Industrieproduktion legte im März deutlich zu

Die rheinland-pfälzische Industrieproduktion ist im März 2017 kräftig gestiegen. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex, der die mengenmäßige Ausbringung der Industrie misst, um 9,2 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Gegenüber März 2016 war ein Zuwachs in ähnlicher Größenordnung zu verzeichnen (plus 9,8 Prozent).

Ein wesentlicher Grund für die starke Steigerung der bereinigten Produktion ist die besonders dynamische Entwicklung in einem Teilbereich der Konsumgüterindustrie. Dadurch war der Output im Konsumgüterbereich im März um 35 Prozent höher als im Monat zuvor. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ergab sich ein Plus von 36,5 Prozent. Die Vorleistungsgüterindustrie erbrachte ebenfalls einen Beitrag zur Steigerung der Produktion: Ihr Güterausstoß war um 1,2 Prozent höher als im Februar und um zwei Prozent höher als im März 2016. Die Investitionsgüterproduzenten mussten hingegen einen Rückgang gegenüber dem Vormonat und dem Vorjahresmonat hinnehmen (minus 2,9 bzw. minus 1,2 Prozent).

In den drei umsatzstärksten Bereichen des Verarbeitenden Gewerbes entwickelte sich die bereinigte Produktion im März 2017 unterschiedlich. Der Output der Chemischen Industrie, der größten Branche des Verarbeitenden Gewerbes, stieg gegenüber Februar um 0,6 Prozent. Zugleich lag der Güterausstoß um 2,2 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Der Fahrzeugbau, die Branche mit dem zweitgrößten Umsatz, drosselte die Produktion gegenüber Februar um 8,9 Prozent, gegenüber März 2016 schrumpfte der Output um 8,6 Prozent. Die Produktion des Maschinenbaus, der Industriebranche mit dem drittgrößten Umsatz, stieg um 1,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat war ein Zuwachs von 6,4 Prozent zu verzeichnen.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Auswertungen, Analysen Wirtschaft, Staat)

 

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