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Startseite > Tourismus im ersten Halbjahr bei Gästen und Übernachtungen im Plus
Deutlich mehr Nachfrage aus dem Ausland
Tourismus

Tourismus im ersten Halbjahr bei Gästen und Übernachtungen im Plus
Deutlich mehr Nachfrage aus dem Ausland

150 / 31.08.2010

Die rheinland-pfälzische Tourismusbranche verbuchte im ersten Halbjahr 2010 trotz des kalten Winters und der niedrigen Frühjahrstemperaturen ein positives Ergebnis. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems kamen in den ersten sechs Monaten des Jahres 3,38 Millionen Übernachtungsgäste nach Rheinland-Pfalz, 1,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Auch die Zahl der Übernachtungen lag mit 9,05 Millionen über dem Vorjahreswert (plus 1,2 Prozent). Damit wurde sowohl bei den Gästeankünften als auch bei den Übernachtungen das zweitbeste Ergebnis der vergangenen zehn Jahre erreicht.

Für positive Impulse sorgten insbesondere die Gäste aus dem Ausland. Von Januar bis Juni besuchten 741.469 Gäste aus anderen Ländern Rheinland-Pfalz, 2,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Übernachtungen ausländischer Gäste lag mit 1,96 Millionen um 0,6 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Nachfrage aus dem Inland stieg bei Gästen (2,64 Millionen) und Übernachtungen (7,09 Millionen) jeweils um 1,3 Prozent.

Die mit Abstand größte Gruppe unter den ausländischen Reisenden bildeten die Niederländer. Sie buchten in den Monaten Januar bis Juni 2010 rund 795.000 Übernachtungen, 0,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. An zweiter Stelle folgten die Belgier mit 336.000 Übernachtungen (minus 0,2 Prozent). Bei den US-Amerikanern, die mit fast 192.000 Übernachtungen die drittgrößte Gruppe stellten, war ein Anstieg um 4,8 Prozent zu verzeichnen.

Den größten Gäste- und Übernachtungszuwachs verbuchte die Tourismusregion Ahr (plus 7,7 bzw. 5,3 Prozent). Auch die Anbieter in Rheinhessen, im Naheland und in der Pfalz verzeichneten gestiegene Gästezahlen und eine Zunahme der Übernachtungen. Uneinheitlich verhielt es sich in den Tourismusregionen Mosel-Saar und Hunsrück, wo zwar mehr Gäste kamen, die Zahl der Übernachtungen jedoch unter den Vorjahreswerten lag. In der Region Westerwald-Lahn waren sowohl die Gäste- als auch die Übernachtungszahlen geringfügig niedriger als im ersten Halbjahr 2009.

Unter den touristischen Betriebsarten verbuchten die Ferienhäuser und Ferienwohnungen den größten Zuwachs. Einen Übernachtungsrückgang mussten Gasthöfe und Ferienzentren hinnehmen. In den übrigen Segmenten des Beherbergungsgewerbes nahmen die Übernachtungszahlen zu.

Die Ergebnisse basieren auf der monatlichen Befragung aller Beherbergungsbetriebe mit neun und mehr Fremdenbetten sowie der Kleinbetriebe in ausgewählten Fremdenverkehrsorten in Rheinland-Pfalz. Der Berichtskreis der Kleinbetriebserhebung wurde im Januar 2010 aktualisiert. Insofern ist die Vergleichbarkeit der Resultate mit den Vorjahresergebnissen eingeschränkt.

Autor: Rainer Klein (Referat Unternehmensstatistiken)

Balkendiagramm

Stabdiagramm

balkendiagramm

 

Gäste und Übernachtungen1) in Rheinland-Pfalz von Januar bis Juni 2010

 

Gäste

Übernachtungen

Januar bis Juni
2010

Veränderung
gegenüber
Januar bis Juni
2009

Januar bis Juni
2010

Veränderung
gegenüber
Januar bis Juni
2009

Anzahl

%

Anzahl

%

I n s g e s a m t

3.381.330

1,7

9.048.651

1,2

aus Deutschland

2.639.861

1,3

7.091.390

1,3

aus dem Ausland

741.469

2,8

1.957.261

0,6

nach Tourismusregionen

Ahr

188.074

7,7

531.661

5,3

Eifel

390.129

0,0

1.339.103

0,2

Hunsrück

142.648

0,8

337.809

-0,4

Mosel-Saar

749.316

1,0

2.220.589

-0,2

Naheland

184.347

2,1

707.777

3,0

Pfalz

746.594

0,9

1.781.916

1,7

Rheinhessen

354.516

6,1

607.678

4,9

Rheintal

374.923

0,9

820.667

0,6

Westerwald-Lahn

250.783

-0,3

701.451

-0,6

nach Betriebsarten

Ferienhäuser, Ferienwohnungen

76.203

14,1

293.535

7,7

Pensionen

126.230

1,3

350.369

3,2

Jugendherbergen, Hütten u. Ä.

254.939

1,0

547.555

2,6

darunter: Jugendherbergen

207.236

5,8

426.168

4,4

Hotels garnis

235.264

1,3

468.800

2,2

Privatquartiere 2)

273.185

-0,4

1.054.182

1,8

Erholungs-, Ferien-, Schulungsheime

228.261

-0,2

624.349

1,6

Vorsorge- und Rehabilitationskliniken

46.593

1,3

1.063.690

1,6

Hotels

1.806.873

2,5

3.475.517

0,9

Ferienzentren

215.202

0,0

898.227

-2,3

Gasthöfe

118.760

-3,3

272.427

-2,4

1) Vorläufiges Ergebnis. - 2) Neben Privatquartieren mit weniger als 9 Betten sind hier auch gewerbliche Kleinbetriebe mit weniger als 9 Betten berücksichtigt.

 

 

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