Auftragseingänge der Industrie im August 2019 gestiegen

Im August 2019 ist die Nachfrage nach Erzeugnissen der rheinland-pfälzischen Industrie gestiegen. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Auftragseingangsindex um 7,1 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Während die Bestellungen aus dem Inland nur geringfügig zulegten (plus 0,4 Prozent), gingen aus dem Ausland 11,5 Prozent mehr Bestellungen ein.

Alle drei industriellen Hauptgruppen verzeichneten Zuwächse. In der Konsumgüter- und in der Investitionsgüterindustrie stiegen die bereinigten Auftragseingänge mit zweistelligen Raten (plus 11,9 bzw. plus 10,5 Prozent). Die Nachfrage nach Vorleistungsgütern erhöhte sich um 3,1 Prozent.

Die drei größten Branchen der rheinland-pfälzischen Industrie profitierten von dem Nachfrageanstieg. In der Chemieindustrie, die zur Vorleistungsgüterindustrie zählt und die umsatzstärkste Branche des Verarbeitenden Gewerbes ist, nahm das Ordervolumen um 2,3 Prozent zu. Einen besonders kräftigen Zuwachs von plus 17,3 Prozent verbuchten die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, die zur Investitionsgüterindustrie gehören und die zweitgrößte Industriebranche bilden. Im Maschinenbau, der drittgrößten Branche, die ebenfalls zur Investitionsgüterindustrie zählt, stiegen die Bestellungen ebenfalls deutlich (plus 7,3 Prozent).

Trotz der kurzfristigen Zunahme lagen die bereinigten Auftragseingänge unter dem Niveau des Vorjahresmonats (minus 13,4 Prozent). Sowohl das Inlands- als auch das Auslandsgeschäft lief schlechter als ein Jahr zuvor (minus 7,5 bzw. minus 16,7 Prozent). In allen drei Hauptgruppen waren die Bestellungen rückläufig. In zwei der drei umsatzstärksten Industriebranchen sank die Nachfrage. Nur im Maschinenbau fiel das Ordervolumen im August höher aus als im Vorjahresmonat.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)

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