Anstieg der Industrieproduktion im Mai

Die rheinland-pfälzische Industrieproduktion verzeichnete im Mai 2021 ein deutliches Plus. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf Basis vorläufiger Daten stieg der Produktionsindex preis-, kalender- und saisonbereinigt um 4,2 Prozent gegenüber April 2021.

Die positive Entwicklung der Produktion zeigte sich in allen industriellen Hauptgruppen. Der Güterausstoß der Vorleistungsgüterproduzenten stieg mit einem Zuwachs von fünf Prozent am kräftigsten. Der Output der Investitionsgüterproduzenten erhöhte sich ebenfalls deutlich (plus 4,1 Prozent). Die Güterausbringung der Konsumgüterhersteller lag um 2,3 Prozent über dem Niveau des Vormonats.

Positive Impulse kamen aus jeder der drei umsatzstärksten Industriebranchen. Einen großen Beitrag zur Produktionssteigerung der Vorleistungsgüterindustrie leistete die Chemie, die die umsatzstärkste Branche des rheinland-pfälzischen Verarbeitenden Gewerbes ist: Ihr Output stieg im Mai um knapp zwölf Prozent. Die Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie und der Maschinenbau, die zur Investitionsgüterindustrie gehören und die zweit- bzw. drittgrößte Branche sind, entwickelten sich ebenfalls günstig. Die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen produzierten 7,5 Prozent mehr als im April. Der Maschinenbau steigerte den Güterausstoß um 6,1 Prozent.

Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg die Industrieproduktion in Rheinland-Pfalz im Mai 2021 um knapp 16 Prozent, allerdings ausgehend von einem sehr niedrigen Stand im Vorjahr. Wird als Vergleichsgrundlage stattdessen der Güterausstoß im Februar 2020 herangezogen, der durch die Folgen der Corona-Pandemie noch wenig beeinträchtigt war, lag die Ausbringung im Mai 2021 um sechs Prozent über dem Vorkrisenniveau. Diese Entwicklung ist auf die Vorleistungs- und die Investitionsgüterindustrie zurückzuführen. Der Güterausstoß der beiden industriellen Hauptgruppen lag elf bzw. neun Prozent über dem Output vom Februar 2020. Dagegen reduzierten die Konsumgüterproduzenten ihre Ausbringung um zehn Prozent. In den drei umsatzstärksten Branchen der rheinland-pfälzischen Industrie erreichte die Produktion ein höheres Niveau als im Februar 2020. Den größten Anstieg realisierte der Maschinenbau mit plus 18 Prozent. Auch die Produzenten von Kraftwagen- und Kraftwagenteilen erhöhten ihren Output gegenüber Februar 2020 kräftig (plus 15 Prozent). Weit dahinter, aber ebenfalls mit einem deutlichen Zuwachs von 5,9 Prozent, folgte die Chemiebranche.

Die Pressemeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Beobachtung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Um die Auswirkungen der Corona-Pandemie einschätzen zu können, werden die Ergebnisse des Berichtsmonats zusätzlich mit denen von Februar 2020 verglichen. Die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat können der Tabelle entnommen werden. Weitere Erläuterungen

Autor: Matthias Kowalczyk (Referat Analysen Wirtschaft)