Bauhauptgewerbe im September 2020: Aufträge und Umsätze höher als im Vormonat

Das rheinland-pfälzische Bauhauptgewerbe verzeichnete im September 2020 mehr Aufträge und höhere Umsätze als im Vormonat. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes stiegen die Auftragseingänge im Vergleich zum August 2020 – kalender- und saisonbereinigt – um 13,8 Prozent. Der baugewerbliche Umsatz lag um 0,8 Prozent höher als im August. Gegenüber den ersten neun Monaten 2019 verringerte sich das Ordervolumen leicht um 0,8 Prozent. Der Umsatz stieg dagegen um 5,0 Prozent.

Auftragseingänge nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum August 2020 erhöhten sich die bereinigten Auftragseingänge im Hochbau kräftig (plus 29,2 Prozent). Im Tiefbau blieb die Nachfrage gegenüber dem Vormonatsergebnis dagegen nahezu unverändert (minus 0,1 Prozent). Für den öffentlichen Hochbau errechnet sich ein sprunghafter Anstieg (plus 98,6 Prozent). Aber auch der Wohnungsbau sowie der gewerbliche Hochbau verzeichneten kräftige Zuwächse (plus 20,1 bzw. plus 11,2 Prozent). Lediglich im Straßenbau war das Ordervolumen niedriger als im Vormonat (minus 5,6 Prozent). Gegenüber den ersten neun Monaten 2019 wurde im Tiefbau eine geringere Nachfrage registriert (minus 5,6 Prozent). Im Hochbau kam es dagegen zu einem Auftragszuwachs von 4,7 Prozent.

Baugewerblicher Umsatz nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum August 2020 gab es sowohl im Hochbau als auch im Tiefbau einen leichten Anstieg der bereinigten Erlöse (plus 1,1 bzw. plus 0,6 Prozent). Der sonstige öffentliche Tiefbau sowie der gewerbliche Hochbau verzeichneten die höchsten Umsatzzuwächse (plus 4,6 bzw. plus 3,8 Prozent). Im gewerblichen Tiefbau sowie im öffentlichen Hochbau waren die Erlöse im Vormonatsvergleich dagegen rückläufig (minus 9,1 bzw. minus 4,6 Prozent). Gegenüber den ersten neun Monaten 2019 zogen die baugewerblichen Umsätze sowohl im Hochbau als auch im Tiefbau an (plus 5,4 bzw. plus 4,5 Prozent).

Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe wird die monatliche Entwicklung der Auftragseingänge sowie des baugewerblichen Umsatzes im Bauhauptgewerbe insgesamt, in den Teilbereichen Hochbau und Tiefbau sowie in der Gliederung nach Bauart und Auftraggeber bereitgestellt. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat oder zum jeweiligen Vorjahreszeitraum angegeben. Weitere Erläuterungen

Autor: Thomas Kirschey (Referat Analysen Staat, Soziales)

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