinde). Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems 4,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit ist der Holzeinschlag seit dem Jahr 2010 rückläufig. Seinerzeit hatte er infolge der vom Orkan Xynthia verursachten Schäden bei 5,5 Millionen Kubikmeter gelegen.

Zum Vergleich: 2014 wurden in Deutschland rund 54,4 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen. Der rheinland-pfälzische Anteil hieran betrug gut sechs Prozent. Der Anteil der rheinland-pfälzischen Waldfläche lag nach den Ergebnissen der dritten Bundeswaldinventur von 2012 bei gut sieben Prozent. Der jährliche Zuwachs in den rheinland-pfälzischen Wäldern wird auf Basis der Bundeswaldinventur auf knapp 6,9 Millionen Kubikmeter (Erntefestmaß) geschätzt. Dies belegt, dass nach wie vor eine nachhaltige Holznutzung erfolgt.

Rund 624.000 Kubikmeter – das entspricht 19 Prozent des gesamten Holzeinschlags – wurden als Energieholz zur Erzeugung von Wärme und Strom genutzt. Dieser Wert hat sich in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. Im Jahr 2005 waren 478.000 Kubikmeter (10,3 Prozent) für Zwecke der Energiegewinnung eingesetzt worden.

Die Hälfte des Holzeinschlags entfiel auf Fichte, Tanne oder Douglasie. Buchenholz sowie sonstige Laubhölzer hatten einen Anteil von 29 Prozent. Kiefern- und Lärchenholz stellte 13 Prozent des Einschlags. Eichenhölzer kamen auf rund acht Prozent.

Gut die Hälfte des gesamten Einschlags erfolgte im kommunalen und kirchlichen Wald (Körperschaftswald). Im Staatswald wurden 39 Prozent eingeschlagen. Auf knapp acht Prozent wurde der auf den Privatwald entfallende Holzeinschlag geschätzt. Der Flächenanteil des Körperschaftswaldes liegt laut Bundeswaldinventur in Rheinland-Pfalz bei 46 Prozent. Staats- und Privatwald kommen auf jeweils rund 27 Prozent.

Die Angaben zum Holzeinschlag werden von der Landesforstverwaltung zur Verfügung gestellt. Sie basieren auf einer Auswertung der Holzbuchführung der Landesforstverwaltung und auf ergänzenden Schätzungen. Hiervon sind insbesondere der Privatwald sowie Teile des Körperschaftswaldes (kommunaler und kirchlicher Wald) betroffen.

Als Vergleichswert für den jährlichen Zuwachs wurde aus den Daten der Bundeswaldinventur der jährliche Zuwachs des Vorrates, gemessen als Erntefestmaß ohne Rinde, gewählt. Bundeswaldinventuren werden in größeren Zeitabständen von der Forstverwaltung durchgeführt und sollen aktuelle und statistisch abgesicherte Informationen über die großräumigen Waldverhältnisse und forstlichen Produktionsmöglichkeiten des Waldes liefern.

Ein Kubikmeter Holz entspricht einem Festmeter (Würfel aus massivem Holz von einem Meter Kantenlänge).

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

]]>
news-1901Fri, 01 Apr 2016 12:48:00 +0200Weinerzeugung leicht rückläufighttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1901/Die Wein ausbauenden Betriebe und Kellereien in Rheinland-Pfalz erzeugten aus der Traubenernte des Jahres 2015 rund 5,9 Millionen Hektoliter Wein. Das stellt nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems gegenüber der Vorjahresmenge von sechs Millionen Hektoliter eine Abnahme von 3,6 Prozent dar.Die Weinerzeugung blieb damit unter dem zehnjährigen Durchschnitt von 6,05 Millionen Hektoliter. Die größte Menge konnte aus den Trauben des Anbaugebietes Rheinhessen mit knapp 2,5 Millionen Hektoliter erzeugt werden. Gegenüber dem Vorjahr war das eine Reduzierung von 3,4 Prozent. Aus pfälzischen Trauben wurden 2,3 Millionen Hektoliter (plus 0,7 Prozent) produziert. Deutliche Einbußen mussten dagegen die Weinbaubetriebe an der Mosel verkraften. Die Weinerzeugung fiel um 12 Prozent auf 746.000 Hektoliter. Auch aus den Ernten der Nahe (300.000 Hektoliter; minus 9,6 Prozent) und der Ahr (39.000 Hektoliter; minus 9,2 Prozent) wurde weniger Wein gekeltert. Am Mittelrhein war ein geringer Mengenzuwachs auf 28.000 Hektoliter (plus 1,5 Prozent) zu verzeichnen.

Rund 70 Prozent des Mostes (4,2 Millionen Hektoliter) wurde zu Qualitätswein verarbeitet. Für den Ausbau zu Prädikatsweinen – wie Spät- und Auslesen – wurden knapp 1,5 Millionen Hektoliter (25 Prozent) vorgesehen. Als Wein oder Landwein sollen nur 260.000 Hektoliter vermarktet werden.

Von der gesamten Weinerzeugung entfielen 66 Prozent auf Weißwein (3,9 Millionen Hektoliter). Hiervon wurden 34 Prozent zu Prädikatsweinen und 60 Prozent zu Qualitätsweinen verarbeitet. Bei den roten Mosten wurden nur sieben Prozent zu Prädikatsweinen und 90 Prozent zu Qualitätsweinen verarbeitet. Ursächlich für diese Unterschiede sind die jeweiligen Vermarktungswege für Weiß- und für Rotwein. Weißweine werden traditionell in höheren Qualitätsstufen vertrieben.

Im vergangenen Herbst erzeugten die Winzer und Kellereien im rheinland-pfälzischen Teil des Anbaugebiets Mosel rund 1,25 Millionen Hektoliter Wein. Aus der regionalen Ernte stammten allerdings nur 746.000 Hektoliter. Die restliche Menge wurde aus anderen Anbaugebieten, vor allem der Pfalz, zugekauft. Aus den im Anbaugebiet Pfalz geernteten Trauben wurden insgesamt 2,25 Millionen Hektoliter Wein erzeugt. Die in der Pfalz ansässigen Betriebe verarbeiteten nur rund 1,7 Millionen Hektoliter Most zu Wein. Die größte Weinmenge produzierten die rheinhessischen Winzerbetriebe und Kellereien (2,6 Millionen Hektoliter).

Die Angaben basieren auf der sekundärstatistischen Auswertung der Weinerzeugungsmeldungen, die der bei der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz geführten EU-Weinbaukartei entstammen.

Ein Hektoliter (hl) sind 100 Liter.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

 

 

]]>
news-1888Tue, 22 Mar 2016 11:28:00 +0100Eiererzeugung auf 189 Millionen Stück ausgeweitethttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1888/Im Jahr 2015 legten die rheinland-pfälzischen Legehennen in Betrieben mit mindestens 3.000 Haltungsplätzen knapp 518.000 Eier pro Tag. Würde jeder Rheinland-Pfälzer Ostern ein Ei aus heimischer Produktion essen wollen, könnten dies nur rund 13 Prozent der Bürgerinnen und Bürger des Landes tun. Die übrigen Rheinland-Pfälzer müssten auf Eier aus anderen Bundesländern oder dem Ausland zurückgreifen.Im längerfristigen Vergleich ist seit dem Jahr 2010 ein Trend zur Ausweitung der Produktion zu beobachten. Gegenüber dem Jahr 2014 stieg die Produktion um über vier Prozent auf 189 Millionen Stück. Gegenüber dem Jahr 2009, als die geringste Produktionsmenge registriert wurde, beträgt der Anstieg über 80 Prozent. Seinerzeit trat das Verbot der konventionellen Käfighaltung in Kraft. Vor diesem Hintergrund hat sich zwischenzeitlich die Bodenhaltung als dominierende Haltungsform etabliert. Über 92 Prozent der Eierproduktion stammen aus dieser Haltungsform.

Die Zahlen zur Eiererzeugung basieren auf den monatlichen Meldungen der 48 Betriebe mit 3.000 Legehennenplätzen und mehr. Nach der seit dem 1. Januar 2010 geltenden Neuregelung der Haltungsformen ist eine Käfighaltung unter Auflagen weiterhin zulässig, z. B. als Kleingruppenhaltung.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

]]>
news-1863Wed, 17 Feb 2016 13:15:00 +0100Gemüseanbaufläche leicht vergrößerthttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1863/Im vergangenen Jahr bauten in Rheinland-Pfalz nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems gut 400 landwirtschaftliche Betriebe auf 19.500 Hektar Freilandfläche über 40 verschiedene Gemüsearten an. Im Jahr 2014 lag die Anbaufläche bei 19.200 Hektar. Die von den Freilandflächen eingebrachte Gemüseernte fiel 2015 mit rund 628.100 Tonnen um fast ein Prozent größer aus als im Jahr zuvor.

Auf gut 1.000 Hektar (fünf Prozent) wurde Gemüse nach ökologischen Richtlinien erzeugt. Im Vergleich zum Jahr 2014 bedeutet dies eine Zunahme von 39 Prozent. Der Anbau von Gemüse unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen, wie z. B. Gewächshäusern, ist in Rheinland-Pfalz mit einer Fläche von rund 51 Hektar und einer Ernte von 4.000 Tonnen von geringer Bedeutung.

Über die Hälfte der Erntemenge (350.400 Tonnen) entfiel auf Wurzel- und Knollengemüse (56 Prozent), das auf rund 8.400 Hektar angebaut wurde. Hierzu gehören Möhren und Karotten sowie Radieschen oder Zwiebeln. Blatt- und Stängelgemüse – vor allem Salate und Spargel – trug rund 23 Prozent zur Erntemenge bei (142.600 Tonnen). Das Anbauareal umfasste rund 6.700 Hektar. An Kohlgemüse wurden 87.000 Tonnen geerntet. Die Anbaufläche war knapp 2.300 Hektar groß.

Radieschen wurden 2015 auf 2.600 Hektar oder 13 Prozent der Anbaufläche geerntet. Im Jahr 2014 lagen knapp drei Viertel der deutschen Anbaufläche für Radieschen in Rheinland-Pfalz. Im rheinland-pfälzischen Anbau folgten Bundzwiebeln (9,4 Prozent der Anbaufläche), Möhren und Karotten (9,2 Prozent), Speisezwiebeln (7,7 Prozent), Spargel (7,2 Prozent) und Blumenkohl (5,6 Prozent). Diese sechs Gemüsearten beanspruchten jeweils ein Anbauareal von über ein tausend Hektar.

Im Rahmen der Gemüseerhebung werden auch die Anbauflächen und die Erntemengen von Erdbeeren erfragt. Auf 630 Hektar wurden 2015 rund 5.900 Tonnen Erdbeeren geerntet. Gegenüber dem Jahr 2014 nahm die Anbaufläche um fast fünf Prozent ab. Die Erntemenge stieg dagegen um sechs Prozent.

In der Gemüseerhebung 2015 wurden auf der Basis einer Stichprobe die Anbauverhältnisse für Gemüse und Erdbeeren sowie deren Jungpflanzen erhoben. Einbezogen wurden rund 340 landwirtschaftliche Betriebe, die u. a. auf Freilandflächen von 50 Ar und mehr bzw. Unterglasflächen von 10 Ar und mehr Gemüse oder Jungpflanzen anbauen. Die Anbaufläche umfasst auch die Mehrfachnutzung einer Fläche (Grundfläche) durch Vor-, Zwischen- und Nachkulturen.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

Abbildung: Anbaufläche von Gemüse auf dem Freiland 1988 bis 2015

Abbildung: Anbaufläche von Gemüse auf dem Freiland 2015 nach Arten (Top 15)

 

]]>
news-1860Fri, 12 Feb 2016 13:11:00 +0100Schweinehaltung verliert weiter an Bedeutunghttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1860/Die Schweinehaltung verliert in Rheinland-Pfalz immer mehr an Bedeutung. Die Zahl der Schweine, die in knapp 300 Betrieben standen, sank nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems von November 2014 bis November 2015 um sechs Prozent auf 192.000 Tiere. Ursächlich für diesen Rückgang sind die für eine wirtschaftliche Schweinehaltung zu geringen Erlöse. Der Schweinebestand in Deutschland nahm binnen eines Jahres um zwei Prozent auf 27,5 Millionen Tiere ab. Der rheinland-pfälzische Anteil lag bei 0,7 Prozent.Im November 2015 wurden in Rheinland-Pfalz noch knapp 5.400 Rinderhaltungen mit 359.600 Tieren registriert. Das bedeutet gegenüber der Erhebung im November 2014 eine Abnahme bei den Haltungen von 1,7 Prozent und beim Bestand von 2,4 Prozent. Bundesweit war im gleichen Zeitraum eine Abnahme des Rinderbestandes um 0,8 Prozent auf gut 12,6 Millionen Tiere festzustellen, die in 151.200 Haltungen standen (minus 2,4 Prozent). Der rheinland-pfälzische Anteil am deutschen Rinderbestand belief sich auf 2,8 Prozent.

Der in gut 500 Betrieben gehaltene Schafbestand nahm um fünf Prozent auf 66.200 Tiere zu. Ein Teil dieser Zunahme ist darauf zurückzuführen, dass der Berichtskreis auf Grund einer Auswertung des Herkunftssicherungs- und Informationssystems Tier vervollständigt werden konnte. Bundesweit gab es bei den Schafen eine Abnahme von 1,8 Prozent auf knapp 1,6 Millionen Tiere. Rheinland-Pfalz kam damit auf einen Anteilswert von 4,2 Prozent.

Rinderbestand im Detail

Im November 2015 entfiel ein Drittel des Rinderbestandes auf Milchkühe (118.100 Tiere). Im Vorjahresvergleich sank ihre Zahl um 1,5 Prozent. Der Bestand der sonstigen Kühe, z. B. Ammen- und Mutterkühe, nahm um 1,5 Prozent auf 39.800 Tiere ab. Ein weiteres Viertel (27 Prozent) des Rinderbestandes stellten die Kälber und Jungrinder mit einem Alter bis zu einem Jahr. Auf die Altersklasse zwischen einem Jahr und zwei Jahren entfielen 21 Prozent des Bestandes.

Schweinebestand im Detail

In der Schweinehaltung verzeichnete der Ferkelbestand einen Rückgang von 3,4 Prozent auf 55.700 Tiere. Der Jungschweinebestand wurde um fast ein Zehntel auf 40.700 Tiere reduziert. Der Mastschweinebestand verringerte sich auf 82.400 Tiere (minus 4,8 Prozent). Der Bestand an Zuchtschweinen nahm um zehn Prozent auf 13.200 Tiere ab.

Schafbestand im Detail

Den größten Teil des rheinland-pfälzischen Schafbestandes machten mit 71 Prozent die zur Zucht gehaltenen weiblichen Schafe aus (46.900 Tiere). Ihr Bestand nahm gegenüber November 2014 um 6,2 Prozent zu. Auf die Schafe in einem Alter unter einem Jahr entfielen 27 Prozent des Gesamtbestandes. Ihre Zahl nahm um 2,5 Prozent auf 17.600 Tiere zu.

Bezüglich der Rinderbestände wurde das Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere (HI-Tier) zum Stichtag 3. November 2015 ausgewertet. In diesem Register werden alle in Deutschland gehaltenen Rinder erfasst. Durch die Nutzung dieser Verwaltungsdaten müssen die Rinderhalter keine entsprechenden statistischen Meldungen mehr abgeben.

