Auftragseingänge der Industrie im Februar 2019 gesunken

Im Februar 2019 ist die Nachfrage nach Erzeugnissen der rheinland-pfälzischen Industrie gesunken. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Auftragseingangsindex um vier Prozent unter dem Niveau des Vormonats. Während aus dem Inland mehr Bestellungen eingingen als im Januar (plus 4,8 Prozent), war das Ordervolumen aus dem Ausland rückläufig (minus 0,8 Prozent).

In allen drei industriellen Hauptgruppen fiel die Nachfrage im Februar schwächer aus als im Vormonat. Die Investitionsgüterhersteller mussten leichte Einbußen hinnehmen (minus 0,6 Prozent). In der Vorleistungsgüterindustrie waren die bereinigten Auftragseingänge um 1,9 Prozent geringer als im Monat zuvor. Einen deutlichen Rückgang gab es in der Konsumgüterindustrie (minus 25,5 Prozent).

Die drei größten Branchen der rheinland-pfälzischen Industrie entwickelten sich uneinheitlich. In der Chemieindustrie, die zur Vorleistungsgüterindustrie zählt und die gemessen am Umsatz die größte Branche des Verarbeitenden Gewerbes ist, nahmen die Bestellungen gegenüber dem Vormonat leicht um 0,6 Prozent ab. Bei den Herstellern von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, die zur Investitionsgüterindustrie gehören und die zweitgrößte Industriebranche bilden, gingen im Februar hingegen wesentlich mehr Aufträge ein als im Monat zuvor (plus 10,4 Prozent). Im Vormonat hatten die bereinigten Auftragseingänge jedoch auf einem sehr niedrigen Niveau gelegen. Das gleiche gilt für den Maschinenbau, der die drittgrößte Branche ist und ebenfalls zur Investitionsgüterindustrie zählt. Dort stieg das Ordervolumen im Februar um 20,2 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat ging die Nachfrage nach Industrieprodukten deutlich zurück. Im Februar 2019 fielen die bereinigten Auftragseingänge um 11,2 Prozent niedriger aus als im Februar des Vorjahres. Vor allem das Auslandsgeschäft lief schlechter als ein Jahr zuvor. Die Bestellungen waren in allen drei Hauptgruppen rückläufig. In den drei großen Industriebranchen lag das Ordervolumen unter dem Niveau des Vorjahresmonats.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)

 

Tabelle im PDF-Format                                                                   Tabelle als Bild

 

Liniendiagramm im PDF-Format                                                                          Liniendiagramm als Bild