Industrieaufträge im November im Minus
Auslandsgeschäft lässt nach
7 / 19.01.2012

7 / 19.01.2012
Veränderungen gegenüber November 2010
Im November 2011 gingen bei der rheinland-pfälzischen Industrie preisbereinigt 1,3 Prozent weniger Aufträge ein als ein Jahr zuvor (Deutschland: minus 4,4 Prozent). Den Ausschlag für diesen Rückgang gaben die Auslandsbestellungen, die um 2,6 Prozent abnahmen (Deutschland: minus 7,7 Prozent). Die Inlandsorder stiegen um 0,4 Prozent (Deutschland: minus 0,2 Prozent).
Lediglich in drei der umsatzstarken rheinland-pfälzischen Industriezweige stieg die Nachfrage. Der Maschinenbau verbuchte 20 Prozent mehr Aufträge als ein Jahr zuvor, wobei die Impulse aus dem Ausland mit 23,3 Prozent stärker waren als aus dem Inland mit 12,8 Prozent. Bei den Herstellern von Metallerzeugnissen lagen die Auftragseingänge mit einem Plus von 6,9 Prozent ebenfalls über dem Vorjahreswert. Hier wurde die positive Entwicklung von den Inlandsbestellungen getragen (plus 13,9 Prozent), während die Auslandsnachfrage spürbar an Schwung einbüßte (minus 4,2 Prozent). In der Metallerzeugung und bearbeitung gab es einen leichten Zuwachs von 0,7 Prozent. Die übrigen Wirtschaftszweige verfehlten durchweg das Vorjahresniveau, allen voran die Hersteller von pharmazeutischen Erzeugnissen (minus 14,3 Prozent) und die Chemieindustrie (minus 10,6 Prozent). In diesen beiden Zweigen brachen sowohl die Inlands- als auch die Auslandsorder im zweistelligen Bereich ein. Die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen verzeichneten aufgrund des stark rückläufigen Auslandsgeschäfts (minus 11,1 Prozent) eine insgesamt sinkende Nachfrage (minus 6,4 Prozent). Negativ entwickelte sich auch das Geschäft der Produzenten von Papier, Pappe und Waren daraus (minus 5,9 Prozent).
Veränderungen gegenüber Oktober 2011
Gegenüber dem Oktober 2011 stiegen die Auftragseingänge um 2,9 Prozent (Deutschland: plus 3,2 Prozent). Die Inlandsorder stiegen um 4,3 Prozent (Deutschland: plus 7 Prozent), die Bestellungen aus dem Ausland legten um 1,8 Prozent zu (Deutschland: plus 0,3 Prozent). Vor allem der Maschinenbau überraschte mit einem überdurchschnittlichen Auftragsplus von 26,7 Prozent, wobei die Auslandsnachfrage (plus 33 Prozent) deutlich stärker zulegte als die Bestellungen aus dem Inland (plus 13,9 Prozent). Deutlich mehr Bestellungen registrierten auch die Hersteller von Metallerzeugnissen (plus 18,5 Prozent) sowie die Metallerzeugung und bearbeitung (plus 12,8 Prozent), insbesondere gestärkt durch die Binnennachfrage. Die Hersteller von Papier, Pappe und Waren daraus verzeichneten ein moderates Auftragsplus von 4,2 Prozent. Rückgänge mussten dagegen die Hersteller von pharmazeutischen Erzeugnissen (minus 15,5 Prozent), die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (minus 6,7 Prozent) sowie die Chemieindustrie (minus 6,6 Prozent) hinnehmen. Bei der Pharma- und der Chemieindustrie lag dies an den stark rückläufigen Auslandsaufträgen (minus 19,4 bzw. 9,6 Prozent), während es bei den Herstellern von Kraftwagen und Kraftwagenteilen vor allem an Inlandsbestellungen mangelte (minus 8,3 Prozent).
Zur Konjunktur im verarbeitenden Gewerbe erscheinen monatlich vier Pressemitteilungen
Schnellmeldung mit vorläufigen Ergebnissen (5. Januar 2012)
Auftragseingangsindex (19.Januar 2012)
Produktionsindex (folgt)
Umsatz und Beschäftigte (folgt)
Die Daten stammen aus dem Monatsbericht für Betriebe im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und der Gewinnung von Steinen und Erden, zu dem die Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten regelmäßig melden. Befragt werden rund 990 Betriebe. Der Auftragseingangsindex ist ein wichtiger Frühindikator zur Einschätzung der Wirtschaftsentwicklung.
Autor: Peter Lübbers (Referat Unternehmensstatistiken)
| Index des Auftragseingangs im verarbeitenden Gewerbe im November 2011 nach ausgewählten Wirtschaftszweigen | ||||||
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Wirtschaftszweig* | Veränderung gegenüber November 2010 | Veränderung gegenüber Oktober 2011 | |||||
Insgesamt | Inland | Ausland | Insgesamt | Inland | Ausland | ||
% | |||||||
Verarbeitendes Gewerbe insgesamt | -1,3 | 0,4 | -2,6 | 2,9 | 4,3 | 1,8 | |
darunter |
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Herstellung von chemischen Erzeugnissen | -10,6 | -11,3 | -10,3 | -6,6 | -0,5 | -9,6 | |
Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen | -6,4 | -0,3 | -11,1 | -6,7 | -8,3 | -5,2 | |
Maschinenbau | 20,0 | 12,8 | 23,3 | 26,7 | 13,9 | 33,0 | |
Herstellung von Metallerzeugnissen | 6,9 | 13,9 | -4,2 | 18,5 | 22,8 | 11,1 | |
Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen | -14,3 | -12,1 | -15,4 | -15,5 | -7,2 | -19,4 | |
Metallerzeugung und -bearbeitung | 0,7 | -0,5 | 2,1 | 12,8 | 15,3 | 10,2 | |
Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus | -5,9 | -3,1 | -11,9 | 4,2 | 4,5 | 3,3 | |
* Wirtschaftszweige geordnet nach der Höhe der Umsätze im Jahr 2010. | |||||||