Auftragseingänge der Industrie im Februar 2018: Starker Rückgang gegenüber dem Vormonat

Im Februar 2018 ist die Nachfrage nach Erzeugnissen der rheinland-pfälzischen Industrie deutlich gesunken. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Auftragseingangsindex um 7,9 Prozent unter dem hohen Niveau des Vormonats. Das Minus im Inlandsgeschäft fiel stärker aus als der Rückgang der Bestellungen aus dem Ausland (minus 9,1 bzw. minus 3,6 Prozent).

Die Nachfrage nach Vorleistungsgütern schrumpfte um 3,9 Prozent. In der Investitionsgüterindustrie war das Ordervolumen um 5,6 Prozent geringer als im Monat zuvor. Die größten Einbußen gab es in der Konsumgüterindustrie (minus 8,6 Prozent), allerdings hatten hier die Auftragseingänge im Januar auf einem außergewöhnlich hohen Niveau gelegen.

In den drei umsatzstärksten Branchen des Verarbeitenden Gewerbes gingen weniger Aufträge ein. In der Chemieindustrie, der Branche des Verarbeitenden Gewerbes mit dem größten Umsatz, schrumpfte das Ordervolumen um 6,5 Prozent. Die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, die gemessen am Umsatz in der Industrie an zweiter Stelle stehen, mussten einen Rückgang der Bestellungen um 2,9 Prozent hinnehmen. Im Maschinenbau, der drittgrößten Branche, nahmen die bereinigten Auftragseingänge deutlich um 11,5 Prozent ab.

Trotz des Rückgangs im Vergleich zum Vormonat lagen die Auftragseingänge im Februar 2018 über dem Niveau des Vorjahresmonats: Die Nachfrage war um 5,3 Prozent höher als im Februar 2017; aus dem In- und Ausland gingen mehr Bestellungen ein (plus 7,3 bzw. plus 4,3 Prozent). Alle drei industriellen Hauptgruppen verzeichneten Zuwächse. Die drei größten Branchen entwickelten sich unterschiedlich. Während das Ordervolumen in der Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie deutlich höher ausfiel als ein Jahr zuvor, waren die Bestellungen im Maschinenbau rückläufig. In der Chemieindustrie blieben die Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahresmonat fast unverändert.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Auswertungen, Analysen Wirtschaft, Staat)

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