Industrie steigert im April ihre Produktion

Der Index der rheinland-pfälzischen Industrieproduktion ist im April 2019 gestiegen. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex um 2,8 Prozent über dem Niveau des Vormonats.

Alle drei industriellen Hauptgruppen steigerten im April ihren Güterausstoß. Am kräftigsten fiel der Zuwachs mit plus 3,3 Prozent in der Konsumgüterindustrie aus, deren Output allerdings in den vergangenen Monaten besonders stark schwankte. Die Ausbringung der Vorleistungsgüterhersteller erhöhte sich gegenüber dem Vormonat um 2,3 Prozent. In der Investitionsgüterindustrie stieg die bereinigte Produktion um 1,6 Prozent.

Zwei der drei umsatzstärksten Branchen des Verarbeitenden Gewerbes erhöhten ihre Ausbringung: Der Output der Chemieindustrie, die zur Vorleistungsgüterindustrie zählt und die Industriebranche mit dem höchsten Umsatz ist, legte im April deutlich zu (plus 6,2 Prozent). Im Maschinenbau, der zur Investitionsgüterindustrie gehört und unter den Industriebranchen gemessen am Umsatz an dritter Stelle steht, lag der Güterausstoß um 5,1 Prozent über dem Niveau des Vormonats. In der Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie, die die zweitgrößte Branche ist und ebenfalls zur Investitionsgüterindustrie zählt, blieb die bereinigte Produktion fast unverändert (minus 0,2 Prozent).

Zugleich war der Güterausstoß der Industrie im April 2019 wesentlich geringer als im Vorjahresmonat (minus 11,8 Prozent). Der Output der Konsumgüterindustrie ist – allerdings ausgehend von einem sehr hohen Niveau – stark zurückgegangen. In der Investitionsgüterindustrie gab es leichte Produktionseinbußen. Nur in der Vorleistungsgüterindustrie stieg die Ausbringung. Von den drei größten Industriebranchen steigerten zwei ihren Güterausstoß; den kräftigsten Zuwachs verzeichnete die Chemieindustrie. Im Maschinenbau war die bereinigte Produktion geringer als im April 2018.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)

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