Die Daten zu den Schweine- und Schafbeständen stammen aus den endgültigen Ergebnissen der Erhebungen zum 3. November 2015. Hierzu wurden mittels Stichprobenerhebung landesweit rund 210 landwirtschaftliche Betriebe befragt, die mindestens 50 Schweine oder zehn Zuchtsauen hielten. In die Ermittlung des Schafbestandes wurden 370 landwirtschaftliche Betriebe mit mindestens 20 Schafen einbezogen. Da es sich um Stichprobenerhebungen handelt, können die Daten nicht regionalisiert werden. Das Bundesergebnis für Schweine und Schafe ist noch vorläufig.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

 

 

 

 

 

]]>
news-1859Fri, 12 Feb 2016 13:00:00 +0100Gute Strauchbeerenernte im Jahr 2015http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1859/Im Jahr 2015 erzeugten nach Angaben des Statistischen Landesamtes 53 landwirtschaftliche Betriebe in Rheinland-Pfalz rund 1.400 Tonnen Strauchbeeren. Im Vergleich zum Jahr 2014 nahm die Erntemenge aufgrund der günstigen Witterungsverhältnisse um knapp 39 Prozent zu. Die Anbaufläche verringerte sich geringfügig um etwa zwei Hektar auf 261 Hektar. Die flächenmäßig wichtigste Strauchbeere ist mit 146 Hektar Holunder. Als Beeren wurden rund 730 Tonnen geerntet. Neben den Holunderbeeren, wurden auch 1,7 Tonnen Holunderblüten gepflückt. Eine größere Bedeutung haben noch Johannisbeeren mit rund 51 Hektar und Himbeeren mit 37 Hektar. Geerntet wurden etwa 314 Tonnen Johannisbeeren und 210 Tonnen Himbeeren.

Der Anbau von Strauchbeeren stellt für die rheinland-pfälzische Landwirtschaft ein Nischenprodukt dar. Rheinland-Pfalz rangierte im Jahr 2014 – gemessen an der Anbaufläche – auf Rang acht der Länder. Spitzenreiter war Niedersachsen mit knapp 1.800 Hektar.

Strauchbeerenflächen von weniger als zwei Hektar bewirtschafteten 29 der 53 Betriebe. Die von diesen Betrieben genutzte Fläche betrug rund 29 Hektar. Die acht größten Betriebe, die auf jeweils mehr als 10 Hektar Strauchbeeren anbauen, vereinigten 164 Hektar der Erzeugerflächen auf sich.

Die Daten stammen aus der Erhebung der Strauchbeeren. Befragt wurden alle Betriebe mit Strauchbeerenflächen von mindestens 5.000 Quadratmetern im Freiland oder 1.000 Quadratmeter unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen (wie z. B. Gewächshäuser). Die Erhebung fand erstmals 2012 statt.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

 

 

 

]]>
news-1841Tue, 05 Jan 2016 11:41:00 +0100Landwirtschaftliche Betriebe bewirtschaften immer größere Flächen http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1841/In Rheinland-Pfalz bearbeitete 2015 ein landwirtschaftlicher Betrieb durchschnittlich 39 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche. Das stellte nach Angaben des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz im Vergleich zum Jahr 2010 eine Zunahme von fast fünf Hektar dar. In Deutschland lag die durchschnittliche Betriebsgröße bei 60 Hektar. Unter den Bundesländern weist Mecklenburg-Vorpommern mit 286 Hektar die höchste durchschnittliche Betriebsgröße auf, im Stadtstaat Berlin ist sie mit 20 Hektar am geringsten. Die Unterschiede sind in der jeweiligen Bedeutung des Dauerkulturanbaus begründet. So benötigen Weinbaubetriebe beispielsweise eine geringere Flächenausstattung als Getreide anbauende Betriebe. Ein weiterer Aspekt ist die unterschiedliche agrarpolitische Entwicklung. In den östlichen Bundesländern sind die landwirtschaftlichen Betriebe auf Grund der bis zur Wiedervereinigung gegebenen Bedingungen deutlich größer als in den westlichen Ländern.

Im Jahr 2015 wirtschafteten noch rund 18.100 landwirtschaftliche Betriebe in Rheinland-Pfalz. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von vier Prozent, im Vergleich zum Jahr 2010 von zwölf Prozent. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche nahm im Vorjahresvergleich geringfügig auf 705.400 Hektar zu. Fast ein Viertel der rheinland-pfälzischen Betriebe bewirtschaftete 2015 weniger als fünf Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche. In diesem Segment sind vor allem Weinbaubetriebe zu finden. Sie benötigen zur Erzielung eines ausreichenden Einkommens wegen der höheren Wertschöpfung pro Flächeneinheit kleinere Flächen als z. B. die Getreideerzeuger. Die 4.300 Betriebe dieser Größenklasse bewirtschafteten zusammen 9.000 Hektar. Das waren 1,3 Prozent der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche des Landes. Fast die Hälfte der landwirtschaftlich genutzten Fläche entfiel auf landwirtschaftliche Betriebe, die jeweils mehr als 100 Hektar bearbeiteten. Ihr Anteilswert an der Zahl der Betriebe betrug fast zwölf Prozent.

Die Daten stammen aus der jährlich stattfindenden Bodennutzungshaupterhebung. Befragt wurden im Jahr 2015 rund 6.200 landwirtschaftliche Betriebe mit fünf Hektar und mehr landwirtschaftlich genutzter Fläche bzw. Betriebe, die über bestimmte pflanzliche oder tierische Mindesterzeugungseinheiten verfügten. Die Angaben dieser Betriebe wurden zu einem Landesergebnis hochgerechnet. Regionalisierte Ergebnisse liegen für das Jahr 2010 aus der Landwirtschaftszählung vor.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

]]>
news-1799Mon, 09 Nov 2015 07:42:00 +0100Gut 64.000 Hektar Rebfläche in Rheinland-Pfalzhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1799/Rheinland-Pfalz verfügt aktuell – nach einer vorläufigen Auswertung der Weinbaukartei – über eine bestockte Rebfläche von 64.090 Hektar. Die Anbaufläche nahm nach Angaben des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz gegenüber dem Vorjahr geringfügig zu. Die Keltertraubenfläche für Weißweine beträgt 45.173 Hektar (plus 1,0 Prozent) und die mit roten Rebsorten bestockte Fläche 18.917 Hektar (minus 2,2 Prozent). Damit setzte sich der Trend, dass die Winzerinnen und Winzer wieder auf weiße Rebsorten setzen, fort. Rebsorten

Den größten Flächenzuwachs verzeichnete der Ruländer; die Anbaufläche wurde um 249 Hektar auf 3.525 Hektar ausgeweitet. Größere Flächenzuwächse wiesen noch Riesling (17.178 Hektar; plus 148 Hektar) und Weißburgunder (2.978 Hektar; 122 Hektar) auf. Chardonnay konnte ebenfalls weiter zulegen; die bestockte Rebfläche wuchs um 67 auf 1.437 Hektar. Im roten Segment wiesen nur wenige Sorten einen Flächenzuwachs auf. Mit einem Plus von 24 auf 4.188 Hektar war beim Spätburgunder die größte Zunahme zu verzeichnen.

Das Anbauareal von Portugieser wurde binnen eines Jahres um 216 Hektar auf 2.972 Hektar reduziert. Die mit Portugieserreben bestockte liegt damit wieder unter 3.000 Hektar, das entspricht in etwa dem Niveau Ende der 80er-Jahre. Dornfelder, seit Jahren die führende Rotweinrebe,  verlor weiter an Bedeutung. Die Fläche reduzierte sich binnen Jahresfrist um 138 auf 7.252 Hektar.

Anbaugebiete

In den sechs Weinanbaugebieten des Landes weisen die einzelnen Rebsorten eine unterschiedliche Bedeutung auf. In Rheinhessen (26.576 Hektar Rebfläche), dem größten Anbaugebiet Deutschlands, liegen Riesling (4.446 Hektar) und Müller-Thurgau (4.321 Hektar) fast gleichauf vor dem Dornfelder mit 3.426 Hektar. Die Pfalz (23.612 Hektar Weinbaufläche) verfügt mit 5.815 Hektar über das größte Rieslinganbauareal. Es folgt dann der Dornfelder (3.057 Hektar) vor dem Müller-Thurgau (2.053 Hektar). Im rheinland-pfälzischen Teil des Anbaugebiets Mosel dominiert der Riesling (5.374 Hektar). Er wächst auf 62 Prozent der bestockten Rebfläche von 8.686 Hektar. Das Weinanbaugebiet Nahe gehört mit 4.204 Hektar zu den mittelgroßen Anbaugebieten. Die führenden Rebsorten sind Riesling (1.192 Hektar), Müller-Thurgau (539 Hektar) und Dornfelder (435 Hektar). Das Anbaugebiet Ahr ist bekannt für seine Rotweine. Auf 84 Prozent der Anbaufläche von 562 Hektar wachsen rote Rebsorten. Angeführt wird das Sortiment vom Spätburgunder (358 Hektar). Am Mittelrhein (450 Hektar) dominiert, wie an der Mosel, der Riesling den Anbau. Sein Anteil beläuft sich dort auf 68 Prozent.

Die Angaben basieren auf einer vorläufigen sekundärstatistischen Auswertung der EU-Weinbaukartei, die von der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz geführt wird. Der Rebsortenspiegel beinhaltet eine Aufstellung der angepflanzten Rebsorten einer Region,  z. B. eines Bundeslandes. Hierbei wird die Rebfläche der einzelnen Sorten im Allgemeinen  in Hektar (1 Hektar = 10.000 m²) angegeben. Da es sich noch um vorläufige Daten handelt, stehen Ergebnisse für Gemeinden noch nicht zur Verfügung.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

 

 

]]>
news-1770Wed, 23 Sep 2015 07:26:00 +0200Trockenheit lässt Weinmosternte schrumpfenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1770/Auf fast 5,7 Millionen Hektoliter schätzten die Ernteberichterstatter des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz Ende August die Erntemenge für Weinmost. Gegenüber dem langjährigen Mittelwert wären das knapp fünf Prozent weniger. Im Vergleich zum Vorjahr beträgt die Abnahme fast sechs Prozent. Ein wichtiger Grund für die moderate Weinmosternte sind die seit Februar fehlenden Niederschläge. Die Trockenheit und große Hitze im Sommer hatte aber auch ihr Gutes, indem sie zu einem geringen Befall mit Pilzkrankheiten und Schädlingen führte. So wurden z. B. bisher kaum Schädigungen durch die Kirschessigfliege gemeldet; ein Schädling der im letzten Jahr viele Weinbaubetriebe vor größere Probleme stellte.Die Erntemenge der weißen Moste liegt nach den vorliegenden Schätzungen mit 3,9 Millionen Hektoliter um gut sechs Prozent unter der Vorjahresmenge. Im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2005 bis 2014 ist eine geringfügig kleinere Menge zu ernten. Da in den letzten Jahren die Ertragsrebfläche für weiße Moste ausgedehnt wurde, ist die Abnahme gegenüber dem langjährigen Durchschnitt geringer als gegenüber dem Vorjahr. Beim Rotmost wird eine Abnahme der Erntemenge von fünf Prozent erwartet. Mit 1,8 Millionen Hektolitern läge die Erntemenge 13 Prozent unter dem langjährigen Mittel.

Der durchschnittliche Hektarertrag für Weißmost wird auf 90 Hektoliter je Hektar geschätzt und erreicht damit fast den langjährigen Durchschnittswert von 91 Hektoliter. Im vergangenen Jahr waren rund 96 Hektoliter geerntet worden. Bei den roten Mosten werden im laufenden Jahr voraussichtlich 95 Hektoliter je Hektar gewonnen; im langjährigen Durchschnitt waren es 107 und im letzten Jahr 100 Hektoliter.

Für Rheinhessen – dem größten Weinanbaugebiet Deutschlands – und die Pfalz wurden Erntemengen von 2,4 bzw. 2,1 Millionen Hektoliter geschätzt. Sie lägen damit um gut sieben bzw. vier Prozent unter den Vorjahresmengen. An der Mosel wird mit 0,8 Millionen Hektoliter eine Erntemenge erwartet, die mit fast fünf Prozent unter der Vorjahresmenge liegt.

Aufgrund des Termins, zu dem die Schätzungen erfolgen, sind die Ergebnisse noch mit Unsicherheiten behaftet und größere Veränderungen auf Grund des weiteren Witterungsverlauf möglich.

Im Rahmen der Ernte- und Betriebsberichterstattung berichten rund 260 Ernteberichterstatterinnen und Ernteberichterstatter regelmäßig über die Wachstumsstände der Reben und die Weinmosterträge. Bei den Ertragschätzungen wird stets davon ausgegangen, dass der weitere Witterungsverlauf keine Extreme aufweist.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Energie)

]]>
news-1767Fri, 18 Sep 2015 10:32:00 +0200Geringere Apfelerntehttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1767/Die rheinland-pfälzischen Obstbaubetriebe können dieses Jahr – nach einer ersten Bilanz des Statistischen Landesamtes in Bad Ems – nur eine unterdurchschnittliche Apfelernte einbringen. Bei der wichtigsten Obstart im Land wird ein Hektarertrag von 22 Tonnen geschätzt. Dieser Wert liegt geringfügig unter dem durchschnittlichen Ertrag der Jahre 2009 bis 2014. Im Vergleich zu dem guten Hektarertrag des Vorjahres würden zehn Prozent fehlen. Legt man die Anbaufläche (1.355 Hektar) aus dem Jahr 2012 zu Grunde, errechnet sich eine Erntemenge von rund 30.300 Tonnen. Sie läge ebenfalls um zehn Prozent unter der Menge des Vorjahres. Damit stehen rechnerisch jedem Einwohner fast acht Kilogramm Äpfel aus heimischer Erzeugung zur Verfügung. Zum Vergleich: Der Pro-Kopf-Verbrauch an Äpfeln lag 2013/2014 bei 23,5 Kilogramm.Überdurchschnittlicher Ertrag bei Sauerkirschen

Nach den Feststellungen der Berichterstatterinnen und Berichterstatter brachten Sauerkirschen (617 Hektar) mit zehn Tonnen je Hektar einen überdurchschnittlichen Ertrag. Im Mittel der Jahre 2009 bis 2014 wurden 8,3 Tonnen von einem Hektar geerntet. Gegenüber dem vorigen Jahr ist damit ein geschätzter Ertragszuwachs von zwölf Prozent zu verzeichnen. Die Erntemenge belief sich auf 6.000 Tonnen. Süßkirschen (496 Hektar) liegen mit einem geschätzten Hektarertrag von 7,0 Tonnen über dem langjährigen Schnitt von 5,8 Tonnen. Gegenüber dem Vorjahr wurden allerdings sieben Prozent weniger geerntet. Die Erntemenge beträgt 3.500 Tonnen.

Die Birnen anbauenden Betriebe (189 Hektar) werden mit knapp 19 Tonnen je Hektar voraussichtlich eine Ertragsteigerung von zwei Prozent gegenüber dem mehrjährigen Durchschnitt erzielen. Im Vergleich zum Vorjahr würden allerdings rund zwölf Prozent fehlen. Die geschätzte Erntemenge beläuft sich auf 3.600 Tonnen.

