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Begriff Themengebiet Erläuterung
Abendarbeit Erwerbstätigkeit

Der Mikrozensus definiert Abendarbeit als Arbeitszeit, die zwischen 18.00 und 23.00 Uhr geleistet wird.

Abgeurteilte Personen Justiz

Zu den abgeurteilten Personen zählen Angeklagte, gegen die Strafbefehle erlassen oder bei denen das Strafverfahren nach Eröffnung des Hauptverfahrens durch Urteil oder Einstellungsbeschluss rechtskräftig abgeschlossen wurde. Ihre Zahl setzt sich zusammen aus den Verurteilten und aus Personen, die freigesprochen, bei denen das Verfahren eingestellt oder andere Entscheidungen getroffen wurden.

Absolventenquote, Hochschulen Bildung

Die (Netto-)Absolventenquote gibt an, wie hoch der Anteil der Absolventen/-innen eines Erststudiums an der altersspezifischen Bevölkerung ist. Die Berechnung erfolgt, wie bei der Studienanfängerquote, nach dem Quotensummenverfahren.

Abzüge Gesundheit

Kosten, die im Pflegesatz nicht zu berücksichtigen sind beispielsweise für Leistungen, die nicht der stationären oder teilstationären Krankenhausversorgung dienen oder Kosten für wissenschaftliche Forschung und Lehre.

Ackerland Landwirtschaft

Fläche der landwirtschaftlichen Feldfrüchte einschließlich Hopfen, Tabak, Gemüse, Erdbeeren, Zierpflanzen und sonstige Gartengewächse im feldmäßigen Anbau und im Erwerbsgartenbau (auch unter Glas). Ackerflächen mit Obstbäumen als Nebennutzung zählen ebenso zum Ackerland.

AK-Einheit Landwirtschaft

Maßeinheit der Arbeitsleistung einer im landwirtschaftlichen Betrieb vollbeschäftigten und nach ihrem Alter voll leistungsfähigen  Arbeitskraft.

Alleinerziehende Haushalte und Familien

Alleinerziehende sind Mütter und Väter, die ohne Ehe- oder Lebenspartner/in mit ihren minder- oder volljährigen Kindern in einem Haushalt zusammen leben. Elternteile mit Lebenspartner/in im Haushalt zählen zu den Lebensgemeinschaften mit Kindern.

Alleinstehende Haushalte und Familien

Alleinstehende sind ledige, verheiratet getrennt lebende, geschiedene und verwitwete Personen, die im Ein- oder Mehrpersonenhaushalt ohne Ehe- oder Lebenspartner/in und ohne ledige Kinder leben.

Allgemeinbildende Schulen Bildung

Zu den allgemeinbildenden Schulen zählen Grundschulen, Hauptschulen, Realschulen, Realschulen plus, Gymnasien, Integrierte Gesamtschulen, Freie Waldorfschulen und Förderschulen. Eine Sonderstellung nehmen Kollegs und Abendgymnasien ein. Dies sind Einrichtungen des zweiten Bildungsweges, an denen nach dreijähriger Ausbildung die allgemeine Hochschulreife (Abitur) im Ganztags- oder Teilzeitunterricht (berufsbegleitend) erlangt werden kann. Haupt- und Realschulen gibt es infolge der 2009 begonnen Schulstrukturreform seit dem 1. August 2013, bis auf wenige Ausnahmen, nicht mehr.

Allgemeinbildender Schulabschluss Bildung

Höchster allgemeinbildender Abschluss, wobei differenziert wird nach:

Hauptschulabschluss (Berufsreife): Dieser Abschluss kann nach erfolgreichem Abschluss der Klasse 9 einer allgemeinbildenden Schule oder an berufsbildenden Schulen nach erfolgreichem Besuch des Berufsvorbereitungsjahres (BVJ) erreicht werden. Er gilt als Mindestvoraussetzung für eine berufliche Ausbildung im dualen System und Grundlage für alle höherwertigeren Abschlüsse.

Qualifizierter Sekundarabschluss I (früher: Mittlere Reife): An allgemeinbildenden Schulen kann dieser Abschluss u. a. an einer Realschule erreicht werden. Erforderlich ist der erfolgreiche Abschluss der 10. Klassenstufe. Als gleichwertig gilt das Versetzungszeugnis in die elfte Klasse eines Gymnasiums oder einer integrierten Gesamtschule. Des Weiteren kann dieser Abschluss auch an einer Berufsfachschule II erlangt werden. Die "Mittlere Reife" ermöglicht den Übergang in eine berufsbezogene Ausbildung oder in studienbezogene Bildungsgänge weiterführender Schulen.

Fachhochschulreife: Sie kann an einer beruflichen Schule (z. B. Duale Berufsoberschule, Fachoberschule oder Berufsoberschule I) erworben werden. Mit Abschluss der zwölften Klasse eines Gymnasiums oder beruflichen Gymnasiums wird der schriftliche Teil der Fachhochschulreife erlangt. Die Fachhochschulreife berechtigt zum Studium an einer Fachhochschule.

Hochschulreife: Die allgemeine Hochschulreife (Abitur) kann an allgemeinbildenden Schulen u.a. an einem Gymnasium oder einer integrierten Gesamtschule erworben werden. Im berufsbildenden Bereich führt der Besuch eines beruflichen Gymnasiums oder der Berufsoberschule II zu diesem Abschluss. Die allgemeine Hochschulreife berechtigt zu einem Studium an einer Universität und an einer Fachhochschule. Die fachgebundene Hochschulreife kann in Rheinland-Pfalz nur an einer Berufsoberschule II erreicht werden. Sie vermittelt die Zugangsvoraussetzung für bestimmte Studiengänge an einer wissenschaftlichen Hochschule.

 

Allgemeine Sterbeziffer Bevölkerung und Gebiet

Sterbefälle bezogen auf die Bevölkerung, z. B. Anzahl der Gestorbenen je 1 000 Einwohner.

Allgemeines Strafrecht Justiz

Wird bei Erwachsenen oder Heranwachsenden (soweit diese nach ihrer Persönlichkeitsentwicklung den Erwachsenen gleichstehen) angewendet. Nach allgemeinem Strafrecht hauptsächlich vorgesehene Sanktionen sind Freiheitsstrafe und Geldstrafe.

Altenquotient Bevölkerung und Gebiet

Zahl der 65-jährigen und älteren Personen bezogen auf 100 Personen im Alter zwischen 20 und 65 Jahren. Da die über 65-Jährigen in der Regel nicht mehr erwerbstätig sind, zeigt diese Kennzahl das Verhältnis der erwerbsfähigen und in der Regel erwerbstätigen Generation zwischen 20 und 65 Jahren zu den nicht mehr erwerbstätigen Personen auf.

Altersstandardisierung Gesundheit

Die Anzahl der Gestorbenen wird wesentlich durch die Alters- und Geschlechtsstruktur bestimmt. Um einen Vergleich der Sterblichkeit im Zeitverlauf oder zwischen verschiedenen Gebieten zu ermöglichen, ist es sinnvoll, solche Einflüsse zu eliminieren. Das Verfahren der Altersstandardisierung bezieht die Sterberaten der Teilperioden bzw. der Regionen auf eine einheitliche Bevölkerung, die sogenannte Standardbevölkerung. Auf diese Weise werden beispielsweise die Sterberaten der kreisfreien Städte und Landkreise auf die Standardbevölkerung umgerechnet, das heißt, es wird unterstellt, in allen Gebieten hätte die gleiche Bevölkerung vorgelegen.

Altersstruktur Bevölkerung und Gebiet

Zusammensetzung einer Bevölkerung nach Altersjahren oder Altersgruppen. Alterung, demografische Verschiebung der Altersstruktur zugunsten älterer und zulasten jüngerer Bevölkerungsgruppen, die in einem Anstieg des Medianalters zum Ausdruck kommt.

Alterung, demografische Bevölkerung und Gebiet

Verschiebung der Altersstruktur zugunsten älterer und zulasten jüngerer Bevölkerungsgruppen.

Anbaufläche (Gemüse, Blumen und Zierpflanzen) Landwirtschaft

Im Gegensatz zur Grundfläche umfasst die Anbaufläche von Gemüse und Zierpflanzen einschließlich Blumen auch die Mehrfachnutzung  einer Fläche durch Vor-, Zwischen- und Nachkultur. Die Anbaufläche einer  Kultur ist also mindestens so groß wie ihre  Grundfläche,  bei  mehrfachem Anbau entsprechend größer.

Angestellte Finanzen, Steuern, Personal

Angestellte sind in einem privatrechtlichen Arbeitsvertragsverhältnis stehende Beschäftigte, die nicht Lohnempfänger sind. Für die Zuordnung ist grundsätzlich die Stellung im Betrieb und nicht die Art des Versicherungsverhältnisses bzw. der Mitgliedschaft in einer Rentenversicherung für Angestellte entscheidend. Leitende Angestellte sind ebenfalls Angestellte, sofern sie nicht Miteigentümerin bzw. Miteigentümer sind. Zu den Angestellten zählen auch die Auszubildenden in kaufmännischen und technischen Ausbildungsberufen sowie Zivildienstleistende.

Anleihen der öffentlichen Hand Finanzen, Steuern, Personal

Anleihen der öffentlichen Hand sind Wertpapiere mit festem oder variablem Nominalzinssatz und fester Laufzeit, die von Bund, Ländern, Kommunen und anderen öffentlichen Körperschaften ausgegeben werden. Der effektive Zinssatz (= Nominalzins*100/Kurswert) einer solchen Anleihe mit zehnjähriger Restlaufzeit gilt als Indikator für das Niveau der langfristigen Zinsen in der Volkswirtschaft.

Anpassungsschicht Haushalte und Familien

Die regionalen Anpassungsschichten bestehen im Allgemeinen aus Zusammenfassungen von Kreisen. Da die Stichprobenergebnisse durch Anpassung an die Bevölkerungsfortschreibung hochgerechnet werden, sind die Anpassungsschichten mindestens soweit zusammengefasst, dass durchschnittlich 500 000 Einwohner erreicht werden. Jedoch können Kreise mit mindestens 250 000 Einwohnern und Großstädte mit mindestens 200 000 Einwohnern auch eigene Anpassungsschichten bilden.

Erwerbstätigkeit

Die regionalen Anpassungsschichten bestehen im Allgemeinen aus Zusammenfassungen von Kreisen. Da die Stichprobenergebnisse durch Anpassung an die Bevölkerungsfortschreibung hochgerechnet werden, sind die Anpassungsschichten mindestens soweit zusammengefasst, dass durchschnittlich 500 000 Einwohner erreicht werden. Jedoch können Kreise mit mindestens 250 000 Einwohnern und Großstädte mit mindestens 200 000 Einwohnern auch eigene Anpassungsschichten bilden.

Äquivalenzeinkommen Haushalte und Familien

Das Äquivalenzeinkommen ist ein bedarfsgewichtetes Pro-Kopf-Einkommen je Haushaltsmitglied, das ermittelt wird, indem das Haushaltsnettoeinkommen durch die Summe der Bedarfsgewichte der im Haushalt lebenden Personen geteilt wird. Nach EU-Standard wird zur Bedarfsgewichtung die neue OECD-Skala verwendet. Danach wird der ersten erwachsenen Person im Haushalt das Bedarfsgewicht 1 zugeordnet, für die weiteren Haushaltsmitglieder werden Gewichte von < 1 eingesetzt (0,5 für weitere Personen im Alter von 14 und mehr Jahren und 0,3 für jedes Kind im Alter von unter 14 Jahren), weil angenommen wird, dass sich durch gemeinsames Wirtschaften Einsparungen erreichen lassen.

Arbeitnehmer Finanzen, Steuern, Personal

Arbeitnehmer sind in einem privatrechtlichen Arbeitsvertragsverhältnis stehende Beschäftigte, einschließlich Arbeitnehmer in Ausbildung.

Arbeitnehmer/-innen Erwerbstätigkeit

Zu den Arbeitnehmer/-innen zählen alle Personen, die zeitlich überwiegend als Arbeiter/-in, Angestellte/-r, Beamte/-r, Richter/-in, Berufssoldat/-in, Soldat/-in auf Zeit, Wehr- oder Zivil- bzw. Bundesfreiwilligendienstleistende/-r, Auszubildende/-r, Praktikant/-in oder Volontär/-in in einem Arbeits- bzw. Dienstverhältnis stehen. Eingeschlossen sind auch Heimarbeiter/-innen und ausschließlich marginal Beschäftigte.

Handel, Gastgewerbe

Personen, die auf der Grundlage von Arbeitsverträgen ein Entgelt in Form von Gehalt, Lohn, Provision oder Sachleistungen erhalten. Hierzu gehören auch Aushilfskräfte, Auszubildende sowie Teilzeitbeschäftigte einschließlich der geringfügig Beschäftigten. Ebenfalls zählen hierzu Geschäftsführer/-innen von Kapitalgesellschaften (z. B. AG, GmbH) oder andere leitende Personen.

Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen

Personen, die zeitlich überwiegend als Arbeiter/-innen, Angestellte/-r, Beamte/-innen, Richter/-innen, Berufssoldaten/-innen, Soldaten/-innen auf Zeit, Wehr- oder Zivildienstleistende, Auszubildende, Praktikanten/-innen oder Volontäre/-innen in einem Arbeits- bzw. Dienstverhältnis stehen. Eingeschlossen sind auch Heimarbeiter und ausschließlich marginal Beschäftigte.

Arbeitnehmerentgelt Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen

Dazu zählen sämtliche Geld- und Sachleistungen, die den Arbeitnehmern aus den Arbeits- oder Dienstverhältnissen zugeflossen sind. Es setzt sich zusammen aus den Bruttolöhnen und -gehältern (Löhne und Gehälter vor Abzug der Sozialbeiträge der Arbeitnehmer und der Lohnsteuer) sowie den tatsächlichen und unterstellten Sozialbeiträgen der Arbeitgeber. Es wird entstehungsseitig nachgewiesen als das von inländischen Arbeitgebern geleistete Arbeitnehmerentgelt (Inlandskonzept) oder verteilungsseitig als das von den inländischen privaten Haushalten empfangene Arbeitnehmerentgelt (Inländerkonzept).

Arbeitskosten Verdienste und Arbeitskosten

Die Arbeitskosten umfassen die Gesamtheit aller von den Arbeitgebern im Zusammenhang mit der Beschäftigung von Arbeitskräften getragenen Aufwendungen. Zu den Arbeitskosten gehören das Arbeitnehmerentgelt mit den Löhnen und Gehältern in Form von Geld- oder Sachleistungen und den Sozialbeiträgen der Arbeitgeber, die Kosten der beruflichen Bildung, sonstige Aufwendungen, als Arbeitskosten zu wertende Steuern abzüglich erhaltener Zuschüsse.

Arbeitskräfte Landwirtschaft

Personen ab 15 Jahren, die im landwirtschaftlichen  Betrieb tätig sind. Sie gliedern sich in Familienarbeitskräfte und familienfremde  Arbeitskräfte. Familienarbeitskräfte sind Betriebsinhaber/-innen, mitarbeitende Familienangehörige und Verwandte der Betriebsinhaber/-innen, die dem Betriebshaushalt angehören.

Alle  Arbeitskräfte  in  Betrieben  mit  der  Rechtsform  Personengesellschaft werden den familienfremden Arbeitskräften zugeordnet. Hierzu zählen auch im Betrieb mitarbeitende Verwandte und Verschwägerte der  Betriebsinhaber/-innen,  die  nicht  dem  Betriebshaushalt  angehören.  Nicht  zu  den  betrieblichen  Arbeitskräften  gehören  Personen,  die im Rahmen der Nachbarschaftshilfe oder im Auftrag von Lohnunternehmen im Betrieb arbeiten. Bei den ständig Beschäftigten liegt ein unbefristetes oder auf mindestens sechs Monate (vor 2010 drei Monate) abgeschlossenes Arbeitsverhältnis zum Betrieb vor.

Arbeitslose Erwerbstätigkeit

Personen, die vorübergehend nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen oder nur eine weniger als 15 Stunden wöchentlich umfassende Beschäftigung ausüben, eine versicherungspflichtige, mindestens 15 Stunden wöchentlich umfassende Beschäftigung suchen, den Vermittlungsbemühungen der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters zur Verfügung stehen, also arbeitsfähig und -bereit sind, nicht jünger als 15 Jahre sind und die Altersgrenze für den Renteneintritt noch nicht erreicht haben. Hierzu zählen keine Schüler/-innen, Studierende oder Teilnehmer/-innen an Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung sowie Personen, die arbeitsunfähig erkrankt sind.

Arbeitslosengeld Erwerbstätigkeit

Arbeitslosengeld I (nach SGB III) ist als Leistung der Arbeitslosenversicherung eine Lohnersatzleistung. Sie soll demjenigen, der eine Arbeit verloren hat und vorübergehend keine Arbeitsstelle finden kann, teilweise den Lohnausfall ersetzen. Arbeitslosengeld II (nach SGB II) bezeichnet die Geldleistungen für erwerbsfähige Hilfebedürftige im Rahmen der Grundsicherung; die Geldleistungen dienen der Sicherung des eigenen Lebensunterhalts.

Arbeitslosengeld I, Arbeitslosengeld II Soziales

Das Arbeitslosengeld I (Alg I) ist die Leistung der Arbeitslosenversicherung nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) III. Arbeitslosengeld II (Alg II) bezeichnet die Geldleistungen für erwerbsfähige Hilfebedürftige im Rahmen der Grundsicherung für Arbeitsuchende (nach dem SGB II). Die Geldleistungen dienen der Sicherung des eigenen Lebensunterhalts.

Arbeitslosenquote Erwerbstätigkeit

Die Arbeitslosenquote ist der Quotient aus der Zahl der registrierten Arbeitslosenund der Zahl der zivilen Erwerbspersonen.

Diese Quote ist ein wichtiger Indikator für die Auslastung des Arbeitskräftepotenzials.

Arbeitsplatzdichte Erwerbstätigkeit

Erwerbstätige am Arbeitsort bezogen auf 1.000 Einwohner/-innen im erwerbsfähigen Alter von 15 bis unter 65 Jahren (Jahresdurchschnitt).

Arbeitsproduktivität Erwerbstätigkeit

Zur Ermittlung der Arbeitsproduktivität wird das Bruttoinlandsprodukt auf die Zahl der voll- und teilzeitbeschäftigten Erwerbstätigen bezogen.

Die so berechnete Arbeitsproduktivität berücksichtigt nicht eine eventuelle Veränderung des Arbeitsvolumens. So kann sich durch Verkürzung der Arbeitszeit oder vermehrte Teilzeitbeschäftigung das Arbeitsvolumen verringern, während die Zahl der Erwerbstätigen gleich bleibt. Als Bezugszahl für die Arbeitsproduktivität ist das Arbeitsvolumen daher besser geeignet als die Zahl der Erwerbstätigen.

 

Konjunktur aktuell

Zur Ermittlung der Arbeitsproduktivität wird das Bruttoinlandsprodukt auf die Zahl der voll- und teilzeitbeschäftigten Erwerbstätigen bezogen.

Die so berechnete Arbeitsproduktivität berücksichtigt nicht eine eventuelle Veränderung des Arbeitsvolumens. So kann sich durch Verkürzung der Arbeitszeit oder vermehrte Teilzeitbeschäftigung das Arbeitsvolumen verringern, während die Zahl der Erwerbstätigen gleich bleibt. Als Bezugszahl für die Arbeitsproduktivität ist das Arbeitsvolumen daher besser geeignet als die Zahl der Erwerbstätigen.

 

Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen

Die Arbeitsproduktivität bezeichnet das Verhältnis der preisbereinigten wirtschaftlichen Leistung (Bruttoinlandsprodukt, Bruttowertschöpfung) zum Arbeitseinsatz. Dabei wird der Arbeitseinsatz in Erwerbstätigenstunden oder nach der Anzahl der Erwerbstätigen gemessen. Infolge moderner Beschäftigungsverhältnisse (z. B. Teilzeit) ist die auf die Erwerbstätigenstunden bezogene Wirtschaftsleistung das zutreffendere Produktivitätsmaß. Bei dieser Berechnung wird der gesamte reale Ertrag der wirtschaftlichen Tätigkeit ausschließlich auf den Produktionsfaktor Arbeit bezogen, also ohne Berücksichtigung des Kapitals und der unternehmerischen Leistung.

Arbeitsvolumen Erwerbstätigkeit

Das Arbeitsvolumen umfasst die tatsächlich geleistete Arbeitszeit aller Erwerbstätigen, die als Arbeitnehmer (Arbeiter, Angestellte, Beamte, geringfügig Beschäftigte) oder als Selbstständige bzw. als mithelfende Familienangehörige eine auf wirtschaftlichen Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben. Hierzu zählen auch die geleisteten Arbeitsstunden von Personen mit mehreren gleichzeitigen Beschäftigungsverhältnissen. Hingegen gehören die bezahlten, aber nicht geleisteten Arbeitsstunden, beispielsweise wegen Jahresurlaub, Erziehungsurlaub, Feiertagen, Kurzarbeit oder krankheitsbedingter Abwesenheit, nicht zum Arbeitsvolumen.

Das Arbeitsvolumen wird nach dem Inlandskonzept (Arbeitsortkonzept) nachgewiesen.

 

Arbeitszeit Erwerbstätigkeit

Im Mikrozensus werden bei der normalerweise geleisteten Arbeitszeit je Woche gelegentliche oder einmalige Abweichungen nicht berücksichtigt (z. B. Urlaub, Krankheit, gelegentlich geleistete Überstunden). Die "normale" Arbeitszeit kann von der tariflich vereinbarten Arbeitszeit abweichen, wenn regelmäßig wöchentlich Überstunden geleistet werden.

Armutsgefährdungsquote Soziales

Die Armutsgefährdungsquote ist ein Indikator zur Messung relativer Einkommensarmut und wird definiert als der Anteil der Personen, deren Äquivalenzeinkommen weniger als 60% des Medians der Äquivalenzeinkommen der bundesdeutschen Bevölkerung (in Privathaushalten) beträgt.

Ärzte, ambulant tätige Gesundheit

Ärzte mit eigener Praxis einschließlich der dort angestellten Ärzte.

Atypische Beschäftigung Erwerbstätigkeit

Im Mikrozensus zählen zu den neuen, häufig auch als »atypisch« bezeichneten Beschäftigungsformen, befristete oder geringfügige Beschäftigung und Teilzeitarbeit mit 20 oder weniger Stunden.

Auftragseingang (Bauhauptgewerbe) Industrie, Bau, Handwerk

Alle im Berichtsmonat eingegangenen und vom Betrieb fest akzeptierten Aufträge für baugewerbliche Leistungen entsprechend der Verdingungsverordnung für Bauleistungen, ohne Umsatzsteuer. Um Doppelzählungen zu vermeiden, wird der Auftragseingang nur von dem Betrieb gemeldet, der den Bauauftrag ausführen wird, d.h., an Nachunternehmer zu vergebende Teile von Bauaufträgen werden nicht in die eigene Meldung einbezogen.

Auftragseingang (verarbeitendes Gewerbe) Industrie, Bau, Handwerk

Der Auftragseingang umfasst den Wert (ohne Umsatzsteuer) aller im jeweiligen Berichtsmonat von den Betrieben des  Verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten fest akzeptierten Aufträge auf Lieferung selbst hergestellter  (oder in Lohnarbeit gefertigter) Erzeugnisse. Zur Analyse der Binnen- und Exportnachfrage wird zwischen dem Auftragseingang aus dem Inland und den von ausländischen Auftraggebern erteilten Orders unterschieden

Ausbaugewerbe Industrie, Bau, Handwerk

Das Ausbaugewerbe fasst Wirtschaftszweige zusammen, die überwiegend Ausbauarbeiten und entsprechende Reparatur- und Unterhaltungsarbeiten vornehmen. Hierzu gehören die "Bauinstallation" und das "Sonstige Baugewerbe", das u. a. das Maler- und Glasergewerbe, die Fußboden-, Fliesen- und Plattenlegerei, die Bautischlerei sowie die Gipserei und Verputzerei umfasst, sowie die "Vermietung von Baumaschinen und -geräten mit Bedienungspersonal".

Ausbildungsbereiche Bildung

In der Berufsbildungsstatistik werden die Ausbildungsbereiche Industrie und Handel (einschließlich Banken, Versicherungen, Gast- und Verkehrsgewerbe), Handwerk, Landwirtschaft, öffentlicher Dienst, Freie Berufe und Hauswirtschaft unterschieden. Die Zuordnung der Auszubildenden richtet sich entsprechend dem Berufsbildungsgesetz vielfach nach der Art des Ausbildungsberufes und nicht nach der Zugehörigkeit des Ausbildungsbetriebes zu einem bestimmten Wirtschaftsbereich. Dies führt bei den Freien Berufen im Öffentlichen Dienst dazu, dass die nachgewiesene Zahl an Auszubildenden nicht das vollständige Ausbildungsvolumen dieses Bereiches abbildet. Ein für den Beruf des Gärtners Auszubildender bei einer Stadtverwaltung wird beispielsweise dem Bereich Landwirtschaft zugeordnet, weil die Landwirtschaftskammer die für seine Ausbildung zuständige Stelle ist.

Ausfuhren (Export) Außenhandel

Die Ausfuhren umfassen alle Waren, die in Rheinland-Pfalz erzeugt, bearbeitet oder verarbeitet und ins Ausland geliefert werden.

Ausländer/-innen Bevölkerung und Gebiet

Alle Personen, die nicht Deutsche im Sinne des Art. 116 Abs. 1 GG sind, d.h. nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Zu ihnen gehören somit auch Staatenlose und Personen mit ungegeklärter Staatsangehörigkeit. Deutsche, die zugleich eine fremde Staatsangehörigkeit besitzen, gehören nicht zu den Ausländerinnen und Ausländern. Die Mitglieder der Stationierungsstreitkräfte sowie der ausländischen diplomatischen und konsularischen Vertretungen unterliegen mit ihren Familienangehörigen nicht den Bestimmungen des Ausländergesetzes. Sie werden somit statistisch nicht erfasst.

Ausländerzentralregister Bevölkerung und Gebiet

Das Ausländerzentralregister (AZR) enthält Daten aller Ausländer, die sich länger als drei Monate in Deutschland aufhalten. Es wird seit dem 1. Januar 2005 vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge geführt.

Auslandsumsatz Industrie, Bau, Handwerk

Erlöse für direkte Lieferungen und Leistungen an Empfänger, die im Ausland ansässig sind, sowie Lieferungen an inländische  Firmen, die die bestellten Waren ohne weitere Be- oder Verarbeitung exportieren. Als Umsatz mit dem nicht zur Eurozone gehörenden Ausland gilt der Umsatz  mit  allen  Staaten,  die  nicht  der  Eurozone  angehören.  Zur Eurozone zählen: Belgien, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Österreich, Portugal, Slowakei, Slowenien, Spanien und Zypern.

Auszubildende Bildung

Personen, die auf der Grundlage eines Berufsausbildungsvertrages in einem nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung anerkannten Lehrberuf ausgebildet werden.

Begriff Themengebiet Erläuterung
Bachelor Bildung

Der Bachelor ist der erste berufsqualifizierende Studienabschluss. Die Regelstudienzeit beträgt üblicherweise sechs Semester. Eingeführt wurde der Bachelor in Deutschland im Zuge der Bologna-Reform Ende der 90er-Jahre.

Bauabgang Wohnungen, Bautätigkeit

Ein Bauabgang liegt vor, wenn ein Gebäude bzw. Gebäudeteil entweder der Nutzung entzogen wird (Totalabgang) oder einer veränderten Nutzung zugeführt wird (Abgang durch Nutzungsänderung). Ein Totalabgang ist dabei gegeben, wenn die Bausubstanz durch ordnungsbehördliche Maßnahmen, Schadensfälle oder Abbruch beseitigt wird. Ein Abgang durch Nutzungsänderung hingegen tritt ein, wenn eine Wohnfläche in eine gewerblich genutzte Fläche umgewidmet  wird oder umgekehrt.

Baufertigstellung Wohnungen, Bautätigkeit

Eine Baufertigstellung ist erreicht, wenn die Arbeiten an einem Bauvorhaben weitgehend abgeschlossen sind und das Gebäude bzw. die Wohnungen bezogen werden oder bei leerstehenden Gebäuden bezugsfertig werden. Entscheidend ist demnach die Ingebrauchnahme des Gebäudes bzw. der Wohnungen und nicht die Schlussabnahme durch die zuständige Bauaufsichtsbehörde. Dabei ist es ohne Bedeutung, ob das Gebäude bereits verputzt ist oder ob noch Schönheitsarbeiten vorzunehmen sind.

Baugenehmigung Wohnungen, Bautätigkeit

Genehmigung zur Durchführung eines Bauvorhabens.Die Errichtung, die Änderung, die Nutzungsänderung und der Abbruch baulicher Anlagen bedürfen der Genehmigung, soweit das Bauvorhaben nicht genehmigungsfrei ist, unter das Freistellungsverfahren fällt oder nicht der Bauaufsicht unterliegt. Die Genehmigung ist zu erteilen, wenn keine baurechtlichen oder sonstigen öffentlich-rechtlichen Vorschriften entgegenstehen.

Baugewerblicher Umsatz Industrie, Bau, Handwerk

Die dem Finanzamt für die Umsatzsteuer zu meldenden steuerbaren (steuerpflichtigen und steuerfreien) Beträge für Bauleistungen in Deutschland und die baugewerblichen Umsätze in Zollausschlussgebieten, wie z. B. deutsche Freihäfen, einschließlich Umsatz aus Nachunternehmertätigkeit und Vergabe von Teilleistungen an Nachunternehmer.

Bauhauptgewerbe Industrie, Bau, Handwerk

Zum Bauhauptgewerbe gehören Unternehmen, die Hochbauten errichten (einschließlich Fertigteilbauten) sowie Tiefbauarbeiten oder bestimmte Spezialbauarbeiten ausführen.

Bauherr Wohnungen, Bautätigkeit

Person oder eine Gruppe von Personen, die im eigenen Namen und für eigene oder fremde Rechnung ein Bauvorhaben durchführt oder  durchführen lässt. Entscheidend ist dabei die Situation  zum Zeitpunkt der Baugenehmigung, unabhängig von einer ggf. beabsichtigten späteren Veräußerung. In der Bautätigkeitsstatistik wird differenziert zwischen öffentlichen Bauherren, Wohnungsunternehmen, Immobilienfonds, sonstigen  Unternehmen, privaten Haushalten und Organisationen ohne Erwerbszweck.

Baukostenindizes Preise

Sie messen die durchschnittliche Preisentwicklung der beim Bauen eingesetzten Produktionsfaktoren, z. B. Arbeit und Material, aber auch Ausrüstung, Energie, Transport und sonstige Kostenfaktoren.

Baumobst Landwirtschaft

Ertragsfähige und noch nicht ertragsfähige Anlagen von Obstbäumen ohne Unterkultur oder als Hauptnutzung mit Unterkultur (auf Äckern, Wiesen  oder  Viehweiden,  auf  denen  die  Arbeiten  hauptsächlich auf die Bedürfnisse der Obstkulturen ausgerichtet sind). Nicht zu den Baumobstanlagen zählen Obstbäume in Haus- und Nutzgärten.

Baupreisindizes Preise

Diese messen die durchschnittliche Entwicklung der Preise für ausgewählte, fest umrissene Bauleistungen, die beim Neubau und der Instandhaltung von Bauwerken erbracht und vom Bauherrn tatsächlich gezahlt werden.

Baureifes Land Preise

Zum baureifen Land gehören unbebaute Grundstücke, wenn sie im Bebauungsplan als Bauland ausgewiesen sind. Baureifes Land muss durch Verkehrsanlagen und Versorgungseinrichtungen für die Bebauung in ortsüblicher Weise ausreichend erschlossen sein, so dass eine Bebauung sofort möglich ist. Soweit ein Bebauungsplan noch nicht aufgestellt ist, gelten Grundstücke als baureif, wenn sie durch Verkehrsanlagen und durch Versorgungseinrichtungen für die Bebauung in ortsüblicher Weise erschlossen, nach der Verkehrsauffassung Bauland sind und nach der geordneten baulichen Entwicklung der Gemeinde zur Bebauung unmittelbar anstehen

Bauten für Körperschaften des öffentlichen Rechts und Organisationen ohne Erwerbszweck Industrie, Bau, Handwerk

Hierzu gehören alle Hoch- und Tiefbauten, die im Auftrag von Bund, Ländern, Gemeinden, Zweckverbänden, von Trägern der Sozialversicherung (Körperschaften des öffentlichen Rechts) sowie von Organisationen ohne Erwerbszweck durchgeführt werden. Hierzu gehören u. a. Kirchen, Orden,   religiöse und weltliche Vereinigungen, karitative Organisationen der Erziehung, Wissenschaft und Kultur sowie der Sport- und Jugendpflege, Organisationen des Wirtschaftslebens und der Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände, Berufsorganisationen und Wirtschaftsverbände, politische Parteien und sonstige, nicht auf die Erzielung eines wirtschaftlichen Ertrages ausgerichtete Zusammenschlüsse. 

