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Startseite > Schulen des Gesundheitswesens
Bildung

Schulen des Gesundheitswesens
Gesundheitsfachberufe für Abiturientinnen und Abiturienten attraktiv

23 / 17.02.2012

Nichtakademische Ausbildungsgänge in Gesundheitsberufen sind für junge Menschen mit hoher Schulbildung attraktiv. Das hat das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz anhand der aktuellen Zahlen zu den Schulen des Gesundheitswesens im Land festgestellt. Von den aktuell rund 7.500 Auszubildenden verfügen fast 38 Prozent über die Fachhochschulreife oder das Abitur, 56 Prozent haben einen qualifizierten Sekundarabschuss I ("Mittlere Reife"). Die EU-Kommission hatte jüngst mit dem Vorschlag, europaweit die Hochschulreife für die Ausbildung in Pflegeberufen vorauszusetzen, für eine kontroverse Diskussion in Deutschland gesorgt.

Relativ stark vertreten sind Schülerinnen und Schüler mit Hochschulreife mit jeweils rund 85 Prozent in den Ausbildungsgängen Entbindungspflege (Ausbildung zur Hebamme) und Logopädie.  Demgegenüber dominiert insbesondere bei den Auszubildenden im Bildungsgang Gesundheits-, Kranken- und Kinderkrankenpflege die mittlere Reife (79 Prozent). Jugendliche mit Hauptschulabschluss stellen die Mehrheit in den Bildungsgängen Massage und medizinischer Bademeister bzw. Bademeisterin (57 Prozent) sowie in der Krankenpflegehilfe (55 Prozent).

Die Zahl der Schülerinnen und Schüler an den Schulen des Gesundheitswesens ist zum Schuljahr 2011/12 insgesamt leicht gesunken. Derzeit absolvieren in diesen Einrichtungen 5.832 Frauen und 1.697 Männer eine Ausbildung in einem nichtakademischen Gesundheitsfachberuf. Das sind 58 Personen weniger als im vorangegangenen Schuljahr 2010/11.

In der Zeit von Anfang Oktober 2010 bis Ende September 2011 bestanden 2.049 Personen die Abschlussprüfung in einem der Gesundheitsfachberufe. Das sind 8,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Erfolgsquote lag bei gut 85 Prozent.

Die Zahlen stammen aus der Statistik über die Schulen des Gesundheitswesens. Bis 2008 wurden die Daten der Schulen des Gesundheitswesens auf freiwilliger Basis erhoben. Infolge der Einführung einer gesetzlichen Berichtspflicht zum Schuljahr 2009/10 ist ein Vergleich mit den gemeldeten Schülerzahlen der Vorjahre nur bedingt möglich.

Autorin: Bettina Link (Referat Bildung)

Grafik: Schülerinnen und Schüler des Gesundheitswesens im Schuljahr 2011/12 nach Bildungsgängen und schulischer Vorbildung

Grafik: Bestandene Abschlussprüfungen an Schulen des Gesundheitswesens zum Ende des Schuljahres 2010/11

 

Schülerinnen und Schüler an Schulen des Gesundheitswesens in den Schuljahren 2010/11 und 2011/12 nach Bildungsgängen und Geschlecht

Bildungsgang

2010/11

2011/12

Veränderung gegenüber 2010/11

ins-
gesamt

weiblich

ins-
gesamt

weiblich

Anzahl

%

Anzahl

%

Anzahl

%

Gesundheits- und Krankenpflege

3.213

2.678

83,3

3.136

2.612

83,3

-77

-2,4

Physiotherapie

1.634

1.048

64,1

1.611

1.032

64,1

-23

-1,4

Gesundheits- und Kinderkrankenpflege

347

335

96,5

452

421

93,1

105

30,3

Rettungsassistenz

459

133

29,0

447

143

32,0

-12

-2,6

Ergotherapie

439

382

87,0

440

382

86,8

1

0,2

Pharmazeutisch-technische Assistenz

298

278

93,3

273

256

93,8

-25

-8,4

Medizinisch-technische Laborassistenz

244

223

91,4

240

211

87,9

-4

-1,6

Massage und medizinische(r) Bademeister/-in

198

103

52,0

185

106

57,3

-13

-6,6

Krankenpflegehilfe

147

116

78,9

141

119

84,4

-6

-4,1

Logopädie

142

133

93,7

138

131

94,9

-4

-2,8

Entbindungspflege

128

128

100,0

123

123

100,0

-5

-3,9

Gesundheits-, Kranken- und Kinderkrankenpflege

115

99

86,1

114

100

87,7

-1

-0,9

Operationstechnische Assistenz

83

74

89,2

104

93

89,4

21

25,3

Medizinisch-technische Radiologieassistenz

64

51

79,7

65

51

78,5

1

1,6

Diätassistenz

41

38

92,7

37

34

91,9

-4

-9,8

Podologie

35

25

71,4

23

18

78,3

-12

-34,3

Insgesamt

7.587

5.844

77,0

7.529

5.832

77,5

-58

-0,8

 

 

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