Bauhauptgewerbe im Mai 2018: Aufträge höher, Umsätze niedriger als im Vormonat

Das rheinland-pfälzische Bauhauptgewerbe verzeichnete im Mai 2018 mehr Aufträge und niedrigere Umsätze als im Vormonat. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes stiegen die Auftragseingänge im Vergleich zum April 2018 – kalender- und saisonbereinigt – um 19,7 Prozent. Der baugewerbliche Umsatz verringerte sich dagegen um 1,0 Prozent. Gegenüber den ersten fünf Monaten 2017 nahm das Ordervolumen um 7,5 Prozent zu, der Umsatz stieg um 3,3 Prozent.

Auftragseingänge nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum April 2018 übertrafen die bereinigten Auftragseingänge das Vormonatsergebnis sowohl im Hochbau als auch im Tiefbau (plus 22,9 bzw. plus 16,8 Prozent). Mit Ausnahme des gewerblichen Hochbaus (minus 0,3 Prozent) stieg die Nachfrage nach Bauleistungen in allen Baubereichen an. Den stärksten Zuwachs verzeichnete der Wohnungsbau (plus 42,2 Prozent). Kräftige Auftragszuwächse gab es außerdem im sonstigen öffentlichen Tiefbau sowie im öffentlichen Hochbau (plus 31,3 bzw. plus 28,4 Prozent). Gegenüber den ersten fünf Monaten 2017 wurden sowohl im Tiefbau als auch im Hochbau Auftragszuwächse registriert (plus 9,1 bzw. plus 5,8 Prozent).

Baugewerblicher Umsatz nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum April 2018 gingen die bereinigten Erlöse im Hochbau um 7,3 Prozent zurück. Für den Tiefbau errechnet sich dagegen ein höherer Umsatz als im Vormonat (plus 5,3 Prozent). Die stärksten Einbußen verzeichnete der öffentliche Hochbau (minus 20,6 Prozent). Im gewerblichen Hochbau sowie im Wohnungsbau kam es ebenfalls zu Umsatzrückgängen (minus 3,8 bzw. minus 3,0 Prozent). Dagegen übertrafen der gewerbliche Tiefbau sowie der Straßenbau den Vormonatsumsatz deutlich (plus 7,8 bzw. plus 6,9 Prozent). Gegenüber den ersten fünf Monaten 2017 erhöhten sich die baugewerblichen Umsätze sowohl im Hochbau als auch im Tiefbau (plus 3,5 bzw. plus 3,1 Prozent).

Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe wird die monatliche Entwicklung der Auftragseingänge sowie des baugewerblichen Umsatzes im Bauhauptgewerbe insgesamt, in den Teilbereichen Hochbau und Tiefbau sowie in der Gliederung nach Bauart und Auftraggeber bereitgestellt. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat oder zum jeweiligen Vorjahreszeitraum angegeben. Weitere Erläuterungen

Autor: Thomas Kirschey (Referat Analysen, Auftragsarbeiten, FDZ)

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