Rückgang der Industrieproduktion im Juni

Die rheinland-pfälzische Industrieproduktion ist im Juni 2021 gesunken. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der Produktionsindex preis-, kalender- und saisonbereinigt um 2,3 Prozent unter dem Niveau des Vormonats.

In allen drei industriellen Hauptgruppen nahm die Ausbringung ab. Die stärksten Einbußen verzeichnete die Investitionsgüterindustrie (minus 5,8 Prozent). Der Output der Konsumgüterproduzenten verringerte sich im Juni um 1,6 Prozent. Die Vorleistungsgüterhersteller drosselten ihre Produktion leicht um 0,9 Prozent.

In der Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie, die zur Investitionsgüterindustrie gehört und gemessen am Umsatz die zweitgrößte Industriebranche ist, schrumpfte der Güterausstoß im Juni kräftig um zwölf Prozent. Auch der Maschinenbau, der ebenfalls zur Investitionsgüterindustrie zählt und die drittgrößte Branche ist, produzierte deutlich weniger als im Mai (minus 5,4 Prozent). In der Chemieindustrie, die zur Vorleistungsgüterindustrie gehört und die umsatzstärkste Branche des rheinland-pfälzischen Verarbeitenden Gewerbes ist, war die Ausbringung um 2,9 Prozent geringer als im Vormonat.

Trotz des kurzfristigen Rückgangs lag die Industrieproduktion in Rheinland-Pfalz im Juni 2021 um zehn Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Allerdings war die Wirtschaft im Juni 2020 noch durch die Folgen der ersten Welle der Corona-Pandemie und der zu ihrer Bekämpfung verhängten Maßnahmen beeinträchtigt. Gegenüber Februar 2020, als sich die Pandemie noch relativ wenig auf die wirtschaftlichen Aktivitäten auswirkte, ergibt sich im Juni 2021 eine Produktionssteigerung um drei Prozent. Die Ausbringung lag in der Vorleistungs- und in der Investitionsgüterindustrie über dem Vorkrisenniveau (plus 8,4 bzw. plus 2,8 Prozent). Die Konsumgüterindustrie produzierte im Juni 2021 hingegen deutlich weniger als im Februar des Vorjahres (minus elf Prozent). In den drei umsatzstärksten Branchen der rheinland-pfälzischen Industrie verlief die Entwicklung unterschiedlich: Im Maschinenbau war der Güterausstoß im Juni 2021 um 9,9 Prozent höher als im Februar 2020. Die Chemieindustrie verbuchte einen Zuwachs um drei Prozent. In der Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie lag der Output im Juni 2021 um 1,6 Prozent unter dem Vorkrisenniveau.

Die Pressemeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Beobachtung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Um die Auswirkungen der Corona-Pandemie einschätzen zu können, werden die Ergebnisse des Berichtsmonats zusätzlich mit denen von Februar 2020 verglichen. Die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat können der Tabelle entnommen werden. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)