Umwelt
Mehr als sieben Millionen Tonnen Abfälle an rheinland-pfälzische
Abfallentsorgungsanlagen angeliefert
151 / 31.08.2010
Die 349 rheinland-pfälzischen Abfallentsorgungsanlagen nahmen im Jahr 2008 die größte bisher registrierte Abfallmenge von 7,1 Millionen Tonnen entgegen. Das waren nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes in Bad Ems 445.000 Tonnen oder 6,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Knapp 70 Prozent der Abfälle kamen aus Rheinland-Pfalz, 28 Prozent stammten aus anderen Bundesländern, die restliche Menge wurde aus dem Ausland angeliefert.
Deponien nahmen die größten Abfallmengen entgegen. Von den 1,7 Millionen Tonnen der hier abgelagerten Abfälle, knapp 30 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, waren 418.000 Tonnen Bodenaushub und 377.000 Tonnen Bitumengemische, überwiegend aus Straßenbaumaßnahmen. Auf diese beiden Positionen entfiel damit fast die Hälfte aller deponierten Abfälle.
Das an Sortieranlagen angelieferte Abfallaufkommen ist seit 2005 kontinuierlich zurückgegangen und lag im Jahre 2008 bei 1,2 Millionen Tonnen, das waren 3,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die größte Menge entfiel auf Verpackungen sowie getrennt gesammelte Haushaltsabfälle, zum Beispiel Glas und Papier.
Die fünf rheinland-pfälzischen Abfallverbrennungsanlagen nahmen insgesamt 1,1 Millionen Tonnen Abfälle an. Den höchsten Anteil hieran hatten die gemischten Siedlungsabfälle (38,9 Prozent), gefolgt von den Abfällen aus Abwasserbehandlungsanlagen (28,4 Prozent).
In den 22 Feuerungsanlagen, die in erster Linie der Energiegewinnung und nicht der Abfallbeseitigung dienen, wurden insgesamt 608 Tausend Tonnen Abfälle verbrannt, ein Plus von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei den eingesetzten Abfällen handelte es sich überwiegend um Altholz aus Abfallbehandlungsanlagen und Faserabfälle aus der Zellstoff- und Papierindustrie.
Die Daten stammen aus der im jährlichen Turnus stattfindenden Erhebung über die Abfallentsorgung, in die im Jahre 2008 rund 350 Anlagen einbezogen waren.
Autor: Hermann Welz (Sachgebiet Umwelt und Energie)
