Bauhauptgewerbe 2020: Aufträge und Umsätze höher als im Vorjahr

Das rheinland-pfälzische Bauhauptgewerbe verzeichnete im Dezember 2020 mehr Aufträge und höhere Umsätze als im Vormonat. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes stiegen die Auftragseingänge im Vergleich zum November 2020 – kalender- und saisonbereinigt – um 14,0 Prozent. Der baugewerbliche Umsatz war um 9,8 Prozent höher als im Vormonat. Im Jahr 2020 lag das Ordervolumen um 0,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Die Umsätze stiegen gegenüber 2019 um 6,3 Prozent.

Auftragseingänge nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum November 2020 erhöhten sich die bereinigten Auftragseingänge im Tiefbau um 26,0 Prozent. Im Hochbau fiel der Anstieg deutlich schwächer aus (plus 0,9 Prozent). Mit Ausnahme des gewerblichen Hochbaus (minus 19,5 Prozent), verbuchten alle Bereiche des Bauhauptgewerbes zweistellige Zuwachsraten. Die stärksten Anstiege errechnen sich für den Straßenbau sowie den gewerblichen Tiefbau (plus 28,2 bzw. plus 27,3 Prozent). Gegenüber 2019 wurde im Tiefbau eine geringere Nachfrage registriert (minus 3,4 Prozent). Im Hochbau kam es dagegen zu einer Auftragssteigerung um 6,0 Prozent.

Baugewerblicher Umsatz nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum November 2020 gab es im Hochbau einen kräftigen Anstieg der bereinigten Erlöse (plus 20,4 Prozent). Im Tiefbau blieb der Umsatz dagegen leicht hinter dem Vormonatsergebnis zurück (minus 0,5 Prozent). Der Wohnungsbau verzeichnete einen sprunghaften Umsatzzuwachs (plus 54,9 Prozent). Die stärksten Einbußen errechnen sich für den gewerblichen Hochbau sowie den Straßenbau (minus 5,1 bzw. minus 4,7 Prozent). Gegenüber 2019 zogen die baugewerblichen Umsätze sowohl im Hochbau als auch im Tiefbau an (plus 7,0 bzw. plus 5,6 Prozent).

Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe wird die monatliche Entwicklung der Auftragseingänge sowie des baugewerblichen Umsatzes im Bauhauptgewerbe insgesamt, in den Teilbereichen Hochbau und Tiefbau sowie in der Gliederung nach Bauart und Auftraggeber bereitgestellt. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat oder zum jeweiligen Vorjahreszeitraum angegeben. Weitere Erläuterungen

Autor: Thomas Kirschey (Referat Analysen Staat, Soziales)