27.600 Beschäftigte an den rheinland-pfälzischen Hochschulen

Die rheinland-pfälzischen Universitäten und Hochschulen beschäftigten zum Ende des Jahres 2016 rund 27.600 Personen, davon 15.600 als wissenschaftliches oder künstlerisches Personal. Wie das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz mitteilt, waren das insgesamt 481 Beschäftigte mehr als im Jahr zuvor (plus 1,8 Prozent).

In den vorangegangenen Jahren entwickelte sich die Ausstattung mit Personal in der Hochschulverwaltung und im technischen Support nicht in gleichem Maße wie im wissenschaftlichen Hochschulbereich. Während die Zahl des wissenschaftlichen Personals in den vergangenen zehn Jahren um 57 Prozent stieg, ist die Beschäftigtenzahl in der Verwaltung im gleichen Zeitraum lediglich um 19 Prozent gewachsen.

In der Personalstruktur der rheinland-pfälzischen Hochschulen zeigten sich auch Ende 2016 deutliche geschlechterspezifische Unterschiede. Während der Frauenanteil bei wissenschaftlichen Hilfskräften bei 49 Prozent und bei wissenschaftlichen Mitarbeitenden bei 44 Prozent lag, war nur jede fünfte Professur mit einer Frau besetzt (21 Prozent).

Eine Berufung auf eine Professur auf Lebenszeit verlangt an wissenschaftlichen Hochschulen in der Regel eine Promotion und eine Habilitation bzw. Juniorprofessur und an Fachhochschulen eine Promotion und eine mehrjährige außeruniversitäre Berufspraxis. Daneben bieten einzelne Hochschulen auch andere wissenschaftliche Qualifikationswege wie die Nachwuchsgruppenleitung, befristete Professuren und Tenure-Track-Verfahren an. Neben der wissenschaftlichen Qualifikation hat auch die Berufung auf Basis besonderer beruflicher Qualifikationen an Bedeutung gewonnen. Insbesondere die Hochschule Mainz (28 Prozent), die Hochschule Trier (20 Prozent) und die Katholische Hochschule Mainz (20 Prozent) beriefen eine Vielzahl der Professorinnen und Professoren anhand besonderer beruflicher Qualifikationen.

Die höchsten Anteile an ingenieurwissenschaftlich, mathematisch oder naturwissenschaftlich ausgebildeten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern beschäftigten die Technische Universität Kaiserslautern (75 Prozent), die Technische Hochschule Bingen (72 Prozent) und die Hochschule Kaiserslautern (61 Prozent). Die Universität Mainz und die Universitätsmedizin der Universität Mainz machten keine Angaben zu der fachlichen Qualifikation ihrer Mitarbeitenden.

Die Zahlen stammen aus der Hochschulpersonalerhebung 2016, basierend auf dem im März 2016 novellierten Hochschulstatistikgesetz. Die Daten werden von den Hochschulen und von der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz jährlich an das Statistische Landesamt gemeldet.

Aufgrund der Erweiterung und Erneuerung der Statistik in Rahmen der Novellierung des Hochschulstatistikgesetzes hat sich die Zahl der zu erfassenden Merkmale erweitert. Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz und die Universitätsmedizin der Universität Mainz setzten die Gesetzesvorgaben nicht fristgerecht um, wodurch einzelne Daten dieser Hochschulen nicht ausgewiesen werden können.

Autor: Dr. Marco Schröder (Referat Schule, Hochschule, Berufsbildung)

 

Wissenschaftliches Hochschulpersonal 2016 und 2015 nach Personalgruppen und Geschlecht
Personalgruppen 2016 2015 2006
Insgesamt Frauen-anteil Insgesamt Frauen-anteil Insgesamt Frauen-anteil
Anzahl % Anzahl % Anzahl %
Hauptberufliches Personal 9.290 38,8 8.988 38,0 6.604 31,5
Professoren/-innen 2.110 21,4 2.040 20,8 1.678 13,0
Wissenschaftliche Mitarbeitende¹ 7.180 43,9 6.948 43,0 4.926 37,8
Nebenberufliches Personal 6.284 41,5 6.082 41,3 3.318 35,3
Lehrbeauftragte² 3.812 36,9 3.670 37,1 2.853 34,1
Wissenschaftliche Hilfskräfte³ 2.472 48,8 2.412 47,6 465 42,6
Insgesamt 15.574 39,9 15.070 39,3 9.922 32,7
1 Einschließlich künstlerischer Mitarbeitende, Dozenten und Assistenten sowie Lehrkräfte für besondere Aufgaben.
2 Einschließlich Gastprofessoren/-innen und Emeriti.
3 Ohne studentische Hilfskräfte.