Bauhauptgewerbe im Juli 2017: Aufträge und Umsätze höher als im Vormonat

Das rheinland-pfälzische Bauhauptgewerbe verzeichnete im Juli 2017 mehr Aufträge und höhere Umsätze als im Vormonat. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes stiegen die Auftragseingänge im Vergleich zum Juni 2017 – kalender- und saisonbereinigt – um 1,9 Prozent. Der baugewerbliche Umsatz erhöhte sich um 1,7 Prozent. Gegenüber den ersten sieben Monaten 2016 stieg das Ordervolumen um 6,5 Prozent, der Umsatz verbesserte sich um 12,4 Prozent.

Auftragseingänge nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum Juni 2017 zog die Nachfrage nach Bauleistungen im Hochbau um 24,5 Prozent an. Im Tiefbau gingen die bereinigten Auftragseingänge dagegen um 18,0 Prozent zurück. Der kräftige Anstieg im Hochbau ist auf die Entwicklung im Wohnungsbau zurückzuführen (plus 37,1 Prozent). Der sonstige öffentliche Tiefbau verzeichnete ebenfalls einen deutlichen Auftragszuwachs (plus 15,7 Prozent). In den übrigen Baubereichen lagen die Auftragseingänge niedriger als im Vormonat. Die höchsten Rückgänge errechnen sich für den Straßenbau (minus 32,6 Prozent) sowie den gewerblichen Tiefbau (minus 11,9 Prozent). Gegenüber den ersten sieben Monaten 2016 wurden sowohl im Hochbau als auch im Tiefbau Auftragszuwächse registriert (plus 9,7 bzw. plus 3,6 Prozent).

Baugewerblicher Umsatz nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum Juni 2017 erhöhten sich die bereinigten Erlöse im Hochbau um 3,9 Prozent. Für den Tiefbau errechnet sich dagegen ein geringer Rückgang von 0,2 Prozent. Steigende Umsätze verzeichneten vor allem der öffentliche Hochbau sowie der gewerbliche Tiefbau (plus 14,7 bzw. plus 7,5 Prozent). Lediglich im sonstigen öffentlichen Tiefbau lagen die Erlöse unter dem Vormonatswert (minus 7,2 Prozent). Gegenüber den ersten sieben Monaten 2016 zogen die baugewerblichen Umsätze sowohl im Tiefbau als auch im Hochbau deutlich an (plus 14,7 bzw. plus 10,0 Prozent).

Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe wird die monatliche Entwicklung der Auftragseingänge sowie des baugewerblichen Umsatzes im Bauhauptgewerbe insgesamt, in den Teilbereichen Hochbau und Tiefbau sowie in der Gliederung nach Bauart und Auftraggeber bereitgestellt. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat oder zum jeweiligen Vorjahreszeitraum angegeben. Weitere Erläuterungen

Autor: Thomas Kirschey (Referat Analysen, Auftragsarbeiten, FDZ)

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