Mehr Privathaushalte mit weniger Haushaltsmitgliedern

Im Jahr 2014 lebten in den 1,9 Millionen rheinland-pfälzischen Privathaushalten rund vier Millionen Menschen. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, ist die Zahl der Privathaushalte im Land damit seit 2005 um 1,6 Prozent gestiegen, während die Zahl der Haushaltsmitglieder um 2,2 Prozent zurückging. Die durchschnittliche Haushaltsgröße lag 2014 bei 2,1 Personen. Im Jahr 2005 hatte der Wert noch bei 2,2 Personen gelegen.

Die Entwicklung ist zum einen auf die zunehmende Zahl von sogenannten Singlehaushalten zurückzuführen. Ihr Anteil an allen Privathaushalten stieg seit 2005 um 1,2 Prozentpunkte auf 36,7 Prozent im Jahr 2014. Zum anderen ist die Strukturveränderung der Mehrpersonenhaushalte bedeutsam. So stieg der Anteil der Zweipersonenhaushalte im Vergleichszeitraum um 2,3 Prozentpunkte auf 35,8 Prozent, während der Anteil der Haushalte mit drei oder mehr Haushaltsmitgliedern auf 27,6 Prozent zurückging (minus 3,5 Prozentpunkte).

Diese Strukturveränderungen wirkten sich auch auf die Zahl der jeweiligen Haushaltsmitglieder aus. Lebten im Jahr 2005 insgesamt noch 2,153 Millionen Menschen in Haushalten mit drei oder mehr Mitgliedern, so waren es im Jahr 2014 noch 1,925 Millionen (minus 4,5 Prozentpunkte). Mit einem Minus von 2,8 Prozentpunkten fiel der Rückgang bei den Vierpersonenhaushalten am stärksten aus.

Die Daten stammen aus den Mikrozensusbefragungen 2005 und 2014. Bei dieser jährlichen Erhebung werden bei einem Prozent der Privathaushalte Angaben über ihre wirtschaftliche und soziale Situation sowie zur Haushaltsstruktur und -zusammensetzung erfragt. In Rheinland-Pfalz werden für die Stichprobe jährlich 18.000 Haushalte ausgewählt.
Als Privathaushalt zählt jede zusammen wohnende und eine wirtschaftliche Einheit bildende Personengemeinschaft (Mehrpersonenhaushalte) sowie Personen, die allein wohnen und wirtschaften (Einpersonenhaushalte).

Autorin: Dr. Merle Hattenhauer (Referat Mikrozensus, Haushaltserhebungen)