Meldung zur Baukonjunktur im Dezember 2011
26 / 22.02.2012

26 / 22.02.2012
Auftragseingänge im Vorjahresvergleich deutlich gestiegen - Rückgang gegenüber dem Vormonat
Gegenüber dem Vorjahresmonat sind die Auftragseingänge um 15,5 Prozent gestiegen. Damit kam es nach dem Plus von 23,1 Prozent im November auch im Dezember 2011 wieder zu einer deutlichen Verbesserung der Auftragslage. Während die Nachfrage im Hochbau mit 37,4 Prozent besonders stark anzog, blieb der Tiefbau um 9,1 Prozent hinter dem Vorjahresergebnis zurück. Differenziert nach Bauart und Auftraggeber gab es wiederum deutliche Unterschiede. Einen sprunghaften Auftragszuwachs verzeichnete der Wohnungsbau (plus 107 Prozent). Im gewerblichen Hochbau (plus 33,7 Prozent) sowie im gewerblichen Tiefbau (plus 9,4 Prozent) lagen die Aufträge ebenfalls höher als im Vorjahr. Den größten Auftragsrückgang hatte wiederum der öffentliche Tiefbau (minus 24,5 Prozent) zu verkraften. Zu Einbußen kam es aber auch im öffentlichen Hochbau (minus 8,6 Prozent) sowie im Straßenbau (minus 3,8 Prozent). Bei der Einschätzung der Veränderungsraten ist zu berücksichtigen, dass die Entwicklung im Bauhauptgewerbe häufig durch den Einfluss von Großaufträgen geprägt wird.
Im Vergleich zum November 2011 verschlechterte sich die Nachfrage nach Bauleistungen um 4,9 Prozent. Die Auftragseingänge im Hochbau zogen deutlich an (plus 9,9 Prozent), während sie im Tiefbau kräftig nachgaben (minus 22,7 Prozent). Der öffentliche Hochbau (plus 33,4 Prozent) sowie der gewerbliche Tiefbau (plus 25,3 Prozent) schlossen mit Verbesserungen im zweistelligen Bereich. Zuwächse wurden zudem im gewerblichen Hochbau (plus 8,5 Prozent) sowie im Wohnungsbau (plus 1,5 Prozent) registriert. Starke Auftragsrückgänge meldeten der Straßenbau (minus 40,7 Prozent) sowie der öffentliche Tiefbau (minus 22,7 Prozent).
Umsätze mit kräftigem Anstieg gegenüber dem Vorjahr - Rückgang im Vormonatsvergleich
Im Vergleich zum Dezember 2010 stieg der baugewerbliche Umsatz um 30,9 Prozent auf rund 316 Millionen Euro. Im Hochbau verbesserten sich die Umsätze sogar um 36,1 Prozent auf knapp 153 Millionen Euro. Der Tiefbau verzeichnete ein Umsatzplus von 26,3 Prozent auf fast 164 Millionen Euro. In der Gliederung nach Bauart und Auftraggeber gab es im Wohnungsbau (plus 63,4 Prozent) den stärksten Zuwachs. Außerdem meldeten der Straßenbau (plus 53,1 Prozent), der gewerbliche Hochbau (plus 39,4 Prozent) sowie der gewerbliche Tiefbau (plus 30,2 Prozent) kräftige Verbesserungen. Zu Umsatzeinbußen kam es dagegen lediglich im öffentlichen Tiefbau (minus 3,7 Prozent).
Gegenüber dem Vormonat sank der baugewerbliche Umsatz um 3,9 Prozent. Im Hochbau kam es im Dezember 2011 zu einer leichten Verschlechterung um 0,8 Prozent. Im Tiefbau war ein Rückgang um 6,7 Prozent zu verzeichnen. Überdurchschnittliche Umsatzeinbußen gab es insbesondere im Straßenbau (minus 21,7 Prozent) sowie im öffentlichen Hochbau (minus 8 Prozent). Dagegen konnten der gewerbliche Tiefbau (plus 22,1 Prozent) sowie der öffentliche Tiefbau (plus 10,8 Prozent) ihre Umsätze gegenüber dem Vormonatsergebnis deutlich verbessern.
Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe werden anhand der endgültigen Ergebnisse für Rheinland-Pfalz monatlich nominale Indikatoren für die Auftragseingänge und den baugewerblichen Umsatz in Form von Indizes und Veränderungsraten gegenüber dem Vormonat und dem Vorjahresmonat bereitgestellt.
Die Daten stammen aus der Befragung von rund 350 Betrieben von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten aus dem Bauhauptgewerbe.
Die Konjunkturmeldung zur Baukonjunktur erfolgt sechs bis sieben Wochen nach Ende des Berichtsmonats.