Bauhauptgewerbe im April 2018: Höhere Umsätze, weniger Aufträge

Das rheinland-pfälzische Bauhauptgewerbe verzeichnete im April 2018 weniger Aufträge und höhere Umsätze als im Vormonat. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes sanken die Auftragseingänge im Vergleich zum März 2018 – kalender- und saisonbereinigt – um 1,6 Prozent. Der baugewerbliche Umsatz erhöhte sich dagegen um 4,8 Prozent. Gegenüber den ersten vier Monaten 2017 nahm das Ordervolumen um 1,1 Prozent zu, der Umsatz stieg um 3,9 Prozent.

Auftragseingänge nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum März 2018 ging die Nachfrage nach Bauleistungen im Tiefbau um 3,9 Prozent zurück. Im Hochbau übertrafen die bereinigten Auftragseingänge dagegen das Vormonatsergebnis leicht um 1,1 Prozent. Die stärksten Auftragseinbußen gab es im Straßenbau (minus 29,5 Prozent). Rückgänge errechnen sich außerdem für den öffentlichen Hochbau sowie für den sonstigen öffentlichen Tiefbau (minus 8,6 bzw. minus 2,3 Prozent). Kräftige Auftragszuwächse verzeichneten der gewerbliche Tiefbau sowie der gewerbliche Hochbau (plus 35,9 bzw. plus 12,7 Prozent). Gegenüber den ersten vier Monaten 2017 wurden im Tiefbau Auftragszuwächse registriert (plus 2,6 Prozent), das Ordervolumen im Hochbau ging dagegen leicht zurück (minus 0,5 Prozent).

Baugewerblicher Umsatz nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum März 2018 erhöhten sich die bereinigten Erlöse sowohl im Hochbau als auch im Tiefbau (plus 8,2 bzw. plus 1,7 Prozent). Mit Ausnahme des Straßenbaus (minus 1,1 Prozent) zogen die Umsätze in allen Baubereichen an. Die stärkste Verbesserung gab es im öffentlichen Hochbau (plus 27,8 Prozent). Der sonstige öffentliche Tiefbau sowie der gewerbliche Tiefbau übertrafen den Vormonatsumsatz ebenfalls deutlich (plus 4,9 bzw. plus 4,1 Prozent). Gegenüber den ersten vier Monaten 2017 erhöhten sich die baugewerblichen Umsätze sowohl im Hochbau als auch im Tiefbau (plus 5,1 bzw. plus 2,6 Prozent).

Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe wird die monatliche Entwicklung der Auftragseingänge sowie des baugewerblichen Umsatzes im Bauhauptgewerbe insgesamt, in den Teilbereichen Hochbau und Tiefbau sowie in der Gliederung nach Bauart und Auftraggeber bereitgestellt. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat oder zum jeweiligen Vorjahreszeitraum angegeben. Weitere Erläuterungen

Autor: Thomas Kirschey (Referat Analysen, Auftragsarbeiten, FDZ)

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