Wohnungszahlen ändern sich nach abschließender Aufbereitung des Zensus 2011 geringfügig

Mit der abschließenden Aufbereitung der Zensus-Ergebnisse haben sich die im vergangenen Jahr veröffentlichten vorläufigen Angaben zu Gebäuden und Wohnungen leicht verändert. »Mit der jetzt abgeschlossenen so genannten Haushaltegenerierung, bei der die Bevölkerungszahlen mit den Ergebnissen der postalischen Befragung der Haus- und Wohnungseigentümer zusammengespielt wurden, war eine abschließende Plausibilisierung der Gebäude- und Wohnungszahlen verbunden, die im Wesentlichen die Ergebnisse bestätigte«, erklärte der Präsident des Statistischen Landesamtes, Jörg Berres. Die Zahl der Gebäude mit Wohnraum reduziert sich gegenüber den vorläufigen Berechnungen um landesweit 1,0 Prozent auf 1.183.475. Die Zahl der Wohnungen in diesen Gebäuden sinkt um 1,2 Prozent auf 2.010.559. An den grundlegenden Aussagen, die im Mai 2013 und den Folgemonaten zur Gebäude- und Wohnungsstruktur publiziert wurden, hat sich durch diese abschließende Aufbereitung der Daten nichts geändert.

»«Bestandskorrekturen ergaben sich insbesondere dadurch, dass durch die Zusammenführung von Immobilien- und Bevölkerungsdaten Wohnungen, die doppelt gezählt worden waren - so genannte Doubletten - erkannt und beseitigt werden konnten.
Auch hinsichtlich der Wohnraumnutzung ergaben sich geringfügige Änderungen gegenüber den vorläufigen Werten. Die Zahl der nicht privat als Ferien- und Freizeitwohnung genutzten bewohnten Wohnungen reduzierte sich um 0,9 Prozent auf 1.898.944, die der leer stehenden sank um 2,3 Prozent auf 89.040. Die größten Veränderungen gab es bei den privat als Ferien- und Freizeitwohnung genutzten Wohnungen. Ihre Zahl nahm von 28.773 auf 14.906 ab. Dies ist darauf zurückzuführen, dass gewerblich genutzte Ferienwohnungen von ihren Eigentümern im Rahmen der Erhebung häufig nicht als solche nachgewiesen worden waren und dies erst bei der abschließenden Aufbereitung der Daten festgestellt werden konnte.

Neben den Maßnahmen zur Bereinigung der Daten ist positiv hervorzuheben, dass bei den nun ausgewiesenen Ergebnissen auch die von Angehörigen ausländischer Streitkräfte bewohnten Wohnungen berücksichtigt wurden. In Rheinland-Pfalz sind dies rund 7.700 Wohnungen, für die u.a. Ergebnisse zur Wohnungsgröße vorliegen.

Sieht man von Ferien- und Freizeitwohnungen ab, nutzten landesweit fast 117.000 Haushalte (6,5 Prozent) am Erhebungsstichtag parallel mehrere Wohnungen, weil beispielsweise in einer Umzugsphase die Altwohnung noch nicht aufgegeben worden war, oder aber weil die ursprüngliche Hauptwohnung trotz Verlegung des Hauptwohnsitzes etwa in ein Altenwohnheim noch nicht aufgegeben wurde. Dies erklärt die Abweichungen zwischen den nunmehr ausgewiesenen Zahlen bewohnter Wohnungen (rund 1.899.000) und der Zahl der in diesen ermittelten Wohnhaushalte (rund 1.782.000).

Detaillierte Ergebnisse der Gebäude- und Wohnungszählung für alle Kommunen enthalten die Gemeindedatenblätter, die als Excel- oder PDF-Datei heruntergeladen werden können. Außerdem geben eine Reihe von Tabellen regionalisierte Überblicke über den Wohnungsbestand und die Wohnungsnutzung.

Autor: Gerd Reh (Referat Bevölkerung; Zensus 2011)