Schnellmeldung zur Konjunktur im verarbeitenden Gewerbe im Oktober 2011
198 / 05.12.2011

198 / 05.12.2011
Auftragseingänge im Vorjahresvergleich leicht gesunken - deutlicher Rückgang gegenüber dem Vormonat
Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Auftragslage in der rheinland-pfälzischen Industrie auch im Oktober 2011 verschlechtert. Im Vergleich zum Oktober 2010 gingen die preisbereinigten Bestellungen leicht um 0,2 Prozent zurück, nachdem sie im September 2011 sogar um 4,6 Prozent gesunken waren. Der Anstieg der Auftragseingänge aus dem Ausland (plus 3,8 Prozent) reichte nicht aus, um den Rückgang der heimischen Nachfrage (minus 4,9 Prozent) zu kompensieren.
Von den vier großen Branchen der rheinland-pfälzischen Industrie wies im Oktober lediglich die chemische Industrie (plus 3,8 Prozent) einen Zuwachs auf. Während sich im Fahrzeugbau (minus 1,8 Prozent) sowie im Maschinenbau (minus 2,5 Prozent) geringe Rückgänge zeigten, gab es im Bereich »Herstellung von Metallerzeugnissen« (minus 10,8 Prozent) kräftige Auftragseinbußen.
Im Vormonatsvergleich sanken die Auftragseingänge im Oktober 2011 um 3 Prozent. Im September wurde noch eine Verbesserung der Auftragslage um 4,6 Prozent registriert. Die Bestellungen aus dem Ausland (minus 0,4 Prozent) gingen dabei nicht so stark zurück wie die Inlandsnachfrage (minus 6,1 Prozent). Im stabileren Zweimonatsvergleich (September/Oktober 2011 gegenüber Juli/August 2011) ergab sich ein leichter Rückgang des Ordervolumens (minus 0,8 Prozent).
Von den vier großen Branchen verzeichnete im Oktober 2011 nur die chemische Industrie einen Auftragszuwachs (plus 8,8 Prozent). Während die Nachfrage im Fahrzeugbau (minus 0,1 Prozent) nahezu unverändert blieb, gaben die Aufträge im Maschinenbau (minus 5,8 Prozent) sowie im Bereich »Herstellung von Metallerzeugnissen« (minus 14,8 Prozent) im Vormonatsvergleich deutlich nach.
Produktion geht im Vorjahres- und Vormonatsvergleich zurück
Gegenüber dem Vorjahr ist der Güterausstoß in der rheinland-pfälzischen Industrie im Oktober 2011 gesunken. Die Produktionsindex sank im Vergleich zum Oktober 2010 preisbereinigt um 3,4 Prozent, nachdem er im September 2011 noch um 3 Prozent angezogen hatte. Der Produktionsindex misst die monatliche Produktionsleistung der Industrie und gilt als wichtiger und aktueller Indikator für die konjunkturelle Entwicklung.
Dieser Rückgang wurde in erster Linie durch die sinkende Produktion im Fahrzeugbau (minus 8,8 Prozent) sowie in der chemischen Industrie (minus 7,2 Prozent) verursacht. Im Bereich »Herstellung von Metallerzeugnissen« (plus 0,8 Prozent) gab es einen leichten Anstieg der Güterproduktion. Der Maschinenbau verzeichnete mit einem Plus von 6,2 Prozent sogar eine deutliche Verbesserung.
Im Vormonatsvergleich verringerte sich die Industrieproduktion im Oktober 2011 um 7,7 Prozent, nachdem sie im September noch um 3 Prozent gestiegen war. Im weniger von Schwankungen beeinflussten Zweimonatsvergleich (September/Oktober 2011 gegenüber Juli/August 2011) kam es zu einer leichten Verbesserung der Produktionsleistung um 0,9 Prozent.
Von den vier großen Branchen des Landes verzeichnete lediglich die chemische Industrie (plus 1,5 Prozent) einen leichten Produktionsanstieg. Dagegen gab es vor allem im Fahrzeugbau (minus 15,8 Prozent) sowie im Maschinenbau (minus 15,3 Prozent) kräftige Verschlechterungen im Vormonatsvergleich. Aber auch der Bereich »Herstellung von Metallerzeugnissen« (minus 11,3 Prozent) meldete einen deutlichen Rückgang der Güterproduktion.
Hinweis: Aufgrund nachträglicher korrigierter Datenmeldungen durch Berichtsbetriebe musste eine Neuberechnung der Indizes für die Produktion im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bereich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden erfolgen. Die aktualisierten Ergebnisse der Indizes und damit auch die der Veränderungsraten gegenüber dem Vorjahres- bzw. dem Vormonat können daher von den zuletzt veröffentlichten Ergebnissen abweichen.
Schnellmeldung zur Konjunktur im verarbeitenden Gewerbe stellt auf der Basis der vorläufigen Ergebnisse für die größten Industriebranchen in Rheinland-Pfalz monatlich die Auftragseingänge (real) und die Produktion (real) in Form von Indizes und Veränderungsraten gegenüber dem Vorjahresmonat und dem Vormonat bereit. Die Daten stammen aus dem Monatsbericht sowie der monatlichen Produktionserhebung für Betriebe im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bereich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden. Dazu werden regelmäßig rund 1 000 Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten befragt. Endgültige Ergebnisse zu den Auftragseingängen und der Produktion werden etwa drei bis vier Wochen nach den vorläufigen Daten veröffentlicht.
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