Bauhauptgewerbe im September 2017: Aufträge und Umsätze niedriger als im Vormonat

Das rheinland-pfälzische Bauhauptgewerbe verzeichnete im September 2017 weniger Aufträge und niedrigere Umsätze als im Vormonat. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes sanken die Auftragseingänge im Vergleich zum August 2017 – kalender- und saisonbereinigt – um 2,4 Prozent. Der baugewerbliche Umsatz ging um 1,9 Prozent zurück. Gegenüber den ersten neun Monaten 2016 stieg das Ordervolumen um 5,1 Prozent, der Umsatz verbesserte sich um 12,5 Prozent.

Auftragseingänge nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum August 2017 ging die Nachfrage nach Bauleistungen im Tiefbau um 8,4 Prozent zurück. Im Hochbau erhöhten sich die bereinigten Auftragseingänge dagegen um 4,8 Prozent. Der Rückgang im Tiefbau ist auf die ungünstige Entwicklung im Straßenbau sowie im gewerblichen Tiefbau zurückzuführen (minus 22,7 bzw. minus 12,5 Prozent). Im öffentlichen Hochbau war die Nachfrage ebenfalls niedriger als im Vormonat (minus 5,1 Prozent). Die höchsten Auftragszuwächse errechnen sich für den Wohnungsbau (plus 34,1 Prozent). Der sonstige öffentliche Tiefbau sowie der gewerbliche Hochbau legte ebenfalls deutlich zu (plus 29,1 bzw. plus 9,0 Prozent). Gegenüber den ersten neun Monaten 2016 wurden sowohl im Hochbau als auch im Tiefbau Auftragszuwächse registriert (plus 6,0 bzw. plus 4,2 Prozent).

Baugewerblicher Umsatz nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum August 2017 gingen die bereinigten Erlöse im Hochbau um 6,5 Prozent zurück. Für den Tiefbau errechnet sich dagegen ein Anstieg um 2,9 Prozent. Sinkende Umsätze verzeichneten vor allem der gewerbliche Hochbau sowie der Wohnungsbau (minus 12,6 bzw. minus 7,1 Prozent). Dagegen lagen die Erlöse insbesondere im öffentlichen Hochbau sowie im sonstigen öffentlichen Tiefbau über dem Vormonatswert (plus 14,3 bzw. plus 13,4 Prozent). Gegenüber den ersten neun Monaten 2016 zogen die baugewerblichen Umsätze sowohl im Tiefbau als auch im Hochbau deutlich an (plus 13,5 bzw. plus 11,5 Prozent).

Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe wird die monatliche Entwicklung der Auftragseingänge sowie des baugewerblichen Umsatzes im Bauhauptgewerbe insgesamt, in den Teilbereichen Hochbau und Tiefbau sowie in der Gliederung nach Bauart und Auftraggeber bereitgestellt. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat oder zum jeweiligen Vorjahreszeitraum angegeben. Weitere Erläuterungen

Autor: Thomas Kirschey (Referat Analysen, Auftragsarbeiten, FDZ)

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