Bauüberhang Wohnungen, Bautätigkeit

Wenn für ein Bauvorhaben zwar die Baugenehmigung vorliegt, aber am Ende eines Kalenderjahres noch keine Baufertigstellung erreicht wurde. Dies ist der Fall, wenn das Bauvorhaben entweder noch nicht begonnen wurde, oder wenn das Bauvorhaben zwar begonnen, aber noch nicht fertiggestellt wurde. Ein begonnenes Bauvorhaben wird dabei als unter Dach bezeichnet, wenn das Gebäude bereits im Rohbau fertiggestellt ist und äußerlich erkennbar ist, dass noch weitere Bauarbeiten auszuführen sind.

Bauvorhaben Wohnungen, Bautätigkeit

Vorhaben, das die Errichtung, die Änderung oder die Nutzungsänderung von baulichen Anlagen zum Inhalt hat. Bauliche Anlagen wiederum sind mit dem Erdboden verbundene, aus Bauprodukten hergestellte Anlagen. Eine Verbindung mit dem Erdboden besteht dabei auch dann, wenn die Anlage durch eigene Schwere auf dem Boden ruht oder wenn sie nach ihrem Verwendungszweck dazu bestimmt ist, überwiegend ortsfest benutzt zu werden

Beamte Finanzen, Steuern, Personal

Zu den Beamten zählen alle Personen, die in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis des Bundes, der Länder, der Gemeinden und sonstiger Körperschaften des öffentlichen Rechts stehen (einschließlich der Beamtenanwärter und der Beamten im Vorbereitungsdienst). Ebenfalls zu den Beamten werden neben den Richtern auch Soldaten sowie Geistliche der zur Evangelischen und zur Römisch-Katholischen Kirche in Deutschland gehörenden Kirchen gezählt.

Beerenobst Landwirtschaft

Ertragsfähige und noch nicht ertragsfähige Anlagen von Obststräuchern ohne Unterkultur oder als Hauptnutzung mit Unterkultur (auf Äckern, Wiesen oder Weiden). Zu den Beerenobstanlagen zählt u. a. auch der Holunder. Nicht zu den Beerenobstanlagen zählen Erdbeeren sowie Beerenobstanlagen in Haus- und Nutzgärten.

Beförderte Personen Verkehr

Zahl der Beförderungsfälle im Personenverkehr. Als Beförderungsfall gilt dabei eine nicht unterbrochene Fahrt einer beförderten Person auf dem Netz eines Unternehmens mit einem verkauften Fahrausweis, aus unentgeltlicher Beförderungsleistung oder mit Freifahrausweis. Eine Person, die mehrere derartige Fahrten unternimmt, wird somit auch entsprechend mehrfach statistisch erfasst.

Beförderungsleistung, Personenkilometer Verkehr

Produkt aus der Zahl der beförderten Personen und der durchschnittlichen Fahrt- bzw. Reiseweite der beförderten Personen in Kilometern. Sie wird dementsprechend in der Einheit Personenkilometer (Pkm) gemessen. Ein Personenkilometer entspricht dabei der Beförderung einer Person über eine Fahrt- bzw. Reiseweite von einem Kilometer.

Beförderungsleistung, Tonnenkilometer Verkehr

Produkt aus der Beförderungsmenge und der durchschnittlichen Transportweite in Kilometern. In der Regel wird dabei nur die im Inland zurückgelegte Transportweite berücksichtigt. Die Beförderungsleistung im Güterverkehr wird in Tonnenkilometer (Tkm) gemessen. Ein Tonnenkilometer entspricht dabei der Beförderung einer Menge von einer Tonne über eine Entfernung von einem Kilometer.

Beförderungsmenge Verkehr

Gewicht der beförderten Güter in Tonnen. Das Beförderungsgewicht beinhaltet dabei stets das Verpackungsgewicht und mit Ausnahme der Seeverkehrsstatistik zusätzlich auch das Eigengewicht der Ladungsträger (z. B. der Container).

Behandelte Patienten/-innen Gesundheit

Die Meldungen zur Diagnosestatistik beziehen sich auf alle im Laufe des Berichtsjahres entlassenen vollstationären Patienten/-innen. Zeitpunkt für die Erfassung ist die Entlassung aus dem Krankenhaus. Bei mehrfach im Jahr vollstationär behandelten Patienten/-innen wird jeder Krankenhausaufenthalt jeweils als Fall gezählt (Fallzahlenstatistik). Erfasst wird die ununterbrochene vollstationäre Behandlung im Krankenhaus, unabhängig von der Zahl der dabei durchlaufenen Fachabteilungen.

Behandlungsarten Gesundheit

Die vollstationäre Behandlung ist die klassische Krankenhausbehandlung. Sie umfasst neben der erforderlichen medizinischen Behandlung auch Unterkunft und Verpflegung.Die teilstationäre Behandlung schließt neben der medizinischen Versorgung eine Unterbringung und Versorgung entweder nur tagsüber oder nur nachts mit ein (beispielsweise Tagesklinik).Vorstationäre Behandlung ist eine Behandlung ohne Unterkunft und Verpflegung, die vor allem dann in Frage kommt, wenn die Notwendigkeit einer vollstationären Behandlung abzuklären oder eine solche vorzubereiten ist. Auch die nachstationäre Behandlung beinhaltet keine Unterkunft und keine Verpflegung. Sie soll den Behandlungserfolg eines stationären Aufenthaltes sichern.

Beherbergung Tourismus

Unterbringung von Personen, die sich vorübergehend an einem anderen Ort als ihrem gewöhnlichen Wohnsitz aufhalten. Der vorübergehende Ortswechsel kann z. B. durch Urlaub und Freizeit, aber auch durch die Wahrnehmung privater und geschäftlicher Kontakte, den Besuch von Tagungen und Fortbildungsveranstaltungen oder durch Maßnahmen zur Wiederherstellung der Gesundheit veranlasst sein.

Beherbergungsstätten Tourismus

Betriebe und Betriebsteile, die nach Einrichtung und Zweckbestimmung dazu dienen, zehn und mehr Gäste gleichzeitig vorübergehend zu beherbergen.

Belegärzte/-innen Gesundheit

Niedergelassene und andere nicht in der Einrichtung angestellte Ärzte/-innen, die berechtigt sind, ihre Patienten/-innen (Belegpatient/-innen) in der Einrichtung unter Inanspruchnahme der hierfür bereitgestellten Dienste zu behandeln.

Berechnungs- und Belegungstag Gesundheit

Alle Tage, an denen ein aufgestelltes Bett vollstationär belegt wurde. Die Zahl der Berechnungs- und Belegungstage entspricht der Summe der an den einzelnen Tagen des Berichtsjahres um 24:00 Uhr vollstationär untergebrachten Patienteninnen/Patienten (Summe der Mitternachtsbestände). Entlassungs- und Verlegungstage werden nicht mitgezählt.

Bereinigte Gesamtausgaben der Länder sowie der Gemeinden und Gemeindeverbände Finanzen, Steuern, Personal

Gesamtausgaben der öffentlichen Haushalte nach Abzug der haushaltstechnischen Verrechnungen sowie der von gleicher Ebene empfangenen Zahlungen.

Bereinigte Krankenhauskosten Gesundheit

Pflegesatzfähige Kosten für allgemeine voll- und teilstationäre Krankenhausleistungen. Sie sind um Positionen bereinigt, die zwar zu den allgemeinen Krankenhausleistungen gehören, aber nicht über die Pflegesätze verrechnet werden. Diese Abzüge im Kostennachweis umfassen zum einen nichtstationäre Kosten (z. B. für Ambulanz, Forschung und Lehre oder auch Personalunterkunft), zum anderen nicht pflegesatzfähige Kosten wie z. B: für vor- und nachstationäre Behandlung und beleg- oder wahlärztliche Leistungen.

Berufsabschluss Erwerbstätigkeit

Ausgewiesen wird die Bevölkerung ab 15 Jahren ohne Personen, die sich  noch in schulischer oder beruflicher Ausbildung befinden, nach dem jeweils höchsten beruflichen Abschluss. Die Kategorie "mit Berufsabschluss" enthält neben den Personen mit den gesondert aufgeführten Abschlussarten auch Personen, die keine Angaben zur Art des Abschlusses gemacht haben. Die Kategorie "Insgesamt" bzw. "Zusammen" enthält neben den Personen mit Berufsabschluss und den Personen ohne Berufsabschluss auch diejenigen, die keine Angaben darüber gemacht haben, ob sie überhaupt einen Abschluss besitzen, sowie Personen, die eine Anlernausbildung, ein berufliches Praktikum oder ein Berufsvorbereitungsjahr absolviert haben, da durch diese kein berufsqualifizierender Abschluss erworben wird.

Berufsbereiche Bildung

Die Berufsbereiche fassen als oberste Einheit der Klassifikation der Berufe 2010 (KldB 2010) jene Berufe zusammen, die sich nach den Arbeitsaufgaben und der allgemeinen Art der Tätigkeit ähneln. Die zehn Berufsbereiche können weiter untergliedert werden in 37 Berufshauptgruppen, 144 Berufsgruppen, 700 Berufsuntergruppen und 1.286 Berufsgattungen.

Berufsbildende Schulen Bildung

Diese Schulart umfasst mehrere Schulformen. An berufsbildenden Schulen können sowohl berufsbildende als auch allgemeinbildende Abschlüsse erlangt werden – letztere sowohl eigenständig, als auch zusätzlich zu einer beruflichen Qualifikation. Auf einen eigenständigen allgemeinbildenden Abschluss ausgerichtet sind die Bildungsgänge in den Schulformen: Berufsfachschule II, Berufsoberschule I und II, duale Berufsoberschule und berufliches Gymnasium sowie die Bildungsgänge an den Schulen des Gesundheitswesens, die eine Sonderrolle einnehmen.

Primär einen berufsbildenden Abschluss vermitteln die Berufsschule (einschließlich Berufsvorbereitungsjahr), die Berufsfachschule I, die dreijährige Berufsfachschule, die höhere Berufsfachschule (HBF) sowie die Fachschulen. Hier kann durch zusätzlichen Unterricht – gleichzeitig neben der beruflichen Qualifikation – ein höherer allgemeinbildender Abschluss (Zweitabschluss) erreicht werden.

Beschäftigte Handel, Gastgewerbe

Als Beschäftigte gelten tätige Inhaber, unbezahlt mithelfende Familienangehörige sowie sämtliche Arbeitnehmer/-innen. Dazugehören auch Auszubildende, vorübergehend Abwesende (z. B. Erkrankung, Urlaub oder Mutterschutz) und alle Teilzeitbeschäftigten einschließlich der geringfügig Beschäftigten. Arbeitskräfte, die von anderen Unternehmen zur Verfügung gestellt werden oder im Auftrag anderer Unternehmen Reparatur- oder Instandhaltungsarbeiten ausführen, gehören nicht hierzu.

Beschäftigte (Bauhauptgewerbe) Industrie, Bau, Handwerk

Tätige Inhaber/-innen, mithelfende Familienangehörige, Auszubildende, Arbeiter/-innen und Angestellte einschließlich der vorübergehend abwesenden Personen (z.B. wegen Krankheit oder Urlaub).

Beschäftigte (Handwerk) Industrie, Bau, Handwerk

Die Beschäftigtenangaben der Bundesagentur für Arbeit beruhen auf monatlichen Meldungen der Arbeitgeber zur Sozialversicherung bzw. aus dem Meldeverfahren für geringfügig entlohnte Beschäftigte. Tätige Inhaber, nicht sozialversicherungspflichtige Gesellschafter, mithelfende Familienangehörige sowie kurzfristig geringfügig Beschäftigte fehlen in den Daten der Bundesagentur für Arbeit. Bei der Interpretation des Merkmals „Beschäftigte“ ist zu beachten, dass alle im Unternehmen sozialversicherungspflichtig und geringfügig entlohnten Personen erfasst werden, also auch diejenigen, die nicht im handwerklichen Bereich tätig sind (z. B. Verkaufs- und/oder Verwaltungspersonal).

Beschäftigte (verarbeitendes Gewerbe) Industrie, Bau, Handwerk

Alle Personen, die am Ende des Monats in einem arbeitsrechtlichen Verhältnis zum Betrieb stehen, tätige Inhaber und Mitinhaber sowie unbezahlt mithelfende Familienangehörige, soweit sie mindestens 1/3 der üblichen Arbeitszeit im Betrieb tätig sind.

Beschäftigte, sozialversicherungspflichtig Gewerbeanzeigen, Insolvenzen

Zu den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zählen Arbeitnehmer/-innen, die kranken-, renten- bzw. arbeitslosenversicherungspflichtig sind oder für die von den Arbeitgebern Beitragsanteile zur gesetzlichen Rentenversicherung entrichtet werden. Angaben über Betriebe mit sozialversicherungspflichtig Beschäftigten werden von der Bundesagentur für Arbeit jährlich übermittelt. Nachgewiesen werden sozialversicherungspflichtig Beschäftigte zum Stand 31. Dezember oder ersatzweise an einem anderen Quartalsende des Berichtsjahres. Geringfügig Beschäftigte zählen nicht zu den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten.

Besitzumschreibungen Verkehr

Halterwechsel bei einem zugelassenen oder außer Betrieb gesetzten Fahrzeug. Bei Abgabe eines gebrauchten Fahrzeugs an einen Händler, z. B. im Zusammenhang mit dem Erwerb eines Neufahrzeugs, wird die Umschreibung erst nach dem Verkauf und der anschließenden Zulassung auf den neuen Halter registriert.

Bestände Dienstleistungen

Zum Wiederverkauf in unverändertem Zustand erworbene Waren und Dienstleistungen, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, selbst erstellte fertige und unfertige Erzeugnisse, in Arbeit befindliche Aufträge sowie geleistete Anzahlungen auf Gegenstände des Vorratsvermögens. Anschaffungsnebenkosten (Transportkosten, Zölle) werden einbezogen.

Bestockte Rebfläche (Keltertrauben) Landwirtschaft

Ertragsrebfläche und noch nicht im Ertrag stehende Rebfläche (Jungfelder).

Besuchsquote, Betreuungsquote (in der Kindertagesbetreuung) Soziales

Die Besuchsquote beschreibt den Anteil der Kinder, die zwecks Betreuung eine Tageseinrichtung besuchen bzw. Tagespflege in Anspruch nehmen, an allen Kindern der jeweiligen Altersgruppe. Bezogen auf die Inanspruchnahme von Angeboten in Tageseinrichtungen und in Tagespflege wird dieser Wert als Betreuungsquote bezeichnet.

Betreuungsrelation, Hochschulen Bildung

Diese Kennzahl beschreibt das zahlenmäßige Verhältnis der Studierenden zum wissenschaftlich/künstlerischen Personal in Vollzeitäquivalenten. Nicht berücksichtigt wird hierbei das drittmittelfinanzierte Personal. Die Berechnung erfolgt zudem ohne Verwaltungsfachhochschulen.

Betrieb Gewerbeanzeigen, Insolvenzen

Niederlassung an einem bestimmten Ort, einschließlich örtlich und organisatorisch angegliederter Betriebsteile. Dabei kann es sich um eine Hauptniederlassung, eine Zweigniederlassung oder eine unselbstständige Zweigstelle handeln.

Landwirtschaft

Technisch-wirtschaftliche Einheit, die für Rechnung eines/-r Inhabers/-in  (Betriebsinhabers/-in)  bewirtschaftet  wird, einer einheitlichen Betriebsführung untersteht und land- und/oder forstwirtschaftliche Erzeugnisse hervorbringt. Eine Gewinnabsicht ist nicht erforderlich.

Betrieb (Bauhauptgewerbe) Industrie, Bau, Handwerk

Örtliche Betriebseinheit, als selbstständige Betriebe gelten auch Arbeitsgemeinschaften mit eigener Ertrags- und Aufwandsrechnung (meist Gesellschaften bürgerlichen Rechts) und Baustellen mit eigenem Baubüro in einem anderen Bundesland als dem Sitz des Betriebs.

Betrieb (verarbeitendes Gewerbe) Industrie, Bau, Handwerk

Örtliche Produktionseinheit einschließlich der in der Nähe liegenden Hilfs- und Nebenbetriebe, wenn sie unter derselben technischen und organisatorischen Leitung stehen.Örtlich getrennte Hauptverwaltungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes werden als eigenständige Betriebe dieses Bereichs erfasst. Die Ergebnisse für Betriebe (einschließlich baugewerblicher und sonstiger Betriebsteile) werden nach Wirtschaftszweigen dargestellt. Dabei werden kombinierte Betriebe, die mehreren Wirtschaftszweigen angehören, jeweils in ihrer Gesamtheit demjenigen Wirtschaftszweig zugerechnet,  in  dem  der  Schwerpunkt  der  wirtschaftlichen  Tätigkeit  des Betriebes, gemessen an der Beschäftigtenzahl, liegt.

Betriebliche Steuern und sonstige öffentliche Abgaben Dienstleistungen

Steuern, die vom Staat oder den Institutionen der Europäischen Union ohne Gegenleistung im Zusammenhang mit der Beschaffung und Einfuhr von Waren und Erbringung von Dienstleistungen, der Beschäftigung von Arbeitnehmern, dem Eigentum an bzw. der Nutzung von Grund und Boden, Gebäuden oder sonstigen im Geschäftsprozess verwendeten Vermögensgegenständen erhoben werden. Hierzu gehören insbesondere Gewerbesteuer, Kraftfahrzeugsteuer, Grundsteuer sowie auf selbst erstellte Waren erhobene Verbrauchsteuern und -abgaben. Zu den sonstigen öffentlichen Abgaben zählen öffentliche Gebühren und Beiträge, die für bestimmte Leistungen des Staates bezahlt werden. Nicht angegeben werden Umsatzsteuer, Einkommen- und Körperschaftsteuer sowie Verbrauchsteuern und Zölle.

Betriebsarten Tourismus

Gruppierung bzw. Einordnung der Beherbergungsstätten anhand der durch die Klassifikation der Wirtschaftszweige vorgegebenen Kriterien.

Betriebsaufgabe Gewerbeanzeigen, Insolvenzen

Aufgabe eines Gewerbebetriebes mit einer erwarteten größeren wirtschaftlichen Bedeutung. Sie kann durch eine juristische Person, eine Gesellschaft ohne Rechtspersönlichkeit (Personengesellschaft) oder eine natürliche Person erfolgen. Bei einer natürlichen Person, die eine Hauptniederlassung abmeldet, ist Voraussetzung, dass sie entweder in das Handelsregister eingetragen war oder aber eine Handwerkskarte besitzt oder zuletzt mindestens einen Arbeitnehmer beschäftigt hat.

Betriebsgründung Gewerbeanzeigen, Insolvenzen

Gründung eines Betriebes mit einer erwarteten größeren wirtschaftlichen Bedeutung. Sie kann durch eine juristische Person, eine Gesellschaft ohne Rechtspersönlichkeit (Personengesellschaft) oder eine natürliche Person erfolgen. Bei einer natürlichen Person, die eine Hauptniederlassung anmeldet, ist Voraussetzung, dass sie entweder in das Handelsregister eingetragen ist oder aber eine Handwerkskarte besitzt oder mindestens einen Arbeitnehmer beschäftigt.

Betriebswirtschaftliche Ausrichtung (BWA) Landwirtschaft

Ziel der BWA ist es, die Betriebe nach dem Produktionsschwerpunkt und  wirtschaftlicher  Betriebsgröße  zu  kennzeichnen  und  zu  gruppieren, sodass mehr oder weniger homogene Betriebsgruppen entstehen. Die Einteilung der Betriebe erfolgt in verschieden stark differenzierten
Betriebsgruppen  und  -klassen.  Dazu  werden  die  Standardoutputs  der  einzelnen Produktionsverfahren  ins  Verhältnis  zum  gesamten  Standardoutput des Betriebes gesetzt. Eine spezialisierte Ausrichtung liegt vor, wenn mindestens zwei Drittel des Standarddeckungsbeitrages aus  dem  jeweiligen  Produktionsverfahren  stammen. Die erste Stufe  unterscheidet folgende Hauptausrichtungen:

  • „Ackerbau,„
  • Gartenbau,„
  • Dauerkultur,„
  • Futterbau (Weidevieh),„
  • Veredlung,„
  • Pflanzenbauverbund,„
  • Viehhaltungsverbund,„
  • Pflanzenbau-Viehhaltung.
Betten Gesundheit

Alle aufgestellten, betriebsbereiten Betten des Krankenhauses, die zur vollstationären Behandlung von Patientinnen und Patienten bestimmt sind (einschließlich Belegbetten). Ihre Zahl wird als Jahresdurchschnittswert der Bettenzahlen zum Monatsende errechnet.

Bettenauslastung Tourismus

Quotient aus tatsächlicher Übernachtungszahl (Zähler) zur Zahl der möglichen Übernachtungen (Nenner).

Bettendichte Tourismus

Zahl der Betten bezogen auf je 1 000 Einwohner/-innen.

Bevölkerung Bevölkerung und Gebiet

Zur Bevölkerung zählen alle meldepflichtigen Personen einschließlich der Ausländer/-innen am Ort der alleinigen bzw. Hauptwohnung. Nicht zur Bevölkerung gehören Angehörige der ausländischen Stationierungsstreitkräfte sowie ausländischer diplomatischer und konsularischer Vertretungen mit deren Familien.

Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter Bevölkerung und Gebiet

Die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter umfasst alle Personen in dem Alter, in dem üblicherweise eine Erwerbstätigkeit ausgeübt oder gesucht wird. Je nach Untersuchungsgegenstand sind unterschiedliche Altersabgrenzungen möglich. Für langfristige Vergleichszwecke wird die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter häufig mit der Altersgruppe der 15- bis 65-Jährigen gleichgesetzt.

Erwerbstätigkeit

Die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter umfasst alle Personen in dem Alter, in dem üblicherweise eine Erwerbstätigkeit ausgeübt oder gesucht wird. Je nach Untersuchungsgegenstand sind unterschiedliche Altersabgrenzungen möglich. Für langfristige Vergleichszwecke wird die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter häufig mit der Altersgruppe der 15- bis 65-Jährigen gleichgesetzt.

Bevölkerung mit Migrationshintergrund Bevölkerung und Gebiet

Zu den Personen mit Migrationshintergrund gehört die ausländische Bevölkerung - unabhängig davon, ob sie im Inland oder im Ausland geboren wurde - sowie alle Zugewanderten unabhängig von ihrer Nationalität. Daneben zählen zu den Personen mit Migrationshintergrund auch die in Deutschland geborenen eingebürgerten Ausländer sowie in Deutschland Geborene mit deutscher Staatsangehörigkeit, bei denen sich der Migrationshintergrund aus dem Migrationsstatus der Eltern ableitet. Zu den letzteren gehören die deutschen Kinder (Nachkommen der ersten Generation) von Spätaussiedlern und Eingebürgerten und zwar auch dann, wenn nur ein Elternteil diese Bedingungen erfüllt, während der andere keinen Migrationshintergrund aufweist. Außerdem gehören zu dieser Gruppe seit 2000 auch die (deutschen) Kinder ausländischer Eltern, welche die Bedingungen für das Optionsmodell erfüllen, d. h. mit einer deutschen und einer ausländischen Staatsangehörigkeit in Deutschland geboren wurden.

Bevölkerungsbewegung Bevölkerung und Gebiet

Die Bevölkerungsbewegung führt zu einer Veränderung von Bestand und Struktur der Bevölkerung eines Gebietes. Es wird zwischen natürlicher Bevölkerungsbewegung und räumlicher Bevölkerungsbewegung unterschieden.

Unter natürlicher Bevölkerungsbewegung versteht man die Veränderung im Zeitablauf durch Lebendgeborene und Gestorbene.

Dauerhafte Verlagerungen des Wohnorts von Personen zwischen abgegrenzten Gebietseinheiten stellen eine räumlichen Bevölkerungsbewegung (Wanderung) dar. Es ist zu unterscheiden zwischen Abwanderung (Fortzug aus der betrachteten Gebietseinheit) und Zuwanderung (Zuzug in die betrachtete Gebietseinheit). Außerdem ist zu unterscheiden zwischen Binnenwanderung und Außenwanderung. Binnenwanderung findet innerhalb der Grenzen eines betrachteten Gebiets statt, Außenwanderung geht über die Grenzen hinaus.

 

Bevölkerungsdichte Bevölkerung und Gebiet

Die Bevölkerungsdichte misst die Zahl der Einwohner, die durchschnittlich auf einem Quadratkilometer Fläche leben.

Bevölkerungsentwicklung Bevölkerung und Gebiet

Die Bevölkerungsentwicklung beschreibt die Entwicklung der Zahl der Personen für ein bestimmtes Gebiet und ihre Veränderung.

Bevölkerungspyramide Bevölkerung und Gebiet

Grafische Darstellung der Struktur einer Bevölkerung nach Geschlecht und Alter. Der Bevölkerungspyramide liegen die absoluten (gelegentlich auch relativen) Häufigkeiten der Männer und der Frauen einer jeden Altersgruppe zugrunde. Von der Bevölkerungspyramide können mit einem Blick die für eine Bevölkerung prägenden demografischen Prozesse abgelesen werden.

Bevölkerungsstand Bevölkerung und Gebiet

Der Bevölkerungsstand umfasst die Anzahl der Personen und die Struktur der Bevölkerung, die zu einem bestimmten Zeitpunkt in einem bestimmten Gebiet leben. Er wird anhand der Bevölkerungsforschreibung ermittelt.

Bevölkerungsveränderung Bevölkerung und Gebiet

Die Bevölkerungsveränderung (Saldo) stellt die Differenz zwischen dem Bevölkerungsstand am Ende und am Anfang eines Betrachtungszeitraums dar. Sie ergibt sich aus der Differenz zwischen den Geburten und Sterbefällen (natürlicher Saldo), Zu- und Abwanderungen über die Gebietsgrenze hinweg (Wanderungssaldo) sowie sonstigen bestandsrelevanten Korrekturen.

Bevölkerungsvorausberechnung Bevölkerung und Gebiet

Vorausberechnung der künftigen Bevölkerungsentwicklung aufgrund von alternativen Annahmen über die Fruchtbarkeit, die Sterblichkeit sowie die Zu- und Fortzüge.

Bezogene Leistungen und andere betriebliche Aufwendungen Handel, Gastgewerbe

Hierzu zählen z. B. die Zahlungen für Leiharbeitnehmer, die Instandhaltung und Reparatur von Gebäuden und Einrichtungen, die Kosten für Werbung und Geschäftsreisen, Versicherungsbeiträge, Kosten für Steuer- und Rechtsberatung.

Bildungsabschluss, beruflicher Bildung

Höchster Abschluss einer berufsqualifizierenden Ausbildung oder einer Ausbildung an Hochschulen, wobei differenziert wird nach

Berufliches Praktikum und Anlernausbildung: Als berufliches Praktikum gilt eine mindestens einjährige praktische Ausbildung im Betrieb (z. B. technisches Praktikum).

Berufsvorbereitungsjahr: Das Berufsvorbereitungsjahr bereitet Jugendliche ohne Ausbildungsvertrag auf eine berufliche Ausbildung vor.

Berufsausbildung im dualen System (Lehre): Die Berufsausbildung setzt den Abschluss einer mindestens zwei Jahre dauernden Ausbildung voraus. Sie wird überwiegend im dualen Berufsausbildungssystem durchgeführt. Hierbei wird die Praxis im Ausbildungsbetrieb mit der Theorie in der Berufsschule verbunden. Die Prüfungen werden vor der Industrie- und Handelskammer bzw. der Handwerkskammer abgelegt.

Berufsfachschulabschluss: Mit Abschluss einer Berufsfachschule werden fachrichtungsbezogene berufliche Qualifikationen erreicht, die bis zur Staatlich geprüften Assistentin/Staatlich geprüfter Assistent für die jeweilige Fachrichtung gehen.

Meister-/Technikerausbildung oder gleichwertiger Fachschulabschluss: Ein Meisterabschluss liegt vor, wenn eine Meisterprüfung vor einer Kammer (z. B. Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer) nach der Ausbildung abgelegt wurde. In einer Fach- oder Technikerschule wird in der Regel nach einer bereits erworbenen Berufsausbildung oder praktischen Berufserfahrung, eine vertiefte berufliche Fachbildung vermittelt..

Fachhochschulabschluss: Der Fachhochschulabschluss wird durch den erfolgreichen Abschluss des das Studiums an einer Fachhochschule erworben. Diese bieten eine praxisbezogene Ausbildung und Forschung. Lehre, Studium und Forschung konzentrieren sich hier auf die angewandten Wissenschaften und Künste, Die Fachhochschulen gründeten sich aus Vorgängerinstitutionen, wie den Ingenieurschulen, den höheren Wirtschaftsfachschulen sowie den höheren Fachschulen für Sozialwesen.

Universitätsabschluss/Promotion: Als Universitätsabschlüsse gelten Staatsexamen, Diplom (U) und entsprechende Abschlussprüfungen (z.B. Magister, Bachelor, Master) an Universitäten, Gesamthochschulen, Fernuniversitäten, technischen, pädagogischen, theologischen, Kunst- und Musikhochschulen. Diese Hochschulen dienen vor allem der Förderung der Wissenschaften und Künste in Forschung, Lehre und Studium. Die Promotion oder Doktorprüfung setzt in der Regel eine andere erste akademische Abschlussprüfung voraus, kann aber auch in einigen Fällen der erste Abschluss sein.

 

Bildungsausländer/-innen, Bildungsinländer/-innen Bildung

Bildungsausländer/-innen sind ausländische Studierende, die ihre Hochschulzugangsberechtigung im  Ausland oder an einem Studienkolleg erlangt haben. Als Bildungsinländer/-innen werden ausländische Studierende bezeichnet, die ihre Hochschulzugangsberechtigung in Deutschland, aber nicht an einem Studienkolleg erworben haben.

Bologna-Reform Bildung

In der sogenannten Bologna-Erklärung aus dem Jahr 1999 brachten 29 europäische Staaten ihren Willen zum Ausdruck, bis zum Jahr 2010 einen einheitlichen europäischen Hochschulraum zu schaffen. Zu den Zielen gehörte die Etablierung eines einheitlichen Systems gestufter Studiengänge, dessen erste Stufe der berufsqualifizierende Bachelor ist, an den sich ein Masterstudium anschließen kann. Die Reform sollte zu einer Steigerung der innereuropäischen Mobilität der Studierenden und zur besseren Vergleichbarkeit der Hochschulabschlüsse beitragen. Zudem soll die internationale Attraktivität europäischer Hochschulen erhöht werden.

Briefwähler/-innen Wahlen

Als Briefwähler/-innen werden in das Wählerverzeichnis eingetragene Wahlberechtigte bezeichnet, die aufgrund eines zuvor beantragten Wahlscheins ihr Wahlrecht bereits im Vorfeld des Wahltermins per „Briefwahl“ ausgeübt haben.

Bruttoanlageinvestitionen Industrie, Bau, Handwerk

Aktivierte Bruttozugänge an Sachanlagen einschließlich selbst erstellter und noch im Bau befindlicher Anlagen, jedoch ohne Erwerb von Beteiligungen, Wertpapieren, Konzessionen, Patenten, Lizenzen, von ganzen Unternehmen und Betrieben, und ohne die Investitionen in ausländische Zweigniederlassungen. Anzahlungen sind nur einzubeziehen,  soweit  sie  abgerechneten  Teilen  von  im  Bau  befindlichen Anlagen entsprechen und aktiviert sind.

Konjunktur aktuell

Die Bruttoanlageinvestitionen umfassen die Käufe neuer Anlagen (einschließlich aller eingeführten und selbsterstellten Anlagen) sowie die Käufe abzüglich Verkäufe von gebrauchten Anlagen und Land.

Dienstleistungen

Güter, die der Erhaltung, Verbesserung und Erweiterung der (Produktions-)Ausstattung von Unternehmen dienen. Die Investitionen werden „brutto“ ohne abzugsfähige Vorsteuer (Umsatz- und Einfuhrumsatzsteuer), ohne Umbuchung und Berücksichtigung von Erlösen aus Abgängen angegeben. Die erworbenen Güter werden zu Anschaffungskosten und die selbsterstellten Sachanlagen zu Herstellungskosten bewertet, ohne Abzug von Abschreibungen oder sonstigen Wertberichtigungen.

Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen

Die Bruttoanlageinvestitionen umfassen die Käufe neuer Anlagen (einschließlich aller eingeführten und selbst erstellten Anlagen) sowie die Käufe abzüglich Verkäufe von gebrauchten Anlagen und Land. Als Anlagen werden alle dauerhaften reproduzierbaren Produktionsmittel angesehen mit Ausnahme nur militärisch nutzbarer Anlagen und der Güter, die in den privaten Konsum eingehen. Die neuen Anlagen gliedern sich in Ausrüstungen (wie Maschinen, Geräte, Fahrzeuge) und sonstige Anlagen (z. B. Computersoftware, Nutztiere und Nutzpflanzungen) sowie Bauten (Wohn- und Nichtwohnbauten sowie sonstige Bauten wie Straßen, Brücken, Kanäle).