Die Daten stammen aus der Ernte- und Betriebsberichterstattung für Baumobst. Im Rahmen der Ernte- und Betriebsberichterstattung berichten knapp 200 Landwirte regelmäßig über die Wachstumsbedingungen und die Erträge von Baumobst. Die Schätzungen sind vorläufig und können je nach weiterem Witterungsverlauf mehr oder weniger von den endgültigen Ergebnissen abweichen.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

 

 

 

]]>
news-1755Fri, 04 Sep 2015 11:32:00 +0200Weniger als ein Prozent der deutschen Schweine wird in Rheinland-Pfalz gehaltenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1755/Der Bestand an Schweinen in Rheinland-Pfalz stagniert auf niedrigem Niveau. Zum Stichtag 3. Mai 2015 wurden nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems nur noch 200.600 Schweine gehalten, das waren in etwa so viele wie ein Jahr zuvor (plus 0,3 Prozent). Vor zwanzig Jahren gab es noch fast doppelt so viele Tiere im Land. Bundesweit lag der Schweinebestand bei 28 Millionen, auch das entsprach in etwa dem Vorjahreswert. Auf Rheinland-Pfalz entfällt somit ein Anteilswert von nur 0,7 Prozent.Auch der Rinderbestand wurde in den zurückliegenden 20 Jahren deutlich reduziert. Wurden 1995 noch 489.500 Rinder registriert, waren es zum Stichtag 3. Mai 2015 noch 363.900. Binnen Jahresfrist sank der Bestand um 0,2 Prozent. In ganz Deutschland wurden zum Stichtag knapp 12,7 Millionen Rinder gehalten. Der rheinland-pfälzische Anteil an dem deutschen Rinderbestand betrug somit 2,9 Prozent.

Viehbestände in Detail

Auf Mastschweine entfällt mit fast 43 Prozent der größte Anteilswert. Der Bestand legte innerhalb eines Jahres um 2,1 Prozent auf 85.100 Tiere zu. Rund 29 Prozent des Bestandes stellten die Ferkel (57.100 Tiere). Ihre Zahl nahm binnen eines Jahres um ein Prozent ab. Der Jungschweinebestand von 44.300 Tieren war geringfügig größer als im Mai 2014. An Zuchtschweinen, wie Zuchtsauen und Eber, wurden noch 14.100 Tiere gehalten. Das waren 4,1 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Von den am Erhebungsstichtag gezählten Rindern waren 189.100 Tiere (52 Prozent) älter als zwei Jahre. Diese Gruppe umfasste u. a. 119.100 Milchkühe und 40.000 sonstige Kühe, wie z. B. Ammen und Mutterkühe. Während die Zahl der Milchkühe binnen Jahresfrist um 1,3 Prozent abnahm, verringerte sich der Bestand an sonstigen Kühen um 0,3 Prozent. Ein weiteres Viertel (27 Prozent) des Rinderbestandes stellten die Kälber und Jungrinder bis zu einem Jahr. Auf die Altersklasse zwischen einem und zwei Jahren entfiel jedes fünfte Rind.

Weitere Informationen: www.statistik.rlp.de. Statistische Berichte zu Rinderhaltung und Schweinehaltung (PDF-Dateien).

Bezüglich der Rinderbestände wurde das Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere (HI-Tier) zum Stichtag 3. Mai 2015 ausgewertet. In diesem Register werden alle in Deutschland gehaltenen Rinder erfasst. Da es sich hierbei um Verwaltungsdaten handelt, müssen die Rinderhalter keine entsprechenden statistischen Meldungen mehr abgeben. Die aktuellen Daten zu den Schweinebeständen stammen aus dem endgültigen Ergebnis über die Erhebung der Schweinebestände zum 3. Mai 2015. Hierzu wurden in einer Stichprobenerhebung landesweit rund 230 landwirtschaftliche Betriebe befragt, die mindestens 50 Schweine oder zehn Zuchtsauen hielten. Bei der Ermittlung der Schweinebestände handelt es sich um eine Stichprobenerhebung, deren Ergebnis nicht regionalisiert werden kann.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

 

 

]]>
news-1746Tue, 25 Aug 2015 13:44:00 +0200Gute Getreide- und Rapsernte trotz Trockenheithttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1746/Nach einer ersten Bilanz des Statistischen Landesamtes in Bad Ems werden die rheinland-pfälzischen Landwirte im laufenden Jahr knapp 1,6 Millionen Tonnen Getreide ernten. Dies stellt gegenüber dem Vorjahr, in dem eine gute Ernte eingebracht wurde, eine Zunahme von über vier Prozent dar. Das Ergebnis liegt gut acht Prozent über dem Mittelwert der vergangenen sechs Jahre. Der durchschnittliche Getreideertrag wird rund 6,8 Tonnen je Hektar betragen, im vergangenen Jahr waren es 6,6 Tonnen. Damit haben sich die Befürchtungen, dass die seit Februar unterdurchschnittlichen Niederschläge zu großflächigen Ernteausfällen bei Getreide führen, nicht bestätigt. Aufgrund der Trockenheit in den vergangenen Wochen konnte die Getreide- und Winterrapsernte in vielen Landesteilen abgeschlossen werden.Die Erntemenge von Winterraps (173.800 Tonnen) wird das Vorjahresergebnis um knapp elf Prozent unterschreiten. Im Vergleich zum langjährigen Durchschnittswert bedeutet diese Erntemenge aber dennoch einen Zuwachs von gut fünf Prozent. Der Hektarertrag liegt mit 4,0 Tonnen unter dem Vorjahreswert von 4,3 Tonnen (minus acht Prozent).

Getreide wurde 2015 auf 233.600 Hektar und Winterraps auf 43.900 Hektar angebaut. Während die Anbaufläche für Getreide etwa auf dem Vorjahresniveau liegt, wurde der Winterrapsanbau um drei Prozent eingeschränkt.

Die wichtigste Getreideart ist Winterweizen, der auf 115.100 Hektar angebaut wurde. Der Hektarertrag liegt mit 7,4 Tonnen fast drei Prozent über dem Vorjahreswert. Gegenüber dem langjährigen Durchschnittsertrag (7,0 Tonnen je Hektar) beträgt der Zuwachs fast sechs Prozent. Die erwartete Erntemenge liegt bei 854.500 Tonnen. Damit entfallen über 53 Prozent der Getreideernte auf Winterweizen.

Sommergerste, die im rheinland-pfälzischen Getreideanbau mit 42.400 Hektar eine größere Bedeutung hat, liegt mit 5,6 Tonnen je Hektar auf dem Niveau des Vorjahres. Die Erntemenge (235.900 Hektar) erreicht auf Grund der etwas geringen Anbaufläche nicht den Vorjahreswert. Wintergerste verzeichnet mit 37.200 Hektar im Vergleich zum Vorjahr eine Ausdehnung der Anbaufläche um fünf Prozent. Der Ertrag beträgt 7,2 Tonnen je Hektar und wird damit das langjährige Mittel um 17 Prozent übertreffen. Gegenüber dem Vorjahr beträgt der Zuwachs elf Prozent. Die für Wintergerste geschätzte Erntemenge beläuft sich auf 268.200 Tonnen.

Die Daten stammen aus der besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung sowie der Ernte- und Betriebsberichterstattung. Bei der besonderen Ernteermittlung wurden bisher 424 der 500 ausgewählten Getreide- und Winterrapsfelder vollständig abgeerntet und das Erntegut verwogen. Im Rahmen der Ernte- und Betriebsberichterstattung berichten knapp 330 Landwirte regelmäßig über die Wachstumsbedingungen und die Erträge von Feldfrüchten. Da noch nicht alle Proben ausgewertet werden konnten, sind die Ergebnisse noch mit Unsicherheiten behaftet; Veränderungen sind möglich.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

 

 

]]>
news-1721Mon, 27 Jul 2015 10:42:00 +0200Trockenheit lässt nur unterdurchschnittliche Getreideernte zuhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1721/Nach den sehr guten Erträgen im vergangenen Jahr erwarten die Ernteberichterstatter des Statistischen Landesamtes in Bad Ems dieses Jahr eine unterdurchschnittliche Getreideernte. Nach den zum Stand 30. Juni vorliegenden Ergebnissen der Ernteberichterstattung wird eine geschätzte Getreideernte – ohne Körnermais – von knapp 1,4 Millionen Tonnen erwartet. Das wären rund neun Prozent weniger als im vorigen Jahr. Der langjährige Durchschnitt würde um gut fünf Prozent unterschritten. Ein Grund für die kleinere Ernte sind die fehlenden Niederschläge in den vergangenen Monaten.Bei Winterweizen wird ein durchschnittlicher Ertrag von 6,6 Tonnen je Hektar geschätzt (minus 9,1 Prozent). Im Vorjahr war ein Ertrag von 7,2 Tonnen je Hektar erzielt worden. Der langjährige Mittelwert liegt bei 7,0 Tonnen. Der erwartete Sommergersteertrag wird mit 4,8 Tonnen den langjährigen Mittelwert von 5,3 Tonnen um etwa ein Zehntel verfehlen. Im Vorjahr war mit 5,6 Tonnen ein sehr guter Ertrag erzielt worden. Wintergerste liegt mit geschätzten 6,0 Tonnen fast auf dem Niveau des langjährigen Wertes (6,2 Tonnen), aber unter dem  des Vorjahres (6,5 Tonnen). Beim Winterraps wird schließlich ein Durchschnittsertrag von 3,4 Tonnen erwartet. Gegenüber dem Vorjahr stellt das ein Minus von 20 Prozent dar. Gegenüber dem langjährigen Durchschnitt würden etwa sechs Prozent fehlen.

Die Ertragschätzungen zum Berichtstermin erfolgen unter der Annahme, dass die weiteren Witterungsbedingungen denen eines normalen Jahres entsprechen.

Bodennutzung

In diesem Jahr sind nach dem vorläufigen Ergebnis der Bodennutzungshaupterhebung rund 234.100 Hektar Getreide – ohne Körnermais – zu dreschen. Gegenüber dem Vorjahr ist das eine geringfügige Zunahme. Die wichtigste Getreideart ist seit Jahren Winterweizen. Im Herbst vergangenen Jahres säten die Landwirte auf rund 115.100 Hektar Winterweizen aus, das entspricht etwa dem Vorjahreswert. Wintergerste weist seit mehreren Jahren eine zunehmende Anbaufläche auf. Sie wächst dieses Jahr auf 37.200 Hektar (plus fünf Prozent). Der Anbau von Sommergerste liegt mit 42.400 Hektar geringfügig unter dem Vorjahreswert. Reduziert wurde ebenfalls der Anbau von Roggen und Wintermenggetreide auf 10.600 Hektar (minus 1,5 Prozent) und Triticale auf 16.700 Hektar (minus 3,4 Prozent).

Die Anbaufläche von Silomais liegt mit 32.900 Hektar auf dem Niveau des Vorjahres. Während der Anbau von Winterraps um drei Prozent auf 43.900 Hektar eingeschränkt wurde, nahm der Kartoffelanbau auf 7.500 Hektar (plus 2,9 Prozent) zu. Die mit Zuckerrüben bepflanzte Fläche  (16.300 Hektar) wurde um fast ein Zehntel reduziert. Der Grund hierfür ist die sehr gute Ernte im vergangenen Jahr, so dass die Landwirte dieses Jahr die Anbaufläche verkleinern mussten, um ihr Kontingent einzuhalten. Fast verdoppelt – auf 17.900 Hektar – haben sich die Brachflächen. Der Grund hierfür ist das mit der neuen Agrarförderung eingeführte „Greening“. Dieses fordert von den Landwirten den Erhalt von Dauergrünflächen wie Weiden und Wiesen, eine größere Vielfalt beim Anbau von Feldfrüchten sowie die Bereitstellung von Ackerflächen als ökologische Vorrangflächen (z. B. zum Erhalt von Hecken oder als Pufferstreifen zu Gewässern). Ein Teil der ökologischen Vorrangflächen wird statistisch unter den stillgelegten Flächen nachgewiesen.

Die Ergebnisse basieren auf einer vorläufigen Auswertung der Bodennutzungshaupterhebung. Hierbei wurden die Daten von rund 6.200 repräsentativ ausgewählten landwirtschaftlichen Betrieben in Rheinland-Pfalz ausgewertet. Den Ernteangaben liegen die Schätzungen von knapp 330 Ernteberichterstatterinnen und Ernteberichterstattern zugrunde. Sie berichten auf ehrenamtlicher Basis dem Statistischen Landesamt.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)


 

 

 

 

 

]]>
news-1686Thu, 11 Jun 2015 08:04:00 +0200Deutlich mehr Regenbogenforellen gezüchtethttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1686/Die 29 rheinland-pfälzischen Aquakulturbetriebe erzeugten nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems im Jahr 2014 rund 376 Tonnen Fisch. Mit dieser Menge kann die heimische Aquakulturproduktion aber nur einen geringen Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung mit Proteinen leisten. Gegenüber dem Vorjahr war eine deutliche Produktionsausweitung von 26 Prozent zu verzeichnen. Die wichtigste Fischart in der Aquakulturproduktion ist die Regenbogenforelle; auf sie entfielen 82 Prozent der gesamten Erzeugung. Lachs- bzw. Bachforellen hatten Anteile von 7,7 bzw. 4,3 Prozent.Die Zucht der Fische erfolgt überwiegend in Forellenteichen einschließlich Becken und Fließkanälen und unterliegt damit den natürlichen Wachstumsbedingungen. Das Volumen dieser Anlagen betrug im Jahr 2014 rund 133.000 Kubikmeter. Das entspricht rund 53 der für internationale Wettkämpfe genutzten Schwimmbecken.

Im Vergleich zu Deutschland ist die rheinland-pfälzische Aquakultur nur von geringer Bedeutung. Im Jahr 2013 wurden in Deutschland rund 6.100 Aquakulturbetriebe registriert, die insgesamt rund 20.400 Tonnen Fisch produzierten. Der rheinland-pfälzische Anteil an der Produktion betrug im Jahr 2013 rund 1,5 Prozent. Die wichtigsten Fischarten waren in Deutschland die Regenbogenforelle (8.300 Tonnen) und der Karpfen (5.700 Tonnen).

In den Angaben sind die von Angelvereinen oder für den Eigenbedarf gezüchteten Fische sowie die Fluss- und Seenfischerei nicht erfasst.

Die Aquakulturerhebung wurde Anfang des Jahres 2015 zum vierten Mal durchgeführt und dient der Umsetzung europäischer Vorgaben. Befragt wurden alle Betriebe mit Aquakulturanlagen. Aquakultur umfasst die Aufzucht oder Haltung von Fischen, Krebs- und Weichtieren, Algen und sonstigen aquatischen Organismen in Karpfen- oder Forellenteichen, Durchflussanlagen, Kreislaufanlagen, Netzgehegen und anderen Anlagen. Nicht einbezogen werden reine Angelteichbetriebe (Angelparks) sowie Aquarien- oder Zierfischarten.
Für die Berechnung der Schwimmbadgröße wurden die vom Deutschen Schwimm-Verband e. V. vorgeschriebenen Bau- und Ausstattungsanforderungen für wettkampfgerechte Schwimmsportstätten verwendet. Für internationale Wettkämpfe sind eine Länge von 50 Meter, eine Breite von 25 Meter und eine Tiefe von mindestens 2 Meter vorgeschrieben.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

 

 

 

]]>
news-1677Wed, 20 May 2015 13:22:00 +0200Fleischerzeugung nahm um 4,4 Prozent zuhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1677/Die Fleischerzeugung aus gewerblichen und privaten Schlachtungen betrug in Rheinland-Pfalz nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems im Jahr 2014 rund 135.100 Tonnen. Das war im Vergleich zum Jahr 2013 eine Zunahme von 4,4 Prozent. Um diese Menge zu erzeugen, wurden fast 1,3 Millionen Tiere geschlachtet (plus 3,5 Prozent).Der größte Anteil entfiel mit 82 Prozent auf Schweinefleisch (110.900 Tonnen). Im Vergleich zum Vorjahr nahm die produzierte Menge um 4,3 Prozent zu. Geschlachtet wurden dafür fast 1,2 Millionen Schweine. Da in Rheinland-Pfalz die Viehhaltung rückläufig ist, beziehen die Schlachtstätten einen Teil der Tiere aus dem Ausland. Im Jahr 2014 wurden rund 13 Prozent der in Rheinland-Pfalz geschlachteten Schweine nicht in Deutschland gemästet. Das ist gegenüber dem Jahr 2013 ein deutlicher Rückgang. Seinerzeit lag der Anteil bei 28 Prozent.

