Industrie im Oktober 2016: Auftragseingänge höher als im Vormonat, aber niedriger als im Vorjahresmonat

Im Oktober 2016 ist die Nachfrage nach Erzeugnissen der rheinland-pfälzischen Industrie leicht gestiegen. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte war der preis-, kalender- und saisonbereinigte Auftragseingangsindex um 0,5 Prozent höher als im September. Das Ordervolumen aus dem Inland erhöhte sich um ein Prozent; die Bestellungen aus dem Ausland lagen um 0,2 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Nachfrage um 1,5 Prozent. Während aus dem Inland etwas mehr Aufträge eingingen als im Oktober 2015 (plus 0,4 Prozent), nahmen die Bestellungen aus dem Ausland um 2,7 Prozent ab.

In den drei umsatzstärksten Branchen entwickelten sich die bereinigten Auftragseingänge unterschiedlich. In der Chemischen Industrie, dem größten Bereich des Verarbeitenden Gewerbes, verringerte sich das Ordervolumen im Oktober um 3,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat blieb die Nachfrage fast unverändert (minus 0,1 Prozent). Der Fahrzeugbau, die Industriebranche mit dem zweitgrößten Umsatz, verbuchte gegenüber dem Vormonat einen Zuwachs von 4,8 Prozent. Zugleich gingen 2,2 Prozent mehr Bestellungen ein als im Oktober 2015. Auch im Maschinenbau, der Branche mit dem drittgrößten Umsatzanteil, fiel die Nachfrage höher aus als im Monat zuvor (plus 4,7 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresmonat legten die Auftragseingänge um 0,9 Prozent zu. Deutliche Schwankungen waren in den vergangenen Monaten im Konsumgüterbereich zu verzeichnen. Im Oktober lag das Ordervolumen um 3,5 Prozent unter dem Niveau des Vormonats und war um 23 Prozent geringer als ein Jahr zuvor.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen/Auswertungen)

 

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