Bruttobetriebsüberschuss Dienstleistungen

Bruttowertschöpfung abzüglich Personalaufwendungen.

Bruttoentgelte Dienstleistungen

An die abhängig Beschäftigten geleisteten Bruttozahlungen (Bar- und Sachbezüge), einschließlich aller Zuschläge, Prämien, Zulagen usw., jedoch ohne Arbeitgeberanteile zur gesetzlichen Sozialversicherung. Nicht einbezogen werden die Entgelte für tätige (Mit)Inhaber/-innen sowie mithelfende Familienangehörige, die mit dem betreffenden Unternehmen oder der Einrichtung in keinem vertraglichen Lohn-, Gehalts- oder Ausbildungsverhältnis stehen, sowie der kalkulatorische Unternehmerlohn.

Bruttoinlandsprodukt Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen

Das Bruttoinlandsprodukt zu Marktpreisen umfasst den Wert aller in einem abgegrenzten Wirtschaftsgebiet („Inland“) produzierten Waren und Dienstleistungen (Produktionswert) abzüglich der bei der Produktion verbrauchten Güter (Vorleistungen). Es ist als Ausdruck der in einer bestimmten Region erbrachten wirtschaftlichen Leistung in einer Periode somit in erster Linie ein Produktionsindikator (Inlandskonzept). Ausgehend von der in tiefer wirtschaftssystematischer Gliederung ermittelten Bruttowertschöpfung zu Herstellungspreisen aller Wirtschaftsbereiche ergibt sich durch Addition des Saldos aus Gütersteuern und Gütersubventionen das Bruttoinlandsprodukt zu Marktpreisen. Die Veränderungsrate des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts dient als Messgröße für das Wirtschaftswachstum.

Bruttonationaleinkommen Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen

Das Bruttonationaleinkommen zu Marktpreisen ist gleich dem Primäreinkommen der inländischen Wirtschaftseinheiten einschließlich der Abschreibungen. Es ergibt sich aus dem Bruttoinlandsprodukt abzüglich der an die übrige Welt geleisteten Primäreinkommen und zuzüglich der aus der übrigen Welt empfangenen Primäreinkommen (Inländerkonzept). Das Nationaleinkommen ist demnach in erster Linie kein Produktions-, sondern ein Einkommensindikator. Nach Abzug der Abschreibungen ergibt sich das aussagekräftigere Nettonationaleinkommen.

Konjunktur aktuell

Das Bruttonationaleinkommen zu Marktpreisen ist gleich dem Primäreinkommen der inländischen Wirtschaftseinheiten einschließlich der Abschreibungen. Es ergibt sich aus dem Bruttoinlandsprodukt abzüglich der an die übrige Welt geleisteten Primäreinkommen zuzüglich der aus der übrigen Welt empfangenen Primäreinkommen (Inländerkonzept). Das Nationaleinkommen ist demnach in erster Linie kein Produktions-, sondern ein Einkommensindikator. Nach Abzug der Abschreibungen ergibt sich das aussagekräftigere Nettonationaleinkommen.

Bruttostromerzeugung Energie

Die Bruttostromerzeugung ist die in einer bestimmten Zeitspanne erzeugte elektrische Arbeit. In der Energiebilanz entspricht die Bruttostromerzeugung der insgesamt erzeugten Strommenge (Umwandlungsausstoß) aller stromerzeugenden Anlagen.

Bruttostromverbrauch Energie

Der Bruttostromverbrauch ergibt sich in der Energiebilanz aus dem Endenergieverbrauch von Strom zuzüglich des Stromverbrauchs im Umwandlungsbereich und der Leitungsverluste.

Bruttoverdienste Verdienste und Arbeitskosten

Zu den Bruttoverdiensten zählen das Entgelt für die geleistete Arbeitszeit, Sonderzahlungen, vermögenswirksame Leistungen, Vergütung für nicht gearbeitete Tage sowie Sachleistungen. Die Bruttoverdienste der Auszubildenden werden getrennt von den Bruttoverdiensten aller anderen Arbeiternehmerinnen und Arbeitnehmer erfasst.

Bruttowertschöpfung Dienstleistungen

Sie umfasst den im Produktionsprozess geschaffenen Mehrwert und ergibt sich als Differenz zwischen den Produktionswerten und den Vorleistungen in den einzelnen Wirtschaftsbereichen. Die Bruttowertschöpfung ist zu Herstellungspreisen bewertet, beinhaltet also die empfangenen Gütersubventionen, nicht jedoch die zu zahlenden Gütersteuern. Die Aufsummierung der Bruttowertschöpfung der einzelnen Wirtschaftsbereiche ergibt die gesamtwirtschaftliche Bruttowertschöpfung.

Konjunktur aktuell

Die Bruttowertschöpfung umfasst den im Produktionsprozess geschaffenen Mehrwert. Sie ergibt sich als Differenz zwischen den Produktionswerten und den Vorleistungen in den einzelnen Wirtschaftsbereichen. Die Bruttowertschöpfung ist zu Herstellungspreisen bewertet, berücksichtigt also die empfangenen Gütersubventionen, nicht jedoch die zu zahlenden Gütersteuern. Die Aufsummierung der Bruttowertschöpfung der einzelnen Wirtschaftsbereiche ergibt die gesamtwirtschaftliche Bruttowertschöpfung. Das Bruttoinlandsprodukt zu Marktpreisen ergibt sich durch Addition des Saldos aus Gütersteuern und Gütersubventionen zur gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung zu Herstellungspreisen.

Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen

Sie umfasst den im Produktionsprozess geschaffenen Mehrwert und ergibt sich als Differenz zwischen den Produktionswerten und den Vorleistungen in den einzelnen Wirtschaftsbereichen. Die Bruttowertschöpfung ist zu Herstellungspreisen bewertet, berücksichtigt also die empfangenen Gütersubventionen, nicht jedoch die zu zahlenden Gütersteuern. Die Aufsummierung der Bruttowertschöpfung der einzelnen Wirtschaftsbereiche ergibt die gesamtwirtschaftliche Bruttowertschöpfung.

Bundessteuern Finanzen, Steuern, Personal

Bundessteuern sind gemäß Art. 106 Abs. 1 Grundgesetz die Steuern, deren Aufkommen ausschließlich dem Bund zusteht. Zu den Bundessteuern gehören u. a. bestimmte Verbrauchsteuern, z. B. die Mineralölsteuer und die Tabaksteuer.

Begriff Themengebiet Erläuterung
Campingplätze Tourismus

Abgegrenzte Gelände, die zum vorübergehenden Aufstellen von mitgebrachten Wohnwagen, Reise- bzw. Wohnmobilen oder Zelten zugänglich sind. Bei den Campingplätzen ist zwischen „Urlaubscamping“ und „Dauercamping“ zu unterscheiden. Für die Beherbergungsstatistik wird seit Januar 2013 nur noch das Urlaubscamping erfasst. Als Urlaubscamping gilt die Campingplatzbenutzung für einzelne Tage oder Wochen. Dabei wird im Allgemeinen kein pauschales Entgelt, sondern eine nach Dauer der Belegung und Personenzahl gestaffelte Gebühr berechnet.

CO2-Bilanzen Energie

Den Berechnungen liegen die energiebedingten Kohlendioxidemissionen aus dem Primär- bzw. Endenergieverbrauch der Energiebilanz zugrunde. Dafür wird mit spezifischen, auf den Heizwert eines Energieträgers bezogenen Emissionsfaktoren (z. B. g CO2 je kWh) der Energieverbrauch in CO2-Emissionen umgerechnet. Einbezogen werden ausschließlich Emissionen der fossilen Energieträger Kohle, Erdgas, Mineralöl und deren kohlenstoffhaltige Produkte. Als nicht CO2-wirksam werden die erneuerbaren Energieträger eingestuft. Auch nichtenergetisch verwendete Energiemengen werden nicht berücksichtigt.

- Bei der Quellenbilanz beziehen sich die Emissionen auf den Primärenergieverbrauch im Land, unterteilt nach den Bereichen Umwandlung und Endenergieverbrauch. Unberücksichtigt bleiben dabei die mit dem Importstrom zusammenhängenden Emissionen, denen kein Primärenergieverbrauch im Land zugrunde liegt. Dagegen werden Emissionen, die auf die Erzeugung des exportierten Stroms zurückzuführen sind, in vollem Umfang nachgewiesen. Die Quellenbilanz ermöglicht Aussagen über die Gesamtmenge des im Land emittierten CO2. Wegen des Stromaußenhandels sind jedoch keine direkten Rückschlüsse auf den durch das Verbrauchsverhalten der Endenergieverbraucher verursachten Beitrag zu den CO2-Emissionen eines Landes möglich.

- Bei der Verursacherbilanz beziehen sich die Emissionen auf den Endenergieverbrauch im Land. Im Unterschied zur Quellenbilanz werden in der Verursacherbilanz die Emissionen des Umwandlungsbereichs nicht ausgewiesen, sondern nach dem Verursacherprinzip den Endverbrauchern zugeordnet. Beim Energieträger Strom erfolgt die Anrechnung der Emissionsmenge auf der Grundlage des Brennstoffverbrauchs aller Stromerzeugungsanlagen im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland.

Begriff Themengebiet Erläuterung
Dauergrünland Landwirtschaft

Grünlandflächen, die dauernd, d.h. fünf Jahre oder länger ohne Unterbrechung durch andere Kulturen, zur Futtergewinnung durch  Abmähen  oder  Abweiden  genutzt werden, einschließlich Grünlandflächen, die nach der 2005 in Kraft getretenen Betriebsprämienregelung vorübergehend aus der landwirtschaftlichen Erzeugung genommen werden. Hierzu gehören Wiesen, Weiden, ertragsarmes Dauergrünland und aus der Erzeugung genommenes  Grünland mit Beihilfeanspruch. Nicht zum Dauergrünland zählen der Grasanbau auf dem Ackerland und Grünlandflächen mit Obstbäumen als Hauptnutzung (Obstanlagen).

Dauerkulturen Landwirtschaft

Zu den Dauerkulturen gehören Rebflächen, Obstanlagen, Baumschulen, Nüsse, Weihnachtsbaumkulturen außerhalb des Waldes und andere Dauerkulturen wie z. B. Korbweiden- und Pappelanlagen.

Diagnose Gesundheit

Bei der Diagnose handelt es sich um die nach Analyse festgestellte Erkrankung, die hauptsächlich für die Veranlassung des stationären Krankenhausaufenthaltes der Patienten verantwortlich ist (Hauptdiagnose). Der Begriff „nach Analyse" bezeichnet die Evaluation der Befunde am Ende des stationären Aufenthalts.

Dienstleistungsbereiche Erwerbstätigkeit

Zu den Dienstleistungsbereichen zählen "Handel, Gastgewerbe und Verkehr", "Finanzierung, Vermietung und Unternehmensdienstleister" sowie "Öffentliche und private Dienstleister".

Der Wirtschaftsbereich "Finanzierung, Vermietung und Unternehmensdienstleister" umfasst das Kredit- und Versicherungsgewerbe, das Grundstücks- und Wohnungswesen, die Vermietung beweglicher Sachen (ohne Bedienungspersonal), die Datenverarbeitung und Datenbanken, die Forschung und Entwicklung sowie die überwiegend für Unternehmen tätigen Dienstleister (Rechts-, Steuer- und Unternehmensberatung, Marktforschung, Architektur- und Ingenieurbüros, Werbung usw.). Zu den öffentlichen und privaten Dienstleistern zählen die Bereiche "Öffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung", "Erziehung und Unterricht", "Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen", "Sonstige öffentliche und private Dienstleister" (Erbringung von Entsorgungsleistungen, Interessenvertretungen, kirchliche Vereinigungen, Kultur, Sport und Unterhaltung, haushaltsnahe Dienstleister) sowie "Häusliche Dienste".

 

Konjunktur aktuell

Zu den Dienstleistungsbereichen zählen "Handel, Gastgewerbe und Verkehr", "Finanzierung, Vermietung und Unternehmensdienstleister" sowie "Öffentliche und private Dienstleister".

Der Wirtschaftsbereich "Finanzierung, Vermietung und Unternehmensdienstleister" umfasst das Kredit- und Versicherungsgewerbe, das Grundstücks- und Wohnungswesen, die Vermietung beweglicher Sachen (ohne Bedienungspersonal), die Datenverarbeitung und Datenbanken, die Forschung und Entwicklung sowie die überwiegend für Unternehmen tätigen Dienstleister (Rechts-, Steuer- und Unternehmensberatung, Marktforschung, Architektur- und Ingenieurbüros, Werbung usw.). Zu den öffentlichen und privaten Dienstleistern zählen die Bereiche "Öffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung", "Erziehung und Unterricht", "Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen", "Sonstige öffentliche und private Dienstleister" (Erbringung von Entsorgungsleistungen, Interessenvertretungen, kirchliche Vereinigungen, Kultur, Sport und Unterhaltung, haushaltsnahe Dienstleister) sowie "Häusliche Dienste".

 

Drittmittel Bildung

Drittmittel sind Mittel, die von den Hochschulen zusätzlich zum regulären Hochschulhaushalt (Grundausstattung) bei öffentlichen oder privaten Stellen eingeworben werden. Sie können der Förderung von Forschung, Entwicklung und Lehre sowie der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses dienen.

Durchschnittliche Verweildauer Gesundheit

Die Verweildauer gibt die Zahl der Tage an, die ein/e Patient/-in durchschnittlich in vollstationärer Behandlung verbracht hat. Sie errechnet sich aus den Berechnungs- und Belegungstagen und der Patientenzahl der jeweiligen Fachabteilung bzw. Einrichtung.

Durchschnittserlöse Energie

Die Durchschnittserlöse werden aus den Erlösen und dem Strom- bzw. Gasabsatz berechnet. Sie ergeben weder die absolute Höhe noch die Veränderungen der Verbraucherpreise wieder, die aus Arbeits-, Mess- und Grundpreisen bei gleichem Jahresverbrauch ermittelt werden.

Begriff Themengebiet Erläuterung
Eigenbetrieb Finanzen, Steuern, Personal

Ein Eigenbetrieb ist ein kommunales Wirtschaftsunternehmen ohne eigene Rechtspersönlichkeit. Er ist als Sondervermögen der Kommune mit kaufmännischem Rechnungswesen aus der unmittelbaren Verwaltung ausgegliedert, unterliegt jedoch einer weitgehenden Kontrolle und Einflussnahme durch die Trägerkommune. Damit beschreitet der Eigenbetrieb einen Mittelweg zwischen der unmittelbaren Kommunalverwaltung und dem Regiebetrieb auf der einen sowie den kommunalen Unternehmen mit eigener Rechtspersönlichkeit (GmbH, AG) auf der anderen Seite.

Eigengesellschaft Finanzen, Steuern, Personal

Eine Eigengesellschaft ist ein kommunales Wirtschaftsunternehmen in der Form einer Kapitalgesellschaft (GmbH, AG), wobei der alleinige Anteilseigner die Kommune ist. Eine Eigengesellschaft nimmt damit ähnlich wie ein Eigenbetrieb kommunale Aufgaben wahr, besitzt aber im Gegensatz zu diesem als juristische Person des Privatrechts eine eigene Rechtspersönlichkeit.

Einbürgerungen Bevölkerung und Gebiet

Ein Anspruch auf den Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung entsteht, wenn folgende Voraussetzungen vorliegen:

  • Unbefristetes Aufenthaltsrecht der Aufenthaltserlaubnis zum Zeitpunkt der Einbürgerung.
  • Seit acht Jahren gewöhnlicher und rechtmäßiger Aufenthalt in Deutschland.
  • Lebensunterhaltssicherung (auch für unterhaltsberechtigte Familienangehörige) ohne Sozialhilfe und Arbeitslosengeld II ("Hartz IV").
  • Ausreichende Deutschkenntnisse.
  • Kenntnisse über die Rechts- und Gesellschaftsordnung sowie die Lebensverhältnisse in Deutschland ("Einbürgerungstest").
  • Keine Verurteilung wegen einer Straftat.
  • Bekenntnis zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland.
  • Verlust bzw. Aufgabe der alten Staatsangehörigkeit.

Darüber hinaus besteht die Option, die deutsche Staatsangehörigkeit durch Ermessenseinbürgerung zu erwerben. Dabei beruht die Einbürgerung nicht auf einem durch Gesetz eingeräumten Anspruch, sondern auf einer Entscheidung, die der Gesetzgeber durch die Formulierung "kann" in das Ermessen der Behörde gestellt hat.

Einfuhren (Import) Außenhandel

Die Einfuhren umfassen alle Waren, die aus dem Ausland nach Rheinland-Pfalz eingehen.

Einkommens- und Verbrauchsstichprobe Haushalte und Familien

Die Einkommens- und Verbrauchsstichprobe ist eine Erhebung über die Lebensverhältnisse privater Haushalte. Im fünfjährigen Turnus liefert die Erhebung Informationen über die Ausstattung mit Gebrauchsgütern, die Einkommens-, Vermögens- und Schuldensituation sowie die Konsumausgaben privater Haushalte.

Einschulungen Bildung

Einschulungen können »vorzeitig«, »fristgemäß« oder »verspätet« erfolgen. Des Weiteren gibt es Neuaufnahmen nach Zurückstellungen im Laufe des vorigen Schuljahres. Als »fristgemäß eingeschult« gelten Kinder, die zwischen dem 1. September des Vorjahres und dem 30. August des betreffenden Jahres das sechste Lebensjahr vollendet haben.

Einzelhandel Handel, Gastgewerbe

Verkauf von fertig bezogenen Waren in eigenem Namen an private Haushalte (Letztverbraucher) sowie Verkauf an andere Abnehmer, wenn die Waren überwiegend in einer sonst nur im Einzelhandel üblichen Form abgesetzt werden. Zum Einzelhandel zählen auch Apotheken, Augenoptik- und Hörgeräteakustikgeschäfte. Tankstellen sind auch dem Einzelhandel zugeordnet. Der Handel mit sowie die Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen wird gesondert dargestellt.

Einzelunternehmen Landwirtschaft

Betriebe, deren Inhaber/-innen Einzelpersonen sowie Ehepaare oder Geschwister sind (ohne Gesellschaftsvertrag).

Endenergieverbrauch Energie

Als Endenergieverbrauch wird die Verwendung von Energieträgern in den einzelnen Verbrauchergruppen ausgewiesen, soweit sie unmittelbar der Erzeugung von Nutzenergie dienen. Der Endenergieverbrauch ist energetisch und energieökonomisch somit noch nicht die letzte Stufe der Energieverwendung. Es folgen noch die Nutzenergiestufe und die Energiedienstleistungen.

Energie primär verwendet Wohnungen, Bautätigkeit

Überwiegende Energiequelle für die Heizung bzw. die Warmwasserbereitung. Für Gebäude, die aufgrund ihrer guten Wärmedämmung nicht über ein klassisches Heizsystem, sondern nur über Lüftungsanlagen verfügen, ist bei der primär verwendeten Heizenergie „Keine“ anzugeben. Dies trifft beispielsweise für Passivhäuser oder Plus-Energie-Häuser zu. Die primär verwendete Energie ist beim Einsatz von nur einer Energiequelle die alleinige eingesetzte Energie.

Energiebilanz Energie

In der Energiebilanz werden in Form einer Matrix das Aufkommen, die Umwandlung und die Verwendung von Energieträgern in einem Wirtschaftsgebiet für einen bestimmten Zeitraum nachgewiesen. Die Bilanzierung gliedert sich in:

- Primärenergiebilanz:
Die Primärenergiebilanz ist eine Bilanz der ersten Stufe. Sie setzt sich zusammen aus der Gewinnung von Primärenergieträgern im Land, den Bezügen und Lieferungen über die Landesgrenzen sowie Bestandsveränderungen.

- Umwandlungsbilanz:
In der Umwandlungsbilanz werden Einsatz und Ausstoß der verschiedenen Umwandlungsprozesse sowie der Verbrauch an Energieträgern in der Energiegewinnung und im Umwandlungsbereich erfasst, ebenso Fackel- und Leitungsverluste.

- Endenergieverbrauch:
Als Endenergieverbrauch wird die Verwendung von Energieträgern in den einzelnen Verbrauchergruppen ausgewiesen, soweit sie unmittelbar der Erzeugung von Nutzenergie dienen. Der Endenergieverbrauch ist energetisch und energieökonomisch somit noch nicht die letzte Stufe der Energieverwendung. Es folgen noch die Nutzenergiestufe und die Energiedienstleistungen.

Energieproduktivität Energie

Die Energieproduktivität ist eine Kennzahl für den effizienten Umgang mit den Energieressourcen. Sie setzt das Bruttoinlandsprodukt ins Verhältnis zum Primärenergieverbrauch und gibt Auskunft über die Wirtschaftsleistung je Einheit verbrauchter Primärenergie.

Energieträger Energie

Als Energieträger werden alle Quellen oder Stoffe bezeichnet, in denen Energie mechanisch, thermisch, chemisch oder physikalisch gespeichert ist.

Energieverbrauch im Verarbeitenden Gewerbe Energie

Gesamtverbrauch an Energie für Fabrikation, Heizung, Strom-, Gas und Dampferzeugung usw. (energetisch und nicht energetisch). Soweit Energieträger als Brennstoff in eigenen Anlagen zur Stromerzeugung eingesetzt werden, kann der Energieverbrauch Doppelzahlungen enthalten.

Es wird sowohl der Energiegehalt des eingesetzten Brennstoffs als auch der erzeugte und selbst verbrauchte Strom erfasst.

Energieversorgungsunternehmen (EVU) Energie

Natürliche und juristische Personen, die Energie an andere liefern, ein Energieversorgungsnetz betreiben oder an einem Energieversorgungsnetz als Eigentümer Verfugungsbefugnis besitzen.

Engpassleistung Energie

Es handelt sich um die Dauerleistung einer Anlage, die unter Normalbedingungen erreichbar ist. Sie ist durch den leistungsschwächsten Anlageteil (Engpass) begrenzt. Kurzfristig nicht einsatzfähige Anlageteile mindern die Engpassleistung nicht. Bei KWK-Anlagen wird zwischen elektrischer und thermischer Engpassleistung unterschieden.

Entgelte Industrie, Bau, Handwerk

Die  Entgelte  entsprechen  der  Bruttolohn-  und  Bruttogehaltssumme. Dies ist die Bruttosumme ohne Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung. Lohn- und Gehaltszuschläge (einschließlich Gratifikationen) sind einbezogen. Nicht erfasst sind dagegen allgemeine soziale Aufwendungen sowie Vergütungen, die als Spesenersatz anzusehen sind.

Entgeltquote Industrie, Bau, Handwerk

Anteil der Entgelte am Gesamtumsatz

Erholungs- und Ferienheime Tourismus

Beherbergungsstätten, die nur bestimmten Personenkreisen, z. B. Mitgliedern eines Vereins oder einer Organisation, Beschäftigten eines Unternehmens, Kindern, Müttern oder Betreuten sozialer Einrichtungen, zugänglich sind und in denen Speisen und Getränke nur an Hausgäste abgegeben werden.

Erholungsorte Tourismus

Die staatliche Anerkennung mit der Artbezeichnung Erholungsort setzt eine landschaftlich bevorzugte und klimatisch günstige Lage, für die Ferienerholung geeignete verschiedenartige Einrichtungen, einen entsprechenden Ortscharakter und eine durchschnittliche Aufenthaltsdauer von in der Regel mindestens fünf Tagen voraus.

Erlöse Gasabsatz Energie

Die Erlöse beinhalten die Netznutzungsentgelte und die Erdgassteuer. Nicht einbezogen ist die Mehrwertsteuer.

Erlöse Stromabsatz Energie

In die Erlöse werden die Netznutzungsentgelte, die Stromsteuer, die Konzessionsabgaben sowie die Ausgleichsabgaben nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und dem Kraft-Warme-Kopplungs-Gesetz (KWK) eingerechnet. Die Mehrwertsteuer sowie die Stromsteuererstattungen nach dem Stromsteuergesetz sind nicht enthalten.

Erneuerbare Energieträger Energie

Erneuerbare Energieträger sind natürliche Energievorkommen, die entweder permanent vorhanden oder in überschaubaren Zeiträumen regenerierbar sind. Im Unterschied dazu stehen fossile Energieträger (wie Kohle, Erdöl, Erdgas) oder spaltbare Elemente, die an begrenzte Stoffvorräte gebunden sind. Zu den erneuerbaren Energien zählen Solarenergie (Fotovoltaik, Solarthermie), Wind- und Wasserkraft, Deponie- und Klärgas, Geothermie, Umgebungswärme (Umweltwärme) und Biomasse.

Ertragsmesszahl Preise

Produkt aus der Fläche eines Grundstücks in Ar und der Acker- bzw. Grünlandzahl der Bodenschätzung.

Ertragsrebfläche Landwirtschaft

Bestockte Rebfläche ab dem zweiten Weinwirtschaftsjahr nach der Pflanzung.

Erwerbsbeteiligung Erwerbstätigkeit

Die Bevölkerung gliedert sich gemäß dem Labour-Force-Konzept der International Labour Organization (ILO) nach ihrer Erwerbsbeteiligung in Erwerbstätige, Erwerbslose und Nichterwerbspersonen.

Erwerbslose Erwerbstätigkeit

Personen, die normalerweise erwerbstätig sind und zur Zeit nur vorübergehend – da sie noch keinen neuen Arbeitsplatz gefunden haben – aus dem Erwerbsleben ausgeschieden sind sowie Schulentlassene, die sich um eine Lehr-/Arbeitsstelle bemühen. Die Bezeichnung „erwerbslos“ ist unabhängig davon, ob jemand als Arbeitsloser oder Arbeitsuchender gemeldet ist. Personen, die normalerweise keinem Erwerb nachgehen, z. B. nicht berufstätige Ehepartner/-innen, gelten nicht als erwerbslos.

Erwerbslosenquote Erwerbstätigkeit

Die Erwerbslosenquote ist der Anteil der Erwerbslosen an allen Erwerbspersonen.

Erwerbspersonen Erwerbstätigkeit

Erwerbstätige und Erwerbslose

Erwerbsquote Erwerbstätigkeit

Anteil der Erwerbspersonen an der jeweiligen Bevölkerungsgruppe.

Erwerbstätige Erwerbstätigkeit

Alle Personen im Alter ab 15 Jahren, die als Arbeitnehmer/-in oder als Selbstständige bzw. als mithelfende Familienangehörige eine auf wirtschaftlichen Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben, unabhängigvon der Dauer der tatsächlich geleisteten oder vertragsmäßig zu leistenden Arbeitszeit, der Regelmäßigkeit und der Bedeutung dieser Tätigkeit für den Lebensunterhalt. Im Falle mehrerer Tätigkeiten wird der Erwerbstätige nur einmal gezählt (Personenkonzept).

Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen

Zu den Erwerbstätigen zählen alle Personen, die als Arbeitnehmer/-in oder als Selbstständige bzw. als mithelfende Familienangehörige eine auf wirtschaftlichen Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben, unabhängig von der Dauer der tatsächlich geleisteten oder vertragsmäßig zu leistenden Arbeitszeit, der Regelmäßigkeit und der Bedeutung dieser Tätigkeit für den Lebensunterhalt. Im Falle mehrerer Tätigkeiten wird der Erwerbstätiger nur einmal gezählt (Personenkonzept).

Die Darstellung der Erwerbstätigkeit erfolgt als durchschnittliche Größe des jeweiligen Berichtszeitraumes nach dem Inlandskonzept (Erwerbstätige am Arbeitsort). Erfasst werden alle Personen, die im jeweiligen Gebiet ihren Wohn- und Arbeitsort haben, zuzüglich der außerhalb dieses Gebiets wohnenden Personen, die als Einpendler/-innen in diese Region ihren Arbeitsort erreichen. Nicht erfasst werden Erwerbstätige des Abschnitts U der Wirtschaftszweigsystematik (WZ 2008) „Exterritoriale Organisationen und Körperschaften“.

Erwerbstätigenquote Erwerbstätigkeit

Anteil der Erwerbstätigen an der jeweiligen Bevölkerungsgruppe.

Erzeugerpreisindex gewerblicher Produkte (Inlandsabsatz) Preise

Er misst die durchschnittliche Preisentwicklung von Rohstoffen und Industrieerzeugnissen, die in Deutschland hergestellt und im Inland verkauft werden.

Dazu zählen zum Beispiel Mineral­öl­pro­dukte, Metalle, chemische Grund­stoffe und Nahrungs­mittel. Die Produzenten dieser Güter gehören zum Verarbeitenden Gewerbe, zur Energie- und Wasserwirtschaft sowie zum Bergbau.

Erzeugerpreisindizes Preise

Sie messen die durchschnittliche Entwicklung der Verkaufspreise einzelner Wirtschaftszweige auf der Wirtschaftsstufe der Erzeuger.

Erziehungsmaßregeln Justiz

Erziehungsmaßregeln können im Rahmen des Jugendstrafrechts allein oder in Verbindung mit Zuchtmitteln vom Jugendgericht verhängt werden. Hierzu zählen die Erteilung von Weisungen, Erziehungsbeistandschaft und Heimerziehung einschließlich sonstiger betreuter Wohnformen, wie die Unterbringung in einer Familie (§§ 10, 12 JGG). Weisungen sind Gebote und Verbote, welche die Lebensführung der Jugendlichen regeln. Im Rahmen der Erziehungsbeistandschaft werden die Sorgeberechtigten bei der Erziehung unterstützt.

Euro-Referenzkurs Konjunktur aktuell

Hierbei handelt es sich um den von der Europäischen Zentralbank festgestellten Kurs des Euro zum US-Dollar.

Europäische Währungsunion Konjunktur aktuell

Die Europäische Währungsunion wurde am 1. Januar 1999 zunächst mit elf Mitgliedsländern gegründet: Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Portugal, Österreich und Spanien. Am 1. Januar 2001 trat Griechenland bei. Am 1. Januar 2007 wurde Slowenien aufgenommen. Am 1. Januar 2008 kamen Malta und die Republik Zypern und am 1. Januar 2009 die Slowakei hinzu.

Eurozone Außenhandel

Gruppe der EU-Staaten, die den Euro als offizielle Währung haben.

Exportquote Industrie, Bau, Handwerk

Anteil des Auslandsumsatzes am Gesamtumsatz. Sie ist ein Indikator für die Auslandsabhängigkeit der Branche.

Extrahandel Außenhandel

Warenverkehr mit den sogenannten Drittländern (Nicht-EU-Staaten). Die Erhebung der Extrahandelsdaten erfolgt über die Zollverwaltung zum Zeitpunkt der Erledigung der gesetzlich vorgeschriebenen Einfuhr- und Ausfuhrförmlichkeiten.

Die statistischen Meldungen sind integraler Bestandteil der Zollanmeldungen und werden von den Zollstellen auf Vollständigkeit sowie offensichtliche Fehler geprüft und täglich dem Statistischen Bundesamt übermittelt.

Begriff Themengebiet Erläuterung
Fach- und Gesamtstudiendauer Bildung

Die Fachstudiendauer gibt die Zahl der Ausbildungssemester an, die in einem bestimmten Studiengang bis zum Abschluss verbracht werden. Die Gesamtstudiendauer bezieht sich auf die Zahl der Semester, die
insgesamt im Hochschulsystem belegt werden.

Fachabteilungen Gesundheit

Sind organisatorisch abgegrenzte und von Ärztinnen und Ärzten ständig verantwortlich geleitete Abteilungen mit typischen Behandlungseinrichtungen.

Fachärzte/innen Gesundheit

Ärzt/-innen mit abgeschlossener Weiterbildung für ein bestimmtes Fachgebiet. Ein Gebiet wird als definierter Teil in einer Fachrichtung der Medizin beschrieben (Facharztbezeichnung). Ein Schwerpunkt wird durch eine auf der Facharztweiterbildung aufbauenden Spezialisierung im Gebiet definiert (Schwerpunktbezeichnung). In den Jahren 2002 bis 2008 wurden die Ärzte/-innen von der Landesärztekammer sowohl nach der Facharzt- als auch nach der Schwergebietsbezeichnung gezählt. Ärzt/-innen, die neben ihrer Facharztausbildungen weitere Zusatzausbildungen absolviert hatten, wurden entsprechend mehrfach berechnet. Ab 2009 erfolgt wieder (wie bereits vor 2002) eine Nachweisung nur für Facharztbezeichnungen.

Fächergruppen Bildung

Ein Studienfach ist die in Prüfungsordnungen festgelegte Bezeichnung für eine wissenschaftliche oder künstlerische Disziplin, in der ein Studienabschluss möglich ist. Mehrere verwandte Fächer werden zu Studienbereichen und diese wiederum zu Fächergruppen zusammengefasst.

Fachsemester Bildung

Fachsemester sind die in einem Studiengang absolvierten Semester. Soweit diese von der Hochschule anerkannt werden, zählen hierzu auch Semester aus anderen Studiengängen, die im In- und Ausland absolviert wurden.