Die Menge des erzeugten Rindfleischs stieg um 5,3 Prozent auf 23.600 Tonnen. Geschlachtet wurden insgesamt 77.400 Rinder. Der Anteil ausländischer Tiere lag bei acht Prozent. Die Erzeugung von Schaf-, Ziegen- und Pferdefleisch ist mit 630 Tonnen (0,5 Prozent) nur von nachrangiger Bedeutung.

Durchschnittlich wurden 2014 monatlich 6.500 Rinder geschlachtet, wobei insbesondere im Herbst eine saisonale Häufung feststellbar ist. Eine Ursache ist, dass im Herbst die Weideperiode endet und die Landwirte einen Teil der Tiere nicht mehr aufstallen, sondern direkt zum Schlachten abgeben. In der Schweinefleischerzeugung werden die Schlachtkapazitäten gleichmäßiger ausgelastet. Der Umfang der Schlachtungen wird hier vor allem von der Nachfrage beeinflusst. Durchschnittlich waren es im Jahr 2014 monatlich 98.900 Tiere.

Nach den vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes wurden in Deutschland im Jahr 2014 rund 6,68 Millionen Tonnen Fleisch produziert, das war etwa soviel wie im  Vorjahr. Auf Schweinefleisch entfielen knapp 83 Prozent der Fleischerzeugung. Der Anteilswert für Rindfleisch betrug fast 17 Prozent. Der rheinland-pfälzische Anteil an der Gesamtschlachtmenge lag bei zwei Prozent.

Die Zahlen zur Schlachtungsstatistik werden aus den monatlichen Angaben der amtlichen Tierärzte und Fleischkontrolleure aufbereitet.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Umwelt)

 

 

 

 

 

]]>
news-1654Wed, 15 Apr 2015 14:46:00 +0200Holzeinschlag leicht rückläufighttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1654/Im Jahr 2014 wurden in Rheinland-Pfalz knapp 3,4 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen (gerechnet ohne Rinde). Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems 0,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit ist der Holzeinschlag im vierten Jahr in Folge gesunken. Im Jahr 2010 hatte er aufgrund des Orkantiefs Xynthia bei 5,5 Millionen Tonnen gelegen. Im längerfristigen Vergleich ist eine Zunahme des Holzeinschlags festzustellen. Während im Durchschnitt der Jahre 2005 bis 2014 jährlich 4,1 Millionen Kubikmeter eingeschlagen wurden, waren es im Zeitraum 1995 bis 2004 durchschnittlich nur 3,04 Millionen Kubikmeter.

Nach den Ergebnissen der dritten Bundeswaldinventur von 2012 wird der jährliche Zuwachs in den rheinland-pfälzischen Wäldern auf knapp 6,9 Millionen Kubikmeter (Erntefestmaß) geschätzt. Dies belegt, dass nach wie vor eine nachhaltige Holznutzung erfolgt.

Rund 719.000 Kubikmeter – das entspricht 21 Prozent des gesamten Holzeinschlags – wurden als Energieholz zur Erzeugung von Wärme und Strom genutzt. Dieser Wert hat sich in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. Im Jahr 2004 waren lediglich 362.000 Kubikmeter (8,4 Prozent) für energetische Zwecke eingesetzt worden.

Knapp die Hälfte des Holzeinschlages entfiel auf Fichte, Tanne oder Douglasie. Buchenholz sowie sonstige Laubhölzer hatten einen Anteil von 29 Prozent. Kiefern- und Lärchenholz stellte 13 Prozent des Einschlages. Eichenhölzer kamen auf rund acht Prozent.

Im kommunalen und kirchlichen Wald (Körperschaftswald) erfolgte knapp die Hälfte des gesamten Einschlag, ein weiteres Drittel im Staatswald (36 Prozent). Auf rund 14 Prozent wurde der Holzeinschlag im Privatwald geschätzt. Der Flächenanteil des Körperschaftswaldes liegt laut Bundeswaldinventur in Rheinland-Pfalz bei 46, Staats- und Privatwald kommen auf jeweils rund 27 Prozent.

Die Angaben zum Holzeinschlag werden von der Landesforstverwaltung zur Verfügung gestellt. Sie basieren auf einer Auswertung der Holzbuchführung der Landesforstverwaltung und auf ergänzenden Schätzungen. Hiervon sind insbesondere der Privatwald sowie Teile des Körperschaftswaldes (kommunaler und kirchlicher Wald) betroffen.
Als Vergleichswert für den jährlichen Zuwachs wurde aus den Daten der Bundeswaldinventur der jährliche Zuwachs des Vorrates, gemessen als Erntefestmaß ohne Rinde, gewählt. Bundeswaldinventuren werden in größeren Zeitabständen von der Forstverwaltung durchgeführt und sollen aktuelle und statistisch abgesicherte Informationen über die großräumigen Waldverhältnisse und forstlichen Produktionsmöglichkeiten des Waldes liefern.
Ein Kubikmeter Holz entspricht einem Festmeter (Würfel aus massivem Holz von einem Meter Kantenlänge).

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

]]>
news-1650Tue, 31 Mar 2015 13:29:00 +0200Eiererzeugung auf 181 Millionen Stück ausgeweitethttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1650/In Rheinland-Pfalz wurden im Jahr 2014 in Betrieben mit mindestens 3.000 Haltungsplätzen rund 181 Millionen Eier erzeugt. Die Produktion lag damit um fast vier Prozent über dem Wert des Jahres 2013. Die jährliche Legeleistung lag mit 276 Eiern je Henne um sechs Eier unter dem Wert des Vorjahres. Der rheinland-pfälzische Anteil an den in Deutschland produzierten Eiern betrug im Jahr 2013 nur 1,6 Prozent. Die heimische Produktion konnte – bei einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Verbrauch von 214 Eiern – den Bedarf nur zu gut einem Fünftel decken.Die Betriebe verfügten im Jahresdurchschnitt über insgesamt knapp 762.700 Haltungsplätze für Legehennen. Das waren 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Auf einen durchschnittlichen Betrieb entfielen somit 2014 knapp 18.200 Haltungsplätze. Zum Vergleich: In Deutschland kam ein durchschnittlicher Betrieb im Jahr 2013 auf rund 32.800 Haltungsplätze.

Im längerfristigen Vergleich ist seit dem Jahr 2010 ein Trend zur Ausweitung der Produktionskapazitäten zu beobachten. Die geringsten Kapazitäten wurden im Jahr 2009 mit 507.100 Hennenhaltungsplätzen registriert. Seinerzeit trat das Verbot der konventionellen Käfighaltung in Kraft. Vor diesem Hintergrund hat sich zwischenzeitlich die Bodenhaltung als dominierende Haltungsform etabliert. Rund 91 Prozent der Plätze entfallen heute auf diese Haltungsform.

Die Zahlen zur Eiererzeugung basieren auf den monatlichen Meldungen der 42 Betriebe mit 3.000 Legehennenplätzen und mehr. Die Haltungsformen werden nur im Dezember erfragt. Nach der seit dem 1. Januar 2010 geltenden Neuregelung der Haltungsformen ist eine Käfighaltung unter Auflagen weiterhin zulässig, z. B. als Kleingruppenhaltung.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

 

 

]]>
news-1648Fri, 27 Mar 2015 11:14:00 +0100Vier Fünftel der Moste zu Qualitätswein ausgebauthttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1648/Die Wein ausbauenden Betriebe und Kellereien in Rheinland-Pfalz erzeugten aus der Traubenernte des Jahres 2014 rund 6,08 Millionen Hektoliter Wein. Das stellt nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems gegenüber der Vorjahresmenge von 5,7 Millionen Hektoliter eine Zunahme von sechs Prozent dar. Die Weinerzeugung blieb damit geringfügig unter dem zehnjährigen Durchschnitt von gut 6,11 Millionen Hektoliter. Rund 80 Prozent des Mostes (fast 4,9 Millionen Hektoliter) wurden zu Qualitätswein verarbeitet. Damit wurde der Wert aus dem Jahr 2013 um etwa 350.000 Hektoliter überschritten. Für den Ausbau zu Prädikatsweinen - wie Spät- und Auslesen - wurden knapp 0,9 Millionen Hektoliter (15 Prozent) der Moste vorgesehen. Als Wein oder Landwein sollen nur 330.000 Hektoliter vermarktet werden.

Von der gesamten Weinerzeugung entfielen 68 Prozent auf Weißwein. Dieser Wert liegt etwa drei Prozentpunkte über dem des Vorjahres. Größere Unterschiede gibt es beim Ausbau der roten und weißen Weinmoste. Von den weißen Rebsorten werden 20 Prozent zu Prädikatsweinen ausgebaut, während es bei den roten Sorten nur 2,3 Prozent sind. Ursächlich hierfür sind die unterschiedlichen Vermarktungswege für Weiß- und für Rotwein.

Im vergangenen Herbst erzeugten die Winzer und Kellereien im rheinland-pfälzischen Teil des Anbaugebiets Mosel rund 1,4 Millionen Hektoliter Wein. Aus der regionalen Ernte stammen allerdings nur 846.000 Hektoliter. Die restliche Menge stammte aus dem Zukauf von Mosten aus anderen Anbaugebieten, vor allem der Pfalz. Aus den im Anbaugebiet Pfalz geernteten Trauben wurden insgesamt 2,2 Millionen Hektoliter Wein erzeugt. Die in der Pfalz ansässigen Betriebe verarbeiteten nur rund 1,7 Millionen Hektoliter Most zu Wein. Die größte Weinmenge produzierten die rheinhessischen Winzerbetriebe und Kellereien (2,7 Millionen Hektoliter).

Die Angaben basieren auf der sekundärstatistischen Auswertung der Weinerzeugungsmeldungen, die Bestandteil der bei der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz geführten EU-Weinbaukartei sind. Ein Hektoliter (hl) sind 100 Liter.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

 

]]>
news-1616Thu, 12 Feb 2015 14:08:00 +0100Immer weniger Rinderhaltungenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1616/Im November 2014 wurden in Rheinland-Pfalz rund 5.400 Rinderhaltungen mit 368.200 Tieren registriert. Das bedeutet nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems gegenüber der Erhebung im November 2013 eine Abnahme bei den Haltungen von 2,7 Prozent. Der Bestand wuchs gleichzeitig um 1,3 Prozent. Bundesweit war im gleichen Zeitraum eine Zunahme des Rinderbestandes um 0,4 Prozent auf gut 12,7 Millionen Tiere festzustellen, die in 154.900 Haltungen standen (minus 1,9 Prozent). Der rheinland-pfälzische Anteil am deutschen Rinderbestand beläuft sich auf 2,9 Prozent.Die Schweinehaltung verliert in Rheinland-Pfalz immer mehr an Bedeutung. Die Zahl der Schweine, die in 300 Betrieben standen, sank im Zeitraum von November 2013 zu November 2014 geringfügig auf 203.900. Von Mai 2004 bis November 2014 ging der Bestand um 37 Prozent zurück. Der Schweinebestand in Deutschland nahm binnen eines Jahres um 0,4 Prozent auf 28,2 Millionen Tiere zu. Damit verringerte sich der rheinland-pfälzische Anteil auf 0,7 Prozent.

Der in 500 Betrieben gehaltene Schafbestand ging um 2,4 Prozent auf 62.900 Tiere zurück. Bundesweit gab es bei den Schafen eine Zunahme um 1,8 Prozent auf knapp 1,6 Millionen Tiere. Rheinland-Pfalz kam damit auf einen Anteilswert von 3,9 Prozent.

Rinderbestand im Detail

Im November 2014 entfiel ein Drittel des Rinderbestandes auf Milchkühe (119.900 Tiere). Im Vorjahresvergleich stieg ihre Zahl um 0,4 Prozent. Der Bestand der sonstigen Kühe, z. B. Ammen- und Mutterkühe, nahm um 1,3 Prozent auf 40.400 Tiere zu. Ein weiteres Viertel (27 Prozent) des Rinderbestandes stellten die Kälber und Jungrinder mit einem Alter bis zu einem Jahr. Auf die Altersklasse zwischen einem Jahr und zwei Jahren entfielen 21 Prozent des Bestandes.

Schweinebestand im Detail

In der Schweinehaltung verzeichnete der Ferkelbestand einen Rückgang von 7,5 Prozent auf 57.600 Tiere. Die Jungschweine wiesen demgegenüber eine Zunahme von 7,9 Prozent auf 45.100 Tiere auf. Der Mastschweinebestand erhöhte sich geringfügig auf 86.600 Tiere. Der Bestand an Zuchtschweinen nahm um 3,2 Prozent auf 14.600 Tiere ab.

Schafbestände im Detail

Den größten Teil des rheinland-pfälzischen Schafbestandes machten mit 70 Prozent die zur Zucht gehaltenen weiblichen Schafe aus (44.200 Tiere). Ihr Bestand sank gegenüber November 2013 um 6,1 Prozent. Auf die Schafe in einem Alter unter einem Jahr entfielen 27 Prozent des Gesamtbestandes. Ihre Zahl nahm um zehn Prozent auf 17.200 Tiere zu.

Bezüglich der Rinderbestände wurde das Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere (HI-Tier) zum Stichtag 3. November 2014 ausgewertet. In diesem Register werden alle in Deutschland gehaltenen Rinder erfasst. Durch die Nutzung dieser Verwaltungsdaten müssen die Rinderhalter keine entsprechenden statistischen Meldungen mehr abgeben.
Die Daten zu den Schweine- und Schafbeständen stammen aus den endgültigen Ergebnissen der Erhebungen zum 3. November 2014. Hierzu wurden mittels Stichprobenerhebung landesweit rund 230 landwirtschaftliche Betriebe befragt, die mindestens 50 Schweine oder zehn Zuchtsauen hielten. In die Ermittlung des Schafbestandes wurden 280 landwirtschaftliche Betriebe mit mindestens 20 Schafen einbezogen. Da es sich um Stichprobenerhebungen handelt, können die Daten nicht regionalisiert werden. Das Bundesergebnis ist noch vorläufig.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

 

]]>
news-1612Fri, 06 Feb 2015 09:24:00 +0100Rund 1.000 Tonnen Strauchbeeren geerntethttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1612/Im Jahr 2014 bauten nach Angaben des Statistischen Landesamtes 43 landwirtschaftliche Betriebe in Rheinland-Pfalz auf 263 Hektar Strauchbeeren an. Sie produzierten rund 1.000 Tonnen, wobei gut die Hälfte der Erntemenge auf Holunderbeeren entfielen. Die Erntemenge entspricht etwa der des Jahres 2013. Holunder hat mit 177 Hektar die größte Anbaufläche, gefolgt von Johannisbeeren mit rund 50 Hektar und Himbeeren mit 22 Hektar.Der Anbau von Strauchbeeren stellt für die rheinland-pfälzische Landwirtschaft ein Nischenprodukt dar. Rheinland-Pfalz rangierte im Jahr 2013 - gemessen an der Anbaufläche - auf Rang acht der Länder. Spitzenreiter war Niedersachsen mit über 1.800 Hektar.

