Gastgewerbe März 2022: Umsatz und Beschäftigung weiterhin unter Vor-Corona-Niveau

Die Umsatz- und Beschäftigungszahlen des rheinland-pfälzischen Gastgewerbes lagen im März 2022 immer noch unter dem Vorkrisenniveau. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems waren die Umsätze real, also um Preisveränderungen bereinigt, im März 2022 um 26 Prozent niedriger als im Vergleichsmonat 2019 (Deutschland: minus 29,6 Prozent).

Nominal bzw. bewertet in jeweiligen Preisen betrug das Minus 19 Prozent (Deutschland: minus 21,8 Prozent). Die sonst üblichen Vergleiche mit dem Vorjahresmonat sind aufgrund des Lockdowns im März 2021 nicht sinnvoll.

Gastronomie und Beherbergung

Das Beherbergungsgewerbe erzielte im Vergleich zum März 2019 rund 18 Prozent weniger reale Umsätze (nominal: minus zwölf Prozent). In der Gastronomie, auf die zwei Drittel der Gastgewerbeumsätze entfallen, waren es 31 Prozent (nominal: minus 22 Prozent). Die realen Rückgänge in den Restaurants, Cafés, Eissalons und Imbissstuben sowie bei den Caterern und Erbringern von sonstigen Verpflegungsleistungen betrugen jeweils 31 Prozent.

Weniger Beschäftigte

Die Zahl der Beschäftigten lag um zehn Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau im März 2019 (Deutschland: minus 16 Prozent).

Die Daten stammen aus der monatlichen Stichprobenerhebung bei rund 280 ausgewählten Gastgewerbeunternehmen in Rheinland-Pfalz. Die Angaben für Filialbetriebe von Hotel- und Restaurantketten mit Sitz in einem anderen Bundesland sind in den Ergebnissen enthalten. Es liegen keine absoluten Werte sowie Regionalangaben vor. Bei zeitlichen Vergleichen ist der Berichtskreiswechsel im Berichtsmonat Februar 2021 zu beachten. Gleichzeitig ist die Unterteilung der Beschäftigten nach Voll- und Teilzeit entfallen.
Durch die Corona-Krise sind die Gastronomie und das Beherbergungsgewerbe wirtschaftlich beeinträchtigt. Da die Durchsetzbarkeit der Meldepflicht in dieser Situation eingeschränkt ist, liegt der Schätzanteil der fehlenden Statistikmeldungen über dem sonst üblichen Maß.Von Januar bis Mai 2021 galten im Beherbergungs- und Gastgewerbe umfangreiche Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie (Lockdown), sodass zeitliche Vergleiche in ihrer Aussagekraft stark eingeschränkt sind.

Autorin: Petra Wohnus (Referat Unternehmensstatistiken)

 

Umsatz und Beschäftigte im rheinland-pfälzischen Gastgewerbe1 im März 2022 Veränderung gegenüber März 2019 und 2020 in %
WirtschaftszweigAnteil am
Umsatz2
UmsatzBeschäftigte
nominalrealinsgesamt
%202020192020201920202019
Beherbergung3457,3- 12,049,4- 17,9- 13,5- 15,8
Gastronomie6638,4- 21,925,9- 31,0- 1,2- 6,3
Restaurants, Gaststätten, Imbissstuben,       
Cafés, Eissalons und Ähnliches4940,6- 21,828,0- 31,03,6- 1,9
Caterer und Erbringung sonstiger       
Verpflegungsdienstleistungen923,3- 24,314,5- 31,3- 15,9- 23,3
Gastgewerbe insgesamt10044,8- 18,534,3- 26,4- 5,7- 9,7
1 Vorläufiges Ergebnis. – 2 Quelle: Rechtliche Einheiten des Unternehmensregisters 2020.