Die Fachsemesterzahl kann von der Zahl der Hochschulsemester abweichen, da Hochschulsemester nicht an einen bestimmten Studiengang gebunden sind.

Fachstudienanfänger/-innen Bildung

Fachstudienanfänger/-innen sind Studierende im ersten Semester eines bestimmten Studiengangs. Hierzu zählen auch jene Studierenden, die vor Aufnahme dieses Studiums bereits in einem anderen Studiengang
eingeschrieben waren. Die Zahl der Fachstudienanfänger/-innen eines Studienjahres ergibt sich aus den Studienanfänger/-innen eines Sommersemesters und des darauffolgenden Wintersemesters.

Fahrzeugbestand Verkehr

Summe aller im Zentralen Fahrzeugregister gespeicherten Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeuganhänger ohne die außer Betrieb gesetzten Fahrzeuge. Ein Fahrzeug gilt dabei als außer Betrieb gesetzt, wenn das Fahrzeug vorübergehend oder endgültig abgemeldet wurde, z. B. wegen Verschrottung, Ausfuhr ins Ausland oder ausschließlicher Nutzung auf nicht öffentlichem Gelände. Ein Fahrzeug ist hingegen nicht außer Betrieb gesetzt, wenn es ein Saisonkennzeichen besitzt.

Fahrzeuge, Kraftfahrzeuge, Personenkraftwagen Verkehr

Fahrzeuge sind Kraftfahrzeuge und ihre Anhänger, wobei unter Kraftfahrzeugen nicht dauerhaft spurgeführte Landfahrzeuge, die durch Maschinenkraft bewegt werden, zu verstehen sind. Anhänger sind zum Anhängen an ein Kraftfahrzeug bestimmte und geeignete Fahrzeuge. Personenkraftwagen sind Kraftfahrzeuge zur Personenbeförderung mit mindestens vier Rädern und mit höchstens acht Sitzplätzen außer dem Fahrersitz.

Fahrzeugzulassungen Verkehr

Zahl der fabrikneuen Fahrzeuge, die erstmals in Deutschland zugelassen und registriert wurden und ein amtliches Kennzeichen erhalten haben. Die Zulassung eines Fahrzeugs ist Voraussetzung für die Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr.

Familie Haushalte und Familien

Als Familien gelten alle Eltern-Kind-Gemeinschaften (Ehepaare, Lebensgemeinschaften oder alleinerziehende Mütter und Väter), die mit ihren ledigen Kindern zusammen leben.

Familienstand Bevölkerung und Gebiet

Beim Familienstand wird zwischen ledig, verheiratet zusammen lebend, verheiratet getrennt lebend, geschieden und verwitwet unterschieden.

Haushalte und Familien

Beim Familienstand wird zwischen ledig, verheiratet zusammen lebend, verheiratet getrennt lebend, geschieden und verwitwet unterschieden.

Ferienhäuser, Ferienwohnungen Tourismus

Beherbergungsstätten, die allen zugänglich sind und in denen Speisen und Getränke nicht abgegeben werden, aber eine Kochgelegenheit vorhanden ist.

Ferienzentren Tourismus

Beherbergungsstätten, die allen zugänglich sind und dazu dienen, wahlweise unterschiedliche Wohn- und Aufenthaltsmöglichkeiten sowie gleichzeitig Freizeiteinrichtungen in Verbindung mit Einkaufsmöglichkeiten und persönlichen Dienstleistungen zum vorübergehenden Aufenthalt anzubieten. Als Mindestausstattung gilt das Vorhandensein von Hotelunterkunft und anderen Wohngelegenheiten auch mit Kochgelegenheit, einer Gaststätte, von Einkaufsmöglichkeiten zur Deckung des persönlichen Bedarfs und des Freizeitbedarfs sowie von Einrichtungen für persönliche Dienstleistungen (z. B. Massageeinrichtungen, Solarium, Sauna, Friseur) und zur aktiven Freizeitgestaltung (z. B. Schwimmbad, Tennis-, Tischtennis-, Minigolf- oder Trimm-dich-Anlagen).

Fläche der landwirtschaftlichen Nutzung Preise

Fläche des Acker- und des Grünlandes, die bei der Einheitsbewertung zur landwirtschaftlichen Nutzung gehören. Sie deckt sich damit nicht mit der landwirtschaftlich genutzten Fläche (LF) der Agrarstatistik, die unter anderem auch die Rebflächen, Obstanlagen sowie die Flächen des Erwerbsgartenbaues umfasst.

Förderschwerpunkt Bildung

Unter dem Begriff »Förderschwerpunkt« wird der durch die Schulbehörde festgestellte sonderpädagogische Förderbedarf eines Schülers nachgewiesen. Es werden sieben Förderschwerpunkte unterschieden:

- Blinde und Sehbehinderte

- Ganzheitliche Entwicklung

- Gehörlose und Schwerhörige

- Motorische Entwicklung

- Lernen

- Sprache

- Sozial-emotionale Entwicklung

Fortzugsziffer Bevölkerung und Gebiet

Diese Ziffer bezieht die Zahl der jährlichen Fortzüge aus einer abgegrenzten Gebietseinheit auf 1 000 Einwohner dieser Gebietseinheit.

 

Frauen im gebärfähigen Alter Bevölkerung und Gebiet

Für demografische Berechnungen wird hier üblicherweise ein Alter zwischen 15 und 45 Jahren angenommen.

Frauenerwerbsquote Erwerbstätigkeit

Anteil der weiblichen Erwerbspersonen an der weiblichen Bevölkerung.

Freiheitsstrafe Justiz

Zeitlich befristete Strafe, wenn das Gesetz nicht lebenslange Freiheitsstrafe androht. Das Höchstmaß liegt derzeit bei fünfzehn Jahren, das Mindestmaß bei einem Monat (§ 38 StGB)

Fremdenverkehrsorte Tourismus

Die staatliche Anerkennung mit der Artbezeichnung Fremdenverkehrsgemeinde setzt für die Gäste geeignete verschiedenartige Fremdenverkehrseinrichtungen, wie Wanderwege, Sport-, Spiel- und Freizeitanlagen, eine im Verhältnis zur Einwohnerzahl beachtliche Beherbergungskapazität oder eine sich aus der vorhandenen Beherbergungskapazität und einem überörtlichen Ausflugsverkehr insgesamt ergebende erhebliche Bedeutung des Fremdenverkehrs voraus. Die Gemeinde soll einen touristisch ansprechenden Gesamteindruck vermitteln.

Futterpflanzen Landwirtschaft

Hierzu zählen alle Kulturen, die in grünem Zustand als Ganzpflanze  geerntet  werden. Die Nutzung kann sowohl für Futter- als auch  Energiezwecke erfolgen. Dazu gehören Getreide zur Ganzpflanzenernte, Silomais einschließlich Lieschkolbenschrot, Leguminosen zur Ganzpflanzenernte, Feldgras und Grasanbau auf dem Ackerland und  andere Pflanzen zur Ganzpflanzenernte, wie z. B. Phacelia.

Begriff Themengebiet Erläuterung
Ganztagsschulangebote Bildung

Zurzeit gibt es in Rheinland-Pfalz drei verschiedene Formen der Ganztagsschule: die Angebotsform, die verpflichtende Form und die offene Form. Darüber hinaus werden für Schulkinder auch Betreuungsmöglichkeiten in Kindertageseinrichtungen und in Form der öffentlich geförderten Kindertagespflege angeboten. Aufgrund der unterschiedlichen Zuständigkeit werden diese Angebote in der Kinder- und Jugendhilfestatistik erfasst. Zur Vermeidung von Doppelzählungen werden diese bei der Anteilsberechnung zur Nutzung von Ganztagsangeboten nicht berücksichtigt.

Gasabsatz Energie

Ausgewiesen ist der Gasabsatz an inländische Endabnehmer. Durchleitungsmengen sind ebenso wie die Abgabe an Wiederverkäufer in den Angaben nicht enthalten. Einbezogen ist jedoch die unternehmensinterne Abgabe an die Betriebszweige Elektrizitäts- und Wärmeversorgung. Die Umrechnungen in kWh erfolgte auf der Grundlage des Brennwertes (oberer Heizwert, Hs). Einbezogen ist sowohl die Abgabe von Naturgas (Erdgas, Bioerdgas, Grubengas und Klargas) als auch von hergestellten Gasen (Raffineriegas und Normgas, Flüssiggas, Kokereigas und übriges Gas auf Öl- und Kohlebasis).

Gästeankünfte Tourismus

Meldung eines Gastes in einer Beherbergungsstätte, der zum vorübergehenden Aufenthalt ein Gästebett belegt.

Gästeintensität Tourismus

Kennzahl für die relative Bedeutung des Tourismus in einem Gebiet. Die Gästeankünfte werden auf die Zahl der Einwohner/-innen bezogen.

Gastgewerbe Handel, Gastgewerbe

Umfasst die kurzzeitige Gewährung von Unterkunft sowie die Bereitstellung von kompletten Mahlzeiten und von Getränken zum in der Regel sofortigen Verzehr. Das Gastgewerbe setzt sich zusammen aus den beiden Teilbereichen Beherbergung und Gastronomie.

Gasthöfe Tourismus

Beherbergungsstätten, die allen zugänglich sind und in denen, neben dem auch für Passanten/-innen zugänglichen Gastraum, in der Regel keine weiteren Aufenthaltsräume zur Verfügung stehen. Bei Gasthöfen übersteigt der Umsatz aus Bewirtung deutlich den aus Beherbergung.

Gasthörerstudium Bildung

Das Gasthörerstudium wird von vielen Hochschulen angeboten. Es ermöglicht interessierten Personen – auch ohne Hochschulzugangsberechtigung – den Besuch einzelner Lehrveranstaltungen und Kurse. Gasthörer haben jedoch keinen Studierendenstatus und können keine Prüfungen ablegen. Seit dem Wintersemester 2004/05 können Hochschulen in Rheinland-Pfalz für die Teilnahme an einem Gaststudium bis 250 Euro Gebühren verlangen. Die an den Hochschulen immatrikulierten Gasthörer/-innen werden jährlich im Rahmen der Gasthörerstatistik erfasst.

Gebäude Wohnungen, Bautätigkeit

Selbstständig benutzbares und überdachtes Bauwerk, das auf Dauer errichtet ist, das von Menschen betreten werden kann und das geeignet oder bestimmt ist, dem Schutz von Menschen, Tieren oder Sachen zu dienen. Eine Umschließung durch Wände ist dabei nicht erforderlich. Gebäude beinhalten auch entsprechende unterirdische Bauwerke. In der Bautätigkeitsstatistik wird unterschieden zwischen  
Wohngebäuden und Nichtwohngebäuden.
Im Fall einer zusammenhängenden Bebauung, z.B. im Fall von Doppel- und Reihenhäusern, kann es sich bei der baulichen Anlage  nicht um ein, sondern auch um mehrere Gebäude handeln. Konkret gilt jeder Teil einer baulichen Anlage als ein einzelnes Gebäude, wenn er von den übrigen Teilen durch eine vom Dach bis zum Keller reichende Brandmauer getrennt ist oder wenn er ein eigenes  Erschließungssystem, d.h. einen eigenen Zugang und ein eigenes Treppenhaus, besitzt und für sich alleine benutzbar ist.

Geborenen-/ Gestorbenenüberschuss Bevölkerung und Gebiet

Differenz zwischen der Zahl der Lebendgeborenen und der Zahl der Gestorbenen; auch Saldo der natürlichen Bevölkerungsbewegung genannt.

Geburtenrate Bevölkerung und Gebiet

siehe Geburtenziffer

Geburtenziffer Bevölkerung und Gebiet

Die allgemeine Geburtenziffer bezieht die Zahl der Lebendgeborenen auf 1.000 Einwohner/-innen. Die allgemeine Fruchbarkeitsziffer ist die Zahl der Lebendgeborenen bezogen auf 1.000 Frauen im Alter von 15 bis unter 45 Jahren. Die altersspezifische Geburtenziffer beschreibt die Zahl der Lebendgeborenen von Müttern eines bestimmten Alters je 1.000 Frauen gleichen Alters. Die Summe der altersspezifischen Geburtenziffern ergibt die zusammengefasste Geburtenziffer (Fertilitätsrate, Geburtenrate).

Geburtsortprinzip Bevölkerung und Gebiet

ius soli (lat. Recht des Bodens), bezeichnet das Prinzip, nach dem der Staat seine Staatsangehörigkeit an alle Kinder verleiht, die auf seinem Staatsgebiet geboren werden. Es wird auch als "Territorialprinzip" bezeichnet. Nach dem ius sanguinis (Abstammungsprinzip) ist der Erwerb der Staatsbürgerschaft an die Staatsangehörigkeit der Eltern gebunden. In Deutschland galt von 1913 bis 2000 das ius sanguinis, bevor am 1. Januar 2000 ein Element des ius soli in das Staatsangehörigkeitsrecht eingeführt wurde. Das sogenannte "Optionsmodell" besagt, dass bis zur Volljährigkeit eine doppelte Staatsangehörigkeit besteht und sich die Person dann in der Regel bis zum 18. Lebensjahr (spätestens bis zum 23. Lebensjahr) für eine Staatsangehörigkeit entscheiden muss.

Geldstrafe Justiz

Sie bemisst sich in Tagessätzen (§ 40 StGB). Bei der Festsetzung der Höhe und Anzahl der Tagessätze werden die persönlichen und finanziellen Verhältnisse des Täters berücksichtigt

Geleistete Arbeitsstunden (Arbeitsvolumen) Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen

Beinhalten die tatsächlich geleistete Arbeitszeit aller Erwerbstätigen, die als Arbeitnehmer/-innen (Arbeiter/-innen, Angestellte, Beamte/-innen, geringfügig Beschäftigte, Soldaten/-innen) oder als Selbstständige bzw. als mithelfende Familienangehörige eine auf wirtschaftlichen Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben. Hierzu zählen auch die geleisteten Arbeitsstunden von Personen mit mehreren gleichzeitigen Beschäftigungsverhältnissen. Nicht zum Arbeitsvolumen gehören hingegen die bezahlten, aber nicht geleisteten Arbeitsstunden, beispielsweise Jahresurlaub, Elternzeit, Feiertage, Kurzarbeit oder krankheitsbedingte Abwesenheit. Das Arbeitsvolumen wird als Jahressumme nach dem Inlandskonzept (Arbeitsortkonzept) nachgewiesen.

Geleistete Arbeitsstunden (Bauhauptgewerbe) Industrie, Bau, Handwerk

Von den Beschäftigten auf Baustellen und Bauhöfen geleistete Arbeitsstunden; abgerechnete, aber nicht geleistete Stunden werden abgesetzt. Für die Zuordnung der Arbeitsstunden zu den verschiedenen Bauarten im Bauhauptgewerbe ist die überwiegende Zweckbestimmung des einzelnen Auftrags maßgebend. Die für die Trümmerbeseitigung und auf Bauhöfen geleisteten Arbeitsstunden werden anteilig auf die Bauarten umgelegt.

Geleistete Arbeitsstunden (verarbeitendes Gewerbe) Industrie, Bau, Handwerk

Tatsächlich geleistete Stunden (nicht die bezahlten) aller tätigen Personen (Lohn- und Gehaltsempfänger).

Gemeindegruppen Tourismus

In der Beherbergungsstatistik wird bei der Darstellung nach den Gemeindegruppen in prädikatisierte Gemeinden – wie Heilbäder, Luftkurorte, Erholungsorte, Fremdenverkehrsorte – und nicht prädikatisierte Orte, die in der Gruppe der sonstigen Gemeinden zusammengefasst werden, unterschieden.

Gemeindesteuern Finanzen, Steuern, Personal

Gemeindesteuern sind Steuern, deren Aufkommen nach Artikel 106 Absatz 6 Grundgesetz ausschließlich den Gemeinden zusteht. Wichtige Gemeindesteuern sind die Realsteuern.

Gemeinschaftssteuern Finanzen, Steuern, Personal

Gemeinschaftsteuern sind Steuern, deren Aufkommen nach Artikel 106 Absatz 3 Grundgesetz dem Bund, den Ländern und teilweise auch den Gemeinden gemeinschaftlich zustehen. Zu den Gemeinschaftsteuern gehören die Einkommensteuer, die Körperschaftsteuer und die Umsatzsteuer.

Gemeldete Arbeitsstellen Erwerbstätigkeit

Zur Besetzung gemeldete Arbeitsplätze mit einer vorgesehenen Beschäftigungsdauer von mehr als sieben Kalendertagen. Dabei handelt es sich um die von Arbeitgebern bei den Arbeitsagenturen der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten und zur Vermittlung freigegebenen Stellen. Aufgrund einer nicht vorhandenen Meldepflicht von offenen Stellen kann es sich dabei aber nur um einen Teilbereich des vorhandenen gesamtwirtschaftlichen Stellenangebots handeln.

Generalhandel Außenhandel

Der Generalhandel umfasst alle nach Rheinland-Pfalz eingehenden und aus Rheinland-Pfalz ausgehenden Waren. Die rheinland-pfälzischen Einfuhrzahlen umfassen die Ergebnisse des Generalhandels.

Geringfügig entlohnte Beschäftigung Erwerbstätigkeit

Beschäftigte, bei denen das Arbeitsentgelt aus dieser Beschäftigung regelmäßig im Monat bestimmte Einkommenshöchstgrenzen (seit 1. Januar 2013: 450 Euro) nicht übersteigt (Minijob). Die Ausübung einer geringfügig entlohnten Beschäftigung ist ausschließlich oder neben einer sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung (Nebenjob) möglich, ohne dass sie durch die Zusammenrechnung mit der Hauptbeschäftigung voll sozialversicherungspflichtig wird. Personen mit einem Nebenjob werden sowohl unter den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten als auch unter den geringfügig entlohnten Beschäftigten nachgewiesen.

Finanzen, Steuern, Personal

Eine geringfügig entlohnte Beschäftigung liegt vor, wenn das Arbeitsentgelt regelmäßig im Monat 400 Euro nicht überschreitet. Die wöchentliche Arbeitszeit ist unerheblich. Es ist zu unterscheiden zwischen geringfügig entlohnten Beschäftigten, die nicht zugleich anderweitig sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind (ausschließlich geringfügig entlohnte Beschäftigte), und solchen, die ihre geringfügig entlohnte Beschäftigung neben einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung ausüben ("Nebenjob").

Gestorbene Bevölkerung und Gebiet

Bei der Erfassung der Gestorbenen sind Totgeborene, standesamtlich beurkundete Kriegssterbefälle und gerichtliche Todeserklärungen nicht berücksichtigt.

Gewaltverbrechen Justiz

Straftaten, die vorsätzlich unter Einsatz roher körperlicher Gewalt gegen Personen begangen werden.

Gewerbe Gewerbeanzeigen, Insolvenzen

Nicht sozialwidrige, selbstständige, auf Dauer und Gewinnerzielung angelegte sowie im eigenen Namen und auf eigene Rechnung ausgeübte Tätigkeit. Nicht zum Gewerbe zählen u. a. die Urproduktion (z. B. Land- und Forstwirtschaft oder Bergbau), die freien Berufe und die Verwaltung des eigenen Vermögens.

Gewerbe, Aufgabe Gewerbeanzeigen, Insolvenzen

Erfolgt entweder durch vollständige Aufgabe oder durch Umwandlung.

Gewerbe, Fortzug Gewerbeanzeigen, Insolvenzen

Verlagerung des Betriebes aus dem Bezirk des nachweisenden Gewerbeamtes.

Gewerbe, Neuerrichtung Gewerbeanzeigen, Insolvenzen

Erfolgt entweder durch Neugründung oder durch Umwandlung.

Gewerbe, Neugründung Gewerbeanzeigen, Insolvenzen

Entweder eine Betriebsgründung oder eine sonstige Neugründung.

Gewerbe, Zuzug Gewerbeanzeigen, Insolvenzen

Verlagerung des Betriebes in den Bereich einer anderen Meldebehörde.

Gewerbeabmeldung Gewerbeanzeigen, Insolvenzen

Eine Gewerbeabmeldung betrifft die Aufgabe, den Fortzug oder die Übergabe einer Hauptniederlassung, einer Zweigniederlassung oder einer Zweigstelle eines Gewerbes. Anzeigepflichtige Gewerbebetreibende sind Einzelgewerbetreibende (d. h. natürliche Personen), geschäftsführende Gesellschafter von Personengesellschaften und juristische Personen, wobei juristische Personen ihrer Gewerbeanzeigepflicht durch Handeln ihres Vertretungsberechtigten nachkommen.

Gewerbeanmeldung Gewerbeanzeigen, Insolvenzen

Eine Gewerbeanmeldung betrifft die Neuerrichtung, den Zuzug oder die Übernahme einer Hauptniederlassung, einer Zweigniederlassung oder einer Zweigstelle eines Gewerbes. Anzeigepflichtige Gewebebetreibende sind Einzelgewerbetreibende (d. h. natürliche Personen), geschäftsführende Gesellschafter von Personengesellschaften und juristische Personen, wobei juristische Personen ihrer Gewerbeanzeigepflicht durch Handeln ihres
Vertretungsberechtigten nachkommen.

Gewerbeanzeige Gewerbeanzeigen, Insolvenzen

Eine Gewerbeanzeige hat eine Gewerbeanmeldung, eine Gewerbeummeldung oder eine Gewerbeabmeldung zum Gegenstand. Es besteht eine Anzeigepflicht.

Gewerbezweige des Handwerks Industrie, Bau, Handwerk

Die Ergebnisse der Registerauswertung werden nach der Gewerbezweigklassifikation gemäß Anlage A der Handwerksordnung („Verzeichnis der Gewerbe, die als zulassungspflichtiges Handwerk betrieben werden können“) bzw. Anlage B Abschnitt 1 der Handwerksordnung („Verzeichnis der Gewerbe, die als zulassungsfreies Handwerk betrieben werden können“) ausgewertet. Die Gewerbezweigklassifikation ist eine Berufsnomenklatur des Handwerks. Die Erhebungseinheit wird hier im Wesentlichen jener Berufsbezeichnung zugeordnet, unter welcher der  Inhaber von Unternehmen zulassungspflichtiger bzw. zulassungsfreier Handwerke  in die  Handwerksrolle bzw. in das Verzeichnis zulassungsfreier Handwerke eingetragen ist.

Die aktuelle Gliederung der Gewerbegruppen erlaubt es, Zusammenfassungen sowohl für das zulassungspflichtige als auch für das zulassungsfreie Handwerk zu bilden. Diese Gliederung entspricht den bei den Handwerksverbänden verwendeten Gewerbegruppen.

Gewerblicher und industrieller Bau Industrie, Bau, Handwerk

Hierzu gehören alle überwiegend gewerblichen Zwecken dienenden Bauten, die von Unternehmen bzw. Betrieben der privaten Wirtschaft (freie Berufe, Industrie, Handwerk, Handel, Banken, Versicherungen, Verkehrs- und Dienstleistungsgewerbe, Bahn, Post); sowie von Unternehmen im Eigentum von Gebietskörperschaften in Auftrag gegeben werden. Der Bau von Wasser-, Gas- und Elektrizitätswerken stellt ebenfalls einen gewerblichen Bau dar, auch wenn es sich um einen Versorgungsbetrieb öffentlich-rechtlicher Körperschaften handelt. Wohnungsbauten, Straßenbauten für diese Auftraggeber sind nicht hier, sondern den Sammelpositionen Wohnungsbau und Straßenbau zuzuordnen. Bauvorhaben, die im Auftrag von Leasingunternehmen oder anderen privaten Auftraggebern ausgeführt werden und später von Körperschaften des öffentlichen Rechts geleast oder gemietet werden, sind ebenfalls dem gewerblichen Hoch- und Tiefbau zuzuordnen. Zum Landwirtschaftlichen Bau zählen Hoch- und Tiefbauten, die überwiegend landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen, Gärtnerei- oder Fischereizwecken dienen, unabhängig vom Auftraggeber. Hierzu zählen Ställe, Scheunen, Silos, Speicher, Garagen für landwirtschaftliche Fahrzeuge u.v.m. ferner Entwässerungsanlagen  und  sonstige  Wasserbauten,  die  besonders  der  Intensivierung  der  Landwirtschaft  dienen. Kombinierte Gebäude mit Wohnung, Stallung und Scheune sind landwirtschaftliche Gebäude, es sei denn, flächenmäßig überwiegt der Wohnteil.

Großhandel Handel, Gastgewerbe

Verkauf von fertig bezogenen Waren in eigenem Namen an Abnehmer, die sie weiterverkaufen, verarbeiten oder für sonstige betriebliche Zwecke (z. B. für Investitionen, als Brenn- oder Kraftstoff) verwenden. Eingeschlossen sind auch Lieferungen an Behörden und andere öffentliche Institutionen.

Großhandelsverkaufspreisindex Preise

Er misst die Preisentwicklung für die von Großhändlern im Inland abgesetzten Waren, soweit diese Verkäufe der Großhandelsfunktion zuzurechnen sind, z. B. für Benzin, Heizöl, Metalle, Erze, Getreide und Saatgut.

Großvieheinheit (GV) Landwirtschaft

Umrechnungsschlüssel  für die verschiedenen Nutzvieharten auf der Basis des Lebendgewichtes der einzelnen Tierarten. Eine GV entspricht ca. 500 kg Lebendgewicht. So entspricht z. B.:
„

  • 1 Milchkuh = 1 GV,„
  • 1 Zuchtschwein = 0,3 GV,„
  • 1 Mastschwein = 0,16 GV,„
  • 1 Schaf älter als 1 Jahr = 0,1 GV,„
  • 1 Legehenne = 0,004 GV.
Gründungsintensität Gewerbeanzeigen, Insolvenzen

Die Gründungsintensität ist definiert als Zahl der (originären) Unternehmensgründungen je 10 000 Personen im erwerbsfähigen Alter.

Gütersteuern Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen

Zu den Gütersteuern zählen alle Steuern und ähnlichen Abgaben, die pro Einheit einer produzierten oder gehandelten Ware oder Dienstleistung zu entrichten sind. Sie umfassen die nicht abziehbare Umsatzsteuer, Importabgaben (z. B. Zölle) und sonstige Gütersteuern (Verbrauchsteuern wie Mineralöl- und Tabaksteuer, Vergnügungsteuern, Versicherungsteuer usw.).

Gütersubventionen Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen

Die Gütersubventionen werden wie Gütersteuern pro Einheit einer produzierten oder eingeführten Ware oder Dienstleistung gewährt und umfassen Importsubventionen und sonstige Gütersubventionen (z. B. direkte Exportsubventionen).

Güterumschlag Verkehr

Summe aus den Einladungen und den Ausladungen der beförderten Güter. Im Unterschied zur Beförderungsmenge werden Transporte beim Güterumschlag zweifach erfasst, nämlich ein erstes Mal bei der Einladung und ein zweites Mal bei der Ausladung.

Begriff Themengebiet Erläuterung
Handelsvermittlung Handel, Gastgewerbe

Betreibt, wer den An- und Verkauf von Handelswaren in fremdem Namen und für fremde Rechnung vermittelt. Zum Umsatz aus der Handelsvermittlung zählen nur die vereinnahmten Provisionen und Kostenvergütungen; nicht jedoch der vermittelte Warenwert.

Handelswaren Handel, Gastgewerbe

Waren, die fertig bezogen und ohne wesentliche, d. h. nicht mehr als handelsübliche, Be- oder Verarbeitung weiter veräußert werden.

Handwerk Industrie, Bau, Handwerk

Zum zulassungspflichtigen Handwerk gehören die Gewerbe, für deren selbstständigen Betrieb die Eintragung in die Handwerksrolle erforderlich ist; Voraussetzung hierfür ist die bestandene Meisterprüfung oder eine vergleichbare Qualifikation. Das Handwerk wird nach Gewerbezweigen gegliedert in das Bauhaupt- sowie das Ausbaugewerbe, die Handwerke für den gewerblichen Bedarf, das Kraftfahrzeuggewerbe, das Lebensmittelgewerbe, das Gesundheitsgewerbe und die Handwerke für den privaten Bedarf. Gewerbe, die ohne Eintragung in die Handwerksrolle betrieben werden dürfen, gehören zum zulassungsfreien Handwerk.

Handwerksunternehmen Industrie, Bau, Handwerk

Handwerksunternehmen sind Unternehmen, die in die Handwerksrolle oder in das Verzeichnis der Gewerbe, die als zulassungsfreie Handwerke betrieben werden können, eingetragen sind.

In die Handwerksberichterstattung werden nur selbstständige Handwerksunternehmen einbezogen. Viele handwerkliche Berufe werden auch in innerbetrieblichen Abteilungen und Nebenbetrieben ausgeübt. Solche handwerklichen Nebenbetriebe und innerbetriebliche Abteilungen werden in der Handwerksberichterstattung nicht ausgewertet

Hauptamtliche Ärzte/-innen in Krankenhäusern Gesundheit

Alle in der Einrichtung fest angestellten Ärzte/-innen. Gast-, Konsiliar- und hospitierende Ärzte/-innen sind nicht enthalten.

Hauptwohnung Bevölkerung und Gebiet

Gemäß § 12 Abs. 2 des am 12. März 1994 inkraft getretenen Ersten Gesetzes zur Änderung des Melderechtsrahmengesetzes ist die Hauptwohnung die vorwiegend benutzte Wohnung der Einwohnerin bzw. des Einwohners. Hauptwohnung eines/-r verheirateten Einwohner/-in, die oder der nicht dauernd getrennt von seiner Familie lebt, ist die vorwiegend benutzte Wohnung der Familie. Hauptwohnung eines/-r minderjährigen Einwohner/-in ist die vorwiegend benutzte Wohnung des Personensorgeberechtigten. Hauptwohnung einer behinderten Person, die in einer Behinderteneinrichtung untergebracht ist, bleibt auf Antrag dieser Person bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres ebenfalls die vorwiegend benutzte Wohnung des Personensorgeberechtigten. In Zweifelsfällen ist die vorwiegend benutzte Wohnung dort, wo der Schwerpunkt der Lebensbeziehungen der Einwohnerin bzw. des Einwohners liegt.

Haushalt Haushalte und Familien

Als privater Haushalt gilt jede zusammen wohnende und eine wirtschaftliche Einheit bildende Personengemeinschaft (Mehrpersonenhaushalte) sowie Personen, die allein wohnen und wirtschaften (Einpersonenhaushalte, z.B. auch Einzeluntermieter).

Haushalte, kommunale Finanzen, Steuern, Personal

Die kommunalen Haushalte umfassen die Haushalte der Gemeinden und Gemeindeverbände. Zu den Gemeindeverbänden zählen in Rheinland-Pfalz neben den Landkreisen die Verbandsgemeinden und der Bezirksverband Pfalz.

Haushaltskunden (Energie) Energie

Letztverbraucher, die Energie überwiegend für den Eigenverbrauch im Haushalt oder für den einen Jahresverbrauch von 10 000 Kilowattstunden nicht übersteigenden Eigenverbrauch für berufliche, landwirtschaftliche oder gewerbliche Zwecke kaufen.

Haushaltsnettoeinkommen Haushalte und Familien

Im Mikrozensus wird für jeden Haushalt die Höhe seines Nettoeinkommens im letzten Monat (Summe aller Einkunftsarten ohne Steuern und Sozialversicherungsbeiträge) erfragt. Dazu gehören z. B. Erwerbseinkommen, Unternehmereinkommen, Rente, Pension, öffentliche Unterstützungen, Einkommen aus Vermietung und Verpachtung, Zinsen, eigenes Vermögen, Arbeitslosengeld, Kindergeld, Wohngeld oder Sachbezüge. Die Einstufung des Haushaltseinkommens erfolgt nach vorgegebenen Einkommensklassen durch die Bezugsperson des Haushalts.

Heilbäder Tourismus

Die staatliche Anerkennung als Kurort mit der Artbezeichnung Heilbad setzt ein natürliches, zur Heilung, Linderung oder Vorbeugung von Krankheiten geeignetes Kurmittel des Bodens, ein gesundheitsförderndes Klima, verschiedenartige, leistungsfähige Einrichtungen zur Anwendung der Kurmittel mit angemessener kurärztlicher und pflegerischer Betreuung, eine größere Anzahl von Kuranstalten sowie leistungsfähige Betriebe des Hotel- und Gaststättengewerbes und einen dem Kurbetrieb entsprechenden Ortscharakter, der auch durch die Bauleitplanung gesichert sein muss, voraus.

Heranwachsende Justiz

Personen, die zur Zeit der Tat zwischen 18 und 20 Jahre alt waren. Sie können nach allgemeinem oder nach Jugendstrafrecht abgeurteilt werden. Grundlage für die Entscheidung des angewendeten Strafrechts ist die persönliche Reife des Straftäters.

Hilfe zum Lebensunterhalt Soziales

Bürgerinnen und Bürger, die ihren Bedarf an Nahrung, Kleidung, Unterkunft, Hausrat usw. nicht ausreichend, vor allem aus eigenem Einkommen und Vermögen, decken können, haben Anspruch auf Hilfe zum Lebensunterhalt (HLU). Die Empfänger von HLU bilden zugleich den Personenkreis, der im Blickpunkt der Armutsdiskussion steht.

