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Startseite > Zahl der Erwerbstätigen stieg im Jahr 2011 um 1,2 Prozent
Erwerbstätigkeit

Zahl der Erwerbstätigen stieg im Jahr 2011 um 1,2 Prozent
Zuwachs bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten

12 / 24.01.2012

Die Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Rheinland-Pfalz ist im vergangenen Jahr weiter gestiegen. Nach vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises "Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder" lag sie um 1,2 Prozent höher als im Jahr 2010. Im Bundesdurchschnitt nahm die Zahl der Erwerbstätigen 2011 um 1,3 Prozent zu; in den alten Bundesländern (ohne Berlin) lag der Zuwachs bei 1,5 Prozent.

Aufgrund umfassender Revisionsarbeiten, in deren Verlauf für alle Bundesländer alle bisherigen Regionalergebnisse für die Erwerbstätigen grundlegend überarbeitet werden, kann derzeit noch nicht die Gesamtzahl der Erwerbstätigen am Arbeitsort in Rheinland-Pfalz ausgewiesen werden. Dargestellt werden kann lediglich die Veränderungsrate. Anhand der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit lassen sich einige Einflussfaktoren näher betrachten.

Zurückzuführen ist der Anstieg in erster Linie auf einen Zuwachs bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die den größten Teil der Erwerbstätigen ausmachen. Nach vorläufigen Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren im Durchschnitt der Monate Januar bis Oktober 2011 in Rheinland-Pfalz gut 1,24 Millionen Arbeitnehmer sozialversicherungspflichtig beschäftigt, gut 30.000 oder 2,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das verarbeitende Gewerbe verzeichnete einen Zuwachs von knapp 7.000 Beschäftigten (plus 2,3 Prozent). Deutlich zugelegt haben auch die unternehmensnahen Dienstleistungen (plus 8.400 Personen bzw. plus 7,4 Prozent), zu denen auch die Zeitarbeitsbranche gehört. Sie registrierte über 5.000 Beschäftigte mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum (plus 19,2 Prozent). Eine Beschäftigungszunahme um mehr als 5.000 (plus 3 Prozent) verzeichnete das Gesundheits- und Sozialwesen. Einen Rückgang um rund 1.000 oder 1,2 Prozent gab es dagegen im Bereich öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung.


Die sogenannte marginale Beschäftigung sank weiter. Zurückzuführen ist dies auf den weiteren Rückgang bei der Zahl der Beschäftigten in Arbeitsgelegenheiten. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit lag die Zahl der 1-Euro-Jobber im Jahresdurchschnitt 2011 um knapp 4.000 oder 44 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Zur marginalen Beschäftigung zählen außerdem ausschließlich geringfügig entlohnte und kurzfristig Beschäftigte.

Die Darstellung der Erwerbstätigkeit erfolgt als durchschnittliche Zahl aller Erwerbstätigen nach dem Inlandskonzept (Arbeitsortkonzept). Erfasst werden alle Personen, die im jeweiligen Gebiet ihren Wohn- und Arbeitsort haben, zuzüglich der außerhalb dieses Gebietes wohnenden Personen, die als Einpendler in diese Region ihren Arbeitsort erreichen. Zu den Erwerbstätigen werden alle Personen gerechnet, die als Arbeitnehmer (Arbeiter, Angestellte, Beamte sowie Heimarbeiter und geringfügig Beschäftigte) oder als Selbstständige einschließlich deren mithelfenden Familienangehörigen eine auf Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben, unabhängig von der Dauer der tatsächlich geleisteten oder vertragsmäßig zu leistenden Arbeitszeit.
Die Ergebnisse sind abgestimmt auf den Berechnungsstand des Statistischen Bundesamtes vom 2. Januar 2012.

Autor: Werner Kertels (Referat Gesamtrechnungen, Arbeitsmarkt)

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