Bauhauptgewerbe im Oktober 2016: Aufträge und Umsätze niedriger als im Vormonat – Zuwächse gegenüber dem Vorjahreszeitraum

Das rheinland-pfälzische Bauhauptgewerbe verzeichnete im Oktober 2016 weniger Aufträge und niedrigere Umsätze als im Vormonat. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes gingen die Auftragseingänge im Vergleich zum September 2016 – kalender- und saisonbereinigt – um 2,5 Prozent zurück. Der baugewerbliche Umsatz verringerte sich um 3,4 Prozent. Gegenüber den ersten zehn Monaten 2015 zog das Ordervolumen um 20,6 Prozent an, der Umsatz verbesserte sich um 4,2 Prozent.

Auftragseingänge nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum September 2016 erhöhte sich die Nachfrage nach Bauleistungen im Hochbau im Oktober um 4,4 Prozent. Im Tiefbau gab es dagegen weniger Auftragseingänge (minus 7,9 Prozent). Für den gewerblichen Hochbau errechnet sich ein Anstieg um 38,0 Prozent. Neben dem öffentlichen Hochbau (minus 35,7 Prozent) kam im gewerblichen sowie im öffentlichen Tiefbau zu den stärksten Auftragseinbußen (minus 10,8 bzw. minus 8,1 Prozent).

Im Vergleich zu den ersten zehn Monaten 2015 zogen die Aufträge sowohl im Hochbau als auch im Tiefbau kräftig an (plus 21,9 bzw. plus 18,8 Prozent). Die höchsten Zuwächse verzeichneten der Wohnungsbau sowie der öffentliche Tiefbau (plus 34,2 bzw. plus 30,4 Prozent).

Baugewerblicher Umsatz nach Bauart und Auftraggeber

Gegenüber September 2016 verringerten sich die Umsätze im Hochbau etwas stärker als im Tiefbau (minus 4,4 bzw. minus 3,4 Prozent). Überproportionale Umsatzrückgänge gab es im Wohnungsbau sowie im Straßenbau (minus 13,9 bzw. minus 5,8 Prozent). Der gewerbliche Tiefbau sowie der öffentliche Hochbau verzeichneten dagegen Umsatzsteigerungen (plus 8,3 bzw. plus 6,2 Prozent).

Im Vergleich zu den ersten zehn Monaten 2015 erhöhten sich die baugewerblichen Umsätze im Hochbau um 6,2 Prozent. Im Tiefbau gab es ebenfalls eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahreszeitraum (plus 2,2 Prozent). Die höchsten Zuwächse verzeichnete der Wohnungsbau (plus 14,1 Prozent). Für den gewerblichen Tiefbau errechneten sich dagegen die stärksten Umsatzeinbußen (minus 5,5 Prozent).

Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe wird die monatliche Entwicklung der Auftragseingänge sowie des baugewerblichen Umsatzes im Bauhauptgewerbe insgesamt, in den Teilbereichen Hochbau und Tiefbau sowie in der Gliederung nach Bauart und Auftraggeber bereitgestellt. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahreszeitraum angegeben. Weitere Erläuterungen

Autor: Thomas Kirschey (Referat Analysen)

 

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