Hochbau Wohnungen, Bautätigkeit

Der Hochbau ist das Teilgebiet des Bauwesens, das sich mit der Planung und Errichtung von baulichen Anlagen befasst, die mehrheitlich oberhalb der Geländelinie liegen.

Hochschulabschlüsse Bildung

Abschlusspüfungen werden in folgende Kategorien unterteilt:

  • Universitärer Abschluss,
  • Fachhochschulabschluss,
  • Lehramtsabschluss,
  • Bachelor,
  • Master,
  • Promotion und
  • sonstige Abschlussprüfungen.

Der universitäre Abschluss beinhaltet Magister, Lizentiat, Kirchliche Prüfungen, 1. Staatsexamen (ohne Lehramtsprüfungen), Diplom an Universitäten (einschließlich Dipl.-Lehrkräfte, Dipl.-Dolmetscher/-innen und Dipl.-Übersetzer/-innen, jedoch ohne Dipl.-Handelslehrer/-innen), akademisch geprüfte Übersetzer/-innen und Abschlussprüfungen ohne akademischen Grad.

Fachhochschulabschlussprüfungen sind das Diplom (FH) und sonstiger FH-Abschlüsse. Zu den Lehramtsabschlüssen gehören auch Dipl.-Handelslehrer/-innen, Lehramt Bachelor (ohne Diff.) sowie Bachelor (U) und Master (U) in Wirtschaftspädagogik und Lehramt Master.

Bachelor und Masterabschlüsse verstehen sich ohne Lehramt Bachelor, Bachelor/Master in Wirtschaftspädagogik (Lehram) und Lehramt Master.

Unter "sonstigen Abschlussprüfungen" werden Privatmusiklehrerprüfung, Kirchenmusikprüfung A + B, Abschlusszeugnisse und Zertifikate zusammengefasst.

Hochschulabsolventenquote Bildung

Die Hochschulabsolventenquote gibt den Anteil der Absolventinnen und Absolventen eines Erststudiums an der altersspezifischen Bevölkerung an. Die Berechnung erfolgt nach dem so genannten Quotensummenverfahren.

Hochschularten Bildung

Als Hochschulen werden alle nach Landesrecht anerkannten Hochschulen bezeichnet. Die Hochschularten dienen der Zusammenfassung gleichartiger Hochschulen. In Rheinland-Pfalz gibt es:

  • Universitäten,
  • Theologische Hochschulen,
  • sonstige wissenschaftliche Hochschulen,
  • Fachhochschulen und
  • Verwaltungsfachhochschulen.
Hochschulsemester Bildung

Zu den Hochschulsemestern zählen alle Semester, die insgesamt an deutschen Hochschulen verbracht worden sind (einschließlich der Urlaubssemester)

Hochschulzugangsberechtigung Bildung

Hochschulzugangsberechtigung (HZB) ist ein Sammelbegriff für alle Bildungsabschlüsse, die zur Aufnahme eines Hochschulstudiums berechtigen. In Deutschland existieren drei Arten der Hochschulzugangsberechtigung:

- die Fachhochschulreife,

- die fachgebundene Hochschulreife und

- die allgemeine Hochschulreife.

Die HZB kann auf verschiedensten Bildungswegen unter anderem auch durch berufliche Qualifizierung erreicht werden. Studienbewerber aus dem Ausland ohne anerkannte HZB können diese an einem Studienkolleg erlangen.

Hotels Tourismus

Beherbergungsstätten, die allen zugänglich sind und in denen ein Restaurant – auch für Passanten/-innen – vorhanden ist sowie in der Regel weitere Einrichtungen oder Räume für unterschiedliche Zwecke  (z. B. Konferenzen, Seminare, Sport) zur Verfügung stehen.

Hotels garnis Tourismus

Beherbergungsstätten, die allen zugänglich sind und in denen als Mahlzeit höchstens ein Frühstück angeboten wird.

Begriff Themengebiet Erläuterung
ICD 10 Gesundheit

Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (10. Revision - WHO-Ausgabe).

ifo Geschäftsklima-Index Konjunktur aktuell

Der ifo Geschäftsklima-Index ist ein Frühindikator für die Konjunkturentwicklung. Zur Berechnung dieses Index befragt das ifo Institut für Wirtschaftsforschung in München jeden Monat mehr als 7 000 Unternehmen in Deutschland nach ihrer Einschätzung der Geschäftslage sowie ihren Erwartungen für die nächsten sechs Monate. Aus diesen Meldungen wird ein Index berechnet.

Inflation Preise

In einer Marktwirtschaft können sich die Preise für Waren und Dienstleistungen jederzeit ändern - einige Preise steigen, während andere fallen. Erhöhen sich die Güterpreise auf breiter Front und nicht nur die Preise einzelner Produkte, so spricht man von »Inflation«. Ist dies der Fall, kann man für einen Euro weniger kaufen oder anders ausgedrückt: Ein Euro ist dann weniger wert als zuvor. Gemessen am Verbraucherpreisindex bedeutet »Inflationsrate« dessen prozentuale Veränderung gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum - also Vorjahresmonat oder Vorjahr.

Insolvenz Gewerbeanzeigen, Insolvenzen

Insolvenz eines Schuldners liegt vor bei Zahlungsunfähigkeit, drohender Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung des Schuldners. Der Schuldner ist zahlungsunfähig, wenn er nicht in der Lage ist, die fälligen Zahlungspflichten zu erfüllen. Der Schuldner droht gemäß zahlungsunfähig zu werden, wenn er voraussichtlich nicht in der Lage sein wird, die bestehenden Zahlungspflichten im Zeitpunkt der Fälligkeit zu erfüllen. Überschuldung liegt vor, wenn das Vermögen des Schuldners die bestehenden Verbindlichkeiten nicht mehr deckt, es sei denn, die Fortführung des Unternehmens ist nach den Umständen überwiegend wahrscheinlich.

Insolvenzhäufigkeit Gewerbeanzeigen, Insolvenzen

Anzahl der Insolvenzen, bezogen auf 1.000 Unternehmen. Die Anzahl der Unternehmen wird dabei der Umsatzsteuerstatistik (Voranmeldungen) entnommen.

Insolvenzverfahren Gewerbeanzeigen, Insolvenzen

Ein Insolvenzverfahren dient dazu, die Gläubiger eines Schuldners gemeinschaftlich zu befriedigen, indem das Vermögen des Schuldners verwertet und der Erlös verteilt oder in einem Insolvenzplan eine abweichende Regelung insbesondere zum Erhalt des Unternehmens getroffen wird. Dem redlichen Schuldner wird Gelegenheit gegeben, sich von seinen restlichen Verbindlichkeiten zu befreien.

Insolvenzverfahren, Abweisung mangels Masse Gewerbeanzeigen, Insolvenzen

Ein Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens ist vom Insolvenzgericht mangels Masse abzuweisen, wenn das Vermögen des Schuldners voraussichtlich nicht ausreichen wird, um die Kosten des Verfahrens zu decken. Die Abweisung unterbleibt, wenn ein ausreichender Geldbetrag vorgeschossen wird oder die Kosten gestundet werden.

Insolvenzverfahren, Eröffnung Gewerbeanzeigen, Insolvenzen

Einem Antrag auf Eröffnung eines Regel- oder Nachlassinsolvenzverfahrens ist vom Insolvenzgericht stattzugeben, wenn er nicht mangels Masse abzuweisen ist. Einem Antrag auf Eröffnung eines Verbraucherinsolvenzverfahrens oder eines sonstigen Kleinverfahrens ist vom Insolvenzgericht stattzu-geben, wenn er nicht mangels Masse abzuweisen ist und wenn kein Schuldenbereinigungsplan angenommen wurde.

Installationen und Montagen Industrie, Bau, Handwerk

Installationen und Montagen sind der Zusammenbau von einzelnen Erzeugnissen zu einem Produkt, für das es im GP2009 keine eigene Meldenummer gibt.

Integrierte Ausbildungsberichterstattung Bildung

Mit der „Integrierten Ausbildungsberichterstattung“ haben die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder eine länderübergreifende Systematik zur Darstellung des Ausbildungsgeschehens nach der Sekundarstufe I entwickelt. Hierfür wurden die einzelnen Bildungsgänge entsprechend ihres Bildungsziels und ihrer Zugangsvoraussetzungen zu verschiedenen Sektoren und Konten
zusammengefasst. Bezogen auf den Kernbereich der Systematik werden drei Sektoren unterschieden:

I. Berufsausbildung:   
In diesem Sektor werden alle vollqualifizierenden Bildungsgänge nachgewiesen, die zu einem anerkannten Berufsabschluss führen, unabhängig davon, ob es sich um eine betriebliche Ausbildung im Dualen System oder um eine vollschulische Ausbildung handelt.

II. Übergangsbereich:                   
Dem „Übergangsbereich“ sind jene Bildungsgänge zugeordnet, die Jugendliche auf die Aufnahme einer schulischen oder beruflichen Ausbildung vorbereiten, aber nicht zu einem anerkannten Berufsabschluss führen. Hierzu zählen das Berufsvorbereitungsjahr, die
ein- und zweijährigen Bildungsgänge der Berufsfachschulen sowie die berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen der Bundesagentur für Arbeit.

III. Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung:              
Dieser Sektor beinhaltet die gymnasiale Oberstufe der allgemeinbildenden Schulen und der beruflichen Gymnasien sowie die Fachoberschulen. Nicht enthalten sind die Bildungsgänge der Berufsoberschulen, die dem Sektor Weiterbildung zugeordnet sind.

Intrahandel Außenhandel

Warenverkehr mit den anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Im Intrahandel übermitteln die beteiligten Unternehmen ihre Daten in Form einer Direktanmeldung an das Statistische Bundesamt.

Investitionsquote Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen

Anteil der Bruttoanlageinvestitionen am Bruttoinlandsprodukt.

ISCED-Klassifikation Bildung

Die ISCED-Klassifikation (International Standard Classification of Education) ist eine internationale Klassifikation des Bildungswesens, die ursprünglich von der UNESCO entwickelt wurde. Die ISCED-
Bildungsstufen gelten als Standard für internationale Vergleiche von Bildungssystemen und -abschlüssen. Nach ISCED-1997 lässt sich differenzieren zwischen:

Niedrig:
ISCED 1: ohne allgemeinen oder beruflichen Abschluss oder Abschluss nach höchstens sieben Jahren Schulbesuch

ISCED 2: Haupt-/Realschulabschluss ohne beruflichen Abschluss oder Haupt-/Realschulabschluss mit Anlernausbildung, beruflichem Praktikum oder Berufsvorbereitungsjahr oder ohne allgemeinen Schulabschluss, aber mit Anlernausbildung, beruflichem Praktikum oder Berufsvorbereitungsjahr

Mittel:
ISCED 3a:  Hoch-/Fachhochschulreife

ISCED 3b: Abschluss einer Lehrausbildung oder berufsqualifizierender Abschluss an einer Berufsfachschule, Kollegschule oder einjährigen Schule des Gesundheitswesens

ISCED 3c: Abschluss des Vorbereitungsdienst für den mittleren Dienst in der öffentlichen Verwaltung

ISCED 4a/b: Hoch-/Fachhochschulreife und Abschluss einer Lehrausbildung/berufsqualifizierender Abschluss an einer Berufsfachschule, Kollegschule oder einjährigen Schule des Gesundheitswesens

Hoch:
ISCED 5a
Fachhochschul-/Hochschulabschluss

ISCED 5b Meister-/Techniker- oder gleichwertiger Fachschulabschluss, Abschluss einer zwei- oder dreijährigen Schule des Gesundheitswesens, Abschluss einer Fach- oder Berufsakademie
oder Abschluss der Fachschule der ehemaligen DDR oder Abschluss einer Verwaltungsfachhochschule

ISCED 6:  Promotion

Begriff Themengebiet Erläuterung
Jahresbauleistung Industrie, Bau, Handwerk

Wert der im Unternehmen geleisteten Bauarbeiten, unabhängig davon, ob sie abgerechnet oder angezahlt sind. Der Nachweis erfolgt ohne Umsatzsteuer.

Jugendherbergen, Hütten u. Ä. Tourismus

Beherbergungsstätten, die in der Regel eine einfache Ausstattung aufweisen und vorzugsweise Jugendlichen oder Angehörigen der sie tragenden Organisation, z. B. ein Wanderverein, zur Verfügung stehen. Speisen und Getränke werden nur an Hausgäste abgegeben.

Jugendliche Justiz

Personen, die zur Zeit der Tat 14 bis 17 Jahre alt waren. Ihre Aburteilung erfolgt ausschließlich nach Jugendstrafrecht.

Jugendquotient Bevölkerung und Gebiet

Zahl der unter 20-Jährigen bezogen auf 100 Personen im Alter zwischen 20 und 65 Jahren. Da die unter 20-Jährigen häufig noch nicht erwerbstätig sind, zeigt diese Kennzahl das Verhältnis der erwerbsfähigen und in der Regel erwerbstätigen Bevölkerung zwischen 20 und 65 Jahren zu den noch nicht erwerbstätigen Personen auf.

Jugendstrafe Justiz

Schwerste Form der Bestrafung nach dem Jugendgerichtsgesetz (JGG). Die übrigen Sanktionen (Zuchtmittel und Erziehungsmaßregeln) haben nicht die Rechtswirkung einer Strafe und führen auch zu keiner Eintragung in das Strafregister. Das Höchstmaß der Jugendstrafe beträgt zehn Jahre, das Mindestmaß sechs Monate.

Jugendstrafrecht Justiz

Wird ausschließlich bei Jugendlichen und Heranwachsenden, die nach ihrer sittlichen und geistigen Entwicklung einem Jugendlichen gleichstehen, angewendet. Nach Jugendstrafrecht vorgesehene Sanktionen sind Jugendstrafe, Zuchtmittel und Erziehungsmaßregeln.

Juniorprofessur Bildung

Die Juniorprofessur wurde im Jahr 2002 mit der Novelle des Hochschulrahmengesetzes eingeführt. Sie ermöglicht jungen Wissenschaftlern mit hervorragender Promotion einen direkten Einstieg in Forschung und Lehre, um sich auf diesem Wege ohne die bisher übliche Habilitation für die Berufung auf eine Lebenszeitprofessur zu qualifizieren.

Begriff Themengebiet Erläuterung
Kassenmäßige Bruttoeinnahmen- und ausgaben Finanzen, Steuern, Personal

Die kassenmäßigen Bruttoeinnahmen- bzw. -ausgaben

errechnen sich als die Summe

 

der Einnahmen bzw. Ausgaben der laufenden Rechnung, die

im Rahmen des Verwaltungsvollzuges sowie des Betriebes

von Einrichtungen meistens regelmäßig anfallen und nicht

vermögenswirksam sind (z.B. Personalausgaben, laufender

Sachaufwand, Zinsausgaben und -einnahmen, Zuweisungen

und Zuschüsse für laufende Zwecke, Gebühreneinnahmen,

Steuern), und

der Einnahmen bzw. Ausgaben der Kapitalrechnung, die

eine Vermögensveränderung herbeiführen oder der Finanzierung von Investitionen anderer Träger dienen und

keine besonderen Finanzierungsvorgänge darstellen (z.B.

Baumaßnahmen, Erwerb und Veräußerung von Sachvermögen,

Zuweisungen und Zuschüsse für Investitionen, sonstige

Vermögensübertragungen, Darlehensgewährungen und -rückflüsse),

 

jeweils bereinigt um die Zahlungen von gleicher Ebene.

Kassenmäßige Steuereinnahmen (Steueraufkommen) Finanzen, Steuern, Personal

Ist-Einnahmen, die in dem Betrachtungszeitraum tatsächlich vereinnahmt wurden. Dabei ist es unerheblich, für welchen Zeitraum sie verrechnet werden.

Kassenverstärkungskredite Finanzen, Steuern, Personal

Als Kassenverstärkungskredite werden die kurzfristigen Verbindlichkeiten bezeichnet, die der Schuldner zur Überbrückung vorübergehender Kassenanspannungen eingeht. Ein Kassenkredit kann auch in der Form der Überziehung eines Kontokorrentkontos aufgenommen werden.

Kaufkraftkennziffer Konjunktur aktuell

Die Kaufkraftkennziffer gibt an, wie hoch (in Prozent) das verfügbare Einkommen pro Kopf in einer Region in Relation zu einer Bezugsregion ist, d. h. der Wert für die Bezugsregion wird gleich 100 gesetzt.

Kaufwerte für baureifes Land Preise

In die Berechnung der durchschnittlichen Kaufwerte für baureifes Land gehen die im jeweiligen Jahr veräußerten unbebauten Grundstücke ein, die im Baugebiet einer Gemeinde liegen und deren Größe 100 Quadratmeter oder mehr beträgt. Die in die Berechnung einbezogenen Grundstückspreise verstehen sich ohne Nebenkosten, wie z. B. Vermessungskosten, Notariats- und Gerichtsgebühren, Grunderwerbsteuer, und ohne Erschließungskosten, sofern diese nicht bereits Bestandteil des Kaufpreises sind. Nach der Verwaltungsvorschrift des Ministeriums des Innern und für Sport und des Ministeriums der Finanzen vom 29.11.1993 melden die Geschäftsstellen der Gutachterausschüsse für Grundstückswerte bei den Vermessungs- und Katasterämtern die Verkäufe von Grundstücken dem Statistischen Landesamt, und zwar aufgrund der ihnen von den Notaren zugeleiteten Veräußerungsanzeigen. Grundsätzlich sind die ausgewiesenen durchschnittlichen Kaufwerte für einen zeitlichen Vergleich nur bedingt verwendbar, weil die statistischen Massen, aus denen sie ermittelt werden, sich in jedem Jahr aus anders gearteten Einzelfällen zusammensetzen. Aus methodischen Gründen werden nur durchschnittliche Kaufwerte, nicht jedoch Indizes wie bei den Preisstatistiken errechnet und nachgewiesen.

Kernerwerbstätige Erwerbstätigkeit

Erwerbstätige im Alter von 15 bis 64 Jahren ohne Personen in Bildung und Ausbildung sowie ohne Wehr-, Zivil- oder Freiwilligendienstleistende.

Kernhaushalt einer Kommunalverwaltung Finanzen, Steuern, Personal

Der Kernhaushalt einer Kommunalverwaltung ist derjenige Teil des Haushalts, der sich nicht auf die ausgegliederten Einheiten erstreckt. Im Kernhaushalt werden somit die Bruttoausgaben und -einnahmen sämtlicher Bereiche der unmittelbaren Kommunalverwaltung (Ämter, nichtrechtsfähige Anstalten, Regiebetriebe) nachgewiesen, nicht jedoch die Bruttoausgaben und -einnahmen der mittelbaren Kommunalverwaltung mit seinen Unternehmen (z.B. Eigenbetriebe, Eigengesellschaften, Beteiligungsgesellschaften).

Kettenindex Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen

Ein Kettenindex ergibt sich aus der Multiplikation von Teilindizes (Wachstumsfaktoren), die sich jeweils auf das Vorjahr beziehen und somit ein jährlich wechselndes Wägungsschema haben. Er wird auf ein Referenzjahr bezogen (derzeit 2010) und gibt für das jeweilige Berichtsjahr an, wie sich z. B. das preisbereinigte Wirtschaftswachstum seit dem Referenzjahr entwickelt hat.

Kindertagesbetreuung Soziales

Kinderbetreuung außerhalb der Familie erfolgt im Wesentlichen in Kindertageseinrichtungen oder in der Tagespflege. Bei den Tageseinrichtungen handelt es sich um Kinderkrippen, Kindergärten oder Horte bzw. um gemischte Formen. Tagespflege ist die zeitweise, familienergänzende und -unterstützende Betreuung von Kindern bei einer Tagesmutter oder einem Tagesvater.

Kindertageseinrichtungen Soziales

Einrichtungen, in denen Kinder ganztägig oder für einen Teil des Tages aufgenommen sowie pflegerisch und erzieherisch regelmäßig betreut werden, die über haupt- oder nebenberufliches Personal verfügen und für die eine Betriebserlaubnis nach § 45 SGB VIII oder eine vergleichbare Genehmigung vorliegt.

Kommunale Haushalte Finanzen, Steuern, Personal

Die kommunalen Haushalte umfassen die Haushalte der Gemeinden und Gemeindeverbände. Zu den Gemeindeverbänden zählen in Rheinland-Pfalz neben den Landkreisen die Verbandsgemeinden und der Bezirksverband Pfalz.

Kommunale Kassenstatistik Finanzen, Steuern, Personal

Die kommunale Kassenstatistik erfasst vierteljährlich

die Ist-Ausgaben und Ist-Einnahmen der Gemeinden und

Gemeindeverbände im abgelaufenen Quartal in der

Gliederung nach Ausgabe- und Einnahmearten entsprechend

der für die Statistik maßgeblichen Systematik,

die Bauausgaben der Gemeinden und Gemeindeverbände

im abgelaufenen Quartal nach Aufgabenbereichen und

den Schuldenstand am Ende eines jeden Vierteljahres nach Schuldarten.

Nicht in die Erhebung einbezogen sind die kommunalen Zweckverbände sowie die öffnetlichen Fonds, Einrichtungen und Unternehmen.

Kommunale Schuldenstatistik Finanzen, Steuern, Personal

Die kommunale Schuldenstatistik erfasst die Schulden der Gemeinden, Gemeindeverbände, Zweckverbände und der öffentlichen Fonds, Einrichtungen und Unternehmen, unabgängig davon, wer den Schuldendienst trägt.

Konsumausgaben des Staates Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen

Sie entsprechen dem Wert der Güter, die vom Staat selbst produziert werden, (jedoch ohne selbst erstellte Anlagen und Verkäufe) sowie den Ausgaben für Güter, die als soziale Sachtransfers den privaten Haushalten für ihren Konsum zur Verfügung gestellt werden.

Körpermaße (Größe, Gewicht und Body-Mass-Index) Gesundheit

Hier sind die Größe in Zentimetern und das Gewicht in Kilogramm angegeben. Der Body-Mass-Index errechnet sich, indem das Gewicht (in Kilogramm) durch die Größe (in Metern, quadriert) teilt wird. Die Weltgesundheitsorganisation stuft Erwachsene mit einem Body-Mass-Index von unter 18,5 als untergewichtig ein, mit einem Wert von über 25 als übergewichtig und mit einem Wert über 30 als stark übergewichtig. Das Geschlecht und das Alter bleiben bei dieser Einteilung unberücksichtigt.

Kosten der Krankenhäuser Gesundheit

Die Kosten der Krankenhäuser werden nach dem Bruttoprinzip ermittelt. Diese enthalten auch nichtstationäre Kosten wie beispielsweise für Forschung und Lehre, Ambulanz, Wahlleistungen.

Kraft-Wärme-Kopplung Energie

Gleichzeitige Nutzung der eingesetzten Energie als mechanische oder elektrische Energie und nutzbare Wärme.

Kraftfahrzeughandel Handel, Gastgewerbe

Umfasst alle Tätigkeiten, die sich auf Kraftfahrzeuge einschließlich Lastkraftwagen, Anhänger und Krafträder beziehen, außer deren Herstellung und Vermietung. Neben dem stationären Groß- und Einzelhandel mit Neu- und Gebrauchtfahrzeugen sowie mit Teilen und Zubehör, der Reparatur und Instandhaltung, gehören zu diesem Wirtschaftsbereich auch die Absatzformen Handelsvermittlung sowie der Versand- und Internethandel.

Kranke und Unfallverletzte Gesundheit

Neben dem jährlichen Grundprogramm werden im Mikrozensus im Abstand von vier Jahren Fragen zur Gesundheit gestellt, unter anderem zu Krankheiten und Unfallverletzungen. Bei den Fragen zum Gesundheitszustand werden all jene Krankheiten und Unfallverletzungen erfasst, unter denen die Befragten am Erhebungstag und in den davor liegenden vier Wochen gelitten haben. Die Beantwortung war freiwillig.

Krankenhäuser Gesundheit

Allgemeine Krankenhäuser haben ein in der Regel breites Spektrum an Fachabteilungen für die vollstationäre Behandlung. Sie unterscheiden sich von den sonstigen Krankenhäusern, die ausschließlich psychiatrische, oder psychiatrisch/neurologische geriatrische Fachabteilungen vorhalten. Reine Tages- und Nachtkliniken haben keine Betten zur vollstationären Behandlung und werden daher hier nicht nachgewiesen.

Kreditmarktschulden der Länder sowie der Gemeinden und Gemeindeverbände Finanzen, Steuern, Personal

Unter Kreditmarktschulden werden die Schulden zusammengefasst, die von den Haushalten der Länder, Gemeinden und Gemeindeverbänden zum Zweck der Haushaltsfinanzierung über Verbindlichkeiten aus Obligationen und Schatzanweisungen sowie gegenüber inländischen und ausländischen Banken, Sparkassen und Versicherungsunternehmen aufgenommen wurden. Den Kreditmarktschulden sind auch die Kredite von Sozialversicherungen zuzurechnen.

Kulturart Landwirtschaft

Gliederungsmerkmal der landwirtschaftlich genutzten Fläche nach der Nutzungsrichtung z.B. Ackerland Rebfläche.

Kurzarbeiter/-in Erwerbstätigkeit

Beschäftigte Arbeitnehmer/-innen, bei denen wegen eines vorübergehenden Arbeitsausfalles mehr als zehn Prozent der betriebsüblichen Arbeitszeit ausfallen und die Anspruch auf Kurzarbeitergeld haben.

Kurzfristig Beschäftigte Erwerbstätigkeit

Personen, die eine Beschäftigung ausüben, die aufgrund ihrer Art (z. B. saisonale Arbeit) oder vertraglich innerhalb eines Kalenderjahres auf längstens zwei Monate oder 50 Arbeitstage begrenzt ist.

Begriff Themengebiet Erläuterung
Länderfinanzausgleich Finanzen, Steuern, Personal

Der Länderfinanzausgleich i. e. S. ist ein horizontales finanzielles Ausgleichssystem zwischen den Ländern. Ausgleichspflichtig sind die Länder, deren Finanzkraftmesszahl in dem Kalenderjahr, für das der Ausgleich durchgeführt wird (Ausgleichsjahr), ihre Ausgleichsmesszahl übersteigt. Ausgleichsberechtigt sind die Länder, deren Finanzkraftmesszahl im Ausgleichsjahr ihre Ausgleichsmesszahl nicht erreicht.

Ländersteuern Finanzen, Steuern, Personal

Ländersteuern sind Steuern, deren Aufkommen nach Artikel 106 Absatz 2 des Grundgesetzes ausschließlich den Ländern zusteht. Es sind dies die Vermögensteuer, die Erbschaft- und Schenkungsteuer, die Kraftfahrzeugsteuer, die Verkehrsteuern, soweit es sich nicht um eine Bundessteuer oder Gemeinschaftsteuer handelt, die Biersteuer sowie die Spielbankabgabe.

Landwirtschaftlich genutzten Fläche (LF) Landwirtschaft

Acker- und Dauergrünland, Haus- und Nutzgärten, Obstanlagen, Baumschulen,  Rebflächen,   Dauerkulturen   unter   Glas   oder   anderen  begehbaren  Schutzabdeckungen, Nüsse,  Haus-  und  Nutzgärten,  Korbweiden- und Pappelanlagen sowie Weihnachtsbaumkulturen außerhalb des Waldes.

Landwirtschaftlicher Bau Industrie, Bau, Handwerk

siehe gewerblicher und industrieller Bau

Landwirtschaftlicher Betrieb Landwirtschaft

Betrieb, dessen Erzeugungsschwerpunkt bei der Landwirtschaft einschließlich des Obst-, Garten- und Weinbaus liegt. Eine Gewinnabsicht ist erforderlich.

Laufende Ausgaben für ein Studium Bildung

Bei dieser Kennzahl werden die laufenden Ausgaben (Grundmittel), welche die Hochschulträger für Forschung und Lehre je Student/-in pro Semester bereitstellen, entsprechend der durchschnittlichen Fachstudiendauer summiert. Die laufenden Ausgaben für Zentrale Einrichtungen sind anteilig enthalten.

Laufende Zuweisungen und Zuschüsse Finanzen, Steuern, Personal

Zuweisungen und Zuschüsse für laufende Zwecke sind einmalige oder laufende, nur für Zwecke des Verwaltungshaushalts bestimmte Zahlungen ohne Gegenleistungen. Zuweisungen sind Übertragungen innerhalb des öffentlichen Bereichs, Zuschüsse sind Übertragungen zwischen dem öffentlichen und dem sonstigen Bereich.

In der kommunalen Kassenstatistik beinhalten die

laufenden Zuweisungen und Zuschüsse auf der

Ausgabenseite zusätzlich Erstattungen von Ausgaben des

Verwaltungshaushalts, aufgabenbezogene Leistungsbeteiligungen, Schuldendiensthilfen, soziale Leistungen,

allgemeine Zuweisungen und allgemeine Umlagen und

auf der Einnahmeseite zusätzlich Schlüsselzuweisungen,

Bedarfszuweisungen und sonstige allgemeine Zuweisungen,

allgemeine Umlagen, Erstattungen von Ausgaben des

Verwaltungshaushalts, aufgabenbezogene Leistungsbeteiligungen und den Ersatz von sozialen Leistungen.

Laufender Sachaufwand der Länder sowie der Gemeinden und Gemeindeverbände Finanzen, Steuern, Personal

Sächliche Ausgaben für die Unterhaltung und Bewirtschaftung von Grundstücken, Gebäuden usw., den Erwerb nicht vermögenswirksamer Gegenstände, Mieten, Pachten, die Haltung von Fahrzeugen, Geschäftsausgaben, sonstige Sachausgaben, weitere Verwaltungs- und Betriebsausgaben, weitere Finanzausgaben.

Lebendgeborene Bevölkerung und Gebiet

Lebendgeborene sind Kinder, bei denen nach der Trennung vom Mutterleib entweder das Herz geschlagen, die Nabelschnur pulsiert oder die natürliche Lungenatmung eingesetzt hat. Die übrigen Kinder gelten als Totgeborene oder Fehlgeburten.

Lebenserwartung Bevölkerung und Gebiet

Die Lebenserwartung bezeichnet die durchschnittliche Zahl der zu erwartenden Lebensjahre einer Person, unter der Annahme, dass die Sterblichkeitsverhältnisse eines für die Berechnung zugrundegelegten Beobachtungszeitraums konstant bleiben. Die Lebenserwartung wird entweder für die Neugeborenen (Lebenserwartung bei der Geburt) oder für ein bestimmtes Alter (fernere Lebenserwartung, Zahl noch zu erwartender Lebensjahre) angegeben.

Lebensformen Haushalte und Familien

Grundlage für die Bestimmung einer Lebensform sind soziale Beziehungen zwischen den Mitgliedern eines Haushalts. Eine Lebensform kann aus einer oder mehreren Personen bestehen. Die privaten Lebensformen der Bevölkerung werden im Mikrozensus grundsätzlich entlang zweier „Achsen" erfasst: Zum einen in der Elternschaft, zum anderen in der Partnerschaft. Entsprechend dieser Systematik zählen zu den Lebensformen der Bevölkerung Paare mit ledigen Kindern und ohne ledige Kinder, allein erziehende Elternteile mit Kindern sowie allein stehende Personen ohne Partner/in und ohne ledige Kinder im Haushalt. Als Haushaltsbefragung konzentriert sich der Mikrozensus auf das Beziehungsgefüge der befragten Menschen in den „eigenen vier Wänden", also auf einen gemeinsamen Haushalt. Eltern-Kind-Beziehungen, die über Haushaltsgrenzen hinweg bestehen, oder Partnerschaften mit getrennter Haushaltsführung, bleiben daher unberücksichtigt.

Lebensgemeinschaften Haushalte und Familien

 

Lebensgemeinschaften: Unter einer Lebensgemeinschaft wird im Mikrozensus eine Lebenspartnerschaft verstanden, bei der beide Lebenspartner ohne Trauschein in einem Haushalt zusammen leben und gemeinsam wirtschaften. Unerheblich ist, ob die Partnerschaft als eingetragene Lebenspartnerschaft registriert wurde.

Lebensunterhalt, überwiegender Haushalte und Familien

Der überwiegende Lebensunterhalt kennzeichnet die Unterhaltsquelle, aus welcher hauptsächlich die Mittel für den Lebensunterhalt bezogen werden. Bei mehreren Unterhaltsquellen wird nur die wesentlichste berücksichtigt. Im Mikrozensus werden folgende Unterhaltsquellen unterschieden: Erwerbstätigkeit/Berufstätigkeit, Unterhalt durch Angehörige, Renten und Pensionen (einschließlich Vermögen, Vermietung und Zinsen), Arbeitslosengeld I und II sowie sonstige öffentliche Unterstützungen wie z. B. Sozialhilfe, Leistungen aus einer Pflegeversicherung oder nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAFöG).

