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Startseite > Wirtschaft > Industrie, Bau, Handwerk

Industrie, Bau, Handwerk: Einzelansicht

Industrieproduktion im November im Minus
Vorleistungsgütersektor mit weniger Output

9 / 20.01.2012

Die rheinland-pfälzische Industrie hat im November 2011 weniger produziert als ein Jahr zuvor. Gegenüber dem Vormonat Oktober nahm die Erzeugung von Gütern deutlich zu. Die vorläufigen Zahlen zur Produktion wurden bereits in der Schnellmeldung (PM 001/12) veröffentlicht. In dieser Pressemitteilung wird die Güterproduktion in den wichtigsten rheinland-pfälzischen Branchen des verarbeitenden Gewerbes umfassend dargestellt.

Veränderungen gegenüber November 2010

Im November 2011 stellte das verarbeitende Gewerbe in Rheinland-Pfalz preisbereinigt 1,3 Prozent weniger Güter her als ein Jahr zuvor (Deutschland: plus 4,3 Prozent). Einen gewichtigen Anteil an dieser Entwicklung hatte der Vorleistungsgüterbereich, dessen Produktionsausstoß um 2,3 Prozent zurückging (Deutschland: plus 2,9 Prozent). Der Output des Investitionsgütersektors zog demgegenüber kräftig an (plus 8,2 Prozent; Deutschland: plus 7,2 Prozent).

Die Produktionseinbußen wurden maßgeblich von der Chemieindustrie (minus 9,2 Prozent) und der Pharmabranche (minus 4,4 Prozent) beeinflusst. Einen niedrigeren Güterausstoß registrierten auch die Hersteller von Glas, Glaswaren und Keramik (minus 1,4 Prozent) sowie die Metallerzeugung und  bearbeitung (minus 1,3 Prozent). Die übrigen größeren Branchen weiteten ihre Produktion teilweise kräftig aus, allen voran die Hersteller von Metallerzeugnissen (plus 9,2 Prozent), von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (plus 7,7 Prozent) sowie der Maschinenbau (plus 5,7 Prozent).

Veränderungen gegenüber Oktober 2011

Das Produktionsvolumen der rheinland-pfälzischen Hersteller lag im November 2011 preisbereinigt um 5,9 Prozent über dem Stand des Vormonats (Deutschland: plus 6,7 Prozent). Die Zunahme wurde vor allem durch den deutlich gestiegenen Produktionsausstoß im Investitionsgütersektor verursacht (plus 14 Prozent; Deutschland: plus 10,7 Prozent). Auch die Hersteller von Vorleistungsgütern (Umsatzanteil rund 58 Prozent) steigerten ihren Output um 1,3 Prozent (Deutschland: plus 3,1 Prozent).

Im Vergleich zum Oktober stieg - mit einer Ausnahme - die Produktionsleistung in allen großen Wirtschaftszweigen teils überdurchschnittlich, wobei die Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen den höchsten Zuwachs verzeichnete (plus 16,7 Prozent). An zweiter und dritter Stelle folgten die Herstellung von Metallerzeugnissen sowie von Papier, Pappe und Waren daraus (plus 9,8 bzw. 9 Prozent). Die übrigen Branchen verzeichneten Zuwächse zwischen 7,3 Prozent (Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen) und 4,4 Prozent (Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik). Lediglich die Chemieindustrie, die umsatzstärkste rheinland-pfälzische Branche, musste ihre Produktionsleistung merklich zurückfahren (minus 5,1 Prozent).

Die Daten stammen aus der monatlichen Produktionserhebung bei Betrieben im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und der Gewinnung von Steinen und Erden mit mindestens 50 und mehr Beschäftigten. Erfragt werden bei rund 990 Betrieben die im Berichtsjahr fertiggestellten und zum Absatz bestimmten Erzeugnisse. Der Produktionsindex ist ein wichtiger Indikator zur Einschätzung der Wirtschaftsentwicklung. Er wird gebildet als Messzahl aus den gemeldeten Produktionsdaten, bezogen auf den Monatsdurchschnitt des Basisjahres 2005; diese Messzahlen werden einer Preisbereinigung unterzogen und mit landesspezifischen Produktionswertanteilen zu Wirtschaftszweigindizes verdichtet.

Autor: Peter Lübbers (Referat Unternehmensstatistiken)

Zur Konjunktur im verarbeitenden Gewerbe erscheinen monatlich vier Pressemitteilungen

Schnellmeldung mit vorläufigen Ergebnissen (5. Januar 2012)

Auftragseingangsindex                                         (19. Januar 2012)

Produktionsindex                                                  (20. Januar 2012)

Umsatz und Beschäftigte                                     (folgt)

 

 

Index der Produktion im verarbeitenden Gewerbe im November 2011 nach ausgewählten Wirtschaftszweigen

Wirtschaftszweig1

Veränderung gegenüber November 2010

Veränderung gegenüber Oktober 2011

Insgesamt

Insgesamt

%

Verarbeitendes Gewerbe insgesamt

-1,3

5,9

darunter

 

 

Herstellung von chemischen Erzeugnissen

-9,2

-5,1

Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen

7,7

16,7

Maschinenbau

5,7

6,8

Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren

1,0

5,1

Herstellung von Metallerzeugnissen

9,2

9,8

Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln

0,4

6,4

Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen

-4,4

7,3

Metallerzeugung und -bearbeitung

-1,3

7,1

Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus

3,8

9,0

Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik usw.

-1,4

4,4

1 Wirtschaftszweige geordnet nach der Höhe der Umsätze im Jahr 2010.

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