Strauchbeerenflächen von weniger als zwei Hektar bewirtschafteten 27 der 43 Betriebe. Die von diesen Betrieben genutzte Fläche betrug rund 27 Hektar. Die vier größten Betriebe, die auf jeweils mehr als 10 Hektar Strauchbeeren ernten, vereinigten über 185 Hektar der Erzeugerflächen auf sich.

Die Daten stammen aus der Erhebung der Strauchbeeren. Befragt wurden alle Betriebe mit Strauchbeerenflächen von mindestens 5.000 Quadratmetern im Freiland oder 1.000 Quadratmeter unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen (wie z. B. Gewächshäuser). Die Erhebung fand erstmals 2012 statt.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

 

]]>
news-1595Tue, 06 Jan 2015 09:06:00 +0100Landwirtschaftliche Betriebe bewirtschaften immer größere Flächen http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1595/In Rheinland-Pfalz bewirtschafteten im Jahr 2014 rund 18.800 landwirtschaftliche Betriebe eine Fläche von 703.500 Hektar. Daraus errechnet sich eine durchschnittliche Betriebsgröße von 37 Hektar. Das stellt nach Angaben des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz im Vergleich zum Jahr 2010 eine Zunahme um drei Hektar dar. In Deutschland lag die durchschnittliche Betriebsgröße bei 58 Hektar. Auf der Ebene der Bundesländer wirtschafteten in Mecklenburg-Vorpommern mit 274 Hektar die größten Betriebe. Die geringste Betriebsgröße wurde in Berlin (20 Hektar) registriert.

Fast ein Viertel der rheinland-pfälzischen Betriebe bewirtschaftete 2014 weniger als fünf Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche. In diesem Segment sind vor allem Weinbaubetriebe zu finden. Sie benötigen zur Erwirtschaftung eines ausreichenden Einkommens wegen der höheren Wertschöpfung pro Flächeneinheit kleinere Flächen als z. B. die Getreideerzeuger. Die 4.600 Betriebe dieser Größenklasse bewirtschafteten zusammen 9.600 Hektar. Das waren 1,4 Prozent der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche des Landes. Rund 47 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche entfiel auf landwirtschaftliche Betriebe, die jeweils eine Fläche von mehr als 100 Hektar bearbeiteten. Ihr Anteilswert an der Zahl der Betriebe betrug knapp elf Prozent.

Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe ist weiter rückläufig. Gegenüber dem Vorjahr sank sie um gut ein Prozent, gegenüber 2010 betrug der Rückgang fast neun Prozent. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche veränderte sich gegenüber dem Jahr 2010 nur geringfügig.

Die Daten stammen aus der jährlich stattfindenden Bodennutzungshaupterhebung. Befragt wurden rund 6.400 landwirtschaftliche Betriebe mit fünf Hektar und mehr landwirtschaftlich genutzter Fläche bzw. Betriebe, die über bestimmte pflanzliche oder tierische Mindesterzeugungseinheiten verfügten. Die Angaben dieser Betriebe wurden zu einem Landesergebnis hochgerechnet. Regionalisierte Ergebnisse liegen für das Jahr 2010 vor.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

]]>
news-1584Wed, 17 Dec 2014 10:53:00 +0100Die Landwirtschaft in Rheinland-Pfalzhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1584/Im Jahr 2013 erzeugten die rheinland-pfälzischen Winzer 5,7 Millionen Hektoliter Weinmost. Zwei Drittel des deutschen Weins stammen aus Rheinland-Pfalz. Gut fünf Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe in Rheinland-Pfalz sind Öko-Betriebe. Diese und zahlreiche andere interessante Daten nennt die aktuell vom Statistischen Landesamt erstellte Publikation »Die Landwirtschaft 2013«. Sie liefert den Akteuren in Politik, Verwaltung und Wissenschaft, wie auch den Landwirten selbst, erneut ein umfassendes Bild über die wirtschaftlichen und sozialen Strukturen der rheinland-pfälzischen Agrarwirtschaft.Der Statistische Band »Die Landwirtschaft 2013« basiert überwiegend auf den Ergebnissen der laufenden Agrarstatistiken, sowie der Agrarstrukturerhebung 2013. Er behandelt unter anderem die Themen

  • Betriebe und Arbeitskräfte
  • Bodennutzung und Ernte
  • Weinbau
  • Gemüse- und Obstbau
  • Viehhaltung und tierische Produkte
  • Forstwirtschaft.

Tabellen, Grafiken und Karten mit ausgewählten Zahlen zu Kreisen und Weinanbaugebieten gewähren Einblicke in die Situation der Landwirtschaft auf regionaler Ebene. Ergänzt wird das Informationsangebot durch Tabellen mit ausgewählten Daten für die Bundesländer und die EU-Mitgliedstaaten.

Der Band kann kostenfrei als PDF-Datei (ca. 5 MB) heruntergeladen werden. Die gedruckte Fassung ist zum Preis von 11 Euro erhältlich. Bestellungen an: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Vertrieb, 56128 Bad Ems. Telefon: 02603 71-2450. Fax: 02603 71-194322. E-Mail: vertrieb(at)statistik.rlp.de

]]>
news-1555Mon, 10 Nov 2014 07:30:00 +0100Rebfläche: Riesling auf neuem Höchststandhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1555/Die rheinland-pfälzischen Winzer weiten den Anbau von Riesling aus. Wie das Statistische Landesamt nach einer vorläufigen Auswertung der Weinbaukartei mitteilt, legte die mit Riesling bestockte Rebfläche gegenüber dem Vorjahr um 162 Hektar auf den neuen Höchststand von 17.023 Hektar zu. Damit wächst auf rund 27 Prozent der Rebfläche Riesling. Ein Grund für diese Entwicklung ist die auch international zunehmende Nachfrage nach deutschen Rieslingweinen. Weitere Rebsorten mir größeren Anbauflächen sind Müller-Thurgau mit 7.937 Hektar und Dornfelder mit 7.392 Hektar. Beide Rebsorten haben im Vergleich zum Vorjahr Anbauflächen verloren.

Rheinland-Pfalz ist mit einer bestockten Rebfläche von 64.060 Hektar das größte Weinbau treibende Bundesland in Deutschland. Die Anbaufläche nahm nach Angaben des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz gegenüber dem Vorjahr geringfügig zu.

Die Keltertraubenfläche für Weißweine beträgt 44.719 Hektar und die mit roten Rebsorten bestockte Rebfläche 19.340 Hektar. Damit setzte sich der Trend, dass die Winzerinnen und Winzer wieder auf weiße Rebsorten setzen, fort. Im Jahr 2005 war mit 20.456 Hektar das bisher größte Rotweinareal registriert worden.

Neben dem Riesling gewinnen die zur Burgunderfamilie gehörenden Rebsorten an Bedeutung. Diese sind aus der Pinot-Traube entstanden, die ihren Ursprung in der französischen Region Burgund hat. Die mit der Burgundersorte Grauburgunder (Pinot Grigio oder Ruländer) bestockte Fläche umfasst mittlerweile 3.274 Hektar. Im Jahr 2004 waren es erst 1.934 Hektar. Weitere Weißweinrebsorten mit größeren Flächenzuwächsen waren Weißburgunder (Pinot Blanc) (2.856 Hektar) und der mit den Burgundersorten verwandte Chardonnay (1.372 Hektar). Vor zehn Jahren wuchsen sie erst auf 1.749 bzw. 779 Hektar. Auch im Rotweinsegment verzeichnete eine Rebsorte aus dem Burgund den größten Zuwachs: Spätburgunder legte gegenüber 2004 um 476 auf 4.162 Hektar zu.

In den sechs Weinanbaugebieten des Landes weisen die Rebsorten eine unterschiedliche Bedeutung auf. In Rheinhessen (26.569 Hektar), dem größten Anbaugebiet Deutschlands, liegen Riesling (4.357 Hektar) und Müller-Thurgau (4.247 Hektar) fast gleichauf vor dem Dornfelder mit 3.492 Hektar. Die Pfalz (23.598 Hektar) verfügt mit 5.779 Hektar über das größte Rieslinganbauareal. Es folgt dann der Dornfelder (3.115 Hektar) vor dem Müller-Thurgau (2.054 Hektar). Im rheinland-pfälzischen Teil des Anbaugebietes Mosel dominiert der Riesling (5.352 Hektar). Er wächst auf 62 Prozent der bestockten Rebfläche von 8.677 Hektar. Die Nahe gehört mit 4.204 Hektar zu den mittelgroßen Anbaugebieten. Die führenden Rebsorten sind Riesling (1.182 Hektar), Müller-Thurgau (534 Hektar) und Dornfelder (442 Hektar). Das Anbaugebiet Ahr ist bekannt für seine Rotweine. Auf 84 Prozent der Anbaufläche von 563 Hektar wachsen rote Rebsorten. Angeführt wird das Sortiment vom Spätburgunder (356 Hektar). Am Mittelrhein (449 Hektar) bestimmt, wie an der Mosel, der Riesling den Anbau. Sein Anteil beläuft sich dort auf 68 Prozent.  

Die Angaben basieren auf einer vorläufigen sekundärstatistischen Auswertung der EU-Weinbaukartei, die von der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz geführt wird. Der Rebsortenspiegel beinhaltet eine Aufstellung der angepflanzten Rebsorten einer Region,  z. B. eines Bundeslandes. Hierbei wird die Rebfläche der einzelnen Sorten im Allgemeinen  in Hektar (1 Hektar = 10.000 m²) angegeben. Da es sich noch um vorläufige Daten handelt, stehen Ergebnisse für Gemeinden noch nicht zur Verfügung.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

]]>
news-1533Fri, 26 Sep 2014 07:31:00 +0200Durchschnittliche Obsternte erwartet http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1533/Die rheinland-pfälzischen Obstbaubetriebe können dieses Jahr - nach einer vorläufigen Bilanz des Statistischen Landesamt in Bad Ems - eine normale Baumobsternte einbringen. Bei Äpfeln, der wichtigsten Obstart im Land, wird ein Hektarertrag von 22 Tonnen geschätzt. Dieser Wert entspricht dem durchschnittlichen Ertrag der Jahre 2008 bis 2013. Im Vergleich zu dem guten Hektarertrag des Vorjahres fehlen 17 Prozent. Legt man die Anbaufläche (1.355 Hektar) aus dem Jahr 2012 zugrunde, errechnet sich eine Erntemenge von rund 29.900 Tonnen. Sie läge ebenfalls um 17 Prozent unter der Menge des Vorjahres. Nach den Schätzungen der Berichterstatter brachten Sauerkirschen (617 Hektar) mit 8,9 Tonnen je Hektar einen überdurchschnittlichen Ertrag. Im Mittel der Jahre 2008 bis 2013 wurden 7,6 Tonnen von einem Hektar geerntet. Gegenüber dem vorigen Jahr ist ein Ertragszuwachs von 13 Prozent zu verzeichnen. Die Erntemenge belief sich auf 5.500 Tonnen. Süßkirschen (496 Hektar) liegen mit einem geschätzten Hektarertrag von 7,5 Tonnen über dem langjährigen Schnitt von 5,4 Tonnen, was im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung des Hektarertrages von 33 Prozent bedeuten würde. Die Erntemenge betrug 3.700 Tonnen.

Die Birnen anbauenden Betriebe (189 Hektar) werden mit 19 Tonnen je Hektar voraussichtlich eine Ertragssteigerung von 5,5 Prozent gegenüber dem mehrjährigen Durchschnitt erzielen. Im Vergleich zum Vorjahr würden allerdings rund zwölf Prozent fehlen. Die Erntemenge beliefe sich auf 3.600 Tonnen.

Die Daten stammen aus der Ernte- und Betriebsberichterstattung für Baumobst. Im Rahmen der Ernte- und Betriebsberichterstattung berichten knapp 230 Landwirte regelmäßig über die Wachstumsbedingungen und die Erträge von Baumobst. Die Schätzungen sind vorläufig und können je nach weiterem Witterungsverlauf mehr oder weniger von den endgültigen Ergebnissen abweichen.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

]]>
news-1531Thu, 25 Sep 2014 10:55:00 +0200Gute Weinmosternte erwartethttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1531/Auf fast 6,3 Millionen Hektoliter schätzten die Ernteberichterstatter des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz Ende August die erwartete Erntemenge für Weinmost. Gegenüber dem langjährigen Mittelwert wären das über vier Prozent mehr. Im Vergleich zum Vorjahr beträgt der Zuwachs knapp zehn Prozent. Ein deutlicher Ertragszuwachs ist bei den weißen Mosten zu erwarten. Die Erntemenge liegt nach den vorliegenden Schätzungen mit 4,2 Millionen Hektoliter um fast 14 Prozent über der Vorjahresmenge.Im Vergleich zu dem Durchschnitt der Jahre 2004 bis 2013 wären 8,5 Prozent mehr zu ernten. Beim Rotmost ist ein deutlich geringerer Ertragszuwachs zu erwarten. Mit gut zwei Millionen Hektolitern läge die Erntemenge nur 2,7 Prozent über der Vorjahresmenge. Gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 2004 bis 2013 würden demnach 3,7 Prozent fehlen. Diese unterschiedlichen Entwicklungen sind in dem größeren Anstieg der Hektarerträge für Weißmost begründet. So wurden im vergangenen Jahr nur 88 Hektoliter je Hektar geerntet, während es in diesem Jahr voraussichtlich knapp 100 Hektoliter Weißmost sein werden. Bei den roten Mosten werden im laufenden Jahr voraussichtlich 106 Hektoliter je Hektar gelesen; im vergangenen Jahr waren es 103 Hektoliter. Aufgrund des Termins, zu dem die Schätzungen erfolgten, sind die Ergebnisse noch mit Unsicherheiten behaftet und größere Veränderungen auf Grund des weiteren Witterungsverlaufs möglich.

Die Grundlage für die guten Erträge wurde in dem milden und sonnenscheinreichen Winter gelegt; dem sich ein Frühjahr mit viel Sonnenschein und geringen Niederschlägen anschloss. Es gab kaum Frostschäden, und die Vegetation wies im Frühjahr einen deutlichen zeitlichen Vorsprung auf. Dementsprechend meldeten die Ernteberichterstatter den Beginn der Blüte für Anfang Juni. Im vorigen Jahr lag der Schwerpunkt des Blühbeginns in der zweiten und dritten Junidekade. Ein noch früherer Blütebeginn war im Jahr 2011 registriert worden. Die Blüte war dieses Jahr in den meisten Fällen nach zehn Tagen abgeschlossen und der Traubensatz wurde im Allgemeinen als gut beurteilt. Damit waren die Voraussetzungen für eine - zumindest mengenmäßig - gute Ernte gegeben.