Soziales

Der überwiegende Lebensunterhalt kennzeichnet die Unterhaltsquelle, aus welcher hauptsächlich die Mittel für den Lebensunterhalt bezogen werden. Bei mehreren Unterhaltsquellen wird nur die wesentlichste berücksichtigt. Im Mikrozensus werden folgende Unterhaltsquellen unterschieden: Erwerbstätigkeit/Berufstätigkeit, Unterhalt durch Angehörige, Renten und Pensionen (einschließlich Vermögen, Vermietung und Zinsen), Arbeitslosengeld I und II sowie sonstige öffentliche Unterstützungen wie z. B. Sozialhilfe, Leistungen aus einer Pflegeversicherung oder nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAFöG).

Legehennen Landwirtschaft

Hennen ab einem halb Jahr und älter, die zur Produktion von Eiern bestimmt sind; ohne Trut-, Perl- und Zwerghühner

Lehrkräfte an Schulen Bildung

Als hauptamtliche beziehungsweise hauptberufliche Lehrkräfte werden beamtete und nicht beamtete Personen in Voll- oder Teilzeitbeschäftigung (einschließlich gemäß § 87 a LBG unterhälftig Teilzeitbeschäftigten) nur an ihrer Stammschule gezählt. Zu den nebenamtlichen beziehungsweise nebenberuflichen Kräften zählen neben den „reinen“ nebenamtlich oder -beruflich Tätigen auch Lehrkräfte, die außerhalb ihrer Stammschule unterrichten, beispielsweise als abgeordnete oder teilabgeordnete Lehrkräfte. Da diese bereits an ihrer Stammschule als hauptamtliche Lehrkräfte gezählt werden, zählen sie beim Einsatz an weiteren Schulen dort zur Gruppe „nebenamtliche/nebenberufliche/sonstige Kräfte“.

Liniennahverkehr Verkehr

Beinhaltet alle Linienverkehre, die überwiegend dazu bestimmt sind, die Verkehrsnachfrage im Stadt-, Vorort- oder Regionalverkehr zu befriedigen. Das ist im Zweifel der Fall, wenn in der Mehrzahl der Beförderungsfälle die gesamte Reiseweite 50 Kilometer oder die gesamte Reisezeit eine Stunde nicht übersteigt. Ein Linienverkehr ist dabei eine zwischen bestimmten Ausgangs- und Endpunkten eingerichtete regelmäßige Verkehrsverbindung, auf der Fahrgäste an bestimmten Haltestellen ein- und aussteigen können.

Lohnarbeit Industrie, Bau, Handwerk

Lohnarbeit liegt vor, wenn vom Auftraggeber (Unternehmen das den Auftrag erteilt) unberechnet geliefertes Material be- oder verarbeitet wird.

Lohnnebenkosten Verdienste und Arbeitskosten

Arbeitskosten abzüglich der Bruttoverdienste.

Lohnquote Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen

Anteil des empfangenen Arbeitnehmerentgelts am Volkseinkommen.

Lohnstückkosten Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen

Die Lohnstückkosten bezeichnen die Relation der Lohnkosten (Arbeitnehmerentgelt je Arbeitnehmer/-in [Personenkonzept] bzw. Arbeitnehmerentgelt je Arbeitnehmerstunde [Stundenkonzept]) zur Arbeitsproduktivität (Bruttoinlandsprodukt – preisbereinigt, verkettet – je Erwerbstätigen [Personenkonzept] bzw. je Erwerbstätigenstunde [Stundenkonzept]).

Luftkurorte Tourismus

Die staatliche Anerkennung als Kurort mit der Artbezeichnung Luftkurort setzt ein für die Gesundheitsförderung geeignetes therapeutisches Klima und eine landschaftlich bevorzugte Lage, Einrichtungen, die zur therapeutischen Anwendung des Klimas geeignet sind, leistungsfähige Betriebe des Hotel- und Gaststättengewerbes und einen dem Kurbetrieb entsprechenden Ortscharakter, der auch durch die Bauleitplanung gesichert sein muss, voraus.

Begriff Themengebiet Erläuterung
Mainzer Studienstufe Bildung

Mitte der 70er-Jahre wurde, einer Vereinbarung der Kultusministerkonferenz folgend, in allen Bundesländern die gymnasiale Oberstufe reformiert. Mit Beginn des Schuljahres 1975/76 führte auch Rheinland-Pfalz ein reformiertes Oberstufenmodell für die Klassenstufen 11 bis 13 an allen Gymnasien ein. Dieses Modell ist auch für den Oberstufenunterricht an Integrierten Gesamtschulen bindend. In den Jahrgangsstufen 11 bis 13 wird der Unterricht ausschließlich in einem Kurssystem erteilt, das den Schüler/-innen innerhalb eines vorgegebenen Rahmens Wahlfreiheit bei der Bestimmung von drei Hauptfächern (Leistungskursen) und von Grundfächern (Grundkursen) zugesteht. Durch die Verkürzung der 13. Jahrgangsstufe erhalten die Schüler/-innen ihr Abiturzeugnis spätestens am 31. März eines jeden Jahres.

Marginal Beschäftigte Erwerbstätigkeit

Personen, die als Arbeiter/-in und Angestellte keine voll sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ausüben, jedoch nach dem Labour-Force-Konzept der Internationalen Arbeitsorganisation als Erwerbstätige gelten, wenn sie in einem einwöchigen Berichtszeitraum wenigstens eine Stunde gegen Entgelt gearbeitet haben. Dazu zählen in Deutschland insbesondere ausschließlich geringfügig Beschäftigte – also geringfügig entlohnte Beschäftigte und kurzfristig Beschäftigte – sowie Beschäftigte in Arbeitsgelegenheiten in der Mehraufwandsvariante (sogenannte „Ein-Euro-Jobs“).

Master Bildung

Der Master ist ein akademischer Abschluss, der nach einem zwei- bis viersemestrigen Studium erreicht werden kann. Masterstudiengänge setzen in der Regel einen ersten Hochschulabschluss voraus und dienen der beruflichen und akademischen Weiterqualifizierung.

Zu unterscheiden sind:

  •  konsekutive (weiterführende) Masterstudiengänge, die auf einem speziellen Bachelorstudiengang aufbauen,
  • nicht-konsekutive Masterstudiengänge, die inhaltlich nicht auf ein vorangegangenes Bachelorstudium aufbauen und
  • weiterbildende Masterstudiengänge, die neben einem Hochschulabschluss eine qualifizierte berufspraktische Tätigkeit von nicht unter einem Jahr voraussetzen.

Eingeführt wurde der Master in Deutschland im Zuge der Bologna-Reform Ende der 1990er Jahre. Der Master ist den ”klassischen” Hochschulabschlüssen wie Diplom und Magister gleichgestellt und berechtigt zur Promotion.

Medianalter Bevölkerung und Gebiet

Messziffer zur Beschreibung der Altersstruktur einer Bevölkerung. Die Bevölkerung wird in zwei gleich große Gruppen geteilt; 50 Prozent der Bevölkerung sind jünger und 50 Prozent älter als das Medianalter. Die Zunahme des Medianalters einer Bevölkerung bedeutet, dass sie demografisch altert, eine Abnahme, dass sie sich demografisch verjüngt.

Mietinvestitionen Industrie, Bau, Handwerk

Wert der neu gemieteten und gepachteten neuen Sachanlagen ohne gebrauchte Güter. Der Nachweis erfolgt ohne Umsatzsteuer.

Migranten Bevölkerung und Gebiet

Migranten (i. S. v. Immigranten) sind Personen, die nicht auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik, sondern im Ausland geboren sind. Sie sind nach Deutschland zugezogen und können je nach Staatsangehörigkeit Deutsche (z. B. Spätaussiedler) oder Ausländer sein. Sie gehören zu den Personen mit Migrationshintergrund.

Migrationshintergrund (in der Schulstatistik) Bildung

In der Schulstatistik wird ein Migrationshintergrund nach der Definition der Kultusministerkonferenz bei Schülerinnen und Schülern angenommen, wenn mindestens eines der folgenden Merkmale zutrifft:

1. keine deutsche Staatsangehörigkeit,

2. nichtdeutsches Geburtsland oder

3. nichtdeutsche Verkehrssprache in der Familie bzw. im häuslichen Umfeld.

Migrationsstatus Bevölkerung und Gebiet

Der Migrationsstatus einer Person ergibt sich aus seinen persönlichen Merkmalen zu Zuzug, Einbürgerung und Staatsangehörigkeit sowie aus den entsprechenden Merkmalen seiner Eltern.

Mikrozensus Erwerbstätigkeit

Der Mikrozensus ist die amtliche Repräsentativstatistik über die Bevölkerung und den Arbeitsmarkt, an der ein Prozent aller Haushalte in Deutschland beteiligt ist. In Rheinland-Pfalz werden etwa 18 000 Haushalte befragt. Der Mikrozensus basiert auf einer Zufallsstichprobe, bei der alle Haushalte die gleiche Auswahlwahrscheinlichkeit haben. Dazu werden aus dem Bundesgebiet Flächen (Auswahlbezirke) ausgewählt, in denen alle Haushalte und Personen befragt werden.

Haushalte und Familien

Der Mikrozensus ist die amtliche Repräsentativstatistik über die Bevölkerung und den Arbeitsmarkt, an der ein Prozent aller Haushalte in Deutschland beteiligt ist. In Rheinland-Pfalz werden etwa 18 000 Haushalte befragt. Der Mikrozensus basiert auf einer Zufallsstichprobe, bei der alle Haushalte die gleiche Auswahlwahrscheinlichkeit haben. Dazu werden aus dem Bundesgebiet Flächen (Auswahlbezirke) ausgewählt, in denen alle Haushalte und Personen befragt werden.

MINT-Fächer Bildung

MINT ist eine Abkürzung für die Fachgebiete Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. In der Studierendenstatistik entsprechen die MINT-Fächer den Fächergruppen Ingenieurwissenschaften sowie Mathematik/Naturwissenschaften (einschließlich Informatik).

Modalalter Bevölkerung und Gebiet

Das relativ am häufigsten besetzte Altersjahr im Altersaufbau einer Bevölkerung.

Mortalität Bevölkerung und Gebiet

Als Mortalität (Sterblichkeit) wird der demografische Prozess der Verringerung der Bevölkerung und der Veränderung ihrer Struktur durch Sterbefälle bezeichnet.

Begriff Themengebiet Erläuterung
Nachtarbeit Erwerbstätigkeit

Nachtarbeit ist jede Arbeit, die zwischen 23.00 Uhr und 6.00 Uhr geleistet wurde, gleichgültig, ob sie vorher begann, später endete oder ob Beginn oder Ende innerhalb der Zeitspanne von 23.00 Uhr bis 6.00 Uhr lag.

Natürlicher Saldo Bevölkerung und Gebiet

siehe Bevölkerung

Nettoeinkommen Haushalte und Familien

Im Mikrozensus wird für jedes Haushaltsmitglied die Höhe des persönlichen Nettoeinkommens im letzten Monat (Summe aller Einkunftsarten ohne Steuern und Sozialversicherungsbeiträge) erfragt. Dazu müssen sich die Befragten in ein Raster vorgegebener Einkommensklassen einstufen. Bei Selbstständigen in der Landwirtschaft und mithelfenden Familienangehörigen wird das Nettoeinkommen nicht erfragt.

Nettostromerzeugung Energie

Die Nettostromerzeugung ist die Bruttostromerzeugung vermindert um den Kraftwerkseigenverbrauch und Pumpstromverbrauch.

Nettowärmeerzeugung Energie

Die Nettowärmeerzeugung ist die von einem Heizkraftwerk an ein Netz oder einen Produktionsprozess abgegebene und gemessene Wärme. Sie setzt sich zusammen aus der Enthalpie des Vorlaufs abzüglich der Enthalpien des Rücklaufs und des Zusatzwassers. Damit wird indirekt die über die Antriebsenergie der Fernwärme-Umwälzpumpen zugeführte Energie mit erfasst.

Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge Bildung

Als neu abgeschlossene Ausbildungsverträge werden solche Verträge gezählt, die im Berichtsjahr geschlossen und bis zum 31. Dezember nicht vorzeitig gelöst wurden. Es werden demnach die Fälle (neu abgeschlossene Ausbildungsverträge) und nicht die Personen gezählt. Dies hat zur Folge, dass die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverhältnisse keine Teilmenge der Zahl der Auszubildenden am 31. Dezember des Berichtsjahres ist. In der Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge sind auch Anschlussverträge enthalten. Diese Anschlussverträge beziehen sich auf Personen, die bereits eine zweijährige Berufsausbildung abgeschlossen hatten und die Berufsausbildung in einem drei- bzw. dreieinhalbjährigen Ausbildungsberuf fortführen, also keine „Ausbildungsanfänger/-innen “ sind.

Nichtenergetische Verwertung Energie

Bei der nichtenergetischen Verwendung werden Energieträger als Rohstoff (z. B. Raffineriegas und Flüssiggas als Rohstoff chemischer Prozesse oder Koks als Reduktionsmittel bei der Roheisenerzeugung) eingesetzt.

Nichterwerbspersonen Erwerbstätigkeit

Personen, die keine auf Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben oder suchen und somit weder erwerbstätig noch erwerbslos sind.

Nichtversetzte, Nichtversetztenquote Bildung

Nichtversetzte sind die Schüler/-innen, die zum Ende des Schuljahres das Klassenziel nicht erreicht haben. Die Nichtversetztenquote gibt den Anteil der Nichtversetzten an allen Schüler/-innen an. Zu unterscheiden sind Nichtversetzte von den sogenannten Wiederholern. Als Wiederholer gelten Schüler/-innen, die eine Klassenstufe wegen Nichtversetzung oder freiwillig zum wiederholten Mal durchlaufen.

Nichwohngebäude Wohnungen, Bautätigkeit

Gebäude, das zu mehr als der Hälfte der Nutzfläche, Nichtwohnzwecken dient. Zu den Nichtwohngebäuden zählen  Anstaltsgebäude, Büro- und Verwaltungsgebäude, landwirtschaftliche Betriebsgebäude, nichtlandwirtschaftliche Betriebsgebäude (z.B. Fabrikgebäude, Handelsgebäude, Hotels und dergleichen) und sonstige  Nichtwohngebäude (z.B. Schulgebäude, Kindertagesstätten und Sporthallen).

Begriff Themengebiet Erläuterung
Obstanlagen Landwirtschaft

Ertragsfähige und noch nicht ertragsfähige Anlagen mit Obstbäumen und -sträuchern  ohne  Unterkultur oder als  Hauptnutzung mit Unterkultur  auf  Äckern,  Wiesen  oder  Weiden. Nicht  dazu zählen Erdbeeren und Obstbäume bzw. -sträucher in Haus- und Nutzgärten.

Öffentliche Schulen Bildung

Öffentliche Schulen sind Schulen, die vom Land oder einer kommunalen Gebietskörperschaft errichtet werden. Alle anderen Schulen sind Einrichtungen in freier Trägerschaft.

Ökologischer Betrieb Landwirtschaft

Ein Betrieb, der nach den geltenden Richtlinien der „Verordnung (EG)  834/2007 des Rates vom 28. Juni 2007 über die ökologische/biologische Produktion und die Kennzeichnung von ökologischen/biologischen Erzeugnissen" wirtschaftet.

Ökologischer Landbau Landwirtschaft

Landbau mit weitgehendem Verzicht auf den Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln, die auf chemisch-synthetischem  Weg  hergestellt  werden. Die Anforderungen an die ökologische  Erzeugung  und  Vermarktung  sind  seit  1992  auf europäischer  Ebene  geregelt,  aktuell  in der  Verordnung  (EG)  Nr.  834/2007  des  Rates  vom  28.  Juni  2007  über die  ökologische/biologische  Produktion  und  die  Kennzeichnung von ökologischen/biologischen Erzeugnissen und zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 2092/91. Nach der genannten EG-Verordnung kann auch für nur einen Produktionsbereich eines Betriebes die ökologische Bewirtschaftung eingeführt werden.

Begriff Themengebiet Erläuterung
Patienten/-innen Gesundheit

Sind alle vollstationären Behandlungsfälle. Muss sich eine Patientin oder ein Patient innerhalb eines Jahres mehrfach ggf. auch mit der gleichen Diagnose einer stationären Behandlung unterziehen, wird dies jeweils als eigenständiger Fall gezählt.

Pendler/-in Erwerbstätigkeit

Einpendler/-innen sind sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, die nicht am Arbeitsort wohnen. Die Einpendlerquote bezeichnet den Anteil der Einpendler/-innen an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. Auspendler/-innen sind sozialversicherungpsflichtig Beschäftigte, die nicht am Wohnort arbeiten. Die Auspendlerquote bezeichnet den Anteil der Auspendler/-innen an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Wohnort.

Pensionen Tourismus

Beherbergungsstätten, die allen zugänglich sind und in denen Speisen und Getränke nur an Hausgäste abgegeben werden.

Personalbelastungszahl Gesundheit

Gibt bezogen auf die Fallzahl an, wie viele Behandlungsfälle eine Vollkraft im Jahresdurchschnitt zu betreuen hat. Die so ermittelte Personalbelastungszahl bezieht sich nur auf  die vollstationären Leistungen. Das ambulante und teilstationäre Leistungsgeschehen bleibt ebenso unberücksichtigt wie die über die tarifliche Arbeitszeit hinaus erbrachte Arbeitsleistung.

Personalnebenkosten Verdienste und Arbeitskosten

Arbeitskosten abzüglich des Entgelts für die geleistete Arbeitszeit

PISA Bildung

PISA steht für "Programme for International Student Assessment" und ist Teil des Indikatorenprogramms Ines ("Indicators of Eduational Systems") der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung). Die PISA-Studien sind internationale Schulleistungsuntersuchungen, die seit dem Jahr 2000 in dreijährigem Turnus durchgeführt werden und die zum Ziel haben, alltags- und berufsrelevante Kenntnisse und Fähigkeiten in der Regel 15-jähriger Schüler zu messen.

Planungsregion (Landesplanerische Region, Raumordnungsregion) Bevölkerung und Gebiet

Das Land Rheinland-Pfalz ist planungsrechtlich gemäß § 13 Landesplanungsgesetz (LPlG) in die Regionen Mittelrhein-Westerwald, Trier, Rheinhessen-Nahe und Westpfalz sowie den rheinland-pfälzischen Teil des Verbands Region Rhein-Neckar (vormals Rheinpfalz) eingeteilt.

Die Region Mittelrhein-Westerwald umfasst das Gebiet der kreisfreien Stadt Koblenz sowie der Landkreise Ahrweiler, Altenkirchen (Westerwald), Cochem-Zell, Mayen-Koblenz, Neuwied, Rhein-Hunsrück-Kreis, Rhein-Lahn-Kreis und Westerwaldkreis.

Die Region Trier umfasst das Gebiet der kreisfreien Stadt Trier sowie der Landkreise Bernkastel-Wittlich, Eifelkreis Bitburg-Prüm, Vulkaneifel und Trier-Saarburg.

Die Region Rheinhessen-Nahe umfasst das Gebiet der kreisfreien Städte Mainz und Worms sowie der Landkreise Alzey-Worms, Bad Kreuznach, Birkenfeld und Mainz-Bingen.

Die Region Westpfalz umfasst das Gebiet der kreisfreien Städte Kaiserslautern, Pirmasens und Zweibrücken sowie der Landkreise Donnersbergkreis, Kaiserslautern, Kusel und Südwestpfalz.

Der rheinland-pfälzische Teil des Verbands Region Rhein-Neckar (vormals Rheinpfalz) umfasst die kreisfreien Städte Frankenthal (Pfalz), Landau in der Pfalz, Ludwigshafen am Rhein, Neustadt an der Weinstraße, Speyer und Worms sowie die Landkreise Bad Dürkheim, Germersheim, Rhein-Pfalz-Kreis und Südliche Weinstraße. Die Regionalplanung für diesen Bereich bestimmt sich nach dem Staatsvertrag zwischen den Ländern Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz über die Zusammenarbeit bei der Raumordnung und Weiterentwicklung im Rhein-Neckar-Gebiet vom 26. Juli 2005.

 

Preisindizes Preise

Die Preisstatistik veröffentlicht Ergebnisse von zeitlichen und räumlichen Preisvergleichen in Form von Indizes. Indizes messen relative Unterschiede. Sie normieren Zahlen, indem ein Bezugswert auf 100 gesetzt wird. Zeitliche Preisindizes zeigen, wie sich die Preise gegenüber dem Basisjahr geändert haben. Liegt beispielsweise der Verbraucherpreisindex in einem Monat bei 120, sind die Preise in diesem Monat 20 Prozent höher als im Durchschnitt des Basisjahres. Räumliche Preisindizes geben die Relation des Preisniveaus einer Region zu einer Vergleichsregion an.

Primäreinkommen Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen

Einkommen, das gebietsansässige Einheiten aufgrund ihrer unmittelbaren Teilnahme am Produktionsprozess erhalten, sowie das Einkommen, das der Eigentümer eines Vermögenswerts oder eines nicht produzierten Sachvermögensgegenstands als Gegenleistung dafür erhält, dass er diese einer anderen institutionellen Einheit zur Verfügung stellt. Es entspricht dem Bruttonationaleinkommen ohne die Abschreibungen (= Nettonationaleinkommen zu Marktpreisen) bzw. dem Volkseinkommen zuzüglich dem Saldo aus Produktions- und Importabgaben und Subventionen.

Primäreinkommen der privaten Haushalte Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen

Das Primäreinkommen der privaten Haushalte (einschließlich privater Organisationen ohne Erwerbszweck) enthält die Einkommen aus Erwerbstätigkeit und Vermögen, die den inländischen privaten Haushalten zugeflossen sind. Zu diesen Einkommen gehören das empfangene Arbeitnehmerentgelt, die Selbstständigeneinkommen der Einzelunternehmen und Selbstständigen, die auch eine Vergütung für die mithelfenden Familienangehörigen enthalten, der Betriebsüberschuss aus der Produktion von Dienstleistungen aus eigengenutztem Wohneigentum sowie die netto empfangenen Vermögenseinkommen.

Primärenergie Energie

Primärenergie umfasst alle Energiearten, die in der Natur vorkommen und durch die verfügbaren Technologien als Energiequellen genutzt werden können.

Private Konsumausgaben Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen

Waren- und Dienstleistungskäufe der inländischen privaten Haushalte für Konsumzwecke. Neben den tatsächlichen Käufen, zu denen u. a. Entgelte für häusliche Dienste gehören, sind auch bestimmte unterstellte Käufe enthalten, wie z. B. der Eigenverbrauch der Unternehmen ohne eigene Rechtspersönlichkeit, der Wert der Nutzung von Eigentümerwohnungen sowie sogenannte Naturalentgelte für Arbeitnehmer/-innen (z. B. Deputate). In den privaten Konsumausgaben sind auch die Konsumausgaben der privaten Organisationen ohne Erwerbszweck enthalten. Diese bestehen aus dem Eigenverbrauch sowie aus den Ausgaben für Güter, die als soziale Sachtransfers den privaten Haushalten für ihren Konsum zur Verfügung gestellt werden.

Private Schulen Bildung

Private Schulen sind Schulen in nicht öffentlicher Trägerschaft. Mit dieser Zuordnung wird keine Aussage über die Form des Zugangs getroffen, da auch Privatschulen grundsätzlich allen Schülerinnen und Schülern offen stehen.

Privatquartiere Tourismus

Kleinbeherbergungsstätten mit weniger als zehn Betten, die für alle zugänglich sind und in denen Gäste zum vorübergehenden Aufenthalt gegen Entgelt aufgenommen werden (auch als Bestandteil der
Wohnung eines/r Privatvermieter/-in).

Pro-Kopf-Verschuldung der kommunalen Haushalte Finanzen, Steuern, Personal

Für die Berechnung der Pro-Kopf-Verschuldung werden die Schulden der kommunalen Haushalte zum 31.12. des Jahres zur Bevölkerung am 30.06. des Jahres in Bezug gesetzt.

Produktion Industrie, Bau, Handwerk

Produktion  bezeichnet, die im Inland im Berichtszeitraum fertig gestellten zum Absatz und zur Weiterverarbeitung bestimmten Erzeugnisse.

Produktionswert Industrie, Bau, Handwerk

Der Wert der zum Absatz bestimmten Produktion wird unter Zugrundelegung des im Berichtszeitraum erzielten oder zum Zeitpunkt des Absatzes erzielbaren Verkaufspreises ab Werk berechnet (Verkaufswert). Der Verkaufswert enthält auch die Kosten der Verpackung, auch wenn sie gesondert in Rechnung gestellt wird.

Landwirtschaft

Die Erzeugung des landwirtschaftlichen Wirtschaftsbereichs einschließlich Garten- und Weinbau, ohne Forstwirtschaft und Fischerei (Produktionswert) umfasst die Verkäufe von landwirtschaftlichen Erzeugnissen an andere Wirtschaftsbereiche sowie andere  andwirtschaftliche  Einheiten,  den  Eigenverbrauch,  die  Vorratsveränderungen  bei pflanzlichen und tierischen Produkten, die selbst erstellten Anlagen (Vieh), die Dienstleistungen auf der landwirtschaftlichen Erzeugerstufe (Neuanpflanzungen  von Dauerkulturen), den innerbetrieblichen Verbrauch an selbst erzeugten Futtermitteln (Futtergetreide, Silage, Heu) sowie die landwirtschaftlichen Lohnarbeiten (die  auch von gewerblichen Lohnunternehmen durchgeführt werden können) und  die nicht trennbaren nichtlandwirtschaftlichen Nebentätigkeiten (z. B. Ferien auf dem Bauernhof).

Produktivität Konjunktur aktuell

Die Produktivität ist die Maßzahl, welche die Produktionsausbringung ins Verhältnis zu den Einsatzmengen der Produktionsfaktoren setzt. Sie ist also ein Indikator für die Ergiebigkeit ökonomischer Aktivitäten und kann für einzelne Betriebe, für Branchen oder für eine ganze Volkswirtschaft berechnet werden.

Produzierendes Gewerbe Industrie, Bau, Handwerk

Das produzierende Gewerbe umfasst den Bergbau, die Gewinnung von Steinen und Erden, das verarbeitende Gewerbe, die Energie- und Wasserversorgung sowie das Baugewerbe.

Prüfungsjahr Bildung

Hochschulabsolventen/-innen werden in der amtlichen Statistik üblicherweise nach Prüfungsjahren ausgewiesen. Ein Prüfungsjahr setzt sich aus einem Wintersemester und dem folgenden Sommersemester zusammen.

Psychiatrische Krankenhäuser Gesundheit

Sind Krankenhäuser die ausschließlich über psychiatrische oder psychotherapeutische Fachabteilungen oder psychiatrische, psychotherapeutischen und neurologische oder Fachabteilungen verfügen. Seit 2012 zählen zu den psychiatrischen Krankenhäusern auch die Kliniken, die neben den psychiatrischen oder psychotherapeutischen Fachbereichen auch eine Abteilung für Geriatrie vorhalten.

Begriff Themengebiet Erläuterung
Quotensummenverfahren Bildung

Die Studienanfängerquote wird wie die Studienberechtigtenquote und die Absolventenquote im Quotensummenverfahren errechnet. Hierfür wird zunächst für jeden einzelnen Altersjahrgang der Bevölkerung der Anteil der Studienanfänger/-innen berechnet. Diese Anteile werden anschließend addiert und ergeben so die Studienanfängerquote für die Gesamtbevölkerung.

Begriff Themengebiet Erläuterung
Rauchgewohnheiten Gesundheit

In die Auswertung der Fragen zu den Rauchgewohnheiten wurden nur Personen ab 15 Jahre einbezogen. Unter regelmäßigem Rauchen wird tägliches Rauchen verstanden, auch wenn es sich um geringe Tabakmengen handelt. Als starke Raucher werden entsprechend den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Raucher mit einem täglichen Zigarettenkonsum ab 20 Stück bezeichnet. Als Alter bei Rauchbeginn ist das Alter angegeben, in dem erstmals mit dem regelmäßigen Rauchen angefangen wurde. Die Anzahl der täglich gerauchten Zigaretten wurde in den Klassen unter 5, 5 bis 20, 21 bis 40 und 41 und mehr erfragt. Aus diesen Ergebnissen wurde auch die tagesdurchschnittliche Zahl der gerauchten Zigaretten geschätzt. Bei der Ermittlung dieser Werte wurde aufgrund des Fehlens genauer Angaben unterstellt, dass die exakte Zahl der gerauchten Zigaretten innerhalb der Grenzen der angegebenen Größenklasse gleich verteilt ist, und dass die offene obere Klasse bei einem Wert von 60 geschlossen wird. Als frühere Raucher sind nur Personen ausgewiesen, die
heute nicht mehr rauchen.

Raufutter Landwirtschaft

Hektarertrag bzw. Erntemenge (auf Trockenmasse umgerechneter Grünmasseertrag) von Wiesen, Mähweiden, Grasanbau auf dem Ackerland, Klee, Kleegras und Klee-Luzerne-Gemisch sowie Luzerne.

Raum Wohnungen, Bautätigkeit

Die Zahl  der Räume einer Wohnung umfasst alle Wohn-, Ess- und Schlafzimmer und alle anderen separaten Räume (z.B. bewohnbare Keller-  und  Bodenräume)  von mindestens sechs Quadratmetern Größe sowie abgeschlossene Küchen unabhängig  von deren Größe. Bad, Toilette, Flur und Wirtschaftsräume werden grundsätzlich nicht mitgezählt. Ein Wohnzimmer mit einer Essecke, Schlafnische oder Kochnische zählt als ein Raum. Wohnungen, in denen es keine bauliche Trennung der einzelnen Wohnbereiche gibt (z.B. „Loftwohnungen“),  bestehen somit aus nur einem Raum.

Reallohnindex Verdienste und Arbeitskosten

Quotient aus dem Index der Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen (für Vollzeit-, Teilzeit- und geringfügig Beschäftigte) und dem Verbraucherpreisindex. Der Verbraucherpreisindex wird monatlich, der Index der Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen vierteljährlich berechnet. Um ebenfalls Quartalsdurchschnitte für den Verbraucherpreisindex zu erhalten, wird zunächst das arithmetische Mittel des Verbraucherpreisindex für die drei Monate eines jeweiligen Quartals berechnet.

Realsteueraufbringungskraft der Gemeinden Finanzen, Steuern, Personal

Die Einnahmen aus den Realsteuern (Grundsteuer, Gewerbesteuer) sind für die einzelnen Gemeinden nicht vergleichbar, da den Gemeinden gemäß Art. 106 Abs. 6 Satz 2 Grundgesetz das Recht eingeräumt ist, die Hebesätze der Realsteuern im Rahmen der Gesetze selbst festzulegen. Aus dem Realsteuer-Istaufkommen einer Gemeinde lässt sich daher keine aussagefähige Information über ihre Steuerkraft ableiten.

Um vergleichbare Werte zu erhalten, wird die Realsteueraufbringungskraft berechnet, die angibt, wie hoch das Realsteuer-Istaufkommen in den einzelnen Gemeinden gewesen wäre, wenn sie alle bei jeder der einzelnen Realsteuern den gewogenen landesdurchschnittlichen Hebesatz angewandt hätten.

 

Realsteuern Finanzen, Steuern, Personal

Realsteuern sind nach § 3 Abs. 2 Abgabenordnung die Grundsteuer und die Gewerbesteuer.

Die Grundsteuer umfasst die Grundsteuer A (Steuer auf agrarisch genutzte Grundstücke) und die Grundsteuer B (Steuer auf baulich genutzte Grundstücke). Die Gewerbesteuer ist die Steuer auf die Ertragskraft der Unternehmen.

 

Rebfläche Landwirtschaft

Bestockte und nicht bestockte Rebfläche unabhängig von der Verwendung (Kelter- bzw. Tafeltrauben).

Regelinsolvenzverfahren Gewerbeanzeigen, Insolvenzen

Allgemeines Insolvenzverfahren des deutschen Rechts. Es kommt zur Anwendung, wenn kein besonderes Insolvenzverfahren vorgesehen ist. Besondere Insolvenzverfahren sind das Verbraucherinsolvenzverfahren, das Nachlassinsolvenzverfahren, das Insolvenzverfahren über das Gesamtgut einer fortgesetzten Gütergemeinschaft und das Insolvenzverfahren über das gemeinschaftlich verwaltete Gesamtgut einer Gütergemeinschaft.

Regelstudienzeit Bildung

Die Regelstudienzeit ist die Semesterzahl, die nötig ist, um einen Studiengang bei zügigem und intensivem Studium zu absolvieren.

Begriff Themengebiet Erläuterung
Sachinvestitionen der Länder sowie der Gemeinden und Gemeindeverbände Finanzen, Steuern, Personal

Die Investitionsausgaben der öffentlichen Haushalte i. e. S. werden Sachinvestitionen genannt. Werden zusätzlich die Ausgaben für den Erwerb von Beteiligungen, die Darlehen und die Zuweisungen und Zuschüsse für Investitionen einbezogen, wird von den Investitionsausgaben i. w. S., den investiven Ausgaben, gesprochen.

