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Jahresteuerungsrate im Januar bei 0,7 Prozent
Einen moderaten Anstieg der Jahresteuerungsrate verzeichnete das Statistische Landesamt zum Jahresbeginn. Im Januar lag der Verbraucherpreisindex für Rheinland-Pfalz um 0,7 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Stärker als der Verbraucherpreisindex insgesamt stiegen die Preise in der Hauptgruppe »Verkehr« (plus 4,6 Prozent). Hierzu trugen insbesondere die im Vorjahresvergleich deutlichen Preissteigerungen bei den Kraftstoffen bei (plus 14,9 Prozent). Die Preise bei den Ausgaben rund ums Wohnen lagen dagegen unter dem Vorjahresniveau (minus 0,7 Prozent). Haushaltsenergie (Strom, Gas, Heizöl) verbilligte sich insgesamt um 5,2 Prozent, wobei die Preise für Strom (plus 3,6 Prozent) und Heizöl (plus 7,5 Prozent) anstiegen, während die Gaspreise binnen Jahresfrist um 19,2 Prozent fielen. Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke verbilligten sich gegenüber Januar vergangenen Jahres um 1,9 Prozent. Insbesondere die Preise für Gemüse (minus 9,4 Prozent) sowie Molkereiprodukte und Eier (minus 3,7 Prozent) sanken deutlich. Speisefette und -öle verteuerten sich dagegen (plus 5,9 Prozent). Veränderungen gegenüber Dezember 2009 Gegenüber dem Vormonat sank der Verbraucherpreisindex in Rheinland-Pfalz um 0,5 Prozent. Die saisonal bedingten Preissenkungen für Pauschalreisen (minus 18,8 Prozent) sowie die geringeren Mieten für Ferienwohnungen und -häuser (minus 32,7 Prozent) bestimmten die Entwicklung in den Hauptgruppen »Freizeit, Unterhaltung und Kultur« (minus 5,3 Prozent) sowie »Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen« (minus 4,2 Prozent). Bedingt durch den Schlussverkauf entwickelten sich auch die Preise für »Bekleidung und Schuhe« günstig für die Verbraucherinnen und Verbraucher (minus 3,8 Prozent). Dagegen zogen die Preise für »Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke« (plus 1,3 Prozent) sowie für »Verkehr« (plus 1,1 Prozent) spürbar an. Der Verbraucherpreisindex misst die durchschnittliche Preisveränderung der Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Rund um die Monatsmitte erheben 17 Preisermittler in 11 rheinland-pfälzischen Berichtsgemeinden gut 17.000 Einzelpreise in rund 2.000 Berichtsstellen (z. B. Kaufhäuser). Dabei werden die Preisveränderungen von etwa 750 genau beschriebenen Waren und Dienstleistungen erfasst. Die Preisveränderungen werden gemäß der Verbrauchsbedeutung, die den Waren und Dienstleistungen bei den Ausgaben der privaten Haushalte (sogenanntes Wägungsschema) zukommt, im Preisindex berücksichtigt. Autorin: Christine Schomaker (Referat Mikrozensus, Preise, Verdienste, Haushaltserhebungen)
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