Bauhauptgewerbe im April: Mehr Umsatz, geringerer Auftragseingang

Das rheinland-pfälzische Bauhauptgewerbe verzeichnete im April 2017 weniger Aufträge und höhere Umsätze als im Vormonat. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes gingen die Auftragseingänge im Vergleich zum März 2017 – kalender- und saisonbereinigt – um 3,7 Prozent zurück. Der baugewerbliche Umsatz erhöhte sich dagegen um 3,7 Prozent. Gegenüber den ersten vier Monaten 2016 zog das Ordervolumen um 19,1 Prozent an, der Umsatz stieg um 9,8 Prozent.

Im Vergleich zum März 2017 erhöhte sich die Nachfrage nach Bauleistungen im Hochbau um 2,4 Prozent. Im Tiefbau blieben die bereinigten Auftragseingänge dagegen um 9,0 Prozent hinter dem Vormonatsergebnis zurück. Vor allem im Wohnungsbau sowie im gewerblichen Hochbau erhöhten sich die bereinigten Auftragseingänge (plus 9,1 bzw. plus 7,7 Prozent). Deutliche Auftragseinbußen errechneten sich dagegen für den öffentlichen Hochbau sowie den gewerblichen Tiefbau (minus 28,8 bzw. minus 10,5 Prozent). Gegenüber den ersten vier Monaten 2016 wurden sowohl im Hochbau als auch im Tiefbau kräftige Auftragszuwächse registriert (plus 19,9 bzw. plus 18,4 Prozent).

Baugewerblicher Umsatz nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum März 2017 erhöhten sich die bereinigten Erlöse im Hochbau und im Tiefbau (plus 3,9 bzw. plus 3,5 Prozent). Am stärksten legten der öffentliche Hochbau sowie der Straßenbau zu (plus 9,0 bzw. plus 8,8 Prozent). Lediglich der sonstige öffentliche Tiefbau blieb hinter dem Umsatz des Vormonats zurück (minus 3,4 Prozent). Gegenüber den ersten vier Monaten 2016 zogen die baugewerblichen Umsätze sowohl im Tiefbau als auch im Hochbau deutlich an (plus 10,5 bzw. plus 9,3 Prozent).

Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe wird die monatliche Entwicklung der Auftragseingänge sowie des baugewerblichen Umsatzes im Bauhauptgewerbe insgesamt, in den Teilbereichen Hochbau und Tiefbau sowie in der Gliederung nach Bauart und Auftraggeber bereitgestellt. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat oder zum jeweiligen Vorjahreszeitraum angegeben. Weitere Erläuterungen

Autor: Thomas Kirschey (Referat Analysen, Auftragsarbeiten, FDZ)

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