Industrie verzeichnet im März starken Anstieg der Auftragseingänge

Im März 2017 ist die Nachfrage nach Erzeugnissen der rheinland-pfälzischen Industrie stark gestiegen. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Auftragseingangsindex um 9,6 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Aus dem In- und Ausland gingen mehr Bestellungen ein als im Februar (plus 3,5 bzw. plus 10,2 Prozent).

Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhte sich die Nachfrage ebenfalls deutlich (plus 17,2 Prozent). Das Ordervolumen aus dem Inland legte um 8,0 Prozent zu; aus dem Ausland gingen 20,3 Prozent mehr Bestellungen ein als im März 2016.

Ein wesentlicher Grund für die starke Steigerung der bereinigten Auftragseingänge ist die besonders dynamische Entwicklung in einem Teilbereich der Konsumgüterindustrie. Dadurch nahmen die Auftragseingänge im Konsumgüterbereich gegenüber dem Vormonat um 59,7 Prozent und gegenüber dem Vorjahresmonat um 50,2 Prozent zu. Aber auch die Vorleistungsgüter- und die Investitionsgüterindustrie trugen zum Anstieg der Bestellungen bei. Das Ordervolumen lag in diesen beiden Hauptgruppen um 1,4 bzw. 1,5 Prozent über dem Niveau des Vormonats; gegenüber März 2016 ergaben sich kräftige Zuwächse von 11,9 bzw. 9,8 Prozent.

In zwei der drei umsatzstärksten Branchen des Verarbeitenden Gewerbes waren die bereinigten Auftragseingänge im März 2017 höher als im Februar. In der Chemischen Industrie, der größten Branche, stieg die Nachfrage um 2,8 Prozent. Der Maschinenbau, die Branche mit dem drittgrößten Umsatz, verzeichnete einen prozentualen Zuwachs in ähnlicher Größenordnung (plus 2,9 Prozent). Lediglich der Fahrzeugbau, die zweitgrößte Branche, musste im März einen leichten Rückgang der Auftragseingänge hinnehmen (minus 0,5 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es in allen drei Branchen deutliche Nachfragesteigerungen: In der Chemieindustrie war das Ordervolumen im März um 16,2 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Der Maschinenbau verbuchte einen kräftigen Zuwachs von 20,6 Prozent. Die Nachfrage im Fahrzeugbau erhöhte sich um 4,7 Prozent.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Auswertungen, Analysen Wirtschaft, Staat)

 

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