Erwerbsbeteiligung von Müttern steigt geringfügig an

Im Jahr 2013 lebten in Rheinland-Pfalz 384.800 Mütter mit minderjährigen Kindern im gemeinsamen Haushalt. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems zum Muttertag am 10. Mai mitteilt, nahmen davon 62 Prozent aktiv – das heißt ohne vorübergehend Beurlaubte – am Erwerbsleben teil (früheres Bundesgebiet ohne Berlin: 60 Prozent). Damit hat sich die Erwerbsbeteiligung der Mütter im Land seit 2008 insgesamt nur geringfügig erhöht. Sie lag damals bei 60 Prozent (früheres Bundesgebiet ohne Berlin: 58 Prozent).

Deutlich angestiegen ist die Erwerbsbeteiligung von Müttern kleiner Kinder. So stieg der Anteil der aktiv erwerbstätigen Mütter, deren jüngstes Kind noch keine drei Jahre alt ist, um 2,8 Prozentpunkte auf fast 31 Prozent (früheres Bundesgebiet ohne Berlin: plus 2,7 Prozentpunkte). Bei Müttern mit jüngstem Kind zwischen drei und sechs Jahren war sogar ein Anstieg um fast zehn Prozentpunkte auf rund 67 Prozent festzustellen (früheres Bundesgebiet ohne Berlin: plus 4,2 Prozentpunkte). Der Anteil der erwerbstätigen Mütter, deren jüngstes Kind sechs Jahre und älter ist, hat sich gegenüber 2008 hingegen kaum verändert.

Die Daten stammen aus den Mikrozensusbefragung 2013. Bei dieser jährlichen Erhebung werden bei einem Prozent aller Haushalte Angaben über ihre wirtschaftliche und soziale Situation sowie Informationen zur Erwerbstätigkeit erfragt.  In Rheinland-Pfalz werden für die Stichprobe jährlich 18.000 Haushalte ausgewählt. Ergebnisse für das Berichtsjahr 2014 werden voraussichtlich im Juni 2015 zur Verfügung stehen.

Autorin: Dr. Merle Hattenhauer (Referat Mikrozensus, Haushaltserhebungen)