Gewinne und Verluste
Die Sozialdemokraten mussten in allen Altersgruppen hohe Verluste hinnehmen. Im Vergleich zur Landtagswahl 2006 hat die SPD bei den Frauen stärker verloren als bei den Männern (minus 11,1 bzw. minus 9,2 Prozentpunkte). Besonders kräftig waren die Einbußen der SPD bei den Frauen im Alter von 18 bis 24 Jahren (minus 18,6 Prozentpunkte). Deutlich geringer fiel der Rückgang bei den 60-jährigen und älteren Männern aus (minus 4,5 Prozentpunkte).
Die CDU hat gegenüber 2006 bei den Männern (plus 3,2 Prozentpunkte) mehr hinzugewonnen als bei den Frauen (plus 2,4 Prozentpunkte). Bei der Betrachtung nach Geschlecht und Altersgruppen zeigen sich für die Christdemokraten leichte Verluste nur bei den 18- bis 24-jährigen Männern (minus 0,7 Prozentpunkte) und Frauen (minus 0,4 Prozentpunkte). Die höchsten Anteilsgewinne erzielte die CDU bei den 60-jährigen und älteren Männern (plus 4,8 Prozentpunkte) und Frauen (plus 3,6 Prozentpunkte).
Die GRÜNEN haben bei dieser Landtagswahl in allen Altersgruppen Zuwächse erzielt. Gegenüber 2006 konnten sie ihr Anteilsergebnis bei den Wählerinnen um 11,7 Prozentpunkte und bei den Wählern um 10,1 Prozentpunkte steigern. Das größte Plus gab es bei den 18- bis 24-jährigen Frauen (plus 18,7 Prozentpunkte). Am niedrigsten war die Verbesserung bei den 60-jährigen und älteren Frauen (plus 5,3 Prozentpunkte).
Die FDP hat bei der Landtagswahl 2011 in allen Altersgruppen verloren; bei den Männern mit minus 4,5 Prozentpunkten etwas mehr als bei den Frauen (minus 3,4 Prozentpunkte). Das größte Minus gab es bei den 25- bis 34-jährigen Männern (minus 7,7 Prozentpunkte). Den geringsten Verlust verzeichneten die Liberalen bei den 60-jährigen und älteren Frauen (minus 2,3 Prozentpunkte).
DIE LINKE konnte bei den Frauen ihren Landesstimmenanteil leicht um 0,5 Prozentpunkte steigern; bei den Männern blieb das Ergebnis unverändert. Gegenüber 2006 gab es bei den Frauen in allen Altersgruppen leichte Zuwächse. Die größte Verbesserung verbuchte die Partei bei den Frauen im Alter von 18 bis 24 Jahren (plus 1,8 Prozentpunkte). Bei den 45- bis 59-jährigen Männern wurde dagegen ein Rückgang des Stimmenanteils um 0,6 Prozentpunkte festgestellt.
Anteilsergebnisse der Parteien nach Geschlecht und Alter
Nutzung des Stimmensplittings
Wahlbeteiligung

