Bauhauptgewerbe im Juni 2021: Auftragseingänge und Umsätze steigen

Die Auftragseingänge und die Umsätze des rheinland-pfälzischen Bauhauptgewerbes sind im Juni 2021 gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems gingen kalender- und saisonbereinigt 4,3 Prozent mehr Aufträge ein als im Mai. Die baugewerblichen Umsätze erhöhten sich um 3,4 Prozent.

In der Halbjahresbilanz steht ebenfalls ein Plus: In den ersten sechs Monaten des Jahres lag das Ordervolumen um 17 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Allerdings dürfte zu diesem Zuwachs auch der starke Anstieg der Baupreise in den vergangenen Monaten beigetragen haben. Die baugewerblichen Umsätze waren ein Prozent höher als im ersten Halbjahr 2020.

Auftragseingänge nach Bauart und Auftraggeber

Der Anstieg der Auftragseingänge im Juni gegenüber dem Vormonat ist auf die günstige Nachfrageentwicklung im Tiefbau zurückzuführen (plus zwölf Prozent). Den stärksten Zuwachs gab es im Straßenbau (plus 21 Prozent), aber auch im gewerblichen Tiefbau gingen deutlich mehr Bestellungen ein als im Mai (plus elf Prozent). Im sonstigen öffentlichen Tiefbau sank das Ordervolumen leicht um 0,5 Prozent. Im Hochbau war die Nachfrage geringer als im Mai (minus 2,5 Prozent). Kräftige Einbußen gab es im gewerblichen Hochbau (minus 18 Prozent). Auch der Wohnungsbau verbuchte im Juni weniger Aufträge als im Monat zuvor (minus 3,1 Prozent). Demgegenüber stiegen die Bestellungen im öffentlichen Hochbau um 59 Prozent.

Im ersten Halbjahr 2021 lagen die Auftragseingänge sowohl im Hoch- als auch im Tiefbau über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Im Hochbau legte die Nachfrage mit plus 23 Prozent stärker zu als im Tiefbau mit plus elf Prozent.

Baugewerblicher Umsatz nach Bauart und Auftraggeber

Im Juni 2021 lagen die baugewerblichen Umsätze im Hoch- und im Tiefbau über dem Niveau des Vormonats. Der Hochbau steigerte seine Erlöse um 4,9 Prozent. Dazu trugen der Wohnungsbau (plus neun Prozent) und der gewerbliche Hochbau (plus 3,7 Prozent) bei. Der öffentliche Hochbau verbuchte hingegen 1,5 Prozent weniger baugewerblichen Umsatz als im Mai. Im Tiefbau stiegen die Erlöse im Juni um 1,8 Prozent, was auf einen kräftigen Zuwachs im Straßenbau zurückzuführen ist (plus zehn Prozent). In den beiden anderen Teilbereichen gingen die Umsätze zurück.

Im ersten Halbjahr 2021 erwirtschaftete der Hochbau 6,5 Prozent mehr Umsatz als ein Jahr zuvor; der Grund dafür ist ein starker Anstieg der Erlöse im gewerblichen Hochbau (plus 19 Prozent). Im Tiefbau lag der baugewerbliche Umsatz hingegen um 4,3 Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe wird die monatliche Entwicklung der Auftragseingänge sowie des baugewerblichen Umsatzes im Bauhauptgewerbe insgesamt, in den Teilbereichen Hochbau und Tiefbau sowie in der Gliederung nach Bauart und Auftraggeber bereitgestellt. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat oder zum jeweiligen Vorjahreszeitraum angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)