Schichtarbeit Erwerbstätigkeit

Nach der Definition des Mikrozensus leistet eine Person Schichtarbeit, wenn sie ihre Arbeit zu wechselnden Zeiten ausübt (Frühschicht/Spätschicht, Frühschicht/Spätschicht/Nachtschicht, Tagschicht/Nachtschicht, unregelmäßige Schicht, geteilte Schicht (Teil der Arbeitszeit am Vormittag, anderer Teil am Abend)). Andere Arbeitsformen begründen keine Schichtarbeit.

Schul- und Förderschulkindergärten Bildung

Diese Einrichtungen werden bzw. wurden an Grund- oder Förderschulen geführt. Die Fördermaßnahmen beschränken sich vorzugsweise auf Kinder, die vom Schulbesuch zurückgestellt wurden.

Schulabschluss Erwerbstätigkeit

Ausgewiesen wird die Bevölkerung ab 15 Jahren ohne Personen, die sich noch in schulischer Ausbildung befinden oder noch nicht schulpflichtig sind, nach dem jeweils höchsten beruflichen Abschluss. Die Kategorie "mit Berufsabschluss" enthält neben den Personen mit den gesondert aufgeführten Abschlussarten auch Personen, die keine Angaben zur Art des Abschlusses gemacht haben. Die Kategorie "Insgesamt" bzw. "Zusammen" enthält neben den Personen mit Schulabschluss und den Personen ohne Schulabschluss auch diejenigen, die keine Angaben darüber gemacht haben, ob sie überhaupt einen Abschluss besitzen.

Schulden der kommunalen Haushalte Finanzen, Steuern, Personal

Als Schulden der kommunalen Haushalte gelten diejenigen Schulden, für welche die Körperschaft Schuldner ist, unabhängig davon, wer den Schuldendienst trägt. Dazu gehören auch die Schulden des allgemeinen Kapital- und Grundvermögens, die Schulden für die in der Haushaltsrechnung erfassten Unternehmen sowie die Schulden der den Körperschaften unterstehenden rechtlich unselbstständigen Stiftungen und Sondervermögen. Haushaltsrechtlich nicht zu den Schulden der kommunalen Körperschaften zählen dagegen die Schulden der öffentlich bestimmten Fonds, Einrichtungen und Unternehmen einschließlich der Krankenanstalten.

Schuldenbereinigungsplan, Annahme Gewerbeanzeigen, Insolvenzen

Ein Schuldenbereinigungsplan ist ein Plan zur Vereinbarung einer Schuldenbereinigung im Vergleichsweg und dient zur Abwendung der Eröffnung eines Verbraucherinsolvenzverfahrens. Er enthält Regelungen, die unter Berücksichtigung der Gläubigerinteressen sowie der Vermögens-, Einkommens- und Familienverhältnisse des Schuldners dazu geeignet sind, zu einer angemessenen Schuldenbereinigung zu führen, und kann außergerichtlich oder gerichtlich zustandekommen. In der Statistik über beantragte Insolvenzverfahren können systembedingt ausschließlich die Annahmen von gerichtlichen Schuldenbereinigungsplänen nachgewiesen werden.

Ein gerichtlicher Schuldenbereinigungsplan ist vom Schuldner mit dem Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens oder unverzüglich nach diesem Antrag vorzulegen und enthält Regelungen, die unter Berücksichtigung der Gläubigerinteressen sowie der Vermögens-, Einkommens- und Familienverhältnisse des Schuldners dazu geeignet sind, zu einer angemessenen Schuldenbereinigung zu führen. Er gilt als angenommen, wenn kein Gläubiger Einwendungen gegen den Schuldenbereinigungsplan erhoben oder wenn mehr als die Hälfte der benannten Gläubiger dem Schuldenbereinigungsplan zugestimmt hat und die Summe der Ansprüche der zustimmenden Gläubiger mehr als die Hälfte der Summe der Ansprüche der benannten Gläubiger beträgt.

Schulen des Gesundheitswesens Bildung

Die Schulen des Gesundheitswesens vermitteln eine Ausbildung für nichtakademische Gesundheitsberufe. Die Schulen des Gesundheitswesens nehmen eine Sonderstellung zwischen der bundeseinheitlich geregelten betrieblichen Ausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz bzw. der Handwerksordnung und dem rein länderrechtlich geregelten schulischen Ausbildungsteil des dualen Ausbildungssystems ein. Sie können als staatlich anerkannte Privatschulen organisiert, aber auch an ein Krankenhaus angegliedert und über dessen Pflegesätze finanziert werden. Die Abschlüsse sind staatlich anerkannt. Die Ausbildung der Gesundheitsfachberufe erfolgt fast vollständig an diesen Schulen. Bis zum Schuljahr 2008/09 wurde die Erhebung auf freiwilliger Basis durchgeführt. Seit dem Schuljahr 2009/10 besteht eine gesetzliche Auskunftspflicht.

Schullaufbahnempfehlung Bildung

In Rheinland-Pfalz erhalten Grundschüler/-innen zum Ende des vierten Schuljahres eine Empfehlung zur weiteren Schullaufbahn. Die Empfehlung der Grundschule ist in Rheinland-Pfalz nicht bindend.

Schulstrukturreform Bildung

Am 22. Dezember 2008 verabschiedete der rheinland-pfälzische Landtag mit Artikel 7 des „Landesgesetzes zur Änderung der Schulstruktur“ das „Landesgesetz zur Einführung der neuen Schulstruktur im Bereich der Sekundarstufe I“ (Schulstruktur-EinfG). Dieses Gesetz regelt u. a. das Errichtungsverfahren für Realschulen plus sowie die Überführung der Haupt- und Realschulen, der Regionalen Schulen und der Dualen Oberschulen in diese Schulart. Durch die Schulstrukturreform wurden zum 1. August 2009 alle bis dahin noch bestehenden Regionalen Schulen und Dualen Oberschulen in Realschulen plus überführt. Für die Haupt- und Realschulen wurde eine schrittweise Überführung in die Realschulen plus zum 31. Juli 2013 angestrebt.

Schulstufen Bildung

Durch Schulstufen wird das allgemeinbildende Schulwesen in Bildungsabschnitte gegliedert. Nach dieser Einteilung werden Vorklassen und Schulkindergärten zum Elementarbereich gezählt. Die Klassenstufen 1 bis 4 sind dem Primarbereich (Grundstufe), die Klassenstufen 5 bis 10 in der Regel dem Sekundarbereich I und die Jahrgangsstufen 11 bis 13 grundsätzlich dem Sekundarbereich II zugeordnet. Schüler/-innen der Jahrgangsstufe 10 an achtjährigen Gymnasien werden, anders als bei den übrigen Schularten, nicht zum Sekundarbereich I gezählt, sondern der Sekundarstufe II zugeordnet. Klassen mit Schülerinnen und Schülern mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung werden den Kategorien "Grundstufe”, ”Mittelstufe”, ”Oberstufe” und ”Werkstufe” zugeordnet.

Schulungsheime Tourismus

Beherbergungsstätten, die nach Einrichtung und Zweckbestimmung dazu dienen, Unterricht außerhalb des regulären Schul- und Hochschulsystems anzubieten.

Selbstständige Haushalte und Familien

Als Selbstständiger zählt, wer zeitlich überwiegend unternehmerisch oder freiberuflich selbständig tätig ist. Hierzu gehören tätige Eigentümer in Einzelunternehmen und Personengesellschaften, Freiberufler wie Ärzte, Anwälte, Steuerberater, Architekten, aber auch alle selbstständigen Handwerker, Handels- bzw. Versicherungsvertreter, Lehrer, Musiker, Artisten, Hebammen, Kranken- sowie Altenpfleger. In der Erwerbstätigenrechnung werden die Selbstständigen zusammen mit den mithelfenden Familienangehörigen nachgewiesen.

Selbstständige und mithelfende Familienangehörige Erwerbstätigkeit

Zeitlich überwiegend unternehmerisch oder freiberuflich selbstständig tätige Personen. Hierzu gehören tätige Eigentümer/-innen in Einzelunternehmen und Personengesellschaften, Freiberufler/-innen wie Ärzte/-innen, Anwälte/-innen, Steuerberater/-innen, Architekten/-innen, aber auch alle selbstständigen Handwerker, Handels- bzw. Versicherungsvertreter, Lehrer/-innen, Musiker/-innen, Artisten/-innen, Hebammen, Kranken- sowie Altenpfleger/-innen. Zu den mithelfenden Familienangehörigen werden alle Personen gerechnet, die regelmäßig und zeitlich überwiegend unentgeltlich in einem Betrieb mitarbeiten, der von einem Familienmitglied als Selbstständiger geleitet wird.

SGB-II-Quote Soziales

Empfänger von Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II, bezogen auf die Bevölkerung im Alter von unter 65 Jahren.

Sicherungsverwahrung Justiz

Ein Straftäter, gegen den Sicherungsverwahrung angeordnet wird, verbleibt in Verwahrung, nachdem er eine verhängte Freiheitsstrafe verbüßt hat, sofern seine Gefährlichkeit nach Auffassung des Gerichts noch fortbesteht bzw. die Nichtgefährlichkeit nicht zweifelsfrei geklärt ist.

Siedlungs- und Verkehrsfläche Bevölkerung und Gebiet

Zur Siedlungs- und Verkehrsfläche gehören die Gebäude- und Freiflächen, die Betriebsflächen (ohne Abbauland), die Erholungsflächen, die Verkehrsflächen und die Friedhofsflächen.

Sonderpädagogischer Förderbedarf Bildung

Ein sonderpädagogischer Förderbedarf wird von der Schulbehörde festgestellt, wenn Kinder und Jugendliche in ihren Entwicklungs- und Lernmöglichkeiten soweit beeinträchtigt sind, dass sie sonderpädagogischer Förderung für einen erfolgreichen Schulabschluss bedürfen. Nachgewiesen wird hier der im Fördergutachten festgestellte individuelle sonderpädagogische Förderschwerpunkt der Schülerin beziehungsweise des Schülers. In Rheinland-Pfalz werden sieben Förderschwerpunkte unterschieden und zwar in Bezug auf:

  • Sozial-emotionale Entwicklung,
  • ganzheitliche Entwicklung,
  • Gehörlose und Schwerhörige,
  • motorische Entwicklung,
  • Lernen,
  • Blinde und Sehbehinderte sowie
  • Sprache.


Die Förderquote entspricht dem prozentualen Anteil der Schüler/-innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf an den Schüler/-innen mit Vollzeitschulpflicht (1. bis 10. Jahrgangsstufe und Förderschulen).

Sonstige betriebliche Erträge Dienstleistungen

Umsatzerlöse oder Einnahmen aus nicht betriebstypischen Nebengeschäften des Unternehmens oder der Einrichtung, wie z.B. Patent- und Lizenzeinnahmen oder Kantinenerlöse sowie Einnahmen aus Mieten, Pachten und Leasing, sofern es sich bei diesen nicht um Einnahmen im Sinne des Geschäftsgegenstandes handelt (z.B. bei Vermietungs- bzw. Leasinggesellschaften). Nicht einbezogen werden Subventionen, außerordentliche und betriebsfremde Erträge sowie Zins- und ähnliche Erträge (z.B. Kursgewinne, Dividenden, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen oder aus dem Verkauf von Gegenständen des Anlagevermögens).

Sonstige Gemeinden Tourismus

Zusammenfassung von Gemeinden ohne Prädikat als Heilbad, Luftkurort, Erholungsort oder Fremdenverkehrsort.

Sonstige Leistungen Industrie, Bau, Handwerk

Umsatz von Erzeugnissen und Leistungen aus Nebenbetrieben ohne Rücksicht auf den Zahlungseingang sowie Umsatz aus Nebengeschäften; Erlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen sind nicht einbezogen. Der Nachweis erfolgt ohne Umsatzsteuer.

Sonstige Neugründung Gewerbeanzeigen, Insolvenzen

Gründung eines Kleinunternehmens oder eines Nebenerwerbsbetriebes. Bei der Gründung eines Kleinunternehmens gründet ein Nichtkaufmann eine Hauptniederlassung. Diese ist nicht im Handelsregister eingetragen, besitzt keine Handwerkskarte und beschäftigt keine Arbeitnehmer.

Sonstige Stilllegung Gewerbeanzeigen, Insolvenzen

Eine sonstige Stilllegung ist die Aufgabe eines Kleinunternehmens oder eines Nebenerwerbsbetriebes. Bei der Aufgabe eines Kleinunternehmens gibt ein Nichkaufmann eine Hauptniederlassung vollständig auf. Diese war nicht im Handelsregister eingetragen, hat keine Handwerkskarte besessen und keine Arbeitnehmer beschäftigt.

Sonstige Wohneinheit Wohnungen, Bautätigkeit

Wohneinheit ohne Küche oder Kochnische. Die sonstigen Wohneinheiten werden in der Statistik der Baugenehmigungen ab dem  Berichtsjahr 2012 und in der Fortschreibung des Wohngebäude- und Wohnungsbestandes ab dem Berichtsjahr 2011 als Wohnungen erfasst. Dies ist darauf zurückzuführen, dass bedingt durch die Methodik der Gebäude- und Wohnungszählung 2011 eine Unterscheidung zwischen Wohnungen und sonstigen Wohneinheiten, wie sie vorher gängig war, nicht mehr möglich ist.

Sozialbeiträge der Arbeitgeber Verdienste und Arbeitskosten

Die Sozialbeiträge der Arbeitgeber sind alle Aufwendungen der Arbeitgeber, um ihren Arbeitnehmer/-innen Anspruch auf Sozialleistungen zu sichern. Zu dieser Kostenart zählen die tatsächlichen und unterstellten Sozialbeiträge sowie die Sozialbeiträge der Arbeitgeber für Auszubildende.

Sozialhilfe Soziales

Die Sozialhilfe (Hilfe zum Lebensunterhalt, Hilfe in besonderen Lebenslagen) ist eine öffentlich-rechtliche Sozialleistung, die den Personen, die sich nicht selbst versorgen können, ein Leben ermöglichen soll, das der Würde des Menschen entspricht.

Sozialhilfequote Soziales

Die Sozialhilfequote ist der Anteil der Empfänger von Sozialhilfe (hier der Hilfe zum Lebensunterhalt) an der Bevölkerung insgesamt.

Sozialökonomischer Betriebstyp Landwirtschaft

Die sozialökonomische Betriebstypisierung unterscheidet die landwirtschaftlichen Betriebe in Haupt- und Nebenerwerbsbetriebe und beschränkt sich auf die Betriebe der Rechtsform Einzelunternehmen, die auch als Familienbetriebe bezeichnet werden. Ein Haupterwerbsbetrieb liegt vor, wenn der Anteil des betrieblichen Einkommens am Gesamteinkommen mindestens 50 Prozent beträgt. Nebenerwerbsbetriebe sind dementsprechend alle übrigen Betriebe der Rechtsform  Einzelunternehmen. Zwischen 1997 und 2007 lag ein Haupterwerbsbetrieb  vor, wenn ein Betrieb von 1,5 und mehr Vollarbeitskräften  (AK-Einheiten) bewirtschaftet wurde oder über 0,75 bis unter 1,5 AK-Einheiten verfügte und der Anteil des betrieblichen Einkommens am Gesamteinkommen mindestens 50 Prozent betrug.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung Erwerbstätigkeit

Arbeitnehmer/-innen, die kranken-, renten-, pflegeversicherungspflichtig und/oder beitragspflichtig nach dem Recht der Arbeitsförderung sind oder für die Beitragsanteile zur gesetzlichen Rentenversicherung oder nach dem Recht der Arbeitsförderung zu zahlen sind; dazu gehören insbesondere auch Auszubildende, Altersteilzeitbeschäftigte, Praktikanten/-innen, Werkstudenten/-innen und Personen, die aus einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis zur Ableistung von gesetzlichen Dienstpflichten (z. B. Wehrübung) einberufen werden. Nicht einbezogen sind dagegen Beamte/-innen, Selbstständige, mithelfende Familienangehörige, Berufs- und Zeitsoldaten sowie Wehr- und Zivildienstleistende. Beim Nachweis der Merkmale sind in der jeweiligen Gesamtzahl die Fälle „ohne Angabe“ mit enthalten.

Sparen der privaten Haushalte Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen

Der nicht konsumierte Teil des verfügbaren Einkommens der privaten Haushalte zuzüglich der Zunahme betrieblicher Versorgungsansprüche stellt das Sparen der privaten Haushalte dar. Die Relation aus dem so ermittelten Sparen zu dem verfügbaren Einkommen (letzteres erhöht um die Zunahme der betrieblichen Versorgungsansprüche) wird als Sparquote der privaten Haushalte bezeichnet.

Sparquote Haushalte und Familien

Der nicht konsumierte Teil des verfügbaren Einkommens der privaten Haushalte zuzüglich der Zunahme betrieblicher Versorgungsansprüche stellt die Ersparnisse der privaten Haushalte dar. Die Relation aus Ersparnissen zu verfügbarem Einkommen (letzteres erhöht um die Zunahme der betrieblichen Versorgungsansprüche) wird als Sparquote der privaten Haushalte bezeichnet.

Konjunktur aktuell

Der nicht konsumierte Teil des verfügbaren Einkommens der privaten Haushalte zuzüglich der Zunahme betrieblicher Versorgungsansprüche stellt die Ersparnisse der privaten Haushalte dar. Die Relation aus Ersparnissen zu verfügbarem Einkommen (letzteres erhöht um die Zunahme der betrieblichen Versorgungsansprüche) wird als Sparquote der privaten Haushalte bezeichnet.

Spätaussiedler Bevölkerung und Gebiet

Spätaussiedler sind deutsche Volkszugehörige aus den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion und den anderen früheren Ostblockstaaten, die im Wege eines speziellen Aufnahmeverfahrens ihren Aufenthalt in Deutschland begründet haben.

Spezialhandel Außenhandel

Der Spezialhandel umfasst im Wesentlichen nur die Waren, die zum Gebrauch, Verbrauch, zur Be- oder Verarbeitung in Rheinland-Pfalz eingehen und die Waren, die aus der Erzeugung und der Be- oder Verarbeitung in Rheinland-Pfalz stammen und ausgehen. Im Unterschied zum Generalhandel sind die Einfuhren und Ausfuhren von Waren aus bzw. auf Lager im Spezialhandel nicht enthalten. Dagegen enthält der Spezialhandel die Überführung (Einfuhren) aus Lager in den freien Verkehr oder in die aktive Veredelung. Die rheinland-pfälzischen Ausfuhrzahlen umfassen die Ergebnisse des Spezialhandels.

Staatsangehörigkeit Bevölkerung und Gebiet

Staatsangehörigkeit ist die rechtliche Zugehörigkeit einer natürlichen Person zu einem Staat. Aus rechtlicher Sicht unterscheidet man zwischen dem Erwerb per Gesetz (z. B. durch Geburt, Erklärung) und dem Erwerb durch Verwaltungsakt (Einbürgerung). In den Tabellen werden Personen, die Deutsche im Sinne des Art. 116 Abs. 1 Grundgesetz (GG) sind, als Deutsche nachgewiesen. Auch Personen, die sowohl die deutsche als auch eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzen, werden als Deutsche erfasst.

Standardbevölkerung Gesundheit

Standardbevölkerung ist die bei der Altersstandardisierung zugrunde gelegte Bevölkerung. Die Wahl der Standardbevölkerung ist grundsätzlich beliebig. Häufig – so auch in diesem Jahrbuch – wird auf die von der WHO verwendete „alte Europäische Standardbevölkerung“ zurückgegriffen. Diese wendet die gleiche Bevölkerungsstruktur auf beide Geschlechter an und ermöglicht damit eine Vergleichbarkeit der standardisierten Raten auch zwischen den Geschlechtern.

Standardoutput Landwirtschaft

Standardisierte Rechengröße, die für die Eingruppierung der landwirtschaftlichen Betriebe nach ihrer betriebswirtschaftlichen Ausrichtung ermittelt wird und gleichzeitig zur Darstellung der wirtschaftlichen Betriebsgröße landwirtschaftlicher  Betriebe  dient. Der Output eines landwirtschaftlichen Erzeugnisses (pflanzlich oder tierisch) ist der Geldwert der landwirtschaftlichen  Bruttoerzeugung zu  Ab-Hof-Preisen. Die Bruttoerzeugung schließt Verkäufe, interne Verwendung, Eigenverbrauch und Bestandsveränderungen ein. Berücksichtigt wird sowohl der Wert der Haupterzeugnisse als auch der etwaiger Nebenerzeugnisse. Nicht  berücksichtigt  werden Direktzahlungen (gekoppelte, entkoppelte oder sonstige Zahlungen), Mehrwertsteuer und produktspezifische Steuern. Der Ab-Hof-Preis bezeichnet den  Preis eines Erzeugnisses vor etwaigen Abzügen für Transport- oder Vertriebskosten. Kann ein Erzeugnis in einer Region nicht ohne  Verpackung verkauft werden, sollte der Ab-Hof-Preis dem Preis des verpackten Erzeugnisses entsprechen.

 

Da für die Mehrzahl der Betriebe die betriebsindividuellen Outputs nicht zur Verfügung stehen, wird mit den durchschnittlichen Werten für eine Region gerechnet. Diese werden als Standardoutput bezeichnet. Dieser wird je Einheit angegeben und deckt einen Erzeugungszeitraum von  zwölf  Monaten ab. In der pflanzlichen  Erzeugung wird er in der Regel auf einen Hektar bezogen; in der tierischen Erzeugung auf ein Stück Vieh. Um die Auswirkungen kurzzeitiger konjunkturell bedingter Schwankungen zu glätten, wird ein fünfjähriger Durchschnitt gebildet.

 

Der Standardoutput je Hektar oder Tiereinheit wurde mit den Angaben des Betriebes multipliziert und anschließend die einzelnen Werte zur Gesamtsumme des  Betriebes addiert. Dieser Wert bestimmt dann die wirtschaftliche Betriebsgröße des Betriebes und ist maßgebend  für die Eingruppierung der landwirtschaftlichen Betriebe nach der betriebswirtschaftlichen Ausrichtung.

Stellung im Beruf Haushalte und Familien

Unter der "Stellung im Beruf" wird die Zugehörigkeit der Erwerbstätigen zu einer der folgenden Kategorien verstanden: Selbstständige, mithelfende Familienangehörige, Angestellte, Arbeiter, Beamte.

Sterbetafel Bevölkerung und Gebiet

Die Sterbetafel stellt ein mathematisches Modell der Sterblichkeitsverhältnisse einer Bevölkerung während eines bestimmten Beobachtungszeitraums dar. Sie dient insbesondere zur Berechnung altersspezifischer Sterbe- und Überlebenswahrscheinlichkeiten sowie der durchschnittlichen Lebenserwartung. Die nachgewiesene Lebenserwartung würde sich ergeben, wenn sich die Sterblichkeit in Zukunft nicht verändern würde. Die nachgewiesenen Altersangaben beziehen sich auf Personen, die das angegebene Lebensjahr gerade vollendet haben.

Sterbeziffer Bevölkerung und Gebiet

Die Sterbeziffern nach Alter und Geschlecht beschreiben die Gestorbenen bestimmten Alters und Geschlechts je 1.000 Lebende gleichen Alters und Geschlechts.

Sterbeziffer, allgemeine Gesundheit

Die allgemeine Sterbeziffer gibt die Zahl der Gestorbenen je 1 000 Einwohner an.

Steuerdeckungsquote Finanzen, Steuern, Personal

Anteil der Ausgaben öffentlicher Haushalte, der durch Steuern und steuerähnliche Einnahmen gedeckt ist.

Steuereinnahmekraft der Gemeinden Finanzen, Steuern, Personal

Die Steuereinnahmekraft der Gemeinden ergibt sich aus der Realsteueraufbringungskraft durch Subtraktion der Gewerbesteuerumlage sowie Addition der Gemeindeanteile an der Einkommensteuer und der Umsatzsteuer.

Steuern Finanzen, Steuern, Personal

Steuern sind nach § 3 Abs. 1 Abgabenordnung (AO) Geldleistungen, die nicht eine Gegenleistung für eine besondere Leistung darstellen und von einem öffentlich-rechtlichen Gemeinwesen zur Erzielung von Einnahmen allen auferlegt werden, bei denen der Tatbestand zutrifft, an den das Gesetz die Leistungspflicht knüpft, die Erzielung von Einnahmen kann Nebenzweck sein.

Strafgefangene Justiz

Personen, die in den Justizvollzugsanstalten eine Freiheits- oder Jugendstrafe verbüßen. Dazu zählen auch Einsitzende, die zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe oder Sicherungsverwahrung verurteilt wurden.

Strafmündigkeit Justiz

Fähigkeit, strafrechtlich verantwortlich zu  sein. Sie beginnt mit 14  Jahren. Kinder unter 14 Jahre sind  schuldunfähig  und  damit  strafunmündig.

Straftat Justiz

Ist eine konkrete, nach gesetzlich festgelegten Strafbestimmungen rechtswidrige und schuldhafte Tat.

Straßendichte Verkehr

Straßenlänge in Meter je Quadratkilometer Fläche.

Stromabsatz Energie

Ausgewiesen ist der Stromabsatz an inländische Letztverbraucher. Nicht dargestellt sind die Abgabe an andere Energieversorgungsunternehmen sowie der Eigenbetriebsverbrauch der Unternehmen.

Stromaußenhandel Energie

Der Stromaußenhandel wird seit dem Bilanzjahr 1995 ebenso wie der im Land erzeugte Strom mit dem Heizwert von 3600 kJ/kWh bewertet. Der Stromaußenhandel wird als Saldo dargestellt, der sich aus einer Differenzrechnung zwischen Stromverbrauch, Netzverlusten und Stromerzeugung ergibt (Nettostromimporte bzw. -exporte).

Studienanfänger/-innen Bildung

Als Studienanfänger/-innen werden Studierende bezeichnet, die im ersten Hochschulsemester an einer deutschen Hochschule eingeschrieben sind. Die Zahl der Studienanfänger/-innen eines Studienjahres ergibt sich aus den Studienanfänger/-innen eines Sommersemesters und des darauffolgenden Wintersemesters.

Die Studienanfängerquote gibt an, wie hoch der Anteil der Studienanfänger/-innen an der altersspezifischen Bevölkerung ist. Als regionale Bezugsgröße kann entweder das Bundesland, in dem die Studienberechtigung erworben wurde, oder das Bundesland, in dem der Studienort liegt, gewählt werden. Die Berechnung erfolgt nach dem sogenannten Quotensummenverfahren.

Studienanfängerquote Bildung

Die Studienanfängerquote gibt den Anteil der Studienanfängerinnen und -anfänger an der altersspezifischen Bevölkerung an. Die Berechnung erfolgt nach dem so genannten Quotensummenverfahren.

Studienberechtigtenquote Bildung

Die Studienberechtigtenquote gibt den Anteil der Abgänger/-innen allgemeinbildender und berufsbildender Schulen mit Hochschulreife an der Bevölkerung im entsprechenden Alter an. Bis zum Berichtsjahr 2005 wurde dieser Wert mit Bezug auf die 18- bis unter 21-Jährigen ermittelt. Ab dem Berichtsjahr 2006 erfolgt die Berechnung – wie auch bei der Studienanfänger- und der Absolventenquote – nach dem Quotensummenverfahren. Seit dem Jahr 2013 wird der ausschließlich schulische Teil der Fachhochschulreife nicht mehr als Hochschulzugangsberechtigung gezählt.

Studienjahr Bildung

Studienanfänger/-innen werden in der amtlichen Statistik üblicherweise nach Studienjahren ausgewiesen. Ein Studienjahr setzt sich aus einem Sommer- und dem darauffolgenden Wintersemester zusammen.

Studierende Bildung

Studierende sind in einem Fachstudium als Haupt- und Nebenhörer/-innen eingeschriebene Personen ohne Beurlaubte, Gasthörer/-innen und Studienkollegiaten/-innen. Die Zahl der Studierenden wird jährlich zu Beginn des Wintersemesters erhoben.

Subventionen Dienstleistungen

Finanzielle Zuwendungen, die Bund, Länder und Gemeinden oder Einrichtungen der Europäischen Union ohne Gegenleistung an das Unternehmen oder die Einrichtung für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben oder für die laufende Geschäftstätigkeit gewähren,

  • um die Herstellungskosten zu verringern und/oder
  • die Verkaufspreise der Dienstleistungen bzw. Erzeugnisse zu senken und/oder
  • eine hinreichende Entlohnung der Produktionsfaktoren zu ermöglichen.

Hierzu zählen auch Zinszuschüsse, Frachthilfen und Lohnkostenzuschüsse sowie Subventionen zur Verringerung der Umweltverschmutzung.

Begriff Themengebiet Erläuterung
Tätige Personen Dienstleistungen

Tätige (Mit)Inhaber/-innen und unbezahlt mithelfende Familienangehörige sowie alle voll- und teilzeitbeschäftigten Angestellten, Arbeiter/-innen, Beamte/-innen, Auszubildenden, Studierende, Praktikanten/-innen sowie Volontäre/-innen, die am 30. September des Berichtsjahres in einem Arbeitsverhältnis zum Unternehmen oder zur Einrichtung standen. Zu den tätigen Personen zählen auch vorübergehend abwesende Personen (z.B. Erkrankte, Urlauber, Frauen im Mutterschutz, Personen in Elternzeit mit einer Dauer von weniger als einem Jahr) sowie Personen in Altersteilzeit und im Außendienst. Nicht einbezogen werden im Ausland beschäftigte Personen. Ebenfalls nicht einbezogen werden Arbeitskräfte, die von anderen Unternehmen gegen Entgelt zur Arbeitsleistung überlassen wurden (Leiharbeitnehmer/-innen), freie Mitarbeiter/-innen sowie Personen, die ein Jahr oder länger in Elternzeit sind.

Tätige Personen (Handwerk) Industrie, Bau, Handwerk

Umfasst die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die geringfügig entlohnten Beschäftigten und die tätigen Inhaber/-innen.  Die Anzahl der tätigen Inhaber/-innen wird geschätzt.

Teilzeitbeschäftigte Handel, Gastgewerbe

Beschäftigte, deren regelmäßige Arbeitszeit kürzer ist als die orts-, branchen- oder betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit (z. B. Aushilfen, Halbtagskräfte und Personen, die nur an bestimmten Wochentagen tätig sind).

Teilzeitbeschäftigung Finanzen, Steuern, Personal

Den Teilzeitbeschäftigten werden alle zugeordnet, deren regelmäßige Arbeitszeit weniger als die übliche Wochenarbeitsstundenzahl umfasst, auch die Altersteilzeitbeschäftigten sowohl in der Arbeitsphase als auch in der Freistellungsphase, nicht jedoch die geringfügig Beschäftigten mit einem Monatsentgelt von insgesamt regelmäßig nicht mehr als 400 Euro.

Tiefbau Wohnungen, Bautätigkeit

Der Tiefbau ist das Teilgebiet des Bauwesens, das sich mit der Planung und Errichtung von baulichen Anlagen befasst, die an oder unter der Erdoberfläche bzw. unter der Ebene von Verkehrswegen liegen.

Totgeborene Bevölkerung und Gebiet

Zu den Totgeborenen zählen nur Kinder, deren Geburtsgewicht mindestens 500 Gramm beträgt.

Tourismusregionen Tourismus

Nichtadministrative Raumeinheit, die sich an naturräumlichen Gegebenheiten orientiert, aber auch Zuständigkeitsbereiche der regionalen Fremdenverkehrsverbände berücksichtigt. Rheinland-Pfalz ist in die folgenden Tourismusregionen gegliedert:

  • Ahr,„
  • Eifel,„
  • Hunsrück,„
  • Mosel-Saar,„
  • Naheland,„
  • Pfalz,„
  • Rheinhessen,„
  • Rheintal und„
  • Westerwald-Lahn.
Trägerschaft Gesundheit

Öffentlich
Krankenhäuser können in öffentlich-rechtlicher oder in privatrechtlicher Form geführt werden. Die in öffentlich-rechtlicher Form betriebenen Krankenhäuser sind entweder rechtlich selbstständig oder rechtlich unselbstständig. In privatrechtlicher Form betriebene Krankenhäuser befinden sich in öffentlicher Trägerschaft, wenn Gebietskörperschaften oder Sozialversicherungsträger unmittelbar oder mittelbar mehr als 50 v. H. des Nennkapitals oder des Stimmrechts halten.

Freigemeinnützig
Krankenhäuser, die von Trägern der kirchlichen und freien Wohlfahrtspflege, Kirchengemeinden, Stiftungen oder Vereine unterhalten werden.

Privat
Krankenhäuser, die als gewerbliche Unternehmen einer Konzession nach § 30 Gewerbeordnung bedürfen.

Transferzahlungen, öffentliche und nichtöffentliche Haushalte und Familien

Öffentliche Transferzahlungen sind u. a. (Brutto-)Renten der gesetzlichen Rentenversicherung, (Brutto-)Pensionen, Arbeitslosengeld und andere Leistungen der Arbeitsförderung sowie Kindergeld. Nichtöffentliche Transferzahlungen sind u. a. (Brutto-)Werks- und Betriebsrenten, Leistungen aus privaten Versicherungen sowie Unterstützung von privaten Haushalten.

