Meldung zur Baukonjunktur im November 2011
6 / 18.01.2012

6 / 18.01.2012
Auftragseingänge im Vorjahresvergleich kräftig gestiegen - leichtes Minus gegenüber dem Vormonat
Gegenüber dem Vorjahresmonat sind die Auftragseingänge um 23,1 Prozent gestiegen. Damit kam es im November 2011 nach dem deutlichen Rückgang um 9,1 Prozent im Oktober wieder zu einer kräftigen Verbesserung der Auftragslage. Während im Hochbau die Nachfrage mit plus 79,4 Prozent besonders stark anzog, blieb der Tiefbau um 10,5 Prozent hinter dem Vorjahresergebnis zurück. Differenziert nach Bauart und Auftraggeber gab es wiederum deutliche Unterschiede. Sprunghafte Auftragszuwächse verzeichneten der gewerbliche Hochbau (plus 94,6 Prozent), der Wohnungsbau (plus 82,7 Prozent) sowie der öffentliche Hochbau (plus 39,5 Prozent). Im Straßenbau ergab sich ebenfalls ein Anstieg (plus 4,2 Prozent). Dagegen hatten der öffentliche Tiefbau (minus 24,3 Prozent) sowie der gewerbliche Tiefbau (minus 12,8 Prozent) klare Auftragsrückgänge zu verkraften. Bei der Einschätzung der Veränderungsraten ist zu berücksichtigen, dass die Entwicklung im Bauhauptgewerbe häufig durch den Einfluss von Großaufträgen geprägt wird.
Im Vergleich zum Oktober 2011 verschlechterte sich die Nachfrage nach Bauleistungen geringfügig (minus 0,5 Prozent). Auch im Vormonatsvergleich zogen die Auftragseingänge im Hochbau kräftig an (plus 18,9 Prozent), während sie im Tiefbau deutlich nachgaben (minus 16,7 Prozent). Der gewerbliche Hochbau (plus 29,7 Prozent) sowie der Wohnungsbau (plus 22,1 Prozent) schlossen mit einem positiven Ergebnis. In den übrigen Bereichen blieben die Auftragseingänge hinter dem Vormonatsergebnis zurück. Den stärksten Einbruch meldete der gewerbliche Tiefbau (minus 30 Prozent). Aber auch im Straßenbau (minus 17,1 Prozent) sowie im öffentlichen Hochbau (minus 10,2 Prozent) lagen die Rückgänge im zweistelligen Bereich.
Umsätze deutlich höher als im Vorjahr und im Vormonat
Im Vergleich zum November 2010 stieg der baugewerbliche Umsatz um 14,9 Prozent auf rund 329 Millionen Euro. Im Hochbau verbesserten sich die Umsätze sogar um 24,6 Prozent auf fast 154 Millionen Euro. Der Tiefbau verzeichnete ein Umsatzplus von 7,5 Prozent auf mehr als 175 Millionen Euro. In der Gliederung nach Bauart und Auftraggeber gab es vor allem im Wohnungsbau (plus 39,1 Prozent) sowie im gewerblichen Hochbau (plus 32,4 Prozent) kräftige Zuwächse. Zweistellige Verbesserungen meldeten auch der Straßenbau (plus 13 Prozent) sowie der öffentliche Tiefbau (plus 10,5 Prozent). Zu Umsatzeinbußen kam es dagegen lediglich im gewerblichen Tiefbau. Dort belief sich das Minus auf 12,9 Prozent.
Gegenüber dem Vormonat stieg der baugewerbliche Umsatz um 14,3 Prozent. Im Hochbau kam es im November 2011 zu einer Verbesserung um 14,5 Prozent. Im Tiefbau konnte ein ähnlich hohes Plus von 14,1 Prozent verbucht werden. Überdurchschnittliche Umsatzsteigerungen gab es im öffentlichen Hochbau (plus 23,3 Prozent), im Straßenbau (plus 18,5 Prozent) sowie im öffentlichen Tiefbau (plus 16,8 Prozent). Wie im Vorjahresvergleich blieben nur im gewerblichen Tiefbau die Umsätze auch hinter dem Vormonatsergebnis zurück (minus 3,2 Prozent).
Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe werden anhand der endgültigen Ergebnisse für Rheinland-Pfalz monatlich nominale Indikatoren für die Auftragseingänge und den baugewerblichen Umsatz in Form von Indizes und Veränderungsraten gegenüber dem Vormonat und dem Vorjahresmonat bereitgestellt.
Die Daten stammen aus der Befragung von rund 350 Betrieben von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten aus dem Bauhauptgewerbe.
Die Konjunkturmeldung zur Baukonjunktur erfolgt sechs bis sieben Wochen nach Ende des Berichtsmonats.