Tourismus im ersten Halbjahr mit Gäste- und Übernachtungsplus
Deutsche und ausländische Gäste schätzen Rheinland-Pfalz

Die rheinland-pfälzische Tourismusbranche liegt zur Halbjahresbilanz auf Rekordkurs. Noch nie kamen in einem ersten Halbjahr mehr als vier Millionen Übernachtungsgäste ins Land; die knapp 4,1 Millionen Gäste übertrafen den bisherigen Spitzenwert aus dem vergangenen Jahr um vier Prozent. Auch die rund 10,5 Millionen Übernachtungen stellen eine neue Höchstmarke dar; die bisher beste Halbjahresbilanz an Übernachtungen – sie datiert aus dem Jahr 2011 – wurde um fast 340.000 übertroffen (plus 3,3 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresergebnis gab es eine Steigerung um 4,2 Prozent.

Tourismusregionen

Alle rheinland-pfälzischen Tourismusregionen konnten mit einem Übernachtungsplus aufwarten,  acht der neun Regionen verzeichneten Zuwächse beim Gästeaufkommen. In der Eifel wirkten sich die vorübergehende Schließung eines größeren Anbieters sowie eine geringere Nachfrage von inländischen und ausländischen Gästen aus. Das gleichzeitig ermittelte Übernachtungsplus geht wesentlich auf Zuwächse bei gewerblichen Kleinbetrieben und Privatvermietern zurück.

Betriebsarten

In allen Betriebsarten stiegen die Übernachtungszahlen. Beim Gästeaufkommen mussten lediglich die Ferienzentren sowie die Jugendherbergen, Hütten und ähnliche Einrichtungen Rückgänge hinnehmen.

Herkunft

Aus Deutschland kamen über 3,2 Millionen Übernachtungsgäste nach Rheinland-Pfalz. Das war ein Plus von 4,7 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2014. Die Zahl ihrer Übernachtungen stieg um fünf Prozent auf mehr als 8,3 Millionen. Aus dem Ausland kamen nahezu 832.000 Besucherinnen und Besucher (plus 1,4 Prozent). Auf sie entfielen über 2,2 Millionen Übernachtungen (plus 1,5 Prozent). Davon wurde die Hälfte von Gästen aus den Niederlanden und Belgien gebucht.

Die Ergebnisse basieren auf der monatlichen Befragung aller Beherbergungsbetriebe mit zehn und mehr Fremdenbetten, der Betreiber von Camping- und Reisemobilplätzen mit zehn und mehr Stellplätzen sowie der Kleinbetriebe in Städten und Gemeinden mit einem Prädikat als Heilbad, Luftkurort, Erholungsort oder Fremdenverkehrsort.

Autorin: Marie-Luise Schmittel (Sachgebiet Handel, Handwerk, Gastgewerbe, Dienstleistungen, IKT)