Soziales

Öffentliche Transferzahlungen sind u. a. (Brutto-)Renten der gesetzlichen Rentenversicherung, (Brutto-)Pensionen, Arbeitslosengeld und andere Leistungen der Arbeitsförderung sowie Kindergeld. Nichtöffentliche Transferzahlungen sind u. a. (Brutto-)Werks- und Betriebsrenten, Leistungen aus privaten Versicherungen sowie Unterstützung von privaten Haushalten.

Begriff Themengebiet Erläuterung
Übernachtungen Tourismus

Die Übernachtungen ergeben sich aus der Belegung eines Gästebettes zum vorübergehenden Aufenthalt. Die Aufenthaltsdauer, gemessen in Tagen, ergibt die Zahl der Übernachtungen je Gast.

Übernachtungsintensität Tourismus

Kennzahl für die relative Bedeutung des Tourismus in einem Gebiet. Die Übernachtungen werden auf die Zahl der Einwohner/-innen bezogen.

Umrechnung Energie

Eine Kilowattstunde (kWh) entspricht 3 600 Kilojoule (kJ) oder 3,6 Megajoule (MJ),
1 000 MJ entsprechen einem Gigajoule (GJ),
1 000 GJ entsprechen einem Terajoule (TJ) und
1 000 TJ entsprechen einem Petajoule (PJ).

Umsatz Handel, Gastgewerbe

Der Umsatz im Handel umfasst die vom Unternehmen im Berichtsmonat insgesamt in  Rechnung gestellten Beträge (ohne Umsatzsteuer) aus dem Verkauf von Waren und Dienstleistungen an Dritte ohne Rücksicht auf den Zahlungseingang und Steuerpflicht.

Zum Umsatz gehören auch der Eigenverbrauch, Verkäufe an Betriebsangehörige und gesondert in Rechnung gestellte Kosten  für  Fracht,  Porto  und  Verpackung.  Nicht  hierzu  gehören  außerordentliche  Erträge  (z. B. aus dem Verkauf von Anlagevermögen), betriebsfremde Erträge (z. B. Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung von betriebsfremdgenutzten Gebäuden), finanzielle Erträge (z. B. Zinsen, Dividenden aus Beteiligungen) und betriebliche Subventionen.

Preisnachlässe wie Rabatte, Boni oder Skonti sowie sonstige Erlösschmälerungen (z. B. Rückvergütungen) werden vom Umsatz abgezogen, wenn sie noch im gleichen Monat verbucht werden. Bei der Ermittlung des Monatsumsatzes sind Retouren und Gutschriften sofort abzusetzen.

Der Umsatz im Gastgewerbe umfasst Umsätze aus Beherbergung sowie aus Gaststätten-, Kantinen- und Cateringleistungen. Anzugeben ist der Gesamtbetrag der abgerechneten Lieferungen und sonstigen Leistungen (ohne Umsatzsteuer) zuzüglich Bedienungsgeld. 

Finanzen, Steuern, Personal

Als Umsatz der steuerpflichtigen Unternehmen gelten die im Berichtsjahr abgerechneten Lieferungen und Leistungen des nach § 2 Abs. 1 Umsatzsteuergesetz umsatzsteuerpflichtigen Unternehmers an Dritte (ohne Umsatzsteuer), einschließlich der steuerfreien Umsätze, der Handelsumsätze sowie der Erlöse aus Lieferungen und Leistungen an Verkaufsgesellschaften, an denen das Unternehmen beteiligt ist. Ferner gelten als Umsatz die getrennt in Rechnung gestellten Kosten für Fracht, Porto und Verpackungen, der Eigenverbrauch sowie die private Nutzung von firmeneigenen Sachen mit ihrem buchhalterischen Wert. Preisnachlässe und der Wert der Retouren werden von den fakturierten Werten abgesetzt.

Umsatz (Bauhauptgewerbe) Industrie, Bau, Handwerk

Rechnungsbetrag der Bau- bzw. Ausbauleistungen einschließlich Handelsumsätze und anderer Umsätze (ohne Umsatzsteuer).

Umsatz (Handwerk) Industrie, Bau, Handwerk

Die Umsatzdaten der Finanzverwaltungen der Länder basieren auf den Umsatzsteuer-Voranmeldungen der Unternehmen. Die Umsätze von Kleinunternehmen (Umsatz bis zu 17 500 Euro im Vorjahr und voraussichtlich nicht über 50 000 Euro im Berichtsjahr) und Umsätze von Unternehmen, die nahezu ausschließlich steuerfreie Umsätze erzielen oder bei denen keine Steuerzahllast entsteht, sind nicht enthalten (sofern die Unternehmen nicht auf die Steuerbefreiung verzichten). Eine bedeutsame Abweichung von den bisher erhobenen Umsätzen ergibt sich aufgrund von umsatzsteuerlichen Organschaften. Bei diesen Organschaften handelt es sich um Verbindungen von rechtlich selbstständigen Unternehmen, die steuerrechtlich als ein einziger Schuldner behandelt werden. Für eine Organschaft ist im  Datenmaterial der Finanzverwaltungen nur der Organträger mit dem Umsatz der gesamten Organschaft enthalten.  Für die ebenfalls zu der Organschaft gehörigen Organgesellschaften gibt es keine Umsatzangaben. Der beim Organträger nachgewiesene Umsatz enthält die konsolidierten Einzelumsätze aller Mitglieder des Organschaftskreises (Organträger und -gesellschaften). Diese  konsolidierten Umsätze enthalten zwar die Außenumsätze, nicht aber die Innenumsätze zwischen den einzelnen Mitgliedern der Organschaften. Die Art der Einbeziehung der Organschaftsumsätze ist für Auswertungen der Verwaltungsdaten von großer Bedeutung. Wenn die Umsätze der Organschaften – wie von den Finanzverwaltungen gemeldet – ausgewertet würden, wären die gesamten Umsätze der Organschaft in den Gewerbezweigen und in den Regionen nachgewiesen, denen die Organträger zugeordnet sind. Ferner ist es möglich, dass der Organträger kein Handwerksunternehmen ist und nur die dazugehörigen Organgesellschaften handwerklich tätig sind. In diesem Fall würde der Organschaftsumsatz außerhalb des Handwerks nachgewiesen. Es wird deutlich, dass ohne eine Schätzung des Umsatzes für die einzelnen Organschaftsmitglieder gravierende Verzerrungen der Ergebnisse entstehen können. Um dies zu vermeiden, haben die statistischen Ämter ein Schätzverfahren  für  den  Umsatz aller Organschaftsmitglieder entwickelt, bei dem auch die fehlenden Innenumsätze der Organschaften hinzugeschätzt werden.

Umsatz (verarbeitendes Gewerbe) Industrie, Bau, Handwerk

Erlöse aus eigenen Erzeugnissen und industriellen oder handwerklichen Dienstleistungen, außerdem aus dem Verkauf von Handelsware und aus sonstigen nicht industriellen oder nicht handwerklichen Tätigkeiten. Als Umsatz gilt, unabhängig vom Zahlungseingang, die Summe der Rechnungsendbeträge (ohne Umsatzsteuer) der im Berichtszeitraum abgerechneten Lieferungen und Leistungen an Dritte einschließlich etwa darin enthaltener Verbrauchssteuern und Kosten für Fracht, Porto und Verpackung, auch wenn diese gesondert berechnet werden.

Umsatz oder Einnahmen aus selbständiger Tätigkeit Dienstleistungen

Gesamtbetrag (ohne Umsatzsteuer) der abgerechneten Lieferungen und sonstigen Leistungen (auch Eigenverbrauch), einschließlich der Handelsumsätze aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, unabhängig vom Zahlungseingang. Hierzu zählen auch Provisionen aus Vermittlungs- und Kommissionsgeschäften. Mit einbezogen werden in Rechnung gestellte Nebenkosten, wie beispielsweise Reisekosten, Spesen, Fracht, Porto- und Verpackungskosten, sowie der umsatzsteuerfreie Umsatz nach § 4 Umsatzsteuergesetz (UStG). Erlösschmälerungen, wie Preisnachlässe, Rabatte und Skonti, werden abgesetzt.

Umsatzsteuerpflichtige Unternehmen Finanzen, Steuern, Personal

In der Umsatzsteuerstatistik werden diejenigen Unternehmen erfasst, die Umsatzsteuervoranmeldungen abgegeben haben und deren steuerbarer Jahresumsatz 17 500 Euro übersteigt.

Umweltschutzinvestitionen Industrie, Bau, Handwerk

Zugänge an Sachanlagen zum Schutz vor schädlichen Einflüssen, die bei der Produktionstätigkeit entstehen (produktionsbezogene Investitionen) sowie zur Herstellung von Erzeugnissen, die bei Verwendung oder Verbrauch eine geringere Umweltbelastung hervorrufen (produktbezogene Investitionen).

Umwelt

Zugänge an Sachanlagen zum Schutz vor schädlichen Einflüssen, die bei der Produktionstätigkeit entstehen (produktionsbezogene Investitionen) sowie zur Herstellung von Erzeugnissen, die bei Verwendung oder Verbrauch eine geringere Umweltbelastung hervorrufen (produktbezogene Investitionen).

Unfälle (schwerwiegend) mit Sachschaden im engeren Sinne Verkehr

Dazu zählen Unfälle, bei denen als Unfallursache eine Ordnungswidrigkeit (Bußgeld) oder Straftat im Zusammenhang mit der Teilnahme am Straßenverkehr vorliegt, und bei denen gleichzeitig ein Kraftfahrzeug von der Unfallstelle abgeschleppt werden muss, d. h. nicht mehr fahrbereit ist.In der Statistik der Straßenverkehrsunfälle werden üblicherweise nicht die schwerwiegenden Unfälle mit Sachschaden nachgewiesen, sondern die sogenannten schwerwiegenden Unfälle mit Sachschaden im engeren Sinne. Darunter sind die schwerwiegenden Unfälle mit Sachschaden ohne die sonstigen Unfälle unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen berauschenden Mitteln zu verstehen. Die letzteren werden unter den sonstigen Sachschadensunfällen nachgewiesen.

Unfälle mit Personenschaden, Verunglückte, Getötete, Schwerverletzte, Leichtverletzte Verkehr

Ein Unfall mit Personenschaden ist ein Unfall, bei denen Personen verunglückt sind. Verunglückte sind Personen, die infolge eines Unfalls getötet oder verletzt wurden. Getötete sind dabei Personen, die innerhalb von 30 Tagen nach dem Unfall an den Unfallfolgen verstorben sind. Schwerverletzte sind Personen, die unmittelbar nach dem Unfall zur stationären Behandlung in einem Krankenhaus aufgenommen wurden und dort mindestens 24 Stunden verblieben sind. Leichtverletzte sind alle übrigen Verletzten.

Unfälle, sonstige Sachschadensunfälle Verkehr

Hierzu gehören Sachschadensunfälle, bei denen als Ursache eine Ordnungswidrigkeit anzunehmen ist und für die entweder ein Verwarnungs- oder ein Bußgeld festzusetzen ist bzw. Straftaten im Straßenverkehr, bei denen aber alle involvierten Kraftfahrzeuge fahrbereit waren

Unfälle, Straßenverkehrsunfälle Verkehr

Unfälle, bei denen infolge des Fahrverkehrs auf öffentlichen Wegen und Plätzen ein Personen- oder Sachschaden entstanden ist. In der Statistik der Straßenverkehrsunfälle wird unterschieden zwischen Unfällen mit Personenschaden, schwerwiegenden Unfällen mit Sachschaden im engeren Sinne und sonstigen Sachschadensunfällen. Das Kriterium der Zuordnung ist jeweils die schwerste Unfallfolge. Beispielsweise einem Unfall mit nur Sachschaden sind demnach kein/e Verkehrsteilnehmer/-in verunglückt.

Unternehmen Gewerbeanzeigen, Insolvenzen

Kleinste rechtlich selbstständige Einheit, die aus handels- bzw. steuerrechtlichen Gründen Bücher führt und eine jährliche Feststellung des Vermögensbestandes bzw. des Erfolgs der wirtschaftlichen Tätigkeit vornehmen muss. Das Unternehmen umfasst alle zugehörigen Betriebe in und außerhalb von Rheinland-Pfalz. Auch freiberuflich Tätige werden als eigenständige Unternehmen registriert.

Handel, Gastgewerbe

Kleinste rechtlich selbstständige Einheit, die aus handels- oder gewerbesteuerrechtlichen Gründen Bücher führen oder ähnliche Aufzeichnungen mit dem Ziel einer jährlichen Feststellung des Vermögensstandes machen muss.

Industrie, Bau, Handwerk

Kleinste rechtlich selbstständige Wirtschaftseinheit.

Unternehmen, Übergabe Gewerbeanzeigen, Insolvenzen

Liegt vor bei Wechsel der Rechtsform, bei Gesellschafteraustritt sowie infolge Erbfolge, Verkauf oder Verpachtung.

Unternehmen, Übernahme Gewerbeanzeigen, Insolvenzen

Eine Übernahme eines Unternehmens liegt vor bei Wechsel der Rechtsform, bei Gesellschaftereintritt sowie infolge Erbfolge, Kauf oder Pacht.

Unternehmen, Umwandlung Gewerbeanzeigen, Insolvenzen

Umfasst die Verschmelzung mehrerer Unternehmen zu einem Unternehmen (wobei der übertragende Rechtsträger erlischt), die Aufspaltung eines Unternehmens in mehrere Unternehmen sowie die Aufspaltung oder Ausgliederung von Unternehmensteilen mit dem Ziel der Neugründung (wobei der abspaltende Rechtsträger bestehen bleibt).

Unternehmensinsolvenzen Gewerbeanzeigen, Insolvenzen

Die Unternehmensinsolvenz dient zur gemeinschaftlichen Befriedigung der Gläubiger durch Verteilung des Vermögens des Schuldners oder, in einer abweichenden Regelung (Insolvenzplan), zum Erhalt bzw. zur Sanierung des Unternehmens.

Unterrichtsstunden je Schüler/-in Bildung

Die Relation der wöchentlich erteilten Unterrichtsstunden (ohne Anrechnungen und Ermäßigungen) je Schüler/-in bietet einen Hinweis auf die Unterrichtsversorgung. Sie drückt aus, wie viele Stunden jede/-r Schüler/-in wöchentlich erteilt bekommen könnte, wenn ausschließlich Einzelunterricht gegeben würde.

Bei der Interpretation der Kennzahl ist zu beachten, dass für die individuelle Unterrichtsversorgung auch die Klassengröße eine Rolle spielt. So kann eine gegebene Zahl von Unterrichtsstunden je Schüler/-in in großen Klassen erteilt werden, sodass jede Klasse jeweils viele Stunden empfängt, oder es werden kleine Klassen gebildet, die jeweils weniger Unterrichtsstunden erhalten.

Begriff Themengebiet Erläuterung
Verarbeitendes Gewerbe Industrie, Bau, Handwerk

Zum verarbeitenden Gewerbe (einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gehören alle Unternehmen, deren wirtschaftliche Tätigkeit überwiegend darauf gerichtet ist, Erzeugnisse zu be- und verarbeiten, und zwar überwiegend mit dem Ziel, andere Produkte herzustellen. Die Tätigkeit kann aber auch darin bestehen, Erzeugnisse zu veredeln, zu montieren oder zu reparieren. Das verarbeitende Gewerbe ist Teil des produzierenden Gewerbes.

Verbraucherinsolvenzverfahren Gewerbeanzeigen, Insolvenzen

Vereinfachtes Insolvenzverfahren. Es kommt seit Ende des Jahres 2001 nicht nur für Verbraucher, sondern auch für ehemals selbstständig Tätige zur Anwendung, deren wirtschaftliche Verhältnisse überschaubar sind und gegen die keine Verbindlichkeiten aus Arbeitsverhältnissen bestehen. Die wirtschaftlichen Verhältnisse eines Schuldners gelten als überschaubar, wenn ihre Verschuldungsstruktur der Verschuldungsstruktur von Verbrauchern im wesentlichen entspricht. Davon ist auszugehen, wenn der Schuldner im Zeitpunkt der Stellung des Antrags auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens weniger als 20 Gläubiger hatte.

Verbraucherpreisindex Preise

Der Verbraucherpreisindex misst die durchschnittliche Preisentwicklung der Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Der Verbraucherpreisindex ist ein Indikator für die Geldwertstabilität in der Volkswirtschaft.

Verfügbares Einkommen Konjunktur aktuell

Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte wird im Rahmen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen ermittelt und ergibt sich aus dem Primäreinkommen, das sämtliche den inländischen privaten Haushalten zugeflossenen Einkommen aus Erwerbstätigkeit und Vermögen umfasst, durch Abzug der geleisteten laufenden Transfers (direkte Steuern, Sozialversicherungsbeiträge u. a.) und Addition der empfangenen laufenden Transfers (Leistungen der Sozialversicherung, soziale Geldleistungen u. a.). Der überwiegende Teil des verfügbaren Einkommens wird konsumiert (private Konsumausgaben), der restliche Teil wird gespart (Sparen der privaten Haushalte).

Verfügbares Einkommen der privaten Haushalte Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen

Es ergibt sich dadurch, dass dem Primäreinkommen einerseits die monetären Sozialleistungen und sonstigen laufenden Transfers hinzugefügt werden, die die privaten Haushalte überwiegend vom Staat empfangen, und andererseits Einkommen- und Vermögensteuern, Sozialbeiträge und sonstige laufende Transfers abgezogen werden, die von den privaten Haushalten zu leisten sind. Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte entspricht damit dem Einkommen, das den privaten Haushalten letztendlich zufließt und das sie für Konsum- und Sparzwecke verwenden können.

Vertragslösungsquote Bildung

Die Vertragslösungsquote ist nach dem sogenannten „Schichtenmodell“ berechnet. Hierfür werden die Vertragslösungen eines Kalenderjahres exakt den zugehörigen Neuabschlussjahren zugeordnet.

Verweildauer im Tourismus, durchschnittliche Tourismus

Der als Quotient aus Übernachtungen und Ankünften im Reiseverkehr (Tourismus) errechnete Wert gibt die durchschnittliche Verweildauer der Gäste im Beherbergungsbetrieb an.

Volkseinkommen Konjunktur aktuell

Das Volkseinkommen (Nettonationaleinkommen zu Faktorkosten) ist die Summe aller Erwerbs- und Vermögenseinkommen, die Inländern letztlich zugeflossen sind. Es umfasst das von Inländern empfangene Arbeitnehmerentgelt sowie die Unternehmens- und Vermögenseinkommen.

Volkseinkommen (Nettonationaleinkommen zu Faktorkosten) Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen

Das Volkseinkommen ist die Summe aller Erwerbs- und Vermögenseinkommen, die Inländern letztlich zugeflossen sind. Es umfasst das von Inländern empfangene Arbeitnehmerentgelt sowie die Unternehmens- und Vermögenseinkommen.

Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen (VGR) Konjunktur aktuell

Die Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen haben die Aufgabe, ein möglichst umfassendes Gesamtbild des wirtschaftlichen Geschehens zu liefern. Sie stellen ein Auswertungssystem dar, in dem das Datenmaterial einer Vielzahl von Wirtschafts- und Finanzstatistiken zu einem konsistenten Rechenwerk zusammengeführt wird. Im Rahmen der Inlandsproduktsberechnungen werden Angaben zur Entstehung, Verteilung und Verwendung des Bruttoinlandsprodukts ermittelt.

Volkszählung (Zensus) Zensus2011

Im Rahmen einer Volkszählung werden zu allen Personen und Haushalten eines Landes wichtige Strukturmerkmale erfasst (z. B. Geburtsjahr, Geschlecht, Familienstand, Haushaltszugehörigkeit, Beruf, Stellung im Beruf, Bildungsstand).

Vollkräfte Gesundheit

Die Gesamtzahl der Vollkräfte ergibt sich aus der Summe der auf Vollzeit umgerechneten Teilzeitkräfte (einschl. der kurzfristig oder geringfügig Beschäftigten) und der Beschäftigten, die im gesamten Jahr bei voller tariflicher Arbeitszeit tätig waren. Überstunden und Bereitschaftsdienste werden nicht berücksichtigt.

Vollständige Aufgabe Gewerbeanzeigen, Insolvenzen

Entweder eine Betriebsaufgabe oder eine sonstige Stillegung.

Vollstationäre Behandlungsfälle Gesundheit

Sind die in Krankenhäusern oder Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen behandelten Patientinnen und Patienten (Fälle). Es wird zwischen einer fachabteilungs- oder einrichtungsbezogenen Fallzahl unterschieden. Bei letztgenannter werden die internen Verlegungen berücksichtigt. Die Fallzahl errechnet sich: (Anzahl Patientenaufnahmen + Anzahl Entlassungen + Sterbefälle)/2.

Vollzeitäquivalent Finanzen, Steuern, Personal

Maßeinheit für die Arbeitszeit, die dem Gegenwert eines Vollzeitbeschäftigten entspricht.

Zur besseren Vergleichbarkeit wird die Zahl der Teilzeitbeschäftigungsverhältnisse in fiktive Vollzeitbeschäftigungsverhältnisse umgerechnet.

 

Konjunktur aktuell

Maßeinheit für die Arbeitszeit, die dem Gegenwert eines Vollzeitbeschäftigten entspricht.

Zur besseren Vergleichbarkeit wird die Zahl der Teilzeitbeschäftigungsverhältnisse in fiktive Vollzeitbeschäftigungsverhältnisse umgerechnet.

 

Vollzeitäquivalente Erwerbstätigkeit

Summe aller Vollzeitbeschäftigten und der jeweils anteiligen Summe der Teilzeitbeschäftigten je nach Beschäftigungsumfang. Durch die damit verbundene Umrechnung der Teilzeitarbeitsverhältnisse stellt sie somit eine fiktive Anzahl an Vollzeitbeschäftigten dar.

Vollzeitäquivalente, Vollzeitlehrereinheiten Bildung

Vollzeitäquivalente sind standardisierte Vergleichsgrößen, auf deren Grundlage Personalkapazitäten beurteilt werden können. Bei der Berechnung der Vollzeitäquivalente an Hochschulen wird das vollzeitbeschäftigte hauptberufliche Personal mit dem Faktor 1, das teilzeitbeschäftigte mit 0,5 und das nebenberufliche Personal mit 0,2 gewichtet. Für den Schulbereich werden sogenannte „Vollzeitlehrereinheiten“ errechnet. Hierzu werden die Wochenstunden der hauptamtlichen/hauptberuflichen Teilzeitkräfte und der nebenamtlichen/nebenberuflichen Lehrkräfte in sogenannte Vollzeitlehrerfälle umgerechnet und zu den tatsächlich vorhandenen Vollzeitlehrkräften hinzu addiert.

Vollzeitbeschäftigte Handel, Gastgewerbe

Beschäftigte, deren regelmäßige Arbeitszeit der orts-, branchen- und betriebsüblichen Wochenarbeitszeit entspricht.

Finanzen, Steuern, Personal

Als Vollzeitbeschäftigte gelten alle, deren regelmäßige Arbeitszeit die übliche Wochenarbeitsstundenzahl beträgt.

Landwirtschaft

Ab 2010 gelten Personen als vollzeitbeschäftigt, wenn sie im Berichtszeitraum 40 oder mehr Stunden je Woche beschäftigt sind. Vor 2010 zählten Familienarbeitskräfte zu den Vollzeitbeschäftigten,  
die im Berichtszeitraum mindestens 42 Stunden pro Woche oder 240  Vollarbeitstage im Betrieb beschäftigt waren. Familienfremde Arbeitskräfte galten zwischen 1991 und 2007 als vollzeitbeschäftigt,  
wenn sie mindestens 38 Stunden bzw. 220 Vollarbeitstage im landwirtschaftlichen Betrieb tätig waren.

Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen Gesundheit

Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen stellen stationäre Hilfen der verschiedensten Art im Vorfeld oder im Anschluss an eine Krankenhausbehandlung bereit. Zu Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen zählen z. B. Sanatorien, Kurkliniken oder -heime und andere Spezialeinrichtungen, die sich auf bestimmte Krankheitsgruppen spezialisiert haben.

Vorsorge- und Rehabilitationskliniken Tourismus

Beherbergungsstätten, die unter ärztlicher Leitung stehen und ausschließlich oder überwiegend Kurgästen zur Verfügung stehen. Als Kurgäste gelten Personen, die sich aufgrund einer ärztlichen Verordnung in der Klinik vorübergehend aufhalten. Das Ziel des Aufenthalts ist die Erhaltung oder Wiederherstellung ihrer Gesundheit oder der Berufs- oder Arbeitsfähigkeit sowie die Inanspruchnahme
der allgemein angebotenen Kureinrichtungen außerhalb des Beherbergungsbetriebes. Zu den Vorsorge- und Rehakliniken zählen auch Kinderheilstätten, Sanatorien, Kur- oder ähnliche Krankenhäuser. Im Unterschied zur Krankenhausstatistik werden Vorsorge- und Rehakliniken in der Beherbergungsstatistik nur dann erfasst, wenn die dort untergebrachten Personen überwiegend in der Lage sind, während des vorübergehenden Aufenthalts die Klinik zu verlassen und die Tourismusangebote der Gemeinde in Anspruch zu nehmen.

Begriff Themengebiet Erläuterung
Wahlberechtigte Wahlen

Personen, die das formelle und materielle Wahlrecht besitzen und damit aktiv an der Wahl teilnehmen können. Diese Berechtigung ist an Bedingungen geknüpft, die am Tag der Wahl erfüllt sein müssen.

Ihr Wahlrecht wahrnehmen können alle Deutschen, die am Wahltag 18 Jahre alt sind und die je nach Wahl variierenden Seßhaftigkeitsvoraussetzungen erfüllen; in der Regel müssen sie seit drei Monaten im Wahlgebiet ihre Wohnung inne haben.

Bei Kommunalwahlen haben grundsätzlich auch alle Staatsangehörigen anderer Mitgliedstaaten der Europäischen Union das Wahlrecht. Bei der Europawahl bedarf es eines besonderen Antrags.

Darüber hinaus darf kein Ausschluss vom Wahlrecht vorliegen.

Wahlkreismandat Wahlen

Sowohl bei der Bundestagswahl als auch bei der Landtagswahl ist aufgrund des personalisierten Verhältniswahlrechts das gesamte Wahlgebiet in Wahlkreise gegliedert. Dort treten Wahlkreisbewerber/- innen an. In das Parlament zieht derjenige direkt ein, der die meisten Stimmen erhalten hat.

Waldfläche Landwirtschaft

Holzbodenfläche und zum Betrieb gehörende Pflanzgärten. Zur Holzbodenfläche gehören auch Wege unter fünf Meter Breite,  Kahlflächen, die wieder aufgeforstet werden (Blößen), sowie gering bestockte und unbestockte Flächen (Nichtwirtschaftswald, Holzlagerplätze), deren Größe den Zuwachs nicht wesentlich mindert. Ebenfalls dazu gehören Windschutz- und bewaldete  Grenzstreifen, Bäume und Büsche mit einer Umtriebszeit von mehr als 20 Jahren zur Energieerzeugung.

Wanderungen (räumliche Bevölkerungsbewegung) Bevölkerung und Gebiet

Die Wanderungen ergeben sich aus der Gesamtheit der Wanderungsfälle, d. h. der Zu- oder Fortzüge über die Gemeindegrenzen. Als Wanderungsfall gilt also jedes Beziehen einer Wohnung als alleinige oder Hauptwohnung und jeder Auszug aus einer alleinigen oder Hauptwohnung (Wohnungswechsel). Auch die Umwandlung eines Nebenwohnsitzes in einen Hauptwohnsitz gilt als Wanderungsfall (Änderung des Wohnungsstatus).

Wanderungssaldo nach der Studierendenstatistik Bildung

Der Wanderungssaldo errechnet sich aus dem Verhältnis der ab- und zuwandernden Studierenden. Er gibt an, in welchem Ausmaß die Länder Bildungsleistungen für Studierende erbringen, die ihre Hochschulreife in einem anderen Bundesland erworben haben. Ein positiver Wanderungssaldo bedeutet, dass ein Land mehr Studierende anderer Bundesländer aufnimmt, als es „exportiert“.

Wareneinsatz Handel, Gastgewerbe

Errechnet sich aus den Warenbezügen zuzüglich der Bestände am Jahresanfang abzüglich der Bestände am Jahresende. Dies gilt sowohl für den Bestand an Handelswaren als auch für den Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen.

Wertsicherungsklauseln/Preisgleitgklauseln Preise

Von diesen Klauseln spricht man, wenn langfristige Zahlungen in privaten oder gewerblichen Verträgen mittels Preisindizes an die Preisentwicklung angepasst werden. Dies soll sicherzustellen, dass die Gläubigerin bzw. der Gläubiger auch künftig den Betrag erhält, der wertmäßig der ursprünglich festgelegten Geldsumme entspricht.

Wiederholer Bildung

Als Wiederholer gelten Schülerinnen und Schüler, die eine Klassenstufe zum wiederholten Mal durchlaufen (wegen Nichtversetzung oder freiwilligem Rücktritt), unabhängig davon, ob sie die Schulart gewechselt haben. Maßgeblich für die Feststellung des Wiederholens ist die besuchte Klassenstufe zum Erhebungsstichtag des Vorjahres.

Wohneigentumsquote Haushalte und Familien

Die Wohneigentumsquote ist definiert als der Anteil der von Gebäude- und Wohnungseigentümern selbst bewohnten Wohnungen an den bewohnten Wohnungen insgesamt (wohnungsbezogene Eigentumsquote).

Wohnungen, Bautätigkeit

Die Wohneigentumsquote ist definiert als der Anteil der von Gebäude- und Wohnungseigentümern selbst bewohnten Wohnungen an den bewohnten Wohnungen insgesamt (wohnungsbezogene Eigentumsquote).

Wohngebäude Wohnungen, Bautätigkeit

Ein Wohngebäude ist ein Gebäude, das gemessen am Anteil der Wohnfläche an der Nutzfläche mindestens zur Hälfte Wohnzwecken dient. Zu den Wohngebäuden zählen auch Ferien-, Sommer- und Wochenendhäuser mit einer Wohnfläche von 50 Quadratmetern und mehr.

Wohnung Wohnungen, Bautätigkeit

Eine Wohnung ist die Gesamtheit aller nach außen abgeschlossenen, zu Wohnzwecken bestimmten und in der Regel zusammenliegenden Räumen, die die Führung eines eigenen Haushalts ermöglichen. Eine Wohnung hat einen eigenen Eingang unmittelbar vom Freien, von einem Treppenhaus oder einem Vorraum. Zu einer Wohnung können aber auch außerhalb des eigentlichen Wohnungsabschlusses liegende zu Wohnzwecken ausgebaute Keller- oder Bodenräume (z.B. Mansarden) gehören.

Wohnungsbau Industrie, Bau, Handwerk

Zum Wohnungsbau zählen alle Bauten - auch Wohnheime - deren Gesamtnutzfläche zu mindestens 50 Prozent Wohnbedürfnissen dient, und zwar unabhängig davon, wer sie in Auftrag gegeben hat. Erstreckt sich ein Auftrag auf ein Wohngebäude mit einzelnen Räumen, die nicht dem Wohnzweck dienen, also z. B. auf Geschäftsräume, so rechnet das gesamte  Gebäude zum Wohnbau. Auch Wohnungen, die im Auftrag  von Bund, Ländern und Gemeinden, Sozialversicherung und sonstigen öffentlichen Auftraggebern, ferner von Kirchen, Vereinen, Verbänden, Gewerkschaften, Parteien, dem Roten Kreuz und ähnlichen Organisationen sowie von Bahn (Deutsche Bahn AG) und Post (Post AG, Postbank AG, Telekom AG) errichtet werden, zählen zum Wohnungsbau.

Begriff Themengebiet Erläuterung
Zahnärzte, niedergelassene Gesundheit

Bei den niedergelassenen Zahnärzten handelt es sich ausschließlich um Zahnärzte mit eigener Praxis. Angestellte Zahnärzte werden nicht berücksichtigt.

Zuchtmittel Justiz

Richter/-innen ahnden die Straftat mit Zuchtmitteln, wenn Jugendstrafe nicht geboten ist, dem  Jugendlichen aber eindringlich zum Bewusstsein gebracht werden muss, dass er für das von ihm begangene Unrecht einzustehen hat. Hierzu zählen Verwarnung (§ 14 JGG), Erteilung von Auflagen (§ 15 JGG) und Jugendarrest (16 JGG). Es können mehrere Zuchtmittel und Erziehungsmaßregeln nebeneinander angeordnet werden.

Zuzugsziffer Bevölkerung und Gebiet

Diese Ziffer bezieht die Zahl der jährlichen Zuzüge in eine abgegrenzte Gebietseinheit auf 1 000 Einwohner dieser Gebietseinheit.

Zweitstimmen / Landesstimmen Wahlen

Die für jeden Wahlvorschlagsträger abgegebenen Zweit- oder Landesstimmen führen zu einem Anteil an den zu vergebenden Mandaten im Parlament. Bei Bundestags- und Landtagswahlen müssen zudem besondere Hürden („Sperrklausel“) überwunden werden.

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