Industrieproduktion im September: Rückgang gegenüber dem Vormonat und dem Vorjahresmonat

Die rheinland-pfälzische Industrieproduktion ist im September 2019 leicht gesunken. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex um 0,7 Prozent unter dem Niveau des Vormonats.

In zwei der drei industriellen Hauptgruppen war die Ausbringung im September geringer als im Monat zuvor. In der Investitionsgüterindustrie schrumpfte der Output um zwei Prozent. Die Hersteller von Vorleistungsgütern drosselten ihre Produktion um 1,2 Prozent. In der Konsumgüterindustrie, deren Produktion in den vergangenen Monaten besonders stark schwankte, stieg der Güterausstoß hingegen um 6,1 Prozent.

Zwei der drei umsatzstärksten Branchen des Verarbeitenden Gewerbes mussten Produktionseinbußen hinnehmen. Im Maschinenbau, der zur Investitionsgüterindustrie gehört und unter den Industriebranchen gemessen am Umsatz an dritter Stelle steht, sank die Ausbringung im September um 6,5 Prozent. Der Output der Chemieindustrie, die zur Vorleistungsgüterindustrie zählt und die Branche mit dem höchsten Umsatz ist, war ebenfalls rückläufig (minus 4,6 Prozent). In der Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie, die die zweitgrößte Branche ist und zur Investitionsgüterindustrie gehört, blieb der Güterausstoß nahezu unverändert (plus 0,1 Prozent).

Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Industrieproduktion stark zurückgegangen (minus 31,4 Prozent). Der Output der Konsumgüterindustrie sank ausgehend von einem außergewöhnlich hohen Niveau im September 2018 deutlich (minus 78,4 Prozent). Auch in der Investitionsgüterindustrie und in der Vorleistungsgüterindustrie war der Güterausstoß geringer als ein Jahr zuvor. Alle drei umsatzstärksten Branchen drosselten ihre Produktion.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)

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