Bauhauptgewerbe im Juli 2020: Aufträge höher, Umsätze niedriger als im Vormonat

Das rheinland-pfälzische Bauhauptgewerbe verzeichnete im Juli 2020 zwar mehr Aufträge, aber niedrigere Umsätze als im Vormonat. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes stiegen die Auftragseingänge im Vergleich zum Juni 2020 – kalender- und saisonbereinigt – um 17,7 Prozent. Der baugewerbliche Umsatz lag um 2,9 Prozent niedriger als im Vormonat. Gegenüber den ersten sieben Monaten 2019 verringerte sich das Ordervolumen um 7,2 Prozent. Der Umsatz stieg dagegen um 6,0 Prozent.

Auftragseingänge nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum Juni 2020 erhöhten sich die bereinigten Auftragseingänge im Hochbau kräftig (plus 42,2 Prozent). Im Tiefbau blieb die Nachfrage dagegen leicht hinter dem Vormonatsergebnis zurück (minus 1,8 Prozent). Für den gewerblichen und den öffentlichen Hochbau errechnen sich sprunghafte Auftragszuwächse (plus 65,3 bzw. plus 62,5 Prozent). Lediglich im sonstigen öffentlichen Tiefbau war das Ordervolumen niedriger als im Vormonat (minus 12,4 Prozent). Gegenüber den ersten sieben Monaten 2019 wurde im Tiefbau eine deutlich geringere Nachfrage registriert (minus 13,1 Prozent). Im Hochbau belief sich der Auftragsrückgang auf 0,2 Prozent.

Baugewerblicher Umsatz nach Bauart und Auftraggeber

Abweichend zum Juni 2020 gab es im Tiefbau einen Rückgang der bereinigten Erlöse gegenüber dem Vormonat (minus 6,7 Prozent). Für den Hochbau errechnet sich dagegen ein leichter Anstieg um 0,9 Prozent. Diese Verbesserung ist ausschließlich auf die positive Entwicklung im Wohnungsbau zurückzuführen (plus 21,5 Prozent). In den übrigen Baubereichen waren die Erlöse im Vormonatsvergleich rückläufig. Den stärksten Umsatzeinbruch verzeichnete der öffentliche Hochbau (minus 22,6 Prozent). Gegenüber den ersten sieben Monaten 2019 zogen die baugewerblichen Umsätze dagegen sowohl im Hochbau als auch im Tiefbau an (plus 6,3 bzw. plus 5,7 Prozent).

Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe wird die monatliche Entwicklung der Auftragseingänge sowie des baugewerblichen Umsatzes im Bauhauptgewerbe insgesamt, in den Teilbereichen Hochbau und Tiefbau sowie in der Gliederung nach Bauart und Auftraggeber bereitgestellt. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat oder zum jeweiligen Vorjahreszeitraum angegeben. Weitere Erläuterungen

Autor: Thomas Kirschey (Referat Analysen Staat, Soziales)

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