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Startseite > Zahl der Unternehmensinsolvenzen geht zurück
Gewerbeanzeigen, Insolvenzen

Zahl der Unternehmensinsolvenzen geht zurück
Deutliche Zunahme der Verbraucherinsolvenzen

157 / 08.09.2010

Im ersten Halbjahr 2010 mussten weniger rheinland-pfälzische Unternehmen einen Insolvenzantrag stellen als im Vorjahreszeitraum. Laut Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems ging die Zahl der Unternehmensinsolvenzen gegenüber dem ersten Halbjahr 2009 um 2,2 Prozent auf 696 zurück. Die Zahl der von den Unternehmensinsolvenzen betroffenen Beschäftigten fiel mit 3.282 um 32,5 Prozent niedriger aus als im Vorjahreszeitraum.

Allerdings lag die Summe der geltend gemachten Gläubigerforderungen mit 765 Millionen Euro um 64,2 Prozent über dem Vorjahreswert. Damit war jedes insolvente Unternehmen durchschnittlich mit 1,1 Millionen Euro verschuldet (erstes Halbjahr 2009: 654.000 Euro).

Die meisten Insolvenzanträge stellten Unternehmen aus dem Bereich "Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen" (149), gefolgt vom Baugewerbe (123) und dem Verarbeitenden Gewerbe (77). Die Entwicklung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verlief in den Wirtschaftsbereichen uneinheitlich: Während die Zahl der Unternehmensinsolvenzen zum Beispiel im Bereich "Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen" um 33 über dem Vorjahreswert lag, ging sie im Baugewerbe um 19 zurück und blieb im Verarbeitenden Gewerbe fast unverändert (plus 1).

Die Insolvenzhäufigkeit war in der kreisfreien Stadt Worms mit 15,3 Unternehmensinsolvenzen je 1.000 wirtschaftlich aktiven Unternehmen mit Abstand am höchsten. Unter den Landkreisen erreichte Kusel den höchsten Wert (7,9). Am niedrigsten war die Insolvenzhäufigkeit in der kreisfreien Stadt Speyer (0,5). Der Landkreis Germersheim wies unter den Landkreisen den günstigsten Wert auf (1,9).

Verbraucherinsolvenzen

Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen war im ersten Halbjahr 2010 deutlich höher als im Vorjahreszeitraum. Es mussten 2.483 Personen Insolvenz beantragen, 17,6 Prozent mehr als von Januar bis Juni 2009. Die Summe der voraussichtlichen Forderungen belief sich auf 157 Millionen Euro, das waren 23,3 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2009. Die durchschnittliche Verschuldung insolventer Verbraucher betrug damit gut 63.000 Euro (2009: 60.100 Euro).

Mit 30,9 Fällen je 10.000 Einwohner kamen Verbraucherinsolvenzen in der kreisfreien Stadt Pirmasens am häufigsten vor. Unter den Landkreisen wies der Rhein-Lahn-Kreis den höchsten Wert auf (10,6). Den niedrigsten Wert unter den kreisfreien Städten erreichte Ludwigshafen am Rhein (5,2). Noch geringer war die Insolvenzhäufigkeit mit 2,5 Insolvenzen je 10.000 Einwohner im Landkreis Ahrweiler, der unter den Landkreisen das günstigste Ergebnis verzeichnete.

Die monatliche Insolvenzstatistik gibt Auskunft über das Insolvenzgeschehen und ist damit ein wichtiger konjunktureller Spätindikator. Erhebungsbasis sind die Meldungen der Amtsgerichte über die von ihnen bearbeiteten Verfahren.

Autorin: Diane Dammers (Referat Unternehmensstatistiken)

 

stabdiagramm

Stabdiagramm

Balkendiagramm

 

 

Insolvenzen im 1. Halbjahr 2010 nach Verwaltungsbezirken

Verwaltungsbezirk

Unternehmensinsolvenzen

Verbraucherinsolvenzen

insgesamt

Veränderung gegenüber
2009

je 1.000 Unternehmen

insgesamt

Veränderung gegenüber
2009

je 10.000 Einwohner

Kreisfreie Städte

Frankenthal (Pfalz), St.

7

-1

4,5

33

4

7,0

Kaiserslautern, St.

29

6

7,8

105

10

10,6

Koblenz, St.

19

-17

4,1

85

34

8,0

Landau i. d. Pfalz, St.

10

6

4,6

26

10

6,0

Ludwigshafen a. Rh., St.

29

2

6,4

85

-21

5,2

Mainz, St.

41

-4

5,0

115

41

5,8

Neustadt a. d. Weinstr., St.

5

-7

2,0

43

7

8,0

Pirmasens, St.

8

4

4,5

126

6

30,9

Speyer, St.

1

-4

0,5

27

-13

5,4

Trier, St.

13

1

2,8

102

23

9,8

Worms, St.

47

26

15,3

71

-3

8,7

Zweibrücken, St.

7

-1

6,1

60

12

17,6

Landkreise

Ahrweiler

23

6

4,2

32

-8

2,5

Altenkirchen (Ww)

26

8

5,3

110

33

8,3

Alzey-Worms

29

13

5,3

48

-1

3,8

Bad Dürkheim

14

6

2,4

57

-5

4,3

Bad Kreuznach

20

-19

3,2

79

-1

5,1

Bernkastel-Wittlich

21

-17

4,0

79

38

7,1

Birkenfeld

17

2

5,1

25

0

3,0

Cochem-Zell

13

0

4,3

19

11

3,0

Donnersbergkreis

11

3

4,3

53

18

6,9

Eifelkreis Bitburg-Prüm

11

0

3,0

44

4

4,7

Germersheim

8

2

1,9

63

24

5,0

Kaiserslautern

19

3

5,5

95

10

8,9

Kusel

16

9

7,9

28

6

3,8

Mainz-Bingen

22

-22

2,6

90

-1

4,5

Mayen-Koblenz

39

1

4,9

109

24

5,2

Neuwied

55

-5

7,5

107

-8

5,9

Rhein-Hunsrück-Kreis

17

-7

4,1

47

14

4,6

Rhein-Lahn-Kreis

11

-23

2,4

132

61

10,6

Rhein-Pfalz-Kreis

14

-2

2,8

77

19

5,2

Südliche Weinstraße

17

11

3,3

48

13

4,4

Südwestpfalz

11

-6

3,2

41

-11

4,1

Trier-Saarburg

12

0

2,6

57

7

4,0

Vulkaneifel

14

4

5,8

29

-20

4,7

Westerwaldkreis

40

6

4,7

136

34

6,8

Rheinland-Pfalz

696

-16

4,4

2483

371

6,2

kreisfreie Städte

216

11

5,4

878

110

8,6

Landkreise

480

-27

4,1

1605

261

5,4

Kartogramm
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