Für Rheinhessen - dem größten Weinanbaugebiet Deutschlands - und die Pfalz wurden Erntemengen von 2,6 bzw. 2,3 Millionen Hektoliter geschätzt. Sie lägen damit um 3,6 bzw. 3,5 Prozent über den Vorjahresmengen. An der Mosel wird  mit 930.000 Hektoliter eine Erntemenge erwartet, die deutlich über dem langjährigen Durchschnitt liegt. Größere Erntemengen werden auch für die Regionen Nahe, Mittelrhein und Ahr geschätzt.

Im Rahmen der Ernte- und Betriebsberichterstattung berichten rund 300 Ernteberichterstatterinnen und Ernteberichterstatter regelmäßig über die Wachstumsstände der Reben und die Weinmosterträge. Bei den Ertragschätzungen wird stets davon ausgegangen, dass der weitere Witterungsverlauf keine Extreme aufweist.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Energie)

 

]]>
news-1511Wed, 27 Aug 2014 13:33:00 +0200Durchschnittliche Getreideernte http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1511/Die rheinland-pfälzischen Landwirte werden im laufenden Jahr nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems knapp 1,58 Millionen Tonnen Getreide ernten. Dies stellt gegenüber dem Vorjahr, in dem eine sehr gute Ernte eingebracht wurde, eine Abnahme von fast vier Prozent dar. Das Ergebnis liegt aber rund sechs Prozent über dem Mittelwert der vergangenen sechs Jahre. Der durchschnittliche Getreideertrag wird rund 6,7 Tonnen je Hektar betragen, im vergangenen Jahr waren es sieben Tonnen. Die Ernte von Getreide und Raps ist in vielen Regionen des Landes bereits abgeschlossen, so dass eine vorläufige Bilanz gezogen werden kann. Winterraps wird bei der Erntemenge (200.000 Tonnen) gegenüber dem Vorjahr um sieben Prozent zulegen. Im Vergleich zum langjährigen Durchschnittswert beträgt der Zuwachs damit fast 25 Prozent. Ursache hierfür ist ein deutlich höherer Hektarertrag, der von 4,1 Tonnen im Jahr 2013 auf knapp 4,4 Tonnen zulegte.

Getreide wurde 2014 auf 237.200 Hektar und Winterraps auf 45.900 Hektar angebaut. Die Anbauflächen liegen damit auf dem Niveau des Vorjahres. Die wichtigste Getreideart ist Winterweizen, der auf 117.300 Hektar angebaut wurde. Der Hektarertrag liegt mit 7,3 Tonnen um sechs Prozent unter dem Vorjahreswert. Gegenüber dem langjährigen Durchschnittsertrag (7,1 Tonnen je Hektar) beträgt der Zuwachs fast vier Prozent. Die erwartete Erntemenge liegt bei 860.000 Tonnen. Das ist ein Plus von neun Prozent gegenüber dem sechsjährigen Mittelwert.

Sommergerste, die im rheinland-pfälzischen Getreideanbau mit 44.100 Hektar eine größere Bedeutung hat, wird mit 5,7 Tonnen je Hektar nahezu den Vorjahreswert von 5,8 Tonnen erreichen. Aufgrund der um fast 5.000 Hektar größeren Anbaufläche steigt die Erntemenge auf 253.000 Tonnen. Wintergerste verzeichnet mit 35.600 Hektar im Vergleich zum Vorjahr eine Ausdehnung der Anbaufläche um 3.300 Hektar. Der Ertrag beträgt 6,5 Tonnen je Hektar und wird damit das langjährige Mittel um sechs Prozent übertreffen. Gegenüber dem Vorjahr fehlen vier Prozent. Die für Wintergerste geschätzte Erntemenge beläuft sich auf auf 231.000 Tonnen.

Im vergangenen Winter gab es nur wenige kurze Schnee- und Frostperioden. Er war stattdessen sonnenscheinreich, aber erheblich zu trocken und extrem mild. Auch im Frühjahr sorgten Hochdruckgebiete für viel Sonnenschein und geringe Niederschläge. Dementsprechend wies die Vegetation im Frühjahr einen deutlichen Vorsprung auf. Erst im Mai gab es vermehrt Niederschläge. Der Juni war zu Pfingsten durch eine kurze heiße Phase gekennzeichnet. Der Juli war bei reichlich Sonnenschein deutlich zu warm und sehr regnerisch. Die Getreideernte begann früh und kam trotz wechselnder Witterungsbedingungen bis Anfang August gut voran. Seitdem ruht  die Ernte allerdings aufgrund der häufigen und teils ergiebigen Niederschläge, so dass insbesondere in den höheren Mittelgebirgslagen die Getreideernte nicht abgeschlossen werden konnte und mit Ausfällen und Qualitätseinbußen zu rechnen ist.

Die Daten stammen aus der besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung sowie der Ernte- und Betriebsberichterstattung. Bei der besonderen Ernteermittlung wurden bisher 299 der 500 ausgewählten Getreide- und Winterrapsfelder vollständig abgeerntet und das Erntegut verwogen. Im Rahmen der Ernte- und Betriebsberichterstattung berichten knapp 330 Landwirte regelmäßig über die Wachstumsbedingungen und die Erträge von Feldfrüchten. Da noch nicht alle Proben ausgewertet werden konnten, sind die Ergebnisse noch mit Unsicherheiten behaftet; Veränderungen sind möglich.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

 

]]>
news-1492Wed, 06 Aug 2014 10:25:00 +0200Unterdurchschnittliche Getreideernte erwartethttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1492/Nach der sehr guten Getreideernte im vergangenen Jahr erwarten die Ernteberichterstatter des Statistischen Landesamtes in Bad Ems dieses Jahr eine unterdurchschnittliche Getreideernte. Nach den zum Stand 30. Juni vorliegenden Ergebnissen der Ernteberichterstattung wird eine geschätzte Getreideernte - ohne Körnermais - von knapp 1,4 Millionen Tonnen erwartet. Das wären fast 14 Prozent weniger als im vorigen Jahr. Der langjährige Durchschnitt würde um 4,9 Prozent unterschritten. Gründe für die kleinere Ernte sind die fehlenden Niederschläge im Frühjahr sowie die Hitzeperiode nach Pfingsten und die hochsommerlichen Temperaturen im Juli.Bei Winterweizen wird ein durchschnittlicher Hektarertrag von 6,5 Tonnen je Hektar geschätzt (minus 16 Prozent). Der langjährige Mittelwert liegt bei 7,1 Tonnen je Hektar. Der Sommergerstenertrag erreicht mit 5,1 Tonnen fast den langjährigen Mittelwert von 5,3 Tonnen. Im Vorjahr war mit fast 5,8 Tonnen der bisher höchste Ertrag erzielt worden. Wintergerste liegt mit 6,1 Tonnen auf dem Niveau des langjährigen Wertes. Gegenüber dem vergangenen Jahr ist das jedoch ein Rückgang von zehn Prozent. Beim Winterraps wird schließlich ein Durchschnittsertrag von 3,6 Tonnen erwartet. Das entspricht dem langjährigen Durchschnitt. Im Vorjahr waren 4,1 Tonnen geerntet worden. Die Ertragsschätzungen zum Berichtstermin erfolgen unter der Annahme, dass die weiteren Witterungsbedingungen denen eines normalen Jahres entsprechen.

Bodennutzung

In diesem Jahr sind nach dem vorläufigen Ergebnis der Bodennutzungshaupterhebung rund 237.200 Hektar Getreide - ohne Körnermais - zu dreschen. Gegenüber dem Vorjahr ist das eine geringfügige Zunahme. Die wichtigste Getreideart ist seit Jahren Winterweizen. Im Herbst vergangenen Jahres säten die Landwirte rund 117.300 Hektar Winterweizen aus. Eine größere Fläche war zuletzt Anfang der 70er Jahre ermittelt worden. Winterweizen wird damit auf jedem vierten Hektar Ackerland (28 Prozent) angebaut. Der Anbau von Sommergerste wurde um fast 13 Prozent auf 44.100 Hektar ausgedehnt. Wintergerste wächst auf 35.600 Hektar (plus zehn Prozent) und Triticale auf 17.500 Hektar (minus 12,8 Prozent). Deutlich reduziert wurde der Anbau von Roggen und Wintermenggetreide auf 10.700 Hektar (minus 30 Prozent).

Die Anbauflächen von Winterraps und Silomais liegen mit 45.900 bzw. 33.200 Hektar auf dem Niveau des Vorjahres. Während der Kartoffelanbau (7.600 Hektar, minus vier Prozent) leicht rückläufig war, konnte bei Zuckerrüben (18.800 Hektar; plus 7,2 Prozent) eine Zunahme festgestellt werden.

Die Ergebnisse basieren auf einer vorläufigen Auswertung der Bodennutzungshaupterhebung. Hierbei wurden die Daten von rund 6.500 repräsentativ ausgewählten landwirtschaftlichen Betrieben in Rheinland-Pfalz ausgewertet. Den Ernteangaben liegen die Schätzungen von knapp 300 Ernteberichterstattern zugrunde. Sie berichten auf ehrenamtlicher Basis dem Statistischen Landesamt.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

 

]]>
news-1434Wed, 21 May 2014 09:50:00 +0200Überwiegend Regenbogenforellen gezüchtethttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1434/Aquakultur - die Kultivierung von aquatischen Organismen, wie zum Beispiel Fischen - gewinnt weltweit immer mehr an Bedeutung und trägt zunehmend zur Versorgung der Bevölkerung mit Proteinen bei. In Rheinland-Pfalz spielt die Aquakultur allerdings nur eine untergeordnete Rolle. 32 Aquakulturbetriebe erzeugten nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems im Jahr 2013 rund 298 Tonnen Fisch. Gegenüber dem Vorjahr stellt dies einen Rückgang von 2,8 Prozent dar. Die wichtigste Fischart in der Aquakulturproduktion ist die Regenbogenforelle; auf sie entfielen fast 80 Prozent der gesamten Erzeugung. Lachs- bzw. Bachforellen hatten Anteile von 8,6 bzw. 6,5 Prozent. In Deutschland existierten im Jahr 2012 knapp 5.400 Aquakulturbetriebe, die insgesamt rund 26.600 Tonnen Fisch produzierten. Die wichtigsten Fischarten waren die Regenbogenforelle (8.100 Tonnen) und der Karpfen (5.500 Tonnen). In den Angaben sind die von Angelvereinen oder für den Eigenbedarf erzeugten Fische sowie die Fluss- und Seenfischerei nicht erfasst.

Die Aquakulturerhebung wurde Anfang des Jahres 2014 zum dritten Mal durchgeführt und dient der Umsetzung europäischer Vorgaben. Befragt wurden alle Betriebe mit Aquakulturanlagen. Aquakultur umfasst die Aufzucht oder Haltung von Fischen, Krebs- und Weichtieren, Algen und sonstigen aquatischen Organismen in Karpfen- oder Forellenteichen, Durchflussanlagen, Kreislaufanlagen, Netzgehegen und anderen Anlagen. Nicht einbezogen werden reine Angelteichbetriebe (Angelparks) sowie Aquarien- oder Zierfischarten.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

]]>
news-1426Mon, 12 May 2014 12:19:00 +0200Fleischerzeugung um 2,2 Prozent gesunkenhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1426/Die Fleischerzeugung aus gewerblichen und privaten Schlachtungen betrug nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems im Jahr 2013 rund 129.400 Tonnen. Das war im Vergleich zum Jahr 2012 ein Rückgang von 2,2 Prozent. Auf Schweinefleisch (106.400 Tonnen) entfiel 82 Prozent der gesamten Fleischerzeugung. Die produzierte Menge an Schweinefleisch war im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig (minus 0,8 Prozent). Die Menge des erzeugten Rindfleisches sank um acht Prozent auf den bislang niedrigsten Wert von 22.400 Tonnen. Die Erzeugung von Schaf-, Ziegen- und Pferdefleisch ist mit 603 Tonnen (0,5 Prozent) nur von nachrangiger Bedeutung.Da der Umfang der rheinland-pfälzischen Viehhaltung rückläufig ist, beziehen die Schlachtstätten einen Teil der Tiere aus dem Ausland. So wurden fast 28 Prozent der 1,14 Millionen in Rheinland-Pfalz geschlachteten Schweine nicht in Deutschland gemästet. Ingesamt 316.000 Schweine bezogen die Schlachthöfe aus dem Ausland. Bei den Rindern liegt der Anteil ausländischer Tiere bei neun Prozent. Geschlachtet wurden insgesamt 74.400 Rinder.

Durchschnittlich wurden 2013 monatlich 6.200 Rinder geschlachtet, wobei insbesondere im Herbst eine saisonale Häufung feststellbar ist. Eine Ursache ist, dass im Herbst die Weideperiode endet und die Landwirte einen Teil der Tiere nicht mehr aufstallen, sondern direkt zum Schlachten abgeben. In der Schweinefleischerzeugung werden die Schlachtkapazitäten gleichmäßiger ausgelastet. Der Umfang der Schlachtungen wird hier vor allem von der Nachfrage beeinflusst. Durchschnittlich waren es im Jahr 2013 monatlich 95.400 Tiere.

Nach den vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes wurden in Deutschland im Jahr 2013 über 6,65 Millionen Tonnen Fleisch produziert. Diese Menge entspricht etwa der Vorjahresmenge. Auf Schweinefleisch entfielen rund 83 Prozent der Fleischerzeugung. Der Anteilswert für Rindfleisch betrug 17 Prozent. Der rheinland-pfälzische Anteil an der Gesamtschlachtmenge lag bei zwei Prozent.

Die Zahlen zur Schlachtungsstatistik werden aus den monatlichen Angaben der amtlichen Tierärzte und Fleischkontrolleure aufbereitet.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Umwelt)

 

 

]]>
news-1413Tue, 15 Apr 2014 08:05:00 +0200Fast zwei Drittel des Holzeinschlags entfielen 2013 auf Nadelhölzerhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1413/Im Jahr 2013 wurden in Rheinland-Pfalz 3,4 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen (gerechnet ohne Rinde). Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems 4,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Auf Nadelhölzer wie Fichte, Tanne oder Douglasie entfielen fast zwei Drittel des Einschlags. Rund 684.000 Kubikmeter - das entspricht 20 Prozent des gesamten Holzeinschlags - wurden als Energieholz genutzt. Ein Wert, der sich in den vergangenen Jahren deutlich erhöht hat. Im Jahr 2002 waren erst 241.000 Kubikmeter (8,5 Prozent) für energetische Zwecke genutzt worden. Knapp die Hälfte des gesamten Einschlags erfolgte im kommunalen und kirchlichen Wald, ein weiteres Drittel im Landeswald. Im zeitlichen Vergleich ist eine Zunahme des Holzeinschlags festzustellen. Während im Durchschnitt der Jahre 2004 bis 2013 jährlich 4,2 Millionen Kubikmeter eingeschlagen wurden, waren es im Zeitraum 1994 bis 2003 durchschnittlich nur 2,9 Millionen Kubikmeter. Die jährlichen Holzeinschlagsmengen können auf Grund von Wetterereignissen stark schwanken. Beispielsweise mussten im Jahr 2010 fast 3,1 Millionen Kubikmeter Holz - überwiegend Nadelholz - aufgrund von Wind- oder Sturmeinflüssen wie dem Orkan Xynthia, eingeschlagen werden. Insgesamt betrug die Einschlagsmenge seinerzeit über 5,5 Millionen Kubikmeter.

