Erwerbsbeteiligung von Müttern bei 60 Prozent

Im Jahr 2014 lebten in Rheinland-Pfalz 383.100 Mütter mit minderjährigen Kindern im gemeinsamen Haushalt. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems zum Muttertag am 8. Mai mitteilt, nahmen davon 60 Prozent aktiv – das heißt ohne vorübergehend Beurlaubte – am Erwerbsleben teil (früheres Bundesgebiet ohne Berlin: 59 Prozent). Damit blieb die Erwerbsbeteiligung der Mütter im Land seit 2009 insgesamt unverändert.

Deutlich angestiegen ist jedoch die Erwerbsbeteiligung von Müttern kleiner Kinder. So stieg der Anteil der aktiv erwerbstätigen Mütter, deren jüngstes Kind noch keine drei Jahre alt ist, im Vergleichszeitraum um drei Prozentpunkte auf gut 33 Prozent (früheres Bundesgebiet ohne Berlin: plus ein Prozentpunkt). Bei Müttern mit jüngstem Kind zwischen drei und sechs Jahren war sogar ein Anstieg um fast viereinhalb Prozentpunkte auf knapp 63 Prozent festzustellen (früheres Bundesgebiet ohne Berlin: plus drei Prozentpunkte). Der Anteil der erwerbstätigen Mütter, deren jüngstes Kind sechs Jahre oder älter ist, hat sich gegenüber 2009 hingegen weniger stark verändert.

Die Daten stammen aus dem Mikrozensus 2014. Bei dieser jährlichen Erhebung werden bei einem Prozent aller Haushalte Angaben über ihre wirtschaftliche und soziale Situation sowie Informationen zur Erwerbstätigkeit erfragt. In Rheinland-Pfalz werden für die Stichproben jährlich 18.000 Haushalte ausgewählt. Ergebnisse für das Berichtsjahr 2015 werden voraussichtlich im Juni 2016 zur Verfügung stehen.

Autorin: Dr. Merle Hattenhauer (Referat Mikrozensus, Haushaltserhebungen)