Tourismus verzeichnet bis April Gäste- und Übernachtungsplus

Der rheinland-pfälzische Tourismus verzeichnete in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres ein Gäste- und Übernachtungsplus. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems übernachteten in dieser Zeit zwei Millionen Gäste im Land. Das waren 4,6 Prozent mehr als in den ersten vier Monaten des Jahres 2013. Die Besucher blieben im Durchschnitt fast 2,6 Tage und buchten nahezu 5,2 Millionen Übernachtungen. Das waren 2,9 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Tourismusregionen

Sechs der neun Regionen verzeichneten Zuwächse beim Gäste- und Übernachtungsaufkommen. Lediglich im Naheland und im Hunsrück waren beide Werte rückläufig. Dagegen stiegen in Rheinhessen die Gästezahlen an, während die Übernachtungen zurückgingen.

Betriebsarten

Das mit Abstand höchste Plus registrierten die Camping- und Reisemobilplätze, die ihr Gäste- und Übernachtungsaufkommen in den ersten vier Monaten um 43 bzw. 54 Prozent steigern konnten. Allerdings hatte diese Betriebsart - insbesondere wohl aufgrund der kühlen Witterung - im Vorjahr auch Rückgänge im zweistelligen Prozentbereich verbucht (Gäste: minus 19 Prozent; Übernachtungen: minus 23 Prozent). Das zweithöchste Gäste- und Übernachtungsplus verzeichneten die Kleinbetriebe. Erholungs-, Ferien- und Schulungsheime hatten rückläufige Gäste- und Übernachtungszahlen zu verkraften.

Herkunft

Mehr als 1,6 Millionen Übernachtungsgäste aus Deutschland besuchten Rheinland-Pfalz. Das waren 5,4 Prozent mehr als im Zeitraum Januar bis April 2013. Die Zahl ihrer Übernachtungen stieg um 2,8 Prozent auf fast 4,2 Millionen. Dazu kamen 390.000 Gäste (plus 1,4 Prozent) aus dem Ausland, die zusammen 994.000 Übernachtungen buchten (plus 3,1 Prozent).

Unter den Auslandsgästen bilden die Niederländerinnen und Niederländer traditionell die mit Abstand größte Gruppe. Sie buchten von Januar bis April 354.000 Übernachtungen. Das waren elf Prozent mehr als im Vorjahr. Auf Rang zwei folgten Besucher und Besucherinnen aus Belgien mit 189.000 Übernachtungen (plus 3,9 Prozent), an dritter Stelle die Gäste aus den USA mit 81.000 Übernachtungen (minus 8,3 Prozent).

Die Ergebnisse basieren auf der monatlichen Befragung aller Beherbergungsbetriebe mit zehn und mehr Fremdenbetten, der Camping- und Reisemobilplätze mit zehn und mehr Stellplätzen sowie der Kleinbetriebe in Städten und Gemeinden mit einem Prädikat als Heilbad, Luftkurort, Erholungsort oder Fremdenverkehrsort.

Autor: Wolfgang Ellermeyer (Referat Unternehmensstatistiken)