Zum Vergleich: Nach den Ergebnissen der Anfang des Jahrtausends durchgeführten Bundeswaldinventur wird der jährliche Zuwachs in den rheinland-pfälzischen Wäldern auf rund 9,2 Millionen Kubikmeter einschließlich Rinde geschätzt. Dies belegt, dass nach wie vor eine nachhaltige Holznutzung erfolgt.

Die Angaben zum Holzeinschlag werden von der Landesforstverwaltung zur Verfügung gestellt. Sie basieren auf einer Auswertung der Holzbuchführung der Landesforstverwaltung und auf ergänzenden Schätzungen. Hiervon sind insbesondere der Privatwald sowie Teile des Körperschaftswaldes (kommunaler und kirchlicher Wald) betroffen. Bundeswaldinventuren werden in größeren Zeitabständen von der Forstverwaltung durchgeführt und sollen aktuelle und statistisch abgesicherte Informationen über die großräumigen Waldverhältnisse und forstlichen Produktionsmöglichkeiten des Waldes liefern. Ein Kubikmeter Holz entspricht einem Festmeter (Würfel aus massivem Holz von einem Meter Kantenlänge).

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

 

]]>
news-1410Thu, 03 Apr 2014 08:31:00 +0200174 Millionen Eier erzeugt http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1410/In Rheinland-Pfalz wurden im Jahr 2013 rund 174 Millionen Eier in Betrieben mit mindestens 3.000 Haltungsplätzen erzeugt. Die Produktion lag damit geringfügig über dem Wert des Jahres 2012. Die Betriebe verfügten im Jahresdurchschnitt über knapp 737.000 Legehennenhaltungsplätze. Das waren 3,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Zuwachs ist neben der Kapazitätsausweitung bei den erfassten Betrieben auch darauf zurückzuführen, dass 2013 mit 36 Betrieben vier mehr als im Jahr 2012 befragt wurden. Ein Betrieb verfügte im Durchschnitt über 20.500 Haltungsplätzen. In Deutschland kam ein durchschnittlicher Betrieb im Jahr 2012 auf rund 31.200 Haltungsplätze. Der rheinland-pfälzische Anteil an den in Deutschland gehaltenen Legehennen betrug im Jahr 2012 nur 1,7 Prozent. Der Anteil an den produzierten Eiern lag bei 1,6 Prozent. Die heimische Produktion konnte - bei einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Verbrauch von 217 Eiern  - den Bedarf nur zu gut einem Fünftel decken.

Die jährliche Legeleistung lag mit 282 Eiern je Henne um sechs Eier unter dem Vorjahreswert. Die Bodenhaltung hat sich als dominierende Haltungsform etabliert. Rund 92 Prozent der Haltungsplätze entfallen auf diese Haltungsform. Vor zehn Jahren lag der Anteilswert noch bei 15 Prozent. Seinerzeit überwog noch die Käfighaltung (83 Prozent). Diese Veränderung ist insbesondere auf das Verbot der konventionellen Käfighaltung zurückzuführen. Im Jahr 2013 entfielen 4,5 Prozent der Haltungsplätze auf die Freilandhaltung, die auch die ökologische Erzeugung umfasst.

Die Zahlen zur Eiererzeugung basieren auf den monatlichen Meldungen der 36 Betriebe mit 3.000 Legehennenplätzen und mehr. Die Haltungsformen werden nur im Dezember erfragt. Nach der seit dem 1. Januar 2010 geltenden Neuregelung der Haltungsformen ist eine Käfighaltung unter Auflagen weiterhin zulässig, z. B. als Kleingruppenhaltung.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

]]>
news-1404Mon, 31 Mar 2014 08:11:00 +0200Weinerzeugung leicht rückläufighttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1404/Die Wein ausbauenden Betriebe und Kellereien in Rheinland-Pfalz erzeugten aus der Traubenernte des Jahres 2013 gut 5,7 Millionen Hektoliter Wein. Das stellt nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems gegenüber der Vorjahresmenge von 5,9 Millionen Hektoliter eine Abnahme von 3,5 Prozent dar. Die Weinerzeugung blieb damit erneut unter dem zehnjährigen Durchschnitt von rund sechs Millionen Hektoliter. Im vergangenen Herbst erzeugten im rheinland-pfälzischen Teil des Anbaugebiets Mosel die Winzer und Kellereien nur 619.000 Hektoliter Wein aus der regionalen Ernte. Das waren über sechs Prozent weniger als im Jahr 2012. Ursache für diesen Rückgang war die kleine Erntemenge auf Grund der feuchten Witterung im Herbst 2013. Durch den Zukauf von Mosten aus anderen Anbaugebieten, vor allem der Pfalz, belief sich die Weinerzeugung im Anbaugebiet Mosel allerdings auf 1,3 Millionen Hektoliter. Diese Menge entsprach dem Vorjahreswert. Aus den im Anbaugebiet Pfalz geernteten Trauben wurden 2,2 Millionen Hektoliter Wein erzeugt. Die in der Pfalz ansässigen Betriebe verarbeiteten vor Ort nur rund 1,6 Millionen Hektoliter Most zu Wein.

Der größte Teil der Moste wurde zu Qualitätsweinen (4,5 Millionen Hektoliter) ausgebaut. Das waren über 700.000 Hektoliter mehr als im Jahr 2012. Für den Ausbau zu Prädikatsweinen - wie Spät- und Auslesen - wurden 900.000 Hektoliter (16 Prozent) der Moste vorgesehen. Das waren über 700.000 Hektoliter weniger als ein Jahr zuvor. Dementsprechend wurden fast 80 Prozent des Mostes zu Qualitätsweinen verarbeitet. Als Wein oder Landwein sollen nur 300.000 Hektoliter vermarktet werden.

Von der gesamten Weinerzeugung entfielen 65 Prozent auf Weißwein. Dieser Wert entspricht etwa dem des Vorjahres. Größere Unterschiede gibt es beim Ausbau der roten und weißen Weinmoste. Von den weißen Rebsorten werden 22 Prozent zu Prädikatsweinen ausgebaut, während es bei den roten Sorten nur 3,7 Prozent sind. Ursächlich hierfür sind die unterschiedlichen Vermarktungswege für Weiß- und für Rotwein.

Die Angaben basieren auf der sekundärstatistischen Auswertung der Weinerzeugungsmeldungen, die Bestandteil der bei der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz geführten EU-Weinbaukartei sind. Ein Hektoliter (hl) sind 100 Liter.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

 

]]>
news-1382Fri, 28 Feb 2014 08:13:00 +0100Erneut mehr Gemüse angebauthttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1382/Im vergangenen Jahr bauten nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems knapp 500 landwirtschaftliche Betriebe in Rheinland-Pfalz auf 19.800 Hektar Freilandflächen über 40 verschiedene Gemüsearten an. Im Jahr 2012 lag die Anbaufläche noch bei 19.400 Hektar. Im langfristigen Vergleich wurde der Gemüseanbau deutlich ausgeweitet. Im Jahr 2000 erstreckten sich die Gemüseanbauflächen auf 13.900 Hektar. Die Gemüseernte auf den Freilandflächen fiel 2013 mit rund 630.000 Tonnen um rund sieben Prozent kleiner aus als im letzten Jahr. Eine Ursache waren die Witterungsbedingungen im zurückliegenden Jahr. Sie waren von niedrigeren Temperaturen im Frühjahr und hohen Niederschlägen im Mai gekennzeichnet. Der Anbau von Gemüse unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen, wie z. B. Gewächshäuser, ist in Rheinland-Pfalz mit rund 50 Hektar von geringer Bedeutung.

Über die Hälfte der Erntemenge (336.800 Tonnen) entfiel auf das Wurzel- und Knollengemüse (53 Prozent), das auf rund 8.300 Hektar angebaut wurde. Hierzu gehören Möhren und Karotten sowie Radieschen. Blatt- und Stängelgemüse - vor allem Salate und Spargel - trug rund 24 Prozent zur Erntemenge (149.700 Tonnen) bei. Das Anbauareal umfasste rund 6.600 Hektar. An Kohlgemüse wurden 89.500 Tonnen geerntet. Die Anbaufläche war knapp 2.800 Hektar groß.

Radieschen wurden 2013 auf 2.600 Hektar oder 13 Prozent der Anbaufläche angebaut. Fast 80 Prozent der deutschen Anbaufläche für Radieschen liegen in Rheinland-Pfalz. Im rheinland-pfälzischen Anbau folgten Möhren und Karotten (8,7 Prozent der Anbaufläche), Speisezwiebeln (8,3 Prozent), Bundzwiebeln (8,0 Prozent), Spargel (7,2 Prozent) und Blumenkohl (7,1 Prozent). Diese sechs Gemüsearten wiesen jeweils ein Anbauareal von über ein tausend Hektar auf.

Im Rahmen der Gemüseerhebung werden auch die Anbauflächen und Erntemengen von Erdbeeren erfragt. Auf 600 Hektar wurden 2013 rund 4.700 Tonnen Erdbeeren geerntet. Während die Anbaufläche rückläufig war, konnte die Erntemenge geringfügig zulegen.

In der Gemüseerhebung 2013 wurden auf der Basis einer Stichprobe die Anbauverhältnisse für Gemüse und Erdbeeren sowie deren Jungpflanzen erhoben. Einbezogen wurden rund 330 landwirtschaftliche Betriebe, die u. a. auf Freilandflächen von 50 Ar und mehr bzw. Unterglasflächen von 10 Ar und mehr Gemüse oder Jungpflanzen anbauen. Die Anbaufläche umfasst auch die Mehrfachnutzung einer Fläche (Grundfläche) durch Vor-, Zwischen- und Nachkulturen. Gegenüber den Jahren vor 2012 ist die Vergleichbarkeit geringfügig eingeschränkt, da der Anbau von Heil- und Gewürzkräutern, wie z. B. Petersilie, nicht mehr erfasst wird.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

]]>
news-1378Fri, 21 Feb 2014 13:20:00 +0100Rinderbestand hat leicht zugelegthttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1378/Im November 2013 wurden in Rheinland-Pfalz rund 363.500 Rinder registriert. Das bedeutet nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems gegenüber der Erhebung im November 2012 eine Erhöhung des Bestandes um 2,3 Prozent. Die Zahl der Schweine sank demgegenüber im gleichen Zeitraum um 5,1 Prozent auf 204.700. Der Rückgang beim Schafbestand (64.400 Tiere) betrug 6,8 Prozent. Bundesweit war im gleichen Zeitraum eine Zunahme des Rinderbestandes um 1,4 Prozent auf knapp 12,7 Millionen Tiere festzustellen. Der Schweinebestand nahm um 1 Prozent auf 28 Millionen Tiere ab. Bei den Schafen gab es einen Rückgang um rund 4,1 Prozent auf knapp 1,6 Millionen Tiere.Rinderbestand

Der aktuelle Anstieg darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Rinderbestände langfristig sinken. Im November 2003 wurden 403.900 Rinder gehalten. Ein Drittel des Rinderbestandes entfiel im November 2013 auf Milchkühe (119.400 Tiere). Im Vorjahresvergleich stieg ihre Zahl um 2,3 Prozent. Der Bestand der sonstigen Kühe, z. B. Ammen und Mutterkühe, nahm um ein Prozent auf 39.900 Tiere zu. Ein weiteres Viertel (27 Prozent) des Rinderbestandes stellten die Kälber und Jungrinder mit einem Alter bis zu einem Jahr. Auf die Altersklasse zwischen einem Jahr und zwei Jahren entfielen 21 Prozent des Bestandes.

Schweinebestand

Die Schweinehaltung verliert in Rheinland-Pfalz immer mehr an Bedeutung. Von Mai 2003 bis November 2013 ging der Bestand um 40 Prozent zurück. Bundesweit war im gleichen Zeitraum eine Zunahme von 5,9 Prozent zu verzeichnen. Zum Vergleich: Im März 2010, dem Stichtag der Landwirtschaftszählung, wurden alleine im Landkreis Emsland 1,3 Millionen Schweine registriert. Dieser Wert entspricht dem Sechsfachen der rheinland-pfälzischen Bestandszahl.

Den größten Rückgang verzeichneten die Bestände an Jungschweinen. Ihre Zahl sank um fast 8,8 Prozent auf 41.800 Tiere. Der Mastschweinebestand wurde um 8,2 Prozent auf 85.600 Tiere reduziert. Der Bestand an Zuchtschweinen nahm um 3,3 Prozent auf 15.100 Tiere ab. Der Ferkelbestand wies demgegenüber eine Zunahme von 1,8 Prozent auf 62.300 Tiere auf.

Schafbestände

Den größten Teil des rheinland-pfälzischen Schafbestandes machten mit rund 73 Prozent die zur Zucht gehaltenen weiblichen Schafe aus (47.000 Tiere). Ihr Bestand sank gegenüber November 2012 um 6,4 Prozent. Ein knappes Viertel entfiel auf die Schafe in einem Alter unter einem Jahr, deren Bestand um 8,5 Prozent verringert wurde. Auf Grund der saisonalen Ablammung und der geänderten Erhebungsstichtage ist ein langfristiger Vergleich nicht sinnvoll.

Bezüglich der Rinderbestände wurde das Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere (HI-Tier) zum Stichtag 3. November 2013 ausgewertet. In diesem Register werden alle in Deutschland gehaltenen Rinder erfasst. Da es sich hierbei um Verwaltungsdaten handelt, müssen die Rinderhalter keine entsprechenden statistischen Meldungen mehr abgeben.

Die Daten zu den Schweine- und Schafbeständen stammen aus den endgültigen Ergebnissen der Erhebungen zu den Schweine- und Schafbestände zum 3. November 2013. Hierzu wurden mittels Stichprobenerhebung landesweit rund 260 landwirtschaftliche Betriebe befragt, die mindestens 50 Schweine oder zehn Zuchtsauen hielten. In die Ermittlung des Schafbestandes wurden gut 350 landwirtschaftliche Betriebe mit mindestens 20 Schafe einbezogen. Da es sich um Stichprobenerhebungen handelt, können die Daten nicht regionalisiert werden. Das Bundesergebnis ist noch vorläufig.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

]]>
news-1367Fri, 07 Feb 2014 12:44:00 +0100Rund 1.000 Tonnen Strauchbeeren geerntethttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1367/Im Jahr 2013 bauten nach Angaben des Statistischen Landesamtes 48 landwirtschaftliche Betriebe in Rheinland-Pfalz auf 256 Hektar Strauchbeeren an. Sie produzierten gut 1.000 Tonnen Strauchbeeren, wobei fast die Hälfte der Erntemenge auf Holunder entfiel. Größere Bedeutung haben noch Johannisbeeren und Himbeeren. Der Anbau von Strauchbeeren stellt für die rheinland-pfälzische Landwirtschaft ein Nischenprodukt dar. Rheinland-Pfalz rangierte im Jahr 2012 - gemessen an der Anbaufläche - auf Rang acht der Länder. Spitzenreiter war Niedersachsen mit über 1.600 Hektar. Strauchbeerenflächen von weniger als zwei Hektar bewirtschafteten 32 der 48 Betriebe. Die von diesen Betrieben genutzte Fläche betrug rund 33 Hektar. Die vier größten Betriebe, die jeweils auf mehr als 10 Hektar Strauchbeeren ernten, vereinigten fast 180 Hektar der Erzeugerflächen auf sich.

Die Daten stammen aus der Erhebung der Strauchbeeren. Befragt wurden alle Betriebe mit Strauchbeerenflächen von mindestens 5.000 Quadratmetern im Freiland oder 1.000 Quadratmeter unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen (wie z. B. Gewächshäuser). Die Erhebung fand erstmals 2012 statt. Auf Grund umfangreicher Recherchen konnten im Vergleich zum Vorjahr weitere Betriebe einbezogen werden, so dass die Vergleichbarkeit nicht gegeben ist.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

 

]]>
news-1364Wed, 05 Feb 2014 09:43:00 +0100Landwirtschaft hat sich regional spezialisierthttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1364/Die Landwirtschaft in Deutschland hat sich im Laufe der vergangenen Jahrzehnte regional auf bestimmte Produktionsverfahren spezialisiert. In Rheinland-Pfalz haben - nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems - Dauerkulturbetriebe eine große Bedeutung, zu denen Weinbau- und Obstbaubetriebe zählen. Zur Darstellung der regionalen Schwerpunkte haben die statistischen Ämter des Bundes und der Länder einen Online-Atlas Agrarstatistik entwickelt, der Karten zu 16 Themenfeldern bietet. Dazu gehören z. B. die Anzahl landwirtschaftlicher Betriebe und deren landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF) sowie die Tierbestände. Die statistische Datengrundlage bildet die Landwirtschaftszählung 2010, bei der erstmals in der amtlichen Statistik Daten georeferenziert erhoben wurden. Der Großteil der Karten basiert auf Rasterzellen mit fünf Kilometer Gitterweite. Damit werden erstmals Karten mit einer räumlichen Auflösung angeboten, die teilweise unterhalb der Gemeindeebene liegt. Ergänzend dazu sind als Hintergrundinformation umfassende Metadaten hinterlegt.

Der Online-Atlas Agrarstatistik steht kostenfrei im gemeinsamen Portal der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder (www.statistik-portal.de). Die einfach zu bedienende Web-Anwendung bietet neben der Ausgabe der Karten als Bild und als PDF-Datei auch einen WMS-Dienst (Web Map Service) an. Dieser Kartendienst erlaubt eine Nutzung der Karten in anderen Geografischen Informationssystemen.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Umwelt)

]]>
news-1362Fri, 31 Jan 2014 09:08:00 +0100Saison- und Aushilfsarbeitskräfte wichtig für Landwirtschafthttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1362/In der heimischen Landwirtschaft kommt dem arbeitsintensiven Wein- und Gemüsebau eine große Bedeutung zu. Da in diesen Produktionszweigen viele Arbeiten - wie z. B. die Weinlese oder die Gemüseernte - stets nur in begrenzten Zeiträumen zu erledigen sind, beschäftigen die 19.100 landwirtschaftlichen Betriebe eine große Zahl von Saison- oder Aushilfskräften. Nach dem Ergebnis der im März 2013 durchgeführten Agrarstrukturerhebung wurden nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems 46.400 Saisonarbeitskräfte gezählt. Damit wurden über die Hälfte (51 Prozent) der insgesamt 90.500 Beschäftigen als Saison- oder Aushilfskräfte eingesetzt; im Vergleich zum Jahr 2010 war dies ein Zehntel weniger. Eine Vollbeschäftigung wurde für 18.000 Personen registriert. Einer regelmäßigen Tätigkeit, deren Umfang aber keine Vollbeschäftigung ausmachte, gingen 26.100 Personen nach. Der hohe Anteil Teilbeschäftigter ist unter anderem auf die große Zahl an Betrieben zurückzuführen, die im Nebenerwerb geführt werden.

Gründe für den Rückgang der Beschäftigtenzahlen sind der Strukturwandel in der Landwirtschaft und der technische Fortschritt. So verringerte sich zwischen 2010 und 2013 die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe um gut sieben Prozent. Im Rahmen des technischen Fortschritts werden Arbeitskräfte einsparende Techniken eingesetzt. So nahm im Vergleich zu 2010 der auf Arbeitskräfte-Einheiten umgerechnete Arbeitseinsatz um zwei Zehntel auf 5,2 Arbeitskräfteeinheiten je 100 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche ab.

Die aktuellen Ergebnisse verdeutlichen zudem, dass die Altersstruktur der Betriebsinhaber ungünstiger geworden ist. Fast 39 Prozent der Inhaber von Familienbetrieben waren 2013 zwischen 45 und 54 Jahre alt. Im Jahr 2010 waren es erst 36 Prozent und im Jahr 1999 nur 26 Prozent. Auch in der nächsthöheren Altersklasse (55 bis 64 Jahre) nahm der Anteilswert zu. Aktuell entfallen fast 33 Prozent der Betriebsinhaber auf diese Altersklasse. 1999 betrug der Anteilswert erst 25 Prozent. Dagegen war der Anteil der unter 35-Jährigen 2013 mit 4,2 Prozent wesentlich kleiner als 1999 (13 Prozent).

Die Daten stammen aus den in mehrjährigem Abstand stattfindenden Agrarstrukturerhebungen bzw. Landwirtschaftszählungen. Befragt werden seit dem Jahr 2010 landwirtschaftliche Betriebe mit fünf Hektar und mehr landwirtschaftlich genutzter Fläche bzw. Betriebe, die über bestimmte pflanzliche oder tierische Mindesterzeugungseinheiten verfügten. In den Jahren zuvor wurden bereits Betriebe ab zwei Hektar und mehr landwirtschaftlich genutzter Fläche bzw. Betriebe, die über pflanzliche oder tierische Mindesterzeugungseinheiten verfügten, befragt. Die Angaben der Betriebe wurden zu einem Landesergebnis hochgerechnet. Regionalergebnisse liegen aus der Landwirtschaftszählung für das Jahr 2010 vor.  Arbeitskräfte-Einheit (AK-Einheit): Maßeinheit der Arbeitsleistung einer im Berichtszeitraum im landwirtschaftlichen Betrieb vollbeschäftigten und nach ihrem Alter voll leistungsfähigen Arbeitskraft.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Umwelt)

 

]]>
news-1360Wed, 29 Jan 2014 09:41:00 +0100Familienbetriebe dominieren in der Landwirtschafthttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1360/Die Mehrzahl der rheinland-pfälzischen landwirtschaftlichen Betriebe wird nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems als Familienbetrieb, d. h. als Einzelunternehmen, bewirtschaftet. Knapp 90 Prozent der 19.100 Betriebe wiesen diese Rechtsform auf. Die übrigen Betriebe werden zumeist als Personengesellschaft geführt. Rund 52 Prozent der Familienbetriebe sind Nebenerwerbsbetriebe, das bedeutet, der Betriebsinhaber bzw. das Inhaberehepaar erzielt weniger als 50 Prozent seiner Gesamteinkünfte aus der landwirtschaftlichen Produktion. Im Vergleich zum Jahr 2010 verringerte sich die Zahl der Nebenerwerbsbetriebe um gut 11 Prozent und damit deutlich stärker als die der Haupterwerbsbetriebe (minus 6,8 Prozent). Die Zahl der Familienbetriebe nahm um neun Prozent ab. Da in den Haupterwerbsbetrieben die landwirtschaftliche Produktion die wichtigste Einkommensquelle ist, weisen die Betriebe mit durchschnittlich 50 Hektar eine deutlich größere Flächenausstattung auf als die Nebenerwerbsbetriebe. Diese kamen durchschnittlich nur auf knapp 19 Hektar. Im Vergleich dazu verfügten die Betriebe, die in der Rechtsform einer Personengesellschaft geführt werden, über durchschnittlich 65 Hektar. Die größere Flächenausstattung ist darauf zurückzuführen, dass diese Betriebe zumeist die Einkommensgrundlage für mindestens zwei Familien bilden.

Die deutlich größere Ausstattung der Personengesellschaften mit Produktionsfaktoren zeigt sich auch in der Viehhaltung. In den Ställen der Personengesellschaften stehen durchschnittlich 173 Rinder und 581 Schweine. Die Haupterwerbsbetriebe kamen auf 96 Rinder sowie 328 Schweine. Die Viehbestände der Nebenerwerbsbetriebe waren mit 30 Rindern und 51 Schweinen deutlich kleiner. In der arbeitsintensiven Milchviehhaltung erreichten die Personengesellschaften einen Durchschnittswert von 94 Milchkühen. In den Haupterwerbsbetrieben wurden 53 Tiere und in den Nebenerwerbsbetrieben 20 Milchkühe gemolken.

Regionale Ergebnisse stehen aus der Landwirtschaftszählung 2010 zur Verfügung.

Die Daten stammen aus den in mehrjährigem Abstand stattfindenden Agrarstrukturerhebungen bzw. Landwirtschaftszählungen. Befragt werden seit dem Jahr 2010 landwirtschaftliche Betriebe mit fünf Hektar und mehr landwirtschaftlich genutzter Fläche bzw. Betriebe, die über bestimmte pflanzliche oder tierische Mindesterzeugungseinheiten verfügten. Zuvor wurden bereits Betriebe ab zwei Hektar und mehr landwirtschaftlich genutzter Fläche bzw. Betriebe, die über pflanzliche oder tierische Mindesterzeugungseinheiten verfügten, befragt. Ein Haupterwerbsbetrieb liegt vor, wenn 50 und mehr Prozent der Einkünfte der Betriebsinhaberin oder des Betriebsinhabers bzw. des Betriebsinhaberehepaars aus dem landwirtschaftlichen Betrieb stammen.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Umwelt)

 

 

]]>
news-1358Fri, 24 Jan 2014 11:06:00 +0100Pachtpreise für landwirtschaftliche Flächen auf neuem Höchststandhttp://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1358/Die Pachtentgelte für landwirtschaftliche Flächen haben im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand erreicht. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems mussten die landwirtschaftlichen Betriebe durchschnittlich 214 Euro je Hektar bezahlen, so viel wie noch nie seit Einführung dieser Erhebungsmerkmale im Jahr 1971. Gegenüber dem Jahr 2010 stiegen die Pachtentgelte um durchschnittlich 15 Euro oder 7,5 Prozent.

Eine Ursache für den Anstieg ist die Nachfrage von Flächen für den Anbau von Silomais oder anderen Pflanzen zur Energieerzeugung. Für neu gepachtete Flächen oder Flächen, für die die Pachtpreise angepasst wurden, mussten die Landwirte im Durchschnitt über 250 Euro je Hektar zahlen. Im März 2013 hatten die 19.100 in Rheinland-Pfalz ansässigen landwirtschaftlichen Betriebe rund 65 Prozent der von ihnen landwirtschaftlich bewirtschafteten Fläche von 707.000 Hektar zugepachtet.

Ackerland, das mit 57 Prozent den größten Teil der landwirtschaftlich genutzten Flächen umfasst, kostete durchschnittlich 209 Euro je Hektar. Im Vergleich zu 2010 stieg der Durchschnittspreis um 14 Euro oder 7,2 Prozent. Die Pachten für Dauergrünland erhöhten sich um 7 auf 96 Euro je Hektar (plus 7.9 Prozent). Die höchsten Pachtpreise wurden mit 881 Euro je Hektar für Rebflächen gezahlt, das waren 2,8 Prozent mehr als im Jahr 2010.

Die Daten stammen aus den in mehrjährigem Abstand stattfindenden Agrarstrukturerhebungen bzw. Landwirtschaftszählungen. Befragt werden seit dem Jahr 2010 landwirtschaftliche Betriebe mit fünf Hektar und mehr landwirtschaftlich genutzter Fläche bzw. Betriebe, die über bestimmte pflanzliche oder tierische Mindesterzeugungseinheiten verfügten. Vor 2010 wurden Betriebe bereits ab zwei Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche befragt bzw. Betriebe, die über pflanzliche oder tierische Mindesterzeugungseinheiten verfügten. Die Pachtengelte beziehen sich nur auf Flächen, die der Betriebsinhaber von Personen zugepachtet hat, mit denen er nicht verwandt oder verschwägert ist (Familienfremde Personen).

Die Agrarstrukturerhebung fand 2013 auf repräsentativer Basis statt, so dass keine regionalen Ergebnisse erstellt werden können. Regionale Daten stehen aus der Landwirtschaftszählung 2010 zur Verfügung.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Umwelt)

]]>
news-1356Thu, 23 Jan 2014 07:41:00 +0100Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe weiter rückläufig http://www.statistik.rlp.de/no_cache/de/wirtschaftsbereiche/landwirtschaft/pressemitteilungen/einzelansicht/news/detail/News/1356/Die Betriebsgrößenstruktur der rheinland-pfälzischen Landwirtschaft ist durch den Weinbau geprägt. Fast ein Viertel der 19.100 landwirtschaftlichen Betriebe bewirtschafteten nach Angaben des Statistischen Landesamtes im März 2013 weniger als fünf Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche. In diesem Segment sind vor allem Weinbaubetriebe zu finden, die zur Erwirtschaftung eines ausreichenden Einkommens wegen der höheren Wertschöpfung pro Flächeneinheit eine kleinere Flächenausstattung als z. B. die Getreideerzeuger benötigen. Die 4.600 Betriebe bewirtschafteten zusammen 9.900 Hektar. Das war etwas mehr als ein Prozent der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche des Landes (707.000 Hektar). Knapp die Hälfte der landwirtschaftlich genutzten Fläche entfiel auf landwirtschaftliche Betriebe, die jeweils eine Fläche von mehr als 100 Hektar bearbeiten. Ihr Anteilswert an der Zahl der Betriebe betrug knapp elf Prozent.

Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe ist weiter rückläufig. Gegenüber dem Vorjahr sank sie um knapp ein Prozent, gegenüber 2010 betrug der Rückgang gut sieben Prozent. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche veränderte sich gegenüber dem Jahr 2010 aber kaum. Die durchschnittlich je Betrieb genutzte Fläche stieg daher seit 2010 um drei auf 37 Hektar.

Die ökologische Bewirtschaftungsweise gewinnt immer mehr an Bedeutung. Gut 1.000 Betriebe (5,2 Prozent) wirtschafteten nach ökologischen Grundsätzen, 22 Prozent mehr als 2010. Sie verfügten insgesamt über eine landwirtschaftlich genutzte Fläche von 47.300 Hektar. Der größte Teil dieser Fläche (45.300 Hektar) ist auf eine ökologische Bewirtschaftung umgestellt bzw. befindet sich in der Umstellung. Das sind 6,4 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche des Landes. Im Jahr 2010 betrug dieser Anteil 5,1 Prozent. Mit durchschnittlich knapp 47 Hektar sind die Öko-Betriebe deutlich größer als die konventionell wirtschaftenden Betriebe.

Die Daten stammen aus der jährlich stattfindenden Bodennutzungshaupterhebung. Befragt wurden fast 7.000 landwirtschaftliche Betriebe mit fünf Hektar und mehr landwirtschaftlich genutzter Fläche bzw. Betriebe, die über bestimmte pflanzliche oder tierische Mindesterzeugungseinheiten verfügten. Die Angaben dieser Betriebe wurden zu einem Landesergebnis hochgerechnet. Regionalisierte Ergebnisse liegen für das Jahr 2010 vor.



Als Öko-Betriebe wurden alle landwirtschaftlichen Betriebe gezählt, die die oben genannten Erhebungsgrenzen überschreiten und ganz oder teilweise nach den Grundsätzen der Verordnung (EG) Nr. 834/2007 des Rates vom 28. Juni 2007 über die ökologische/biologische Produktion und die Kennzeichnung von ökologischen/biologischen Erzeugnissen ( ABl. L189 vom 20.7.2007, S. 1 ) produzieren.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

]]>